Kulturherbst 020 – mit Bruckner usw. … Bravissimo Salzburg & Linz !

Dieser BLOGBeitrag hätte sich Lektüre & Betrachtung auf einem großen Screen verdient

4. September 2020 *

> Bruckner-Klänge zu Mittag am Taubenmarkt <

Late-Summer has brocken“ – YESSSSSSSS – Es lebe der coole Kulturherbst !!!dscn8407„Wächter der Zeit“

2 0 2 4   –  Brucknerjubiläum ante portas  …  aber derzeit im Schatten von Corona.  Während das ABIL bereits kapitulierte, hält das Brucknerhaus die Stellung und versucht den Bruckner/Brahms Schwerpunkt 020 über die volle Distanz zu bringen. Gleich zum Auftakt gibts bei der heurigen Eröffnung „Liszt vom Allerfeinsten“                (-wenngleich „belastet  … (? – mit all den Hintergrund-Infos:  Keine Bedenken !!!)           – die „Wächter der Zeit“ nicken bedächtig (mehr dazu noch später)  

Komponisten, die nach ihrem Tod für Propagandazwecke (aus welchen Gründen und von welchen Regimen & Ideologien auch immer) vereinnahmt wurden, können nicht dafür zur Rechenschaft gezogen werden  …  und deren Werke schon gar nicht !!!

„Kontroverse“ (Motto des Brucknerfests 020)

Die „Neue deutsche Welle“ des 19. Jahrhunderts  –  sprich: Die Vertreter der „Musik der Zukunft“ (- wie Liszt, Wagner & auch Anton Bruckner)  vs.  „Traditionalisten“             (-unter ihnen federführend der nicht minder geniale Johannes Brahms mit seinem breit aufgestellten Werk) – Es hätten sich viele Beispiele zur Eröffnung 020 angeboten    – es ist nicht die „Tragische“, sondern die „Akademische“ (Fest-)Ouvertüre geworden  –  in jedem Fall eine weitere gute Wahl fürs Opening 2020:

ORF BF… hervorragend umgesetzt vom OÖ. Landesjugendorchester  (verstärkt durch Ex-Fadingerin Leo)  –  OÖN-Beitrag

Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit

 „Warum wird auf dem Rücken der Kultur eine politische Korrektheit ausgetragen, die in der Politik ihren Platz hätte?“ Während im Politischen die Grenzen des Sagbaren ausgeweitet würden, würden sie in der Kunst immer mehr beschränkt.

        Lisa Eckhart  (- anlässlich ihrer Ausladung in Hamburg)

Das sagen auch die „Wächter der Zeit“, die sich wundern wie sehr die inkorrekte Politik & Gesellschaft (Besserwisser u. a. in allen extremen, ideologischen Ausrichtungen  …  bis hin zu egomanischen Fake-Kalibern Trump’scher Ausprägung  …) im Namen von „Political Correctness“ Kunst und Kultur in ihrer Freiheit beschneiden. Dabei werden Werke entstellt, „Denkmäler“ demontiert oder demoliert. Dass man Werke und ihre Schöpfer immer aus der Entstehungszeit & ihrem Umfeld heraus verstehen und nicht ver-, sondern beurteilen muss, wird mangels Kenntnis dessen immer weniger bedacht oder absichtlich beiseite gerückt.

millinger mozart 2aDer permanent “MeToo”-gefährdete Mozart liefert allein mit seiner  Zauberflöte so viele Angriffsflächen (Rassismus / Frauenfeindlichkeit  …), dass selbst begeisterte Notare seiner Werke alle Paragraphen zum Schutz derselben dabei ziehen müssten. Apropos: Wagners RING wurde im Lichte des deutschen Strafrechts beleuchtet (- mit Augenzwinkern / Unterschied: Bei den nicht ganz so Klassik-affinen  „Besserwissern“ fehlts mit Sicherheit an Humor (- der in seiner intelligenten Ausgabe jede Menge Hintergrundkenntnis voraussetzt  –  siehe wiederum Lisa Eckhart)  „Hochkulturkritik“ ohne blassen Dunst geht gar nicht (- geschmäcklerische Urteile ausgenommen, aber die sind ohnehin nur subjektiv relevant) Vorverurteilungen, falsche Auslegungen durch Rezipienten, den Zeiten geschuldete Usancen und Konservativismus hat es immer gegeben  (- Die Inzest- Problematik in Wagners Walküre beschäftigte & befruchtete selbst andere Künstler :  Wälsungenblut (Th. Mann)  … )  Dass aber eine Salome oder Elektra ab & an auch heute wieder Startprobleme haben könnten, liegt doch u. a. am Verlust des Bezugs zu Werken der Antike: „Moderne“ Lehrpläne sparen fast den gesamten Werke-Kanon der Literatur, der Kunst, des Musiktheaters, sowie die wichtige, weil erhellende, parallele Auseinandersetzung mit ihren (re- und) produzierenden Künstlerpersönlichkeiten zugunsten heute so „wesentlicher“ ,utilitaristischer, anderer „Lebensnotwendigkeiten“ (?) gänzlich ein.

PlakatWenn selbst Festspiel-Hochburgen wie Bayreuth schwächeln …

Es bräuchte unbeirrbare, starke Persönlichkeiten, die unbeeindruckt von diversen Querschüssen selbsternannter Richter und Zensoren Beschneidungen & Vernichtung alter Werke verhindern und trittsicher trotz Gegenwinds mutig voran gehen, ja selbst diktatorischen Populisten und Pandemien die Stirn bieten.

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Der „Groß-Stern des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich“ seine Kunst & Kultur gebührt der so überaus mutigen Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und ihrem kongenialen Team !

Sie hat mit der makellosen Abwicklung der künstlerisch hochwertigen Salzburger Festspiele im Jubiläumsjahr des Corona-Sommers 2020 ein weithin sichtbares Fanal gesetzt, an dem sich der gesamte Kulturherbst hochranken kann – BRAVISSSIMO !!! 

100 J SarastroÜber den Makart-Steg und die spätsommerlich schattigen Gassen geht’s ab in den Festspielbezirk, wo gerade der heurig letzte Jedermann am Domplatz tobt, eingehüllt in tenorale Lieder, Arien, herrliche Zugaben, gelabt im Gastgarten des „Sarastro“  … Salzb 1a

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> Die sogenannten Gefährder sitzen sicher nicht in den Theatern <

Kein einziger Corona-Fall während des Salzburger Festspielmonats !!!  – sprich:    Sollte die „Ampel“ nicht auf dunkelrot springen, müssen Kultureinrichtungen (mit ihren disziplinierten Künstlern und einem ebensolchen Auditorium) ab jetzt unbedingt geöffnet bleiben !!!!!

In Linz setzte man für September/Oktober 020 unverzagt ARS, Klangwolke und das Brucknerfest, sowie Musiktheaterpremieren auf den herbstlich opulenten Speiseplan des coronesk ausgehungerten Publikums.  – Streaming allein macht auf  Dauer dabei niemand glücklich  …

https://www.arte.tv/de/videos/097901-000-A/christian-thielemann-und-die-wiener-philharmoniker-spielen-wagner-und-bruckner/

Intendant Schneider spricht dazu Klartext (im Forum 5):theater-broschuere

Bei der Klangwolke wirds allerdings nicht ohne Internetz gehen:

Ein Feuerwerk aus Klängen im Linz-Netz ersetzt heuer die sonst übliche,  geräuschvolle, optische Schluss-Apotheose bei der „visualisierten Wolke“ 

plakat

Sounding Linz (Klangwolke / Peter Androsch & Co)

  • dazu entstand folgender Text:

Jetzige & verlorene Linzer Klänge (M. Pilsz / 1954 bis heute):

Der Klang beim Gehen über die Holzbohlen der Eisenbahnbrücke, scharfes Quietschen von alten Garnituren der Straßenbahn an der Biegung in Urfahr, die pfeifende Diesellok am Bahnhof nebenan, am Pichlingersee schneiden 2 entgegenkommende Züge mit einem Knall die Luft auseinander – „Überschallmomente“ im Badebetrieb, das Fahren der knarrenden Holzgarnituren der Bergbahn über die Zwischenräume der Schienen, ein morgendlich sattes Gurren der Tauben jenseits des Taubenmarkts – Wiederentdeckung während der Corona-Klausur, kalter Wind & knirschende Rodeln am winterlichen Gründberg beim Haselgraben, die Gesänge der Fronleichnamsprozession in Urfahr – direkt vorm heutigen Androsch-Atelier, vormittäglich Marktmusik und –durchsagen am Urfahraner Friedhofareal Anfang Mai, der Pistolenschuss am Beginn des 3-Brückenlaufs (inklusive aufmunternder Rufe nebst bellender Lautsprecher), Grottenbahnstimmung – das Rumpeln und Pfauchen des Drachenzugs –samt halliger Märchenmusik, die Wasservögel beim JKU-Teich, vom Wind verwehte Musikproben durch offene Fenster der Bruckner-UNI (früher KONSI) oder der Musikschule und im Hinterhof des Theaters, 3 Schüler spielen stumm, aber heftig atmend Fußball hinterm Petrinum – die harte Ballberührung verliert sich auf dem riesigen Feld, eine angenehm gedämpfte Gesprächs- und Frühstücks-Geschirr-Atmo im „Traxl“-Cafe  …

SOUNDING LINZ

Sara und MP 1Cafe-Atmo-Aufnahmen samt Gespräch mit Sara T. (Kunst-UNI-Projekt)

Glockenspiel am Hauptplatz im Wettkampf mit den Innenstadtkirchtürmen, Proben zur Klangwolke über riesige Lautsprecherboxen dies- und jenseits der Donau – dabei reißt der Ton unvermittelt ab – setzt aber sofort wieder fff ein, die Schrankenanlage beim Bahnhof Urfahr setzt sich in Bewegung, die Stromabnehmer der alten Bergbahn wechseln die Fahrtrichtung und die der Obusgarnitur schleifen beim Fahren nach der Neuen Heimat beim „Haashaus“ vor St. Martin an der Oberleitung, der Wind bringt das Blätterdach des einsamen Baums neben dem 9er-Turm in Gaumberg zum Rauschen, Eisstockschießen beim Lehnerwirt in Urfahr und auf eher gar zu dünner Eisdecke am Pleschingersee, Ruder- und Motorbootgeräusche im Winterhafen – dazu: Phil Glass beim Gehen im Kopfhörer mit kurzer Rast beim rostigen Anker mit der Aufschrift Fafner (altes Baggerschiff DDSG), ferne Arbeits- und Teichgeräusche bei der alten Freitreppe im Landwirtschaftskammerpark am Bauernberg, gedämpftes Brodeln im Nebel der spätherbstlich morgendlichen Stadt – bedingt durch Watte einer ersten Schneedecke, Eichkätzchen flüchten vor schlurfenden Schritten im herbstlichen Laub am Weg neben dem Bach im Urnenhain – im Kopf: Richard Strauss „Allerseelen, der Enkel summt während er mit dem Opa Eis schlürfend an der Mauer des botanischen Gartens entlang schlendernd – läuft & springt, eine Sense wird durch ein Rapsfeld nahe der Zaubertalstraße getragen – die Kamera geht mit – im Kopfhörer: Gustav Mahlers Gesellenlied Nr. 2, in den noch jungen 80er-Jahren dringen aus dem Alten Dom die Klänge einer Oster-Andacht der Fadingerschule: „Der Evangelimann“ von W. Kienzl – die Szene mit Kinderchor, Orgel und dem Blog-Autor löst sich in der Weite des sakralen Raums auf  … 

     (Der Evangelimann  – Blog-Autor & Fadinger Kinderchor / Peter Furtner Orgel)) 

wo-steckt-bloss-bruckner…  wahrscheinlich auf seiner „Geburtstagsparty“ *  …

Eine spätmittelalterliche Stadt erwacht – Türmer blasen – das Stadttor öffnet sich – berittene Jäger tauchen ein in umliegende Wälder – Bruckners „Romantische“ nimmt ihren Lauf  …  (Bruckners“Zizipe“ seiner Waldmeise inklusive)  …

Anton Maske kl

X u n d  bleiben !!!

Manfred Pilsz („Urzeit-Klangwölkner“)

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Bogddan Roščić  <<< zum Herbst-Start seiner Staatsoper >>> Ö 1

Klangwolke ARS und Eröffnung danach (OÖN)

und Volksblatt

… von 20 bis 21 Uhr schallten abseits des lauten Landstraßengetriebes Bruckner-Klänge (Anfang IV.) von den Türmen der Stadt

RADIO <<< Gedanken zu Klangwolke & Kulturherbst 020

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F I D E L I O

Wahrheit wagt‘ ich kühn zu sagen,
und die Ketten sind mein Lohn.

