„Durch die Nacht zu dir …“

Am Todestag des Komponisten (19. November)

Eine kleines, feines Horror-Video mittels Visualisierung von Schuberts Ständchen

Ein früher Abend im Dämmerlicht des Winterhalbjahrs: In einem Linzer Cafe wird an vier Tischen diese Atmo ganz unterschiedlich wahrgenommen. Man(n) liest die Presse, Frau am Nachbartisch ist in ihr Handy vertieft. – Über dem Sessel dazwischen: Eine gelbe Jacke. In angemessener Entfernung davon rührt eine junge Lady genüsslich in ihrer Tasse und blickt voll Sehnsucht auf Bild und Carnevalsbeitrag der aufgeschlagene Zeitungsseite ihres sonoren Nachbarn am Nebentisch. Passend zu ihrer eigenen Lektüre: Der venezianischen Novelle von Thomas Mann. Träumerische Erinnerungen an das bunte Maskentreiben in der Lagunenstadt werden durch Handy-Infos gekappt, die ganz urplötzlich 3 Tische des Cafes leeren. Im selben Moment ist auch die gelbe Jacke verschwunden

Unsere junge Venedig-Träumerin am Heimweg (?) durch die nächtliche Stadt – verfolgt von einer unheimlichen Maske und einer ebensolchen gelben Kapuzenjacke. In der bedrohlichen Dunkelheit wird kurz eine Gedenktafel sicht- und gleich darauf auch hörbar:

Schubert hatte in Linz einen eigenen Freundeskreis. Zu dieser Schubertiade gehörten die musikalischen Spaun-Brüder, sowie der Liedsänger Johann Michael Vogel. Auf der anderen Landstrassenseite des Taubenmarkts befindet sich das Palais des Steyregger Geschlechts Weißenwolff – ganz wesentliche Mäzene des Komponisten.

Einzelne Werke, wie „Das Ständchen“, die nachträglich zum finalen Kunstlied-Zyklus „Schwanengesang“ zusammengefasst wurden, entstanden 1828 im Todesjahr von Franz Schubert:

Leise flehen meine Lieder

Durch die Nacht zu Dir;

In den stillen Hain hernieder,

Liebchen, komm’ zu mir!

Flüsternd schlanke Wipfel rauschen

In des Mondes Licht;

Des Verräters feindlich Lauschen

Fürchte, Holde, nicht.

Ein, vom Vollmond erleuchtetes Stiegenhaus füllt sich mit undurchschaubar schrägen Protagonistinnen. Alles steuert auf eine bekannte  „Psycho-Szene“ zu … doch die spitzen Streicher-Attacken bleiben aus, das Klavier spielt weiter und so schaut „Sir Alfred“ nicht wirklich ums Eck und auch „Die Gondeln tragen keine Trauer“ …

Hörst die Nachtigallen schlagen?

Ach! sie flehen Dich,

Mit der Töne süssen Klagen

Flehen sie für mich.

Sie verstehn des Busens Sehnen,

Kennen Liebesschmerz,

Rühren mit den Silbertönen

Jedes weiche Herz.

Was beim Erlkönig vordergründig als Horror in Erscheinung tritt ist beim Ständchen subtil zwischen den Zeilen versteckt …

Lass auch Dir die Brust bewegen,

Liebchen, höre mich!

Bebend harr’ ich Dir entgegen!

Komm’, beglücke mich!

Hier kommt das lyrische Ich, nachdem es sich in seinem „Ständchen“ vier Strophen lang in verführerischen lyrischen Bildern ergangen hat, sozusagen zur Sache: Die lyrische Sprache geht zu dem imperativischen Gestus des Verlangens, Beschwörens, ja mit „höre mich“ gar des Forderns über. Das erfordert eine eigene Melodik und einen ihrer Aussage gerecht werdenden Klaviersatz. Beides hat diese letzte Liedstrophe zu bieten, und die melodische Linie reflektiert dabei wieder auf beeindruckende Weise die lyrische Aussage und die Art und Weise, wie sie lyrisch-sprachlich auftritt. (- Zitat aus einer Abhandlung v. Helmut Hofmann)

… hier Bilder aus dem neuen Film <<<<< ****** >>>>> garantiert ohne zu spoilern …

Das Absolventen-Projekt (MRG Linz Fadingerstraße) nahm >Covid-bedingt< ganze 2 Jahre (mit x Unterbrechungen) in Anspruch. Aufgelockert durch innovativ aufgeladene Kaffeehaus-Besprechungen und kreative „Corona-Spaziergänge“ ist es nun gelungen (trotz altersschwacher Technik) das Unterfangen mit einem abgesicherten Director’s Cut am Halloweentag zu finalisieren …

… auch diesmal unterstützten Top-Gäste das Team

Anlässlich des 225. Geburtstags des Komponisten wird erst 2022 die Präsentation unseres Musikvideos über die Bühne gehen …

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Karneval von Venedig ***** Der Tod in Venedig“ (Th. Mann)

Mit meinen heißen Tränen“ Schubert im Film <<<

Gediegene Schubert-Filmszenen von Titus Leber

und im „Horrorgenre“ > Schreckliches < von anderswo …

Unser aller YOUKI ist gut „vernetzt“ !!!

Der MLA 021 hatte resignierend bereits vor Oktober von sich aus alle Signale auf „Online“ umgeschaltet. Umso beeindruckend mutiger war die Ansage der YOUKI zu bewerten, direkte Begegnungen im MedienKulturHaus im Kino, bei Workshops & Nightline zu ermöglichen !!! – Leider wurde dieser Mut nicht belohnt ...

… auch die Youki 021 bestens „vernetzt“ & verkabelt … bis ganz nach oben:

Als alter Freund und Wegbegleiter unser aller YOUKI war ich sehr betroffen, als ich den Text der Aussendung las, den das Team des Festivals wenige Stunden vor dem heurigen Start ins Netz stellte. Betroffen, weil ich mich selbst natürlich auch auf die „analoge“ Wiedergeburt des Jugendmedienfestivals gefreut hatte. Betroffen aber vor allem, weil man tolle, initiative Kulturverantwortliche von jetzt auf jetzt ohne klare rechtliche Spielräume im Regen stehen lässt und damit eine Frustration aufbaut, die sich genau diese engagierten Leute a) nicht verdient haben und b) auf diese Art und Weise verlieren könnte !!! Notwendige Maßnahmen ändern nichts an der Tatsache, dass die Leitung eines Jugendfestival nur sehr eingeschränkt glücklich sein kann, wenn am „Vorabend“ der Veranstaltung alle SchülerInnen per Verordnung abgezogen werden. Der unglücklich formulierte Sager bezüglich „Professionalität“ (?) im Kulturbereich war mehr als entbehrlich und sollte flächendeckend durch Wertschätzung egalisiert werden ! Youki-Vater Hans Schoiswohl wäre explodiert, wenn man ihm nach einjähriger, akribischer Vorbereitung, Minuten vor dem Anpfiff, den Boden einfach so weggezogen hätte und es wäre kein so freundlichen Text verfasst worden:

Aussendung des Youki-Teams:

Traurig, weil ein uns nun zum zweiten mal eine Festivalausgabe bevorsteht, in der wir euch nicht im Kino, im Medien Kultur Haus, an der Bar oder auf der Tanzfläche sehen werden. Traurig, weil junge Filmschaffende ein weiteres Jahr auf die große Leinwand und die wohlverdiente Aufmerksamkeit verzichten müssen.

Genervt, weil wir uns in einer Situation befinden, in der uns die politischen Entscheidungsträger mit unklaren Formulierungen, spontanen Pressekonferenzen ohne Ergebnis und nicht vorhandenem Krisenmanagement konfrontieren. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht klar, welche Regelungen ab Montag für uns gelten werden. Wir rechnen aber mit erheblichen Einschränkungen im Veranstaltungsbereich und beobachten die gesundheitliche Situation mit großen Bedenken.

Ein YOUKI Festival ohne Publikum, Schulklassen, internationalen Gästen und Vernetzungsmöglichkeiten sowie Gesundheitsrisiko für unsere Gäste wollen wir nicht durchführen. Wir haben keine andere Möglichkeit, als die Situation selbst in die Hand zu nehmen und einen Großteil des Festivals in letzter Sekunde abzusagen. Eine Entscheidung, die 2021 unter verantwortungsvoller und sachlicher politischer Führung nicht notwendig gewesen wäre.

Gestreamt ist das einzige G das uns jetzt noch bleibt!

