PUBLIC TRISTAN & ISOLDENS ODEN …

Am 28. 8. zum alljährlichen Finale (Tristan & Walküre) der Bayreuther Festspiele       kurz vorm Todestag von „Mathilde“ in Altmünster  –  31. August 1902Banner.jpgRichards „Isolde“ hatte dort am Traunsee 1878 eine Wagnergrotte errichtet und eine Villa gekauft, die der Meister aber wahrscheinlich nie gesehen hat … 

                   Nach dem GRÜNEN Hügel in Bayreuth:                      Im GRÜNEN GARTEN zu Linz 

 25 Jahre nach der Premiere in Bayreuth erleben wir ab September hier in Linz             (an der Donau) Heiner Müllers Tristan-Inszenierung (*1993)

                                      MarkusPoschner im Gespräch zu „(Public) Tristan“  (FRO)                                                                          („Ohren auf, Zeit mitbringen & warm anziehen“)PV_Slider_web.jpgIm Musiktheater und am 15. 9.  im Rahmen eines Public Viewing –Events: Eine gratis Freiluft-Aufführung, wie bei der Klangwolke ganz im Sinne des antiken Theaters frei zugänglich für alle Bürger. So war es auch bei der Uridee der Festspiele gedacht und in Wagners vertraulicher Mitteilung an seine Freunde vom September 1850. Er wolle die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ nicht irgendeinem Theater zur UA überlassen:“ Im Freien auf einer Wiese werde er ein einfaches Theater aus Brettern und Balken errichten lassen, die Sänger einladen, den Chor und das Orchester zusammenstellen, in den Zeitungen Einladungen ausschreiben. Der Eintritt sei natürlich gratis. Drei Aufführungen sollten stattfinden, und anschließend werde das Theater abgerissen.“

1876 sollten eintausend Patrone durch den Kauf von Patronatsscheinen zu je 300 Talern die notwendige Summe aufbringen und dafür freien Eintritt zu den geplanten Aufführungen erhalten …  Also ganz so gratis wars dann wohl wieder nicht, aber immerhin ! Und das Festspielhaus wurde auch nach drei Aufführungen nicht wieder weggerissen …  So gesehen sollte auch in Linz der >Public Tristan< friktionsfrei über die Bühne gehen. Allerdings im speziellen Fall:  Kann ein Nachtstück wie Tristan und Isolde auch bereits am „Öden Tag“ (ab 17.00)   „Dem Land, das Tristan meint, der Sonne Licht nicht scheint“ im Garten des Volks funktionieren?

Isolde noch im Reich der Sonne!
Im Tagesschimmer
noch Isolde!

Spätesten wenn der 2. Aufzug anhebt, soll und wird sich langsam das Dunkel der „Liebesnacht“ über dem Public Viewing-Gelände des Parks vor dem Musiktheater ausbreiten …  Garten mit hohen Bäumen vor dem Gemach Isoldes, zu welchem, seitwärts gelegen, Stufen hinaufführen. Helle, anmutige Sommernacht. An der geöffneten Türe ist eine brennende Fackel aufgesteckt. – Jagdgetön. Brangäne, auf den Stufen am Gemach, späht dem immer entfernter vernehmbaren Jagdtrosse nach. Zu ihr tritt aus dem Gemach, feurig bewegt, Isolde.  

O sink hernieder,
Nacht der Liebe,
gib Vergessen,
dass ich lebe;
nimm mich auf
in deinen Schoss,
löse von
der Welt mich los!

Vermissen wird man bei der Wagnerschen Theater-Klangwolke den Schutz der Nacht im 1. Akt bei der Trank-Szene / am Schluss und vor allem am Beginn beim Vorspiel zum Drama:   Der Musiker, der dieses Thema sich für die Einleitung seines Liebesdramas wählte, konnte, da er sich hier ganz im eigensten, unbeschränktesten Elemente der Musik fühlte, nur dafür besorgt sein, wie er sich beschränkte, da Erschöpfung des Themas unmöglich ist. So ließ er denn nur einmal, aber im lang gegliederten Zuge, das unersättliche Verlangen anschwellen, von dem schüchternsten Bekenntnis, der zartesten Hingezogenheit an, durch banges Seufzen, Hoffen und Zagen, Klagen und Wünschen, Wonnen und Qualen, bis zum mächtigsten Andrang, zur gewaltsamsten Mühe, den Durchbruch zu finden, der dem grenzenlos begehrlichen Herzen den Weg in das Meer unendlicher Liebeswonne eröffne. Umsonst! Ohnmächtig sinkt das Herz zurück, um in Sehnsucht zu verschmachten, in Sehnsucht ohne Erreichen, da jedes Erreichen nur wieder neues Sehnen ist, bis im letzten Ermatten dem brechenden Blicke die Ahnung des Erreichens höchster Wonne aufdämmert: es ist die Wonne des Sterbens, des Nichtmehrseins, der letzten Erlösung in jenes wundervolle Reich, von dem wir am fernsten abirren, wenn wir mit stürmischster Gewalt darin einzudringen uns mühen. Nennen wir es Tod? Oder ist es die nächtige Wunderwelt, aus der, wie die Sage uns meldet, ein Efeu und eine Rebe in inniger Umschlingung einst auf Tristans und Isoldes Grabe emporwuchsen?. « Richard Wagner an Mathilde Wesendonck – Brief vom 19. Dezember 1859

7216638620_5d6d8c39c8_z.jpgWagner lernte die Muse Mathilde Wesendonck 1852 in Zürich kennen, wo sie als Frau des wohlhabenden Seidenhändlers Otto Wesendonck lebte. Die damals 23-Jährige und Wagner waren voneinander fasziniert, doch zu einem Höhepunkt kam ihr Verhältnis erst in den Jahren 1857/58. Sie trafen sich, schrieben keineswegs nur „platonische“ Briefe und widmeten viele Gespräche der Gedankenwelt Schopenhauers. Die offensichtlichste Auswirkung von Wagners Beziehung zu Mathilde sind die Wesendonck-Lieder. Wagner komponierte diese nach Texten von Mathilde für Klavierbegleitung und instrumentierte das Lied „Träume“ für kleines Orchester.  – Vorstudien zu Tristan: Deutlich zu hören, wenn aus dem Lied „Träume“ das Liebesduett des 2. Aktes hervorquillt und Tristans Erzählung vom „weiten Reich der Weltennacht aus dem Treibhaus-Lied hervorschimmert:

Ich war,  
wo ich von je gewesen,  
wohin auf je ich geh‘  
im weiten Reich  
der Weltennacht.  
Nur ein Wissen  
dort uns eigen:  
göttlich ew’ges  
Urvergessen! 

1. Oktober 1857

So, lieber Freund, da haben Sie auch Ihren ersten Mietzins von mir. Mit der Zeit hoffe ich’s dahin zu bringen, Ihnen die wirkliche Mietentschädigung bieten zu können: vielleicht ist’s nicht gar fern mehr; dann sollen Sie sagen –

„Hei, unser Held Tristan,
wie der Zins zahlen kann!!“
 –

Und so für heute, wie für immer, noch meinen herzlichsten Dank für alles Gute und Freundliche, was Sie mir erwiesen!

Ihr Richard Wagner800px-Villa_Wesendonk_und_Asyl.jpg

Pikanterie: Der Dritte im Schweizer Bunde war Mathildes Gatte Otto Wesendonck – über Jahre Wagners wichtigster Sponsor. Nicht nur stellte er ihm das so genannte „Asyl“ am Züricher „Grünen Hügel“ zur Verfügung, ein Gartenhaus in direkter Nachbarschaft zur Villa Wesendonck, er half dem stets von Geldnöten geplagten Komponisten auch immer wieder mit großen Summen aus. Das Verhältnis zwischen den dreien verewigte Wagner im Tristan im wirklichen Leben war er der Titelheld, Mathilde die Isolde und der betrogenen Otto mimte König Marke – eine klassische Dreierkonstellation: wie im 1. Akt Walküre: Siegmund, Sieglinde und Hunding …  jenes Vorspiel ist versehen mit den Initialen G.S.M. – „Gesegnet sei Mathilde“.  Wagners Frau Minna beendete die Züricher „Dreierbeziehungen“ nachdem sie einen Brief ihres Mannes (die „Morgenbeichte“) abgefangen hatte und drohte alles auffliegen zu lassen. Wagner setzte sich nach Venedig ab …  wo er innerhalb von 6 Monaten den 2. Akt komponiert     iw-caffa-florian-20-665x304.jpg

Im Juli 1857 schrieb Wagner aus Zürich an Julie Ritter, eine mütterliche Freundin, die den Künstler jahrelang mit der Zahlung einer Rente unterstützte: „Lassen Sie sich die Andeutung genügen, daß ich im Begriff stehe, mit großer Überwindung den ,Siegfried‘ auf ein Jahr im Walde allein zu lassen, um mir mit einem ,Tristan und Isolde‘ Luft zu machen.“ Mitte September schließlich war die Dichtung vollendet, dann machte er sich an die Komposition. „Ich hoffe, den Theatern mit diesem Werke eine leicht zu überwindende Aufgabe zu überweisen.“ Da aber hatte sich Wagner wohl geirrt. Zwei Jahre später schrieb er an Mathilde Wesendonk: „Kind! Dieser ,Tristan‘ wird was Furchtbares! Dieser letzte Akt!!! Ich fürchte, die Oper wird verboten – falls durch schlechte Aufführung nicht das Ganze parodiert wird: nur mittelmäßige Aufführungen können mich retten! Vollständig gute müssen die Leute verrückt machen, ich kann’s mir nicht anders denken. So weit hat’s noch mit mir kommen müssen! O weh!“

Nirgends, ach nirgends
find ich Ruh‘:
mich wirft die Nacht
dem Tage zu,
um ewig an meinen Leiden
der Sonne Auge zu weiden.
O dieser Sonne
sengender Strahl,
wie brennt mir das Hirn
seine glühende Qual!
Für diese Hitze
heisses Verschmachten,
ach, keines Schattens
kühlend Umnachten!

