„Preise für Constanze“

Am Palmsamstag wurde beim Frühjahrsfilmbewerb (LM OÖ & Salzburg) in der Stadt an der Salzach unser dort bestens zur Örtlichkeit passender >>> Mozart-Film „Post für Constanze“ von der Jury ganze vier mal nominiert und zwar in den Kategorien: Beste Kamera & bester Schnitt, sowie in Summe als Fixstarter für das heurige „Festival der österreichischen Filmautoren“ – wenige Wochen später in Tirol. Im 4. Fall erhielt unser Absolventen-Video in der Abteilung „Bemerkenswerte filmische Erzählung“ (- sprich: Bester artifizieller Film) den Sonderpreis der Jury:

Das Rogl-Portrait (Teamwork mit G. Bös) schaffte es aufs 3. Treppchen des Podests. Die Überreichung der Preise passierte knappe 15 Minuten vor Beginn der dankenswert traditionellen, alljährlichen Ö1-Radio-Übertragung der feinen Eröffnungsvorstellung der Salzburger Osterfestspiele, die den Autor im Auto triumphal bis nach Hause geleitete … ( – sprich einen halben Lohengrin lang)

Und auch in Tirol ging für Constanze die Post ab

Unsere Absolventenproduktion „Post für Constanze“ ist gut unterwegs: Nachdem sie bereits vor geraumer Zeit (damals noch ofenfrisch) beim internationalen „Festival der Nationen“ erfolgreich lief, durfte sie sich nun in Tirol wieder einer ganz besonderen Jury stellen: Dr. Huchang Allahyari, DI Wolfgang Allin, Margot Kühn (BDFA), sowie Dir. HR Norbert Perger & Christina Gaugg.

Bereits beim üblichen Dialog mit dem Autor (nach der Präsentation) gab es durch die Jury ein einhellig erfreuliches Feedback: Juryvorsitzender Wolfgang Allin stellte die gesamtkunstwerklich (!) künstlerische Herangehensweise dabei in den Fokus. man würdigte die Leistung der Hauptdarstellerin und auch Promi-Juror Huchang Allahyari fand lobende Worte für die liebevoll gestalterischen, unaufdringlichen Details bei der Umsetzung der Musik in Bilder …

…………………………. 2 Fotos von Heidelinde Volkert (in diesem Beitrag) …………………………

Am Galaabend erglänzte Constanze am Podest nicht nur in gleißendem Silber, sondern wurde (wie schon in Salzburg) von der Jury zusätzlich nominiert für den Spezialpreis in der Kategorie „Filmische Erzählung“ (- insg. 10 Kategorien)

In Tirol wurde zudem vom dort weilenden Intendanten des internationalen „Festivals der Nationen“ bestätigt, dass der neue Fadinger Absolventen-Film „Durch die Nacht zu dir“ nun fix in der Auswahl mit anderen TOP-Videos des > Verbands der Filmautoren < Österreich im September vertreten wird.

Manfred Pilsz

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In memoriam Frank Hoffmann: „Mr. Trailer“ ist Anfang Juni verstorben

Ich wünschte mir bei der YOUKI für’s 1. „Mediameeting“ als Moderator im Welser Greif-Saal die >Trailer-Ikone< Frank Hoffmann – das einzige Mal, dass ich bei einer Abendregie einen Burgschauspieler im Ensemble hatte … es war im Geburtsjahr des MLA 2001 / MLA im Radio (ab Min 9) <<< (hier klicken)

Feedback zu „40 Jahre RWV Linz/OÖ“

Richard Wagner Verband International: https://www.richard-wagner.org/rwvi/de/

http://www.wagnerverband-linz.at/

Der Richard Wagner Verband Linz feierte am 10. Mai 2022 sein 40.jähriges Bestehen, zu dem zahlreiche Ehrengäste u. a. aus München und Wien eingeladen waren

Aus München waren der Vorsitzende Karl Russwurm mit seiner Frau und aus Berlin der Präsident des RWV International mit seinem Mann anwesend. Ebenso waren Gäste aus Wien und Salzburg angereist.

BLOG-Beitrag: https://leologeslogbuch.blog/2020/02/13/wagnerianer-bayreuthianer-rwvler/ Radiosendung: https://cba.fro.at/544372

Als edler Rahmen für die Jubiläumsfeier war der Festsaal des Landesmuseums erkoren worden, der die hervorragenden Möglichkeiten einer Bühne für das anspruchsvolle musikalische Programm ebenso erfüllte, wie die technischen Voraussetzungen für eine Ton/Bild Collage des Gründungsmitglieds und Wagnerianers des Linzer Verbandes der ersten Stunde Manfred Pilsz. Viele alte Freunde und Weggefährten waren darunter, die zum Teil nicht mehr unter uns weilen, wie Winifred Wagner und viele andere Freunde und Mitglieder des Linzer Verbandes.

https://www.dorftv.at/video/21488<— LINK zum Fadinger RING-Film

Ein herzliches Dankeschön an Manfred Pilsz um so mehr, da es laut seiner Vorankündigung zum Film äußerst schwierig war, diese wundervolle Collage mit Review überhaupt so attraktiv zusammenstellen zu können.


Den Abend moderierte Rudolf Wallner für das Publikum sehr anregend, auch mit einem ausführlichen Interview der Vorsitzenden Frau DDr. Irene Jodl, die uns viele interessante Ein- und Ausblicke in die Zukunft des Verbandes vermittelte und mit durch das Programm führte.

„Wagner für Klavier und Cello“ * rundete das Programm des 1. Akts perfekt ab: 

Nach dem ersten Teil des Abends folgte eine Pause von knapp 30 Minuten, in der sich alle Gäste angeregt unterhielten. Der Vortrag des Präsidenten erfolgte im zweiten Teil mit knapp 60 Minuten zum Thema „Die Richard-Wagner-Verbände von der Historie bis in die Gegenwart und ihre Beziehungen zum Festspielhaus und zur Familie Wagner“. Im Anschluss an den Vortrag schloss der Abend unter anderem mit einer musikalischen Bearbeitung von Richard Strauss Lied „Morgen“ für Klavier und Cello, am Klavier Hans Peter Paquor und Florian Giesa am Cello *. Nach dem Konzert und Vortrag blieb die fröhliche Runde bis in den späten Abend hinein beieinander und endete mit begeistertem Dank an die Vorsitzende Frau DDr. Irene Jodl die diesen besonderen Abend mit ihren Vorstandsmitgliedern hervorragend organisiert hatte. 