– Nicht an dieser Aussage Florestans dockt das Regiekonzept Schneiders an, sondern bei dessen Engel Leonore:
Ich seh‘, wie ein Engel im rosigen Duft
sich tröstend zur Seite mir stellet,
ein Engel, Leonoren  …

Die Frau als zentrales Thema des Stücks, das bei der Uraufführung unter dem Titel Fidelio oder die eheliche Liebe (Schluss) firmierte. Schon beim „Fidelio-Projekt“ der ARS-Nacht 020 war die Rolle der Frau im Fokus des Geschehens: Tolle musikalische Sequenzen aus dieser Revolutions/Rettungsoper dienten dabei im „Stop & Go“-Modus als verbindendes Gerüst der Aktion  …

Bei Schneiders Bühnenkonzept sickert die Frauengestalt einer modernen, thematisch verwandten Kammeroper bereits im 1. Teil (vor der Pause) in die Fidelio-Interpretation ein – dann folgt die Einsprengung – und bleibt auch im Beethoven-Schlussteil präsent …

(Die gesprochenen Sonnleitner/Treitschke-Dialoge sind gestrichen)  

Der MERKER zum Linzer FIDELIO und zur P I A F

„Constanze“ in Lenzing

Ein Monat vorm Festival …

Mit dem Film „Post für Constanze“ beim „Festival of Nations“ 2020

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Auszug aus dem Filmprogramm des internationalen Festivals:

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Post für Constanze – ein Absolventenprojekt (mit Beteiligung von SchülerInnen) des MRG Linz Fadingerstraße

Einer unter 100 Top-Filmen:

Es kommt einer Sensation gleich, dass man es heuer geschafft hat in das Programm des „Festivals der Nationen“ aufgenommen zu werden – neben Autoren wie Kameramann Horst Hubbauer oder gar Virgil Widrich, der in Hollywood 2002 für den Kurzfilm-Oscar mit „Copyshop“ nominiert war und dem Berlinale-Siegerfilm „Umbra“

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Fridays for Culture – 25. September 020 in Lenzing:

Alles Lei(n)wand:

Auf dem „Heißen Stuhl“ erfolgreich im „Verhör“ durch die Jury

Foto Sophie

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Das  internationale Festival der Nationen (Geschichte des Festivals)

   Gedenken an den im Mai verstorbenen Festivalleiter Erich RiessERICH

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Film bei der UNICA 2020

WELT-FILM-FEST   U N I C A   Ende August 2020

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Mehrmals bereits war das Fadinger MRG für die UNICA nominiert (Senta D / Argentinien, Agnus Benedictus / Niederlande usw.  …  2000 erhielt man bei der Jahreshauptversammlung der VÖFA eine Ehren-UNICA  …  heuer ist überraschend  das immer wieder erfolgreiche Fadinger Absolventenprojekt „Zueignung“ (- eine Richard Strauss – Kunstliedvisualisierung)  im UNICA-Programm: https://leologeslogbuch.blog/2018/09/08/zueignung-habe-dank/

Traxl bild

unica lo

Im internationalen BEST OF PROGRAMM hier die österreichischen Filme:

https://unica-web.one/common-pages/FESTIVAL-KINO/kino-2020.html

Manfred Pilsz

Feedback durch den UNICA-Präsidenten Dave Watterson:

Als wir die UNICA 2020-Filme zum ersten Mal sahen, bemerkte ich zu Jan, dass die Österreicher die Anforderungen perfekt verstanden hatten.
Die meisten eurer Filme brauchten keine Sprache, obwohl es bei Manfred Pilsz‘ Film geholfen hat, Strauss zu kennen.
„Die Vergangenheit in mir“ war berührend und aus atemberaubenden Bildern zusammengesetzt.
„Neulich am See …“ war einer der klugen Scherze von Dieter Leitner.
„Zeitreise“ war eine sehr clevere Idee, die wunderbar umgesetzt wurde.

Eure Wahl hat meiner bescheidenen Meinung nach das beste Programm
ergeben. Es hatte für jeden etwas zu bieten.

Ein Sommer wie damals … ?!

4. August – 48 Stunden davor …

Der 6. 8. ist wahrlich nicht ausschließlich ein Datum des Schreckens (Japan 1945 / oder T. W. Adornos letzter Tag  –  Er wurde keine 66  …)

020  erklingt der 1954er-Song  …

Grottenbahn.JPG & vor genau 114 Jahren am 6. August drehte der Grottenbahndrache die 1. Turmrunde24-10-2014 12;22;24.jpg– Vier Jahrzehnte soll obige „unterirdische“ Pöstlingbergaufnahme alt sein  –  damals dürften scheints auch einige Zeitgenossen des abgebildeten Blog-Protagonisten * einen milden Sommer „bemäntelt“ haben  …  (- bei den Zwergen ist es nie so arg warm)

2020 als der Sommer wieder auffrischte: Sommerfrische, wie in Kindertagen, als mit ganzen 25 Grad die einmalige Rekordmarke Ende Juli oder Anfang August erreicht war und noch keine Festspielbesuche in Bayreuth anstanden, da man in den 60ern dafür ja doch wohl noch zu jung war  …

ICE DRAGON final.JPGSensationell  C O O L  für Tropentage  –  12 Min Laufzeit pro Halbtag reichen aus !

Nach dem müden Winter 19/20 hatte man sein Anrecht auf einen milden Sommer angemeldet, aber sicher ist sicher, also wurde nach einem bedrohlich heißen April während der Corona-Isolation ein gewaltiger „Ice-Dragon“ in häuslichen Gefilden installiert, um gewappnet zu sein  …   Statt dessen riss der kühlere Unterton des (schon in den letzten Jahren immer wieder erfreulichen) Monats Mai auch im Juni und Juli nicht wirklich ab und an manchen Regentagen stimmte man freudig, ja fast peinlich berührt in den Jubel 020 mit ein: Es lebe das Grundwasser – Es lebe möglichst hoch“!

DSCN8577.JPGWozu in die Ferne schweifen  –  in einer frisch begrünten Stadt wie Linz !
LINDEN ALS FEIGENBLATT ?
Es grünt so grün, wenn Linzer Linden blühen“  –  Grüne Minioasen inmitten einer großen Betonwüste, aber besser ein Anfang mit Stecken, als ein Ende mit „eh schau wissen“  …  Zwergbäumchen (Steckerl) in Trögen – ganz nach dem Motto: „Bloß kein Loch in der Zupflasterung riskieren“ (- nachhaltig ist GRÜN ohnehin nicht: Siehe Herbst) – von 30 bis zu zehn Meter hohen Bäumen war in den Medien die Rede & so Vorfreude geschürt worden  …  Dass selbst die Straßenbahn und die frisch renovierte Pestsäule (Corona-Alt) mehr Schatten spenden, als die nun  eingetroffenen, ab- & angezählten, kleinen Topfpflanzen der angelieferten Alibi-Bewaldung ist wenig aufbauend, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag beschattet  …  (oder so …)  –  Ein über-, statt „Unter den Linden“ ist es zu Linz (derzeit) nur geworden !
Apropos Bonsai: Das gestattet in keinster Weise einer Hochkultur-fernen politischen Gruppierung sich darüber lustig zu machen, nachdem sie selbst erst kürzlich wieder einmal durch eine unqualifiziert peinliche Äußerung in Sachen Kunst entbehrlich auffällig wurde. Jene Leute, die einst auch unverzeihlich das Projekt Theater im Berg torpedierten und keine Gelegenheit auslassen das Linzer Musiktheater anzupatzen, ja in Frage zu stellen, präsentierten durch ihren Wortführer das unsinnige Ansinnen das Museum Lentos in ein (oder das) Linzer Casino umwandeln zu wollen, da dieses derzeit ja ohnehin nur „Randgruppenbedienen würde  …  Die durch Corona ausgehungerten, großen „Randgruppen“ (?) der Rezipienten aller möglichen Kunstrichtungen & Kultur-Institutionen freut sich auf einen ungetrübten Linzer Kulturherbst und jetzt erst mal auf labenden Output des einzigen „Gallische Dorfs“ in der fragilen Welt der Festspiele: „Möge die Übung gelingen“ ! (- Nach der 1. Premierenrunde sieht es ganz danach aus) >Endlos schallendes BRAVISSIMO für Salzburg & die mutige Präsidentin samt Team<
Reisewarnung betreffend das Kultur-Erzbistum an der Salzach  – sicher nicht ! 

reisewarnung.JPG

 Habjans Berti Blockwardt zu „Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein

mundschutzNasenmundmaskenpflicht für ALLE !!!

 

In Bayreuth gab’s bereits 1976 die  1 0 0 er Feier    & heuer einen Totalausfall !  „Wann geht der nächste Schwan?“

Erstmals seit 1973 wird der „Grüne Hügel“ (- Wagners Vatikan) vom Blog-Autor 020 sommerlich nicht besucht. Diesmal geht es zum Jubiläum >100 Jahre Salzburg< an die Salzach – Unweit des Mondsees war die W. A. Mozart/Richard Strauss-Stadt nicht nur Jedermanns/fraus kulturelles Ziel, sondern ab den 70ern auch im engeren, eigenen Interesse: Domplatzerinnerungen mit Senta Berger & Curd Jürgens kommen da hoch – als man von Fenstern der Residenz aus (wie in Logen) das Spiel vom Leben & Sterben des reichen Mannes zum Nulltarif genüsslich verfolgen durfte  …

13-05-2020 18;29;03kl.jpgJedermann – Ansichtskarte (Mitte der 70er)

Zwischendurch besuchte man den Zwergerlgarten, fuhr zu den Wasserspielen oder man gab sich kontemplativ frühherbstlich an nahen, kühlen Friedhofsmauern St. Peters und in der nicht ganz so ruhigen Linzergasse Trakl´schen Gedanken hin  …

Von den Bayreuther Klößen zu den Salzburger Nockerln

Die Karajan´sche Regentschaft an der Salzach brachte u. a. auch wieder die Ursprünge des Festspielgedankens in den Fokus: Es waren nicht große Metropolen, in denen man sich im Sommer musikalisch „erfrischte“  –  Schon zu Kaisers Zeiten emigrierte die Wiener Gesellschaft zur Urlaubszeit nach Ischl, Wagner erachtete das kleine Bayreuth, als idealen Ort, an dem sich die Pilger gänzlich & ausschließlich nur mit seinem Werk zu beschäftigen hatten (- am Vormittag bei Einführungen & ab 16 Uhr am „Hügel“)  –  „So geht Festspiele“ – das war auch dem Triumvirat Max Reinhardt, Richard Strauss und Hugo v. Hofmannsthal klar, als man sich für die „Provinzstadt“ Salzburg entschied. Unter Karajan wurde neben den Fixsternen W. A. Mozart & R. Strauss noch deutlicher der Bayreuther Meister zum unverzichtbaren Schwerpunkt in hiesigen Spielplänen: 

Neben den Karajan’schen Osterfestspielen, unvergesslichen Wagner-Besetzungen und -Inszenierungen mit technisch aufwändigen Einspielungen / Filmen (Sony usw.), blieben auch prächtige, intelligente Interpretationen der Jahre danach in Erinnerung:

Zuletzt prophetische Bilder in der genialen Salzburger Salome Inszenierung

Kafkaeske dunkle Figuren mit Hüten und ihren maskenhaft rot geschminkten halben Gesichtern  –  Optisch starke Bilder – damals noch als surreal bezeichnet  –  jetzt 2020 in Form des Mund/Nasenschutzes leider alltägliche reale „Normalität“  …

Ein «Covid fan tutte» wird es laut Intendanz nicht geben ! 

Ein Jubiläumsprojekt: Kunst am Makartsteg in Salzburg (beteiligt Ex-Fadingerin Anna)
IN HEFTIGER VORFREUDE:
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Was sagen „stichprobenartige“ Testungen in Coronazeiten über die, spätestens ab August bis in den Herbst exponentiell steigenden Wespenplage aus?
Wespe mit Mundschutz.JPG
Manfred Pilsz  –  wünscht (sich) einen weiterhin erträglichen Restsommer 020  …
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Pez Donner
Coronesk origineller Bonus-Track: „Götterhämmerung“ for Guitar:

25. Juli 020 – ohne GRÜNEN HÜGEL

25. Juli Vormittag

Nicht nur ein alte Meister – wie Hans Sachs & Co, sondern auch ein Großteil des edlen Kreises des geschätzten Festspiel-Auditoriums gehört 2020 zur sogenannten Risikogruppe  …

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Der  R W V I  kann immer wieder mit originellen G’schichten (wie oben) aufwarten  …

Auch der  „H ü g e l“  meldete sich nun zu Wort:Hügel.JPG

Die Bayreuther Festspiele 2020 sind seit Monaten abgesagt. Aber so komplett ohne eine Veranstaltung hält es vor Ort am traditionellen Eröffnungstermin des 25. Juli keiner aus. Darum wird ein Zeichen gesetzt: Durch ein Eröffnungskonzert (- Selbiges ist leider auch das Abschlusskonzert) mit Christan Thielemann und Mitgliedern des Festspielorchesters – Schauplatz ist dabei um 16.00 die Villa Wahnfried, das einstige Wohnhaus Richard Wagners. 400 Personen dürfen sich vor dem Areal „versammeln“ – Alle anderen vor ihren PCs:

https://www.br-klassik.de/programm/radio/ausstrahlung-2207268.html

DSCN6666.JPGIm Vorjahr (Tannhäuser) war noch das dichtgedrängte „Grabsingen“ am Vormittag des Eröffnungstags hinter Wahnfried möglich – heuer genau 365 Tage danach wäre ein solches Bild undenkbar  …

Leider, leider hat auch die Studiobühne Bayreuth „W. O.“ (Wagner Over) gegeben:

Studiobühne 2020

BR Klassik   mehr Wagner 020 aber hier auf Bayern-Klassik:

https://www.br-klassik.de/themen/bayreuther-festspiele/bayreuther-festspiele-themenseite-100.html

Bt Karte– ahnte der leider schon verstorbene, geniale Karikaturist & Freund Klaus Häring  …

https://www.festspiele-online.de/  Bayreuther Festspiele im Netz:BT TV.JPGalbtraumsommer…  ob das wohl ohne Quarantäne machbar sein wird, oder befindet er sich (wie das Bild zeigt) ohnehin bereits in einer Art Isolation?