Am 6. August 1859 lag die Partitur des „Tristan“ vollständig vor. Alle Versuche aber, das Werk in Szene zu setzen, scheiterten. Mehrere Städte waren für Uraufführung angedacht: Karlsruhe, Paris, Wien, Dresden, Weimar … sogar eine Aufführung in Rio de Janeiro in italienischer Sprache wird in Aussicht genommen. Der Kaiser von Brasilien, Dom Pedro, sollte der Widmungsträger sein. In Wien schließlich begannen nach langen, schwierigen Verhandlungen die Proben. Nach vielem Hin und Her aber und nach Intrigen des Kritikers Hanslick, der die Künstler gegen Wagner einnehmen konnte, wurde die geplante Aufführung nach 77 Proben endgültig abgesagt. Zur Jahreswende 1863/64 war Richard Wagner am Ende.

Er saß in Wien in einer Villen- Etage   in Penzing am Schönbrunner Schlossgarten, die er sich nicht leisten konnte. Über München, wo er am Karfreitag ziellos die Stadt durchstreifend in  einem Schaufenster das Bildnis des kurz zuvor auf den Thron gestiegenen 18-jährigen König Ludwig II. erblickte, ging es über den Bodensee nach Mariafeld, dem Landsitz der Familie Wille in Meilen, 15 Kilometer südlich von Zürich am Ostufer des Sees gelegen. Richtig willkommen war er der Freundin Eliza Wille nicht, das Ehepaar Wesendonck wollte ihn überhaupt nicht sehen. Ein Brief an Mathilde Wesendonck, mit der ihn genau zehn Jahre zuvor leidenschaftliche Gefühle verbunden hatten, die den „Tristan“ inspirierten, ging ungeöffnet an ihn zurück.  Altmünster_Villa_Traunblick.JPG29-08-2016 18;44;36.jpg                                                                                                           Musik Gedenkstätten in OÖ.

„Ich bin anders organisiert, habe reizbare Nerven; Schönheit, Glanz und Licht muss ich haben! Die Welt ist mir schuldig, was ich brauche ! Ich kann nicht leben auf einer Organistenstelle wie Ihr Meister Bach! – . Ist es denn eine unerhörte Forderung, wenn ich meine, das bisschen Luxus, das ich leiden mag, komme mir zu? Ich, der ich der Welt und Tausenden Genuss bereite?“  In einem Brief an Cornelius rief er aus: „Ein gutes, wahrhaft hilfreiches Wunder muss mir jetzt begegnen; sonst ist’s aus!“

Und das „Lohengrin-Wunder“ geschah – es erschien zwar kein Schwan, aber der Sekretär Ludwig des II. überreichte Wagner in Stuttgart einen Ring, ein Bild des Königs und überbringt ihm die Einladung, unter dessen Schutz in München  ausschließlich seinem Werk zu leben. Ein neues Kapitel in Wagners Biografie beginnt. Ohne den jungen bayerischen König, darüber gibt es keinen Zweifel, wären nicht so bald die Uraufführungen von „Tristan und Isolde“ (1865) und den „Meistersingern“ in München über die Bühne gegangen.

Tristan-und-Isolde-01.jpgAm 15. April 1865, dem Tag der ersten Orchesterprobe, wurde Cosimas und Richards erste gemeinsame Tochter, Isolde, geboren. Wieder eine dieser interessanten Dreier-Konstellation: Sie wurde im Taufregister als eheliche Tochter von Hans und Cosima von Bülow eingetragen, Richard Wagner fungierte als Taufzeuge. Der Tag der Uraufführung begann für Richard Wagner mit der Pfändung seiner Möbel, nachdem er am Vortag vom bevorstehenden Sterben seiner Frau Minna, die in Dresden weilte, erfahren hatte. Schließlich stand Ludwig Schnorr von Carolsfeld vor seiner Tür und gestand ihm unter Tränen, dass seine Frau Malvina infolge ihrer Heiserkeit, verschlimmert durch ein Dampfbad am Vorabend, keinesfalls an diesem Tag singen könne. Das Sängerpaar reiste nach Bad Reichenhall zur Kur und die extra aus halb Europa angereisten Premierengäste reisten wieder aus München ab. In der Münchner Boulevardpresse blühten die Spekulationen über den wahren Grund der Absage. Wagner ermutigte seine beiden „Löwen“, fallweise auch als sein „vielgeliebtes Hummelpaar“ bezeichnet, unermüdlich mittels Briefen, und so konnte am 10. Juni 1865 die Uraufführung tatsächlich unter der Stabführung von Hans von Bülow stattfinden …   eines Werkes, das wie kein anderes Epoche gemacht hat. Mit dem berüchtigten „Tristan“-Akkord begann die musikalische Moderne …

Erstaufführungsdirigent in Bayreuth 1886 war Felix Mottl – Opfer böser Satire:

Was gehst du nur in Mottls Tristan
und hörst dir dieses Trottels Mist an?
Schaff lieber dir ein Drittel Most an,
sauf dir mit diesem Mittel Trost an!

Legendär: Die Proben mit Karl Böhm (Bayreuth – 1962, Wieland Wagner)

Eine der berührendsten Inszenierungen: 1981, Regie, Bühne, Kostüme: Jean-Pierre Ponnelle, (Kollo mit „Labeflaschen“ in den Kulissen), Dirigent: Daniel Barenboim

Tod im Liebesduett. Den „Tristan“-Mythos nährt noch das traurige Faktum, dass der erste Tristan der Operngeschichte, Ludwig Schnorr von Carolsfeld wenige Wochen nach der Uraufführung starb. Er war erst 29 Jahre alt. Damit nicht genug der mysteriösen Schicksalsschläge: Felix Mottl, einer der bedeutendsten Dirigenten des Fin de Siècle, bricht 1911 während des zweiten „Tristan“-Akts im Haus der Uraufführung, dem Münchner Nationaltheater, zusammen und stirbt wenig später. 1968 ereilt den Dirigenten Joseph Keilberth im selben Haus dasselbe Schicksal – nahezu an derselben Stelle wie zuvor Mottl: „So starben wir, um ungetrennt, ewig einig, ohne End‘“, singen Tristan und Isolde. 1200px-Joseph_Albert_-_Ludwig_und_Malwine_Schnorr_von_Carolsfeld_-_Tristan_und_Isolde,_1865eAn der MET NY teilte man einst nach Erkrankung des Heldentenors in der Not die Partie des Tristans auf 3 Sänger auf: Akt 1 meisterte ein lyrischer, Akt 2 ein italienischer Tenor und das mörderische Finale wurde einem „Jugendlichen Helden“ überantwortet …

Garanten für das Linzer Projekt sind Ensemble und Gäste

      Sprich: Heiko Börner und Annemarie Kremer in den Titelrollen, D. Nekel (Marke),          M. Achrainer (Kurwenal), K. Lerner (Brangäne), M. Schmidlechner (Melot) …

                                  Inhaltliche Übereinstimmung ist der Nullpunkt jeder Kommunikation                       —  Liebende schweigen

„Musik als Weiterdenken des Textes“ übertitelt Intendant Schneider seine Gedanken zu „Tristan und Isolde“ in der heurigen Sommerausgabe der Mitteilungen der „Freunde des Musiktheaters“ – „Im Schweigen, besser in der Musik liegt die Wahrheit“- und dann lässt     er abschließend den Philosophen Wittgenstein zu Wort kommen:  „ …  wovon man nicht sprechen kann, davon muss man schweigen“- Der prominente Fadinger-Schüler Wittgenstein stellt mit diesem Satz die philosophische Rede schlechthin in Frage (Tractatus logico-philosophicus). Präziser drückt Wagner die „Sprachlosigkeit“ im Tristan mit seinem Parsifal-Zitat aus: „Das sagt sich nicht“ (- Frage nach dem Gral – aber auch hier anwendbar …)

Bei der quasi „halbkonzertant“ eher statischen Heiner Müller-Inszenierung, in Linz originär umgesetzt von dessen damaligem Assistenten und jetzigen Schauspielchef Stephan Suschke, im Bühnenbild von Erich Wonder und ins Licht gesetzt von Altmeister Manfred Voss, wird die geniale Musik Wagners in der Interpretation von Markus Poschner mit dem Brucknerorchester Linz zum wesentlichen Träger und Gestalter des Gesamtkunstwerks. Die „Handlung in ihren drei Aufzügen“ ist > Durch-komponiert < und lässt den Rezipienten nie los – von der 1. Note des Vorspiels bis zur letzten des Liebestods !

In dem wogenden Schwall,  

in dem tönenden Schall, 

in des Welt-Atems  

wehendem All – 

ertrinken,  

versinken – 

unbewußt –   

höchste Lust!