Rainer Fineske
Präsident RWVI

(Richard Wagner Verband International)


Nachstehend finden Sie eine Internetseite dieser Veranstaltung:

40_jahre_rwv_linz_resuemee_in_text_und_bild_10_05_022.pdf (PDF / 2.48 MB)

… mit Ergänzungen des BLOG-Autors in Text & Bild …

BLOG-Beitrag: https://leologeslogbuch.blog/2020/02/13/wagnerianer-bayreuthianer-rwvler/ Radiosendung: https://cba.fro.at/544372

M P

> Wir ALLE sind Freunde des Musiktheaters < / > Homepage der Freunde <

Hier noch ein ein LINK zur Homepage der jungen Wagner Gesellschaft Salzburg: https://www.richard-wagner.at/

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Vor wenigen Stunden gab’s ein Wiedersehen beim Traxl mit Prof. Dr. Margit Haider-Dechant (Ehrenmitglied des RWVs Barcelona)

Radiosendung mit Margit Haider: https://cba.fro.at/560617 (zum runden Jubiläum)

Siehe auch Woelflhaus Bonn: https://www.woelflhaus.de/

                                                                                                                  

   Bayreuth Stipendiatin Julia Aigner       

Im Verlauf der 40jährigen Geschichte des Richard Wagner –Verbands Linz ist sie 2023 die dann nunmehr 10. Fadinger Bayreuth-Stipendiatin …

Julia Aigner (Mat. Jg. 015 / Lehramt Musikerziehung an der UNI Graz) wurde im heurigen Jubiläumsjahr des RWV Linz/OÖ für ein Bayreuth-Stipendium nominiert. Bedingt durch Corona hatte man 2020 die Festspiele ausgesetzt und 021 in abgespeckter Form durchgeführt, sodass heuer nur 50 % der Stipendienplätze vergeben werden konnten. Unsere Absolventin Julia Aigner wird daher erst 2023 ihre damit verbundene Pilgerfahrt ins Wagner-Mekka nach Oberfranken antreten – dann genau 45 Jahre nach einem gewissen Manfred Pilsz … dieser war damals noch von der Wagner Gesellschaft Graz (Zweig Linz) nach BT entsandt worden.

Die Moldau – Vltava

Fuchs du hast das Lied gestohlen …

Alle Jahre wieder ertönte in den 1. Klassen die „symphonische Ausgabe“ von „Alle meine Entchen“, ohne dass dies dem jungen Publikum immer gleich aufgefallen wäre … Während der 80er Jahre und ganz selten noch in den 90ern, kam die Musik aber, den damals noch mit Klassik daheim sozialisierten Kindern mitunter bekannt vor – ein einziges Mal wurde es als „Ha-tikvah“ identifiziert … Der Komponist Bedřich Smetana (Friedrich Schlagobers od. Sauerrahm) hatte sich betreffend seines Hauptmotivs bei bekannter Volksmusik/Kinderliedern bedient (- siehe u. a. oben) … Eher ganz selten wussten Schüler auch über den Programminhalt des Stücks Bescheid.

Kreativpotential Klasse

Beim jeweils ersten Hören des Musikstücks, wurde das junge Publikum animiert eine zu den Klängen passende Zeichnung oder Geschichte zu verfassen – ein Vorschlag, der mit sehr unterschiedlicher Begeisterung und kreativer Ausschüttung quittiert wurde … Im Vorfeld immer garniert mit der Ermutigung, man könne könne dabei nicht wirklich etwas falsch machen, außer sich nicht zu trauen, denn der jeweilige Output müsse nicht 1 : 1 den programmmusikalischen Vorgaben des Komponisten entsprechen. Und so entstanden assoziativ: Liebesgeschichten, neue Sagen bis hin zu Sciencefiction … Wahrhaft kreative Ergüsse mit gefühltem Bezug zu den einzelnen Stationen, oder einheitlich gleich zu den ganzen 12 Minuten – für so junge Schüler beim Erstkontakt mit der Musik eine bewundernswerte Leistung. Würde uns allerdings ein Filmemacher oder Choreograph jenseits der verbindlichen Vorstellungen von Smetana, eine x-beliebige Umsetzung (womöglich auch noch ohne Rücksicht auf den musikalischen „Fluss“ und die Form) zumuten, so wäre dies, jenseits bewusst gesetzter, begründeter Provokation, als purer Dilettantismus oder Missachtung zu bewerten und ganz im Sinne des Komponisten abzulehnen. Kindliche und jugendliche Kreativität hingegen soll beim Start eines Projekts sich möglichst frei entfalten können und erst in der folgenden persönlichen & Projekt-Entwicklung durch nachvollziehbare Vorgaben kanalisiert, sowie im dann möglichen Rahmen des stets wachsenden Horizonts von Eigenerfahrung präzessiert & alters-adäquat nachgeschärft werdenEgal, ob das schulische Musical-, Kabarett-, oder Film-Produktionen betraf: Auf die Kreativität und den unbedingten Willen von SchülerInnen ein eigenes, fertiges Produkt in die Welt zu setzen, war zu 110% Verlass !

Und damit zurück zur MOLDAU

> Es wurden Töne gesehen und die entstandenen Bilder wiederum gehört <

Oftmals wurde beim erstmaligen Hören vom jungen Auditorium das Element Wasser herausgehört, oder zumindest erahnt. Auf die Wechsel in Dynamik, Tempo und die formalen Abläufe und Veränderungen der Musik wurde teils erstaunlich reagiert und es wurden so von den jungen Menschen bewundernswert genau darauf abgestimmte narrative Bilder kreiert bzw. verbalisiert. Es entstanden auf diese Art & Weise ganz wunderbare Erzählungen, manchmal dicht am Original des vorgegebenen Programms und dann wieder in ganz anderen inhaltlichen Sphären, aber dennoch eng verwoben mit dem musikalischen Verlauf des vorliegenden Werks …   

Beim 2. Durchgang der Präsentation des Werks wurde dann mittels einer Kreidezeichnung auf der Tafel eine Auflösung des „Musikrätsels“ kredenzt:

Nachdem Holzbläser (Flöten / Klarinetten) die „Warme & Kalte Moldau“ ins Fließen bringen, erklingt bei wohligem Sonnenschein (hart an der Bayrisch-/Tschechischen Grenze) bei Vereinigung der Quellflüsse erstmals das berühmte Moldauthema:

In Rosenberg oder Český Krumlov

Die nun folgende Szene spielt vielleicht in einer kleinen Ortschaft am Fuße einer Burg oder im frühen Krumlov, das von den 7. Klassen alljährlich rund um Weihnachten oder vor den Sommerferien besucht wurde. Das winterliche Schloss, die Altstadt mit ihren kleinen Geschäften, den kulinarischen Terrassen am Flussufer, dem Schiele-Museum – dieses Gesamtpaket wurde von den Fadis genossen. Die Moldau begleitete so das Schülerleben von der 1. bis hin zur Abschlussklasse. Während des Comenius-Projekts bot sich das dortige Gymnasium als Partnerschule von Stifter bis Linz09 an – als kleiner Vorposten der Zentrale (österr. Schule) in Prag. Manch junger Fadinger verlegte überhaupt seinen Lebensmittelpunkt zeitweise an die Ufer der Moldau: Manfred Martin (Lehrer & Comenius-Initiator in Prag) und Lorenz Dorn-Fussenegger mit seiner Firma an den Lipno-Stausee. Es gab 8. Klassen, die am letzten Tag der schriftlichen Mathe-Matura zu Mittag aus dem Fadinger Festsaal zum Bahnhof stürmten, um den Zug nach Prag noch zu erreichen, wo sie die nächsten Tage im schwimmenden „Botel Admiral“ auf der Moldau logierten und in der Goldenen Stadt ihr Schul-Finale abfeierten … Damit zurück zu Smetanas Programmmusik …

Über kleine Wasserfälle geht es vorbei an Hornrufen der Jagd ins Tal, wo in dörflicher Freischütz-Idylle vor der Kirche eine getanzte Hochzeit ins Finale geht: Mit Bier & Wein wird nicht gespart und so gleitet die Moldau berauscht & müd weiter ins Bett eines nächtlichen Stausees. Allerlei Wassergetier, Nixen und andere geheimnisvolle Wesen tummeln sich im fahlen Glanz des Mondes. Langsam geht die Sonne auf …

Als sich der helle Fixstern aus dem Morgenrot erhebt, erstrahlt mit ihm abermals Smetanas Moldauthema und es geht wenige Takte später ab in die Stromschnellen: Heute sind es wahrscheinlich die Turbinen der Kraftwerke an den steilen Mauern der Stauseen … Die Verwirbelungen, Strudel und Sturzbäche Smetanas beruhigen sich erst kurz vor der Burg Vyšehrad

Wie im Triumph zieht die Moldau durch die Brücken der sagenumwobenenGoldenen Stadt Prag, vorbei am Theater & dem Cafe Slavia mit seiner grünen Absith-Fee, bevor die Vltava wenig später mit einem Doppeltusch im Orchester in der Elbe versinkt …

Manfred Pilsz

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Die Moldau ist ein beliebtes Projektthema – Hier die Arbeit einer anderen Schule: https://www.youtube.com/watch?v=PPQ4XZ7jWvo

Schwanen-Fake statt -Lake…

obige Kritik von Georgina Szeless (in voller Länge) <<< hier anklicken

Wann kommt der nächste Schwan-ensee?

Die berühmte Slezak-Frage ist (ohne See) zwar im Lohengrin beheimatet, stellte sich mir allerdings schon mehrmals: Zuletzt in den 90ern, als ich das Ballett in Petersburg in klassischer Form erleben durfte und ich mir wünschte es doch einmal als Tanztheater aufbereitet serviert zu bekommen, was dann auch der Fall war, doch diesmal:

SCHWANte mir ÜBLES !

Obiges Gefühl stellte sich bereits zu Beginn der diesmaligen „Choreographieverweigerung“ ein.

Schreiten & Posen statt Tanz(theater)

Im Falle eines Musiktheaterwerks würde man schreiben: Statische Inszenierung, mangelnde Interaktion, einfallslose Personenregie. In Kindertagen spielten wir „Versteinern“: Ein Zauberer ließ herumlaufende Kinder erstarren – Nur „Nicht Versteinerte“ konnten diese Delinquenten erlösen. Im Falle von „Linzer Schwanensee 022“ spielten zudem noch Gesten,  Unterwäsche und immerhin Stück-immanente Farben eine Rolle in die fast jeder der Truppe einmal schlüpfen durfte. Was nach „Reiner Maria Zufall“ aussah war bei aufmerksamer Betrachtung durchaus geordnet und exakt, was allerdings nichts zum Themenkreis einer  „Sinnhaften Umsetzung“ aussagt. In einem Gespräch (Beiheft der Dramaturgie) äußert sich der Choreograph von „Schwanensee – Traum & Wirklichkeit“ kryptisch vage …

Provinzieller (?) Schwurbelalarm (!)“ sei in Linz hier dringend auszurufen, denn internationale Anerkennung schützt nicht vor missglückten Experimenten – nicht jeder Entwurf ist ein wegweisend genialer Wurf …

Wenn der Alptraum Wirklichkeit wird

Im Falle der Oper bliebe bei fehlender (schlüssiger) Personenführung & partieller Statik auf der Bühne noch immer der Gesang – im Falle des Balletts wird’s da dann eng …

Wenn dem Neuen offenes, williges Publikum mit dem dramaturgischen Beipackzettel bei einer Produktion abgespeist wird, weil ihr Leadingteam es nicht schafft eine Botschaft über die Rampe zu bringen, gibt auch der freudigste Interpretationsjunky unter den geneigten Rezepienten w. o.

Es wird immer wieder gelaufen, gegangen, es werden Shirts über den Kopf gezogen, dann macht man schnell wieder mal den Schwan – Arme nach hinten oben. Und wer darf in dieser Runde das lange Rote anziehen, das kleine Schwarze ist schon vergeben, aber Prinz sein, ist eh schöner als Odile. Also machen wir schnell mal wieder den Schwan, aber eigentlich egal ob irgend jemand im Publikum diesmal unter all den Weißen die neue Odette entdeckt …

https://ms-my.facebook.com/lt1ooe/videos/kein-tutu-schwanensee-ballett-unten-ohne/299899362161854/

Finaler „Regiehöhepunkt“: Ein riesiger Schwan (– wie aus einem überdimensionalen, beigen Unterbett geschnitten) wird am sonst immer leeren Bühnenboden aufgebreitet um dann recht ungelenk hochgezogen zu werden. Dabei senkt sich kongenial ein schwarzes Ebenbild aus dem Schnürboden herab – bewundert von dem am Boden liegenden, nun zum Publikum mutierten Tanzensemble. Wenig später bereits verbeugte sich zu u. a. zögerlichen Missfallenskundgebungen das fast ebenso personell umfangreiche „Kreativteam“ – bewundernswert, wie so vielen Leuten so echt wenig einfallen kann …

