Klassenziel per Kreativität, Kunst …

Noch vor einiger Zeit war undenkbar, dass mediale Absurditäten wie der Moneymaker (- mittlerweile Geschichte) noch zu unterbieten wären – Eine unsägliche Werbung hat dies jedoch geschafft und es ist erfreulicherweise auch anderen so sauer aufgestoßen:

Nur Gold im Kopf

In einem Werbespot, der zurzeit im Fernsehen läuft, erhebt sich ein weiß gekleideter Mann am Morgen von seinem weißen Bett, das in einem weißen Raum steht, ein goldener Roboter mit starrem Frauengesicht begrüßt ihn und sagt, heute sei sein 150. Geburtstag, sein Vermögen betrage etliche Trillionen, und fragt, wie er das alles geschafft habe. Der Mann klopft der Puppe mit dem Knöchel gegen den Schädel und antwortet: „Ich habe wie du immer nur Gold im Kopf gehabt.“ 

Der kurze Spot ist ein finsteres Meister­werk: Er zeigt die absolute Sinnlosigkeit des Seins. Weniger als dieses Nichts gibt es nicht. Vor Entsetzen vergisst der Zuseher, wofür hier eigentlich geworben wird. Am Ende springt ein weiß gekleidetes Kind daher und ruft: „Papa!“ – Ich hätte mir so sehr gewünscht, das Kind würde sagen: „Papa, lass mich nach draußen in den Dreck, gib mir einen Stumpen Bleistift und einen Zettel Papier, ich möchte auf keinen Fall werden wie du, ich möchte nicht älter werden als achtzig Jahre, und jetzt will ich ein Gedicht über die rote Farbe schreiben, die von einem Schubkarren abbröckelt, der im Regen bei den weißen Hühnern steht, ein Sonett vielleicht oder auch nicht, ich weiß nicht, was mir einfällt, ein paar schöne Sätze, in denen das Wort Gold nur als Metapher vorkommt …

…  soweit Schriftsteller Michael Köhlmeier in der BÜHNE (- Kultur brauchen wir nicht. Kultur wollen wir !)

Die Gold-Thematik gehört nicht gewinnbringend dem Boulevard, sondern der Kunst:

Nach Golde drängt,
Am
Golde hängt
Doch alles. Ach wir Armen!

Goethe Faust I, (Margarete) Gounod

Nur wer der Minne Macht entsagt,
nur wer der Liebe Lust verjagt,
nur der erzielt sich den Zauber,
zum
Reif zu zwingen das Gold

Wozu hat Richard Wagner seinen RING-VorabendDas Rheingold“ geschrieben?

Ihrem Ende eilen sie zu,

die so stark in Bestehen sich wähnen.

Fast schäm‘ ich mich, mit ihnen zu schaffen

Im Finale der RING-Tetralogie ermöglicht wissende, weibliche Initiative in Gestalt personifizierter Liebe durch die Wiederherstellung der Ausgangssituation, mittels Rückgabe des Goldes in Form des Symbols des Rings (an die Natur), einen möglichen Neuanfang, nach dem Zusammenbruch einer patriachal dominierten „Weltordnung“ und der damit verbundenen Katastrophe:

Erst durch die KUNST erhält GOLD (nach dem Sündenfall) die Unschuld zurück:

Filmprojekt TWOSOME

Was aber tun, wenn der schnöde Mammon regiert?

Kunst, geschweige denn Kunstvermittlung sind da (auch jenseits von Pandemiezeiten) scheinbar eher nicht wirklich „System-relevant“:

Die Gymnasien produzieren oft am Markt vorbei , meint die Wirtschaftsministerin

Welcher Markt?“, fragt Hopmann, der an der Uni Wien Professor für historische und vergleichende Schul- und Bildungsforschung ist. „Die Gymnasien waren nie berufsvorbereitend, sondern dienten der Einführung in die bürgerliche Welt und in Weisen des Selbstverstehens – sprachlich, mathematisch, ästhetisch, religiös. Der Kern dieser Schule war und ist eben nicht ausgerichtet an zukünftigen Arbeitsmärkten, sondern an der Vermittlung dessen, was man unbedingt wissen muss, um in die Welt einsteigen zu können.“ Darum sei die Idee einer „Schule 4.0“, die die „richtigen“ Absolventen für die Industrie 4.0 unter dem Regime der Digitalisierung aller Lebensbereiche liefern solle, illusorisch, warnt er: „Wenn diese Schüler fertig sind, leben wir schon in der Gesellschaft 6.0.“

…  nachzulesen im Standard

Katheder statt „ex cathedra“

Kann es sein, dass das Kapital „ex cathedra“ das Curriculum zur Erreichung einer Gewinnmaximierung vorgibt, oder ist nicht doch eigentlich das Klassenziel der AHS viel zukunftsweisender, denn es gilt nicht Roboter auszubilden – die werden nur gebaut und erledigen dann alles, wofür man nicht ausdrücklich Bildung benötigt? Mittels Kreativität & Kunst: Bildung statt Ausbildung poor …

Der Philosoph Richard David Precht hatte schon vor geraumer Zeit seinen ministerialen Diskurs in der Sendung „Im Zentrum“ (damaliges Thema „Digitalisierung)

Selbst 2021 gibt es deutlich weniger Virologen als sogenannte „Bildungsexperten“ *

Liessmann vs. Salcher *

Liessmann schiebt den schwarzen Peter für das Problem unserer „Unbildung“ weniger dem einzelnen Menschen zu – als wäre dieser zu faul, sich wirklich zu bilden – noch einer versagenden Bildungspolitik. Der Kern des Problems liege tiefer: in dem ökonomischen Strukturgefüge unserer Gesellschaft, die auch den Geist den Verwertungsinteressen des Kapitals unterwerfe; deshalb sei „Unbildung die notwendige Konsequenz der Kapitalisierung des Geistes“ und „unser aller Schicksal“ … (zu: Theorie und Praxis der Unbildung)

Aus der Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 016:

Vermittelt Kunst nicht soziale und kreative Kompetenzen, die sich als Wettbewerbsvorteil erweisen könnten? Und wird die Kunst nicht aus diesen und ähnlichen Gründen, die mit ihr im Grunde nichts zu tun haben, in den Sonntagsreden so gerne beschworen? Welchem Politiker, gar welchem Bildungspolitiker geht es denn wirklich noch um die Sache der Kunst? Die zentrale Rolle, die Kunst und die Auseinandersetzung mit ihr einst in der bürgerlich-humanistischen Bildung gespielt hatte, ist längst obsolet geworden. Die klassische Literatur, ernste Musik, die Welt der Oper, die großen Werke der Malerei, die epochalen Texte des Theaters gehören seit langem nicht mehr zum Kerncurriculum Höherer Schulen.
Mit Fug und Recht könnte man sich auch einmal die Frage stellen: Wieviel Bildung braucht die Kunst, wieviel Kunst braucht die Bildung? Das gelungene Werk, auch in seiner Einfachheit raffiniert und anspielungsreich, immer auf Vergangenes zurück und auf Zukünftiges vorausweisend, stellt hohe Ansprüche. Hören, Lesen, Sehen sind in diesem Zusammenhang nicht nur rezeptive, sondern produktive Tätigkeiten, das Verstehen und der Genuss steigern sich mit Kenntnissen, Einsichten und Erfahrungen. Ästhetische Bildung als Modell für die Freiheit und Autonomie des Menschen kann sich nur in Auseinandersetzung mit der Kunst entfalten, ästhetische Urteilskraft, die Fähigkeit, das Gelungene vom Misslungenen zu unterscheiden, die Schulung einer kritischen Haltung können sich nur in Konfrontation mit den Werken der Tradition und der Gegenwart entwickeln. Ja, Kunst braucht Bildung in einem fundamentalen Sinn, sie braucht vielfältige Kenntnisse, braucht historisches religiöses, philosophisches und literarisches Wissen, braucht Erfahrungen. Welche Schule, welcher Bildungsplan will solches heute noch bieten?
Aber wieviel Kunst braucht die Bildung? Genügt es nicht, dass junge Menschen jene Kompetenzen erwerben, die sie fit für die Arbeitswelt der Zukunft machen? Und hat sich die Beschäftigung mit Kunst nicht auch dieser Maxime zu beugen. Sollte es sich herausstellen, dass das Hören von Mozartopern das innovative Denken befördert und bei der Gründung von Startups Vorteile verschafft, nun, dann wird man das tun; sonst eben nicht. Wer so denkt, denkt falsch. Bildung ohne ästhetische Erziehung ist keine Bildung. Denn die Kunst, und nur sie, kann – wenn auch im Imaginären – zeigen, was es heißt, mit den Widersprüchen und Abgründen des Menschen in einer menschlichen Weise umzugehen. Kunst gehört, neben der Wissenschaft, zumindest für Friedrich Schiller zu den „edelsten Werkzeugen“ des Menschen, die es ihm erlauben, sich im „Reiche der vollkommensten Freiheit“ zu bewegen. Bildung als Menschwerdung des Menschen kann sich deshalb nur an und mit diesen beiden großen Errungenschaften entfalten.
Das Reich der Freiheit, auch und gerade der ästhetischen Freiheit, ist aber nicht ohne Fallstricke. Freiheit heißt auch, sich aus dem Bann des Kollektivs und des kollektiven Denkens zu lösen und zu einer wirklichen Individualität zu gelangen. Hier liegt ein irritierendes Problem, vor das uns die Kunst stellt. Kunst ist mit unseren, im Bildungswesen aus guten Gründen geforderten Gleichheits- und Gerechtigkeitsvorstellungen nicht vereinbar. Kunst ist letztlich eine Sache des Einzelnen. Und dies nicht im Sinne eines falschen Elitenbewusstseins, auch nicht im Sinne eines überzogenen Geniekults, sondern im Sinne einer existentiellen Erfahrungsmöglichkeit. Für diese kann in einem Schulsystem wohl der Boden bereitet, sie kann aber weder verordnet, noch verlangt, noch als Kompetenz definiert, geprüft und zertifiziert werden. Es kann auch niemand dazu gezwungen werden. Ein Bildungssystem, das die Chancen von Kunst ernst nähme, eine Bildungsministerin, der es darum ginge, jungen Menschen die Welt der Kunst zu erschließen, setzte deshalb weniger auf Kompetenzorientierung oder Output-Optimierung, sondern schlicht auf Lehrer, die für die Kunst, für die Literatur, für die Musik begeistern können, und die wissen und wissen dürfen: wenn sie damit auch nur eine einzige jugendliche Seele erreichen und enthusiasmieren – dann haben sie das ihrige getan. Und mehr bedarf es nicht.

                                                                    Konrad Paul Liessmann

Wertgeschätzte, künstlerische Teamarbeit an der Schule mit öffentl. herzeigbaren Ergebnissen (!) ist dabei das NonPlusUltra eines nachhaltigen Erfolgs – Kabarett, Musiktheater, Filme, Bilder usw. kreieren!!! Kunst wird so im Unterricht selbst aktiv erlebt und die Werk-Hintergründe sowie Intentionen des Schöpfers (Bio) werden dabei sicht- & spürbar …

Da hilft Lehrenden sicher weder ein theoretisches, pädagogisches 2, 3, noch 4 Säulenmodell, sondern nur echte, eignene Begeisterung für die Sache, Neugier und HUMOR !

