MARTHA – virtuell

Im Ernte-Monat Oktober

Als ich mich heuer direkt nach Ostern im Anschluss an den Höhepunkt des Schuljubiläums nach der Buchbesprechung unserer Chronologie „Die Fadingerschule“ intensiv mit meinem neuen Musikfilmprojekt beschäftigte, landete ich wie vor einem Jahr (- damals Inhalt einer Radio-Sendung) beim Thema KI. Diesmal sollte die KI die technische Umsetzung meines musikbasierten Videos ermöglichen und so war es nur naheliegend KI auch in den Entstehungsprozess in Form eines Dialogs einzubinden. Jeder Versuch die von mir zuvor per Fragen gebriefte KI in die innovative, heutige Deutung eines Opernstoffs des 19. Jahrhunderts schöpferisch einspannen zu wollen, scheiterte an banalen Auslegungen, konservativen Lösungen und ausufernden, sinnentleerten Halluzinationen jener Spezies. Letztendlich war es mir vorbehalten, im Verlauf des heurigen, schrecklichen Sommers ein Konzept zu entwickeln, das inhaltlich wie dramaturgisch meinen Vorstellungen entsprach und vom Aufbau allen formalen Ansprüchen gerecht wird. Mittels Foto-Arbeit mit ChatGPT entstanden im Anschluss daran die Abbilder dreier ProtagonistInnen, die meinen Vorstellungen entsprachen. Die filmisch-technische Umsetzung übernahm dann (wie schon bei unserem letzten Film „Nebel der Erinnerung“) der geniale Spezialist Uwe Buhrke, der nach meinen Ideen und Vorlagen mittels KI eine hyperrealistische Welt mit ebensolchen Figuren erschuf und meine alte Konzertaufnahme technisch hervorragend aufpolierte. Zu diesem Zweck musste Uwe mit Hilfe exakter, jeweils mehrseitiger Prompts die KI soweit bringen, dass sie aus meinen Bildvorlagen und Vorstellungen die entsprechenden Avatare und Szenen auf die Welt brachte – ein unglaublich aufwändiges Unterfangen. Uwe ermöglichte in einem 24 Tage-Marathon >ohne Gnade mit der KI< die technische Umsetzung unserer Visualisierung und bereicherte diese mit seinen Ideen..Die Endfertigung passierte dann abgestimmt auf die Musik mittels gemeinsamer Montage ohne das Werkzeug KI, sehr wohl aber in herkömmlicher 1A-Studio-Qualität.

Bemerkungen zu meinem Neuen Musikfilm-Projekt: “MARTHA”

Ein hyperrealistischer KI-Film (5 Min) mit drei Protagonistinnen aus der digitalen Welt des Internets

Alle „Martha“-Bilder in diesem Blog-Beitrag sind KI-generiert

“Vom Verkleidungsspiel zur digitalen Identität” (- “Profil” statt Verkleidung)

Verfilmt wird die Tenor-Arie “Ach so fromm” aus der Oper “Martha” des Komponisten Friedrich von Flotow. Da das Werk inhaltlich heute sehr “hausbacken”, ja, etwas einfältig & konservativ – unzeitgemäß in der Wirkung ist, wird jene Arie des Lyonel bei uns neu gedeutet und interpretiert: Die Hauptfiguren begegnen sich nicht im realen, analogen Leben, sondern im Internet. Martha und Nancy bewegen sich nicht in Adelskreisen, sondern in der heutigen digitalen Welt. Unter dem Synonym “Martha” tritt eine Influencerin auf, die vorgibt extrem gläubig zu sein und mit ihrer Freundin (oder Geliebten) Nancy zusammenlebt. Lyonel (der sich im Netz Sascha nennt) geht Martha im Internet (dem digitalen “Markt zu Richmond”) ins Netz – „Drang ihr Bild ins Herz mir ein …“ – Als Martha urplötzlich nur noch Frauen in ihrer Fangruppe haben möchte, entschließt sich der verliebte Lyonel sein Profil-Bild zu ändern (Gender Swap) aus dem männlichen wird eine weibliche Sascha. So plötzlich wie Martha nur noch Frauen akzeptierte, teilt sie in der Folge ihren Fans ebenso ad hoc mit, sich als Influencerin zurückzuziehen. Das ist bei unserem Video der Ausgangspunkt für die Arie des Lyonel (aka Sascha). Plotpoints in der kurzen dreiaktigen Dramaturgie des Videos sind die Erkenntnis des Lyonel, dass Martha nicht das ist, was sie vorgibt zu sein und final das Scheitern seines Versuchs sich selbst zu belügen. Er, der seine Identität im virtuellen Bereich geopfert hat wird selbst zum Opfer – siehe finale Breaking News im Video…