Wir wissen, dass ein Kinobesuch nie durch ein online Angebot ersetzt werden kann. Trotzdem würden wir uns freuen, wenn ihr alle mit allen Freund_innen und Bekannten einen Blick in unser voller Liebe kuratiertes Wettbewerbsprogramm werft. Es zahlt sich aus und zahlreiche junge Regisseur_innen freuen sich.

Wir versuchen für die Filmschaffenden das Bestmögliche aus der Situation zu machen. Der internationale Filmwettbewerb wird live auf DORFTV und on demand im KINO VOD CLUB übertragen. Ebenso ermöglichen wir eine Preisverleihung durch die Jury am 20. November um 20:00 Uhr. Des Weiteren gibt es einen online Animations-Workshop, einen Instalive-Talk zuFemale* perspectives behind the cameraund auch den Breakfast Club mit Cinema Next im Internet. Alle anderen Rahmenprogramme und Nightlines verschieben wir in erfreulichere Zeiten.

Lasst uns nicht ganz verloren gehen!

Wir hoffen auf eure Unterstützung und wünschen euch uns und vor allem den jungen Generationen eine handlungsfähige Politik, die ernsthafte Zukunftsperspektiven schafft. Es gibt ja neben einer Pandemie und YOUKI auch noch ein paar andere Probleme, die gelöst werden wollen. Es wird der Tag kommen, an dem wir demotiviert unsere Laptops zuklappen und uns aus der innovativen Kulturarbeit zurückziehen, der Tag, an dem wir Österreich gänzlich der Blasmusik, den Zeltfesten und Festspielen überlassen, der Tag, an dem wir uns den ganzen Wahnsinn entspannt mit eisgekühlten Getränken aus der Ferne anschauen. Doch dieser Tag ist noch fern. Passt auf euch auf und bleibt bitte gesund!

Hoffentlich seid ihr trotzdem dabei,

Philipp Feichtinger & Anna Rieder & das ganze YOUKI-Team

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Liebes YOUKI-TEAM !

Der wesentlichste der obigen Sätze: „Doch dieser Tag ist noch fern

Das WICHTIGSTE vorweg: Ihr lasst euch nicht demotivieren, es werden keine Laptops zugeklappt und innovative Kulturarbeiter gehen niemals ins Pension, machen vielleicht Urlaub, besuchen ganz selten Zeltfeste, wissen wo die (gute Blas)Musik spielt und sehen sich nicht in Konkurrenz zu Festspielen … Ihre große Liebe gehört der YOUKI und das wurde so schon deutlich über 20 mal optimal nachhaltig bewiesen und zurecht freudig selbstbewusst auch einzigartig zur Schau gestellt !!!

YOUKI 2021 – Lost in the Internet?

> Wir * alle sind das „Netz“ und lassen die YOUKI nicht verloren gehen <

Österreichs größtes, internationales Jugend Medien Festival findet garantiert alljährlich Ende November in Wels (Oberösterreich) statt.

DANKESCHÖÖÖN ans gesamte FESTIVALTEAM

Y O U K I 2 0 2 1

Die YOUKI 021 ist nun bereits voll im Gang

– ganz nach dem Motto „FUN statt FRUST

Davon konnte man sich gleich am 1. Tag bei Dreharbeiten überzeugen:

Youki 021: Team, Jury & anderes Fachpublikum …

Manfred Pilsz

… noch ein HANS

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f a d i m e d i a * – sprich: M R G Linz Fadingerstraße

Bruckner & Dorfer – 11. Oktober 021

Der 11. Oktober ist ein tolles Geburts-, aber ganz schlechtes Sterbedatum:

Am 11. Oktober geboren zu werden bedeutet, dass wahrlich ALLES in der WAAGE ist. Nach der, wie üblich heißen Sommerdepression ist man nun im Herbst-Highlife voll angekommen. Wenn die graue Donau morgendlich dampft und genüsslich in dicken Wattewölkchen im Flussbett vor sich hin gurgelt, wenn das Mühl4tel in satten „Indian Summer -Farben“ erstrahlt und die Gastgärten am Nachmittag ohne Sonnenschirme auskommen, meist abendlich mit Wärmeschwammerln und/oder -decken ausgestattet werden, dann ist es endlich wieder soweit. Jacke zu und den noch dünnen Schal ums Hälschen. Die Stadt versinkt in einer feinen Nebelsuppe, fehlen nur noch erste fette Schneeflocken und ein wenig Hausbrandgeruch (- olfaktorische Kindheitserinnerung der frühen 60er in Urfahr) Herrlich !!!

Diese Gnade wurde (allerdings zu Wien) dem begnadeten Kabarettisten Alfred Dorfer 1961 zuteil. Ich darf dem Fadinger Ehrenmitglied ganz herzlich auch im Namen der ehemaligen Kabarett-Gruppe unseres Gyms zum heutigen 60er gratulieren !!!

Radio FRECH-Mitglied Michi Baumgartner bei Fredi Dorfer 098 im Posthof

Dorfer gestattete den Jung-Kabarettisten in den 80ern Textfragmente seiner frühen Arbeiten zu verwenden. Zu mehrtägigen Workshops > wie mit Josef Hader < kam es leider nicht, aber immer wieder trafen Jung-Fadinger mit Fredi Dorfer zusammen – so auch bei der YOUKI in Wels, wo es zu einem legendären Interview von Radio FRECH mit ihm 2002 in einem Zirkuswagen vor dem GREIF kam:

Humorlosigkeit ist Intelligenzmangel

Zu jungen Menschen hatte Dr. Dorfer schon immer einen guten Zugang .

Zum Wiener Naschmarkt, zur Musik und immer wieder nach München zieht es Alfred Dorfer hin – ob er dort wohl seinen „Stiefzwilling“ („Wie sich die Bilder gleichen“ – siehe unten) Jonas Kaufmann besucht, oder gar mit ihm eine Opernproduktion plant? Fredi Dorfer hat sich jedenfalls als Klassik-Fan geoutet und zuletzt in Wien Mozarts „Figaro“ als Regisseur betreut …

Dorfer-Double“ Kaufmann war zuletzt in München als optimaler Tristan zu hören !

Vor nunmehr 125 Jahren

Apropos Richard Wagner: 13 Jahre nach Bruckners „Meister aller Meister“ verstarb ER selbst am 11. Oktober 1896 in Wien im Kustodenstöckl von Schloss Belvedere und wurde auf eigenen Wunsch in St. Florian unter seiner Orgel zu den Klängen von Parsifal in der Gruft beigesetzt.

Conrad Fischer verweist im Text seines berühmten Bruckner-Films darauf, dass das Leben am nämlichen Nachmittag des 11. 10. ungeachtet des Tods des bedeutenden Komponisten in den Straßen, Amtsstuben und Kaffeehäusern der Kaiserstadt völlig unbeeindruckt weiter von statten ging, als wäre nichts geschehen. Doch wenig später blendet die Bild-Regie über nach St. Florian und lässt die Kamera zum Te Deum nach oben entschweben …

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NEWS vom Tag danach:

60-PLUS: Helmut ROGL – die > I. <

ROGL nun auch offiziell 60

Kultur-Herbst Linz/OÖ 021

4. September 021 – Querung der Donau von Urfahr in Fahrtrichtung Ansfelden 

Kommend von der Linken Brücken-Straße geht es pfeilgerade über den (vor Kurzem eröffneten) Ersatz für die gute alte Eisenbahnbrücke. Die anmaßende Bezeichnung „Neue Eisenbahnbrücke“ verdient das neue Bauwerk schon auf Grund der (noch) fehlender Schienen (derzeit) nicht. Die leicht nach rechts versetzte Bus- und (spätere) Bahn-Spur irritiert den, von Urfahr kommenden Autofahrer: Man ist im Zweifel, ob es nicht besser wäre die derzeit leere Spur zu befahren, entscheidet sich aber dann der Bezeichnung „Linke Brückenstraße“ Folge zu leisten, in der Hoffnung nicht mittig doch noch zum eigenen Entsetzen als Geisterfahrer enttarnt zu werden …

Für den Bruckner-Fan ist es die Bruckner-Brücke, die nahe des Musentempels zum Brucknerhaus geleitet – parallel zur Nibelungenbrücke – ganz im Sinne unseres Genius Loci, der sich zu Lebzeiten ja als bekennender Wagner-Apostel geoutet hat !

