Schwanen-Fake statt -Lake…

obige Kritik von Georgina Szeless (in voller Länge) <<< hier anklicken

Wann kommt der nächste Schwan-ensee?

Die berühmte Slezak-Frage ist (ohne See) zwar im Lohengrin beheimatet, stellte sich mir allerdings schon mehrmals: Zuletzt in den 90ern, als ich das Ballett in Petersburg in klassischer Form erleben durfte und ich mir wünschte es doch einmal als Tanztheater aufbereitet serviert zu bekommen, was dann auch der Fall war, doch diesmal:

SCHWANte mir ÜBLES !

Obiges Gefühl stellte sich bereits zu Beginn der diesmaligen „Choreographieverweigerung“ ein.

Schreiten & Posen statt Tanz(theater)

Im Falle eines Musiktheaterwerks würde man schreiben: Statische Inszenierung, mangelnde Interaktion, einfallslose Personenregie. In Kindertagen spielten wir „Versteinern“: Ein Zauberer ließ herumlaufende Kinder erstarren – Nur „Nicht Versteinerte“ konnten diese Delinquenten erlösen. Im Falle von „Linzer Schwanensee 022“ spielten zudem noch Gesten,  Unterwäsche und immerhin Stück-immanente Farben eine Rolle in die fast jeder der Truppe einmal schlüpfen durfte. Was nach „Reiner Maria Zufall“ aussah war bei aufmerksamer Betrachtung durchaus geordnet und exakt, was allerdings nichts zum Themenkreis einer  „Sinnhaften Umsetzung“ aussagt. In einem Gespräch (Beiheft der Dramaturgie) äußert sich der Choreograph von „Schwanensee – Traum & Wirklichkeit“ kryptisch vage …

Provinzieller (?) Schwurbelalarm (!)“ sei in Linz hier dringend auszurufen, denn internationale Anerkennung schützt nicht vor missglückten Experimenten – nicht jeder Entwurf ist ein wegweisend genialer Wurf …

Wenn der Alptraum Wirklichkeit wird

Im Falle der Oper bliebe bei fehlender (schlüssiger) Personenführung & partieller Statik auf der Bühne noch immer der Gesang – im Falle des Balletts wird’s da dann eng …

Wenn dem Neuen offenes, williges Publikum mit dem dramaturgischen Beipackzettel bei einer Produktion abgespeist wird, weil ihr Leadingteam es nicht schafft eine Botschaft über die Rampe zu bringen, gibt auch der freudigste Interpretationsjunky unter den geneigten Rezepienten w. o.

Es wird immer wieder gelaufen, gegangen, es werden Shirts über den Kopf gezogen, dann macht man schnell wieder mal den Schwan – Arme nach hinten oben. Und wer darf in dieser Runde das lange Rote anziehen, das kleine Schwarze ist schon vergeben, aber Prinz sein, ist eh schöner als Odile. Also machen wir schnell mal wieder den Schwan, aber eigentlich egal ob irgend jemand im Publikum diesmal unter all den Weißen die neue Odette entdeckt …

https://ms-my.facebook.com/lt1ooe/videos/kein-tutu-schwanensee-ballett-unten-ohne/299899362161854/

Finaler „Regiehöhepunkt“: Ein riesiger Schwan (– wie aus einem überdimensionalen, beigen Unterbett geschnitten) wird am sonst immer leeren Bühnenboden aufgebreitet um dann recht ungelenk hochgezogen zu werden. Dabei senkt sich kongenial ein schwarzes Ebenbild aus dem Schnürboden herab – bewundert von dem am Boden liegenden, nun zum Publikum mutierten Tanzensemble. Wenig später bereits verbeugte sich zu u. a. zögerlichen Missfallenskundgebungen das fast ebenso personell umfangreiche „Kreativteam“ – bewundernswert, wie so vielen Leuten so echt wenig einfallen kann …

Viele Köche verderben nicht nur den Brei

Wenn ich laut Angebot der Speisekarte ein „Herren- od. Fiaker-Gulasch“ bestelle, dann darf ich wohl erwarten, dass mich der Koch mit einem Gulasch samt Gurkerl nebst Spiegelei beglückt. Ist dem nicht so, dann darf ich das eher fragwürdige Gericht zurückschicken. Sollte ein Haubenkoch der Nouvelle Cuisine eine Neufassung dieser Gulaschvariante kreieren wollen, so ist er gut beraten sich dafür auch einen neuen Namen einfallen zu lassen, sonst wird er in Kürze permanent Gäste & Hauben verlieren. Wagners Motto: „Kinder schafft Neues“ bedeutet nicht Arriviertes solange umzumodeln bis es keiner mehr erkennt, sondern definitiv neue Eigenkreationen hervorzubringen. Es sei denn es kennt unter den Gästen niemand mehr die Speise – sprich: Einfach gestricktes Publikum – Jede Erwartungshaltung liegt bei Null, dann ist die Rezeptur egal und die Bedienung kann servieren, was ihr in der Küche aufs Tablett gestellt wird …

– Ganz nach dem Motto: Griesschmarrn statt Malakhov-Torte (- nicht: Malakoff)

Manche Köche haben tatsächlich ihre Meriten und das ist auch im vorliegenden Fall so: Chris Haring ist kein Unbekannter – dies bedeutet aber nicht, dass uns seine Ideen in jedem Fall und bei jeder Produktion schmecken müssen – und auch Begründungen für sein Tun (oder seine Arbeitsverweigerung) sind nicht zwanghaft zu akzeptieren …  Prinzipiell ist die Idee Gastchoreographen für einzelne Stücke zu verpflichten gut, weil es Vielfalt ins künstlerische Geschehen bringt. Diesmal hat es leider nicht funktioniert – schade für die unterforderten Tanzcrew, die sich im anderen Fall mehr positives Feedback durch das Publikum hätte erwarten dürfen und sich selbst besser hätte präsentieren können.

Chris Haring baut, ohne auf das Hauptthema des Stückes zu achten, auf zeitlose Themen wie Schein und Sein, Betrug, Täuschung und Enttäuschung – Letzteres stellt sich beim Betrachter ein !