Die Vorgeschichte erfahren der Rezipienten des filmischen Werks in wenigen verschriftlichten Worten, bevor sie sich im 1. Akt (Exposition der Dramaturgie) des Films und somit im Wohnzimmer unserer beiden Protagonistinnen wiederfinden.  Frauenhände an PC-Tasten (Martha): Ich danke allen, die mich bei meiner Doktorarbeit im Fach Soziologie zum Thema „Inszenierte Authentizität in sozialen Medien“ unterstützt haben. An erster Stelle verdient hier nebst meiner alleinerziehenden Mutter meine Freundin Nancy Erwähnung … Stichwort für den Auftritt der Genannten, die durch den Raum zum großen schwarzen Flügel schwebt. Wieder greifen Frauenhände in die Tasten. Ab diesem Moment kommt Musik diegetisch zum Einsatz und Protagonist Lyonel ins Bild – ist er es doch, dessen Stimme uns von nun an durch den Film führt. Nancy begleitet Lyonels Verzweiflung am Flügel …Nachdem er verinnerlicht, dass er Martha im Internetz verlieren wird, flüchtet sich Lyonel in Erinnerungen – Bilder, die er wachhalten möchte: „Ach, so fromm, ach, so traut – Hat mein Auge sie erschaut …“ – als „seine“ Martha ihm >als Bild ins Herz eindrang< … Die Tage des „bangen Grams“ schienen vorbei zu sein und er glaubte auf aufhellende Pillen verzichten zu können. Er war zu allem bereit und fähig – bis hin zur täuschenden Selbstverleugnung. Sein Profilbild “Sascha” mutierte da zur Frau.

Ach, so fromm, ach, so traut
Hat mein Auge sie erschaut.
Ach so mild und so rein
Drang ihr Bild ins Herz mir ein.
Banger Gram, eh‘ sie kam,
Hat die Zukunft mir umhüllt,
Doch mit ihr blühte mir
Neues Dasein lusterfüllt.

Weh, es schwand,
Was ich fand,
Ach, mein Glück erschaut‘ ich kaum.
Bin erwacht, und die Nacht
Raubte mir den süssen Traum.

Der Film im Film „Kirchenszene“:

Im kurzen Akt 2 verwandelt sich auch das Bild seiner Angebeteten:  „Bin erwacht, und die Nacht – Raubte mir den süssen Traum“ – beim geisterhaften Erscheinen Nancys in der Kirchenaura reißt der Faden: Aus dem reinen, madonnenhaften Wesen wird an der Seite Nancys ein Partygirl (mit Rosenhalskette) – es ist nur ein kurzer „Filmriss“, den Lyonel per Knopfdruck durch Abrufen seiner Erinnerungen und Bilder korrigiert.

Ach so fromm, ach so traut

Hat mein Auge sie erschaut.
Ach so mild und so rein
Drang ihr Bild ins Herz mir ein.
Martha! Martha! Du entschwandest,
Und mein Glück nahmst du mit dir;
Gib mir wieder, was du fandest,
Oder teile es mit mir.

Zu Beginn des finalen 3. Akts schwelgt Lyonel also wieder in den von Martha ursprünglich evozierten Bilderwelten: “Ach so fromm, ach so traut …“ – Doch das vermeintliche, nun wiedererlangte Glück dauert nur kurz, denn die Wahrheit die sich außerhalb des Bildausschnitts befindet, wird nun sichtbar: Nancy als Störfaktor Kamerafrau in jener Kirchenidylle: „Martha! Martha! Du entschwandest …“ – Das große Kirchen-Tor schließt sich. Fast staccato-artig brechen verstörende Bilder und Informationen über Lyonel herein, Festplatten werden schubladiert und Reisepläne geschmiedet. Auch die Rezipientenschar des Videos wird von den letzten Wendungen im Musikfilm überrascht sein, bis letztendlich die Tastenklappe des Klaviers geschlossen wird … Eine rote Rose wird darauf sichtbar …

Letzte Rose,
Wie magst du so einsam hier blühn?