Zum nunmehr 197. Geburtstag von Anton B sind es gerade mal nur noch 3 Jahre bis zum großen Jubiläum, das mit der Kulturhauptstadt Ischl 024 genial zusammenfällt …

Welch wunderbarerAltweiber-Sommer, oder ist es schon derGoldene Herbst– eine ideale Mischung aus 25 Grad am Tage und knappen 10 in der Nacht – Es schläft sich gut und die Natur greift (diesmal >Allergiefrei<) in die wunderbar leuchtenden Farbtöpfe ! So auch van Gogh in Gmunden: Der Fadinger Bühnenmeister & smarte Lightdesigner Ingo Kelp hat im dortigen alten Stadttheater den Maler als Titelfigur in einem Musical ins richtige Licht gesetzt und lässt so dessen geniale Bilderwelten für das staunende Publikum sichtbar werden.

Nur wenige Takte entfernt am benachbarten Attersee ging das Festival der Nationen im Programmkino Lenzing über die Bühne – eines der wenigen internationalen Filmfestivals, das es auch im covidalen Vorjahr 020 > leiwand < vor den Vorhang geschafft hatte …

„Winterreise“ im >Digitalen Früh-Herbst<

Bei der heurigen ARS durfte man/frau sich über gelungene Abende in Keplers Garden freuen. Die ARS-Eröffnung ging erstmals im Beisein eines Bundespräsidenten über die Bühne und wurde künstlerisch abgerundet mit einer derART noch nie dagewesenen „Winterreise“, auf die man sich einlassen musste – von der man aber im Verlauf (des auch klimatisch angenehm kälter werdenden Innenhofs des Auhof Schlosses) in eine sich aufbauende, stimmige Atmo immer stärker hineingezogen wurde – ein mutiges, feines Experiment !

„Naked Lunch“-Frontmann Oliver Welter und Pianistin Clara Frühstück führten anschließend ihre berührende, zeitgenössische Neuinterpretation von Schuberts „Winterreise“ auf, begleitet von den einfühlsamen Visualisierungen des Medienkünstlers Cori O’Lan.

Als Bühne der Eröffnung diente der „Zirkus des Wissens“ – Thema: Kreativität und Digitalisierung. Der Rektor der JKU sah dies als unverzichtbare Kombination & auch Präsident van der Bellen sprach nicht von ungefähr die Begrifflichkeit einer ARTificial Intelligence an. Der Linzer Bürgermeister erwähnte u. a. im Rahmen des nunmehrigen, pädagogischen Aufbruchs in Sachen Digitalisierung die Zweigausrichtung an einer Linzer AHS … An jenem 2. Abend kam es zur Umsetzung von Bruckners NEUNTER am Campus Areal der JKU – elektronisch verwoben mit experimenteller Musik. Das dabei notwendige Flanieren der Rezipienten sollte nur noch vom Erwandern der Dornhelm-Klangwolke getoppt werden – Die Vorgabe der berühmten 10.000 Schritt pro Tag wurde dabei vom Blog-Autor mit größter Wahrscheinlichkeit im Namen der Kultur ausnahmsweise erreicht – eine kontrollierende StepsApp am neuen smarten Senioren-Phone aber natürlich erfolgreich mit Eckel abgeschmettert;

Für Bruckner war es noch ganz normal den Tag per Pedes zu bewältigen (- ohne digitale Überwachung, für die es weder eine Notwendigkeit, noch gar technisches Knowhow gab …) Keine Ahnung wie viele Schritte der junge Anton absolvierte, als er einst nach Windhaag unterwegs war, oder später regelmäßig von Kronstorf nach Enns.

Als Unterlehrer bereitete er den größeren Kindern in der Sonntagsschule Freude, wenn er von der Natur erzählte, von den Blumen und Tieren und dass die Erde eine Kugel sei. Er erklärte ihnen die Gezeiten, zeichnete einiges auf die Tafel und erzählte der staunenden Schar von den Erdteilen. Das alles war nach den Schulvorschriften nicht erlaubt. Bruckners Vorgesetzter im Mühl4tel Oberlehrer Fuchs verurteilte diese schlimmen „Entgleisung“ scharf und kam nun öfters unversehens, um Bruckners Unterricht zu kontrollieren und hielt diesen an in seiner Freizeit dem Unterricht des Schulmeisters beizuwohnen …

Bruckner pflegte auch in der Wiener Zeit ganz spezielle Unterrichtsmethoden Bruckners und durchaus besondere Beziehung des zu seinen Schüler*innen. Die Autoritätsverhältnisse blieben dabei zwar strikt gewahrt, waren jedoch geprägt von einem teils außerordentlich engen privaten Umgang. Gemeinsam mit seinen zumeist jugendlichen Freunden, die als treue Anhänger und Unterstützer oft lebenslang für die Verbreitung und Durchsetzung seiner Werke eintraten, an deren Überarbeitung sie nicht selten beteiligt waren, unternahm der Konservatoriumsprofessor/Universitätslektor Ausflüge, besuchte Konzerte & das Wirtshaus.

Brucknerfest 2021 – Motto: „Mutige Impulse – Bruckner und seine Schüler*innen“

Bruckner ist nicht zu >Brahmsen< – seine Schüler jedoch schon:

Der Wagnerianer Bruckner und sein Widersacher Brahms trugen in Wien ihren offenen Kampf aus – dabei gerieten auch StudentInnen unseres großen Ansfeldners (wie Wolf oder Rott) in die Schusslinie:

Als Hans Rott im Jahr 1880 seine E-Dur-Symphonie für ein Staatsstipendium vorlegt, gerät er zwischen die Fronten. Die Kommission wird von Brahms und seinem Parteigänger, dem Kritiker Eduard Hanslick, dominiert. Brahms ist nicht nur Rotts ästhetischer Ansatz zuwider, er fühlt sich von dem jungen Komponisten obendrein arg verhöhnt, weil ein Thema der Symphonie offenbar ironisch auf ein Thema Brahms’ anspielt. Brahms und Hanslick demütigen Rott mit voller Absicht. Der ohnedies labile Komponist erholt sich davon nicht mehr, er steigert sich in einen Verfolgungswahn. Auf einer Bahnfahrt im Jahr 1881 erleidet er den endgültigen geistigen Zusammenbruch, er sieht überall Agenten von Brahms, die ihn verfolgen, glaubt, dass Brahms den Zug mit Dynamit vollgeladen hat, um ihn zu töten. Rott wird in die Niederösterreichische Landes-Irren-Anstalt überstellt, die Diagnose lautet: Verrücktheit, halluzinatorischer Verfolgungswahn. 1884 verschied Rott nach mehreren Suizidversuchen im Alter von 25 Jahren in der Irren-Anstalt (- fast 20 Jahre später stirbt hier auch Hugo Wolf). Gustav Mahler, Rotts Freund und Kollege in der Kompositionsklasse, greift die Ideen auf, zumindest seine Erste und Zweite Sinfonie sind deutliche, wenngleich nicht als solche ausgewiesene Hommagen an den Freund.

>>> Dieses und noch vieles mehr … Symposium 021 des Anton Bruckner Instituts Linz

Manfred Pilsz

(- ein „Herbstzeitloser“)

Die Klangwolke 021 war diesmal ein gewaltiges Bild/Ton-Spektakel mit Filmmusik im symphonischen Hollywood-Stiel des 20. Jahrhunderts – da ließ sich auch Bruckner gut verpacken … Die Visualisierung im offenen Donauraum erinnerte an gute alte Zeiten, konventionelle Leinwand-Projektionen sorgten für Nähe – die etwas abgestandenen Experimente wie Bewegtbilder auf Sprühnebel funktionierten nur schemenhaft – da waren die Fadinger mit ihren Filmen bei Projektionen während des Donausommers 2004 auf schwimmenden Wasserwänden bereits mindestens so erfolgreich … Das künstlerisch entbehrliche, finale Feuerwerk wurde durch ebensolches, aufgesetztes Lasershowprogramm ersetzt summa summarum ist dem Klangwölkner Dornhelm samt Team aber zu gratulieren !

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Keplersalon Sept. 2021: https://www.youtube.com/watch?v=jWSK-x7Sx6U << >> (Rogl-Film ab Min. 9.30 …)

„Diskurs zum Ring“ – Bayreuth 021

Am letzten Tag des Leo-Sternzeichens kurz vor Festspielende:

Waber-lohendes-Götter-dämmerndes-Gespinst

Die Ausnahme-Festspiele Bayreuth 021 warteten nebst Holländer-Premiere mit einem feinen „Diskurs zum Ring“ auf: Der „Götterdämmerungs-Installation“ einer japanischen Künstlerin im Festspielpark, einem virtuellen Drachenkampf * in den Pausen zur konzertanten „Hermann Nitsch-Walküre“ und dem „Post-Prolog“ à la Rheingold mit Loge auf der Anklagebank … sprich: „Immer noch Loge“ (Text: Paulus Hochgatterer / Musik: Gordon Kampe)

Die 3 G für die 3 W

Geimpft – Gestestet – Genensen für Wide – Wagner Web

9.30 – in aller Festspielfrüh setzt sich ein Auto in Bewegung: Vom Hotel geht’s hoch zum Schnittpunkt Meistersinger-/Nibelungenstraße den > Grünen Hügel < hinan über die Tristan/Tannhäuser-Umfahrung bis zum Kneippbad – dem Registrierzentrum 021!