Ich freue mich über jede Inszenierung oder Choreographie jenseits einfältig öder „Reclamfassung“: Siegfried muss nicht von links mit Flügelhelm die Halle betreten – er darf auch hereinschweben, wenn es Sinn macht – egal in welcher Montur, aber schlau muss es sein und damit interpretatorisch für informiertes, mitdenkendes Publikum irgendwie nachvollziehbar. Unredlich wird’s, wenn das Stück sinnhaft nicht mehr erkennbar ist. Wo „Ring“ oder „Schwanensee“ auf der Eintrittskarte drauf steht, muss auch der „Ring“ oder „Schwanensee“ als solcher auf der Bühne zu erkennen sein, sonst Eintrittsgeld zurück und das Publikum ist zurecht verärgert. Da könnte man jetzt sagen: Naja, dann halt neues Publikum – Leute, die nicht wissen was sie bestellen oder denen es egal ist, wie die Zeit bis zum Schlussapplaus vergeht – Gulasch ist Gulasch und wenn wir das Risotto einfach umbenennen – Denen wird’s schon schmecken …

Wenn man den Schwanensee zur Atacama austrocknet, werden all along hier nicht mal mehr diverse Flamingos landen und passend zu unendlicher Beliebigkeit Karl May –Festspiele Einzug halten – Eingefleischte Fans werden allerdings dann wohl anstatt Tschaikowsky das Winnetou-Thema von Martin Böttcher einfordern – und zwar mit unbeugsamen Nachdruck

Linz 022: Wir könnten es, dürfen es aber nicht wollen – oder so:

Nur einmal tanzen die jungen Schwäne in gewohnter Form und Formation, allerdings erst nach Ende ihrer Musik in einem der elektronischen Einschübe, die immer wieder im Original Tschaikowskys angesiedelt wurden – nur da und bei den rein orchestralen Teilen (ohne Tanz) gab es Zwischenapplaus.

Als Publikum sehnte man sich nach einem narrativen Konzept,  wie es bei Mei Hong Lin  gegeben war, als sie vor 5 Jahren bei dieser Gelegenheit die Biographie des Komponisten ins Spiel brachte:

Wenn jedoch weder inhaltlich erzählt wird, noch durchgehend formal Zusammenhänge mit der Musik hergestellt werden, was bleibt dann? Ein paar gegen die musikalische Vorlage gebürstete, rein konzeptionelle Ideenfragmente, Andeutungen im Verborgenen …

In diesem Sinne präsentiert dazu Chris Haring >Bilder (s)einer Einstellung<

Gleiches Recht für alle:

Man stelle sich vor Dirigent und Orchester würden ähnlich agieren: Spielt irgendwas Unerwartetes, schlüpft in die Rollen der anderen, tauscht Instrumente und Noten, damit es sich mit dem perfekt klassischen Tanz reibt – >kakophon< ohne Gnade. Tamino, Sarastro, Papageno & Co. – Alle dürfen jederzeit in die Rolle der Königin der Nacht schlüpfen – Text egal – Hauptsache Koloratur …

Aussagen wie obige strotzen vor entwaffnender Ehrlichkeit, steigern aber nicht unbedingt das ungeteilte Vertrauen in das Tun & die Kompetenz des Kandidaten …

AM WESENTLICHSTEN ABER WIE IMMER:

SELBER HINGEHEN, ANSCHAUEN & URTEILEN

M P

2007 – ein Sommer in Nibelheim

Vor nunmehr 15 Jahren: Ein gediegener „Hochsommer“ in Island

Obiges Bühnenbild stammt aus keiner Ring-Inszenierung, sondern entstand an einem heißend Quell und Tag im finalen Juli 2007 … Isländer haben Hitzeferien ab 18 Grad im Schatten … Glückliches Volk ! >>> HEUTE schon: KLIMA-NEUTRAL !

Gebettet auf „Zackenmützenmoos“

Im Anhänger eines Traktors ging’s umspült von Meerwasser und der Hoffnung, dass es sich dabei um Flut und nicht trügerische Ebbe handeln würde zu einer vorgelagerten (Halb)-Insel, die wiederum über eine steil ansteigende, wenig „Kniegelenksfreundliche“ Aschenhalde zu erklimmen war – mit einem Schirm bewaffnet ausgesetzt möglichen Angriffen aggressiver „Trottellummen“, um dann atemlos oben angelangt, über schroff abfallende Felsen, Papageientaucher (oder Trolle) beobachten zu dürfen …

Lokale „Wintereinbrüche“ inklusive …

Das Isländische Outdoor-Parlament Þingvellir liegt in nächster Nähe der tektonischen Bruchlinie Europa / Amerika, die quer durch die Insel verläuft. Ab & an musste man so kurz den „Wilden Westen“ betreten, um dann aber schnell wieder die geographische Eurozone aufzusuchen …

Im Dezember dauert ein Islandtag gerade mal 4 Stunden 23 Min, im Juni hingegen 21 Stunden 16 Min und der Rest ist Dämmerung – Nacht wird’s da gar nicht – die Trolle haben mehrere Monate durchgehend Betrieb, während sie den Winter durchschlafen … Trolle gibt’s in Finnland, Schweden und Norwegen nicht, dauerhelle Nächte hingegen haben wir dort sehrwohl auch erlebt … Wenn das Rentier um 2 Uhr morgens trotz Vorhang durchs offene Hotelfenster glotzt …

Gysire, Vulkane, Wasserfälle … erwandert auf schier endlosen Aschenbahnen – allesamt wahrlich wenig „Knie-freundlich“ …

Islands Blaue Lagune am Weg zum Flughafen Keflavík, wo man ehemalige Schüler am beschwerlichen Weg in die Wartehalle treffen kann – mein nächster, dringender, zwischenmenschlicher Kontakt war telefonisch am Flughafen Schwechat mein Orthopäde (- damals noch ein ehemaliger Schulkollege) …

Seine Musik würde u. a. auch ganz wunderbar zur Eisinsel passen:

Richard Wahnfriedalias: Klaus Schulze

Der Pionier der Computermusik (Ars Electronica 80 / Stahlsymphonie) ist vor wenigen Tagen von uns gegangen …

Apropos Musik & Island:

Im Linzer Musiktheater gibt’s derzeit Isländische Oper: Unter dem Gletscher

  • mit großartiger Musik & ebensolchen Bildern … Anschauen – keine Angst vor moderner Oper ! / Merker-Kritik

Wurde der Gral zu Linz ausreichend enthüllt?