Viele Köche verderben nicht nur den Brei

Wenn ich laut Angebot der Speisekarte ein „Herren- od. Fiaker-Gulasch“ bestelle, dann darf ich wohl erwarten, dass mich der Koch mit einem Gulasch samt Gurkerl nebst Spiegelei beglückt. Ist dem nicht so, dann darf ich das eher fragwürdige Gericht zurückschicken. Sollte ein Haubenkoch der Nouvelle Cuisine eine Neufassung dieser Gulaschvariante kreieren wollen, so ist er gut beraten sich dafür auch einen neuen Namen einfallen zu lassen, sonst wird er in Kürze permanent Gäste & Hauben verlieren. Wagners Motto: „Kinder schafft Neues“ bedeutet nicht Arriviertes solange umzumodeln bis es keiner mehr erkennt, sondern definitiv neue Eigenkreationen hervorzubringen. Es sei denn es kennt unter den Gästen niemand mehr die Speise – sprich: Einfach gestricktes Publikum – Jede Erwartungshaltung liegt bei Null, dann ist die Rezeptur egal und die Bedienung kann servieren, was ihr in der Küche aufs Tablett gestellt wird …

– Ganz nach dem Motto: Griesschmarrn statt Malakhov-Torte (- nicht: Malakoff)

Manche Köche haben tatsächlich ihre Meriten und das ist auch im vorliegenden Fall so: Chris Haring ist kein Unbekannter – dies bedeutet aber nicht, dass uns seine Ideen in jedem Fall und bei jeder Produktion schmecken müssen – und auch Begründungen für sein Tun (oder seine Arbeitsverweigerung) sind nicht zwanghaft zu akzeptieren …  Prinzipiell ist die Idee Gastchoreographen für einzelne Stücke zu verpflichten gut, weil es Vielfalt ins künstlerische Geschehen bringt. Diesmal hat es leider nicht funktioniert – schade für die unterforderten Tanzcrew, die sich im anderen Fall mehr positives Feedback durch das Publikum hätte erwarten dürfen und sich selbst besser hätte präsentieren können.

Chris Haring baut, ohne auf das Hauptthema des Stückes zu achten, auf zeitlose Themen wie Schein und Sein, Betrug, Täuschung und Enttäuschung – Letzteres stellt sich beim Betrachter ein !

Ich freue mich über jede Inszenierung oder Choreographie jenseits einfältig öder „Reclamfassung“: Siegfried muss nicht von links mit Flügelhelm die Halle betreten – er darf auch hereinschweben, wenn es Sinn macht – egal in welcher Montur, aber schlau muss es sein und damit interpretatorisch für informiertes, mitdenkendes Publikum irgendwie nachvollziehbar. Unredlich wird’s, wenn das Stück sinnhaft nicht mehr erkennbar ist. Wo „Ring“ oder „Schwanensee“ auf der Eintrittskarte drauf steht, muss auch der „Ring“ oder „Schwanensee“ als solcher auf der Bühne zu erkennen sein, sonst Eintrittsgeld zurück und das Publikum ist zurecht verärgert. Da könnte man jetzt sagen: Naja, dann halt neues Publikum – Leute, die nicht wissen was sie bestellen oder denen es egal ist, wie die Zeit bis zum Schlussapplaus vergeht – Gulasch ist Gulasch und wenn wir das Risotto einfach umbenennen – Denen wird’s schon schmecken …

Wenn man den Schwanensee zur Atacama austrocknet, werden all along hier nicht mal mehr diverse Flamingos landen und passend zu unendlicher Beliebigkeit Karl May –Festspiele Einzug halten – Eingefleischte Fans werden allerdings dann wohl anstatt Tschaikowsky das Winnetou-Thema von Martin Böttcher einfordern – und zwar mit unbeugsamen Nachdruck

Linz 022: Wir könnten es, dürfen es aber nicht wollen – oder so:

Nur einmal tanzen die jungen Schwäne in gewohnter Form und Formation, allerdings erst nach Ende ihrer Musik in einem der elektronischen Einschübe, die immer wieder im Original Tschaikowskys angesiedelt wurden – nur da und bei den rein orchestralen Teilen (ohne Tanz) gab es Zwischenapplaus.

Als Publikum sehnte man sich nach einem narrativen Konzept,  wie es bei Mei Hong Lin  gegeben war, als sie vor 5 Jahren bei dieser Gelegenheit die Biographie des Komponisten ins Spiel brachte:

Wenn jedoch weder inhaltlich erzählt wird, noch durchgehend formal Zusammenhänge mit der Musik hergestellt werden, was bleibt dann? Ein paar gegen die musikalische Vorlage gebürstete, rein konzeptionelle Ideenfragmente, Andeutungen im Verborgenen …

In diesem Sinne präsentiert dazu Chris Haring >Bilder (s)einer Einstellung<

Gleiches Recht für alle:

Man stelle sich vor Dirigent und Orchester würden ähnlich agieren: Spielt irgendwas Unerwartetes, schlüpft in die Rollen der anderen, tauscht Instrumente und Noten, damit es sich mit dem perfekt klassischen Tanz reibt – >kakophon< ohne Gnade. Tamino, Sarastro, Papageno & Co. – Alle dürfen jederzeit in die Rolle der Königin der Nacht schlüpfen – Text egal – Hauptsache Koloratur …

Aussagen wie obige strotzen vor entwaffnender Ehrlichkeit, steigern aber nicht unbedingt das ungeteilte Vertrauen in das Tun & die Kompetenz des Kandidaten …

AM WESENTLICHSTEN ABER WIE IMMER:

SELBER HINGEHEN, ANSCHAUEN & URTEILEN

M P

Wie genial war einstens in diesem Haus „Macbeth“:

2007 – ein Sommer in Nibelheim

Vor nunmehr 15 Jahren: Ein gediegener „Hochsommer“ in Island

Obiges Bühnenbild stammt aus keiner Ring-Inszenierung, sondern entstand an einem heißend Quell und Tag im finalen Juli 2007 … Isländer haben Hitzeferien ab 18 Grad im Schatten … Glückliches Volk ! >>> HEUTE schon: KLIMA-NEUTRAL !