Gar so zeitig, denn es wird empfohlen 1 Stunde vor Vorstellung (11.00) alle Covid-Formalitäten erledigt zu haben. – Faktisch unmöglich, da sich nicht vor 10.00 die Tore zum Bayreuther Hochsicherheitstrakt öffneten und man erst dann im gemäßigtem „Eiltempo“ an jenem Vormittag gemeinsam mit Dr. Dr. Irene Jodl (RWV-Linz-Chefin) erfolgreich die Schleusen des Hügelbezirks passierte. Früher reichte es im Ring einen Feuerwall zu durchschreiten. Heute benötigen Helden des Publikums einen QR-Code, den Impf- & Reisepass, sowie eine personalisierte Karte, um rund um den kleinen Festspielteich auf vagen Plastikklappsesseln Platz nehmen zu dürfen, musste man der Park-Security nochmals alle Dokumente kredenzen, samt des Bandes, welches man Minuten davor in lichten Höhen erhalten hatte und das nun die Pfote zierte. „Und vorher setzen sie die Maske auf, die während der > Freiluft-Veranstaltung < aufzubehalten ist“ – im gemessenen Abstand zu ihrer Frau und dem Rest, mit der & dem sie eben noch unmaskiert & ungeniert heftig geplaudert haben. > Gesundheit hat Vorrang vor Wagner, aber man kann auch alles bis zur Sinnlosigkeit übertreiben !  Festspiele (siehe Salzburg 020) & andere Kulturveranstaltungen sind nun mal 150%ige Garanten für >Null Ansteckung<  auch ohne 8fache Absicherung ! 3 G im Freien sollte passen – speziell, wenn im selbigen Landkreis in Gasthöfen >Null G<  & die Telefonnummer reichen …

Mit Anstand im Abstand maskiert am Teichrand …

Löscht >Lex Lacke< Loge?

Punkt 11 Uhr begann es nicht nur kurz zu nieseln, sondern es brach auch heftig Bühnennebel herein. Auf einer Rampe vor dem Vorhang erschien Puppe Erda im Rollstuhl synchron zur einsetzenden Musik belebt durch Regisseur Nikolaus Habjan. Die tollen Gesangsstimmen erklangen perfekt abgemischt mit dem orchestralen Kammermusikensemble via Lautsprecherboxen. Versprochene Rheingoldanklänge sind in der Komposition Gordon Kampes nur sporadisch überdeutlich verpackt, unterstreichen so aber die Eigenständigkeit des kleinen. feinen Musikdramas, das gesamtkunstwerklich durch seine Bilder lebt: Wenn Rheintöchter durch den Teich pflügen, mit Fischen & Wasser spielen, Wotans Auge gefunden wird, das er hier an „Mimirs Brunnen“ dereinst für Weisheit geopfert hatte. Drei ganz hervorragende, textdeutliche Sänger leihen dabei den Puppen ihre Stimmen, um schließlich mit ihnen eins zu werden. So wurde nicht nur bei der Kinderoper mit Sängern erster Sahne besetzt, wie  Tristan Stephen Gould, auch am Tümpel durfte man mit Hügel-erfahrenen Leuten plantschen & ihnen lauschen: Mit Ausnahme von „Erda“ Stephanie Houtzeel (Waltraute der 021er Walküre), mussten sie daselbst ins Wasser. So auch Rheintochter Daniela Köhler (2020 als Brünhilde geplant gewesen), sowie der österreichische Bariton Günter Haumer als Feuergott, der hierbei zu erlöschen drohte, als die Damen an einem „Freitag for Nature“ nach der Götterdämmerung unter Yggdrasil über Loge zu Gericht saßen, umwabert vom Eschensterben, sowie dem Neid & der Asche der Götter & Helden …

Mit dem Ende des verdienten Beifalls setzte sich die Publikumskarawane in milder, mittäglicher Sonne, vorbei an mobilen Toilettenanlagen & ebensolchen Schließfächern, geschlossenen Buchläden & dichten Verpflegsstationen wieder rasch nach oben in Bewegung – diesmal bis hin zur „Bürgerreuth“, wo man im Gastgarten überraschend neben Maestro Markus Poschner zu sitzen kam …

Nur weitere 3 Stunden später hätte nach neuerlichem Registrierungsprozedere die Möglichkeit des maskierten Besuchs einer Walküren-Vorstellung bestanden. Beim Eintrittstest für einen 5minütigen 3D-Drachenkampf * in den Aktpausen, wäre man jedoch jenseits der erforderlichen 3 Gs & Co. ziemlich sicher an den, für diesen Zweck wahrscheinlich zu erhebenden Blutdruckwerten jämmerlich gescheitert …

Manfred Pilsz

Die anderen, obigen 2 sind wohl in Gmunden geblieben …

Bevor der Kultur-Herbst ausbricht schnell ein Rückblick auf die Sommerlektüre 021:

Richard D. Precht „Von der Pflicht(… u. a. zur Thematik „Ehrenamt“ am Übergang zur Pension)

Thomas Stipsits  „Kopftuchmafia“ (– Stinatz-Krimi – ein Jahr nach „Omama„- ebenfalls mit einem Oma-Rezept als Abschluss)

Man logierte in BT quasi in einem Johann Strauß -Hotel …

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Im Bayreuth-Delta 021

Jetzt bis Ende August * Loge im Leo-Festspielmonat

Der Festspielsommer 021 hat im Schatten derDelta-VarianteFahrt aufgenommen: Regional von Gmunden, über Steyr, Bad Ischl; Steinbach bis Linz …

Im „Bruckner-Jahr2024 ist rund um Ischl KULTUR das NEUE SALZ

In the Salzkammergut you can easily make merry, when the music plays, holdrio

In 3 Jahren wird es im Salzkammergut eine blühende, dann endgültig Corona-ferne Kulturhauptregion geben, aufgeteilt auf (derzeit noch 23) idealerweise dann ganze 24 Gemeinden (- vielleicht kann ja das >Kulturhauptstadtzentrum Trinkhalle< in Ischl das „doppelte Duzend“ komplettieren) – hier im Original ein 1. FRO(h)es Radiogespräch zur Kulturmetropole 2024 <<< (bitte links den LINK anzuklicken)

Am Linzer Domplatz ergab sich die Gelegenheit ein u. a. „Rheingoldiges Gespräch“ mit Nikolaus Habjan zu führen, das ebenfalls fürs Radio aufgezeichnet wurde: https://cba.fro.at/509728 <<< (- hier links die Radiosendung mit Habjan / Zappe)

Zitat Habjan: „2021 ist das Jahr Loges

Bei Nikolaus Habjan sitzen Erda & die 3 Rheintöchter am Teich im Festspielpark zu Gericht – laut Habjan soll es dort sogar noch eine Esche geben … „Yggdrasil – neben der Siegfried Wagner – Allee?“ – Habjan kam beim Gespräch über sein Ring-Nachspiel „Immer noch Loge“ zu ganz ähnlichen Überlegungen wie kürzlich der Autor dieses Blogs in seinem Beitrag: https://leologeslogbuch.blog/2021/06/17/loki-loge-yggdrasil/ <<<

LOGE ist der Intellektuelle/der „Kabarettist“ unter den Göttern ..