Nach fast 40 Jahren gibt es in Linz eine Neuinszenierung von Wagners „Bühnenweihespiel

Vor der Ouvertüre erscheint als überlebensgroße Projektion das Gesicht des Darstellers der Titelfigur, der das Gedicht „Traumwald“ von Heiner Müller rezitiert, das Anklänge an die Parsifal-Thematik aufweist. Sicherlich als Reverenz an den Mentor des Regisseurs, und gar keine schlechte Einstimmung. Als die Musik einsetzt, ist im Hintergrund ein mystischer, nebliger Wald zu sehen – auf der Bühne selbst wird man Natur aber vergeblich suchen … … … (-aus dem MERKER – mehr dazu hier <<<)

Eigene Anmerkungen zum Linzer „Fal(l) Parsi

Im Januar 1877 entstand ein vollständiges Libretto in Prosa, dem in nur vierwöchiger Arbeit im März und April die vollständige Dichtung folgte. Bei dieser Gelegenheit änderte Wagner den Namen von „Parzival“ in „Parsifal“, im Glauben, dies sei die wahre richtige, aus dem altpersischen „fal parsi“ (der törichte Reine) abgeleitete Schreibweise.

Entsprungen aus Richard Wagners Interesse an fernöstlichen Denkweisen und Sagen verknüpft mit Eschenbachs Vorlage und christlichem Glauben sowie Riten …

– u. a. dazu nun Bemerkungen von der Regie (Schauspielchef Suschke) & Maestro Poschner bei der PK – mit Letzterem durfte ich damals ein kurzes Gespräch führen … >>> Hier das Radio-Ergebnis: https://cba.fro.at/547998

Wer ist der G*R*A*L ?

Diese Frage bleibt für mich in der Linzer Inszenierung ebenso unbeantwortet, wie der Bezug zum Jahresüberthema „Natur und Kunst“ – Schade um den Karfreitagszauber, der in der genial musikalischen Umsetzung durch Orchester und Sänger zwar hör-, aber nicht sichtbar wird. Also in Summe kein wirklich visuell erhellendes >Tat twam asi  „Du bist das“–Erlebnis <

************************************ C *** G *** A *** E *********************************

„Ich schreite kaum, doch wähn ich mich schon weit“ leider NEIN:

In Linz wird „kaum geschritten“ – weder von den Chören im 3. Aufzug, noch von Parsifal

Unbeholfen torkelt der spätere „Erlöser“ bei der Verwandlung im 1. Akt nicht in eine neue Dimension der „Ich-Findung“, sondern bleibt wo er ist: „Zum Abstellraum wird hier die Endzeit“ – dazu senkt sich zum Gralsgeläut im Hintergrund eine eher banale Scheinwerferwand aus dem Schnürboden herab – ein wenig Odyssee 2001 hält Einkehr – aus welchen Gründen auch immer …

Ungesalbt in den goldenen Schuhen des Fischerkönigs Amfortas, mit goldener Asche am Haupt retourniert „Erlöser“ Parsifal die heilige Lanze (aus der Schatzkammer der Hofburg) und genießt in der Gralsburg (– im Linzer Mythen-Navi scheint diese nicht in den Pyrenäen, sondern am „Obersalzberg“ angesiedelt) den Ausblick durch das arg berühmte, dortige Fenster – eine eher unnötige Transformation in die Untiefen der jüngeren Geschichte … Schwant dem wachen Rezipienten …

Egal, denn in jedem Fall ist es empfehlenswert sich mit dem Linzer Parsifal auf etwa fünf Stunden Heldenreise und Erkenntnissuche, ummantelt von den wunderbaren Wagnerschen Musikwogen des BOL (M. Poschner) zu begeben !!!

Berührend: Die Präsenz von Herzeleide – samt Kinderzimmer … Originelles Premieren „Schlussstatement“ (- allerdings erst im Zuge des Verbeugens): Das verspätete Erscheinen der „KNA-Taube“ – samt Friedenszweig im Schnabel !

Manfred Pilsz

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Bühnenweihespiel: https://cba.fro.at/540418

Eine „Melange“ runder Jubiläen …

… am 13. * & 14. Februar …

…….. Spiegelungen des Grünen Hügels am obigen Plakat (BT Sommer 021) ……..

... am 13. Februar hat es obiger FILM <<< nun nach Linz geschafft … hier Details

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Es „Traxlt“ !!

Im Jahr 1872 heiratete Josef Traxlmayr die Tochter Anna des damaligen Besitzers Josef Hartl, der das Kaffeehaus an der Promenade 16 am Tag nach der Hochzeit seinem neuen Schwiegersohn übertrug. Seit diesem Tag ist das Haus im Besitz der Familie Traxlmayr und trägt auch ihren Namen.

>>> Radio-Beitrag zum „Traxl“-Doppel-Jubiläum (Gespräch mit Dr. Traxlmayr): https://cba.fro.at/547998

Traxl-Museumseck“ (- die Möbel sind noch älter, als die „handelnden“ Personen):

Im Wonnemond Mai

Mit dem Datum Montag, 6.Mai 1872 taucht unsere Stadt Linz namentlich ein einziges Mal in den Cosima-Tagebüchern auf und das per kurzem Vermerk, dass man bei einer Zugreise nach Wien hier zu Linz guten Kaffee am Bahnhof gereicht bekommen hätte. Ungefähr 2 Wochen später zum Geburtstag des Meisters aller Meister kam es dann am 22. 5. in Bayreuth zur Grundsteinlegung für Wagners Festspielhaus Dies alles geschah exakt vor 150 Jahren !!!

 Wäre Meister Wagner in den Genuss eines „Traxl“-Cappuccinos gelangt – Er hätte den Spatenstich für sein Theater vom „Grünen Hügel“ an die Donau verlegt und dann am 22. Mai 1872 hier am Gründberg in Urfahr vorgenommen …

Bereits seit 175 Jahren existiert nun an der Linzer Promenade dieses Café, welches dort 1847 eröffnet wurde – in jener Zeit arbeitete Wagner in Dresden an seinem Lohengrin und schloss sich dort der heraufdämmernden Revolution an …

Revolutionär auch der Neuzugang im hervorragenden Team des Traditionscafés – passend zum AEC und zur Medienstadt Linz: Servierrobo „Bella“ein wunderbarer Kontrast, wenn „Bella“ die Ladestation (ein altes Telefonhäuschen der Belle Époque) im Eingangsbereich verlässt und vorbei am „Museumstischchen“ in die Küche rollt …