Liebestod = Isoldes Verklärung (- nach Wagnerscher Diktion)

Wagners Musikdrama Tristan und Isolde wäre ohne Novalis’ Hymnen an die Nacht undenkbar. Vor allem die Umdeutung der Nacht von Chaos und Bedrohung hin zu einem transzendentalen Raum utopischer Liebeserfahrung spielt eine wesentliche Rolle. solareclipse-TA.jpgDSC00109.JPG220px-Photo_of_Gustav_Mahler_by_Moritz_Nähr_01.jpgalfred-roller-tristan-buehnenbild-richard-wagner-100__v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647.jpgTöne, zum Bild geronnen!

In der Wiener Hofoper wird am 21. Februar 1903 Bühnengeschichte geschrieben – mit einer überwältigenden Neuinszenierung von Wagners „Tristan und Isolde“. Allein die Besetzung mit Anna von Mildenburg und Erik Schmedes unter dem Dirigat vonGustav Mahler verspricht ein Ereignis der besonderen Art! Doch was den Zuschauer optisch erwartet, übertrifft alles bisher Dagewesene: Raum, Farbe und Licht sind eins mit Musik, Wort und Gestik – ganz im Sinne von Wagners Idee des Gesamtkunstwerks. „Roller hat gefühlt, dass die Dekoration als Ausdruck der seelischen Stimmung sich erst zeigen darf, wenn durch den szenischen Verlauf das Gefühl des Zuschauers so weit ist, dass es jetzt drängt, sich im Bilde zu sehen.“ – Der Linzer Schriftsteller Hermann Bahr (Gatte der Mildenburg) bringt es auf den Punkt.

DSCN3187.JPGDer Bayreuther Meister hat mit seinem Gesamtkunstwerk u. a. die Kunstrichtung Film vorausgeahnt – Es sollte aber eigentlich nicht „Wagner goes Hollywood“ sondern „Hollywood goes Wagner“ lauten. Der orchestrale Wagner-Sound der Filmmusik in L.A. bestimmt nach wie vor trotz digitaler Evolution ihre „Mach-ART“ bis heute ! Kino und Video haben sich ihrerseits mit vielen Visualisierungen und Zitaten bedankt – allein, wenn man sich nur diesbezüglich den Tristan „ansieht“:

A visualization of an experience within music by Ron Hays 1975

„Liebestod“ from Tristan und Isolde aus dem Musikfilm „Aria“ Franc Roddam 1987     Melancholia – ein Endzeitfilm des Regisseurs Lars von Trier aus dem Jahr 2011 …  usw.

Isoldens Oden an die Nacht  (Projekt am MRG Linz)    – hier das RWVI-Feedback 22-01-2018 09;48;26DSCN3524.JPGMusik/Medien-Projekte

Nach einem ersten Versuch unter dem Titel „Mathilde“ in den 80ern wagte man sich am MRG in der Linzer Fadingerstraße 10 Jahre später wieder an die Umsetzung der Musik in Bilder heran und hatte nachhaltig großen Erfolg: Mit der Visualisierung der Wesendonck-Lieder unter dem Titel Isoldens Oden an die Nacht gelang es dem Medien-Gym die Jury zu überzeugen und Österreichische Film-Staatsmeisterwürden in Innsbruck 1999 zu erlangen …   „20 Jahre Medien-Gym“

 Plakat.JPGRadiosendung: Isa Stein / Linzer Tristan  <— Hier

Wagner Forschungsstätte Haus Wahnfried zu „Isoldens Oden“

Gesang: Lieselotte Brehm / Klavier: Helmut Rogl / Regie: Der BLOG-Autor

dali_castell_pubol-1.jpg16952_11.jpg84551-01.jpgVisualisierung muss nicht unbedingt in bewegten Bildern stattfinden, wenngleich Musik selbstverständlich unverzichtbar wie der Film eine zeitliche Komponente aufweist. Beispiele, dass es auch anders geht belegen der surreale Wagnerianer Salvador Dali & und der Bayreuther Leibfotograph Siegfried Lauterwasser, dem  heuer im Zuge des Herbstlichen Tristans eine Ausstellung gewidmet hätte werden sollen – ausgerichtet vom „Linzer“ Wagnerspross Verena Lafferentz …   Filmisches zu Wieland Wagner …  war das Letztangebot  …

8071156c0438a0db9ff3709cace894fd.jpgFile_065.JPGWieland Wagner „Tristan“ in Neu-BayreuthWieland 52Wieland 62 a

> Public Tristan < hier rechts auch als 2. Beitrag einer  —>   R a d i o s e n d u n g

                                   M a n f r e d    P i l s z

DSCN1075.JPGP T F.jpg

Den Beitrag findet man auch unter: Freunde des Linzer Musiktheaters sowie RWV Linz

… und Maestro Poschner hatte recht:

Was sich beim RING (ab 2013) schon deutlich abzeichnete ist seit dem heurigen TRISTAN nun endgültig Gewissheit:  LINZ ist eine WAGNER-STADT !!!

Inszenatorisch ließ der ehemalige Heiner Müller-Assistent (jetziger Schauspielchef) Stephan Suschke bei der gelungenen „Wiederbelebung“ der Bayreuther Produktion vergleichsweise zu 1993 zwischen den Protagonisten scheints mehr Nähe zu – die Erinnerung an den damaligen Hügel-Tristan ist nach 25 Jahren allerdings trügerisch …

Das Allerwesentlichste dieses sensationellen Erfolgs hat aber die musikalische Seite dazu beigetragen: Wie so oft (und diesmal ganz besonders) wäre „Wagner-Apostel“ Bruckner stolz auf sein Orchester gewesen, das mit Markus Poschner am Pult abhob zu einem wahren Höhenflug in des Welt-Atems wehendem All …  Dabei waren auch die hervorragenden Solisten bei ihm bestens aufgehoben: Heiko Börner & Annemarie Kremer sensationell als Tristan und Isolde, aber auch Brangäne Dshamilja Kaiser und Kurwenal Martin Achrainer konnten sich hören und sehen lassen. Insgesamt ist die Leistung des gesamten Linzer Ensembles (inkl. Chor) mehr als bewundernswert ! Nach 25 Jahren den Bayreuther TRISTAN in dieser Perfektion auf der größer dimensionierten Linzer Bühne (4:3 auf 16:9) erleben zu dürfen, sprengte alle noch so hohen Erwartungshaltungen – DANK DENN ALLEN ! ALLEN DANK !!!  DSCN3797.JPG         Durchgehend hervorragendes mediales Feedback zum Linzer Tristan und ein                                                       unnötiger „Ausrutscher“ in der „Presse“

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

„ÜBERSOMMERN“

700_FO55451332_b684eb00da6892c3c85140326f050977.jpgUnbenannt

In schlimmen Zeiten jenseits guter, alter „Sommerfrische

Liebe Frau Rohrhofer ! Welch ein erfrischender Beitrag in den OÖN zum ultimativen Ende dieser elendigen Hitzeperiode ! – OÖ mit „Regenmengen“ knapp über dem „Death Valley“…  „Ferragosto“ das Fest des Augustus als Wendepunkt – am 15. August bricht der Sommer: „Ab sofort wird die 30-Grad-Marke immer schwieriger zu erreichen sein“, sagt irgend ein Wetterexperte …  Oh wie schrecklich, da wird sich die Wetterfee/Hexe aber wieder grämen, wenn sie ihrer ach so hitzebeständigen Klientel „Tiefstwerte“ von 29,5 Grad „verklopfen“ muss  …  „Die Sonne verliert zunehmend an Energie“ (?) – Wohl eher nicht und überhaupt: Also rein statistisch gab es in den seligen 60er Jahren Sommer mit einem einmaligen (!) „Hitzerekord“ von ganzen 28 Graden und „Hitzeferien“ schon unterhalb des heutigen sommerlichen „Mindestgebots“ einer 30er Marke (Hitzefrei dann erst ab 45 Grad ???)maiol-5721-wetterhahn-wetterfahne-hexe.jpeg

…  und dann begann es zu regnen – endlich war das Scheißwetter zu ENDENature___Mountains_Rainbow_over_the_forest_in_the_mountains_109583_.jpgSunset-Neuschwanstein-Kopie.jpgAlso keine Angst: Sie sind nicht allein mit ihrer Herbstvorfreude. Es gibt ganz viele KollegInnen die ebenfalls heftig an pollenbedingter Frühlings- und seit Wochen an „tropenübernächtiger“ Sommerunverträglichkeit leiden – All jene sehnen ab Ostern den September herbei mit den immer längeren und kühlen Nächten. Den ach so armen „Herbstdepressiven“ wünschen wir schon jetzt einen „guten“ Flug in ihren Kerosin-Bombern durch den winterlicher Dauersommer mit eiskalten, austrocknenden, also schädlichen Klimaanlagen. In diesem Zusammenhang auch fetten „Dank“ für den permanenten Beitrag zur allgemeinen Klimaerwärmung. Wir hinwiederum hoffen auf eine bunten, Kürbisreichen Herbst, weiße Weihnachten, Schnee bis in den März und dass dann trotz des unnedigen Zutuns der immer sonnenhungrigen Freizeitnomaden unsere nächstjährige (Hoch-)„Sommer Depression“ möglichst kurz ausfallen möge.

Wetterhaus_FUWH_827_Wi.jpgLiebe „Teilzeit-Nomaden“ auf euren Kreuz- und Querfahrschiffen

Im Herbst und Winter gibt es keine wie immer gearteten klimatischen „Fluchtgründe“ für Einheimische,  wenn es in der Alpenrepublik endlich wunderbare Temperaturen hat, von denen Menschen im sonnigen Süden, wo man schon an der zu heiß, feuchten Luft fast ertrinken könnte, ein ekeliger Dauerschweißfilm zur Hautoberfläche gehört intensiv träumen und nur ein Ziel haben: Bloß weg aus dem höllischen „Paradies“, um endlich in frischer Brise frei atmen, sowie echten Schnee sehen & spüren zu dürfen …

Ist „Schönwetter“ wirklich schön?