Das sind auch Top-Voraussetzungen für kreative Gedanken und ebensolches Tun in passender Atmosphäre. Der Ort, an dem man arbeitet, soll vertraut sein: Für manche die offene Weite eines „Festsaals“ in größerer Gruppe oder die eigene Wohnung – hier kann in Ruhe etwas entstehen – manchmal  nur im Dasitzen & Schauen oder durch sinnliche Eindrücke in der Frische des morgendliches Erwachens  … aber auch bei Spaziergängen, beim Duschen, vielleicht auch bei, oder durch Gespräche  …  sicher aber nicht durch Sachbücher und „Seminare“ zum Thema Kreativität  … Bestens funktionierender Kreativpool bei den FadingernGestern wie HEUTE: >>>>>>>>> Das MRG !

Schule soll Spaß machen – dieser Satz im regionalen ORF-TV OÖ. bescherte dem Blogautor 1998 im Zuge der Präsentation des damals neuen Medienzweigs jede Menge böser Post von nicht wohlmeinender Zuseherschaft  …

Kreativität und Humor sind eng miteinander verbunden. „Lachen befreit“- so können Denk- und Kreativitätsblockaden durch Lachen und Humor vermindert werden. Kreative und humorvolle Menschen sind eher dazu in der Lage, ihre gewohnten Bahnen zu verlassen, „Aberwitziges“ zu denken und überraschende Verbindungen herzustellen.

Eine Schüler-Befragung innerhalb einer Studie dazu ergab ein klares Votum für mehr Humor – Die Schüler wünschen sich mit Mehrheit einen humorvolleren Unterricht (– und wirklicher Humor ist deutlich mehr als bloß Witze zu erzählen  …)

Bei den Fadingern führte ein diesbezüglicher Wunsch der SchülerInnen Mitte der 70er Jahre zur Gründung der Kabarettgruppe (BSG). Ein Quantum schauspielerisches Talent ist in jedem Fall für Lehrpersonen garantiert kein Nachteil …

Abschließend 2 Zitate eines kundigen 100Jährigen:

Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen

Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität – die einzige revolutionäre Kraft ist die Kunst

Joseph Beuys

M.P.

Radio Beitrag zum Klassenziel per Kreativität/Kunst:

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ANHANG (NEWS & OÖN) – Nach den „Religionswächtern“ im Morgenland, sind seit geraumer Zeit nun scheint’s „Kulturwächter&Innen“ im Abendland auf der Bühne erschienen …

Über-Brücken …

…  Über sieben Brücken musst du gehen
Sieben dunkle Jahre überstehn …

7 dunkle Jahre … eigentlich wäre 1 Pandemie-Jahr völlig ausreichend – und das bitte erst wieder im üblichen Abstand eines Jahrhunderts (- zuletzt: Spanische Grippe) – In Linz kennt man diese Usancen und so war mit einer frisch renovierten Pestsäule 2020 bestens auf Covid19 vorbereitet. Mit den 7 Brücken über die Donau wird’s da schon schwieriger (selbst wenn man die Steyregger Übergänge mit einrechnet) … Nun, im Normalfall reichten bisher für alt eingesessene Kernbewohner der Stadt vor der Biegung des Flusses (Lentos) 3 davon völlig aus:

Ende der 80er Jahre wurde er in Linz als ein sogenannter Volkslauf ins Leben gerufen

> Seit 2004 begleitete Radio FRECH den 3-Brücken-Lauf des Kulturzentrums Hof <

Die einzigen FRECHen Sportbeiträge

Alljährlich (meist kurz nach Ostern) begaben sich die Fadinger Medienleute zum Start dieses 6 Km Laufs vors Brucknerhaus für Vorher- und anschließend eilig zum nahen Kulturzentrum für die Nachher-Interviews. Mitglieder des Fadinger MRG-Teams gab’s aber auch unter den Streckenposten & manchmal waren Interviewerinnen auch mit Startnummern zu sehen …

Nach einem bedenklichen Schrumpfen der Zahl einsatzfähiger Brücken hätte man ganz zuletzt die Veranstaltung auch Nibelungenlauf nennen können, da neben dem Wegfall der Eisenbahn-, auch die Voest-Brücke zeitweise nur noch eingeschränkt benutzbar war. 2021 wird es Ende April einen virtuellen Lauf geben (auch für Walker)

Blonde Engel (oben) sind da rein von der Bodenhaftung klar im Vorteil …

DIE NAMENLOSE NEUE

Die Dresdener haben nach wie vor ihr „Blaues Wunder“ – die Linzer haben ein Fluss-überspannendes Wahrzeichen 2016 endgültig verloren

Pontifexe aller Schattierungen haben mittlerweile die Brücken-Dichte zu Linzen wieder deutlich erhöht: Die Voest-Brücke hat so operativ entlastende Bypässe bekommen, beim Freinberg könnte man in geraumer Zeit von einer Hängebrücke huldvoll auf die Westringbrücke darnieder blicken. Das derzeit aktuelle Projekt ist allerdings der frisch eingeschwommene Eisenbahnbrückenersatz, für dessen Taufe bereits ein Name gesucht wird. Nicht nur laut Quotenregelung wäre ein weiblicher Name angedacht: Eine Dohnal-Donauquerung sei da politisch im Fluss – Prinzipiell OK, aber mit wenig Linz-Bezug (- Wien od. das Wein4tel wären da biographisch besser geeignet). Eine Fussenegger-Furt“ wäre hier (OÖ) regional deutlich abgesicherter – mal sehen

Alles auf Schiene ?

Logisch wäre im ehrfürchtigen Gedenken * sowie im direkt kausalen Zusammenhang die Bezeichnung: > Neue Zug-Brücke < (- Ein sehr pfiffiger Vogel unter dem eigenen Dach raunte mir dies zu) – Originell, leitet sich vom Namen der geliebten Vorgängerin her und ist in seiner Doppeldeutigkeit herrlich irreführend … zur Not wäre auch eine Bahn-Brücke (- Gender-Form zu „Zug“) eine Lösung, „Eisenbahn-“ hingegen ein wahres > Sakrileg <* ! (- da fährt die nämliche …bahn drüber)

Aus Urfahraner Sicht war die alte Eisenbahnbrücke immer (völlig bar eines jeden ideologischen Hintergedankens) der linke und die Nibelungenbrücke der rechte Donauübergang. Die Linke Brückenstraße führte hier seit immer schon und ewig zur Eisenbahn-Donauquerung  …     So gesehen könnte man also auch die Taufe einer Linke(n) Brücke ins Auge fassen.

Die anschaulich alliterierende „Bruckner-Brücke“ wäre leicht merkbar und würde wiederum allen Genius-Loci-Fans gefallen, die noch dazu auf die direkte Nähe zum Konzerttempel verweisen könnten und auf das 2024 bevorstehende Jubiläum des Haus & Hof-Komponisten !

Das frisch gebackene Neoexemplar kopiert das charmante Original mit seinen nun ebenfalls 3 Bögen in moderner Form – so entstand u. a. die Idee sie nach den blauen „Donauwellen“ zu nennen … Seefahrer jedoch wissen von Monsterwellen zu berichten, den sogenannten „3 Geschwistern“ – Nun, Pandemien (- wie zuletzt vor 100 Jahren) weisen auch dieses 3 Wellen-Phänomen auf – so gesehen vielleicht doch keine gute Idee ein solches Bauwerk damit zu punzieren …

Warum haben Voest & Nibelungen eine Brücke in Linz?

Einfache Antwort: Warum nicht?

Bei der Voest-Brücke gab es stahlharte Argumente sie so zu benennen. Sollten enttäusche Köglberger-Fans mit dem Ansinnen die neue Brücke nach ihrem Idol zu benamsen scheitern: An Voest wird sicher eisern festgehalten – schon aus LASK-Gründen

Und wie siehts mit Nibelungen aus? Hier haben keine Zwerge über die Donau gesetzt  …

Und auch keine Burgunder … die sind in der Ebelsberger Gegend laut Sage in Richtung Rüdiger von Bechelaren (Bechelaren = Pöchlarn) unterwegs gewesen.

Der Bedarf an Zwergen ist regional völlig abgedeckt durch die Pöstlingberg-Besatzung inklusive (des fahrbaren) Drachen-Angebots  …  – migrantische Nibelungen würden da „Grotten-schlecht“ aussehen

Anmerkung der Redaktion: Für Wagnerianer sind die Nibelungen Untertanen des Zwergenkönigs Alberich. Im Nibelungenlied jedoch bezeichnen sich ab Beginn des 2. Teils (Kriemhilds Rache) die in Worms ansässigen Burgunder als Nibelungen und ziehen über die Donau bis ins „Heunenland“ des König Etzel (- samt finalem Gemetzel)

Man bewahre uns vor einer Burgunder Brücke  … bloß keine „Nibelungen-Noth“!

Wir belassen es einfach beim Namen der nunmehr 80 Jahre alten Brücke, die exakt dort über die Donau führt, wo ab 1500 eine Verbindung zwischen den beiden Ufern bestand.  Kriemhild und wenig später Hagen hatten keine Lust solange zu warten und querten bereits 1200 den Fluss in Oberbayern: Hagen & Co taten dies in Großmehring (nachdem obiger in Pförring wüst den Fährmann erschlagen hatte). In OÖ nächtigte Kriemhild wahrscheinlich in der Schaunburg. Schon vor Eferding zweigte der Weg von der Donau ab und führte in etwa 70 Kilometer direkt – unter Umgehung von Linz (!) – über die Traun zur Enns

Den Nibelungen ist es also nie gelungen nach Linz zu gelangen …

Nihil trotzquam hat obiger Taufname (vom ihrem Täufer einmal abgesehen) seine historische Berechtigung: Bis in die 80er Jahre glaubten viele, die an der Nord/Süd-Achse Linz im Schritttempo gemach passierten, dass es sich hier wohl um eine Nebel-Lungen-Brücke handeln müsse, da man speziell im Winterhalbjahr an vielen Tagen & Nächten kaum die eigene Hand erkennen konnte … > In Linz, da stinkt’s, man riecht, aber sieht es nicht < … wo der Nebel daheim ist: Nibelheim – Lebensraum der Nibelungen …

Nibelheim hier

Durch bleiche Nebel

Was blitzen dort feurige Funken

… das klingt nach Hochöfen, Schlacke und Schmiedehämmern, ist aber aus dem Libretto zu „Rheingold“ und auch Siegfrieds Schmiedelieder wären durchaus passend …

Während Linz09 wurde auf der Nibelungenbrücke eine > Weltrettungshaltestelle < eingerichtet, wo ursprünglich mit dem Projekt „Gefallene Helden“ ein Zeichen gesetzt hätte werden können – Beides wäre möglich gewesen …

VOR GENAU 40 JAHREN:


Im Jahr der 81er Renovierung war die „Traumreichsbrücke“ Drehort für den Fadinger Kubin-Film (oben)Die andere Seite“  (5 Jahre davor war in Wien die Reichsbrücke in die Donau gestürzt)

Was passiert nun eigentlich mit den wunderschönen Bögen der alten Brücke?