Mitten in den Jubiläumsreigen 022 passt der vergleichsweise zarte 40er des Richard Wagner Verbands Linz/OÖ in den Maitagen dazwischen … Im Jubiläumsjahr der 100. Bayreuther Festspiele bebte es am 6. Mai 1976 (wenige Tage vor RWs Geburtstag) während einer konzertanten Aufführung der Walküre im Brucknerhaus so heftig, dass dies als aufrüttelndes Zeichen gedeutet wurde einen Zweigverein der alten Grazer Wagnergesellschaft in Linz zu gründen. Im Parsifal-Jahr 1982 (100 Jahre nach dessen UA) kam es dann zu Jahresbeginn zur ersehnten Eigenständigkeit des RWV Linz/OÖ – Wichtigste Ziele: Ein neues, auch „Wagner-taugliches“ Linzer Theater (- erfüllt durch die Eröffnung 2013 am Volksgarten), Vorträge zu Wagner und seinem Werk, sowie Beteiligung am Patronat der Stipendienstiftung & Kontakt zu den Festspielen …

https://cba.fro.at/544372  <<<  R a d i o

Vor nunmehr 140 Jahren erblickte das Bühnenweihespiel Parsifal <<< das Licht der Bühnen-Welt am Grünen Hügel Bayreuths. 30 Jahre lang durfte der Gral nur dort enthüllt werden. Wagner leistete sich den „Luxus“ sein Weltabschiedswerk für alle anderen Theater auf satte 30 Jahre zu sperren. Im Jubiläumsjahr 2022 erscheint nun Gralssucher Parsifal ab 12. 3. in einer Neuinszenierung in Linz (- Späte Erstaufführung: März 1948, es folgte dazwischen bloß eine Neuinszenierung 1983  im 100. Todesjahr des Komponisten)

„Blume mit Goldhaube“?

Dabei gibt es eine sehr „delikate Verbindung“ zwischen obigem Bühnenweihespiel und unserer Stadt: Carrie Pringle (Caroline Mary Isabelle Pringle) ist der Name des wohl berühmtesten Blumenmädchens aus dem 1882er UA-Parsifal. Diese junge Künstlerin (- Sopranistin) wurde im März 1859 hier in Linz (!) geboren. In Bayreuth war sie bei den Proben (in die Unterbühne) abgestürzt und dem alten Meister (welchem sie „aufgefallen“ war) auf dessen Wunsch nach Venedig gefolgt. Queen Cosima wirkte „Not realy amused“  –  Wagners Herz auch nicht  …  Er starb dort 1883 am Canal Grande zur Mittagszeit des 13. Februars * (7 Tage nach Ende des Carnevals) –  im Folgejahr nach den 1. Parsifal-Festspielen – und der mögliche Auslöser des finalen Ehestreits (mit letalem Ausgang) stammte aus Linz …

Anregung ans „Traxl: Kreation einer Carrie Pringle-Torte und Wiederentdeckung der g’schmackigen >>> Anton Bruckner-Noten (– nach Rezeptur der Linzer Konditorei Bruckmüller – wesentlich besser als die hochgelobten Mozart-Kugeln / und NEU – vielleicht dann ja anlässlich des Bruckner-Jubiläums 024)

Die herzlichsten Valentinswünsche für alle Lieben

und Happy Birthday zum 60er von Josef H a d e r <<< (Radio)

Manfred Pilsz

Erni Mangold hatte ihren 95er bereits Ende Jänner … Herzlichen Glückwunsch !

Alter Radiobeitrag zum Landkrimi 2017 <<< hier

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Man untersage jegliche pandämliche Störung des bevorstehenden Linzer Parsifals !

Radio-Link zu Parsifal: https://cba.fro.at/540418

BLOG-Link zum Thema: „Zum Raum wird hier die Zeit<<< hier

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Anfang Februar gab’s noch einen feinen Sänger.Workshop im Linzer Musiktheater mit Kammersängerin Brigitte Fassbaender:

Schubert-Video (Drehort u. a. „Traxl„): https://leologeslogbuch.blog/2021/11/19/durch-die-nacht-zu-dir/

Im „Traxl“: https://leologeslogbuch.blog/2017/08/17/matinee-im-cafe/

Bekenntnisse eines Linzer „Wagnerianers“: https://leologeslogbuch.blog/2020/02/13/wagnerianer-bayreuthianer-rwvler/

OÖN zum Doppeljubiläum

Phil GLASS 85

…  31. Jänner 2022 …

Sprich: Schuberts 225. Geburtstag

und der 85er von Phil GLASS

>H e r z l i c h e * G r a t u l a t i o n <

>>> Tribute to Philip (Stream 19.00) – Ein Abend mit Klaviermusik, die Philip Glass für Dennis Russell Davies und Maki Namekawa komponiert hat. Live aus dem Deep Space 8K des Ars Electronica Center in Linz mit digitalen Echtzeitvisualisierungen von Cori O‘Lan.

Die Fadinger durften vor 20 Jahren ein Werk von Phil Glass visualisieren:

>>> „D i e 5. D i m e n s i o n“ <<<

Der Meister selbst hat es im Rahmen des Brucknerfests abgesegnet !

„FELIX“

31. Jänner *

F E L I X

(1. 6. 1954 – 23. 1. 2022)

Auberg – Pfeifferstraße – Die Mutter erscheint in Rauchwolken – Marschmusik wird leiser – Gartenhaus 1, oder Spaziergang? – Uralte Geschichten werden ausgepackt – Schule, Lehrer – leider nur noch selten Ansätze früherer genialer Imitationen – Vorbei am alten Auberg Gasthof mit Bühne, ab zur Kirche St. Leopold – früher im Kern-Keller: Tischtennis und Jugendklub – jetzt nur noch ein Streiflicht – „Am Teich“ hörte man Eislaufgeräusche hinter den Häusern – der Baumi samt Schwester, Ecki und Schnapsi hatten hier ihren Treff – Vater Feilmayr, früher Feldwebel, hatte einen Durchschuss im Arm – zuletzt war er Telefonist – Vom Vater, dem begeisterten Laienschauspieler, erbte Felix das Talent – Der große Bruder werkte lange Zeit in Südafrika beim Telegraphenauslandsdienst & spielte besser Schach, als jeder von uns …