3 x während der heurigen BT-Festspielzeit wird es als Special Event ab 16.00 im Festspielhaus konzertante Walküren mit Malaktionen von Hermann Nitsch und davor als >Matinee< um 11.00 „Gerichtverhandlungen“ mit dem listigen Loge geben. Wie schwierig sich dabei wohl schon die Proben am Areal des Grünen Hügels anlassen dürften, ist den Hygiene-Regeln der Bayreuther Festspiele zu entnehmen – Ein banal Grüner Pass dürfte hier nicht reichen und den Nornen wäre beim Lesen des coronesken Regelwerks dabei wohl der Geduldsfaden gerissen ! – wie Berti Blockwardt in Graz:

Gegen den „Hügel-Schutzwall 021“ wirkt Wotans Waberlohe wonniglich

In den 80er Jahren war es ein unkompliziertes Vergnügen eine Festspielsendung für den ORF zu machen: Man erschien unangemeldet am Bayreuther Grünen Hügel um Zehn Uhr Vormittag – man grüßte im Vorbeigehen den Portier, ging vor zum Büro von Wolfgang Wagner – die Tür war offen, ER telefonierte, winkte dich herein und 1, 2, 3 los gings … Heute ist Bayreuth ein in sich geschlossener Hochsicherheitstrakt (seit den Terroranschlägen und jetzt Corona) – das spürt das Publikum durch Distanz sowie alle möglichen Unannehmlichkeiten und auch der Probenbetrieb wird sich wahrscheinlich verkompliziert haben (- u. a. aufgeteilter Chor, Testungen rund um die Uhr, usw.)

Obiges nennt man >Deutsche Gründlichkeit< !?

In Salzburg griff man 2020 in ungeimpften Zeiten mutig, aber konsequent, beseelt von der Überzeugung & dem Willen die Jubiläumsfestspiele unbedingt abhalten zu wollen, zu deutlich gelinderen Mitteln und hatte damit einen >Publikumsfreundlichen< Erfolg mit NULL Ansteckungen !!! Die heurigen Festspiele an der Salzach schließen im 1. Jahr des 2. Jahrhunderts ihres Bestehend nahtlos an das Jubiläumsjahr an !

Österreichischer Musiktheaterpreis für Tenor Heinz Zednik (Loge)

Steyr, 2. August.2021. Der gefeierte Tenor Heinz Zednik wird in diesem Jahr beim Österreichischen Musiktheaterpreis für sein Lebenswerk geehrt. Der Sänger sei „unbestritten einer der größten Künstler des Landes“ hieß es in der Ankündigung. „Mit seinem natürlichen Talent für Komik, Posse und Ironie und seiner schier grenzenlos flexiblen Stimme (Charaktertenor).hat er Musiktheatergeschichte geschrieben“, so die Begründung.

Kammersänger Heinz Zednik wurde am 21. 2. 1940 in Wien geboren. Er studierte am Konservatorium Wien und gab sein Debüt 1964 in Graz. Bereits im Jahr darauf wurde er Mitglied der Wiener Staatsoper, 2017 verabschiedete er sich dort von der Bühne. 1970 sang er erstmals in Bayreuth (ab 76 Chéreaus Loge, Mime), ab 1980 wirkte er bei den Salzburger Festspielen. Außerdem gastierte er unter anderem an der New Yorker Metropolitan Opera und an der Mailänder Scala. Zednik zählt weiters zu den führenden Interpreten des klassischen Wienerliedes und interpretierte auch Ernst Krenek oder Richard Strauss. 1980 wurde er zum Österreichischen Kammersänger ernannt, im Jahr 2000 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen. 2016 der Goldenen Johann Strauss. Außerdem erhielt er zwei Grammy Awards.

  • obige geniale, kleine, feine Musiknummer gaben auch wir im Rahmen unserer Johannisnächte im Schloss Wildberg einst zum BESTEN …

W A G N E R * ONLY

Bayreuth hat mit der Ausschließlichkeit Wagnerscher Musikdramen ein Alleinstellungsmerkmal unter den Festspielen (nur das Rossini-Festival in Pesaro leistet sich ebenfalls den Luxus Werke nur eines Komponisten aufzuführen …)

Im Sternzeichen des Löwen ist alljährlich Festspiel-Time. In der Neuzeit waren nach antikem Vorbild die 1. Festspiele 1876 die Bayreuther „Ring-Aufführungen“ im Wagner-Theater am Grünen Hügel der Oberfränkischen Metropole. Im Delta dieses geglückten „Pilotversuchs“ blühten weitere Musiktheaterfestivals auf: in Österreich nach dem 1. Weltkrieg in Salzburg und nach 1945 in Bregenz, usw. …

75 Jahre Bregenzer Festspiele

Ein Jubiläum, das wie Salzburg auf große Erfolge zurückblicken kann:

Die Zauberflöte in der Regie von Jerome Savary, oder ein „Fliegender Holländer“ (mit Leuchtturm) in der Umsetzung von David Pountney, sowie der derzeitige Rigoletto:

Auch bei der heurigen Eröffnung wieder mit dabei Moderator Nikolaus Habjan …

Habjans Karl Böhm-Auftritt 018 war/ist legendär !

Manfred Pilsz

Bayreuth 021 auf Bayern Klassik

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Auch auf 3SAT fliegt der Bayreuther Holländer / 1. Kritik

Der Holländer 021 fliegt weiblich dirigiert / Senta D

Hermann Nitsch wird sich bei der Walküre nicht auf die Farbe ROT beschränken und Blut wird dabei keine Verwendung finden, zumal bei einer aktuellen Ausstellung in Salzburg durchgesickert sei, dass Wagner bei Nitsch BLAU-Töne auslöst ( – Lohengrin-Farbe) – es soll aber auch nicht „Blaublu(e)tig“ werden, sondern ein Regenbogen (von der Wintersturmstimmung zu Beginn bis zum finalen Feuerzauber …) Stimmen dazu aus Bayreuth (Kritik)

„Parsifal 023“ mit digitaler Brille

HADER ON ICE

2004 brachte er „Hader muss weg“ heraus und verließ damit als Creator die Kommandobrücke des österreichischen Kleinkunstkreuzers …

HADER MUSS WIEDER HER

Nach 17 Jahren ohne neuem Programm gibt’s statt Holiday … nun: Hader on Ice

Viel zu lang hatte Hader sein schaffendes, kabarettistisches Wirken auf Eis gelegt, doch jetzt ist er wieder aufgetaut und legt ein Kürprogramm hin, bei dessen ersten Schlittschuhschritten wir zuletzt im Herbst dabei sein durften: Diese Aufwärmphase fand (wie schon in früheren Zeiten) im Linzer Szenelokal „Alte Welt“ statt, kurz bevor der doppelte Endlos-Lockdown im November ausbrach  … Nur einem winzig kleinen Auditorium von 2x knapp über 10 Personen war es so vergönnt, das damals noch unfertige, neue Opus als „Work in Progress“ zu verfolgen

Alte Welt – Alles Wenzel (oder was?)

Wirt & Fadinger Absolvent Thomas Wenzel begrüßte den Kabarett-Star in kleiner, handverlesener Runde / Ehren-Fadinger Hader im Gespräch mit Mag. Beate Wenzel (u. a. Mitglied der legendären Fadinger Cabaret-Crew)

In den 80er- & 90er-Jahren leitete Josef Hader Kabarett-Workshops im BRG Linz und trat gemeinsam mit den Jung-Fadingern im Festsaal auf (Ö1 Contra am Sonntag)

Wie in alten Tagen probte Josef Hader in der Alten Welt

„Josef und der Wolf“ – ein bitterböses Märchen

Haders neuer Monolog ist über weite Strecken eigentlich ein Dialog seiner Figur mit deren zweitem ICH – Lupus in Fabula: Ein Wolf(s) Rudl begleitet ihn wie ein Schatten seiner selbst durchs Programm (- Andere hatten einen Hasen). Hader on Ice kommt aus ohne doppelte Rittberger oder eingesprungene Axel als Pflicht oder Kür. Hader präsentiert uns einfach einen saturierten, alternden Kotzbrocken, der auf dünnem Eis durchs restliche Leben schlittert … kein edler Grauer Panther, sondern nur ein 0815 landläufiger Ok Boomer (Puma) …

Der Kabarett-I.C.E. Haders nahm mit der gefeierten Premiere > begleitet von Hymnen positivster Kritik < nun also wieder Fahrt auf: In Wien an 3 Spielstätten, im Herbst wird er in den Bundesländern und schließlich auch in Deutschland Erfolge feiern …

Hier dazu die Radiosendung „Interview mit Hader“: https://cba.fro.at/519598

Manfred Pilsz

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Nach dem Kabarett-Eisbrecher jetzt schnell ein Eisbecher

Dieser Beitrag entstand eine Woche vorm Johannistag (auch JohanniJohannisfest / Sommersonnenwende), dem Hochfest der Geburt Johannes’ des Täufers am 24. Juni. Dieser würde im Winterhalbjahr dem Heiligen Abend (24. Dezember) entsprechen. Die Johannisnacht ist die Nacht auf den Johannistag, vom 23. auf den 24. Juni, oder der 2. Akt bei Wagners Meistersingern bzw. war 5 Jahre lang der Fadinger Auftakt zum Musiksommer in Wildberg bei Linz