Manfred Pilsz

hier ein weiterer Beitrag zur Thematik <<<

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PS.: > 1600 Jahre Venedig <

Gedanken zum 13. 2. 2021

1883 war der 13. Februar der Dienstag eine Woche nach dem Ende des Karnevals. Am darauffolgenden Valentinstag verbreitete sich die schlimme Nachricht: „Triste, triste, triste! Wagner è morto!“ (- schreibt Giuseppe Verdi am 14. Februar an den Mailänder Musikverleger Giulio Ricordi) – Drei Wochen zuvor hatte Anton Bruckner mit der Komposition des 2. Satzes seiner VII. begonnen. In einem Brief an Felix Mottl erinnert sich Bruckner: „Einmal kam ich nach Hause und war sehr traurig; ich dachte mir, lange kann der Meister unmöglich mehr leben, da fiel mir das cis-Moll Adagio ein.“

„Sehen Sie, genau so weit war ich gekommen, als die Depesche aus Venedig am Morgen des 14. Februar 1883 im Konservatorium eintraf – da hab ich geweint, o wie geweint – und dann erst schrieb ich dem Meister die eigentliche Trauermusik“

2020 wurde der Karneval in Venedig auf Grund der Gefährdung durch die COVID-19-Pandemie am 23. 2. beendet, zwei Tage früher als vorgesehen. Heuer fällt der 13. Feber auf den Faschingssamstag, es gibt keinen venezianischen Karneval 021 und es sind fast auf den Tag genau 11 Monate seit dem Beginn des 1. Lockdowns vergangen. 11 Monde kulturelle Fastenzeit, die sich demnächst auswachsen zu einem gestohlenen Jahr !

Habjans Puppen FRECH gefragt …

Im Vorjahr waren es die Salzburger Festspiele, die ihren 100er begingen, nicht aus der Hand gaben und so im Sommer die Bühne nicht Corona überlassen haben, sondern erfolgreich und ohne diesbezügliche Krankheitsfälle ein Monat lang die Mozart-Stadt bespielten. Heuer hat sich auch Bayreuth zurück gemeldet und wartet mit einem leicht abgespeckten, aber durchaus Festspielwürdigen Programm auf:

Wagner für Kinder (Katharina Wagners Lieblingsprojekt) bietet heuer (in deren Fassung) „Tristan & Isolde“ mit Stephen Gould (!) in der Titelrolle an … Am Teich des Grünen Hügels werden Nikolau Habjans geniale Puppen „Noch immer Loge“ von Paulus Hochgatterer unter freiem Himmel auf die Bühne bringen und dabei als Rheintöchter und Erda über Loge zu Gericht sitzen … Im Festspielhaus selbst gibt’s heuer Konzerte (!), weiters den neuen „Holländer„, die „Meistersinger“ und den „Tannhäuser„, sowie eine ganz spezielle Überraschung:

Alle Verträge sind unterschrieben – Katharina Wagner, Chefin der Bayreuther Festspiele lud Hermann Nitsch zu Mal-Aktionen bei 3 konzertanten Walküren                                    

Es war immer mein Traum, in Bayreuth zu inszenieren

Hermann Nitsch, Aktionskünstler

Hermann Nitsch, das Feindbild all jener, die zumeist weder sein Werk, noch ihn kennen, aber glauben gehört zu haben, dass er ein sogenannter „Blutkünstler“ mit Aktionen und Happenings wie Tierschlachtungen und Prozessionen zu sein scheint. Nun, er ist einer der Hauptvertreter des > Wiener Aktionismus <, Schöpfer und Inszenator des Orgien Mysterien Theaters, eines sechs Tage dauernden Festspiels in seinem Schloss Prinzendorf – Diese verlaufen nicht wirklich vegan, aber das war’s dann auch schon: betreffend Greuel-Märchen, die seit den 60ern über diesen Künstler verbreitet werden.  Mit Oper kam der 82-Jährige mehrfach aktiv in Berührung: Das Wiener STOP-Bühnenbild-Ergebnis war wahrhaft prächtig !

Es wird spannend, was der Gesamtkunstwerker Nitsch mit dem Gesamtkunstwerk von Wagner anstellen wird – Die Walküre ist nun mal kein blutleeres Stück – liebe Skeptiker …

Das Gute und Schöne ist häufig auch inhaltlich nicht immer das Thema eines Kunstwerks: Von den großen Heldenepen der Antike & des Mittelalters bis hin zu Kriminal- und Horrorfilmen strotzt es nur so von Mord, Totschlag und Hektolitern von Blut  …  und ja, das wird oft vergessen: Filme in TV, PC und Kino sind Kunstprodukte  – nicht nur in pandemischen Zeiten Überlebensmittel in Sachen Unterhaltung …

kein Nitsch-Bühnenbild, sondern quasi zum Valentinstag die Blumenmädchen-Szene (Parsifal – MET / NY 2013)

KULTUR ist – Alles, was der Mensch schafft – bezogen auf Raum & Zeit

Ja, und das kann eben wiederum passieren in Form von Kunst oder Zivilisation

Kultur als Begriff im politischen Diskurs & im medialen Kurz-Sprech für Rezipienten, die nur noch mit minimaler Aufmerksamkeitsspanne ausgestattet sind – Wenn da also von Kultur die Rede ist, kann man davon ausgehen, dass eigentlich Kunst gemeint ist, was prinzipiell nicht falsch ist, da Kunst als Teil des Überbegriffs Kultur firmiert.

Die meisten Medien neigen dazu sich dem Zeitgeist (- was immer das ist) anzupassen: Extra kurze Interviews, wenig Text viel Musik, Dudelfunk mit Werbung im Minutentakt … Wie wohltuend ist es da Sendungen beispielsweise auf Ö1 oder FRO zu hören, in denen man Themen einen breit angelegten Zeitraum widmet – für ein Publikum mit ausreichender Aufmerksamkeitsspanne. Menschen die es auch schaffen in Zeiten von SMS, Twitter und Co einfach zuzuhören, ja es genießen und danach lechzen – Leute, die es auch gewohnt sind Wagnersche Musikdramen, die allein in der Spiel-Länge eine 3-Min-Singel um mehrere Stunden überflügeln, mit Wonne & Ruhe zu rezipieren.

Gedanken zum Thema KUNST <<< hier der R A D I O – Beitrag

(Ein kurzweiliger, theoretischer Exkurs, zumal Kunst praktisch seit einem Jahr fast durchgehend von Viren, Virologen, Politik weg-, aus- und zugesperrt wurde  … )

Vor über 15 Jahren:

Anlässlich des 60. Jahrestags der Befreiung von Linz wurde der „Day of Culture“ ausgerufen. Die FRECHen Fadinger beteiligten sich dabei mittels Musikvideo Mit Pauken und Trompeten“ (Helmut Rogl), einer Aktion am Hauptplatz (Prof. H. Ebner) und einer Radiosendung. So entstand 2005 für jenen 5. 5. eine 5 x 5 Minuten-Umfrage zur Thematik Kunst – Eine Begrifflichkeit bei der man sich meist mit wasserdicht haltbaren Definitionen schwer tut & in der Wertung geschmäcklerisch aus dem Bauch heraus mit oftmals abwertenden Urteilen schnell bei der Hand ist …

Natürlich sind Sätze wie: „Das gefällt mir nicht“, durchaus zulässig und stellen eine selbstbewusste Äußerung dar, wenngleich es nur eine ganz abgegrenzt subjektive und nicht durch objektive, fachimmanent gestützte Argumente geäußerte, für viele dann gültige Kunstkritik sein kann

Mit seiner Aussage:  Jeder Mensch ist ein Künstler < wandelte J. Beuys das Zitat von Novalis: Jeder Mensch sollte ein Künstler sein <  von der Möglichkeit in eine Ist-Form um und schuf so ein Bewusstsein für die eigene schöpferische Kraft, welche im eigenen Denken des einzelnen begründet liegt.

Damit sage ich nichts über die Qualität. Ich sage nur etwas über die prinzipielle Möglichkeit, die in jedem Menschen vorliegt (…) Das Schöpferische erkläre ich als das Künstlerische, und das ist mein Kunstbegriff.

12. Mai 021 / 100. Geburtstag v. J. Beuys

Laut Adornos Rezeptionsforschung wertet Publikum hochprozentig emotional !

Die Bewertung eines künstlerischen Werks unterliegt unterschiedlichen Faktoren. Zum Beispiel führen Charakteristika des bewertenden Individuums (wie dessen Persönlichkeit, Bildung und Geschmack) zu unterschiedlichen Präferenzen. Dienlich: Persönlichkeitsmerkmale, wie Offenheit für Erfahrung / das Feuer der Neugier … Statt „poorer“ Anbetung der Asche – Ja, Mahlers Wort gilt auch für Rezipienten – Zu neuen Taten Schafft NEUES Kinder – sprach dereinst Meister Wagner !

Manfred Pilsz

干杯 Prosit China – Dort begrüßt man dieser Tage das neue Jahr des Büffels 021 / Im Jänner 020 wurde zu Beginn des vorigen Jahres der Ratte Wuhan abgeschottet …

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Caffè La Serra (Venedig)

Kurzes PS zu „Zwischeneiszeit“ & „Golfstrom

Zur einwöchigen „Zwischeneiszeit“: Im Sommer würde die Wetterfee jubeln über eine kleine Hitzewelle und diese dann gerne lautstark prolongieren. Allen gar depressiven, noch immer nicht genug Klima-Erwärmten sei in Erinnerung gerufen: Der Februar ist der August des Winters – Ich werd‘ mich im Sommer dann gern an ihn zurückerinnern! Ein wenig Winter rechtfertigt jedenfalls keine verbotenen coronesken Aus-Flüge ans Kap der guten (?) Hoffnung, um dort einzulochen. Auch Österreich gehört zu den Golfstaaten: Es gibt in Tirol genug 1A-Abschlag-Möglichkeiten die der jeweiligen Platz(hirsch)reife entsprechen. Da bestünde dann in der Tat kein wirkliches Handicap als Person mit Mutationshintergrund heimzukehren. Kürzlich wurde ein Mann, der seine Covid-Quarantäne für kaum eine Minute unterbrach, um den heftig stinkenden Hausmüll hinunterzutragen zu einer bedingten Haftstrafe & Geldbuße verurteilt (-Gefährdung einer Person im Hausflur). Mal sehen, ob sich per „Contact Tracing“ die Privat-Jet-Nutzer (?) eruieren lassen, die entlang des Golfstroms reisend mit ihrem viralen Import ein ganzes Bundesland „beglückt“ habenLetzte Meldung dazu: Angeblich solls ja ein Niederösterreicher (mit Tirol-Hintergrund) gewesen sein, der wiederum jemand kannte, der sich bei einem Deutschen angesteckt hat … Tja und selbst wenn’s so wäre: Während eines Lockdowns geht golfen weder in Florida, noch Schottland, geschweige denn gar jenseits des Äquators !!!