Sollen wir über den Ziegelteich zur „Lahmigehen (– eine schwache Runde), uns an den Jacky, den Theo, den Zeger und Zecki erinnern, sowie den seligen Moses loben, oder aber beim kleinen Telefonhäuschen am Doppelbauerweg uns eine schattige Bank zum Quatschen suchen – Petrinum ist besser: Nein nicht in den Garten – da bräuchten wir Würstel, Senf, Semmeln und was zum Trinken – Ich hab das Leder mit – wir müssen ja nicht am Hartplatz in der prallen Sonne spielen, nehmen wir doch die kleinen Tore am Rasenfeld unter den Bäumen – am Ende warten ja doch die Bänke unten beim alten Schwimmbad – Heute ist bei ihm Pfeife angesagt – nein, nicht Schiri, sondern Tabak und dann hören wir uns den Beitrag an, den wir 2 letzte Woche gebastelt haben – da war auch der Sigi mit dabei – der hat demnächst Abschluss am Konsi und geht nach Deutschland – Gesund wärst Du Deinen eigenen Weg in Sachen Kleinkunst gegangen – Jahre später hatte Sigi den Dreh & die Bühne verlassen … Er ist schon lange dort, wo Du nun hingehst – lass ihn bitte grüßen ! … Die letzte Zigarette ist ausgedämpft – keine Medikamentengabe mehr – die dunklen Masken verblassen im Nebel …

Requiescat in Pace  FELIX

... an Schuberts Geburtstag *

Urnenbestattung

Das war 2021

Heute am Tag der Lucia: „Lutzln“ (Burgenländischer Brauch)

Alles begann sehr >Hochwinterlich< und so konnte man 021 bis etwa Mitte März am Gründberg (Bild links) und am Fuße des Pöstlingbergs beim Dießenleitenweg (rechts) wie in alten Tagen wunderbar die Hänge hinunter rodeln …

Wahrscheinlich hätte Kirchschlag in diesem Jahr sogar noch an manchen Apriltagen taugliche Pisten geboten und die Terrasse beim Durstbergweg wäre so nur zaghaft abgetaut – doch Anfang 2016 war es zu einer Schlüsselübergabe gekommen. Somit stand keine Schneeschaufeln mehr auf der imaginären „To Do – Liste“ …

Nur 5 Jahre später folgte nun der Abschied von Mondsee. Die Ferienwohnung war nie (wie Kirchschlag) ganzjährig bewohnt und in den letzten Jahren nur noch sporadisch im Sommer besucht worden. Im Winter war man hier früher in die nahen Salzburger Berge aufgebrochen – zum „Hütten- & Pistenzauber“ nach Gaissau/Hintersee:

„Spielberg“-AlmBilder

Was auf einem Schulskikurs am Feuerkogel zart begonnen hatte, sich in Kirchschlag zaghaft weiterentwickelte, beim zwanghaften Berutschen der „Streif“ zur bleibenden Schockstarre geführt hatte, das endete nach weiteren Eis-Exzessen auf der Höß, hier im Kreise der Familie mit final ganztägigen Hüttenaufenthalten und dem endgültig befreienden Abschnallen der Bretter zur Jahrtausendwende …

Es sollte eigentlich der Alterssitz der Senioren werden und „Rosa Oma“ verbrachte dort auch noch viele Sommer – in der Folge wurde es dann noch ausgiebiger von den Weingärtner Großeltern genutzt …

Lockere 70er Bauweise: Das >100Wasser WC< nebst Lift gehört baulich zum Nebenhaus – die „Sollbruchstelle“ dokumentiert dies deutlich … (siehe Bild oben)

Unter diesem Balkon stand einst stundenlang im „Tratsch“ mit den Nachbarn (vom Landestheater) zur ebnen Erd‘: Heinz Reincke (manchmal mit Gattin Erni Mangold). Am Irrsee teilte man sich den Badeplatz mit Heinz Marecek, wenn dieser hier Otti Schenk am jenseitigen Ufer besuchte …

Auch wenn dort am Balkon zu Mondsee noch in Super-8-Zeiten zahllose Filme mit der Klebepresse geschnitten wurden (- am Wäscheständer hingen die Filmstreifen mit Klupperl befestigt …), so blieb das Feriendomizil doch eine fremde „Behausung“. Mit Salzkammergut verband man eher den Traunsee samt seiner Spitzvilla, Gmunden und dem „Festival der Nationen“ in Ebensee, oder den oft wilden Attersee mit Nussdorf, dem jahrelangen „Sommeridyll“ der Kindertage … auch die permanente Erhöhung der Abgaben durch die Gemeinde (bis zum Maximum) versüßte den Trennungsschmerz.

Der endgültige Rückzug des Städters ins absolute Zentrum seiner geliebten Metropole ist damit nun endgültig vollzogen … und die OÖ. Landeshauptstadt hat exquisite Aussichtswarten zu bieten …

Ein fantastischer Rundblick: Man sieht zum > Holy Pöstlingberg < ebenso, wie zum Höhenrausch & Dom – Die alte Sparkasse an der Promenade und das Cafe „Traxl“ befinden sich da in Aequidistanz zum Kapuziner „Castel Gandolfo“ im Weingarten:

Gab es 2020 für den Juror Pilsz (trotz Pandemie) noch einige Jurierungen bei VÖFA– Bewerben in Tirol und Wien zu absolvieren, so durfte sich der Filmemacher heuer über eine feine Medaille des BDFA freuen, die ihm Ruth W. übergab, da ihr schräger Experimentalfilm „Thomas Münzers letzte Schlacht“ dem Blog-Autor gewidmet ist – Herzlichen Dank – Die Überreichung erfolgte in der luftigen Höhe der „Grünen Mitte“ von Linz (- siehe Ausblick im untigen >Panoramabild<)

Ein kurzer Blick auf gleicher Dachhöhe zeigt FRECHe Aktivitäten der Fadis:

Mira Traxler als Mitarbeiterin im Schäxpir-Team & die MRG-Chefin mit ihrem Team u. a. bei der Eröffnung des Festivals am Areal der Bruckner-UNI

Zuvor gab’s bereits Crossing Europe mit YAAAS <<< 2x Radio

Und damit zurück ins Salzkammergut:

2024 wird nicht nur das Bruckner-Jahr sein, es soll auch Leute geben, die ihren 70er feiern und die Kulturhauptstadt Bad Ischl wird mit der Region 365 Tage lang zwischen Altaussee & Gmunden für Furore sorgen. Ein Jugendradio wurde angedacht, als es im Traxl zum Interview mit der Intendanz kam (<<< Radio)