Manfred Pilsz  (- seit 1973 erstmals nicht VOR ORT, sondern fern des Grünen Hügels)

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PS.: 25. 7. – noch 100 Tage bis zur US-Wahl  –  Nie & nimmer würde Wagner heute (wie einst) in Erwägung ziehen mit Parsifal nach Amerika zu emigrieren  …

REP Logo.JPG  … nicht von ungefähr hat die Trump-Partei diesen Elefanten als Logo, denn er sitzt im US-Politik-Porzellanladen in Washington D. C. & „Trumpetet“ deftige Tweets.

PS.: Sollte bei uns der Baby-Elefant als „Tier des Abstands“ wirklich ausgedient haben: Wie wärs mit dem Stangen-Maß eines nicht untypischen österreichischen 16-Enders?

20 Jahre MLA

…  zum Schulschluss  …

Dieser BLOG–Beitrag hätte sich Lektüre & Betrachtung auf einem großen Screen verdient

2 0 2 0  zum  2 0.  MAL  M L A

20 Jahre > Media Literacy Award < aus dem Blickwinkel des Fadinger MRGs Linz Blogbeitrag – gestaltet u. a. mit dem umfangreichen Projektmaterial (1999 – 2019) des FRECHen Schülerradios:

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Erfreulich, dass es so feine Jubiläen wie den 20er des MLAs gibt, sonst müsste man das diesige Jahr 2020 wegen Wertlosigkeit beim Ausgabeschalter gleich wieder postwendend retournieren  …

                                                     Eine kurze  C hr o n o l o g i e  des  M L A                                                     (aus Material von Jahresberichten, AbsolventInnen, der MLA-hp usw.  … )

M R G   und   RADIO FRECH

Als im Herbst 1998 das MedienRealGymnasium in der Linzer Fadingerstraße als eigener Schulzweig aus dem traditionellen RG hervorging, blickte man in diesem Haus schon auf jahrelange Radio- und Filmarbeit zurück – geboren aus der Idee medialer Aufzeichnung und Verbreitung von Produktionen der BühnenSpielGruppe und der Umsetzung von Musik in Bildern: „Töne sehen / Bilder hören“ (Musikfilme – Musik & Medien) – Zusammenarbeit mit anderen Schulen und Kulturinstitutionen war dabei angesagt: Wenige Jahre davor war es mangels geeigneter Plattformen zur Gründung des SchülerFilmProgrammkinos gekommen (- im Fadinger Festsaal liefen pro Semester 1x Filme aus österreischischen Schule / während eines Comenius-Projekts auch Werke aus anderen europäischen Klassenzimmern … ) Bereits 1984 war man mit Video bei den Österreichischen Filmtagen Wels vorstellig geworden – so liefen dort schon Filme der Fadinger, als wenig später im Traunparkkino im Rahmen des Filmfests in Wels ein Schülerfilmblock installiert wurde und es dort 1990 so zum ersten Österreichischen Schülerfilmfestival kam. Die Linzer Fadinger durften auch 92 beim 2. Festival diesmal in Linz im Phönix als Technik und mit Filmen dabei sein. 1996 war man dann in Wiener Neustadt beim SchülerInnen/Medien/Festival  geladen  … Gerhard Ordnung (<<< hier Infos zu & von ihm) taucht dabei in dieser Vorlaufphase des MLAs immer wieder namentlich auf und war neben Erich Riess (VÖFA, Linzer Filmklub AFL, Festival der Nationen und OÖ im Film) ein ebenso wesentlicher Wegbegleiter dorthin, wie YOUKI-Vater Hans Schoiswohl in der Folge ab den späten 90ern  …   In jener Zeit geschah es, dass erste, medial auffällige Schulen, wie die WMS Loquaiplatz von lernbegierigen, wahlverwandten Partnerinstituten visitiert wurden. Alternative Medien, wie Radio FRO erhielten damals die Lizenz zu senden und stellten interessierten Schulen Sendeplätze in Aussicht  …  Am Filmsektor war ´97 in OÖ die Oberbank Mediarte      die Initialzündung, die speziell auch medial den Diskurs beflügelte:

IMG_9306.jpgAlles in & mit Ordnung  –  20 Jahre später  …

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1999 war mit Ausbruch der Young Kinova (kurz: YOUKI) ein geeigneter Ankerplatz für ein medienpädagogisches „Best Practice – Projekt“ in Aussicht. Und als man sich 2000 im Rahmen der YOIKI entschloss als Fixum ein MediaMeeting zu installieren war der Deal perfekt  …  Der Media Literacy Award konnte in aller Ruhe ausgebrütet werden  …  Flankierend waren dabei Preise neben den Youkis im Angebot  …   In OÖ wurde beim LSR ein eigener Medienarbeitskreis (mit Fadinger Beteiligung) eingerichtet (Fachinspektor HR Markus Riebe) …

FRECHe Festival-Sendung (Schülerradio auf FRO & ORF)

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M L A  –  GEBURTSJAHR

2001:  Hochoffizieller Start des 1. MLA bei der YOUKI in Wels mit der Thematik; Transmission / Sprachen  (-  die Fadinger durften sich über den Transmission-Youki freuen)  Die medienpädagogische Initiative erregte Aufmerksamkeit auch durch Promis wie Josef Hader („Spaziergang“) und Frank Hoffmann (Gala im Greifsaal)  … 

111-1101_IMG Youki 01.JPG24-07-2014 19;03;31 YOUKI 01.jpg24-07-2014 17;27;59 Youki 01.jpgyouki 01 eating.JPG111-1134_IMG YOUKI 01 F Hofmann.JPG2001 feedback.JPGtransmissionyouki_preis.jpg

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2002: Im 2. Jahr des MLA wurden insgesamt 5 Preise an inländische Schulen in den Kategorien Video, Radio Print, Multimedia vergeben  …

youki mla 02.JPG6c__Happy_Physik8.jpgFredi D kurz.JPG…………………………………………………………………………………………………………………………………………………….

2003: Alle 135 eingereichten Projekte (u. a. auch aus dem Ausland) wurden mit Hilfe eines Fragebogens begutachtet und bewertet. Die Linzer Fadingerschule lieferte einen Beitrag für die „Medienimpulse“ (Bruckner-Projekt) & war bei der Youki 03 unter den Hauptpreisträgern zu finden: „Jesus vs. Terminator“ – Trash vom Feinsten  …

Radio FRECH  MLA 04.jpgP1010146.JPGIMG_3003 MLA 04.JPGyouki 03 34.JPG………………………………………………………………………………………………………………………………………………….

2004:                                                                                                                                                                                Die media literacy awards – für die besten und innovativsten medienpädagogischen Projekte an europäischen Schulen – wurden heuer nun schon zum dritten Mal vom Bildungsministerium vergeben. Die Preisverleihung fand am 26. November 2004 im Rahmen des Internationalen Medienfestivals YOUKI in Wels statt.  NEU heuer im Programm: 2 Teaching Awards, sowie 2 Spezialpreise, diesmal keine Print-Kategorie, statt dessen neu dabei ein Award für Multimedia  …

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Maschek grüßt FRECH:         

ÖKS LOGO  Projekt-Ermöglicher (Schulkulturbudget)

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2005:  Bereits zum vierten Mal dürfen wir die Gewinnerinnen und Gewinner des media literacy awards [mla] bekannt geben  –   Ermittelt wurden die besten & innovativsten medienpädagogischen Projekte an europäischen Schulen. Im Rahmen der YOUKI wurde beim MLA auch der Teaching Award vergeben  …

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Da wir je Hauptkategorie (Video, Radio, Multimedia und Print) nur einen Preis und drei Anerkennungen vergeben, haben wir uns auch heuer dazu entschlossen Spezialkategorien aufzustellen, um besondere Leistungen zu würdigen, die in den Hauptkategorien keine Berücksichtigung finden konnten: „Teaching“ und „Integrative Medienbildung“ (- juriert von der Medienabteilung des BMBWK)

DSCN9560.JPGMLA 11oön kl.jpgMLA1.jpgYouki Teaching Award.JPGP1010118.JPGDSCN7536.jpg…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

2006:  Der media literacy award [mla] geht in die nächste Runde, diesmal – zum ersten Mal – in Wien. Auch heuer, bei der fünften Wiederholung des Wettbewerbs, konnte sich die Jury durch eine unglaubliche Fülle von Projekten (knappe 200 Stück) wühlen. Das ist ein Indikator dafür, dass der kompetente und reflektierte Umgang mit Medien und deren Inhalten immer größeren Stellenwert an europäischen Schulen einnimmt.  –  Die Fadinger kommen in diesem Jahr mit FRECH doppelt zum Einsatz: Gabriele Woldan vermittelt einen Radio WS in Graz & ein Projekt als Festspielradio in Erl (ORF Tirol).

img22e.jpgradio-titel.GIFERL Eröffnung 16.JPGerl 06.JPGRadio in ERL Kuhn 1.JPG……………………………………………………………………………………………………………………………………………………

2007:  Hosea Ratschiller (- heute Moderator bei den „Pratersternen“) führte damals gemeinsam mit Florian Danhel durch die MLA-Tage / Radio Frech war wieder dabei  …

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2008:  Beim MLA wurde eine neue Kategorie eingeführt: Der Interkulturelle Dialog     Renate Holubek übernimmt ihren Platz auf der „Brücke“ …

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Ein üppig originelles Rahmenprogramm jeweils von der Eröffnung am Mittwoch bis zum Finale am Freitag sorgte alljährlich beim MLA (speziell „Fii“ am musikalischen Sektor) für Abwechslung, Auflockerung & Überraschungen. Medienpädagogischer Diskurs, oft verpackt in Spielen & Gesprächen, Kontakte in Pausen, Einsichten in Projektarbeit, Befruchtung durch kreative Ergüsse im Rahmen von ebensolchen Präsentationen  –  das alles macht den  M L A  aus. Sein Team fungiert dabei als Mutmacher, Vermittler, Rutschen-Leger in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter                    (-meist Einzelkämpfer) – Diese erfahren hier die oft versagte Würdigung und Wertschätzung u. a. in Form von Preisen, sowie durch eine unvergleichliche Präsentationsplattform (in ministerialer Nähe)  …

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2009:  Gabriele Woldan lädt zu 10 Jahre Schülerradio ins Parlament – Ö1 ist dabei.      Fachtagungen (Dietmar Schipek) während des MLAs werden ab 09 jährlich obligat  … Treffpunkt für die Teilnehmer: Das schwebende Café Leopold im MQ direkt neben und hoch über dem „Dschungel“-Camp des MLA, wo anschließend das World-Café  inkl. Diskurs jeweils am Nachmittag für einschlägig interessierte Lehrer über die Bühne ging  …

Linz2009_GrauQuer für Mikrokennung_Entwurf 1.JPGDSC09469.JPGparlament frech ö1  JB 09.JPGparlament frech ö1 bilder JB 09.JPG

2010: Bei den MLAKategorien ab 010: Neue Medien, Inclusion und für die Fadinger gibts eine Einladung zu den „Video-Specials“  …

mla 010.JPGmla 010 text .JPGDSC MLA.jpgMLA 10 DSC01881.JPGmla – FACHTAGUNG 2010MLA 10 DSC01899.JPG

MLA 10 DSC01891.JPGFRECH-Sendung mit MLA-Beitrag:  https://cba.fro.at/40415  

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2011:  Das Projekt „TraumFabrik“ bekommt im Rahmen des MLA Wien (- dem vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur international ausgeschriebenen >media literacy award<) einen Hauptpreis in der Kategorie „Medienbildung“ von der Jury zugesprochen  …   Alle PreisträgerInnen_mla 2011

MLA 2011 – 0221-10-2011 09;25;25.jpg21-10-2011 09;51;31.jpgMLA 2011 – 22.jpgmla 011 b.JPGDSC04555.JPGMLA 2011 – 12.jpgmla 011 c.JPGMLA 2011 – 27.jpgDSC04548.JPGDSC04559.JPGFRECH-Sendung mit MLA-Beitrag:  https://cba.fro.at/59366 

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2012:  Das Projekt „Radio FRECH bekommt im Rahmen des MLA Wien (- dem vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur international ausgeschriebenen >media literacy award<) einen Hauptpreis in der Kategorie „Medienbildung von der Jury zugesprochen  –  Muttersender FRO freut sich froh mit  …

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08-11-2012 20;18;15.jpg08-11-2012 19;30;57.jpgDSC07458.JPGMLA FRECH URKUNDE .jpgDSC07528.JPG

mla 012 ab.JPGDSC07451.JPGDSC07506.JPGhanshochstoeger-mla2012-worldcafe-010_9001.jpg…………………………………………………………………………………………………………………………………………………….