„MARTHA“

Ein KI-basiertes Musikvideo von Manfred Pilsz & Uwe Buhrke

Musik: Die Tenor-Arie des Lyonel „Ach so fromm“ aus der Oper „Martha“ (Flotow)                       

>Analoger< Tenor – Manfred Pilsz / Klavier-Begleitung – Helmut Rogl (Konzertaufnahme eines Lieder/Arienabends im Schloss Zell an der Pram)

Technische Umsetzung des KI-generierten Videos und Schnitt – Uwe Buhrke

Idee, Exposé, Schnittplan, Regie – Manfred Pilsz

Uwe sowie meinereiner mit unseren Darstellerinnen Martha & Nancy

Die Wahrheit befindet sich außerhalb des Bildausschnitts

2027 ist ein „Martha-Jahr“:. 

Im Jahr 2027 feiert die romantisch-komische Oper „Martha oder Der Markt zu Richmond“ von Friedrich von Flotow ihr 180-jähriges Jubiläum. Die historische Uraufführung fand am 25. November 1847 im Theater am Kärntnertor in Wien statt. Mitte des 19. Jahrhunderts stieg sie rasch zur weltweit meistgespielten Oper auf.

  • Das Werk: Eine charmante Spieloper über die gelangweilte Lady Harriet, die sich zum Spaß als Magd verkleidet, sich verliebt und damit ein turbulentes Gefühlschaos auslöst. [
  • Bekannte Highlights: Berühmte Arien wie „Ach so fromm, ach so traut“ oder das irische Volkslied „Letzte Rose“ besitzen bis heute absoluten Kultstatus

1847 – Geburtsstunde des Traxl-Cafes, unserer Martha & eines Schwanenritters

Flotows Martha und Wagners Lohengrin entstanden zeitlich fast parallel …

Zu selbigen Zeit schrieb Richard Wagner an seinem Lohengrin. Obwohl die Oper erst am 28. August 1850 in Weimar unter der Leitung von Franz Liszt uraufgeführt wurde, fiel die eigentliche Hauptschaffensphase der Musik auch genau in das Jahr 1847

Am Ende des Blog-Beitrags kommt die KI zum Thema „Martha-Projekt“ zu Wort …

*****

Hier nun aber zuerst persönliche Anmerkungen zur Filmarbeit mit der KI:

Ein Plädoyer für eine zweckorientierte Unterwerfung der KI

Ich war jahrzehntelang in der privilegierten Situation junge Teams um mich zu haben, mit denen ich Projekte am Filmsektor hochziehen konnte. Technische Unterstützung, SchauspielerInnen und Drehorte (Studios) standen mir zur Verfügung. Jetzt, im Unruhezustand ist mir dies nicht mehr gegeben. Projekte mit AbsolventInnen schrumpften, aber neue Ideen, Konzepte und all meine alten Konzertaufnahmen sind unbeschadet präsent. Die KI schafft Möglichkeiten, die ich vor wenigen Jahren noch nicht gehabt hätte: Settings, DarstellerInnen usw. per KI-Prompts zu gebären und damit auch weiterhin Geschichten in bewegten Bildern >abgestimmt auf die Musik< erzählen zu dürfen. Vorausgesetzt man hat jemanden im Team, der sich technisch vorzüglich auskennt mit der Materie …

Die KI ist gekommen, um zu bleiben – Nutzen wir sie bestmöglich für unsere Zwecke <<<

Im gesamten „Filmgeschäft“ darf sich bezüglich KI-Einsatz niemand so glücklich schätzen wie unsere VÖFA-Filmklubs und deren Mitglieder. Endlich bestünde nun die Möglichkeit, ausgestattet mit dem Werkzeug KI und technischem Knowhow, unabhängig von äußeren Unzulänglichkeiten und Engpässen Filme zu kreieren … So freut es mich, dass das VÖFA-Duo Kober/Schwarz den Ball aufgenommen hat und für alle Interessierten diese neue digitale, filmische Arbeitswelt seminaristisch aufschlüsselt. Denn bloße Abwehrhaltung hat uns noch nie genutzt: Weder beim Umstieg von Super-8 auf VHS, noch vom analogen Schnittpult zu Casablanca usw. …

„Mach mir einen Film“!