2021 war wieder Festspieljahr: In Gmunden (Bild oben) ebenso wie in Salzburg, Linz … und Bayreuth:

Wenn sich in Bayreuth der Vorhang schließt, beginnt der Kulturherbst mit ARS & Brucknerfest in Linz (Klangwolke, Eröffnung & viele Konzerttermine)

Besonderer Höhepunkt: Workshop & Konzert mit Thomas Hampson (samt Hund / „His Masters Voice“)

Kabarett-Ikone Josef Hader hatte ursprünglich in seinen Heimatort nach Nöchling geladen, doch heftige Unwetter bedingten Terminverschiebungen, sodass sein dichter Vorstellungskalender und Festspielkarten sommerliche Treffen verunmöglichten und so kam es erst einen Tag nach dem herbstlichen Posthof-Auftritt zu einem gemütlichen Radio-Gespräch <<< im Musiktheater-Cafe …

Mit dem Radio <<< im surrealen Blumengarten der Galerie/Atelier Aigner und mit der „Gewinnerin“ bei der Schmuck-Präsentation in EnnsClaudia Langer war ebenso wie Claudia Kreiner auch Gast in der Bruckner-UNI bei der UA der I. Symphonie von Helmut Rogl, der kurz davor Audienz im Kepler-Salon gab, wo auch sein Filmportrait gezeigt wurde:

Wo viel Rauch ist, ist auch viel Kultur – so im Musiktheater, wo Fredi Rauch als Fürst Basil Basilowitsch im Grafen von Luxemburg brillierte. Der Rap-Star des Abends war sehr begehrt …

Im „ET-Homeoffice“ (Studio) seines Anwesens kam es an einem gemütlichen Nachmittag zum Pensionisten-Gespräch >>> Radioaufzeichnung

Das neue MRG-Absolventenprojekt >>Durch die Nacht zu Dir„, das eine Woche vor dem 1. Lockdown 2020 in Angriff genommen wurde, konnte nun Ende 2021 endlich erfolgreich vollendet werden – trotz technischer Probleme & mehrerer pandemischer Unterbrechungen …

Gedreht wurde u. a. rund um den separierten „Seuchentisch“ im guten, alten Traxl:

Bevor uns die vierte Welle leider einen speziell „stillen“ Advent bereitete, der diesen Jahresrückblick in Ruhe entstehen ließ, ging es noch schnell zur Youki ins MKH Wels und in die Tabakfabrik zur BANKSY-Ausstellung

In der U-BAHN(ksy)Lok im Lockdown in der LockTown Linz

In jener Zeit vollzog sich die „Weingarten“-Metamorphose >Herbst zu Winter<

Ein 3D-Adventkalender (Vorlage aus dem Jahr 1955) mit des Enkels heutigen „Krippenfiguren“ ziert weihnachtlich den Wendeltreppenabgang im Weingarten …

Am stillen Herd zur Winterszeit“ kommt es derzeit zur Vorbereitung des runden RWV Linz/OÖ-Jubiläums: Projektiert sind eine Radiosendung und ein Bild/Tonbeitrag zum Festabend im Landesmuseum – Da werden nicht nur kleine Kekse gebacken:

F R O H E ***** F E S T T A G E

M P

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Freunde des Linzer Musiktheaters mit Beitrag zu Bayreuth 2021 (Seite 16)

„Durch die Nacht zu dir …“

Am Todestag des Komponisten (19. November)

Eine kleines, feines Horror-Video mittels Visualisierung von Schuberts Ständchen

Ein früher Abend im Dämmerlicht des Winterhalbjahrs: In einem Linzer Cafe wird an vier Tischen diese Atmo ganz unterschiedlich wahrgenommen. Man(n) liest die Presse, Frau am Nachbartisch ist in ihr Handy vertieft. – Über dem Sessel dazwischen: Eine gelbe Jacke. In angemessener Entfernung davon rührt eine junge Lady genüsslich in ihrer Tasse und blickt voll Sehnsucht auf Bild und Carnevalsbeitrag der aufgeschlagene Zeitungsseite ihres sonoren Nachbarn am Nebentisch. Passend zu ihrer eigenen Lektüre: Der venezianischen Novelle von Thomas Mann. Träumerische Erinnerungen an das bunte Maskentreiben in der Lagunenstadt werden durch Handy-Infos gekappt, die ganz urplötzlich 3 Tische des Cafés leeren. Im selben Moment ist auch die gelbe Jacke verschwunden

Unsere junge Venedig-Träumerin am Heimweg (?) durch die nächtliche Stadt – verfolgt von einer unheimlichen Maske und einer ebensolchen gelben Kapuzenjacke. In der bedrohlichen Dunkelheit wird kurz eine Gedenktafel sicht- und gleich darauf auch hörbar:

Schubert hatte in Linz einen eigenen Freundeskreis. Zu dieser Schubertiade gehörten die musikalischen Spaun-Brüder, sowie der Liedsänger Johann Michael Vogel. Auf der anderen Landstrassenseite des Taubenmarkts befindet sich das Palais des Steyregger Geschlechts Weißenwolff – ganz wesentliche Mäzene des Komponisten.

Einzelne Werke, wie „Das Ständchen“, die nachträglich zum finalen Kunstlied-Zyklus „Schwanengesang“ zusammengefasst wurden, entstanden 1828 im Todesjahr von Franz Schubert:

Leise flehen meine Lieder

Durch die Nacht zu Dir;

In den stillen Hain hernieder,

Liebchen, komm’ zu mir!

Flüsternd schlanke Wipfel rauschen

In des Mondes Licht;

Des Verräters feindlich Lauschen

Fürchte, Holde, nicht.

Ein, vom Vollmond erleuchtetes Stiegenhaus füllt sich mit undurchschaubar schrägen Protagonistinnen. Alles steuert auf eine bekannte  „Psycho-Szene“ zu … doch die spitzen Streicher-Attacken bleiben aus, das Klavier spielt weiter und so schaut „Sir Alfred“ nicht wirklich ums Eck und auch „Die Gondeln tragen keine Trauer“ … (- sprich: KeineTrigger-Warnung für zartbesaitete Rezipienten notwendig)

Hörst die Nachtigallen schlagen?

Ach! sie flehen Dich,

Mit der Töne süßen Klagen

Flehen sie für mich.

Sie verstehn des Busens Sehnen,

Kennen Liebesschmerz,

Rühren mit den Silbertönen

Jedes weiche Herz.