Gebettet auf „Zackenmützenmoos“

Im Anhänger eines Traktors ging’s umspült von Meerwasser und der Hoffnung, dass es sich dabei um Flut und nicht trügerische Ebbe handeln würde zu einer vorgelagerten (Halb)-Insel, die wiederum über eine steil ansteigende, wenig „Kniegelenksfreundliche“ Aschenhalde zu erklimmen war – mit einem Schirm bewaffnet ausgesetzt möglichen Angriffen aggressiver „Trottellummen“, um dann atemlos oben angelangt, über schroff abfallende Felsen, Papageientaucher (oder Trolle) beobachten zu dürfen …

Lokale „Wintereinbrüche“ inklusive …

Das Isländische Outdoor-Parlament Þingvellir liegt in nächster Nähe der tektonischen Bruchlinie Europa / Amerika, die quer durch die Insel verläuft. Ab & an musste man so kurz den „Wilden Westen“ betreten, um dann aber schnell wieder die geographische Eurozone aufzusuchen …

Im Dezember dauert ein Islandtag gerade mal 4 Stunden 23 Min, im Juni hingegen 21 Stunden 16 Min und der Rest ist Dämmerung – Nacht wird’s da gar nicht – die Trolle haben mehrere Monate durchgehend Betrieb, während sie den Winter durchschlafen … Trolle gibt’s in Finnland, Schweden und Norwegen nicht, dauerhelle Nächte hingegen haben wir dort sehrwohl auch erlebt … Wenn das Rentier um 2 Uhr morgens trotz Vorhang durchs offene Hotelfenster glotzt …

Gysire, Vulkane, Wasserfälle … erwandert auf schier endlosen Aschenbahnen – allesamt wahrlich wenig „Knie-freundlich“ …

Islands Blaue Lagune am Weg zum Flughafen Keflavík, wo man ehemalige Schüler am beschwerlichen Weg in die Wartehalle treffen kann – mein nächster, dringender, zwischenmenschlicher Kontakt war telefonisch am Flughafen Schwechat mein Orthopäde (- damals noch ein ehemaliger Schulkollege) …

Seine Musik würde u. a. auch ganz wunderbar zur Eisinsel passen:

Richard Wahnfriedalias: Klaus Schulze

Der Pionier der Computermusik (Ars Electronica 80 / Stahlsymphonie) ist vor wenigen Tagen von uns gegangen …

Apropos Musik & Island:

Im Linzer Musiktheater gibt’s derzeit Isländische Oper: Unter dem Gletscher

  • mit großartiger Musik & ebensolchen Bildern … Anschauen – keine Angst vor moderner Oper ! / Merker-Kritik

Trost für alle Winterfreunde: Die maximale Tageslänge (16 Std + 5 Min) nimmt nun wieder ab – mit der Johannisnacht (23/24. 6) werden die Nächte wieder länger & hoffentlich: Kühler !!!

http://www.kalenderland.com/countdown/weihnachten.php

http://www.kalenderland.com/countdown/halloween.php

Wurde der Gral zu Linz ausreichend enthüllt?

Nach fast 40 Jahren gibt es in Linz eine Neuinszenierung von Wagners „Bühnenweihespiel

Vor der Ouvertüre erscheint als überlebensgroße Projektion das Gesicht des Darstellers der Titelfigur, der das Gedicht „Traumwald“ von Heiner Müller rezitiert, das Anklänge an die Parsifal-Thematik aufweist. Sicherlich als Reverenz an den Mentor des Regisseurs, und gar keine schlechte Einstimmung. Als die Musik einsetzt, ist im Hintergrund ein mystischer, nebliger Wald zu sehen – auf der Bühne selbst wird man Natur aber vergeblich suchen … … … (-aus dem MERKER – mehr dazu hier <<<)

Eigene Anmerkungen zum Linzer „Fal(l) Parsi

Im Januar 1877 entstand ein vollständiges Libretto in Prosa, dem in nur vierwöchiger Arbeit im März und April die vollständige Dichtung folgte. Bei dieser Gelegenheit änderte Wagner den Namen von „Parzival“ in „Parsifal“, im Glauben, dies sei die wahre richtige, aus dem altpersischen „fal parsi“ (der törichte Reine) abgeleitete Schreibweise.

Entsprungen aus Richard Wagners Interesse an fernöstlichen Denkweisen und Sagen verknüpft mit Eschenbachs Vorlage und christlichem Glauben sowie Riten …

– u. a. dazu nun Bemerkungen von der Regie (Schauspielchef Suschke) & Maestro Poschner bei der PK – mit Letzterem durfte ich damals ein kurzes Gespräch führen … >>> Hier das Radio-Ergebnis: https://cba.fro.at/547998

Wer ist der G*R*A*L ?

Diese Frage bleibt für mich in der Linzer Inszenierung ebenso unbeantwortet, wie der Bezug zum Jahresüberthema „Natur und Kunst“ – Schade um den Karfreitagszauber, der in der genial musikalischen Umsetzung durch Orchester und Sänger zwar hör-, aber nicht sichtbar wird. Also in Summe kein wirklich visuell erhellendes >Tat twam asi  „Du bist das“–Erlebnis <

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„Ich schreite kaum, doch wähn ich mich schon weit“ leider NEIN:

In Linz wird „kaum geschritten“ – weder von den Chören im 3. Aufzug, noch von Parsifal

Unbeholfen torkelt der spätere „Erlöser“ bei der Verwandlung im 1. Akt nicht in eine neue Dimension der „Ich-Findung“, sondern bleibt wo er ist: „Zum Abstellraum wird hier die Endzeit“ – dazu senkt sich zum Gralsgeläut im Hintergrund eine eher banale Scheinwerferwand aus dem Schnürboden herab – ein wenig Odyssee 2001 hält Einkehr – aus welchen Gründen auch immer …

Ungesalbt in den goldenen Schuhen des Fischerkönigs Amfortas, mit goldener Asche am Haupt retourniert „Erlöser“ Parsifal die heilige Lanze (aus der Schatzkammer der Hofburg) und genießt in der Gralsburg (– im Linzer Mythen-Navi scheint diese nicht in den Pyrenäen, sondern am „Obersalzberg“ angesiedelt) den Ausblick durch das arg berühmte, dortige Fenster – eine eher unnötige Transformation in die Untiefen der jüngeren Geschichte … Schwant dem wachen Rezipienten …

Egal, denn in jedem Fall ist es empfehlenswert sich mit dem Linzer Parsifal auf etwa fünf Stunden Heldenreise und Erkenntnissuche, ummantelt von den wunderbaren Wagnerschen Musikwogen des BOL (M. Poschner) zu begeben !!!