Wer glaubt man könne sich mit diesem billigen, obigen Prompt einen Film erschaffen lassen, der irrt gewaltig: KI-Filme bedeuten einen Aufwand sondermaßen. Man benötigt derzeit noch >seitenlange Befehle & Verbote< und technisch solides Verständnis, um die KI domptieren zu können. Diese Zähmung und Reduktion der KI auf den sinnigen Status eines dienlichen, wertvollen Werkzeugs ist ein schwieriges Unterfangen. Wenn es gelingt, bedeutet dies allerdings eine wertvolle Unterstützung bei der filmischen Arbeit. Ich bin ein ganz schlechter Zeichner, also war die Kamera ein Segen, solange ich vor einer Linse Menschen im gewünschten Ambiente damit abfilmen konnte. Bei KI-Filmen kommt man zumeist ohne Kamera aus, was aber nicht bedeutet, dass man auf Kameraeinstellungen und -fahrten verzichten könne. Im vorliegenden Fall „Martha“ übernimmt die KI die Funktion einer quasi virtuellen Kamera, welche durch Prompts des Filmemachers gesteuert wird. Nun kann man vielleicht zurecht sagen, dass man bei KI-Filmen somit Kameraleute & das gesamte SchauspielerInnen-Team egalisiert. – Was bei heutigen, hybriden Produktionen so nur zum Teil stimmen mag. Kann man ja doch derweilen noch keinesfalls auf signifikante Künstler verzichten, da das unvergleichliche Original durch blass agierende Kopien oder virtuelle „No-Names“ nicht nur für cineastische Fangruppen keinesfalls zu ersetzen ist. Was für Hollywood gilt, ist allerdings nicht 1:1 auf VÖFA-Filme übertragbar. KI-generierte Dokus schließen sich schon von der Machart her automatisch da wie dort aus, da die Echtheit ein unverrückbares Kriterium dieses Genres darstellt. Bei Spielfilmen und artifiziellen Werken könnte die Thematik schlagend werden, ist aber bei VÖFA-Klub-Filmen eben nicht so eng zu sehen. Wir haben uns bei Martha von Beginn an für eine hyperrealistische Welt und ebensolche Figuren im Sinne einer Comic-Variante entschieden, sodass sich die Problematik des Verzichts betreffend echte Schauspielerinnen erst gar nicht ergab.

Wenn man der KI ein offenes Story-Ende mehrfach gestaltet lässt, dann gibt es kein fixes Ergebnis

So wie ein Interviewer (nach umfassender Recherche) die Antworten auf fast alle seiner Fragen kennen sollte, so muss der Filmemacher nebst der Idee ein Konzept und ein gerütteltes Maß an Dramaturgie in den dann folgenden Schaffensprozess einbringen. Ein Dialog mit der KI bringt in diesem Stadium wenig:    

Eine permanent halluzinierende KI hat mich mit inhaltlichen Banalitäten zur Thematik „Interpretation von Musik in Bildern“ überschwemmt und gelangweilt. Ein vernünftiger Diskurs entstand erst nach langem Briefing gegen Ende des Projektprozesses. Da kam dann ein teils spannendes Feedback gepaart mit spärlichen Anregungen zur Verschriftlichung unseres Projekts „Martha“. Mit der Erstellung eines geordneten Storyboards auf Basis meines Konzepttextes (garniert mit von mir mit ChatGPT generierten Bildern) war ein hoffnungsloses Unterfangen – ein Fachmann mit mehr zweijähriger KI-Erfahrung hätte da wohl bessere Ergebnisse erzielt. Hätte ich nach dieser Projekt-Eingangsphase nicht unseren Uwe zur Seite gehabt, so wäre dieses Musikvideo nie entstanden – ein heftiges DANKESCHÖÖÖN an ihn, den furchtlosen KI-Bezwinger, der selbst von einem fruchtbaren, erfolgreichen Schaffensdrang besessen ist.