Houchang Allahyari 80

Anfang Februar feierte هوشنگ الهیاری (* 1941 in Teheran) seinen 80er ! Dr. Allahyari ist ein bekannter österreichischer Psychiater und Filmemacher iranischer Herkunft. Ein Jahr nachdem er 1983 Staatsmeister beim Bundesbewerb des VÖFA geworden war, (wo er mehrfach einreichte und von der Jury mit Gold ausgezeichnet wurde —> Liste der Staatsmeister) wurden die Fadinger Filmer bei den frisch nach Wels übersiedelten Österreichischen Filmtagen auf ihn aufmerksam. Einer, der sich selbst erst seinen Platz unter den Profis mit seinen Werken erarbeitet hatte – ein Hoffnungsträger aus dem selben ursprünglichen Rennstall. Die Kontakte beschränkten sich auf Eröffnungsfeiern & Diskussionen. Speziell drei Festivalfilme prägten sich ein:

  • Auszeichnungen:
  • 1995: Thomas-Pluch-Drehbuchpreis – Hauptpreis für Höhenangst
  • 2011: Thomas-Pluch-Drehbuchpreis – Würdigungspreis für Die verrückte Welt der Ute Bock
  • 2014: Großer Diagonale-Preis Spielfilm des Landes Steiermark 2014 für Der letzte Tanz

Der ORF stellte sich zum Jubiläum mit Allahyaris Geboren in Absurdistan ein

Hier noch ein RADIO-LINK: https://oe1.orf.at/programm/20210221/628266/Houchang-Allahyari-zum-80-Geburtstag

Beim Thema „Perser“ in Österreich schwärmten Omas noch von Fara Diba & Co., heute hat man meist den Kabarettisten Niavarani am Schirm – Alles andere wird eher medial unter den „Teppich“ gekehrt …

Gerade am Sektor Film lohnt es sich genauer hinzusehen: So ergaben sich bei den Filmtagen in Wels segensreiche 1. Berührungspunkte mit Said Manafi

(Said als Juror in Lenzing, wo die Fadinger für ihren RING-Film ausgezeichnet wurden)

Dr. Said Manafi (* 9. August 1943 in Täbris) ist ein iranisch/österreichischer Regisseur und Kameramann (u. a. ORFSascha-FilmWien-Film, SHB-Film und Österreichischen Mediathek) tätig. Seine Filme wurden in x Werkschauen unter anderem im Votiv-Sommerkino und bei Festivals in Österreich und im Iran gezeigt. Manafi übernahm Lehrtätigkeiten im Bereich Film und Video mit den Schwerpunkten Dramaturgie und Realisation des Dokumentarfilms. Manafi ist Mitbegründer der Austrian Filmmaker-Cooperation und des Vereins Iranischer Künstler in Österreich. Er ist weiters Mitglied im Künstlerhaus Wien. Oftmals war er Juror beim „Festival der Nationen“ (Ebensee) – auch als man als Sieger bei diesem internationalen Bewerb hervorging and the winner is:Im Auge des Zyklopen“ – ein Musikfilm zur Klangwolkenkomposition von Otto M Zykan ( <<< hier ein Radio-Beitrag)

  • Otto M Zykan sowie der Filme- & Mut-Macher (!) Said Manafi wurden 1997 Ehrenmitglieder der Fadinger BSG 
  • Erich Riess schwärmte Anfang der 2000er immer ganz begeistert von der überaus positiven Stimmung in überdimensional großen Kinosälen beim Kurzfilmfestival in Teheran, sodass die Fadinger es wagtenLot Cape Chenin den Iran zu schicken … der Jury erschien das Werk dann aber wohl zu „freizügig“ …

YOUKI 2008 – im Gespräch mit Radio FRECH

Der Dritte im Bunde der persischen Community in Wien: Arash T. Riahi (* 22. August 1972 im Iran) ist ein österreichischer Filmregisseur iranischer Herkunft. Das junge Fadinger Team durften ihn in Wels bei der Youki kennenlernen.

2004 setzte sich Arash T. Riahi in einer filmischen Arbeit mit der Non-profit Film-Scene in Österreich auseinander – Im legendäre Streifen fanden sich viele VÖFA-Mitglieder wieder: „Die Souvenirs des Herrn X„, Kinodokumentarfilm, 98 Min  

Erstkontakt gab’s bei einer gemeinsamen Einladung durch die Wiener Gruppe „Kulturnetz“ ins „Heizhaus“ Stammersdorf  / Festwochen-Programm (Wiener Bezirksfestwochen 2004)  Freitag, 18. Juni. 2004, 19 UhrModeration: Dr. Hans-Georg Heinke (ORF)

2008 Ein Augenblick Freiheit, 2017 Die Migrantigen (Produktion), 2020 Ein bisschen bleiben wir noch (Regie, Drehbuch)

Manfred Pilsz  

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Dschiribim …

Man nemmt on altes Zemmerl, ein paar uralte jiddische Witz
Was kommt heraus? – A neues Liedl!

Der Rabbi steht am Fenster, einen Jux will er sich machen
Er sagt: „Da unten tanzt ein Fisch, geh hin und du wirst lachen!“
Ich schrei: „Ein Wunder!“, alle Leut rennen in die Gassn
Da springt der Rabbi hintendrein – man will doch nix verpassn
Dschiribim…

Am Zoll fragt mich der Grenzer: „Was ist drin in dieser Taschen?“
„Geweihtes Wasser vom Wunderrabbi, nur a ganz a kleine Flaschen!“
Der Grenzer macht den Stöpsel auf, schluckt a Schlückerl runter
Das Wasser schmeckt nach Slibovitz – schon wieder so a Wunder
Dschiribim…

Ich frag, wo nimmt man Weisheit her? Der Rabbi sagt, da muss man
Heringsschwänze essen, er verkauft mir gern ein Dutzend
Ich kauf die Schwänz, ich ess sie auf und dann tu ich bemerken
Das war kein schlechtes Gschäft für’n Rabbi – das Mittel tut schon wirken
Dschiribim…

„Rabbi“, sag ich, „dein Profil ist doch von Gott verlassen
Besser steck zum Fenster raus den Hintern statt der Nasen!“
„Das wolln wir gleich versuchen!“, meint der Rabbi ziemlich sauer
Er tut es – und was sagn die Leut? „An guten Tag, Herr Brauer!“
Dschiribim…

ER war ein Universalkünstler, der sich auch selbst auf die Schaufel nehmen konnte – ausgestattet mit einer sympathischen, großen Portion intelligentem Humor …

Anfang der 70er war speziell an Wochenenden die Wohnung meist durchflutet von Brauer’schen Klängen – speziell das >Familienoberhaupt< lauschte (wenn bei ihm die Kassetten mit A. Rothenberger, R. Schock & Co. mal Pause hatten / am Sonntag nach Heinz Conrads) der Phantastischen Musik des ebensolchenRealisten„:

Strophen voll beinharter Aktualität (- auch, wenn hier von einer Stadt und nicht von einer griechischen Insel die Rede ist …)

Da zag i erm a Stadt aus lauter Fetzn und Scherbn
A Platz wo die Krankn im Rinnsal sterbn
Gros in da Schissl im G’sicht die Fliagn
Die Kinda habn an Wasserbauch und Gretzn am Hirn
Sie stinkn wia da Mist
damit’s as ned vergisst

Da sogt a:
Hinter meiner vurder meina links rechts güt nix
ober meiner unter meiner sich i nix
gspir nix hear nix und i riach nix
denk i nix und red i nix und tuar i nix
Wann da Wind a waht in die Gossn
Wann da Wind a waht am Lond
Wann da Wind a waht do steckt a
Sei Köpferl in Sand

Die Begeisterung für den Bild- & Musik-Brauer teilte der Sohn schon damals. Die Liebe zu surrealen Bilderwelten trug das ihre dazu bei: Heute hängt im Wohnzimmer neben einem Bild von Salvador Dali (aus dessem Tristan-Zyklus) Arik Brauers eher unerwartete Auseinandersetzung mit Wagners Ring

Beim kurzen Gespräch mit dem Meister (nach einem klassischen Konzert im Wiener Leopold-Museum) konnte sich dieser nur noch marginal an die Entstehung des obigen Nibelungen-Bildes (München) erinnern. Damals (7. Dez. 2014) erhob sich Brauer mit beneidenswert tänzerischer Leichtigkeit, eilte zum Lift, entschied sich dann aber für die lange, steile Treppe, über die er flugs entschwebte … (- Ausstellung zum 85er)

Nun im Jänner 2021 lässt Brauer uns mit seinen Traumwelten allein zurück …

„Es gibt eine Zeit, da lebt man, und es gibt zwei Ewigkeiten, da existiert man nicht.“ (Brauers letzte Worte) – In seinem Schaffen ist er jedoch unsterblich !

Manfred Pilsz

Hutter, Fuchs, Brauer – sie alle haben ihr großartiges bildnerisches Schaffen u. a. auch mit der Thematik > Musik < verbunden

Lohengrin-Plakat (E. Fuchs) im Vorraum neben dem häuslichen Archiv

27. Januar /// Mozart *-Tag

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„Negativ“ soll 2021 nicht positiv bleiben !

Neujahrsschreiben nicht nur zur eigenen Psychohygiene …

Die Entdeckung eines  Obelisken in der Wüste in Utah hatte im November viele Spekulationen hervorgerufen: Ein Werk von Außerirdischen war dabei noch die harmloseste. Mittlerweile wurden derartige „Monolithen“ nicht nur in den USA, sondern rund um den Erdball auch in Europa in Polen, Deutschland, Spanien, Rumänien, Holland, der Schweiz und Norwegen gesichtet …

Odyssee 2001 oder doch 2021

Nicht nur eingefleischte Stanley Kubrick-Fans denken da sofort an die berühmte Beginn-Szene des Kult-Films 2001: Odyssee im Weltraum“ (aus dem Jahr 1968) – Mittlerweile gibt es viele Erklärungen für die Stelen.

Peuerbach (Bezirk Grieskirchen): Das weltweite Rätselspiel um die „geheimnisvollen Monolithen“ hat nun auch Oberösterreich erreicht: Vor wenigen Wochen hat ein 54-jähriger Landwirt eine 3,10 Meter hohe Säule aus Metall entdeckt, die in einem seiner Felder verankert worden war. Holz- oder Astro-Weg? – das ist hier die Frage !