Nicht das „Überwintern“, sondern ÜBERSOMMERN ist unser Thema ! Wem es zu kalt ist: An- oder Überziehen kann man immer noch was ! Aber bei Hitze: Irgendwann ist das letzte Hemd weg …  und dann? Übernachten bei offenem Gefrierfach? Wie wärs mit Schließen einer Route für heiße Luft – diesmal direkt aus der Sahara …images (1).jpgHitzewelle-A.jpgKlimapolitik wäre gefragt  – „Hirn first“ !!!  Uns bleibt in Zeiten wie diesen leider nunmehr nur noch das Aufsuchen von Zonen auf diesem Planeten, wo wie in bis in die 70er noch „Sommerfrische“ angesagt war – also: im „Gemäßigten“ Klima über 1500 Meter oder innerhalb nördlicher Bandbreite zwischen Alaska, Is- und Grönland, sowie Hammerfest, Murmansk bis Ostsibirien …

Das waren noch Zeiten als Rudi Carrell aus gegenteiligen Gründen sang:

Die Sonne knallte ins Gesicht, da brauchte man die Sauna nicht,
ein Schaf war damals froh, wenn man es schor.
Es war wie in Afrika, wer durfte, machte FKK,
doch heut- heut‘ summen alle mit dem lauten Chor:

Wann wird’s ‚mal wieder richtig Sommer, ein Sommer wie er früher einmal war?

Als noch „SommerFrische“ angesagt war <

…  und da und dort ein kleines Sommergewitter oder ein gemütlich abkühlender (Land)regen statt heutiger Unwetter, Muren, Sturzbächen, Schlammlawinen usw.  …  

Manfred Pilsz   (- der nette Herr mit dem Schirm im Wetterhäuschen)

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„HERBST – ZEITLOSE“

„WER HAT AN DER UHR GEDREHT?“

                        pink-panther-logo-9961AB69EB-seeklogo.com.pngKürbis.JPG

Liebe > ZeitumstellerInnen < !   – nur um „Falschen Irrtümern“ vorzubeugen: Normalzeit“ = Winterzeit !!!

Auskunft zB. bei Wikipedia:

Die in der Regel mit der Zonenzeit übereinstimmende Zeitskala, die ursprünglich ganzjährig und nach Einführung einer Sommerzeitregelung nur noch im Winterhalbjahr als gesetzliche Zeit verwendet wird, bezeichnet man zur Unterscheidung von der Sommerzeit amtlich als Normalzeit oder Standardzeit.

Normalzeit steht für die in einem Staat oder in einem Teil davon normalerweise gültige gesetzliche Zeit, wenn nicht aufgrund einer besonderen Regelung zeitweilig eine davon abweichende Zeit (z. B. Sommerzeit) in Gebrauch ist.

winterzeit-uhr.jpgGegen die Dauerumstellung auf Sommerzeit als Normalzeit spricht schon der Name – jetzt also dann auch noch im geliebten Winter „Sommerzeit“ haben zu müssen !

„Immerwährende Sommerzeit“? – Sicher nicht !

Beliebtes Argument:  Summertime ist doch wesentlich besser wegen der „Dämmerungseinbrecher“ im Winter – Allerdings hätten die dann auch in der Früh eine Chance und am Nachmittag sind noch alle in der Arbeit – spätestens mit Einführung des 12 Stunden-Tags geht sich auch 17.00 sicher nimmer aus – allerhöchstens im Sommer  – möge dies jetzt allen dämmern

Im Gegenzug:  Wie schön sind Adventmärkte, wenns dunkel ist … absofort dann eine Stunde kürzer …   – gilt auch für Punschtrinker ! – Hauptsache es wird in der Früh erst so gegen 9.00 für alle wieder langsam heller. Allen Sommerzeit-Adoranten sollte klar sein, dass da dann auch ihre 6-jährigen Kinder/Enkel im Stockdunklen in Richtung Schule verschwinden – dann jeden Winter etwa 4 Monate lang … 

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Ewige Sommerzeit mit Sonnenbrandgefahr bis 21.00

„Lauschige Nächte im Sommer“ – die wären noch lauschiger und länger, wenn sie schon um 20 Uhr beginnen würden und sich nicht die Gastgärten bis 21.00 auf  etwa 32 (gefühlte 38) Grad aufheizen würden.

Man könnte überhaupt gleich so umstellen, dass die Sonne erst um Mitternacht untergeht und dann täglich für den Sonnenaufgang wieder alles neu justieren … Einfacher wär „natürlich“, wenn all jene sich jenseits des Polarkreises ansiedeln täten – da geht die Sonne gar nie unter und in ein paar Jahren ist es dort dann im Sommer ohnehin so heiß, wie jetzt im Süden – Wir anderen grüßen euch dann aus der Polnacht der jenseitigen Erdkugel …  Tja und da wird dann immer im Halbjahr gewechselt, falls man dazwischen nicht verglühen sollte !

Normalzeitcsm_Sommerzeit_e15862ba89Russland hat nach Protesten sein kurzes, irrtümliches Intermezzo durchgehender Sommerzeit beendet und auf „Ewige Winterzeit“ umgestellt (und das über mehrere Zeitzonen)  –  YESSSSSS !umstellung_auf_die_winterzeit_news_full„Sommer- statt Winteraustreiben“

Auf den Zeiger gehen

Nach dem Brexit steht das nächste europäische Streitthema auf dem Programm: die Zeitumstellung. Die Frage, ob es dauerhaft Winter- oder Sommerzeit werden soll, spaltet die Gesellschaft.

Aus Peter Pilz‘ Liste wird man nicht schlau. Sie antwortet auf die Frage, wann und wie die Zeitumstellung erfolgen soll, immer nur „Jetzt!“. Die SPÖ will die Zeit auf 2017 zurückstellen, um einmal noch den Kanzler stellen zu dürfen. Die Neos möchten den Winter ganz abschaffen, dann sei Schluss mit der kalten Progression. Die Landeshauptleute fordern, dass sich jedes Bundesland seine Zeit aussuchen darf. Wozu ist man sonst Sonnenkönig? Nur aus Kärntens FPÖ heißt es, die Zeitumstellung sei schon egal: Denn in Kärnten sei die Sonne bereits vor Jahren vom Himmel gefallen. (aich / pizzicato – presse  april 019)

„Die 60er“: Linde, Titze, Sommerfrische

Damals in den „Boring Sixties“ (?) war der 6. 8. 2018 schlicht unvorstellbar:06-04-2018 19;02;19a.jpg

„When I’m 64” 

Give me your answer, fill in a form
Mine for evermore
Will you still need me, will you still feed me
When I’m sixty-four

Wie kann man bloß an einem 6. August Geburtstag haben? – Oder anders gefragt: Warum kommen gerade Eisbären im Sommer zur Welt? Weil es so super ist sich bei 30 Grad zum  40. Tauchgang vor lauter Fadesse kopfüber in den Attersee zu werfen und dabei mit der Stirn am Seeboden zu radieren, vor Schreck und Schmerz unter dem hohlen, alten Holzsteg aufzutauchen wo man im fahlen Licht der Ritzen über sich zwanzig fette Spinnen in ihren feuchten Netzen hängen sieht … Ein Schreckensbild aus frühester Kindheit wird virulent: Ein immer größer werdendes achtbeiniges Insekt das sich von der alten Uhr über dem Gitterbett abseilt – Panik wie damals lässt den jungen, angeekelten Taucher dank seiner Flossen zum Fisch werden – nur weg hier – Er sieht den Raddampfer „Unterach“ ablegen und versucht direkt hinter den Schaufeln am Heck auf der Höhe des Ruders abzuschlagen und dann gleich voll Übermut, beflügelt durch den Sog das andere Seeufer anzusteuern …  Wenn er nach kurzer Rast in Weyregg zurück schwimmt, erinnert er sich beim ersten Wadenkrampf zurück an schönere Momente der Sommer seiner Kindheit: An Spaziergänge mit dem Vater direkt nach einem kurzen, kühlenden Gewitter, den fetten Geruch der nassen Erde, an mehrfarbige, unterschiedlich lange & dicke Regenwürmer, die sich in einladenden Latschen ringeln … In jener Zeit als man nicht immer erfolgreich, aber begeistert versuchte speziell Elefanten und den Fliegenden Robert zeichnen …

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Als Kind lebte er nördlich des Donau-Limes. Hinter dem Pöstlingberg bei den Zwergen begann im kindlichen Kopf Nibelheim, denn ein Drache bewachte da die unheimliche Grottenenklave der nordischen Götterwelt, die unweit kurz vor der Giselawarte ihren Ausgang nahm. Ein kleines Gasthaus dort trug den verheißungsvollen Namen Asberg – ein nicht zu überhörender Hinweis auf den Göttersitz Asgard, der sich in den Wolken über dem Gis-Sender befinden musste. Von der Warte sollte man über die Regenbogenbrücke Bifröst  ohne Probleme dort hin gelangen …