2013:  Zu den selben Bedingungen (wie im Jahr davor) geht der MLA über die Bühne:       Man hatte am Ende des letzten Schuljahres die Projekte eingereicht, wird eingeladen, begibt sich mit der Bahn und den jungen Preisträgern nach Wien, bezieht dort zu Mittag des Eröffnungstags (immer am Mittwoch) das Quartier im Hotel Ibis (U1 Station Volksgartenstraße) Anschließend gings meist zum Gartenbaukino (Viennale-Zentrum / Parallelfest zum MLA) – gleich daneben im Cafe Prückl (- bester aller Topfen-Strudel) spätmittagliche Sichtung des Festivalprogramms – dann mit der Straßenbahn zur Oper – Treff & Besprechung mit dem eigenen Team im Café Griensteidl – Abmarsch zum MQ in den „Dschungel“ zur Eröffnung des MLA (Einchecken, 1. Interviews (- auf der Liste wie immer „Kiku & Fii“ & vielleicht ja wieder eine Ministerin)  …  Nightline und/oder ein Lokal auf der Strecke ins Hotel, wo in jedem Fall kurz nach 8.00 die Frühstückssemmeln am Tisch standen  … Vormittags Preise, am Nachmittag Filme und Fachtagung, am Abend mEATing mit Absolventen in feinen Wiener Lokalen  …  noch ein gediegener Vormittag – Großer Dank an Renate, Dietmar und Karl  – Rückreise (im günstigen Fall) mit einer Trophäe im Rucksack  …

IMG_1231.jpgDSCN7020.JPGDSCN7032.JPGBayern Alpha.JPG08-11-2013 20;52;04.jpgDSCN6935.JPGDSCN6947.JPGFRECHes Interview mit Virgil Widrich, dessen Film „Copyshop“ 2002 für einen Oscar in der Kategorie Bester Kurzfilm nominiert war  …DSCN7047.JPGDSCN6922.JPG

FRECH-Sendung mit MLA-Beitrag:  https://cba.fro.at/248619  sowie:  https://cba.fro.at/271906

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2014: Ab dem MLA HALLOWIEN 014 gab es den Audio-,  statt des Radio-Preises.  Zwei alte Haudegen des MLAGründungsjahres wurden zum 60er mit einer take-off-Tropäe überrascht  …  Großen Dank an die Ausrichter des MLAs !

hanshochstoeger-mla2014-eroeffnung-web016_900.jpgDSCN3458.JPGDSCN3541.JPG30-10-2014 22;29;02.jpgDSCN3460.JPGDSCN3462.JPG

DSCN3497.JPG        Beatboxer Fii & Nadine Beiler

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DSCN3490.JPGDSCN3546.JPGDSCN3551kl.jpgDSCN3572.JPGDSCN3574.JPG

IMG_1371.jpgMinisterium.JPG…………………………………………………………………………………………………………………………………………………….

2015: Wechsel im Team des MLA und beim MRG Fadingerstraße, das wieder bei den Video-Specials vertreten ist  …

DSCN2562.JPGDSCN2493.JPGDSCN2486.JPG

IMG_3386.JPGIMG_3528.JPGFinales FRECHes Gespräch mit Dr. Karl Brousek plus RADIO-Ton

DSCN2469.JPGDSCN2557.JPGDSCN2494.JPGDSCN2554DSCN2534.JPGFRECHe Gespräche zum MLADSCN2520.JPGInterviews und Bilder vom MLA 2015

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2016: Herzlichen Dank für die vielen, vielen Einsendungen“  –  Es wurden insgesamt 520 Projekte beim media literacy award [mla ] 2016 eingereicht.  –  Diesmal gab es auch Preise für Mediendidaktik & Multimedia  …  Kiku berichtete wie immer drüber  …

BdB MLA 2016 Bilddatenbank.JPGDSCN0349.JPGFilmMLA Eröffnung 2016.JPGDSCN0380.JPGDSCN0381.JPGDSCN0384.JPG

……………  FRECH-Sendung mit MLA-Beitrag: https://cba.fro.at/353551  …………….

2017:  Es wurden in Summe 505 Projekte beim media literacy award [mla ] 2017 gemeldet  –  Die Fadis mischten dabei wie immer voll mit & Kiku berichtet drüber  …

DSCN0996.JPGDSCN0940.JPGDSCN0946.JPGKIKU MLA 017DSCN0965.JPGDSCN0985.JPGtumblr_oy6detpjzE1vvi1fko4_1280.jpg

Präsentationen und Meetings:

DSCN0969.JPGMLA_Audioschnitt.JPGmla.JPG………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. 2018:  Insgesamt wurden 563 Projekte beim  m l a 2018  eingereicht  … neues Logp

mla 018UnbenanntDSCN4292.JPGDSCN4294.JPGDSCN4315.JPGDSCN4302.JPGDSCN4327.JPGDSCN4346DSCN4284.JPGmla.JPG18-10-2018 21;19;34.jpgmla 3c.JPGmla augi.JPGDSCN4329.JPGDSCN4348.JPG18-10-2018 21;40;01.jpgDSCN4354.JPG3 Generationen Fadinger beim MLA:mla wagner.pngIMG_6920.JPG17-10-2018 08;52;31.jpgSendung hier aufrufen >>> Radio FRECH  sendet seit 20 Jahren u. a. auch vom MLA 

FRECH-Sendung mit MLA-Beitrag:  https://cba.fro.at/386331

und 20 Jahre FRO & FRECH:  https://cba.fro.at/383834

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2019:  wurden insgesamt 520 Projekte beim media literacy award [mla] 2019 eingereicht   …DSCN70691 DSCN70471 DSCN7051MLAAuch in diesem Jahr fand wieder eine Fachtagung statt.1 DSCN70711 DSCN7089KIKU wie immer dabei  …1 DSCN70961 DSCN7099FRECH-Sendung mit MLA-Beitrag:  https://cba.fro.at/431425

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DER JUBILÄUMSAWARD

2o mla.JPGwoche 2029.JPGhttps://www.mediamanual.at/

Manfred Pilsz / MRG Linz Fadingerstraße

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hier anklicken >>>>  RADIO-Sendung zu 20 Jahre MLA

MRG:  https://fm4tune.tumblr.com/

Praktische Medienerziehung  –  jenseits bloßer Gerätekunde  …

Ein Leben – summa cum laude

Am Tag der Urnenbeisetzung

Mondsee

Bei dem Klang, den immer ich verband

Mit meinem Frühling, der vergangen ist,

Sanft geleitet er mich in meinen Winter …

Wenn die Don-Kosaken im Spätsommer  in der Stiftskirche von Mondsee auftraten, gab es in den 2000er-Jahren einen fixen Gast unter den Zuhörern – Er war aber auch bei Festspielen anzutreffen und bis zuletzt, wenigstens am heiligen Abend mit der Gitarre im Einsatz  …

parte FDSCN8520Gerade einmal ganze 10 Jahre ist das Fadinger Schulhaus älter als der Doyen dieser Institution, der von seinen 100 Lebensjahren fast die Hälfte als Schüler und Lehrer hier tätig war !  Hundertschaften von Schülern führte er in Mathematik und Physik  an der damaligen Linzer Realschule von der Unterstufe bis zur Reifeprüfung – Viele Absolventen, HTL-Ingenieure sowie Akademiker der JKU und anderer technischer UNIs profitierten von seinem Unterricht  –  darunter auch einige spätere Fadinger (Fach)Kollegen  …

An dieser Stelle herzlichen Dank an alle ehemaligen Schüler, Kollegen und anderen Trauernden , die in großer Zahl zu seiner Verabschiedung kamen, oder sich postalisch mit Worten des Beileids und der Wertschätzung einstellten !

Die Jahre, die ihm zuletzt so „großzügig geschenkt“ wurden, waren nicht nur das Ergebnis seiner bedürfnislosen, gesunden und sportbetonten Lebensweise, sondern vor allem eine gerechte Entschädigung für seine nicht leichte Kindheit und die schrecklichen Kriegsjahre, die in seinem Fall bedeuteten: Deutsche Luftwaffe – Bordfunker sowie Ausbildner von 1940 bis 1944 und anschließend bis 1945: Luftwaffenfelddivision an der Ostfront, wo er schlussendlich in Russische Gefangenschaft kam  …

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Der kleine Karl war Halbwaise ab dem 5. Lebensjahr

Hinein geboren in die krisenhaften Jahre nach dem Ende der alten österreichischen Monarchie und des 1. Weltkriegs, geprägt durch eine starke, strenge Mutter wuchs er auf in einem patriachal bestimmten Umfeld. Er selbst erwähnt in seinen eher knapp gehaltenen Aufzeichnungen den Katecheten , der als damals noch allmächtiger Dorfpfarrer gestreng mit seinen Schülern verfuhr, ebenso wie speziell eine seiner            4 VolksschullererInnen, die für „Bestrafungen“ mit dem Rohrstaberl bekannt war.

Wenn er wieder einmal priesterlich gezüchtigt worden war, konnte es schon passieren, dass Mutter Maria, die Rote Gastwirtin, Trafikantin & Landwirtin die Schürze ablegte und Hochwürden eine Standpauke hielt, dass es ausschließlich ihr vorbehalten sei den Sohn körperlich zu strafen, falls dies notwendig sei  …

Und noch eine weibliche Fürsprecherin hatte der kleine Karli: Klassenkollegin Mitzi verbiss sich in Sympathie für ihn, sowie im eigenen Interesse im Unterschenkel jener sadistischen hohen Geistlichkeit  … daraus wurde eine Freundschaft fürs Leben  …

Erst seinen Aufenthalt bei den Sängerknaben beschreibt er wortwörtlich als nun einkehrende „Normalität“ – Hier entwickelte sich die Liebe zur Musik, der er zuerst     mit der Zither frönte. – Gleichzeitig blieb er aber der wilde, oberösterreichische Bauernbub:  Wie der junge Haydn, der einstens die kaiserliche Baustelle in Wien erkletterte, bestieg der kleine Karl zum Missfallen seiner Lehrer und Erzieher ein Reiterstandbild am Heldenplatz.

Auffällig wurde er aber auch durch seine geistigen Begabungen, sodass der Hauptschüler zur Aufnahmsprüfung aus Deutsch und Mathematik an der Linzer Fadingerschule zugelassen wurde und bravourös bestand. „Nur männliche, würdige respekteinflößende Professoren, die für gute Schuldisziplin sorgen“, schwärmt er noch später: „Fallweise wurden Maturanten als Ganginspektoren eingesetzt“ –  ein erklärtes Ziel des neuen Unterstuflers, der stolz sein „Dunkelblaues Studentenkapperl mit Silber- und später in den höheren Klassen mit Goldborte  trug und es in Kauf nahm, täglich als Bahnschüler in aller Früh aus Wartberg nach Linz und am Abend im Winter erst bei Dunkelheit wieder ins Mühlviertel heim fahren zu müssen. Wie freute sich kleine Realschüler, wenn er eine DG-Arbeit schreiben durfte und es vor den Festern schneite …  Diese Liebe, speziell zu den Naturwissenschaften ließ ihn alles Ungemach vergessen und zielgenau, exakt, diszipliniert mit großem Erfolg seine Matura anzusteuern !

Auch die Malerei hatte es dem leidenschaftlichen Zeichner angetan, wie man auf der Parte sehen kann – das Winterbild ist signiert mit Karl Traunmüller – ein Beispiel für viele  …         Diese Begeisterung für die bildende Kunst wurde ebenfalls in seiner Fadingerschule geweckt !