Mehr zur Story: OBERÖSTERREICH OÖN

In Linz seit 1977: Forum Metall / Bei Neuschwanstein: „Swanolith“ / Stele in Hessen

Wenn man mutmaßt, dass es sich bei den weltweit verstreuten Stelen um Werbung für Netflix, oder um ein globales Kunstprojekt handelt, so könnte man beim Standort in den USA, oder im Schlagschatten von Neuschwanstein diese These befürworten, aber warum sollte man sich dafür einen Dorfweiher in Hessen, oder gar einen Acker in Peuerbach aussuchen? Der „Swanolith“ vor der „Wagner-Burg“ des legendären Märchenkönigs Ludwig II eröffnet da schon ganz andere Perspektiven für (in diesem Fall positiv romantische) Verschwörungstheoretiker: Ist etwa das Wunder Lohengrin dort gelandet und als > Retter in Sachen Pandemie < unterwegs – bringt uns der edle Schwanenritter (vom Grals-Stern Monsalvat) fehlende Impfdosen – oder doch nur für Bayern? Markieren die Stelen gar mögliche zukünftig (oder doch gleich) zu errichtende Impfzentren? Vielleicht ist der geniale Gralsritter aber auch gerade dabei in politischen Chefetagen die System-Relevanz (!) von Kultureinrichtungen zu predigen und ihre nachhaltige Öffnung durchzusetzen ?! Die derzeitig diesbezüglich eher frustrierende Aussicht für „Freitester“ (- welch Wortschöpfung): Besuche von Theatern, die nur an Wochenenden spielen, aber bereits jeweils vor 20 Uhr (zur „Ausgangssperre“) alle Vorhänge fallen lassen … Salzburg hat im Sommer bewiesen, dass es bei sämtlichen Kultureinrichtungen dieser Art (auch Konzertsäle, Programmkinos, Museen usw.) zu keinen wie immer gearteten Cluster-Bildungen kommt und daher dieses spezielle Publikum auch keinen regulierenden Vormund bräuchte … Noch dazu, wenn dieser im vorliegenden Fall zwar vom gesamten Publikum Tests verlangt, aber nur jeder zweite Platz im Auditorium besetzt werden darf (?) – da meint die Walkür‘ dies wär Willkür)

Doch wie sagt’s der Fledermaus-Frosch 2020 inhaltlich bei einem Interview „I hab ja nix davon, wann die Leut’ weder ins Theater, noch auf die Piste dürfen“  …  wahrhaft weise Worte !

Statt Drohszenarien von allen Seiten sollten Impfstationen errichtet werden !

Aber dazu bräuchte man verfügbaren Impfstoff. Vielleicht befindet sich dieser ja (kombiniert mit der notwendigen Aufklärung) im Um-Feld jener mysteriösen Stelen.

>>>  Nicht krude Theorien, sondern die Wissenschaft soll jetzt am Wort sein  <<<

N E I N, nicht die „Affen“ aus Kubriks Film und der „Astro-Weg“ in Peuerbach, sondern AstraZeneca, Moderna, und Tiefgekühltes von Pfizer stehen im Themen-Fokus !

Nicht Wagner’sche Helden oder außerirdische Mächte beenden jetzt eine Pandemie, sondern hoffentlich bald ein (leider derzeit noch unterirdisch schlecht) vorbereitetes Impf-Prozedere  …

Anstatt die Euphorie der Impfwilligen zu nutzen, werden diese echt > Motivierten < eingebremst & vertröstet. Statt dessen schickt man jene Aufrechten, die sich bis dato voll der Vernunft an die berüchtigten 3 Hauptregeln gehalten haben, sinnentleert auf Impfstraßen zu Massentestungen, die unter Umständen maximalst zu unnotwendiger Ansteckung taugen ! Was hat ein(e) 85jährige(r) vom Frei- oder Eintrittstesten – „Schlicht und einfach gar nix“! Das seit dem Jahreswechsel totgelaufene MottoTESTEN TESTEN TESTEN ist total obsolet und wäre seither durch ein lautes und schnelles IMPFEN IMPFEN IMPFEN zu ersetzen !!!!!!!!!!!!!!

Warum impft man jetzt im Jänner so zaghaft? Ist es draußen zu kalt? Will man es spannend machen? Ist man gar schlecht vorbereitet? Kann es sein, dass die guten Wissenschafter zu schnell waren? Normalerweise dauert sowas doch Jahre … da hat man sicher „geschludert“ – oder noch schlimmer: Unredlich gearbeitet … Völlig falsch ! Es war diesmal bloß das volle Interesse der Weltpolitik da und jede Menge Geld, sodass alle hellen Köpfe sich ohne finanzielle Sorge darauf > fokussieren < konnten und siehe da: Es war in einem Bruchteil der Zeit machbar !!! Gäbe es demnach bei Krebsforschung und anderen Krankheiten nur annähernd ähnliche Bedingungen, dann wäre VIELES denk- & machbar … > Weniger Munition – Mehr Medikamente <

Falls es nun doch zaghaft mit Impfungen losgeht – Warum denn nurmal alle willigen Altersheiminsassen? Warum werden nicht allerorts Eintraglisten aufgelegt für alle Risikogruppen, Angehörige des Ärzte- & Pflegepersonals … Politiker sollen sich nicht vordrängen, zugleich aber plakativ durch Vorbildwirkung motivieren … Ein wahrhaft schwieriges Unterfangen, aber es gibt wohl genug Entscheidungsträger in mittlerem Seniorenalter, die alle Voraussetzungen erfüllen … Erst im März sollen jedenfalls dann nun also die > Unter 80jährigen der freien Wildbahn < dran sein. Wer sie impfen soll ist derzeit aber noch ungewiss … und außerdem sind doch die „Digitalen Impfpässe“ noch gar nicht einsatzbereit … Na klar – die bekommen dann diese Senioren auf ihre nicht vorhandenen Handys gespeichert – Schon mal was von analoger Generation gehört?! Es gibt Leute, die könnten ein smartes Phone haben, wollen aber keines. Als ich kürzlich zur Grippeimpfung erschien, hatte ich meine Impfkarte dabei und bekam einen Eintrag, oder ein Pickerl … und das möchte ich so auch bei meiner „Corona-Schutzimpfung“ erhalten, sodass ich es dann jederzeit in Kombination mit meiner Pneumokokken-Vorsorge bei Cafe-, Theater-, Konzert-, Kino- und vielleicht auch Tankstellen-Besuchen vorweisen kann …

Wie wärs mit weniger „Geschwurbel“, „Digital-Ausreden“ und ORGA-Chaos? Nicht sinnentleerter Verbrauch von restlichen Tests ist jetzt angesagt, sondern Nadeln (!) – solange der Christbaum noch nicht alle verloren hat – Bis „Maria Lichtmess“ könnte man so Impf-Bereite bereits zu Tausenden schützen. Wer Corona schon hatte, soll einen Vermerk bekommen und nach Ablauf der krankheitsbedingten Schutzfrist verständigt werden, zwecks „Auffrischungsimpfung“ !

Derzeitiges, planloses > Rumtesten < ist > Nasenbohren auf höchstem Niveau < Spezifische, nur unabdingbar Sinn machende Tests / IMPFEN heißt JETZT die Devise !

Niemand wäre 2020 gegen gezielte Testungen vor und in Altersheimen gewesen, die es ermöglicht hätten, angstfrei ohne Ansteckungsgefahr gepflegt und besucht werden zu können – Jetzt ist es deutlich zu spät ! Und das flächendeckende, ungustiöse 2020er Covid-Motto > Bloß nicht POSITIV aufzufallen < ist Geschichte. Nicht Anreize für Testungen der Bevölkerung sind also zu kreieren, sondern überfällige Aufklärung, Motivation und Vorbereitung zur Impfung sind jetzt gefragt. Derzeit scheint es eher angesagt zu sein, völlig partei- und ideologiefrei Anreize für die Politik zu überlegen …

Wenn sich ein Abstand von mehreren Elefantenherden (- samt Baby-Dickhäutern) zwischen Dir und Deinem vielleicht doch noch möglichen Impftermin auftut, könnte es sein, dass dieser gewaltige Gap dafür sorgt, dass bei manch unentschlossenen Willigen die Bereitschaft doch wohl wieder verpufft …

Also nicht > Kleckern, sondern Klotzen < Klotzen mit „K„, weil mit „Da schaun ma amoigeht jetzt gar nix mehr ! Also Ärmel (!) hochkrempeln – und los geht’s !

Manche Leute monieren, dass sie jetzt zur Wintersonnenwende unter Lichtmangel leiden. Ihnen sei gesagt, dass bedauerlicherweise nur allzu bald sommerlich wieder mit Hitzewellen & Ozon-Tsunamis zu rechnen ist  – das ist so fix, wie unser aller Fixstern ! Schönwetter hat nix mit Sonne zu tun – ganz im Gegentum: Das kann eine Sommer-Depression hervorrufen – derzeit sind wir aber auf der richtigen Seite der Weltkugel – Schneeflocken im dezent indirekt diffusen Grau bei etwa Null Grad: Wunnnderbar !

Den einzigen Lichtmangel orte ich derzeit im immer länger werdenden Lockdown-Tunnel Licht am Ende kann nur bedeuten: Salzburg, Bayreuth & Co 2021

Die derzeitige Endlosstreckung erfolgt durch das Reizwort „Testen“

Schon in der Schule war die > Test-itis < nicht wirklich beliebt !

Apropos Schule:  Distanz bezüglich „learning“ kommt auch gar nicht gut über die Bühne. Selbst auf die Gefahr hin, dass SchülerInnen dadurch (notgedrungen) selbstständiger werden  – Dieses Home- oder Online-Schooling hat etwas zutiefst > Unpersönliches <  – wie bei Online-Banking oder Online-Shopping schwingen da so Begriffe wie > Vermeiden direkter Kommunikation / erledigen / bequem / billig usw. < mit  … —-> Online < klingt ja fast so wie > Allein < (- Online-Mütter & -Väter sehen daher den Nachwuchs gern in Bildungs- und speziell Betreuungseinrichtungen)

Medien sind immer nur Mittler > Wichtig sind & bleiben Inhalte und MENSCHEN <

> Netzwerken < bedeutet nicht zwanghaft: Werken im Internetz

 „Streaming“ kann weder einen Kino-, noch einen Theaterbesuch ersetzen. Noch grotesker erscheint ein Online-Kaffeehausbesuch. Innerstädtische Einkaufsbummel, Kontaktgespräche mit Fach-Leuten in Geschäften & Schalterbeamten sind wichtig  – Speed kills !

Entschleunigung ist angesagt: Denn der Mensch ist und bleibt ein ANALOGes Wesen – Im übrigen bedeutet Entschleunigung auch mehr Zeit zum > Nachdenken <

Einzige Vorteile dieses Endlos-Lockdowns könnten sein: Deutlich bessere Luftwerte u. a. durch fehlende Kondensstreifen und allgemein erträglichere Umwelt-Daten durch den generell stark eingeschränkten Tourismuswahnsinn – siehe (noch) schwimmende Alptraumschiff-Monster – Bespaßungsdekadenz in genormter Legebatteriehaltung mit ebensolcher Abspeisung per Deck-Abfertigung im Stundentakt – inklusive teurem Rudel-Auslauf bei Anlandung (Bild unten) Mögen sie möglichst lange fix vertäut und fest verankert in den Häfen bleiben oder gut weiter verwendbar einer sofortigen „Verschrottung“ auf Trockendocks zugeführt werden ! Und damit auch weiterhin weniger sinnlose Freizeitflieger durch die Wolken pflügen, könnte man einen Gutteil der Luftflotte > biblisch gesprochen < zu Pflugscharen mutieren lassen …

Kreuz (& quer) – Fahrer versenkt euch in die Flut eurer Storno-Klauseln !