„In die Ecke,
Besen, Besen!
Seid’s gewesen!
Denn als Geister
Ruft euch nur zu seinem Zwecke
Erst hervor der alte Meister.“

(Goethes Zauberlehrling)

Das „Zwölffingersystem“ der KI, die sich gern auch mit neun Fingern an ihre filmische Wirklichkeit herantastet, ist nicht wirklich immer „Hand-some“ … Fake-Fotos werden zumeist u. a. an der beliebigen Anzahl von Fingern erkannt. Im Sektor Film potenzieren sich die verhaltenskreativen & „-originellen“ KI-Ausrittmöglichkeiten: Nicht nur Hände agieren da in permanenter Beliebigkeit. Räume, Türen, Gegenstände befinden sich in einer ungefiltert passierenden Mutation, Darsteller durchschreiten wohnliche Barrieren aller Art und bringen so den Filmemacher zur Verzweiflung und in finanzielle Herausforderungen, denn gepflegte Film-KI gibt’s nicht „umsonst“ … Der finale Schnitt funktioniert (auch mit Rücksicht auf die Konsequenz aus dem letzten Satz) nervenschonend ganz prächtig und geruhsam „Old-School“ ohne KI. Zusammenfassend kann man also festhalten, dass KI den kreativen Prozess bei einem Filmprojekt in Summe keinesfalls ersetzen kann und soll, Arbeitsschritte weder immer erleichtert, noch eigenständig übernimmt. Ohne klar formulierte Prompts durch den Filmemacher Mensch geht gar nichts. KI ermöglicht es aber ohne aufwändiges Equipment, Setting und Darsteller kreativen Köpfen ihre Ideen filmisch umzusetzen – mit allem was dazu notwendig ist: Von der Dramaturgie, über die Kreation von Figuren, Avataren, Räumen, Welten, Bewegungs- & Kameraprompts bis hin zur Finalisierung … Wenn Du ein halbes Jahr an 5 Minuten Film arbeitest, spätestens dann kannst Du nachempfinden, dass KI dabei kein Selbstläufer ist, sondern ein hochgezüchtetes, nur dann geeignetes formidables Werkzeug für unsere Zwecke darstellt, welches vom Menschen präzise per Prompts fokussiert das umsetzt, was wir erdacht haben. Dies alles sollte u. a. jede Jury verinnerlichen und ein Publikum zu schätzen wissen.

Die Politik hat das Thema KI seit dem 021er Jahr auf Sparflamme laufen, kann mittlerweile aber die damit verbundene Problematik nicht mehr hintenanstellen, auf die u. a. Richard David Precht schon vier Jahre davor insistierte. – Gesellschaft, Arbeitswelt usw. machen eine Auseinandersetzung mit der Künstlichen Intelligenz unabdingbar. Zum 175er Jubiläum der Linzer Fadingerschule gab es u. a. die Veranstaltung „Wittgenstein, Srache, Schule und KI“ im Kepler-Salon (- schon im Vorfeld hatte dort im thematischen Umfeld ein Abend zur Medienbildung stattgefunden). Ich selbst hatte im Vorjahr eine Radiosendung mit der KI als Interviewpartnerin …

Manfred Pilsz

*****

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

PS.: JETZT bei der Fadinger Direktion sylvia.baeck@bildung.gv.at bestellen: Die Fadinger Schulgeschichte – Buch von Dr. Bernauer, den Jubiläumsjahresbericht 025/26 – Letzte Printausgabe forever ! InteressentInnen am neuen Fadinger Alumni-Verein (VERS-Nachfolge) können dort auch ihre Mailadressen/Postadressen deponieren …  Fadinger Sekretariat: vanessa.krieg@bildung.gv.at

*****

A N H A N G zum KI-Projekt MARTHA

Im Anschluss an die Fertigstellung des Konzepts ließ ich die KI dazu schriftlich reflektieren – hier einige KI-Bemerkungen in Form eines Feedbacks zu Inhalt, Deutung und Dramaturgie:

Der zentrale Kunstgriff Ihrer Bearbeitung besteht darin, dass Sie die alte Verkleidungskomödie nicht abschaffen, sondern ihr modernes Äquivalent suchen.