Wie später seine Tochter Eva spielte auch er bereits als Kind Lehrer: „Ich unterrichtete die Nachbarskinder und benotete sie“. In diesem Sinne nahm Karl 1946 sein Studium, das er in Wien nach seiner Einberufung zum Militär 6 Jahre davor  unterbrechen musste, diesmal in Graz wieder auf und schloss es in kürzester Zeit mit der Mathematik / Physik-Lehramtsprüfung für AHS bereits Anfang 1949 ab. Da er zuerst in diversen Hauptschulen im Mühlviertel zum Einsatz kam, legte er auch noch sieben Prüfungen         für diesen Schultyp ab, bevor er letztendlich 1954 als AHS-Professor an seiner Fadingerschule einstieg und hier bis zu seiner Pensionierung 1982 tätig war.

– Ganz getreu dem Motto: „Einmal Fadinger – immer Fadinger“

Anfangs viele Altlehrer, wenig Junglehrer, nur drei Frauen – liest man in seinen privaten Anmerkungen Trotz spürbarer Alters-Hierarchie spricht er im Rückblick auf sein eigenes Junglehrerdasein und auch in der Folge von wohltuender Kollegialität, wenngleich er eine spürbare Schieflage in der Fächerwertschätzung ortet: Geistes- vor Naturwissenschaft  …  Die später starke Zunahme von Lehrern und Schülern und ein dadurch zu kleines Schulgebäude, die daraus resultierende Aufstockung des Gebäudes (verbunden mit Lärm, Schmutz) goutiert er nicht. Doch Dank des Asyls im Physikkabinett mit 2 Kollegen entkam er dem Platzmangel und der Unruhe im Konferenzzimmer. Eine zunehmende Abflachung der professoralen Gesetztheit durch Sprache und Gehabe mancher Kollegen vermerkt der 53jährige frisch gekürte Herr Oberstudienrat kritisch ab den 70ern  … ein wahrhafter Studienrat, wie er im Buche steht !

Die jungen Fachkollegen lagen dem Einführenden in das Schulpraktikum (Er war an dessen Entwicklung an der UNI Klagenfurt beteiligt) aber bis zuletzt am Herzen und fachlich wahrlich zu Füßen. Nicht nur für sie konnte er sich in unterschiedlichen Gremien, wie dem Schulgemeinschaftsausschuss einsetzen. Er war darüber hinaus beliebter Begleitlehrer bei Schulschikursen, unterrichtete am BFI, an der AMS, engagierte sich für das Rote Kreuz, das ihn mehrfach belobigte – ebenso wie der LSR und das Bundesministerium …

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Trotz des beruflichen Engagements, kam aber auch das Private nicht zu kurz.: Schon in der Studienzeit und an der Seite des frisch gebackenen Lehrers war die um 9 Jahre jüngere Elfi zu sehen. Gemeinsame Bergwanderungen und Spuren im Schnee endeten am Traualtar – übrigens mit den Voigts, mit denen man noch viele anderen Wagnisse & Erlebnisse teilt –ebenso wie mit Gerlinde, Lothar & Fritz – sprich: Mit der mittlerweile riesigen Großfamilie ! In seinem 38. Lebensjahr schenkte Elfi ihrem Karl eine kleine Eva, die später in seinen Fußstapfen mit ihm steile Hänge hinunterwedelte und wie er das Lehrerdasein wählte.

Vom Roller war man aufs Auto umgestiegen und so wurde nach der Wartberger Fixzeit in den Ferien auch immer eine kleine Urlaubsreise eingeplant: Italien, Jugoslawien  … in jedem Fall war das Meer fixes Ziel der Jungfamilie. Später genoss man auch diverse Studienreisen & Kreuzfahrten. Mit den Enkeln schloss sich langsam der Kreis dann an der Adria wieder.

Die Brettl schnallte er spät ab, Faustball wurde bis 85 gespielt und beim Schwimmen war nur eine ausdauernder, als er selbst: Seine Elfi ! – Im Sommer war man mit 90 faktisch täglich mit den Voigts im „Pregart’ner Freibad“ bei den Zetis  …

Bis zu seinem 95er fuhr er mit dem Auto und löste die Beispiele zur Mathematik-Matura aller möglicher OÖ. Schulen alljährlich mit Bravour. – Erst ab der „Neuen Einheits-Matura“ verlor er das Interesse daran  …

> Sein 100. Oktoberfest < 

Wer Karl Borromäus getauft wurde, ist schon allein des Namens wegen verpflichtet so verflixt alt zu werden, wie es sich anhört ! Die ehemaligen Schüler feierten ihren „Trafo“ Traunmüller –wie er mit niemals laut ausgesprochenem Spitznamen von ihnen genannt wurde bereits im Vorfeld, indem sie ihn (wie schon oft davor) abholten und hochleben ließen  …

Im Herbst des Vorjahrs war es ihm noch gegönnt seinen 100. Geburtstag im großen Familien- und Freundeskreis, sowie auch mit ehemaligen Kollegen feiern zu dürfen –Rückschau: https://leologeslogbuch.blog/2019/10/11/100-kein-bisschen-greise/    …

Unter den „Offiziellen Gratulaten“:  Fadinger Absolvent Präsident Dr. Leitl, sowie der Landeshauptmann und die Linzer Stadtpolitik, die sich nun in einem Beileidschreiben zurückerinnert:

Sehr geehrter Herr Professor Pilsz!

Es ist mir ein Anliegen, Ihnen zum Ableben Ihres Schwiegervaters, Herrn Prof. Karl Traunmüller am 23.05.2020, mein aufrichtiges Beileid auszusprechen.

Ich ersuche, meine Anteilnahme vor allem auch seiner Gattin Elfriede, aber auch allen weiteren engen Familienangehörigen auszudrücken.

Gerne und mit einem Lächeln denke ich an die Feier zu seinem 100. Geburtstag zurück, die er noch im Kreise seiner Familie genießen konnte und die an einem wunderschönen sonnigen Tag stattfand.

Leider war es Herrn Prof. Traunmüller nicht vergönnt, noch „100 Plus“-Geburtstage zu feiern, aber sein Lebenswerk bleibt in Erinnerung – auch in der Stadt Linz.

Für die jetzt sehr schwere Zeit wünsche ich allen Angehörigen viel Kraft und den so wichtigen familiären Zusammenhalt.

In stillem Gedenken

Karin Hörzing
Vizebürgermeisterin

Altes Rathaus,  Hauptplatz 1,  4041 Linz

Blumen 1 F – man beachte die Signatur des Bildes  …

Von dem Schlaganfall zum 95er hatte er sich gut erholt, begann aber deutlich leiser zu treten. Das schwächer werdende Hörern und Sehen erschwerte die Kommunikation, doch durch TV und Tagespresse blieb er mitten im Geschehen, verfolgte Diskussionen, nahm auch selbst immer wieder Stellung zu tagespolitischen Themen, las Fachliteratur und beschäftigte sich bis zuletzt mit Thematiken des Bereichs der Philosophie und Religion.

DSCN8528(- zuletzt auf seinem Schreibtisch)

In alter, geistiger Frische und für seine „100“ in solider körperlicher Gesundheit, startete der Vater, Groß- und Urgroßvater so mit Zuversicht in sein 2. Jahrhundert  …

Sein erreichter Status: Seit 4 Jahren Urgroßvater eines Jonathans, seit 37 Jahren Schwieger- & stolzer Groß-Vater von Barbara & Alexander, sowie seit 68 Jahren Ehemann seiner Elfi …

Kein Wunder, dass einem so geeichten 100jährigen selbst ein Virus wie Covid 19 nichts anhaben konnte: Er marschierte während der Isolation (wie sein Kollege Captain Tom in England, allerdings seit den Iden des März) täglich bis zu einer halben Stunde durch das langgezogene Vorzimmer seiner Wohnung, ohne deshalb (wie dieser) zum Ritter geschlagen zu werden, dafür aber ohne Rollator, um genau diesen auch in Zukunft nicht zu benötigen.

Sein strebsamer Fleiß wurde jedoch diesmal nicht nachhaltig belohnt:

Auch geistig bis zuletzt auf voller Höhe, ließ er es sich nicht nehmen, für alle Traunmüllers im Weingarten Nr. 3 noch vor Ostern die Steuererklärungen mit der Lupe in der Hand ohne Taschenrechner selbst zu erledigt  …   bevor ihn sukzessive körperlich die Kraft verließ:

„Die Welt wird jetzt für mich immer leiser und dunkler“

hatte er zur Mitte seiner 90er gemeint – ohne zu klagen, nur als Feststellung realistisch in den Raum gestellt. Nun aber im Mai 2020 wurde es für ihn zur finalen Gewissheit: Eintragung in seinem Kalender: Ende des Gehens  …

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Es begann zwar nicht harmlos mit einer Fahrt ins Spital, beruhigte sich aber zu Beginn des Aufenthalts. In der Folge allerdings kam es zu Tiefen und schwächer werdenden Höhen: Der bis zuletzt wache Geist wurde zum Gefangenen in einem Körper, dessen Funktionen sukzessive heruntergefahren wurden.

Bis inkl. 22. Mai hatten wir aber Hoffnung, dass es auch diesmal wieder gut ausgehen könnte. Dann ging ALLES ganz schnell  …  und aus unserer Sicht (sowie nach letzten Äußerungen von ihm) ganz in seinem Sinne  …

2017 kam es zum letzten Besuch seiner Heimat Wartberg anlässlich der „Eisernen Hochzeit“ – Sein Blick ruhte zufrieden auf den vertrauten Fluren neben der weithin sichtbaren, wunderschönen Wenzelskirche:          2017-09-24 15.44.17Hinter der Wegbiegung  –  „Drüben hinterm Dorfe“ war dabei schon >Der Leiermann< seiner „Winterreise“ zu hören  –  Ihm ist er nun gefolgt  …Birken Winter 4 FBild von Karl Traunmüller

Manfred

                 O mio babbino caro  –  wie schon einmal am Grabe  –  einstens im Jahre 1983

22. Mai – Gedanken & Bilder …

…  zum 22. Mai  …

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Klimatisch ist der heurige Mai dem vorjährigen durchaus verwandt, doch ansonsten würde man wohl nicht tauschen wollen – Eine Berlin-Fahrt im „Wonnemonat“ wäre heuer undenkbar zu planen gewesen, die Beschränkungen hätten faktisch ALLES verunmöglicht – so auch die Wagner-Woche (- mangels spielbereiter Opernhäuser)DSCN7257 - KopieIMG_5064DSCN7256IMG_50772019-11-10 18.44.48-1

Im 1. Mai-Beitrag 2020 wurde schon darauf hingewiesen, dass der Mai eine ganz enge Verwandtschaft mit dem Monat November aufweist – Das wurde 2019 ganz deutlich:

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…  hier geht die Post ab  …

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„Herbst über Bayreuth“  –  am Weg nach Leipzig

DSCN7217Im letzten Jahr konnte man nach Bayreuth sogar noch Wagner-Tage im herbstlichen Leipzig dranhängen: Ein „Mauerfall-Tristan“ zum Jubiläum im November – Luxus pur !2019-11-10 20.00.10-1mauerfall tristan

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… und 30 Jahre davor  …

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2019-11-10 11.11.42-1In jener Stadt, in welcher der Meister am 22. Mai 1813 geboren wurde und u. a. auch die Schule besuchte  –  ein Gebäude, das heute ein Speiselokal beherbergt  …

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Eine Weltstadt der Kunst mit einer Genie-Dichte, die nur schwer zu übertreffen ist:   Von Bach, Telemann über Mendelssohn, Lortzing, Wagner bis hin zu den Schumanns  …  und natürlich Goethes Faust

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Manfred Pilsz

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Anfang Mai 2020 … E r i c h …

DSCN8402.JPGEin 1. Mai-Morgen in der Urfahraner Friedrichstraße  –  das Blumengeschäft hat nach zwei Corona-Monaten wieder geöffnet. Die Geburtstagsblumen für das Grab des Vaters waren aber bereits am Vortag zu diesem Feiertag gekauft worden. Eine eher ungewohnte Stille umfängt den Besucher des Friedhofs: Nur schwirrende Spatzen entlang der Hecke und das Gurren der Tauben. Normalerweise dröhnte hier voll hektisch in den ersten Maitagen der Urfahranermarkt mit blauem Dunst aus den Lautsprechern des Bierzelts, sowie roten Nelken samt Echo von Reden, Musik und Aufmärschen aus Richtung Hauptplatz  …

Urfahranermarkt seit über 200 Jahren (- erstmals: 1817)05-05-2020 10;59;23.jpg

Ein Mai der nachdenklich macht, zur Rückschau anregt:  Vor genau 75 Jahren am 5. Mai kurz nach 11 Uhr rollten amerikanische Panzer über die Nibelungenbrücke und wurden am Hauptplatz mit weißen Fahnen als sehnlichst erwartete Befreier von der Linzer Bevölkerung willkommen geheißen. us_truppen_in_linz_am_5__mai_1945_quelle_ooela.jpgFarbaufnahmen als Dokumente des Geschehens:Special_Film_Project_186_-_Hauptplatz_Linz_3.pngSpecial_Film_Project_186_-_Hauptplatz_Linz_1.png

75 Jahre danach mit den „Wächtern der Zeit“ im offenen Raum an der DonauWächter der Zeit.JPG

Bei einem kurzen Spaziergang vom AEC über den leeren Jahrmarktsplatz hinunter zum Flussufer kamen neue Gedanken ins Spiel  –  diesmal zu markanten Punkten im Jahreskreis, die sich durch starke Ähnlichkeit in Ursprung, Bedeutung und Brauchtum auszeichnen  …  Die Walpurgisnacht (am Übergang April/Mai) findet im ganz genauen Abstand eines halben Jahres zu Samhain statt:  Der 30. April und der 1. Mai sind quasi die Frühlingsausgabe des 31. Oktobers und 1. Novembers.