Von der Quarantäne in „Massenwohnhaltung“ in Quarantäne per Alptraumverschiffung

Trennen wir uns von diesem Müll & der „Null-Nummer 2020“

Mülltrennung oder sukzessive Trennung vom Müll

Kapitel 1: Der Sinnlosigkeit erster Teil beginnt mit der Verpackung: Übergroße Schachteln mit wiederum in Plastik eingeschweißtem Inhalt, der beim Eintreffen in der Wohnung von all diesen Hüllen befreit wird. Gleich anschließend beginnt der erste Schritt der Vorentsorgung in den eigenen 4 (oder mehr) Wänden: Die Schachtel dient dann (sofern nicht eklatant beschädigt) in den nächsten Tagen als Altpapier-Container, das Plastik (vorsortiert für die Gelbe Tonne) landet in einem Plastiksack, der bis zur vollen Füllung an der Haustürschnalle hängt & der restliche Müll sammelt sich im schwarzen Sack des Kücheneimers. Früher wär’s allesamt im Großmüllcontainer hinter einem Betongeviert im Hof verschwunden. Nun wandert es Tage später aus der vorvermüllten Wohnlichkeit säuberlich getrennt in das rot-grün-gelbe Tonnen-Spalier vor dem Hauseingang. Einmal pro Woche wird der graue Hausmüll vom städtischen Entsorgungstrupp aus dem Keller hoch und an den farbigen Tonnen vorbeigewuchtet, bevor er rektal dem Bauch der Müll-Limousine zugeführt wird …. Für jede der obigen Tonnenfarbe ist wöchentlich so wiederum ein eigenes „Taxi“ vorgesehen …

Sollte der Internetz-Riese (bzw. in Austria: Steuer-Zwerg) Amazon das „Oversize-Paket“ für Weihnachts- oder Geburtstagseinsätze geliefert haben, so fallen zusätzlich noch Geschenkspapiere & -bänder an, die ebenfalls postwendend nach meist rascher Entblätterung der Inhalte, roten oder gelben Tonnen zuzuführen sind … Ende Dezember kann das zu wahren Engpässen führen, wenn obige Tonnen Tage vor der inhaltlichen Verfrachtung überquellen – da weiß man dann speziell bei der Farbe Grün warum Weihnachten in Austria im kalten, oleofaktorisch eher neutralen Dezember angesiedelt ist (- armes Australien – „Hot X-Mass bei 35 Grad) …

Kapitel 2: Weiß-, Buntglas, Metall- und Altkleider-Container werden im Normalfall nicht allen Hauseingängen zugemutet und terminlich auch nur mäßig von öffentlichen Diensten berücksichtigt – erfreulich für begnadete Pfandflaschen-Stierler …

Trennen wir uns vom Müll 2020 – verabschieden wir uns also vom Testen, umfassend von Corona & allen Lockdowns (- speziell am Sektor Kultur) / Problemfall Trump ist erfreulicherweise final dabei sich nach weiteren „Kapitolen Fehlern“ selbst auf diverse Golfplätze zu entsorgen … Und so lassen wir denn alles hinter uns: Kreuzfahrpötte, Flugkilometer, Staus …

„Negativ“ soll 2021 nicht positiv bleiben !

P R O S I T * N E U J A H R

M P (kein Astra Zyniker)

PS.: Und damit zur Freizeitplanung: Aus dem schnellen Kaffee am 25. wird leider nix, weil ich 2 Tage später ein Abendessen (Mehrgangmenü kombiniert mit einem Konzert- & Kinobesuch) plane ! – Sei mir net bös, aber wegen ana halben Stund‘ im Cafe lass i mi net wieder groß testen (- mit Voranmeldung, extra wo hinfahren usw.) … Na super, 2021 fangt ja guat an !

OHNE STABERL INS THEATER – Keine „Eintrittstests“ im Kulturbereich

P E T I T I O N (Freunde des Linzer Musiktheaters, Wagner Verband Linz, usw.):

https://leologeslogbuch.blog/2021/01/07/negativ-soll-2021-nicht-positiv-bleiben/

K e i n * 3. * N a s e n l o c h

Bei unvermeidlich (?) anhaltenden (neue Wortkreation >>>>>) „Eintrittstestungen“ (u. a. wegen schleppender Impfungen) sollten wenigsten direkt vor Ort spontane, flotte Gurgel-Tests usw. möglich sein !

L i n z – Auf zu neuen „Ufern“ ?!

Eisenbahnbrücke, Jugendtreff, Sandburg … Offene Wunden im „Offenen Raum“ „Schnellschuss-Aktionen“ (?) mit nachträglichem Lösungsbedarf (!) …

… wieder ein Thema für die „Wächter der Zeit“ – oder doch für den Weihnachtsmann?

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Das waren noch Zeiten, als der Straßenname „Linke Brückenstraße“ sinnstiftend in Urfahr den Weg zur Donau-Querung Eisenbahnbrücke wies. Damals verbanden Schienen der ÖBB die beiden Flussufer. Die Bahntrasse vom Mühl4tler Bahnhof zur wunderschönen, alten Brücke ist noch sichtbar … Schienenstrang und tradierte Verbindung der beiden Ufer aber fehlen !?!

Schrankemwärterhäuschen

Hinter einem am Ufer befestigten Begrenzungsgitter des Fußgänger/Rad-Übergangs der alten Brücke ragten im Winter 018 noch ihre Pfeiler als Mahnmale aus der Donau … Nach über 100 Jahren hatte man sich von diesem Markenzeichen der Stadt ohne allzu große Bedenken getrennt ! Der große Bogen des ehemaligen Wahrzeichens, der zur Aufstellung kommen sollte, ruht & rostet derweil im Hafenviertel der Stadt ….

Auf der Linzer Seite war von dort aus noch der, während Linz09 „eingeweihte“, ins absolut öde, infrastrukturelle Off abgeschobene Jugendtreff“ (?) in so garantiert ganzjahreszeitlicher Verlassenheit neben dem dortigen „Brückenansatz“ zu sehen – ein weiteres & definitiv vergessenes „Problemkind“ hier an der Donau …

Sand und Sonnenliegen für rastende RadfahrerInnen und die kleine, frisch gesprayte Bühne, das ist alles, was von der „Einrichtung“ nunmehr übrig ist. Von den Arenastufen, samt Treppe hat man sich schon beim Brückenabriss verabschiedet. Der dazugehörige „Ministrand“ muss derzeit gerade neuen Schiffsanlandeplätzen (Pollern) weichen. Wahrscheinlich nicht von ungefähr steht dort in Rufweite Günter Ückers „Tisch der Austreibung“ – ein fast ebenso wenig beachtetes Exponat des „Forums Metall“

Es war einmal ein großer Autoparkplatz, der 2 x im Jahr mit Bierzelten und diversen Fahrgeschäften „behübscht“ wurde … Statt des Parkplatzes wurde auf dem Urfahraner Asphalt-Donaupark kongenial ein sommerliches Autokino eingerichtet … bei laufenden Motoren, über 30 Grad & Tageslicht bis zum Abspann …

Im Back-„Ground Zero“ der alten UNI droht dunkel der neue „Bruckner-Turm“

Finaler Problemfall im „Linzer Donaupark“: Die unverständlich direkte Tuchfühlung der „Sandburg“ mit dem Brucknerhaus – da passt echt kein einzelnes Notenblatt von Bruckner zwischen das Konzerthaus und diese Partyzone ! – Und das in Zeiten des „Abstandhaltens“ … Dabei würde die „Sandburg“ ebenso wie der Jugendtreff in der Mitte zwischen Lentos & Brucknerhaus durchaus Sinn machen. Speziell während der Wintermonate sieht die Lokalität von der „Maschekseite“ allerdings in jedem Fall wie der vergessene, direkt andockende Baucontainer des Kulturtempels aus:

Sandburg: JA – Standort: NEIN

Kurzzeitig hätte man ja den Eindruck gewinnen können die „Sandburg“ wäre wohl gar der aufgepeppte, neue Jugendtreff oder eine kulinarisches Vorfeldorganisation des Brucknerhauses – speziell als die „Klassische Klangwolke“ endgültig in den Sand gesetzt wurde – 2015 – es war nicht zu glauben, dass plötzlich weder Boxentürme noch Leinwände mehr da waren – statt dessen gab’s ein „Stehkonzert“ im Großen Saal – Die einzigen Lautsprecher, die die ORF-Übertragung ins Freie ermöglichten, waren zwei Boxen bei der Sandburg ! Welch ein Abstieg: Die ursprüngliche, also „KlassischeKlangwolke mit Bruckner, Beethoven, Mahler … war zugleich auch die „Visualisierte– Klassische Musik in Bildern im Freien Raum !!!

Der Grundstein des Konzerthauses klebt an einem in der Wiese davor gestrandeten, ausrangierten Pöstlingbergbahn-Waggon, der nun als Bar Verwendung findet … der „Bruckner-Kopf“ konnte noch rechtzeitig aus dem Eck der Belanglosigkeit fliehen … nach Linz09 FRECH dazu befragt (siehe unten) …

Radio >>> Bruckner und die Frauen – Bruckner-Symposion ABIL

Das Forum-Metall-Exponat „Hommage Anton Bruckner“ ist seither wohl bestenfalls ein kaum beachteter „Störfaktor“ im hektisch lauten Getriebe der Open-Air-Lokalität und maximal noch registriert als geeignetes Objekt zum Abstellen von Bierflaschen …

Der Umgang mit KUNST fordert speziell zu Corona-Zeiten, in denen ihr politisch gesellschaftlich Stellenwert schon mehrfach demaskiert wurde, mindestens einen lauten Aufschrei: Zugesperrte Kultureinrichtungen (trotz des Erfolgs der Corona-Sicherheitskonzepte der Festspiele Salzburg & des Brucknerfests 2020, des Linzer Musiktheaters & der Staatsoper …) & Kunst im Abseits – TOTAL IRRATIONAL !!!