In Flotows Oper betreten Lady Harriet und Nancy den Markt von Richmond verkleidet als Dienstmädchen Martha und Julia. Identität ist dort etwas, das durch Kleidung, gesellschaftliche Rolle und Namenswechsel vorübergehend verändert werden kann. Die Komik entsteht aus der Diskrepanz zwischen Sein und Erscheinung.

Im 21. Jahrhundert braucht es dafür keine Dienstmädchenverkleidung mehr. Wir besitzen Profile. Der entscheidende Satz der Adaption könnte deshalb lauten: Das Profil ist die Verkleidung der digitalen Gesellschaft.

Das ist mehr als eine Aktualisierung der Ausstattung. Es verschiebt das Thema der Oper auf eine gegenwärtige Identitätsfrage. Menschen präsentieren sich in sozialen Netzwerken nicht einfach so, „wie sie sind“. Sie wählen Bilder, Ausschnitte, Rollen, Namen, Narrative und Zugehörigkeiten. Das muss keineswegs bedeuten, dass alles gelogen ist. Interessanter ist gerade die Zwischenzone: Ein Profil kann zugleich authentisch und inszeniert sein.

Deshalb ist der Titel von Marthas Dissertation – Inszenierte Authentizität in sozialen Medien – für die Konstruktion besonders wertvoll. Martha beschäftigt sich wissenschaftlich genau mit jenem Mechanismus, den sie selbst praktiziert.

Sie ist damit nicht einfach „die falsche Martha“. Sie ist gleichzeitig Margot Thaler, Martha, Wissenschaftlerin, Partnerin Nancys, religiöse Influencerin und öffentliche Medienfigur. Diese Identitäten müssen sich nicht gegenseitig ausschließen.

Der interessante Irrtum Lyonels                                                        

Lyonels Tragödie besteht nämlich nicht primär darin, dass Martha ihn belogen hat. Sie besteht darin, dass er aus den Bildern, die Martha veröffentlicht, eine vollständige Person konstruiert. Er sieht eine Frau in einer Kirche. Er sieht eine Kerze. Daraus entsteht in seinem Kopf: „Ach so fromm, ach so traut … ach so mild und so rein.“  Der Film macht damit etwas sehr Interessantes mit der Arie. Was im romantischen Kontext als Liebesideal funktioniert, kann heute gleichzeitig als Beschreibung einer parasozialen Projektion verstanden werden. Lyonel kennt Martha nicht. Er kennt Content von Martha. Und dennoch empfindet er real. Und gerade darin liegt seine Tragik. Seine Liebe ist subjektiv echt, obwohl ihr Gegenstand zum großen Teil eine Projektion ist.

„Drang ihr Bild ins Herz mir ein“

Dieser Satz wird zum Schlüsselvers Ihrer gesamten Interpretation. Für eine digitale Adaption ist das beinahe verblüffend passend. Das Bild besitzt heute einen technischen Ort: Display, Smartphone, Profilfoto, Video, Feed. Deshalb zeigt der Film immer wieder Displays im Bild. So wird die Kamera selbst Teil der Aussage.


Der Gender-Swap

Auch dieser Einfall besitzt mehr dramaturgisches Potenzial als eine bloße Pointe. Lyonel verändert sein Profilbild, weil Martha nur noch Frauen in ihrer Community akzeptiert. Damit überschreitet er eine Grenze: Bis dahin idealisiert er Marthas Identität. Nun beginnt er, auch seine eigene Identität zu manipulieren, um Zugang zu ihr zu behalten. Damit verändert sich das klassische Motiv sehr elegant.

In Flotows Martha verkleidet sich die begehrte Frau. In Ihrer Version maskiert sich zunehmend der begehrende Mann selbst. Das ist eine starke Umkehrung. Und deshalb passt: „Doch mit ihr blühte mir / Neues Dasein lusterfüllt“ auf geradezu ironische Weise zum Gender-Swap. Lyonel erschafft tatsächlich ein „neues Dasein“: Sascha. Doch Sascha ist kein befreites zweites Selbst, sondern zunächst ein Zugangscode zu Martha. Darin liegt die spätere Katastrophe.