»Am Jordan Sankt Johannes stand, all Volk der Welt zu taufen …

Ganz selten, dass man uns rund um Weihnachten mit einer argen „Kältewelle“, oder etwa gar mit Schnee überrascht … SonnenanbeterInnen finden es aber ganz normal im Juni (- Dezember des Sommers) von einer Hitzewelle beglückt zu werden … Leute, was bitte haben 35 plus mit Schönwetter zu tun? – Schirm bleibt Schirm – egal, ob für Regen oder Sonne – Sauwetter kann saukalt, aber eben auch sauheiß sein … Uns >SchneelöwInnen< bleibt da nur ein Trost: In bereits einer Woche werden die Tage endlich wieder kürzer:

https://www.timeanddate.de/countdown/weihnachten

Jochanaan

LOKI – LOGE – Yggdrasil

Liebe LOKI-Fan-Gemeinde ! – Willkommen in der feinen Welt der guten, altbekannten, tradierten Mythen, Sagen & Musikdramen

Nach dem nicht enden wollenden LOCKdown (Kombiwelle 1 & 2 – seit November) steigt nun der hehre LOKI down von Asgards lichten Höhen durchs > worldwide < Internetz herab in unsere Niederungen – verkleidet als strahlender Serien-Superheld:

Zeitgleich brach Feuergott LOGE auf, um in Berlin in der neuen Ring-Inszenierung 021 im Rheingold die Fäden zu ziehen:

Götter machen sich auf den Weg (Ring Valencia):

Wagnerianern ist Loki bestens bekannt als Loge, der die Götterschar, samt Allvater Wotan (= Odin) & Donner (= Thor) am Faden hält:

Deiner Hand, Donner,
entsinkt ja der Hammer!

Die Walhall-Bewohner wissen, welch hinterfotzige Intelligenzbestie sie in ihrer Mitte haben und wissen, dass sie ihm nur partiell trauen können:

Loge heisst du,
doch nenn‘ ich dich
Lüge!

Der Schöpfer des Rings des Nibelungen konnte auf die Weisheiten der Edda zurückgreifen und dort lesen, was Hugin & Munin einst raunten …

Oben: MET OPERA NY RING und 2 Runensteine (Schweden)

Wagner ist immer und überall !

Bei LOKI, oder bei der „Spaceopera „Starwars: Ganz ohne Wagner geht die Chose nicht … Parallel-Universen im Verlauf der Story, bei Rollen/Personen im Stück und im Falle von John Williams im Einsatz von Musik (Leitmotivtechnik) Tolkin, der Herr der Ringe hat mit seiner Stoffbearbeitung eine filmische Umsetzung vor wenigen Jahren ermöglicht, welche die Thematik fürs neue Jahrtausend salonfähig gemacht hat:

Nun beglückt also als >Serienstar< LOKI einmal pro Woche seine heimische Screen-Community – und zwar weder am Tuesday (Tag des Tiu/Ziu/Tyr), noch am Friday (Tag der Frija/Frigg/Frigga), sondern am Wednesday (Wodensdag – Odin/Wotan/Wodan) – Der Donnerstag hat seinen Namen vom Leinwandkollegen Thor (Thor/Donar/Thunar), der u. a. im Resort Meteorologie & Klima tätig ist … und uns dabei oft blitzartig zeigt, wo der Hammer hängt …

In Ragnarök findet Thor wie die meisten anderen Asen sein Ende, bezeichnenderweise durch die Midgardschlange. Die Schlange greift Thor an und verpestet durch ihre Ausdünstungen das Meer und die Luft. Thor erschlägt sie mit seinem Hammer, wankt aber neun Schritte zurück und ertrinkt dann in den Giftströmen, die das öde Untier ausspeit … Das klingt verdammt nach altgermanischen „Verschwörungsmythen“. oder handelt es sich doch um real begründbare >Klimabedingte Weltuntergangsszenarien<, die heute die Frija-day for Future-AktivistInnen auf den Plan gerufen haben !

Bei einer Fadinger-Filmarbeit setzte man sich bereits in den Neunzigern mit der Umwelt-Thematik auseinander: Die Saga rund um die Weltesche Yggdrasil wurde damals bereits aufgegriffen. Heute spricht man aktuell davon, dass die Esche aus unseren Wäldern verschwindet (!) – kein wirklich gutes Zeichen im Verlauf der Klimakrise: In alten Schriften hieß es, wenn Yggdrasil zu beben (oder zu welken) beginnt, naht das Weltenende Ragnarök

Heimdalls Gjallarhorn

Ein 3 Jahre lang dauernder Fimbulwinter kündigt diese Apokalypse an. Die beiden Wölfe Skalli und Hati verfolgen die Sonne bzw. den Mond, um sie zu verschlingen. Daraufhin sollen Sterne vom Himmel fallen. In der Folge beginnt die Erde zu beben; alle Bäume werden entwurzelt, sämtliche Berge stürzen. Durch diese Beben kann sich der Fenriswolf von seiner Kette lösen, die Midgardschlange kommt an Land, welches überflutet wird. Die Überschwemmung macht das Totenschiff Naglfar aus Finger- und Zehennägeln der Toten wieder flott. Der Fenriswolf spuckt Feuer, die Midgardschlange versprüht ihr Gift, was Luft und Meer entzündet … Heimdall erhebt sich und stößt mit aller Kraft in sein Gjallarhorn …

Im Falle von >Wagner-rök< zeigt sich am Schluss (wenn es den Göttern dämmert) der Silberstreif eines Neuanfangs … Noch besser wär’s: Ragnarök würde einfach (wie sooft) mal wieder auf Übermorgen verschoben

Manfred Pilsz (LeoLoge) an einem Donarstag im Brachmond

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DEN RING MUSS ICH HABEN

https://www.dorftv.at/video/21488<— LINK zum Fadinger RING-Film

Kleines Nachwort für unsere Erderwärmungsleugner:

Komm, lieber Mai, und mache
die Bäume wieder grün,
und lass mir an dem Bache
die kleinen Veilchen blüh’n …

Heute erwartet man sich das frische GRÜN ungeduldig bereits im März und der Mai hat gefälligst erste 30 Grad -Tage zu liefern, was übrigens sogar heuer im angeblich ach so nasskalten Frühling 021 der Fall war … und nach Ostern gab’s noch ein paar Flocken Schnee: OJE

Zwar Wintertage haben
wohl auch der Freuden viel;
man kann im Schnee eins traben

Winter wird unter ganz besonderen Umständen toleriert rund um den 24. Dezember und während der eigenen Skiwoche …

Eine der heutigen Nornen: Greta – Skuld (?)

Feuergott LOKI hat erst in den 2000endern das Klima so erhitzt:

In den 70ern & 80ern wäre ein Frühling 021 gar nicht aufgefallen  – das war gängige Normalität ! – Im Juni gab’s bis in die 90er maximal einen Hitzetag – in Volksschulen der 60er kannte man sogar noch Hitzeferien. Das Kennzeichnendste des Sommers 1954 war der so kalte Juli mit Schneefällen bis auf die Talsohlen herab und mit sehr hohen Niederschlägen in NW-Österreich. Und dann im Hochwasser am 6. 8.:

In der ersten Augustwoche überschritten die Maxima sogar 30° (1954 – Sondermeldung)

Die gewünschte „Neue Normalität“ der 2000er Jahre scheint für manch unheilbare Sonnenanbeter  ein brütend heißer Sahara-Sommer in Mitteleuropa zu sein, den man dann aber eh nicht in Anspruch nimmt, sondern lieber per Billig-Flug gleich noch unwirtlichere, aber für Westler voll klimatisierte, abgeschottete Urlaubsresorts im prestigeträchtig fernen Ausland ansteuert – „Hallo neidige Instagrammeln“: Schaut her, was ich mir heuer locker leiste – Champagner-Grüße aus einem Swimmingpool im teuersten Emirat am persischen Golf … der Gruß geht an alle anderen, ähnlich besetzten Pools – die schicken dann wiederum ihre schicken Bilderchen. Mittels Fotobearbeitung wären häusliche Schwimmbadbilder jederzeit so gestaltbar, dass die hoffentlich schwerst betroffene Neidgenossenschaft glauben könnte, man würde in der ganz obersten Spielklasse bei Putin, Trump und Co plantschen & schmausen …  Photoshop käme da auch wesentlich kostengünstiger und ungemein umweltfreundlich zupass und könnte so das meist überflüssige, schädliche Teilzeit-Nomadentum etwas eindämmen …

Es soll Menschen geben, die in stillen Corona-Stunden beschlossen haben, fürderhin  ihren Reiseradius auf 500 Km einzugrenzen (Bahn JA / Flugzeug NEIN)

Ein ganz starkes Freiheitsgefühl überkam mich, wenn ich früher neben dem Wohnwagen des Schulwarts in den Sommerferien im Innenhof neben dem Festsaal parkte und von dort aus einen Gastgarten ansteuerte – nirgendwo sonst wird es deutlicher >Frei zu haben<, als direkt am Arbeitsort … ein Luxus, dem ich nun täglich frönen kann ,,, (- Vorstufen dazu waren im „halbleeren“ Haus: Der ruhige Samstags- und späte Nachmittagsunterricht)

Impfzwang NEIN / Handyzwang JA ???