„Aqua Alta“ – Kunst/Kultur in Katastrophenzeiten …

Als Anfang Dezember aus München & Berlin das Verlangen nach geschlossenen Pisten zu vernehmen war, lag ein typisch rot-weiß-roter Kompromiss in der Luft: Nur die Schischaukeln in Wien & im Burgenland bleiben geschlossen … Selbiges sollte dann bitte gefälligst in Sachen Kultur aber auch ausschließlich für das „Opernhaus“ in Kitzbühel sowie die Lehar-Festwochen in „Ischgl“ gelten …

In diesem Sinne noch abschließend ein paar Worte zu den >Menschenrechten< :

Ein abgesagtes Neujahrskonzert im Brucknerhaus, mehrere entfallene Premieren im Musiktheater – das alles geht gar nicht ! – So wie die Linzer Nike kein versöhnlicher Weihnachtsengel ist … auch dann nicht, wenn sie als Kopie vor einem Linzer Hotel selbstbewusst in die Nacht hinaus strahlt …. dort ist allerdings kein innovatives Projekt auszumachen – nicht mal eine Hängebrücke oder Planeten-Seilbahn für Linz …

PROSIT Hoffnungsjahr 2 0 2 1

>>> B L O B * O P E R A <<<

Manfred Pilsz

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CBA-RADIO >>> zum Thema Bruckner-Fest

Das Jahr 2021 mit hoffentlich besseren NEWS zu Kunst/Kultur

5 volle Jahre Halb-Pension

BeamtInnen haben kein Recht in Pension zu gehen, sie treten nur in den Ruhestand und können jederzeit zurückgeholt werden. Gewiefte Beamte gleiten daher zB. von der halben Lehrverpflichtung in eine ebensolche Halb-Pension – sprich: „Ruhestand Light“ mit jeder Menge freiwilliger, wohltuender Action …

Ex-Fadinger Dr. Tom Mesic (Unfallchirurg & Fotograf ) erschien im November 015 im Festsaal des BRGs um das „Finale“ in Bildern festzuhalten. Im Traxlmayr Cafe hatten die OÖN vorbeigeschaut … wie auch kurz davor im Musiktheater …

Montag – 30 November – 9 Uhr: Frühstück mit Tom – Genaugenommen wären laut Stundenplan 2 Einheiten zu halten gewesen, da aber der nun allerletzter Schultag im 42. Dienstjahr angebrochen war, wurde die Klasse übernommen, zumal in den darauf folgenden 14 Tagen der Pensionär beschlossen hatte noch ein paar kleinere Projekte abzuschließen und somit gedachte den Unterricht fortzuführen (- bis Mitte Dezember zum traditionellen Workshop in Wels)

Schon bei den letzten Herbstprojekten 015:OÖ im Film“ & Youki war man zu Zweit:

Welch ein Glück zu wissen, dass ALLES in BESTEN HÄNDEN ist & bleibt !!!

… mit dem Walkürenritt durchs MaturantInnen-Spalier …

Der Ball am Weekend vorm 1. Dezember hatte ein – für die Achten & den Pensionisten – wahrlich passendes Motto !

Die teilweise Festsaalräumung übernahmen die Siebten des MRGs

Devotionalien alter Produktionen und viele Kostüme von Landestheater-Flohmärkten … als Abschieds-Geschenk ans Haus

Schätze wie Throne & Tränke traten dabei zu Tage – nur wenig davon wanderte in die schon übervollen, heimischen Gefilde / Der FRECHe Zaubertrank ist jüngeren Datums

Zum 60er hatte Mutter Natur dem Jubilar einen veritablen Herzschaden geschenkt (Genetik, Stress & Linz09) – Somit war sie war von der Gästeliste gestrichen – An einen Pensionsantritt mit schwacher Pumpleistung war nicht zu denken – der Patient ging infolgedessen krankheitsbedingt auf „Halbe Lehrverpflichtung“, fuhr dabei sein volles Projektprogramm und beschloss mehrere Geburtstagsfeiern anzusetzen und so wurde ein Kindheitstraum nun im Kreise einiger Ex-Fadis wahr – man mietete die herbstliche, nächtliche Grottenbahn, ließ Licht- & Ton-Gott Ingo am Grotten-Hauptplatz walten, alte Filme beamen und frische Speisen und Getränke auffahren … Der Drache brachte alle Gäste in den Keller und spie sie erst deutlich nach Mitternacht wieder aus:

Manche nutzten die Gunst der Stunde und machten endlich ihren Drachenführerschein

Gewissermaßen so „Neu geboren“ nahm sich dies auch das alte Herz zu Herzen und beschloss wieder anständig zu funktionieren … Bereits 1,5 Jahre später war die Pumpe zu Pensionsantritt medikamentös gestützt wieder altersgemäß quasi angenähert im Grünen Bereich. Man hätte also wie fast alle Jungpensionisten eine Fernreise machen können – und das wurde es dann auch: Volle 4 Tage Wien ! Und das Pensionsgeschenk machte man sich selbst: Ein neues Knie – im Diakonissen-Hotel unter der Top-Regie von Ex-Fadinger Dr. Wipplinger – leider inklusive REHA in Aspach Uralt (- für einen Kur-Verächter pures Grauen)

Als sich zur Walküre nun eine Pediküre gesellte:

Die REHA-Pein wurde belohnt: Super Knie, tolle Physio & mehrere „Überraschungen“:

1,5 Jahre davor war es in der Grottenbahn zur Verleihung des Ennser Faschingsordens durch Prinz & Prinzessin gekommen. Nun stellte sich der Verein der Österreichischen Filmautoren mit dem Landesmeistertitel für den Ring-Film und der „Leidenschaft Film – Trophäe“ ein. Der LH überreichte nach einer feinen OÖ. Danksagung speziell für Linz09-Verdienste, zur Pension eine „Bundesbelobigung“. Wie vormals beim 60er wurde dies mit Torte und eigenem Festtagswein u. a. auch in der Schule gefeiert:

Die OÖ. Kulturmedaille – damals auch an den großen Wagner-Dirigenten Maestro Michael Gielen

Nachdem 2016 der Jung-Pensionist ganze 2 Tage vor seiner Knie-OP bei der VÖFA-Hauptversammlung in Salzburg noch einen Vortrag zum Thema Filmanalyse gehalten hatte, wurde er in der Folge regelmäßig als Juror einberufen.

Oder war Autor & Gast bei diversen Festivals …

Es vollzog sich ein rascher Wandel vom greisen Chef des FRECHen Jugendradios zum „Jungmoderator“ & Sendungsgestalter beim FRO-Radio für Senioren

… hier oben & in der Folge: Aufrufbare RADIO-Sendungen (- einfach anklicken)

Zu Gast bei Radio FRO: Prof. Sepp Friedhuber <<< Sendung hier (anklicken)

Sendung mit FROZINE-Redakteurin Astrid Dober

Film, Kino & anderes (mit Mangold & Hader) <<< Sendung hier (anklicken)

Markus Poschner & Walter Haupt im Gespräch <<< Sendung hier (anklicken)

Wolfgang Winkler – 40 Jahre Klangwolke <<< Sendung hier (anklicken)

L i n z 0 9 – 10 Jahre danach <<< Sendung hier (anklicken)

Himmlisches Gespräch mit dem Blonden Engel <<< Sendung hier (anklicken)

Festival der Nationen / Musiktheater News <<< Sendung hier (anklicken)

Rauch, Kultur, Tauber & StereoNarrativ <<< Sendung hier (anklicken)

Titus Leber – Musik im Bild <<< Sendung hier (anklicken)

Im „Traxl-Eck“ (Außenstelle Pilsz’scher FRO-Beiträge) entstanden nicht nur viele Sendungen, es finden dort auch viele „mEATings“ mit lieben Stamm, periodischen – & Überraschungs-Gästen statt. In Lockdown-Zeiten ist dieses Büro leider geschlossen, obwohl dort längst auch für Gastgarten-lose Zeiten ein Covid-sicherer Tisch okkupiert worden wäre … Büro-Gleitzeiten an Werktagen: Jeweils 2 Stunden ab 10.00 oder …

Michi (lebt in Alaska / auf Besuch im Traxl) hatte schon 1999 klare Empfehlungen (unten rechts) für ihren Lehrer (- hier am heiligen Stuhl im Dom-Cafe zu Passau … ) :

Unbeirrbar gings jedoch von Projekt zu Projekt weiter und das bis HEUTE – immer wieder mit erfreulichen Bilanzen & Grund für Feierstimmung an der Promenade …

Kreative Ideen, Konzept, Dramaturgie und die Königsdisziplin sind das >Gelbe vom Ei< des Films, doch es ist immer auch spannend vor und hinter der Kamera – u. a. für diverse Ball-Werbungen & KrmpfKrmpf-Filme:

Youkizin Wels

Bei einem Dreh im TV-Studio der Pädagogischen Hochschule kamen x angenehme Erinnerungen wieder hoch an selbst gehaltene Akademie-Kurse im Festsaal und für die Musik-UNI Graz (- Außenstelle Oberschützen) bzw. für das Musikschulwerk in Weinberg veranstaltete Musik- & Medien-Seminare:

Wald4tler Wackelsteinquelle statt Karibischem Regenwald

Obige Aufnahme beweist, dass man Regenwaldbilder im nördlichen NÖ machen kann – bei Flugkilometer Null & Reisebeschränkungen auf einen Umkreis von max. 500 Km (Bayreuth, Berlin, Krumau, Leipzig, Lenzing, Linz, München, Salzburg, Wels, Wien …) ermöglichen jede Menge Begegnungen der besonderen Art und Abenteuer im Kopf :

Spitz-Villa mit Blick übers „Traunmeer“ …

Auf Wagners Brühl-Terrasse in Dresden & im Cafe der Grünen Fee in Prag

In Krumau (oben) und bei Neuschwanstein

Oben im Fadinger „JC“ (Brucknerhaus) als JC-Superstar (hier mit König Herodes) …

Begeisterter Beobachter der Aktivisten bei prosperierenden Projekten der Fadis (u. a. Shed-Aktion) mit der Tabakfabrik ( <<< Radio)

Immer wieder Haderte es zu Linz – zuletzt wieder in der Alten Welt

Mit der > Großen Althea < im „Gramaphon“ (Gramastetten)

Mittlerweile sind sie in, oder kommen ALLE (oben mit Achim Freyer) nach Linz …

Drehort-Bilder aus Linz (Urfahr)

Der leidenschaftliche Nicht-wirklich-Wintersportler einst mit familiären Pistenflöhen

Tochter und Sohn beschenkten den „Jung-Pensionär“: Sie machte ihn 016 zum Opa und er verewigte den Vater im Internetz … So existiert nun seit 2017 u. a. dieser BLOG (- nach Linz09 und BrucknerOnAir versehen mit entsprechender „Expertise“) … Jetzt im November gab’s bei LeoLoge den 100. Beitrag im hiesigen Blog-Logboch !