Der Gang zwischen zwei Walpurgisfeuern soll reinigen und Seuchen (!) fernhalten (Walpurgis gilt als Schutzheilige gegen Pest, Husten und Tollwut)  –  Wie siehts da mit Corona aus? – Vielleicht könnte im speziellen Fall aber auch unser aller Landespatron aushelfen, dessen Festtag ja auch den Mai-Anfang markiert  …

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( …  bis hierher war ich gekommen  … )

trauerschleife.JPG

Am 3. Mai jedoch beendete eine Mail von Prof. Jürgen Binder meine Gedankenspiele zum Mai 2020 und somit auch den inhaltlichen Schwerpunkt dieses BLOG-Beitrags:

> Erich hat uns für immer verlassen <

Liebe Filmfreundinnen und Filmfreunde,

ein unfassbarer Schmerz erfüllt mich zu dieser Stunde. Ein lieber Freund, ein herzensguter Mensch, ein kreatives Energiebündel, unser Obmann und Weg Begleiter auf unseren filmischen Wanderungen ist heute Nacht unerwartet verstorben und erfüllt diese Welt mit einer unvergleichlichen Leere.

Vor ein paar Tagen habe ich mit ihm auf der Terrasse meines Hauses noch ein Bier getrunken, das letzte für eine Ewigkeit.

Mit traurigen Grüßen, Jürgen

A F L    https://videoclub-linz.jimdofree.com/

E R I C H   R I E S S

( 1 9 4 7  –  2 0 2 0)

Erich Bild.JPG…  wie oft sah man Erich bei Bewerben dokumentierend mit der Kamera sitzen  …

In den frühen 90gern stand ein weiß gekleideter Mann barfuß in Sandalen im verschneiten Schulhof des Fadinger Gyms, um im Festsaal an einem Abend unseres Schülerfilmprogrammkinos teilzunehmen. Vital und niemals müde stemmte er die aufreibenden Ebenseewochen.

Ich kann gar nicht glauben, was ich vor wenigen Minuten lesen musste:  Unser immer aktiver, agiler, nie kranker Erich ist von uns gegangen. Immer wieder hat er in den letzten Jahren bei Vorstandssitzungen und zuletzt auch bei der Generalversammlung eingemahnt, dass sich der AFL den Kopf zerbrechen müsse, betreffend Obmann-Nachfolge  … und jedes Mal (auch zuletzt) wurde dieses Ansinnen von uns abgeschmettert:  „Erich – Du bist nicht ersetzbar / Dein rest- & rastloses Engagement in Sachen Film & AFL ist einzigartig – Du bist der personifizierte Linzer Filmklub – Filmvermittler & Klubchef auf Lebenszeit !“ – Und diese >Prophezeiung< hat sich dann nun so ja auch erfüllt !!!

IMG_6874.jpgDarüber hinaus war Erich Riess über Jahrzehnte verlässlicher Motor, Organisator/Notar und Begleiter des Festivals der Nationen (Landeskulturpreis und Konsulententitel waren Dank der Landeskultur), weiters Gründer und verlässlicher Betreiber des Festivals „OÖ im Film“ …

All seine Meriten sind ebenso groß, wie die Lücke, die er hinterlässt – unersetzbar als Intendant, Kulturvermittler, als Mensch & guter Freund

Alles Liebe    Manfred

20191103_104111 kl

Fadinger LINKs zu Erichs Schaffen:

Gedenksendung im Radio unter:  https://cba.fro.at/457531 

https://cba.fro.at/353933                                          https://leologeslogbuch.blog/2017/11/20/30-jahre-ooe-im-film/                               https://leologeslogbuch.blog/2018/05/10/baerlinale-ebensee-in-3-tagen-bist-du-reif/

Ebensee Esther.jpgebensee 06 c.JPGDem Medienzweig der Fadinger und auch den Musikfilmarbeiten hat Erich nicht nur eine entsprechende Plattform geboten  …

Europäisches-Video-Archiv:    https://www.xn--europisches-videoarchiv-z7b.at/cpg15x/index.php

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UNICA-Präsident DAVE WATTERSON:zu erich bild.JPGtext erich.JPG

vöfa logo.JPGV Ö F A :

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Dr. Paul Stepanek hat  Erich  R i e s s  in den Medien gewürdigt:

Bild Erich F.jpgEin Leben für die laufenden Bilder: Filmemacher, Juror und Organisator Erich Riess              © Josef Pfisterer

Erich Riess, in der oö. Kulturszene und darüber hinaus weithin bekannter Filmemacher, Juror und Organisator, ist in der Nacht von 2. auf 3. Mai im 73. Lebensjahr überraschend verstorben.

Riess, der 1947 in Zell am See geboren wurde und schon lange in Linz lebte und wirkte, trat speziell als umtriebiger Veranstalter von Filmwettbewerben wie „Festival der Nationen Ebensee“ (1989 –2012) und „Oberösterreich im Film“ (1988-2019) an die Öffentlichkeit, war von 1978 bis dato Obmann des Linzer Filmklubs „AFL“ und langjähriger höchstdekorierter Funktionär des Verbandes der österreichischen Filmautoren (VÖFA).

Mit seinem Klub AFL stand er in ständigem Kontakt zum OÖ. Volksbildungswerk und vielen anderen Kulturinstitutionen im Lande.

Seine Liebe zum Thema „Film“ fand auch Ausdruck im Aufbau eines „Europäischen Video-Archivs“ (EVA), das aktuell mehr als 20.000 Objekte umfasst und nun einer ungewissen Zukunft entgegengeht. Riess’ vielfältiges Wirken für kreative Filmkultur wurde mehrfach öffentlich gewürdigt, u.a. mit dem „Großen Landeskulturpreis für initiative Kulturarbeit“ für sein „Festival der Nationen“ und dem Titel „Konsulent der oö. Landesregierung für Kulturpflege“.

Nicht nur als Film-Enthusiast, sondern auch als stets hilfsbereiter, einfühlsamer und humorvoller „Lebensberater“ wird er vielen Menschen in diesem Land unvergesslich bleiben.

Bild von der gemeinsamen RusslandfahrtIMG_1052.JPG

Erich_Riess_Parte

(hier oben abrufbar)

21-05-2020 09;13;3221-05-2020 09;34;1414-03-2017 21;08;45a„Amo. amas, amat …“

– so hat Erich immer den Status seines filmischen Tuns

  und des AFL in Reden eingeleitet – und es charakterisiert

  seine Liebe zum Film, seinen Einsatz als Kulturvermittler,

  sein authentisches Wirken als engagierte Persönlichkeit

  – ja einfach den Menschen Erich !

kulturberpcht erich

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Erich selbst verabschiedete sich am letzten April-Tag in einer seiner ganz typischen Wochen-Mail-Aussendungen u. a. mit diesen beiden Bildbotschaften und den Worten:

Ich wünsche Dir einen schönen Tag!                                                                                            Erich

1yJe.gif…  sein allwöchentliches Winke-Männchen

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ZUM RAUM WIRD HIER DIE ZEIT

Dieser BLOG–Beitrag hätte sich Lektüre & Betrachtung auf einem großen Screen verdient

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Weder Gralshüter & Monsalvat-Mastermind Gurnemanz noch ein „Tumber Tor“          wie Parsifal hätte das geniale Wagner´sche Textzitat heruntergebrochen auf die prosaische Ausdeutung in Richtung einer „Corona-bedingten“ > Quarantäne < !?!

Z E I T – R A U M

Etymologisch bedeutet Quarantäne 40 Tage in Isolation zu sein – hier wird dann die Zeit zu jenem Raum, den man nicht verlassen soll – gewissermaßen eine Parallele zur 40-tägigen Fastenzeit vom Aschermittwoch bis zum Osterfest. Und so seien denn Gedanken eines Wagnerianers in seiner Corona-Klausur zur ursprünglich, für den Karsamstag im Musiktheater geplanten Premiere des Bühnenweihspiels Parsifal, gestattet  …  Internationale Medienberichte dämpften spätestens in der 2. Märzwoche Hoffnungen selbst hartnäckigster Zweckoptimisten der Kulturszene und es kam bange Ahnung (sehnsücht´ge Mahnung) auf:

ES WIRD WOHL KEINEN ÖSTERLICHEN, LINZER PANDEMIE-PARSIFAL“ GEBEN !

Einen berühmten Sachs hatte es davor schon VOLLe erwischt:

Nordbayerischer_Kurier_alt.svg.pngBayreuther Tageszeitung

BAYREUTH. „Wahn! Wahn! Überall Wahn!“ – so singt es Hans Sachs in seinem berühmten Monolog in Richard Wagners Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“. Michael Volle, der diese Rolle in den vergangenen Jahren im Bayreuther Festspielhaus sensationell verkörperte, hat derzeit alle Grund, auf den weltweit grassierenden Wahn zu blicken. Denn der berühmte Opernsänger sitzt mit seiner Familie wegen des neuartigen Coronavirus in Quarantäne zu Hause nahe Berlin fest.  

Er habe seit Anfang Februar an der Mailänder Scala für „Salome“ von Richard Strauss geprobt und dort im Ensemble Kontakt mit einem Kollegen gehabt, der positiv getestet worden sei. „Dem habe ich einmal die Hand gegeben bzw. öfters zusammen mit ihm und anderen Kollegen geprobt.“

Übersetzt auf Linzerische Verhältnisse in den Iden des März 020:corona.JPG

„Leider, leider – sagt der  S c h n e i d e r“:

Freitag, der 13. März –  LANDESTHEATER LINZ UND BRUCKNER ORCHESTER LINZ                                                        STELLEN DEN PROBENBETRIEB EIN  …

Das Landestheater Linz und das Bruckner Orchester Linz stellen mit sofortiger Wirkung ihren gesamten Probenbetrieb auf Bühnen & in Probesälen in allen Sparten und allen Spielstätten bis auf Weiteres ein. Grund ist der in der künstlerischen Arbeit hohe persönliche Körper-kontakt von Darsteller*innen bzw. die Nähe der Musiker*innen eines Orchesters zueinander    –   eine rein Coroneske Aussendung  … 

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Wagnerianische Gedanken zum Bühnenweihespiel anlässlich der Corona-bedingten Verschiebung, in ebensolcher Klausur  –  gewissermaßen in der Einsiedelei des guten Gurnemanz. Weniger als 13 (?) Fragen stehen dabei mitleidig im Raum: Welche Matrix hat der Gral? Ist „Gemeine Atzungvegetarisch? Können Blumenmädchen zum Tod führen? Gibt es einen „Good Friday for Future“? – Ist Parsifal etwa gar Amerikaner?

tschech krone

Who the fuck (Trump-Deutsch für: Wer oder was) ist dieses verflixte Corona?  – Bis vor kurzem wohl nur ein eher harmloses (?), mexikanisches Bier, oder als „Koruna“ die Tschechische Krone (Koruna česká)  …  Wie aber konnte diese verdammt unglückliche Buchstabenkombination zu einem virulent gefährlichen Virus mutieren, der nicht nur 100.000ende Menschen in China und im Rest der Welt befällt und Schwerkranke auch zu Tode bringt?

Nur „umsichtige“ Staatenlenker wie der >Betriebsleiter< der USA sind gewiefte Vordenker und wissen daher auch in solchen Fällen wie der Oster-Hase läuft:

Virus, Virus – gib mir meine Billionen wieder

In den USA, wo das Problem als „Chinavirus“ auftritt, dort von den Demokraten und der Presse erfunden und durch die EU eingeschleppt wurde, hat Donald der „Weise“ zur Sicherheit zuvor das Gesundheitswesen zertrümmert (Obama Kehraus), was ihm vielleicht nachhaltig im Wahlkampf helfen wird  …  Make Amerika healthy again“ (?!) Mittlerweile hat sich auch die W.H.O. als ablenkender Sündenbock qualifiziert, oder waren es doch (wie so oft) die Radfahrer, von denen es ja gerade in China immer viel gab, ebenso wie in Holland, wo Corona auch sehr erfolgreich ist – und Belgien sei laut Trump´schen Globus doch die Hauptstadt von „dort“, womit wir wieder bei der EU wären – oder so  …

In Zeiten dieser Trump-Administration hätte Wagner wohl niemals auch nur in Erwägung gezogen zu emigrieren:

1876 hatte er als letztes Orchesterwerk den Großen Festmarsch zur 100jährigen Gedenkfeier der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten G-Dur  (WWV 110) geschrieben. Unter WWV 111 firmiert Parsifal (1865–1882)  –  und auch beim Gralsmusikdrama gibt es einen feinen Bezug zur anderen Seite des Teichs: Bei der Blumenmädchenszene (2. Akt) vermerkte Wagner handschriftlich in der Partitur: „Amerikanisch sein wollend“  …

                    Hier Syberbergs filmische Umsetzung der Blumenmädchenszene                          (Filmregisseur Syberberg war als aktiver Gast der Linzer Premiere geplant)

Vorm Milleniumswechsel gabs in Bayreuth einen Zahnarzt namens Dr. Fasolt – Um Wagners Kronen kümmerte sich ein Dr. Jenkins – ebenso um dessen Ambitionen in Richtung Umzug nach Wild West  (> Minnesota / Massachusetts <)  Parsifal sollte Amerikaner werden  …

Lieber, sehr geehrter Herr und Freund!