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Hier war man mit dem Vater unterwegs, der von diesen Sphären zu erzählen wusste in Sagen, Märchen und fiktiven Reiseberichten – Er selbst war kein Weltenbummler – eher so einer wie Karl May – eine Assoziation, die immer hochkam, wenn man in Alturfahr an der Donau bummelte und dabei an jener Villa vorbeikam die der Schöpfer Winnetous aufsuchte um einen Linzer Fotografen zu treffen. Die ach so geliebte Eisenbahnbrücke – Dresdens „Blaues Wunder“ zu Linz –  und die Nibelungenbrücke waren in frühen Kinderzeiten die verlässlich markanten Grenzposten all dieser Wunderwelten gegenüber der „feindlichen“ Stadt. Lange endeten hier die Spazierwege entlang des Urfahraner Ufers der Donau, wo direkt neben den dort ungefiltert sprudelnden, stinkenden Abwasserkanälen im bräunlichen Wasser gefischt wurde. Gleich hinter dem Pfenningberg mit dem Gasthof Daxleitner wurde das Schwarze Meer vermutet. Flugstunden beim 1 Jahr älteren Peter Pan waren in Planung  …

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Als Kleinstkind führten Spaziergänge mit dem Vater wohl oft zum Waldspielplatz, wo sich in unmittelbarer Nähe auch die familiären Tiergräber im Unterholz befanden – Wellensittiche und Mäuse zur letzte Ruhe gebettet wurden. Am Weg dorthin lagen malerisch Wegaufheller und Kurzraststationen in kitschig putzigen Vorgärten – und so ging man von Zwergerlgarten zu Zwergerlgarten. Von Wasser bewegte, winzige Figuren, Minimühlräder und Windwerke von der Johann Babtist Reiter- bis zum Ende der Keplerstraße machten lange Wege ohne Gejammer und Protest möglich. Manchmal gelangte man so sogar bis zur Gründbergschleife. Zur Belohnung wurde für die Heimfahrt dort vom Vater der Bus vom „Jäger im Tal“ gechartert.Vögel.JPG    1976Ausflüge mit dem Vater hatten auch später fast immer Besonderheiten zu bieten:  So hatte man im Haselgraben hinter dem geliebten, kultigen Gründberg ein schreckliches Abenteuer zu bestehen: Eine endlose Viertelstunde war man mit der Abwehr der Attacken eines wilden, wölfischen Hundes im Wald beschäftigt, bis dieser ebenso plötzlich wie er aus dem Unterholz brach wieder verschwand. Doch nicht nur „Wunder und wilde Märe gibt es zu künden“ – auch kurios harmlose „Ausritte“: Als durch väterliches Zutun ein Kochlöffel sich im Mixer auflöste und das verheißene Früchteeis an der Decke der Wohnküche landete, war dringend Flucht und Ersatzprogramm angesagt und man unternahm eine Expedition durch die Traunauen zum Weikerlsee, wo es dann Papas einzigartige „Beamtenforelle“ gab.  

06-04-2018 19;22;17kl.jpgd0fb1z87oblv99now.jpgimg_0202oys41.jpgUnd dann gings zurück zum „Ende von Linz“ – dort wo sich die Florianer-Bahn & der E-Wagen in Ebelsberg fast trafen. Von hier wurde man mit letzterer Garnitur in 45 Minuten nach Urfahr verbracht, wo Mutter bereits schimpfend die letzten Erdbeerteile vom Plafond gekratzt hatte – inklusive finaler Versöhnung bei einer gemeinsamen Mont Blanc Creme28042008amittel.jpgMangels eigenen Autos war man an manchen Sommer-Samstagen mit dem B-Wagen von der Biegung in Urfahr zum Bahnhof unterwegs und von dort mit dem Regionalzug nach Südlinz an den Pichlingersee – Zwischen 2 Badedurchgängen wurden neben Luftmatratze und Decke „leckere“ Tomatenfischkonserven geschlachtet und kombiniert mit je einer eher nicht ganz so reschen Semmel auf der Liegewiese direkt neben den Schienen der Westbahn gereicht …  

hering-in-tomatensauce-100__v-gseagaleriexl.jpgFürst sw.jpgMeist nach dem 2.  oder 3. Güterzug fand die allernächste „Verwandtschaft“ Erwähnung.  Dem „Opa“ gehörten Teile der Westbahn. Er war ein großer Tierfreund, hatte im großen Haus beim Urfahraner Lindbauern in den Mauern riesige Aquarien in überdimensionalen Bilderrahmen, einen Affen und sogar ein Krokodil in der Badewanne – ein schräger Vogel und Glücksritter bei dem Geld keine Rolle spiele. Früher logierte man in der Haydenstraße beim Wasserwald. Hier wuchs Papa Fritz neben dem Blaue Elf –Platz als Ziehsohn bei dieser reichen Familie auf – seine Mutter hatte ihn aus Geldmangel nicht selbst aufziehen können – Als Dienstmagd in guten Häusern war sie in einem solchen von der sogenannten „Herrschaft“ geschwängert und dann fristlos entlassen worden …  An den wirklichen Großvater erinnert nur ein ganz intensiver Rosenduft, der bei einem Besuch mit dem Vater am Friedhof Kleinmünchen an einem Pfingsttag in der Luft lag, als er dessen Grab heimsuchte.

Spaunstr.jpgMit seiner „Gastfamilie“ hatte er ein verdient fürstliches Glück. Man ermöglichte ihm eine gute Kindheit und ebensolche Ausbildung inklusive HTL-Matura. Nach dem Krieg schlug er die Beamtenlaufbahn ein und hatte immer speziell zum Sohn der Familie einen guten Kontakt. „Onkel Toni“ war es auch der den Kleinen von Fritz mit seinem schnittigen Opel Rekord damals mit 4 Jahren zum ersten Urlaub auf die Turrach brachte. Hier am Rinsennock mit seinen Geröllhalden er- und überlebte man einen Felssturz: Ein schwerer Brocken flog über Mutter und Kind während man mit einer der vielen so tollen Aufstauungen und Bachbettverbauungen beschäftigt war. An anderen Tagen suchte man Wege durch den „Sink“ (– Kindermund für Sumpf) oder fing Kaulquappen auf der Mini-Halbinsel im Turrachersee – Mama und Papa wechselte sich betreffend Urlaub ab, um den Kleinen möglichst lang in der guten Gebirgsluft zu halten und quartierten sich in der, eine Spur günstigeren Dependance des Berghotels ein … Da wurde der kleine Häuptling „Adlerauge“ ein guter Freund – Er lebte im Entenhausener Wäldchen auch an einem See – gemeinsam mit Schwester Silberschlange …31-01-2018 19;05;36Micky.jpg  06-04-2018 19;32;29a.jpgDaheim war man damals gerade noch in der Altomonte-Straße mit mit ihrer alten Kokshandlung und dem dazugehörigen Froschteich. Dahinter erstreckten sich Felder bis zum Urnenhain. Die eigene Welt war da noch extrem klein und befand sich im wesentlichen zwischen zwei Sandkisten. „Klein Adlerauge“ hieß dort Gerhard und dieser verteidigte heldenhaft dieses Hofterritorium zwischen dem versteinertem Nilpferd und dem Wasser spuckendem Seehund gegen die „Mitbewerber“ aller Altersgruppen …  In diese Zeit fiel auch der Erstkontakt mit Feuerwasser: In einer Limonadenflasche hatte sich ein Mund voll billiger Wein zum Kochen versteckt  …        es war grauenhaft !374122_cms2image-frame-1024x1024_1pFOBc_sPfvfaDieses „Indianer-Gen“ und das Grausen, das sich nach ein paar Schluck „Fusel“ aus dieser „Saftflasche“ einstellte hielt bis heute an – allein der Geruch von Bier erzeugt Brechreiz – so intensiv wie fast jeder andere Alk auch, dass man selbst zehn Tage Russland trotz Bedrängnis durch die Gastgeber ohne Wodka locker überstehen konnte – beim Abflug prosteten die Genossen resignierend selbst mit Cola zu  …  Dieser amerikanischen Brühe war man lang sehr zugetan bis hin zu Ideen-Wettbewerben bei denen man für eine Verknüpfung von Oper und Coke in Form von „Cola di Rienzi“ sogar eine Wagenladung des beworbenen, braunen Zuckerwassers vor die Tür gestellt bekam. Nach mehreren Fruchtwasserversuchen ist man letztendlich bei H20 gelandet. Wer in einem Weingarten wohnt und einen Biernamen führt, tut jedenfalls gut daran nicht auch noch Alk zu trinken – egal welcher Provenienz …

Nach diesem irrtümlichen, kleinkindlichen „Besäufnis“ hörte der 4-jährige auch gleich zu Rauchen auf – Der väterliche Kettenraucher gab > w. o.<  – für ein mittelschweres Asthma reichte es ! Dazu kam Eisenmangel, den Kinderarzt Dr. Berlek in seiner ach so dunklen Ordination in der Hauptstraße mit gefürchteten Spritzenkuren bekämpfte. Viel lieber ging man zum Hautspezialisten der in dessem Wartezimmer ein bunter Straßenteppich mit Autos wartete und sich immer kurz Zeit zum Spielen nahm – da ließ man sich gern Salben für lästige Juck-Ekzeme an den kindlichen Extremitäten verschreiben … Vielleicht wär alles auch anders gegangen, aber „Unverträglichkeit“ gabs damals scheints noch nicht ! Und Mutter Rosa hatte als Stationsoberin leider wenig Verständnis für den Kinderfreundlichen und spielfreudigen Dr. Zehetner (?): „Herr Doktor – Wir sind nicht zum Spielen gekommen“  …  Als kleinen „Trost“ gabs da nur xundes „Rotbäckchen“, oder damals maximal „Negerbrot“ (- heute: Schoko-Bruch), später dann in den End60ern bei gutem Wind Montblanc-Creme  …  und im Radio hörte man die Musik des „Traummännleins“  …  für „Achtung Sprachpolizei„, die Nachrichten (samt Räuspertaste) oder gar „Kommissar Leitner“ war man dann doch wohl noch zu klein  …