Am Servatiustag zur Himmelfahrt 021

Wenns an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert

Auch heuer haben die Eisheiligen bei 1. Gelegenheit die heißen Sommerentgleisungen der ausgehenden ersten Maihälfte 021 ausgebremst (- Vor Bonifaz kein Sommer) Normalität im herkömmlichen Sinn macht sich breit – ganz im Sinne des frohen Wiederaufsperrens von Österreich – und auch ganz nach dem Geschmack der 93jährigen Schwiegermutter … Als diese jedoch beim morgendlichen Aufschlagen der OÖN der folgenden Zeilen gewahr wurde, hatte sie die „Sopherl (- keine indische MuTante, sondern „Quoten“-Eisheilige) in ihrem Wohnzimmer ganz kalt erwischt:

> Code fotografieren, raufladen, fertig – Gilt 24 Stunden <

Geimpft, genesen oder getestet – das ist die Voraussetzung, um Gastronomie, Kultur und Tourismus ab 19. Mai in Anspruch nehmen zu können. Um das Testen noch einfacher zu gestalten, werden künftig auch die sogenannten Wohnzimmertests behördlich anerkannt …

Um Fälschungssicherheit zu gewährleisten, hat man sich für eine QR-Code-Lösung entschieden. Erster Schritt ist die Anmeldung auf selbsttest.ooe.gv.at. Zu jedem Selbsttest gehört ein Code, den man auf den Test kleben muss. Davon ist mit der Handykamera ein Foto zu machen, dann ein zweites Foto, nachdem man den Test entwertet hat. Beide Bilder müssen hochgeladen werden, danach erhält man einen Bestätigungslink.

Ab 18. Mai stellt das Land pro Person 20 zusätzliche Testkits zur Verfügung. Sie können gegen Vorlage der E-Card in den Apotheken abgeholt werden. Außerdem können auch fünf QR-Codes abgeholt werden, um Tests zu verwenden, die man bereits zu Hause hat  …

Code fotografieren, raufladen  …die Uroma war bereits nach diesem Teil der Headline mit dem Gesamttext fix & fertig – und alle anderen Digital Naivs dann wenig später … Nicht von ungefähr wurden zuerst die Senioren geimpft, denn impfen ist wesentlich einfacher, als testen ! Und selbst, wenn man das einschlägige Mega-Prozedere dazu, technisch und bürokratisch bewältigt, so stellt sich immer noch die Frage, ob das einen schnellen Mocca ermöglicht? Wenn man in der Stadt beim Eis-Greissler vorbeikommt, dann braucht man etwas Zeit (weil man sich anstellen muss), die „Covid-Schutzmaske“, Geld und schon kann man zu schlecken beginnen. Fürs nahe Cafe-Haus benötigst Du den Goldstandard- oder Wohnzimmer-Test, auch wenn Du bereits nach 20 Minuten zum nächsten Termin enteilst. Falls es Dich aber am folgenden Tag wieder spontan nach einem schnellen Mocca gelüstet, so geht dies nur innerhalb des 24-Stunden-Rahmens. Andernfalls ist der spätere Coffein-Boxenstopp bereits im morgendlichen Wohnzimmer einzuplanen und der Test in vollem Umfang zu zelebrieren  … Die 48-Stunden-Belohnung nach dem Besuch einer professionellen Teststraße erscheint da schon erfüllender, ist aber zeitlich etwas aufwändiger und spontan geht da eher gar nix. Bleibt noch die Apotheke am Eck oder direkt der Wirt an der Theke  …  Letzteres: Eigentlich am verlässlichsten, denn kein noch so toller QR-Code samt Foto in doppelter Ausgabe kann beweisen, dass die richtige Nase auch zum Testergebnis passt … Vertrauen ist gut (!), aber ist wirklich immer Kontrolle besser?

> Selig: Die Geimpften und Genesenen, denn ihrer ist der freie Gastgartenzugang <

Doch HALT, denn der „Grüne EU-Pass“ lässt bis Juli auf sich warten und auch die österreichische Schnellschuss-Variante ist erst ein Juni-Kind, sodass wir wohl (oder übel) auf den guten, alten „Gelben Impfpass“ haptisch zurückgreifen dürfen, wo die Hausärztin den erfolgreichen Covid-Erst-Stich vermerkt hat. Und dabei könnten wir es dann nach der Zweitimpfung analog auch belassen ! Warum braucht es unbedingt eine digitale Ausgabe mit QR-Code am Smartphon-Display? Weil es so schick ist? Uroma hat keines und auch andere brauchen und wollen sowas nicht !!!

Der Mensch ist ein analoges Wesen, ausgestattet mit analogen Sinnen – Das Digitale soll, wie die Medien im allgemeinen Hilfsmittel und Werkzeug sein, aber nicht bestimmend ! – Freiheiten ermöglichen, aber nicht beschneiden, nicht als ödes „Kontrollorgan“ zum Einsatz kommen, Gruppen ausschließen, oder isolieren, sondern verbinden und solidarisieren ! Seit Gründerzeiten am Linzer Mediengym war immer klar: Digitale Technik soviel wie notwendig zur Umsetzung von möglichst viel Kreativität – ganz im Sinne einer Kombination der ursprünglichen MINT-Ausrichtung des guten, alten Realgymnasiums Fadingerstraße mit dem künstlerischen Medienschwerpunkt: Naturwissenschaftliche MINT-Fächer & MEDIEN – also MINT & PEPPER – sprich: PEPPERMINT – allein nur diese funktionstüchtige FadingerDoppelmühle“ garantiert den Erfolg und die Nachhaltigkeit des GANZEN !

QRs lachen einem heute überall entgegen – die Fadinger hatten das schon beim Projekt Rudolf II im Linzer Landesmuseum mit Gerolf Nikolay QRs für Führungen im Einsatz, aber muss dies heute immer & überall, zu einer zwanghaften, allumfassenden Notwendigkeit werden? … Hochladen von Bildern auf LINKs & Mails schicken geht auch am PC, aber QRs / Grüne Pässe am immer eingepackten Laptop mitzuführen würde wohl erzwingen sich extra ein schlankes, smartes Ein- & Zutritts-Handy zulegen zu müssen (!) …

Bei „Distance Learning“ reagierte man zurecht befremdlich, „Distance Banking“ oder „Distance Shopping“ hingegen finden die Unbedarften unter dem Titel >ONLINE> cool, bequem, ja unerlässlich, obwohl es kommunikationsfeindlich, unpersönlich, unverbindlich (niemand kennt Dich, wenn es Probleme mit sensiblen Kontozahlungen / Bestellungen usw. gibt), alles bildet sich gläsern im Netz ab, bei allgemeinem Online Banking gäb’s auch im Ernstfall keine privaten Geldreserven mehr – eine >Rundum Abhängigkeit< und einen Persönlichkeitsstriptease bis zum letzten Feigenblatt …

Höchste und gute Zeit für das Ende von > Distance mEATing < !!!

Mit dem Traxl und der Alten Welt beginnt ein kulinarische Linzer Rundflug – hinter & unter uns die Talsohle eines halbjährigen Lockdown-Tunnels. Bis Mitte Juni sollte es jedenfalls angenehme, moderate Gastgarten-Temperaturen geben, bis in genau 30 Tagen im Juni Petrus flächendeckend die Klimaanlage einschaltet, denn dann ist kurz die Schafskälte dran !