Es kommt mir so vor, als ob mir sehr bald die Geduld im Betreff meiner Hoffnungen auf Deutschland und seine Zukunft ausgehen, und ich dann bereuen dürfte, den Samen meiner künstlerischen Ideen nicht längst schon einem fruchtbareren und hoffnungsreicheren Boden übergeben zu haben. Ich halte es nicht für unmöglich, dass ich mich noch entschliesse, mit meiner ganzen Familie und meinem letzten Werke für immer nach Amerika auszuwandern. Da ich nicht mehr jung bin, bedürfte ich hierfür ein sehr bedeutendes Entgegenkommen von jenseits des Oceans.

Es müsste sich dort eine Association bilden, welche mir zu meiner Niederlassung und als einmalige Bezahlung aller meiner Bemühungen ein Vermögen von einer Million Dollars zur Verfügung stellte, deren eine Hälfte auf meine Niederlassung in einem klimatisch vortheilhaft gelegenen Staate der Union, deren andere jedoch als Kapital.Vermögen in einer Staatsbank zu 5 Prozent anlegbar zu verwenden sein würde. Hiermit hätte mich Amerika Europa für alle Zeiten abgekauft. Die Association hätte ferner den Fond für die alljährlich zu veranstaltenden Festspiele zusammenzubringen, mit denen ich allmählich meine sämtlichen Werke mustergültig zur Aufführung bringen würde: Diese würden alsbald mit der ersten Aufführung meinen neuesten Werkes ‚Parsifal‘ beginnen, welches das bis dahin nirgends anders wo zur Aufführung übergeben würde. Alle künftigen Leistungen meiner Seits, sei es als Leiter von Aufführungen, oder als schöpferischer Künstler, würden, auf Grund des mir übergebenen Vermögens, für alle Zeiten unentgeltlich der amerikanischen Nation angehören.

Mir kam nun in Erinnerung, dass Sie in freundlichem Eifer, bei Ihrem letzten Besuche sich mir erboten, wenn ich eine sogenannte Kunstreise in Amerika machen wollte, meine Geschäfte führen zu wollen. Mögen Sie es nun begreiflich finden, dass ich jetzt auf Sie, und keinen Anderen verfalle, um Ihnen meinen bei weitem durchgreifenderen Gedanken mitzutheilen. Eine blosse Kunstreise, um so und so viel Geld mit Konzertgeben zu verdienen, und dann wieder nach Deutschland zurückzukehren, würde nie meine Sache sein. Nur eine vollständige Uebersiedlung hätte für mich einen Sinn. – Wollen Sie gütigst hierüber ein wenig mit sich zu Rath gehen, und falls Ihnen – gut dünkt, Ihre Ansicht mir mittheilen!

Mit grösster Freundschaft

Ihr hochachtungsvoll ergebener

Richard Wagner                                               8. Febr. 1880  Neapel.-Villa AngriPosilipo

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For one million dollars and the establishment of an „American“ Wagner Festival like the one in Bayreuth, Wagner would come to America and premiere his latest opera, Parsifal, on the banks of the Mississippi. A Wagner Festival in Winona, perhaps?

As might be expected, even Wagner enthusiasts in America thought this, as one 1880 contemporary musical commentator put it, an „almost insane proposal.“ Dr. Jenkins, between probing Wagner’s molars, must have broken the news to him that there would be no one million dollars waiting for him in Minnesota. One million mosquitoes, yes — but dollars, no.

Wagner never came to Minnesota, but his operas did  …

In Seattle gabs in den 80ern sogar einPacific Nordwest Wagner Festival

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Der  W e s t e n  hatte es dem Bayreuther Meister immer wieder angetan – so zB. auch Brasilien: Aus der 1857 geäußerten Idee eines „Tristan“ für Südamerika wurde nichts. Die Kautschuk-Oper am Amazonas in Manaus gab es da noch nicht. Brasiliens Kaiser Dom Pedro II. war ein “louco por Wagner”, ein eingefleischter Wagnerianer, der 1876 nach Bayreuth reiste, um dort bei den ersten Festspielen den Ring des Nibelungen zu erleben.

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– Werner Herzog nimmt 1982 (genau 100 Jahre nach der UA von Parsifal) mit “Fitzcarraldo” filmisch diesen brasilianischen Ball auf  …

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Carrie Pringle (- klingt doch auch sehr nach Angloamerika) ist der Name des wohl berühmtesten Blumenmädchens aus dem 1882er UA-Parsifal. Diese junge Dame wurde im März 1859 hier in Linz (!) geboren.

In Bayreuth war sie bei den Proben (in die Unterbühne) abgestürzt und dem alten Meister (welchem sie „aufgefallen“ war) auf dessen Wunsch nach Venedig gefolgt. Queen Cosima wirkte „Not amused“  –  Wagners Herz auch nicht  …  Er starb dort        1883 am Canale Grande direkt nach Ende des Carnevals  –  ein Jahr nach den 1.       Parsifal-Festspielen.

rufulo.JPGbt 1882.JPGRavello, wo Wagner „Klingsors Zaubergarten“ entdeckte und der Dom von Siena -(Wagners Gralsburg = UA-Bühnenbild in Bayreuth 1882) in Wagners geliebten Italien.

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> Die MASKEN sahen plötzlich ganz anders aus  …  <

137 Jahre später wurde heuer in Oberitalien verfrüht der venezianische  Carneval abgebrochen  –  Eine Seuche, die im chin. Wuhan ihren Ausgang hatte, rafft tausende Menschen hinweg ! Nicht auf der Seidenstraße, nicht auf den Spuren Marco Polos      kam der Virus an die Obere Adria, sondern mit den „günstigen“ Arbeitskräften der Textilbranche (rund um Mailand) aus Fernost in der Economy Class eines Billigfliegers  – „Willkommen“ im „Globalen Dorf“ (- Bezeichnung,  die in Linz erstmals in den 80ern bei der ARS herumgeisterte / heute haben wir die Geißel des Internethandels sowie das permanente, sinnentleerte „Fluchtverhalten“ unserer überforderten Hamsterrad-Wohlstandsgesellschaft in der Verkleidung des Ferntourismus – legitimiert durch eine weltweite Wellness- und Spaß-Lobby  …  Freiwillige „Isolation“ der sogenannten  „1. Welt“ in gestrandeten Feriencamps und schwimmenden Hotelfestungen  … )

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An der Donau realisierte man nur sehr langsam den Ernst der Lage: Erst nach dem 5 : 0 für Manchester (und Corona) im leeren Gugl-Stadion fiel am Freitag den 13. März ganz langsam in Linz der Vorhang. Ein Geisterspiel ohne Publikum – das drohte nun auch dem Bühnenweihspiel (- beim „Fidelio“ im Theater an der Wien ging das dann ja auch so über die Bühne)

DSC09008.JPG798154_m0mst1w640h480q80v20452_xio-fcmsimage-20130403171730-006005-515c480a5b918-_d766951a-4a71-4d71-91a8-7e3ee6f3289f.jpg

W a g n e r s  Z a h l  1 3

130 Jahre nach Richard Wagners Tod wurde zu dessen 200. Geburtstag im Zuge der Eröffnung des Linzer Musiktheaters 2013 Parzifal (als Eschenbach/Wagner-Mix) am Vorplatz zum Volksgarten zur Aufführung gebracht: Regie führte Carlus Padrissa Mitbegründer der Theatergruppe La Fura dels Baus, die weltweit agiert, bei diversen Großereignissen  – u. a. im öffentlichen RAUM – so auch bei der Klangwolke  …LINZER-MUSIKTHEATER-GENERALPROBE-DER-OPEN-AIR-AUFFHRUNG-EIN-PARZIVAL_1365670254671687.jpgDSC08967.JPG2020 – „Im verflixten 7. Jahr“ nach dem Eröffnungsevent sollte nun also PARSIFAL auch im Inneren des neuen Hauses präsent sein. Premiere in der Osterwoche – wie traditionell in Wien (STOP am Gründonnerstag)  –  Der Linzer Karfreitagszauber war hier für Karsamstag geplant. Doch ist dies praktikabel? – „Das weiß ich nicht“ – hätte Parsifal geantwortet und es wäre eine wahrlich philosophische Antwort gewesen  …    Der „Indirekte Bühnenweiheklang Bayreuths“ im Linzer Musiktheater? Wie wird sich der Orchestergraben, nebst Auditorium und Bühnenraum in diesem Fall bewähren?

Opernführer Marcel Prawy >selbst bekennender, praktizierender Wagnerianer< hat immer betont, dass R W für alle Lebenssituationen in seinen Werken Entsprechungen und „Erlösungen“ anzubieten hätte  –  derzeit wär wohl auch für ihn Parsifal die 1. Wahl: In der aktuellen Wiener Inszenierung (Staatsoper) von Alvis Hermanis ist die ganze Gralsgemeinschaft krank !? Das erscheint etwas übertrieben, wenngleich Gralskönig Amfortas bedingt durch seine schmerzende, bemitleidenswerte Wunde, in ratloser Unentschlossenheit tatsächlich auch seine >nach dem Gral< dürstenden< Ritter schwächt. Gurnemanz versucht der siechen Truppe Hoffnung zu geben:

Titurel, der fromme Held,
der kannt ihn wohl.
Denn ihm, da wilder Feinde List und Macht
des reinen Glaubens Reich bedrohten,
ihm neigten sich, in heilig ernster Nacht,
dereinst des Heilands selige Boten:
daraus er trank beim letzten Liebesmahle,
das Weihgefäß, die heilig edle Schale,
darein am Kreuz sein göttlich Blut auch floß,
dazu den Lanzenspeer, der dies vergoß, –
der Zeugengüter höchstes Wundergut,
das gaben sie in unsres Königs Hut.
Dem Heiltum baute er das Heiligtum.
Die seinem Dienst ihr zugesindet
auf Pfaden, die kein Sünder findet, –
ihr wißt, daß nur dem Reinen
vergönnt ist sich zu einen
den Brüdern, die zu höchsten Rettungswerken
des Grales Wunderkräfte stärken

 Eigentlich ist nicht ganz klar warum die Bruderschaft so schwächelt, denn in einem Aufruf in den Medien noch Ende Februar wurde uns verbindlich mitgeteilt, dass das Anforderungsprofil für einen Gralsritter (Ausnahmen: Titurel & Gurnemanz) sich an Jahresringen gemessen doch deutlich unterhalb aller Risikogruppen im allerbesten Mannesalter befindet:

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Vor dem verwaisten Heiligtum
in brünst’gem Beten lag Amfortas,
ein Rettungszeichen bang erflehend: –
ein sel’ger Schimmer da entfloß dem Grale;
ein heilig Traumgesicht
nun deutlich zu ihm spricht
durch hell erschauter Wortezeichen Male:
»durch Mitleid wissend,
der reine Tor,
harre sein,
den ich erkor!«

 

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Bei Eschenbachs Parzival sind es 3 Blutstropfen einer Gans  –  bei Wagner tötet gar „Gänser“ Parsifal bei seinem Erscheinen im Gralsgebiet einen Schwan (Lohengrin)

Auf keine der Fragen von Gurnemanz weiß er zu antworten

…  durch Mitleid wissend,
der reine Tor
 

Die HANDLUNG nimmt ihren Lauf

Ich schreite kaum, doch wähn‘ ich mich schon weit  …    im  Raum/Zeit-Kontinuum          Musik am Weg in eine 5. Dimension …  

PARSIFAL:
Wer ist der Gral?

GURNEMANZ:
Das sagt sich nicht;
doch, bist du selbst zu ihm erkoren,
bleibt dir die Kunde unverloren.
Und sieh‘!
Mich dünkt, dass ich dich recht erkannt:
kein Weg führt zu ihm durch das Land,
und niemand könnte ihn beschreiten,
den er nicht selber möcht‘ geleiten.