Rotbäckchen.JPG51Y6DgfCzAL 06-04-2018 19;02;19a1.jpg 21-12-2017 21;46;55.jpgSo sah es aus als noch keine „Leonfeldnerstraße 42“ existierte, noch kein 1. Neubau inmitten der Karlhofsiedlung hochragte und dort noch viele, kleine Schrebergärten, Schlammpfützen und Gstätten mit jeder Menge Kleintiere das Terrain bestimmten – bis hin zu einer schmalen Linken Brücken-Straße und dahinter begannen die Felder des Bauern neben dem Urnenhain-Wäldchen, der alle Flächen bewirtschaftete, wo heute Autobahnzubringer und Prokaufpark das Bild bestimmen …  Die Wohnung in der Altomontestraße wurde aufgegeben. Nur die kleine Leihbücherei an der Ecke Linke Brückenstraße war noch bis zur Unterstufe alle Monate aktuell und dann faktisch ausgelesen. Freund Gerhard wurde aus dem Adlerauge verloren und Fredi trat auf den Plan: Dieser hatte, egal ob ein Zwergerlgartenspaziergang mit dem Vater oder eine Rodelpartie beendet worden war, zum Unterschied von allen anderen einen Kasperl-Pezi-tauglichen SW-Fernseher zur Verfügung inkl. jeder Menge Essen – besonders begehrt: Schinkenbutterbrote mit Gurkerl, Tomaten, Radieschen, Senf und Ei – ein Wahnsinn …Wenn seine Mama nicht gerade die 4 Söhne plus Freunde bewirtete, bediente sie auch sonst das klassische Frauenbild der 60er, wusch Wäsche und polierte im Hof die Fenster eines Autos. Unter dem Skoda lag der Vater von Fredi – Ölwechsel, Batterie, Zündkerzen, Bremsen oder einfach so mit Kontrollstab, Tuch und Schraubenschlüssel – inklusive: Autowaschen und Wasser nachfüllen – Highlight: Reifenwechsel und jeden Abend Schutzplane statt Sonnenschutz …  Auch geeignet speziell gegen Leder- und Federbälle einer feindlichen Kindermeute …   

01-08-2016 17;03;26.jpg9e09a69a0065f695ea2152c49bdb8305.jpgUnser „Altomonte-Migrant“ hatte sich an der Leonfeldner- / Ontlstraße schnell eingelebt: Im „Hof“ nannte man ihn den „Burgamaster“, nachdem er bei einer seiner auswendigen „Mickymaus-Lesungen“ die er für die gleich alten Fünfjährigen auf einer Bank neben dem Sandkasten abhielt gefragt wurde was er denn später einmal werden würde …  Seine Frau hatte sich zwar als Kind nach einem „Zirkusbesuch im geschätzten Beisein des Landeshauptmanns“ einen solchen  gewünscht – eine Stufe drunter war aber dann doch gerade noch ausreichend …

Dieser Tage hatte man allerdings andere Sorgen: Die wilde „Maridl“ aus der Ontlstraße und am Waffenrad ihr schrecklich gefährlicher Bruder – eine noch schiachere Ausgabe von Franck Ribéry … in der „Lehmgrube“ hatten alle vor diesen Geschwistern mehr Angst als vor Brennesselsträuchern, sowie allen Schlangen, Spinnen & Kröten. Im Ernstfall ab mit der roten Diesellock & dem Sittich Pipsi im Waggon in den Tunnel …mjt28KIG5TI1E_T5_cjTBcA.jpg960_-1671043908.jpgKleinbahn_H0_scale_model_railway_ÖBB_electric_locomotive_1280.jpg

In den 60ern – als man noch bei 28 Grad von Hitze sprach

Volksschule bedeutete damals in der 2. Klasse: Stehen bis es ruhig war, Hände auf den Rücken oder auf die Schulbank, Lami-Füllfeder mit Drehverschluss zwecks Ansaugens aus dem Tintenfass, Ziehen an den Ohren oder kurzen Haaren, Ecke stehen, ab 28 Grad „Hitzeferien“ … und dann endlich: „Große FERIEN“!!! – Täglich einfach nur SPIELEN mit Freunden aus dem „Hof“ …  Allerdings spätestens Mitte August kamen die Eltern auf die glänzende Idee sich einbringen zu müssen mit einem familiären Urlaubsangebot – da blieb dann anschließend meist nur noch eine Woche von den ersehnten Ferien übrig …

„Werden wir heuer wieder die ganzen Ferien mit Urlaub vertun?“ – fragte kürzlich ein kleiner Volksschüler seine staunenden Eltern. Ein schwer nachvollziehbarer Satz für trendige, junge, konsumorientierte Teilzeit-Nomaden, die von Kindesbeinen an selbst fremd bespasst brav im Rudel ihr Freizeitprogramm absolviert haben und wenig kontemplative Oasen für kreative Schübe benötigten – außer ab und an zwangsweise bei einschlägigen Managementseminaren …

JHM-1965-0487_-_Linz_tramway_(retouched).jpg5312i.JPGIn der Kindheit wäre dieses Bedürfnis nach Spielen gegeben – allein oder in Gesellschaft mit Dingen die scheinbar „keinen Sinn machen“ & nur in der eigenen Vorstellungswelt in jener Form existieren. Da wird ein Gitterbett zur „M-Linie“ mit ihren knarrenden Holzwaggons –  später ist es eine Holzschachtel, die über den Wohnzimmerboden geschoben wurde und im Kopf zu den alter Garnituren der Florianer– und Pöstlingbergbahn mutiert …  Später heißt es dann, wenn Ideen gewälzt oder im Kopf Texte und Bildeindrücke geordnet werden – sprich in kontemplativen, kreativen Momenten & Stunden: „Er sitzt bloß & schaut“ …  (- siehe nachfolgendes Video)

Ab St. Florian sind Impfungen notwendig“, warnt der ehemalige Jung-Linzer seine Zeitgenossen. Ägypten sieht ihn erst, wenn ein Eisberg den Nil hinunter treibt und wirkliche klimatische Zufriedenheit kann erst eintreten, wenn dies im Brücken-freundlichen Format auch auf der Linzer Donau passiert …  Jahrelang durfte er die eigenen Kinder nach Spanien, Griechenland und Italien begleiten – auf der jeweiligen Insel logierte man abgestimmt auf ihn jeweils an der Nordküste. Im Kinderlosen „Später“ drängte er zur Südküste – allerdings geschah dies jetzt in nördlicher Breite von Suomi bis Island …  Mittlerweile ist nur noch „Kerosin-armer Urlaub“ angesagt – sprich No Flight – Nahe – Nördlich, oder besser noch gar nicht ! – Es sei denn, es liegt ein Grund für die „Dislokation“ der eigenen Person vor: Festspiele, Festivals, Kultur … Die reisefreudige Gattin sieht das eher nach dem Motto: Jetzt hams mir terminlich die Kur so blöd bewilligt, dass sich die 2 Wellness-Wochen mit dem Afrika-Urlaub spießen …

oben: Mit „Urlaubsreif“ (Fadinger Kabarett im Posthof) machte er sich Luft …

Sommerfrische

In den späten 50er- & folgenden 60er Jahren war es mit dem Urlaub nicht ganz so arg wie heute bestellt: Man flog nirgends hin und schon gar nicht 4 oder 5 Wochen, sondern im „schlimmsten Fall“ 21 Tage – aber nicht ans Meer – das war doch für Freddy Quinn reserviert. Die Sippe wurde vom Neffen an den Attersee fahren – und das 15 volle Jahre lang …  selbst im „68er August“, als da der halbe „Warschauer Pakt“  nach Prag rollte …

Damit war man kaserniert als Kind in Nußdorf am Attersee, musste Tagebuch schreiben, der Lehrerin eine Karte schicken, täglich vorbei am stinkenden  „Pool“ der Lederfabrik zum Touristenmenü pilgern und man riskierte trotz Nivea veritable Sonnenbrände.