Was beim Erlkönig vordergründig als Horror in Erscheinung tritt ist beim Ständchen subtil zwischen den Zeilen versteckt …

Lass auch Dir die Brust bewegen,

Liebchen, höre mich!

Bebend harr’ ich Dir entgegen!

Komm’, beglücke mich!

Hier kommt das lyrische Ich, nachdem es sich in seinem „Ständchen“ vier Strophen lang in verführerischen lyrischen Bildern ergangen hat, sozusagen zur Sache: Die lyrische Sprache geht zu dem imperativischen Gestus des Verlangens, Beschwörens, ja mit „höre mich“ gar des Forderns über. Das erfordert eine eigene Melodik und einen ihrer Aussage gerecht werdenden Klaviersatz. Beides hat diese letzte Liedstrophe zu bieten, und die melodische Linie reflektiert dabei wieder auf beeindruckende Weise die lyrische Aussage und die Art und Weise, wie sie lyrisch-sprachlich auftritt. (- Zitat aus einer Abhandlung v. Helmut Hofmann)

… hier Bilder aus dem neuen Film <<<<< ****** >>>>> garantiert ohne zu spoilern …

Das Absolventen-Projekt (MRG Linz Fadingerstraße) nahm >Covid-bedingt< ganze 2 Jahre (mit x Unterbrechungen) in Anspruch. Aufgelockert durch innovativ aufgeladene Kaffeehaus-Besprechungen und kreative „Corona-Spaziergänge“ ist es nun gelungen (trotz altersschwacher Technik) das Unterfangen mit einem abgesicherten Director’s Cut am Halloweentag zu finalisieren …

… auch diesmal unterstützten Top-Gäste das Team

Anlässlich des 225. Geburtstags des Komponisten wird erst 2022 die Präsentation unseres Musikvideos über die Bühne gehen …

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder …, die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

2022 steht auch ein Jubiläum für das Cafe Traxlmayr an …

Karneval von Venedig ***** Der Tod in Venedig“ (Th. Mann)

Mit meinen heißen Tränen“ Schubert im Film <<<

Gediegene Schubert-Filmszenen von Titus Leber

und im „Horrorgenre“ > Schreckliches < von anderswo …

Unser aller YOUKI ist gut „vernetzt“ !!!

Der MLA 021 hatte resignierend bereits vor Oktober von sich aus alle Signale auf „Online“ umgeschaltet. Umso beeindruckend mutiger war die Ansage der YOUKI zu bewerten, direkte Begegnungen im MedienKulturHaus im Kino, bei Workshops & Nightline zu ermöglichen !!! – Leider wurde dieser Mut nicht belohnt ...

… auch die Youki 021 bestens „vernetzt“ & verkabelt … bis ganz nach oben:

Als alter Freund und Wegbegleiter unser aller YOUKI war ich sehr betroffen, als ich den Text der Aussendung las, den das Team des Festivals wenige Stunden vor dem heurigen Start ins Netz stellte. Betroffen, weil ich mich selbst natürlich auch auf die „analoge“ Wiedergeburt des Jugendmedienfestivals gefreut hatte. Betroffen aber vor allem, weil man tolle, initiative Kulturverantwortliche von jetzt auf jetzt ohne klare rechtliche Spielräume im Regen stehen lässt und damit eine Frustration aufbaut, die sich genau diese engagierten Leute a) nicht verdient haben und b) auf diese Art und Weise verlieren könnte !!! Notwendige Maßnahmen ändern nichts an der Tatsache, dass die Leitung eines Jugendfestival nur sehr eingeschränkt glücklich sein kann, wenn am „Vorabend“ der Veranstaltung alle SchülerInnen per Verordnung abgezogen werden. Der unglücklich formulierte Sager bezüglich „Professionalität“ (?) im Kulturbereich war mehr als entbehrlich und sollte flächendeckend durch Wertschätzung egalisiert werden ! Youki-Vater Hans Schoiswohl wäre explodiert, wenn man ihm nach einjähriger, akribischer Vorbereitung, Minuten vor dem Anpfiff, den Boden einfach so weggezogen hätte und es wäre kein so freundlichen Text verfasst worden:

Aussendung des Youki-Teams:

Traurig, weil ein uns nun zum zweiten mal eine Festivalausgabe bevorsteht, in der wir euch nicht im Kino, im Medien Kultur Haus, an der Bar oder auf der Tanzfläche sehen werden. Traurig, weil junge Filmschaffende ein weiteres Jahr auf die große Leinwand und die wohlverdiente Aufmerksamkeit verzichten müssen.

Genervt, weil wir uns in einer Situation befinden, in der uns die politischen Entscheidungsträger mit unklaren Formulierungen, spontanen Pressekonferenzen ohne Ergebnis und nicht vorhandenem Krisenmanagement konfrontieren. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht klar, welche Regelungen ab Montag für uns gelten werden. Wir rechnen aber mit erheblichen Einschränkungen im Veranstaltungsbereich und beobachten die gesundheitliche Situation mit großen Bedenken.

Ein YOUKI Festival ohne Publikum, Schulklassen, internationalen Gästen und Vernetzungsmöglichkeiten sowie Gesundheitsrisiko für unsere Gäste wollen wir nicht durchführen. Wir haben keine andere Möglichkeit, als die Situation selbst in die Hand zu nehmen und einen Großteil des Festivals in letzter Sekunde abzusagen. Eine Entscheidung, die 2021 unter verantwortungsvoller und sachlicher politischer Führung nicht notwendig gewesen wäre.

Gestreamt ist das einzige G das uns jetzt noch bleibt!

Wir wissen, dass ein Kinobesuch nie durch ein online Angebot ersetzt werden kann. Trotzdem würden wir uns freuen, wenn ihr alle mit allen Freund_innen und Bekannten einen Blick in unser voller Liebe kuratiertes Wettbewerbsprogramm werft. Es zahlt sich aus und zahlreiche junge Regisseur_innen freuen sich.

Wir versuchen für die Filmschaffenden das Bestmögliche aus der Situation zu machen. Der internationale Filmwettbewerb wird live auf DORFTV und on demand im KINO VOD CLUB übertragen. Ebenso ermöglichen wir eine Preisverleihung durch die Jury am 20. November um 20:00 Uhr. Des Weiteren gibt es einen online Animations-Workshop, einen Instalive-Talk zuFemale* perspectives behind the cameraund auch den Breakfast Club mit Cinema Next im Internet. Alle anderen Rahmenprogramme und Nightlines verschieben wir in erfreulichere Zeiten.