Berührend: Die Präsenz von Herzeleide – samt Kinderzimmer … Originelles Premieren „Schlussstatement“ (- allerdings erst im Zuge des Verbeugens): Das verspätete Erscheinen der „KNA-Taube“ – samt Friedenszweig im Schnabel !

Manfred Pilsz

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung (türkis ?) verstecken Infos, Bilder …, die durch einen linken „Maus-Klick“  im BLOG-Text aktiviert werden können !

Bühnenweihespiel: https://cba.fro.at/540418

Eine „Melange“ runder Jubiläen …

… am 13. * & 14. Februar …

…….. Spiegelungen des Grünen Hügels am obigen Plakat (BT Sommer 021) ……..

... am 13. Februar hat es obiger FILM <<< nun nach Linz geschafft … hier Details

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Es „Traxlt“ !!

Im Jahr 1872 heiratete Josef Traxlmayr die Tochter Anna des damaligen Besitzers Josef Hartl, der das Kaffeehaus an der Promenade 16 am Tag nach der Hochzeit seinem neuen Schwiegersohn übertrug. Seit diesem Tag ist das Haus im Besitz der Familie Traxlmayr und trägt auch ihren Namen.

>>> Radio-Beitrag zum „Traxl“-Doppel-Jubiläum (Gespräch mit Dr. Traxlmayr): https://cba.fro.at/547998

Traxl-Museumseck“ (- die Möbel sind noch älter, als die „handelnden“ Personen):

Im Wonnemond Mai

Mit dem Datum Montag, 6.Mai 1872 taucht unsere Stadt Linz namentlich ein einziges Mal in den Cosima-Tagebüchern auf und das per kurzem Vermerk, dass man bei einer Zugreise nach Wien hier zu Linz guten Kaffee am Bahnhof gereicht bekommen hätte. Ungefähr 2 Wochen später zum Geburtstag des Meisters aller Meister kam es dann am 22. 5. in Bayreuth zur Grundsteinlegung für Wagners Festspielhaus Dies alles geschah exakt vor 150 Jahren !!!

 Wäre Meister Wagner in den Genuss eines „Traxl“-Cappuccinos gelangt – Er hätte den Spatenstich für sein Theater vom „Grünen Hügel“ an die Donau verlegt und dann am 22. Mai 1872 hier am Gründberg in Urfahr vorgenommen …

Bereits seit 175 Jahren existiert nun an der Linzer Promenade dieses Café, welches dort 1847 eröffnet wurde – in jener Zeit arbeitete Wagner in Dresden an seinem Lohengrin und schloss sich dort der heraufdämmernden Revolution an …

Revolutionär auch der Neuzugang im hervorragenden Team des Traditionscafés – passend zum AEC und zur Medienstadt Linz: Servierrobo „Bella“ein wunderbarer Kontrast, wenn „Bella“ die Ladestation (ein altes Telefonhäuschen der Belle Époque) im Eingangsbereich verlässt und vorbei am „Museumstischchen“ in die Küche rollt …

Mitten in den Jubiläumsreigen 022 passt der vergleichsweise zarte 40er des Richard Wagner Verbands Linz/OÖ in den Maitagen dazwischen … Im Jubiläumsjahr der 100. Bayreuther Festspiele bebte es am 6. Mai 1976 (wenige Tage vor RWs Geburtstag) während einer konzertanten Aufführung der Walküre im Brucknerhaus so heftig, dass dies als aufrüttelndes Zeichen gedeutet wurde einen Zweigverein der alten Grazer Wagnergesellschaft in Linz zu gründen. Im Parsifal-Jahr 1982 (100 Jahre nach dessen UA) kam es dann zu Jahresbeginn zur ersehnten Eigenständigkeit des RWV Linz/OÖ – Wichtigste Ziele: Ein neues, auch „Wagner-taugliches“ Linzer Theater (- erfüllt durch die Eröffnung 2013 am Volksgarten), Vorträge zu Wagner und seinem Werk, sowie Beteiligung am Patronat der Stipendienstiftung & Kontakt zu den Festspielen …

https://cba.fro.at/544372  <<<  R a d i o

Vor nunmehr 140 Jahren erblickte das Bühnenweihespiel Parsifal <<< das Licht der Bühnen-Welt am Grünen Hügel Bayreuths. 30 Jahre lang durfte der Gral nur dort enthüllt werden. Wagner leistete sich den „Luxus“ sein Weltabschiedswerk für alle anderen Theater auf satte 30 Jahre zu sperren. Im Jubiläumsjahr 2022 erscheint nun Gralssucher Parsifal ab 12. 3. in einer Neuinszenierung in Linz (- Späte Erstaufführung: März 1948, es folgte dazwischen bloß eine Neuinszenierung 1983  im 100. Todesjahr des Komponisten)

„Blume mit Goldhaube“?

Dabei gibt es eine sehr „delikate Verbindung“ zwischen obigem Bühnenweihespiel und unserer Stadt: Carrie Pringle (Caroline Mary Isabelle Pringle) ist der Name des wohl berühmtesten Blumenmädchens aus dem 1882er UA-Parsifal. Diese junge Künstlerin (- Sopranistin) wurde im März 1859 hier in Linz (!) geboren. In Bayreuth war sie bei den Proben (in die Unterbühne) abgestürzt und dem alten Meister (welchem sie „aufgefallen“ war) auf dessen Wunsch nach Venedig gefolgt. Queen Cosima wirkte „Not realy amused“  –  Wagners Herz auch nicht  …  Er starb dort 1883 am Canal Grande zur Mittagszeit des 13. Februars * (7 Tage nach Ende des Carnevals) –  im Folgejahr nach den 1. Parsifal-Festspielen – und der mögliche Auslöser des finalen Ehestreits (mit letalem Ausgang) stammte aus Linz …

Anregung ans „Traxl: Kreation einer Carrie Pringle-Torte und Wiederentdeckung der g’schmackigen >>> Anton Bruckner-Noten (– nach Rezeptur der Linzer Konditorei Bruckmüller – wesentlich besser als die hochgelobten Mozart-Kugeln / und NEU – vielleicht dann ja anlässlich des Bruckner-Jubiläums 024)

Die herzlichsten Valentinswünsche für alle Lieben

und Happy Birthday zum 60er von Josef H a d e r <<< (Radio)

Manfred Pilsz

Erni Mangold hatte ihren 95er bereits Ende Jänner … Herzlichen Glückwunsch !