Aber dann ein unverhofftes Wunder: Plötzlich ein kurzer Kaltwettereinbruch in der zweiten August-Hälfte als es am Badeplatz für wenige Minuten nicht zu hageln, sondern zu schneien begann. Wenig später sorgte die durchbrechende Sonne wieder für das übliche Badewetter. Wunder 2: Als eine Welle einen Fünfjährigen in Ufernähe aushob, dieser dabei unters Wasser geriet, aber am flachen steinigen Seeboden nach wenigen Schritten in Richtung Strand wieder den Kopf aus dem Wasser bekam und zu seiner Mutter lief. In der nächsten Saison konnte er bereits schwimmen … Ein alter, pensionierter Schwimmlehrer kümmerte sich um alle Kleinkinder des Badeplatzes. Der Rest war: Schnorcheln, Tauchen und Mittelohrentzündung – ideal in Kombination mit Regenwetter – das bedeutete dann: Bettaufenthalt mit jeder Menge Micky-Maus-Hefterln aus der Ortstrafik und fieberfreies Tischtennis in der „Frühstückspension“…  Im Fernsehen lief „Orion“ und man durfte sich schon jetzt auf das ausnahmsweise ganztägige Rieder Messeprogramm der letzten Ferienwoche freuen: Kinderprogramm pur …

Tiere.JPGimages (4).jpgcowboys.JPG> Die damalige Stoffwindelgeneration trank „Kaba“, Omas und Tanten TITZE-Kaffee <   Linz war einstens die Ersatzkaffeehauptstadt Österreichs. Adolf Julius Titze gründete schon 1868 in Rottenegg (St. Gotthart im Mühlkreis) die „Erste oberösterreichische Feigenkaffee-Fabrik“. Im Jahr 1894 begann der Sohn Julius Theodor Titze, mit dem Bau einer Fabrik in Linz, 1895 erhielt er den Gewerbeschein zur Erzeugung von Feigenkaffee.  Hauptaktionär war damals bereits Karl Franck. Der Pöstlingberg in Linz wurde zur Schutzmarke des ab 1928 verkauften Feigenkaffees. Für Kinder bedeuteten diese Kaffeepackungen die Überraschungseier der 60er und so war dieses Getränk der Erwachsenen ganz wesentlich auch für die Kleinen. In alter Tradition wird noch heute im Traxl zwar echter Kaffee aber ohne Koffein bestellt … Allerdings gäbs nichtmal in einem Anfall von „Nostalgie pur“ dort Titze- oder Lindefiguren – und schon gar nicht in schönen großen Kaffee-Packungen, wie damals bei der Tante, als bei fortschreitendem Verbrauch plötzlich Plastik-Tiere und -Indianer heraus aperten …  Man stelle sich das vor bei Nespresso: Da gäbs maximal die 7 Zwerge, Mikroben und andere Einzeller …

esw-kleinalmerode01_gross.jpgimages Murmeln.jpg5722941827_8bc2b75766_b.jpgWas war damals alles „IN“? PEZ –Spender, mit Murmeln & Zehnerl „anmäuerln“, Räuber und Gendarm, Fix & Foxi, Tempelhüpfen, Gummispringen an der Klopfstange bei den Mistkübeln … dort fand auch der erste Kontakt mit der „Bühne“ statt: Im ORF lief damals in SW das Drama „Antigone“ (Burg) – Ein Sender – Ein Programm – Alle SpielkameradInnen hatten es gesehen ! Einige waren fasziniert und so nahm nach faktisch null Proben das Stück kindliche Gestalt an: „Die Antigone der Mistkübel“ – eine Art Initialzündung am Sektor Theater (- Bildungsauftrag erfüllt !)

 Fortsetzung: Ghetto-Bluster im Wohnzimmerfenster mit Klassik-Beschallung für den Hof an den langen Tagen des Vaters …  speziell ab 13 – zu Sommer-Festspielzeiten … musikschrank 50gerjahre nuss.JPG… schon der Sechsjährige lag mit dem Kopf im „Musikschrank“ – über ihm rotierte mit Geschwindigkeit 33 1/3 das Plattenteller – auf ihm eine dafür scheinbar zu klein geratene schwarze Scheibe – ein Mittelding zwischen einer noch kleineren Single (45) und einer ganz großen „Normalen“ (78) und es entfaltete sich neben dem brummenden Motorgeräusch des Spielers ein (nein nicht: „When I am 64“) immer lauter werdender, wohltuender voller Streicherklang des Intermezzos aus Cavallaria Rusticana oder ein späteres Leibstück: Die Bildnisarie der Zauberflöte (schon als Kind zum Mitsingen)     

 

19711109qh.jpgfaller autobahn 1.jpgDSC00667.JPGFaller-AMS-4857-Cadillac-Cabrio-mit-Blockmotor.jpg2d95857dde12647e8d6f0f9a3813f96b--scale-models-nice-things.jpg$_72.JPG

In dieser Zeit wurde die Kleinbahn abgelöst – Absolutes Muss: Faller-Häuser mit dem davor charakteristischen Nadelbaum und vor allem die Faller Autorennbahn mit rotem Opel, weißen Chevy und blauem Jaguar Sport …  Wolfi löste dabei langsam Fredi ab, denn der hatte zusätzlich eine Große Schwester und Girls wurden zusehends wichtiger … Was mit Gender-neutralem, anbiederndem Papierseviettensammeln begonnen hatte, trat nun in eine neue Phase: Aus der Herde (Wilde Steinbockspiele auf den   Schotterbergen der Dauerbaustelle) wurden gezielt gemischte Kleinstgruppen mit Irmi G & T, Sissi und Lotte, deren Vater Eugen ein gefürchteter und bekannter Ringer war, der ganz schnell auch mal eine Watsche andachte, Renate, die andere voll Inbrunst auch gegen berstende Glastüren drücken konnte, die große Monika mit ihrem ganz großen Bruder, der mit dem Spindler-Buam und dessen Kollegen Leitl schon in die Oberstufe ging …   da klopften erstmals zart aus der Ferne nicht nur die Hormone der 70er an. Wenig später drehte man zaghaft an der Wählscheibe des neuen Apparats, hatte genug Zeit in der Warteschleife des Viertelanschlusses wieder aufzulegen, um lieber doch ganz geheim vom Telefonhäuschen am Eck anzurufen. Das galt natürlich auch für die neuen Unterstufen-Freunde Felix, Walter, Werner, Edgar …  und was man dabei ausmachte war fix und konnte bis mindestens übermorgen weder hinterfragt noch geändert werden. Daran sollten alle denken, die heute leichtfertig nach ihrem „Kommunikations-BMW“ greifen um ihre Termine zum x-ten Mal umzuändern …

 Eis 1965.JPG  Bazooka.JPGc3157f302e46ab0d09f360705bebc0f4--bazooka-gum-bubble-gum.jpg

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Neben dem Durchgang Ontlstraße gabs ein Lokal (später Videothek) mit Stollwerck, Bluna, Almdudler, Twinni (pfui Zitrone), Herzerl-Eis und Vanille-Schoko-Becher … Mit all diesen Köstlichkeiten buhlte man bei jeder Witterung um Beachtung – ganz COOL dabei:  Bazooka – geschmacklich ein Red Bull der eigenen Kindheit … Inhaltlich gings noch meist ums ORF-Programm mit Kulenkampff , Quiz 21, Vico Torriani,  „Was bin ich„, Western, Maigret, „Mit Charme, Schirm und Melone“ … aufmerksam beobachtet von der Hausmeisterin, der extrem ordinären, rauchenden Putzfrau im Erdgeschoss, den beiden netten, älteren Damen Kvikala und Winter, die alle Fensterplätze fußfrei hatten – ebenso wie der Omar Sharif-Verschnitt im Nachbarhaus, der dem Schulkollege Siegi G. täuschend ähnlich sah, der schon damals am Weg in Richtung Bühne war und hoffte, dass andere ihm folgen würden …

M. P.    – ein „Unterstufen-68er“

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

 

 

 

 

 

 

HELD AUS DEM TRAFO – Bayreuth 2018

Was bringt den Leipziger Maler Leo Rauch und dessen Frau Rosa Loy dazu ihren Bayreuther Lohengrin in Bühnenbild und Kostümen „Blau“ auszustatten? Nun, die Synästheten Thomas Mann und Wagners Lebensabschnittsapostel Friedrich Nietzsche hatten wie Rauch bei dieser Musik die Assoziation „Blau“ – untermauert durch Wagners Begleit-Schrift aus dem Jahre 1853 zum Vorspiel der Grals-Oper: „Und im hellsten Licht des blauen Himmels verschwinden nun die Engel, so, wie sie sich zu Beginn genaht hatten“

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Beim Bayreuther Lohengrin 2018 passiert allerdings gerade beim Vorspiel von dem sich diese Farb-Empfindungen herleiten optisch genau gar nix ! Das „Blaue vom Himmel“ zeigt sich erstmals in der folgenden Szene in der König Heinrich in der Aufmachung eines tapferen Schneiderleins auf versprengten Porzellanisolatoren vor einem verschmorten Teil (Gerichts-Linde?) im „Auenland“ an der Schelde (?) vor einem nicht (mehr) intakten Trafo bei Zähler-Stand Null zu Gericht sitzt – Perfekt in Spiel und Stimmführung der oft bewährte Georg Zeppenfeld . Das Bühnenbild (- ein Stimm-tragender Rundhorizont) nährt dabei gewisse Gedanken an flämische Malerei des 17. Jahrhunderts, allerdings mit einem inhaltlich kontrastierenden Interieur surrealer Wirkung, wie beispielsweise einem alten, aufgelassenen Umspannwerk. Romantik trifft auf Technik …  Metropolis-Ästhetik erscheint im Land „Blauen Blume“ …  Wer käme bei dieser obigen Beschreibung (ohne Einleitung) sofort auf die Idee, es könnte sich um Lohengrin handeln. „Elektra“ wäre namentlich wohl eher angesagt. Spätestens beim dreifachen Heroldsruf wäre man sicher beim richtigen Richard gelandet, wenngleich dieser diesmal eigentlich bereits deutlich vor den Festspielen laut erschallte:

 Wer hier im Gotteskampf zu „singen“ kam
für Elsa von „Bayreuth“, der trete vor,
der trete vor!

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JA an der Elbe – NEIN am Main

 Beim ersten Ruf von Maestro Thielemann beließen es Anna Netrebko und Piotr Beczala bei einer Elb-Erscheinung in Dresden. Man reüssierte zwar vor begeistertem Publikum in der Sächsischen Semper-Oper, aber Bayreuth 2018 wurde von den beiden Stars vorerst negiert, zumal man sich sprachlich nicht genug firm wähnte.