Lasst uns nicht ganz verloren gehen!

Wir hoffen auf eure Unterstützung und wünschen euch uns und vor allem den jungen Generationen eine handlungsfähige Politik, die ernsthafte Zukunftsperspektiven schafft. Es gibt ja neben einer Pandemie und YOUKI auch noch ein paar andere Probleme, die gelöst werden wollen. Es wird der Tag kommen, an dem wir demotiviert unsere Laptops zuklappen und uns aus der innovativen Kulturarbeit zurückziehen, der Tag, an dem wir Österreich gänzlich der Blasmusik, den Zeltfesten und Festspielen überlassen, der Tag, an dem wir uns den ganzen Wahnsinn entspannt mit eisgekühlten Getränken aus der Ferne anschauen. Doch dieser Tag ist noch fern. Passt auf euch auf und bleibt bitte gesund!

Hoffentlich seid ihr trotzdem dabei,

Philipp Feichtinger & Anna Rieder & das ganze YOUKI-Team

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Liebes YOUKI-TEAM !

Der wesentlichste der obigen Sätze: „Doch dieser Tag ist noch fern

Das WICHTIGSTE vorweg: Ihr lasst euch nicht demotivieren, es werden keine Laptops zugeklappt und innovative Kulturarbeiter gehen niemals ins Pension, machen vielleicht Urlaub, besuchen ganz selten Zeltfeste, wissen wo die (gute Blas)Musik spielt und sehen sich nicht in Konkurrenz zu Festspielen … Ihre große Liebe gehört der YOUKI und das wurde so schon deutlich über 20 mal optimal nachhaltig bewiesen und zurecht freudig selbstbewusst auch einzigartig zur Schau gestellt !!!

YOUKI 2021 – Lost in the Internet?

> Wir * alle sind das „Netz“ und lassen die YOUKI nicht verloren gehen <

Österreichs größtes, internationales Jugend Medien Festival findet garantiert alljährlich Ende November in Wels (Oberösterreich) statt.

DANKESCHÖÖÖN ans gesamte FESTIVALTEAM

Y O U K I 2 0 2 1

Die YOUKI 021 ist nun bereits voll im Gang

– ganz nach dem Motto „FUN statt FRUST

Davon konnte man sich gleich am 1. Tag bei Dreharbeiten überzeugen:

Youki 021: Team, Jury & anderes Fachpublikum …

Manfred Pilsz

… noch ein HANS

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f a d i m e d i a * – sprich: M R G Linz Fadingerstraße

Bruckner & Dorfer – 11. Oktober 021

Der 11. Oktober ist ein tolles Geburts-, aber ganz schlechtes Sterbedatum:

Am 11. Oktober geboren zu werden bedeutet, dass wahrlich ALLES in der WAAGE ist. Nach der, wie üblich heißen Sommerdepression ist man nun im Herbst-Highlife voll angekommen. Wenn die graue Donau morgendlich dampft und genüsslich in dicken Wattewölkchen im Flussbett vor sich hin gurgelt, wenn das Mühl4tel in satten „Indian Summer -Farben“ erstrahlt und die Gastgärten am Nachmittag ohne Sonnenschirme auskommen, meist abendlich mit Wärmeschwammerln und/oder -decken ausgestattet werden, dann ist es endlich wieder soweit. Jacke zu und den noch dünnen Schal ums Hälschen. Die Stadt versinkt in einer feinen Nebelsuppe, fehlen nur noch erste fette Schneeflocken und ein wenig Hausbrandgeruch (- olfaktorische Kindheitserinnerung der frühen 60er in Urfahr) Herrlich !!!

Diese Gnade wurde (allerdings zu Wien) dem begnadeten Kabarettisten Alfred Dorfer 1961 zuteil. Ich darf dem Fadinger Ehrenmitglied ganz herzlich auch im Namen der ehemaligen Kabarett-Gruppe unseres Gyms zum heutigen 60er gratulieren !!!

Radio FRECH-Mitglied Michi Baumgartner bei Fredi Dorfer 098 im Posthof

Dorfer gestattete den Jung-Kabarettisten in den 80ern Textfragmente seiner frühen Arbeiten zu verwenden. Zu mehrtägigen Workshops > wie mit Josef Hader < kam es leider nicht, aber immer wieder trafen Jung-Fadinger mit Fredi Dorfer zusammen – so auch bei der YOUKI in Wels, wo es zu einem legendären Interview von Radio FRECH mit ihm 2002 in einem Zirkuswagen vor dem GREIF kam:

Humorlosigkeit ist Intelligenzmangel

Zu jungen Menschen hatte Dr. Dorfer schon immer einen guten Zugang .

Zum Wiener Naschmarkt, zur Musik und immer wieder nach München zieht es Alfred Dorfer hin – ob er dort wohl seinen „Stiefzwilling“ („Wie sich die Bilder gleichen“ – siehe unten) Jonas Kaufmann besucht, oder gar mit ihm eine Opernproduktion plant? Fredi Dorfer hat sich jedenfalls als Klassik-Fan geoutet und zuletzt in Wien Mozarts „Figaro“ als Regisseur betreut …

Dorfer-Double“ Kaufmann war zuletzt in München als optimaler Tristan zu hören !

Vor nunmehr 125 Jahren

Apropos Richard Wagner: 13 Jahre nach Bruckners „Meister aller Meister“ verstarb ER selbst am 11. Oktober 1896 in Wien im Kustodenstöckl von Schloss Belvedere und wurde auf eigenen Wunsch in St. Florian unter seiner Orgel zu den Klängen von Parsifal in der Gruft beigesetzt.

Conrad Fischer verweist im Text seines berühmten Bruckner-Films darauf, dass das Leben am nämlichen Nachmittag des 11. 10. ungeachtet des Tods des bedeutenden Komponisten in den Straßen, Amtsstuben und Kaffeehäusern der Kaiserstadt völlig unbeeindruckt weiter von statten ging, als wäre nichts geschehen. Doch wenig später blendet die Bild-Regie über nach St. Florian und lässt die Kamera zum Te Deum nach oben entschweben …

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NEWS vom Tag danach:

60-PLUS: Helmut ROGL – die > I. <

ROGL nun auch offiziell 60

UA in der Bruckner-UNI (DorfTV)