Manfred Pilsz

Kostüm und Maske

PS.: Der glücklich geimpfte Blog-Autor darf nun mit seinem „Yellow Fellow“ auch wieder ins Theater, Konzert, Kabarett, Kino usw. … Wenn dort dann so nur Geimpfte, Genesene und gepflegt Getestete sitzen, sollte man 1) möglichst schnell allen Impf-Willigen den Schutz & diesen Status ermöglichen und sich 2) in BÄLDE die Frage stellen, ob es nicht NORMAL wäre alle Felder des Schachbretts im Publikumsbereich wieder besetzen zu können ! – Ohne jeden „Tunnelblick“ für den Kultur-Herbst … >>> Licht auf die Bühnen

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Frühstück am 19. Mai:

LESENSWERTES ad: Covid, Corona & Co * „Negativ“ soll 2021 nicht positiv bleiben

Unmaskierte „Standesdünkel“ …

Der Gesundheitsminister, dem man (bloß) „vergessen“ hatte in Pandemiezeiten eine(n) Staatssekretär(in) unterstützend zur Seite zu stellen, durfte sich nach seinem Rückzug (wenige Wochen vorm nunmehrigen Erfolg seiner Bemühungen) als Dank für seinen Arbeitseinsatz mit populistischer Gülle anschütten lassen …

Dankenswerterweise übernahm (siehe oben) Dr. Christian Schacherreiter medial die Standesvertretung der GrundschullehrerInnen ! Es handelt sich bei dieser großen und für die Bildung der Kinder über die Maßen wesentlichsten Berufsgruppe um gar nicht so wenig WählerInnen, die die Botschaft sicher verstanden haben … Eine der vielen verzichtbaren mit plumpen, unmaskierten Inhalten überfrachteten, lauten „Büttenreden„, die als solche eigentlich im Parlament klar deplatziert sind, aber alle Bierzelte und Aschermittwochhallen sind ja derzeit noch aus pandemischen Gründen geschlossen … Für einen „Salzburger Stier“ werden solche Sager garantiert nie reichen – für einen beliebigen Hornochsen (am Spieß) aber vielleicht schon …

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Nicht nur OÖ. Minister wurden derart diskreditiert !

Einfach hatten es OÖ. Grundschullehrer am glatten Wiener Parkett noch nie – wie das folgende Beispiel zeigt (ohne jetzt einen direkten Vergleich zwischen dem Politiker und einem berühmten Komponisten des 19. Jahrhunderts anstellen zu wollen …)

Die Kritiker Eduard Hanslick, Max Kalbeck, Gustav Dömpke:

Sie und andere hörten Bruckners Musik trotz ihres »Prälatenstils« als eine lemurische Spukhölle. Es bleibt ihnen ein Rätsel, »wie dieser sanfteste und friedfertigste aller Menschen im Moment des Komponierens zum Anarchisten wird«. Er komponiere »Hochverrat, Empörung und Tyrannenmord«. »Wie eine unförmliche, glühende Rauchsäule steigt seine Musik auf, bald diese, bald jene Gestalt annehmend.« Er sei unnatürlich, aufgeblasen, krankhaft und verderblich Halb Genie, halb Trottel, biete er antimusikalischen Blödsinn. Man glaube an seine Stegreifkomödien so wenig wie an den Sieg des Chaos über den Kosmos. Er taumle in haltlos zerfallenden, musivischen Formen. Das Credo seiner f Messe sei eine christliche Wolfsschlucht. Er komme aus den Nibelungen und gehe zum Teufel. Sein bengalisches Feuer hinterlasse keinen sonderlich feinen Geruch. Er komponiere wie ein Betrunkener. Der Modergeruch eines verwesungssüchtigen Kontrapunktes steige in die Nasen. Es dufte bei ihm nach himmlischen Rosen und stinke nach höllischem Schwefel. Man wendet sich von dem »hässlichen Gemisch von Rohheit und Überfeinerung«, vom »nackten Unsinn«. Man erliegt dem »verwirrenden Dunkel, der müden Abspannung, der fieberhaften Überreizung« im »traumverwirrten Katzenjammerstil hinauf- und hinablamentierender Schusterflecken«. »Man schmeckt aus den Tönen des anderthalbmal Närrischen Geselchtes mit Knödeln und Kraut. Noch dem Todkranken wirft man »mit fixen Ideen abwechselnde Gedankenflucht« vor, die »ewigen Verlegenheitstremolos, Rettungstonleitern, Angstpausen, Notsequenzen, Verzweiflungsfanfaren, das große Tschingdarassasa, Schnedderengteng und Bumbum«

Bis zu seinem Lebensende war Johannes Brahms davon überzeugt, dass es sich bei Bruckner um einen „Schwindel“ handele, „der in ein bis zwei Jahren tot und vergessen sein wird.“ Und 1885 hatte er (in dessen Nachlass sich im Übrigen sehr wohl Partituren Brucknerscher Werke fanden!) gespottet: „Alles hat seine Grenzen. Bruckner liegt jenseits, über seine Sachen kann man gar nicht reden. Über den Menschen auch nicht. Er ist ein armer verrückter Mensch, den die Pfaffen von St. Florian auf dem Gewissen haben

„Man sieht, daß Herr Bruckner über das Fach, das er lehren will, sich selbst nicht ganz klar ist, sondern nur über den Zweck, zu welchem das Ministerium ihm eine Lehrkanzel gründen soll, nämlich damit Herr Bruckner sich ungestört dem Componiren hingeben könne. (…) Noch viel weniger liegt gerade in der Persönlichkeit Bruckners ein Motiv für Creirung einer solchen Lehrkanzel, denn sein auffallender Mangel an jeglicher wissenschaftlicher Vorbildung lassen ihn gerade für eine Universität am mindesten geeignet erscheinen. Um diesen Punkt nicht weiter berühren zu müssen, erlaube ich mir die Bitte, das löbl. Professorencollegium möge der merkwürdigen Abfassung von Bruckners Gesuch seine Aufmerksamkeit schenken. (…)“ – soweit: Eduard Hanslick

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So wie jeder wissenschaftliche Zweig sich zur Aufgabe macht, seine Materiale durch
das Aufstellen von Gesetzen und Regeln zu ordnen und zu sichten, so hat ebenfalls
auch die musikalische Wissenschaft – ich erlaube mir, ihr dieses Attribut beizulegen –
ihren ganzen Kunstbau bis in die Atome seziert, die Elemente nach gewissen Gesetzen
zusammengruppiert und somit eine Lehre geschaffen, welche auch mit anderen
Worten die musikalische Architektur genannt werden kann.

Zitat aus der Antrittsvorlesung des Lektors Anton Bruckner (K & K Universität Wien, 1876)

»7. Nov. 1891: Promotion als Ehrendoktor der Philosophie an der Wiener Universität. 22. 11. beim Minister. 26. 11. beim Kaiser (äußerst huldvoll).«

Universitätsrektor Hofrat Exner beim Festkommers des akademischen Gesangvereins vor dreitausend Geladenen: »Wo die Wissenschaft haltmacht«, sagte er, »wo ihr unübersteigliche Schranken gesetzt sind, da beginnt das Reich der Kunst, welche das auszudrücken vermag, was allem Wissen verschlossen bleibt. Ich beuge mich vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhaag

M P

Bartlos, kurz geschoren in weiten Anzügen: Auf modische Kleidung gab A. Bruckner nichts. Er ließ nie Maß nehmen, sondern die neuen Kleider einfach nach dem Muster seiner alten anfertigen, die er noch aus Linz mitgebracht hatte. Dauerhaft und bequem musste sie sein, das war alles, was er von seines Leibes Fülle verlangte. Den kurzen Hals umschloss ein flacher weißer Umlegkragen mit schwarzem „Maschl“. Der dunkle Lodenanzug mit den kurzen, bis auf die Knöchel reichenden, überweiten Beinkleidern wurde durch derbe Halbstiefel aus Seehundsleder vervollständigt. Allem Zureden zum Trotz blieb Bruckner bis zu seinem Lebensende bei dieser Tracht.Gute Freunde ließen ihm einmal heimlich Maß nehmen und von einem ersten Wiener Schneider eine Reihe bester Anzüge nach neuestem Schnitt machen. Sie wurden als Christgeschenk unter den Baum gelegt. Bruckner aber tat nichts dergleichen und erschien nach wie vor in seinen berühmten bodenscheuen Harmonikahosen. Auf vorsichtige Erkundungen gab er die überraschende Aufklärung: „Das neumodische Ginkerlwerk hab i z´erst amal unterm Brunn fest einweichen lassen, damit die steifen Bügelfalten vergengan, dann hab i die viel z´langen Hosen unt´ abgschnitten und so werdn s´ jetzt kleinweis bequem die Anzüg!“ Turnschuhe hätten ihm sicher gefallen …