Seither wohnt ab&zu ein kleines „Gespenst“ in seinem Häuschen bei Opa & Oma …

… und das sind seine Freunde … <<<<<

M P

Eislaufen beim Limonikeller das wär doch was – und der Opa schaut zu

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Genau jetzt 5 Jahre danach geht jener Freund und Wegbegleiter in Pension, der damals den Pilsz’schen beruflichen „Nachruf“ verfasst hat – In diesem Sinne: >>>>>>>>>> Lieber „ET“ ! Lieber Christian ! > Willkommen im Klub <

Opas Linzer Advent & der Plafond-Christbaum des Enkels (- wegen der Katzen)

Ehren-Fadinger „Gerolf“

Dieser BLOG–Beitrag hätte sich Lektüre & Betrachtung auf einem großen Screen verdient

Sein viel zu früher H E R B S T ging plötzlich zu Ende

Ein angenehmes kaltes Grau lag über der Welser Heide – 8 Uhr 20: Ein schwarzer, voll beladener PT-Cruiser biegt von der Schule kommend, nach der Pluscity-Umfahrung kurz vor Hörsching auf die Bundesstraße nach Marchtrenk ein – mit an Bord: Zwei verdiente Mitglieder des Oberstufenteams. Noch 25 Minuten Zeit bis zum MKH und ideal, um schnell den WorkShop-Plan zu replizieren: Tag 1 – Spezialaufnahmen & Verarbeitung von Alice- und Bond-Szenen – parallel dazu: Team-WS von Gerry Wahl / Tag 2 – Teamwechsel und Finalisierungen zu „Fadinger Reloaded“  …

Der PT blinkt an der Einfahrt zum Hof des MKHs und parkt neben einem anderen großen Cruiser: „Gott sei Dank – Gerolf ist schon da !“

Gerolf Nikolay – unser aller „Digitaler Guru“ und 1A-Projektleiter – auch hier im MedienKulturHaus seit Lot Cape Chen (Fernost-Rotkäppchen 2004) und schon davor im MRG bei Tomb F@dinger 150 zum Millennium(BRG-Jubiläum), bzw. 1999 zur Brucknerfest „Ring-Ausstellung im Brucknerhaus“ von Claudia Langer mit „Twosome“  …

1996 – war das erfolgreiche Fadinger Filmteam damals nach Wiener Neustadt zum SchülerInnen/Medien/Festival  „On Screen- Bewerb“ geladen – und dort mitten im Gedränge unterschiedlichster Schülergruppen aus ganz Österreich: Ein begabter junger, medialer „Solist“ aus Bad Ischl (ohne Kollegen & Lehrer)  …  Noch während des Festival-Aufenthalts wurde Gerolf von den anwesenden Fadis „adoptiert“ und es entwickelte sich über die Jahre eine enge, freundschaftliche Projektpartnerschaft.

Und damit zurück zur Morgenstimmung beim WS im MKH: Damals 2007 war es ein Kraftakt zur Vorbereitung für Linz09. Der große Saal im 1. Stock des MKHs, das die Fadis für ihre Youki-Verdienste (Filme, Radio FRECH usw.) alljährlich 2 Tage lang direkt vor den Weihnachtsferien zur freien Verfügung hatten & haben, füllte sich langsam mit durchgefrorenen, aber dem Schulalltag entschlüpften MRG-Klassen (spez. 6. & 7.) – inkl. Gäste der restlichen Oberstufe und Absolventen, die Gerolf assistierten … Werbespezialist Ex-Fadi Gerald Wahl & Gerolf Nikolay waren als kongeniales Duo für alle Teilnehmer nicht bloß ein wunderbarer Übergang zur 4. Kerze am Adventkranz, sondern ein echtes inhaltliches Geschenk !

Die Tradition dieser Fadinger Workshops begann im Zuge der Youki-WorkShops und des Mediameetings in der zuvor geschilderten Form zuerst noch mit wechselnden Referenten 2004 … In diese Zeit (05) fiel auch der legendäre Licht-WS und die damit verbundenen Aufnahmen zu „Pannonia“ mit Groß- & Bühnenmeister Ingo Kelp im Schaumstoff-Meer der MKH-Galerie – Unter Aufsicht der Feuerwehr Wels wurde der Saal in eine Nebelkammer mit Lichttunnel verwandelt – ein geniales Erlebnis mit ebensolchem Ergebnis …

Noch länger als Gerald Wahl war Gerolf jedenfalls bis 2013 fixer „Beistand“ bei den WelserWeihnachtsWorkShops im MKH – bei dieser Gelegenheit kam es auch zu Begegnungen mit WS-Teilnehmern und Gästen aus der Fadinger Lehrerschaft spez. des MRGs wie Ko-Chefin OStR. EH, Büsser, Dir. Bäck und „Jung-Pensionist in spe“ ET …

Dazwischen und danach gab es immer wieder auch andere WS-Leiter – besetzt auch mit ganz anderen Themen wie Theater & Tanz (Ex-Fadi Claudia Kreiner …)

„Unsichtbares Theater“:

Frosch-Film-WWW

Bis heute hat sich die Tradition des spätadventlichen WWWs durchgesetzt (siehe auch Vorjahr) & die Fadis so vor diversen Krippenspielen nachhaltig bewahrt …

Auch jenseits dieser Traditionsveranstaltung kam es zu Kooperationen mit dem Fadinger MedienRealGymnasium: Oft band er die Fadinger in seine eigenen Projekte ein, die teilweise wieder von Ex-Fadingern in Auftrag gegeben wurden: Filme für die Youki & die OÖ. Versicherung (Dr. H. Rogl), „Twosome“ (Film mit Schmuck-Designerin Claudia Langer). Auch Aktionen bei der u. a. Unterstufler zum Einsatz kamen: Der mehrfach ausgezeichnete „Kinderkrebsfilm“ oder das mediale Museumsprojekt „Rudolf der II“ … <<< dazu auch ein Ferien-FRECH (Radio)

Oft tauchte Gerolf beim „Festival der Nationen“ in Ebensee, bei YOUKI, oder „OÖ im Film“ auf, um sich wiedermal einen Preis abzuholen …. Auch beim Land OÖ & der Edugroup war er gern gesehen als oftmaliger, exzellenter Projektpartner !

In Linz kam es zu einem Treff im Gastgarten des „Traxl-Cafes“ (Herbst 2019) – zu diesem Zeitpunkt residierte, der auch an der UNI Krems agierende und dort akademisch ausgebildete Gerolf Nikolay in Wien nahe Schönbrunn …

Fast genau ein Jahr später traf eine Mail aus Bad Ischl ein

Fadinger h. c. G e r o l f

Er wird allen Projekt-Beteiligten der Schule immer in Erinnerung bleiben ! Welser Workshops werden mit diesem Namen ebenso verbunden bleiben, wie mit Youki-Vater Hans Schoiswohl

Gerolf Nikolay war nicht nur ein technisch versierter, sondern auch über die Maßen kreativer Mensch – auf den zu 110 % Verlass war !

„Einmal Fadinger – Immer Fadinger“

V i m e o

Blue Rose-Projekt

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Zwei kurze „EINSCHALTUNGEN“

EINSCHALTUNG 1

Als Schüler wären wir in den 60ern in Volksschule und Unterstufe gescholten worden, hätte jemand in Wort & Schrift eine Ampel „umgeschalten! Diese wäre sofort auf DUNKELROT umgesprungen und hätte man den Hörfunk eingeschalten, so wäre es sofort in der Sendung Achtung – Achtung – Sprachpolizeithematisiert, ein Auslöser für Lachstürme geworden. Heute blinkt die Ampel nicht mal GELB, wenn vom Minister, über Medienvertreter bis hin zum Schalterbeamten alle gleichgeschalten ohne finales „T“ auskommen. Derzeit reagiert bloß noch manchmal das Rechtschreibprogramm des PCs drauf, falls es nicht ausgeschalten ist. Vielleicht wird es ja im Sinne einer quasi neudeutschen, weichen Endungswelle grammatikalisch freigeschalten  …  Die Hände gefalten, ersuche ich bevor alles umgestalten wird, dass diese sprachlich mega öde Fehl(er)schaltung nicht abgeschalten, sondern endlich wieder abgedreht wird !!!

Manfred Pilsz

„Die Sprache ist immer lebendiger und jünger als ihre arthritischen Leibwächter“, hat Hans Magnus Enzensberger schon anno 1979 geschrieben. Wo ist die Grenze zwischen einer Sprachentwicklung und einer Verschluderung?

Für besonders SCHLAUE (- nur DIE dürften DAS):

Es ist genau verkehrt herum. Geschalten ist die alte Form und geschaltet die neue. Im Althochdeutschen war scaltan nämlich ein starkes Verb der Klasse VIII (im Mittel­hoch­deut­schen möglicherweise auch); wäre es nicht in die schwache Konjugation gewechselt, dann würden wir es heu­te wie halten konjugieren, also ich schalte, er schält, ich schielt, ich habe ge­schal­ten) – Info aus dem Netz …

EINSCHALTUNG 2

In Zeiten wie diesen: Sprayer statt Spreader

„Projekt von S h e d“

Für Ludwig Wittgenstein ist die Welt alles, was der Fall ist. Dies erläutert er näher in seinem Tractatus logico-philosophicus: „Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen *, nicht der Dinge. Was der Fall ist, die Tatsache, ist das Bestehen von Sachverhalten.“ 

Wittgenstein kannte Trump * nicht, aber möglicherweise den Schulkollegen Hitler … Und es ist Tatsache, dass beide in Klassen der  K. k. Staats-Realschule in der Linzer Steingasse gingen – das spätere Realgymnasium in der Fadingerstraße. Und es ist der Fall, dass man als Lehrer und Schüler des Hauses immer wieder sehr direkt damit konfrontiert wurde: Da wurden am Vortag Mitglieder einer Gruppe aus Tel Aviv mit Schulkultur aus Österreich begeistert und  24 Stunden später drehte das japanische Fernsehen Sequenzen für eine Zeitgeschichte-Doku

Die Geschichtsabteilung der Fadingerschule brachte sich in den Diskurs oft mit Ausstellungen und Einladungen ein – so war u. a. die Cellistin Anita Lasker Wallfisch Gast im Festsaal des Hauses. Das Mediengymnasium produzierte eine Doku mit und über Ceija Stojka, weiters 2008 im Vorlauf von Linz09 zur November-Pogromnacht 38 in Kooperation mit der Israelitischen Kultusgemeinde Linz und Prof. Dr. John (JKU) bzw. das Video „Mit Pauken und Trompeten“ (Musik & Krieg) zum 5. Mai 2000 (mit dem ORF OÖ) …

In einer Zeit in der man bei Linz09 zwar das Projekte wie „Die Kulturhauptstadt des Führers“ durchführte, sich aber nicht traute die vier alten Reiterstandbilder an der Nibelungenbrücke aufzustellen, endlos über Löwen diskutiert, Statuen im Nordico versteckt ist es mutig und zeugt von Offenheit, dass die Linzer Schule in Kooperation mit der Tabakfabrik dem Künstler die Möglichkeit bietet im öffentlichen Raum seine Sichtweise in jugendrelevanter und ebenso  –verständlicher Art in der Bildsprache heutiger „Digital Natives“ zu präsentieren.

Ob es angemessenere Formen des Umgangs mit der Thematik gäbe und ob verbale Informationen zum Inhalt/Hintergrund der Arbeit zum Verständnis notwendig sind, kann man andenken, aber eines ist fix: Es wäre allemal schlimmer die „Geschichte“ unter den Teppich zu kehren ! Nicht nur Künstler, Genre-Rezipienten und Jugendliche werden diese artifizielle, auf junge Menschen abgestimmte, neue Form des IN SITU-Gedankens (Projekt von Linz09) begrüßen !

Manfred Pilsz

„Wovon man nicht sprechen kann,
darüber muss man schweigen“ 

oder sprayen

bzw. musizieren

Und noch eine Bemerkung zur BIG (dem Gebäudeeigentümer): Dieses Werk bedeutet u. a. zusätzlich eine deutliche Wertsteigerung der grau grauslichen Betonwand, die man keinesfalls als „bloß“ temporäre Kunst mit einem fixen (womöglich frühen) Enddatum punzieren sollte.  

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Nachtrag 6. 10. zu Prof. Sandgruber:

„Work in Progress“ (oder: Protest?)

Shed im FRECHen Gespräch