Beim 2. Ruf kniff 3 Wochen vor der Premiere Roberto Alagna – Ihm fehlte der III. Akt & auch ihm mangelt es an Deutsch-Kenntnissen. In früheren nicht so „trüben Tagen“ wäre in solchen Fällen ein ohnehin am Grünen Hügel die Walküre dirigierender Domingo spontan eingesprungen, aber heutzutage müsste man da schon einen ordentlichen Mangel an Telramund haben …

 „Siegreicher Mut“

 Der 3. Ruf spülte mit leichter Verzögerung nun doch Piotr Beczala am roten Main ans Land. So im Festspielbezirk angelangt, hatte er gerade mal drei Wochen Zeit sich in der heurigen Bayreuther Neuinszenierung mittels intensiver Proben einzugewöhnen – ein mutig, hehres Unterfangen. Als ihn einst der Schwan zur Karriere abholte war seine erste Station das Landestheater Linz. Hier sang er  u. a. den Werther, Belmonte (Die Entführung aus dem Serail) oder Lenski (Eugen Onegin) …

2019 soll Anna Netrebko mit ihm am Hügel mindestens 2x die Elsa geben …   Zum heurigen Auftakt war es die geniale Anja Harteros, die den „Retter von Bayreuth“ mit seinem italienischen Charisma in der Stimme erfolgreich herbei flehte.

Neo Rauch taucht Bühnenbild von Lohengrin in Blau  Bayreuther Festspiele.jpg

WAGNER AUS DER STECKDOSE

                      „Er ist der geheimnisvolle Fremde, der auch der Künstler sein könnte.                                                                      Ein Energielieferant, der am Ende scheitert“

Obiges Zitat stammt von Neo Rauch – Sein Lohengrin trägt eine Montur, die ein Elektriker in den 30er Jahren hätte tragen können. Nach Neuenfels´ „Rattengrin“ der letzten Bayreuther Schwanenritter-Inszenierung (auf Ratten) heuer also ein „Free Electric Man“im „Blaumann“ – Zum Jubiläum der Bayreuther Bühnenelektrik 1888 (?)

Er kam mit seinem „Ars Electronica-Schwan“, sah die leeren Akkus des flügellahmen Elfenvolks der Brabanter und siegte im Luftkampf als Ritter des Digitalen gegen den recht analogen Telramund, dem er dabei seinen Rechten Flügel kappte – eine insgesamt sehr kindliche Bühnenlösung (Märchen wäre hier eine billige „Ausrede“ / Anime eine glatte Übertreibung) – Die Regie schafft es auch immer wieder nicht nur technisch absolut illusionsbefreite Szenen-Übergänge zu kreieren … (Wechsel bei vollem Licht)

Christian Thielemann komplettiert mit seinem vorzüglichen Lohengrin-Dirigat den vollen Kanon der am „Grünen Hügel“ üblichen 10 Werke. Nach Felix Mottl (1856 bis 1911) ist er der Einzige, der das bis dato geschafft hat. Nur bei Chor/Solisten-Ensemble am Schluss des ersten Akts wirkte die „Apotheose“ musikalisch wenig homogen und drohte zu zerflattern …

Über dem Nachtstück des 2. Akts liegt die Nesselvorhang –Projektion Rauchs wie Elektro-Smog. Der Trafo wird in der Folge zum Techno-Tempel. Manchmal (speziell im 3. Akt) etwas schrill, die sonst perfekte, in ihrer Karriere leider letzte Ortrud Waltraud Meiers.

O r t r u d  f i r s t: „Entweihte Götter“

1993 war sie die Isolde in jener Heiner Müllers Tristan-Inszenierung, die jetzt im Herbst im Linzer Musiktheater zu erleben ist. Sie vermisst heftig die gute, alte Bayreuther Atmosphäre: Als man sich noch ohne Probleme ganz familiär zu einer Orchesterprobe im Festspielhaus jederzeit einfinden konnte – heute ist das Gebäude ein Hochsicherheitstrakt …  und Waltraud Meier eine Idealbesetzung wie eh und je …

Es folgte fast „Regie-befreit“ die „Münster-Szene“ – sprich: Trafo mit orangem „Vorzelt“ (Oranje ?)  30 Minuten lang werden zum hochzeitlichen Interruptus Blumen gestreut. Das entsprach  nicht unbedingt den Ansprüchen, die man an die Regie eines Achim Freyer Schülers Yuval Sharon stellen darf. Hatte er doch 2016 Erfolg an der Wiener Staatsoper mit Péter Eötvös’ „Tri Sestri“. Der Probelauf für Bayreuth war die Walküre in Karlsruhe.

„Tesla-grin“

Im III. Akt holte die Regie auch noch die „Me-too“-Debatte ins schon schwankende Schwanenboot: Die Liebesnacht mit dem hinreißend gesungenem Duett von Elsa und ihrem Ritter findet elektrisch aufgeladen („Sei meines Herzens Glühen nah“) im Trafo-Häuschen statt, mit einer „Kabel-Fesselung“ Elsas – spätestens hier brennen die inszenatorischen Sicherungen durch   (- garniert mit einem kurzen Stromausfall bei Vorstellung 2 der Serie) – Der nicht geerdete Telramund verbrutzelt ante portas …  „Motten-grin“ legt die Flügel ab, die man ihm zwecks Integration im Elfenreich verpasst hatte, deklariert sich souverän mit einer 1A-Gralserzählung inklusive verglimmender Chor-Deko (Glühwürmchenstandarten geht langsam der Saft aus). Die mittlerweile nicht mehr blaue, sondern orange Elsa bekommt für Bruder Gottfried einen farblich abgestimmten mit Horn, Ring und Schwert ausgestatteten „Schulranzen“ umgehängt, bevor dieser als Inkarnation des seligen Raumflugschwans in Gestalt eines putzig elektrifizierten Grünen Männchens (neue Farbe) die Bühnenmitte erleuchtet. Vom Outfit bestens qualifiziert als kleiner grüner Kaktus von Brabant wird er von der großen Schwester Hand in Hand in den Kindergarten der Umsetzungen gebracht – auch die Kugeln aus der „Mottenkiste“ dürften nun Wirkung zeigen: Alle strecken endgültig die Flügel …  und wenn sie nicht gestorben sind, dann singen sie in diesem Ambiente auch nächstes Jahr wieder so herrlich – und allein dafür zahlt es sich schon aus !

Edle „Leihgaben“ unseres Musiktheaters

Neben „Lohengrin für die Kleinen“ gabs auch noch R. Strauss für Erwachsene mit 2 aus dem derzeitigen Linzer Musiktheater-Ensemble: Matthäus Schmidlechner und Mathias Frey agierten ganz hervorragend im Judenquintett der sensationellen „Salome“ an der Salzach – unter der formidablen Stabführung von Franz Welser-Möst („Global-Linzer“) Herzlichen Glückwunsch

 Zwei „Linzer“ in Bayreuth:

Neben dem „Linzer“ Piotr Beczala war Stephen Gould, der mit seinem fabelhaften
Tannhäuser an der OÖ. Donau seine Wagner-Karriere begann, am Grünen Hügel vertreten. Auch heuer reüssierte er wieder als Bayreuther Tristan und als gefeierter Siegmund in der „Domingo-Walküre“. Apropos Dirigat – Es ist kein Greis im grauen Gewand, wenn gleich es manchmal etwas müde, extrem langsam und leise daher kommt … Gefühl für Sänger ist angesagt. Schluss des 1. und Beginn des 2. Aufzugs verliefen nicht ganz friktionsfrei, was auch das Publikum mit einem doch leichten Schlussmurren kund tat. Hauptproblem war aber sicher das Ankämpfen gegen Castorfs Bilder und sinnentleerte Bühnenaktionen: Russische SW-Propagandafilme an jeder nur unpassenden Stelle („Wotans Abschied“ mit Zündschnur & deplaziert frühem „Feuerzauber“ ), marode Erdölpumpen, die sich asynchron ins Geschehen reklamieren – Regie, die weder der Musik, noch der Wagnerschen Dramaturgie vertraut  – eine „Dekonstruktion“ ohne die Konstruktion je verinnerlicht zu haben … Es sei hier ein Zitat der Regie bemüht: Da kriege ich das Kotzen !

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Dagegen und mit 34 Grad Außentemperatur im Backofen Festspielhaus hatte der Maestro zu kämpfen – als passenden „Höhepunkt“ gabs von der Regie noch eine brennende Riesentonne als wärmenden Flammenring – „Hundstage in Bayreuth“ – Nur eines will ich noch: Das Ende !

launchy-view-1374505742878_1374512948029810.jpg– Und Wotan wurde erhört: Man stieg heuer nur noch in den rudimentären „Baku-Rest-RING“ von Frank Castorf (Rohöl-gold, Crocodile Siegie und Odessa-dämmerung waren bereits eingemottet) – der zeitlose, Ideologie-offene Revoluzzer Wagner wird es zu danken wissen …

Manfred Pilsz

Wetterzauber.JPGGanz wesentlich am Hügel indoor : Donners „Wetterzauber-Fächer“ 

Klimaerwärmung oder doch ein Irrtum:

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PS.: Die 1. Festspiele ohne den viel zu früh verstorbenen Karikaturisten Klaus Häring

25-04-2018 10;26;20.jpgDSC03937walhalla heute.jpg… grüß auch die holden Wunschschesmädchen …

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