PARSIFAL:
Ich schreite kaum,
doch wähn‘ ich mich schon weit

GURNEMANZ:
Du siehst, mein Sohn,
zum Raum wird hier die Zeit

Lang gehaltene Posaunentöne schwellen sanft an: näher kommendes Glockengeläute. Endlich sind sie in einem mächtigen Saale angekommen, welcher nach oben in eine hochgewölbte Kuppel, durch die einzig das Licht hereindringt, sich verliert. Von der Höhe über der Kuppel her vernimmt man wachsendes Geläute  …

GURNEMANZ:
(sich zu Parsifal wendend, der wie verzaubet steht)

Nun achte wohl, und lass mich sehn:
bist du ein Tor und rein,
welch Wissen dir auch mag beschieden sein.

Der wunderbar ewig lange 1. Akt erreicht mit der Verwandlungsszene und dem Tönen der Gralsglocken seinen Höhepunkt (Hubert Bognermayr von Eela Craig lieferte einst für Maestro Karajan ein elektronisches Geläut bei den Salzburger Festspielen)  –  Es wäre spannend Meister Poschner zu befragen, wie das in Linz gelöst wird  …  wie es mit dem doch massiven Choreinsatz klappt und ob er bei den Stimmen aus der Höhe, wie einst der legendäre KNA  auf das Erscheinen der Taube besteht  …

Was rankt und spinnt sich alles rund um das Bühnenweihfestspiel?

Allein die Begrifflichkeit Bühnenweihfestspiel ist Hinweis auf die Sonderstellung, die dieses Abschiedswerk Wagners hat: Er ließ eine 30jährige Sperrfrist für alle anderen Theater verhängen. die erst 1913 endete  –  kein Komponist vor bzw. nach ihm leistete sich einen solchen „Luxus“  –  Das quasi Applausverbot nach dem 1. Akt und das Geschehen auf der Bühne stilisierten das Weihespiel zu einer Ersatzreligion hoch !

Alle Suchenden nach Seele, Gott und Gral sollen nicht in Ferne und Irre schweifen, sondern es mit Selbsterkenntnis versuchen:

Irre.JPG

spiegel.JPGD E R   G R A L  –  E I N   S P I E G E L

Tat twam Asi – das bist du !

(- auch in den Parsifal-Gedanken von Titus Leber)

„Du bist das“- was durch dich wahrgenommen wird. Du bist all das. Das alles ist deine wahre Natur. Du bist die Gesamtheit deiner Erfahrungen. Du bist nichts anderes als das was gerade ist. Das Absolute ist identisch mit Dir und dem was durch Dich erfahren und erkannt wird.

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Schopenhauers Notiz „Tat twam Asi“

Unter die obige Notitz schrieb er:  „Das Tier, das du jetzt tötest, bist du selbst  …“

Kundrys Frage „Sind die Tiere hier nicht heilig?“

Die geehrte Direktion des Tierschutzvereins in Dresden erlaubt sich der Unterzeichnete um gefl. Mitteilung der Statuten und sonstigen Berichte desselben über dessen Wirksamkeit und Tendenz, sowie um die nähere Angabe der in das Auge gefaßten Agitations-Mittel zur Unterdrückung der medizinischen Vivisektion von Tieren, zu ersuchen, da er gesonnen ist, mit seiner ganzen Familie nach äußersten Kräften dem Verein seinen Anteil zu widmen. Hochachtungsvoll

Richard Wagner

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V e g a n e r   W a g n e r ?

Dem Fleisch abgeschworen hatten damals auch in Wien einige Künstler, die alle zum Stammpublikum des Cafe Griensteidl zählten wie der Schriftsteller Siegfried Lipiner, der Komponist und Musikjournalist Hugo Wolf oder der Komponist Gustav Mahler (1860-1911). Der sogenannte Lipiner-Kreis berief sich in Anlehnung an Schopenhauer auf eine asketische Mitleidsreligion. Maßgebend für diese Facette des Vegetarismus wurde der 1880 publizierte Essay Religion und Kunst von Richard Wagner (1813-1883). Wagner traf damit offenbar den Zeitgeist junger Intellektueller und für ein kurzes Zeitfenster war es kein Widerspruch, liberal und Wagnerianer zu sein. Bayreuth wurde 1882 anlässlich der Uraufführung des Parsifal zur Pilgerstätte vegetarischer Wagnerianer, wie Friedrich Eckstein berichtete: „Viele Mitglieder unseres Kreises fanden sich bei der ersten Aufführung des >Parsifal< zusammen & wir pflegten uns dort in dem vegetarischen Speisehaus >Frohsinn< an der Ecke der Schulstraße und der Schwarzen Allee zu treffen“.
Schilderungen wie diese haben zu der Annahme beigetragen, dass deutschlandweit das erste vegetarische Restaurant auf Initiative Wagners in Bayreuth entstanden sei, wozu es jedoch keine gesicherten Belege gibt. Vermutlich bestand die fleischfreie Speisestätte lediglich temporär während der Festspiele.
Richard Wagner selbst war kein Vegetarier, in seinem Umfeld und in den Bayreuther Blättern fanden sich jedoch zahlreiche Vertreter des Vegetarismus  …

Liebig.JPGLiebigs Fleischextrakt.JPGGrotesk:  Liebigs Fleischextrakt wirbt mit Parsifal-Bildern auf den Dosen  …

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Die vielen Namen Kundrys beschreiben eine Reinkarnationen-Kette, ausgehend von „Herodias“, der Frau des Herodes (die ihre Tochter Salome vor dem König tanzen lässt, um dann das Haupt Johannes des Täufers von ihm zu fordern) – Da muss auch die legendenhafte Verhöhnung des kreuztragenden Christus geschehen sein, die Kundry in der Folge beichtet. Kundry ist nicht nur ein Wesen in unterschiedlichen Zeiten, sondern auch in mindestens zwei Welten: Sie dient als Gralsbotin der Ritterschaft und Klingsor in dessen Parallelwelt als Verführerin in einer „Matrix der Lüste„, die den Garten der Natur (die reale Welt) zudeckt und verdorren lässt  …  > Die Matrix als Gegen-Gral <

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                    Ist Parsifal tatsächlich ein Vorbild von Neo in  „The Matrix“

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         Kundry & Gurnemanz auf der Suche nach Parsifal im virtuellen Raum:
Die Welt ist zu einer Matrix, zu einer Simulation geworden. Leben in einer virtuellen Welt. Ein geheimnisvoller Morpheus sucht zusammen mit Trinity den Auserwählten, den Erlöser, der die Kraft hat, die Welt aus der bösen Macht, der Matrix zu erlösen.

Wer ist die Matrix?

Morpheus glaubt, dass es sich bei dem jungen Computerhacker Neo um eben diesen „Auserwählten“ handelt, der laut eines ominösen Orakels die Matrix bezwingen wird.

Eine Art „Höhlengleichnis“ Platons (- Die Uridee des Kinos lässt grüßen)

Morpheus erklärt Neo, dass die Welt, in der er zu leben glaubt, lediglich eine schnöde Simulation ist, er nur ein gefangener Sklave in dieser computergenerierten Traumwelt, der Matrix, sei, und bietet ihm die Befreiung daraus an. Er stellt ihn vor die Wahl  in sein bisheriges Leben zurückzukehren oder die Wahrheit über die Matrix zu erfahren. Neo entscheidet sich für die Suche nach Wahrheit, die ihn in die reale Welt bringt.

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Trinity küsst Neo  – Dieser erhält dadurch neuen Fähigkeiten. Er kann den Code der Matrix nun deutlich sehen und mit seinen Gedanken frei manipulieren. Am Ende dieses (ersten) Films (einer Trilogie) befindet sich Neo dann wieder in der Matrix, aus der er die gefangenen Menschen erlösen will.

Die Androgynität Parsifals:  Syberbergs Geschlechterwandel bei der Kussszene

parsifal kreuz Wegweiser für die Regie.JPGobige „Matrix“ ist das berühmte Wieland Wagner-Kreuz

Der analoge Speer (der mit menschlichen Sinnen erfassbaren Natur), dessen Absenz in den Gefilden des Grals, Klingsors mehrdimensionale Welt seiner Matrix möglich machte, ließ dieser nun versinken  …

PARSIFAL:
(erfasst den Speer mit der Hand und hält ihn über seinem Haupte)

Mit diesem Zeichen bann‘ ich deinen Zauber.
Wie die Wunde er schliesse,
die mit ihm du schlugest,
in Trauer und Trümmer
stürz‘ er die trügende Pracht!

   (Er hat den Speer im Zeichen des Kreuzes geschwungen wie durch ein Erdbeben versinkt das Schloss. Der Garten ist schnell zu einer Einöde verdorrt; verwelkte Blumen verstreuen sich auf dem Boden. – Kundry ist schreiend zusammengesunken)

PARSIFAL:
Du weisst,
wo du mich wiederfinden kannst!

ltl_mrz16_peter philipp (1).jpg Karfreitag – April 1857 – Wagners erfundenes „Parsifal-Erlebnis“ (Zürich – „Asyl“)Asyl April 1857.JPG

Parsifal  – ein Seelenverwandter des Initiationskandidaten Tamino (Zauberflöte) –  erlebt das Ende seiner Prüfungen / seiner Heldenreise als > Karfreitagszauber < (Wunder Natur, Salbung, Taufe Kundrys, Rückkehr als König in die Gralsburg  …)

„Wie dünkt mich doch die Aue heut so schön“

            Das Gras dünkt grüner, die Luft frischer, würziger, als in den Jahren davor  …

         „Das ist Karfreitagszauber, Herr“

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CO2 im „Sinkflug“  –  kein Kondensstreifen am „Blauen Band“ des Frühlings“ 

Greta wollte es – Corona erzwingt es: Umweltunverträgliche Kreuzfahr(er)tschiffe werden zu schwimmenden Quarantänegefängnissen – Mehr Stornos als Buchungen – Deutlich weniger Touristenbomber pflügen als CO2-Schleudern durch die bereits etwas sauberere Luft  –  Peking kann so mittlerweile wieder (im doppelten Sinn)  durchatmen  …

co2 china.JPGEine Handy-App als Virus-Kontaktmelder, eine automatische Fiebermessung  (Trau keinem über 37“) und Gesichtsmaskenerkennung in Städten am Zebrastreifen sowie 30-Tage-Bewegungsdaten vom Mobilfunkbetreiber: Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus fährt China seine ganze Überwachungstechnologie auf. Unwirklich scheinende Szenarien werden Realität  …

>Klingsors Blumenbordell ist geschlossen – Home-Office – Man(n) nimmt Abstand<  Wenige Autos nur, fast leere Gehsteige beim >Osterspaziergang<Nicht durch des Frühlings holden, belebenden Blick, sondern durch Corona, befreit sind Flur und Bäche, aber nicht vom Eise, sondern wie Venedigs Kanäle: Vom Schmutz  … Fische tummeln sich wieder im klaren Wasser  …

Gretas Fridays for Future könnten im GOOD FRIDAY FOR NATURE 020 gipfeln !

ERLÖSUNG DEM ERLÖSER

PARSIFAL-PROGNOSE

Was einen Neustart des Spielbetriebes betrifft, wurden 3 Optionen zeitlich in den Raum gestellt: Die optimistischste Variante sah einen Beginn des Probenbetriebes nach Ostern vor, ein weiteres Gedankenspiel beschäftigte sich mit einer möglichen  Wiederaufnahme im Mai. Letzter Ausweg: ein Neubeginn mit nächster Spielzeit im Herbst – unter anderem mit Ludwig van Beethovens „Fidelio“Die Bayreuther Festspiele 2020 wurden übrigens abgesagt  … !!!

Die große Parsifal-Produktion, die am 11. April in Linz Premiere gehabt hätte, sollte in jedem Fall gezeigt werden – das galt für alle drei Szenarien !!! – Letztendlich wird PARSIFAL nun erst in der neuen Saison das Geheimnis des Grals enthüllen  …

Manfred Pilsz  –  Wagnerianer/Wahl-Bayreuther/RWVler

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder …, die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

http://www.musiktheater.at/                 http://www.wagnerverband-linz.at/

Der >für den Palmsonntag< abgesagte Linz-Marathon würde seit Jahren erstmals wieder eine Messe in der Stadtpfarrkirche am besagten Vormittag möglich machen, allerdings macht Corona sogar vor Kirchen nicht halt & so bleiben auch heuer die Pforten geschossen  …

Selbiges gilt für die Karwoche und für  0 s t e r n

DSCN8238.JPGDiesen PARSIFAL-BLOG-Beitrag gibts auch als Radio-Sendung: https://cba.fro.at/449384

M E T   NY  https://www.metopera.org/user-information/nightly-met-opera-streams/articles/transcendental-meditations/

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…  und in jedem Fall haben wir ORF III  Ö1 !!!

LETZTE MELDUNG:

DER LINZER PARSIFAL KOMMT NUN DOCH ERST IM JUBILÄUMSJAHR 2022