Alter Radiobeitrag zum Landkrimi 2017 <<< hier

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung (türkis ?) verstecken Infos, Bilder …, die durch einen linken „Maus-Klick“  im BLOG-Text aktiviert werden können !

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Man untersage jegliche pandämliche Störung des bevorstehenden Linzer Parsifals !

Radio-Link zu Parsifal: https://cba.fro.at/540418

BLOG-Link zum Thema: „Zum Raum wird hier die Zeit<<< hier

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Anfang Februar gab’s noch einen feinen Sänger.Workshop im Linzer Musiktheater mit Kammersängerin Brigitte Fassbaender:

Schubert-Video (Drehort u. a. „Traxl„): https://leologeslogbuch.blog/2021/11/19/durch-die-nacht-zu-dir/

Im „Traxl“: https://leologeslogbuch.blog/2017/08/17/matinee-im-cafe/

Bekenntnisse eines Linzer „Wagnerianers“: https://leologeslogbuch.blog/2020/02/13/wagnerianer-bayreuthianer-rwvler/

OÖN zum Doppeljubiläum

Phil GLASS 85

…  31. Jänner 2022 …

Sprich: Schuberts 225. Geburtstag

und der 85er von Phil GLASS

>H e r z l i c h e * G r a t u l a t i o n <

>>> Tribute to Philip (Stream 19.00) – Ein Abend mit Klaviermusik, die Philip Glass für Dennis Russell Davies und Maki Namekawa komponiert hat. Live aus dem Deep Space 8K des Ars Electronica Center in Linz mit digitalen Echtzeitvisualisierungen von Cori O‘Lan.

Die Fadinger durften vor 20 Jahren ein Werk von Phil Glass visualisieren:

>>> „D i e 5. D i m e n s i o n“ <<<

Der Meister selbst hat es im Rahmen des Brucknerfests abgesegnet !

„FELIX“

31. Jänner *

F E L I X

(1. 6. 1954 – 23. 1. 2022)

Auberg – Pfeifferstraße – Die Mutter erscheint in Rauchwolken – Marschmusik wird leiser – Gartenhaus 1, oder Spaziergang? – Uralte Geschichten werden ausgepackt – Schule, Lehrer – leider nur noch selten Ansätze früherer genialer Imitationen – Vorbei am alten Auberg Gasthof mit Bühne, ab zur Kirche St. Leopold – früher im Kern-Keller: Tischtennis und Jugendklub – jetzt nur noch ein Streiflicht – „Am Teich“ hörte man Eislaufgeräusche hinter den Häusern – der Baumi samt Schwester, Ecki und Schnapsi hatten hier ihren Treff – Vater Feilmayr, früher Feldwebel, hatte einen Durchschuss im Arm – zuletzt war er Telefonist – Vom Vater, dem begeisterten Laienschauspieler, erbte Felix das Talent – Der große Bruder werkte lange Zeit in Südafrika beim Telegraphenauslandsdienst & spielte besser Schach, als jeder von uns …

Sollen wir über den Ziegelteich zur „Lahmigehen (– eine schwache Runde), uns an den Jacky, den Theo, den Zeger und Zecki erinnern, sowie den seligen Moses loben, oder aber beim kleinen Telefonhäuschen am Doppelbauerweg uns eine schattige Bank zum Quatschen suchen – Petrinum ist besser: Nein nicht in den Garten – da bräuchten wir Würstel, Senf, Semmeln und was zum Trinken – Ich hab das Leder mit – wir müssen ja nicht am Hartplatz in der prallen Sonne spielen, nehmen wir doch die kleinen Tore am Rasenfeld unter den Bäumen – am Ende warten ja doch die Bänke unten beim alten Schwimmbad – Heute ist bei ihm Pfeife angesagt – nein, nicht Schiri, sondern Tabak und dann hören wir uns den Beitrag an, den wir 2 letzte Woche gebastelt haben – da war auch der Sigi mit dabei – der hat demnächst Abschluss am Konsi und geht nach Deutschland – Gesund wärst Du Deinen eigenen Weg in Sachen Kleinkunst gegangen – Jahre später hatte Sigi den Dreh & die Bühne verlassen … Er ist schon lange dort, wo Du nun hingehst – lass ihn bitte grüßen ! … Die letzte Zigarette ist ausgedämpft – keine Medikamentengabe mehr – die dunklen Masken verblassen im Nebel …

Requiescat in Pace  FELIX

... an Schuberts Geburtstag *

Urnenbestattung

Das war 2021

Heute am Tag der Lucia: „Lutzln“ (Burgenländischer Brauch)

Alles begann sehr >Hochwinterlich< und so konnte man 021 bis etwa Mitte März am Gründberg (Bild links) und am Fuße des Pöstlingbergs beim Dießenleitenweg (rechts) wie in alten Tagen wunderbar die Hänge hinunter rodeln …

Wahrscheinlich hätte Kirchschlag in diesem Jahr sogar noch an manchen Apriltagen taugliche Pisten geboten und die Terrasse beim Durstbergweg wäre so nur zaghaft abgetaut – doch Anfang 2016 war es zu einer Schlüsselübergabe gekommen. Somit stand keine Schneeschaufeln mehr auf der imaginären „To Do – Liste“ …

Nur 5 Jahre später folgte nun der Abschied von Mondsee. Die Ferienwohnung war nie (wie Kirchschlag) ganzjährig bewohnt und in den letzten Jahren nur noch sporadisch im Sommer besucht worden. Im Winter war man hier früher in die nahen Salzburger Berge aufgebrochen – zum „Hütten- & Pistenzauber“ nach Gaissau/Hintersee:

„Spielberg“-AlmBilder

Was auf einem Schulskikurs am Feuerkogel zart begonnen hatte, sich in Kirchschlag zaghaft weiterentwickelte, beim zwanghaften Berutschen der „Streif“ zur bleibenden Schockstarre geführt hatte, das endete nach weiteren Eis-Exzessen auf der Höß, hier im Kreise der Familie mit final ganztägigen Hüttenaufenthalten und dem endgültig befreienden Abschnallen der Bretter zur Jahrtausendwende …

Es sollte eigentlich der Alterssitz der Senioren werden und „Rosa Oma“ verbrachte dort auch noch viele Sommer – in der Folge wurde es dann noch ausgiebiger von den Weingärtner Großeltern genutzt …

