Töchter in der Abseitsfalle?

Die tolle Frauen-EM wirft die Frage auf: Warum soll Fußball Männersache sein?

> Sportliches Matriarchat statt Prekariat <

Heimat großer Töchter und Söhne

G – wie Gender & Gehalt – Wie wär’s mal mit GENDERN in Geldangelegenheiten? (und-das-nicht-nur-beim-„Runden-Leder“, sondern-auch-in-anderen-Lebensbereichen)

Warum bekommt ein Männlein aus der 3. Liga 3x mehr als eine Topspielerin aus der Bundesliga? Wie ist es möglich, dass Männer aus der selben Spitzenklasse das 50- bis 200fache kassieren? Und das jenseits einer Taliban-HERRschaft ! Oder anders gefragt: Was können Profifußballerinnen um soviel besser, dass sie daher deutlich weniger verdienen?

Frauen spielen gleich gut bis besser, in jedem Fall engagierter, präziser, nicht minder entschlossen, laufen mehr, schinden weniger Zeit, machen keine, oder weniger Fouls, foulen faktisch nie schwer, akzeptieren Schiedsrichterinnenentscheide, machen kaum auf wehleidig, reklamieren nicht permanent Elfer, setzen ausgemachte Strategien um, sind höchstens Opfer einer „Abseitsfalle“ … spucken weniger bis kaum auf den Rasen, reißen sich nicht nach jedem Treffer die Wäsche vom Leib, um „muskuläre Nabelschau“ zu betreiben, tauschen selten ungustiös verschwitzte Leiberl, geben qualitätvollere Interviews, schütten so gut wie nie blöd mit Bier herum … und es gibt bei femininem Fußball auch weniger (!) Eitelkeiten: Stars haben intern & bei Trainerinnen Nachrang, sodass Frauschaften die deutlich teamfähigeren Mannschaften sind !!! (- Das Finalspiel wurde der Aufzählung dann leider in manchen Punkten nicht ganz gerecht …)

Selbst Auswirkungen auf das Erscheinungsbild des Fan-Publikums waren mehr als erfreulich, zumal keine zu Ausschreitungen bereite, testosteron-schwangere Machos in den Weiten der Stadionovale während der Frauen-EM anzutreffen waren …

M P

Obiger Text strotzt vor Vereinfachungen, ist provokativ, allerdings auch so gedacht. Differenziert abwägen sollen andere, die dann auf die strukturelle Problematiken im Detail eingehen können, Entwicklungen im Sportgeschäft abklopfen, medialen und wirtschaftlichen Profit, sowie Wechselbeziehungen in die Bewertung einfließen lassen – und ja, wie immer: Die Nachfrage bestimmt den Wert <<<

Der Textschreiber wurde innerfamiliär soziologisch ob seiner Oberflächlichkeit & Unbedarftheit in der Herangehensweise abgemahnt und auch darauf hingewiesen, dass es um die Situation bei anderen Sportarten diesbezüglich noch weitaus schlechter bestellt sei und man sich zB. bei Formel 1 noch wesentlich mehr ins Zeug legen müsste, bzw. die eigene Wahrnehmung erst durch die mutige Einkaufspolitik des ORFs in Richtung Frauen-EM kanalisiert wurde. Da der LeoLogeAutor im Normalfall auch immer pure Anlassreaktionen in Medien und Politik verabscheut, sowie knappe Vereinfachungen und platte SW-Lösungen ablehnt, gibt er der Kritik völlig recht, bleibt aber beim Sinn & Zweck des kurzen, lauten Aufschreis, verspricht jedoch im selben Moment die Sportbühne auch gleich wieder zu verlassen. Sollen sich lieber schlaue Spezialisten damit beschäftigen und noch schlimmer dotierte Sportarten in den Blick rücken, beider- (oder mehrerlei) Geschlechts, denn ich hätte auch nichts gegen gute, gerechte Gagen für männliche Synchronschwimmer. Apropos Frauendominanz: Ist eigentlich bekannt, dass Jasmin Ouschan einen jüngeren Bruder hat, der am Tisch auch keine so schlechte Figur macht?

Ein Gedanke zu “Töchter in der Abseitsfalle?

  1. Ich bin natürlich größtenteils deiner Meinung, Manfred. Auch ich habe ein Faible für den Frauenfußball und ich habe mir fast kein Spiel der EM entgehen lassen.

    Aber solange ein Drittligistenspiel der Männer noch mehr Aufmerksamkeit erregt, als ein Ligaspiel der ersten Konferenz im Frauenfußball, solange die Augen auf „Männerspiele“ gerichtet sind und Frauenfußball in der Regel kein Schwein hinter dem Ofen hervorlockt, stellt sich die Frage nicht, warum Männer im Fußball mehr verdienen als Frauen.

    Das ist keine Frage der Leistung, sondern der Vermarktbarkeit.

    Wenn ich im Jahr 20 Bücher schreibe und damit 100 Euro verdiene, ein Stephen King in 20 Jahren 1 Buch und damit 10 Millionen verdient, fragt ja auch keiner, warum ich bei mehr Leistung weniger Geld bekomme.

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