Lockere 70er Bauweise: Das >100Wasser WC< nebst Lift gehört baulich zum Nebenhaus – die „Sollbruchstelle“ dokumentiert dies deutlich … (siehe Bild oben)

Unter diesem Balkon stand einst stundenlang im „Tratsch“ mit den Nachbarn (vom Landestheater) zur ebnen Erd‘: Heinz Reincke (manchmal mit Gattin Erni Mangold). Am Irrsee teilte man sich den Badeplatz mit Heinz Marecek, wenn dieser hier Otti Schenk am jenseitigen Ufer besuchte …

Auch wenn dort am Balkon zu Mondsee noch in Super-8-Zeiten zahllose Filme mit der Klebepresse geschnitten wurden (- am Wäscheständer hingen die Filmstreifen mit Klupperl befestigt …), so blieb das Feriendomizil doch eine fremde „Behausung“. Mit Salzkammergut verband man eher den Traunsee samt seiner Spitzvilla, Gmunden und dem „Festival der Nationen“ in Ebensee, oder den oft wilden Attersee mit Nussdorf, dem jahrelangen „Sommeridyll“ der Kindertage … auch die permanente Erhöhung der Abgaben durch die Gemeinde (bis zum Maximum) versüßte den Trennungsschmerz.

Der endgültige Rückzug des Städters ins absolute Zentrum seiner geliebten Metropole ist damit nun endgültig vollzogen … und die OÖ. Landeshauptstadt hat exquisite Aussichtswarten zu bieten …

Ein fantastischer Rundblick: Man sieht zum > Holy Pöstlingberg < ebenso, wie zum Höhenrausch & Dom – Die alte Sparkasse an der Promenade und das Cafe „Traxl“ befinden sich da in Aequidistanz zum Kapuziner „Castel Gandolfo“ im Weingarten:

Gab es 2020 für den Juror Pilsz (trotz Pandemie) noch einige Jurierungen bei VÖFA– Bewerben in Tirol und Wien zu absolvieren, so durfte sich der Filmemacher heuer über eine feine Medaille des BDFA freuen, die ihm Ruth W. übergab, da ihr schräger Experimentalfilm „Thomas Münzers letzte Schlacht“ dem Blog-Autor gewidmet ist – Herzlichen Dank – Die Überreichung erfolgte in der luftigen Höhe der „Grünen Mitte“ von Linz (- siehe Ausblick im untigen >Panoramabild<)

Ein kurzer Blick auf gleicher Dachhöhe zeigt FRECHe Aktivitäten der Fadis:

Mira Traxler als Mitarbeiterin im Schäxpir-Team & die MRG-Chefin mit ihrem Team u. a. bei der Eröffnung des Festivals am Areal der Bruckner-UNI

Zuvor gab’s bereits Crossing Europe mit YAAAS <<< 2x Radio

Und damit zurück ins Salzkammergut:

2024 wird nicht nur das Bruckner-Jahr sein, es soll auch Leute geben, die ihren 70er feiern und die Kulturhauptstadt Bad Ischl wird mit der Region 365 Tage lang zwischen Altaussee & Gmunden für Furore sorgen. Ein Jugendradio wurde angedacht, als es im Traxl zum Interview mit der Intendanz kam (<<< Radio)

2021 war wieder Festspieljahr: In Gmunden (Bild oben) ebenso wie in Salzburg, Linz … und Bayreuth:

Wenn sich in Bayreuth der Vorhang schließt, beginnt der Kulturherbst mit ARS & Brucknerfest in Linz (Klangwolke, Eröffnung & viele Konzerttermine)

Besonderer Höhepunkt: Workshop & Konzert mit Thomas Hampson (samt Hund / „His Masters Voice“)

Kabarett-Ikone Josef Hader hatte ursprünglich in seinen Heimatort nach Nöchling geladen, doch heftige Unwetter bedingten Terminverschiebungen, sodass sein dichter Vorstellungskalender und Festspielkarten sommerliche Treffen verunmöglichten und so kam es erst einen Tag nach dem herbstlichen Posthof-Auftritt zu einem gemütlichen Radio-Gespräch <<< im Musiktheater-Cafe …

Mit dem Radio <<< im surrealen Blumengarten der Galerie/Atelier Aigner und mit der „Gewinnerin“ bei der Schmuck-Präsentation in EnnsClaudia Langer war ebenso wie Claudia Kreiner auch Gast in der Bruckner-UNI bei der UA der I. Symphonie von Helmut Rogl, der kurz davor Audienz im Kepler-Salon gab, wo auch sein Filmportrait gezeigt wurde:

Wo viel Rauch ist, ist auch viel Kultur – so im Musiktheater, wo Fredi Rauch als Fürst Basil Basilowitsch im Grafen von Luxemburg brillierte. Der Rap-Star des Abends war sehr begehrt …

Im „ET-Homeoffice“ (Studio) seines Anwesens kam es an einem gemütlichen Nachmittag zum Pensionisten-Gespräch >>> Radioaufzeichnung

Das neue MRG-Absolventenprojekt >>Durch die Nacht zu Dir„, das eine Woche vor dem 1. Lockdown 2020 in Angriff genommen wurde, konnte nun Ende 2021 endlich erfolgreich vollendet werden – trotz technischer Probleme & mehrerer pandemischer Unterbrechungen …

Gedreht wurde u. a. rund um den separierten „Seuchentisch“ im guten, alten Traxl:

Bevor uns die vierte Welle leider einen speziell „stillen“ Advent bereitete, der diesen Jahresrückblick in Ruhe entstehen ließ, ging es noch schnell zur Youki ins MKH Wels und in die Tabakfabrik zur BANKSY-Ausstellung

In der U-BAHN(ksy)Lok im Lockdown in der LockTown Linz

In jener Zeit vollzog sich die „Weingarten“-Metamorphose >Herbst zu Winter<

Ein 3D-Adventkalender (Vorlage aus dem Jahr 1955) mit des Enkels heutigen „Krippenfiguren“ ziert weihnachtlich den Wendeltreppenabgang im Weingarten …

Am stillen Herd zur Winterszeit“ kommt es derzeit zur Vorbereitung des runden RWV Linz/OÖ-Jubiläums: Projektiert sind eine Radiosendung und ein Bild/Tonbeitrag zum Festabend im Landesmuseum – Da werden nicht nur kleine Kekse gebacken:

F R O H E ***** F E S T T A G E

M P

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder …, die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

Freunde des Linzer Musiktheaters mit Beitrag zu Bayreuth 2021 (Seite 16)