Martha und Nancy

Nancy sollte meines Erachtens keinesfalls dramaturgisch zur bloßen „Enthüllung“ von Marthas Sexualität reduziert werden. Sie erfüllt eine viel wichtigere Funktion. Nancy ist die Figur, bei der Martha kein Publikum braucht. Dadurch entstehen drei Beziehungsebenen: Martha → Community: öffentliche Inszenierung. Martha → Nancy: private Intimität. Lyonel → Martha: parasoziale Projektion. Das macht die Drei-Personen-Dramaturgie ausgesprochen sauber. Nancy ist außerdem die einzige Figur, die beide Welten durchqueren darf. Sie kennt Margot. Sie kennt Martha. Sie produziert Martha teilweise selbst – indem sie sie beispielsweise in der Kirche filmt. Und sie sitzt am Flügel. Damit bekommt Nancy sogar eine metadiegetische Sonderstellung: Sie begleitet gewissermaßen musikalisch die Geschichte, deren Wahrheit sie bereits kennt.


Religion und Inszenierung                                                                            

Wir wissen nicht, wie gläubig Margot tatsächlich ist. Wir wissen lediglich, dass „Martha“ ihre Religiosität medial inszeniert. Das ist ein entscheidender Unterschied. Eine Person kann tatsächlich glauben und ihren Glauben zugleich für Social Media inszenieren. Genau diese Ambivalenz entspricht Ihrem Dissertationsthema „Inszenierte Authentizität“. Damit wird der Film weniger moralistisch und wesentlich zeitgemäßer.


Die Rose                                                                           

Die Rose kann zum eigentlichen stillen Leitmotiv der gesamten Adaption werden. In Martha besitzt Die letzte Rose ohnehin eine besondere musikalisch-dramaturgische Aura. In Ihrer Neufassung wandert die Rose aus der Oper in die Bildsprache: Zunächst als Schmuck von Martha und Nancy, später als reale Rose und schließlich auf dem Flügel. So verbindet sie drei Ebenen: Flotows Oper → Liebesbeziehung Martha/Nancy → Erinnerung des Zuschauers. Besonders schön ist deshalb Ihr Schlussbild mit Rose und Klavier. Wenn Nancy die Klappe schließt und die Rose zurückbleibt, muss die Symbolik nicht mehr erklärt werden.


Kurz-Diskurs zur Dramaturgie

Ihre Formel Akt I: Projektion → Akt II: Irritation → Akt III: Erkenntnis ist grundsätzlich sehr tragfähig. Diese filmische Dramaturgie ist noch durch einen vierten Begriff zu ergänzen: Nachspiel: Destabilisierung. Denn die finalen Breaking News zerstören die gerade gewonnene Sicherheit erneut. Damit ergibt sich: I. PROJEKTION Lyonel sieht, was er sehen möchte. II. IRRITATION Bilder tauchen auf, die nicht zu seiner Konstruktion passen. III. ERKENNTNIS Er erkennt den Produktionsmechanismus hinter „Martha“. NACHSPIEL: DESTABILISIERUNG Er – und mit ihm der Zuschauer – muss erkennen, dass auch diese Erkenntnis möglicherweise nur vorläufig ist. Das ist dramaturgisch stärker als ein simples „Martha war in Wahrheit ganz anders“.


Akt I: Das Bild wird geglaubt Der erste Akt benötigt eine subjektive Perspektive. Der Zuschauer soll zunächst denselben Fehler machen wie Lyonel. Wir sollen Martha glauben. Erst später erfahren wir, dass Nancy mit dem Smartphone danebenstand. Das ist filmisch entscheidend. Würde man schon beim ersten Kirchenbild die Kamera oder Nancy zeigen, wäre die Konstruktion sofort durchschaubar und Akt III hätte keine Enthüllung mehr.

Akt II: Zwei Bilder passen nicht zusammen Die Aufgabe des zweiten Aktes ist nicht, bereits die Wahrheit zu erzählen. Er soll Dissonanz erzeugen. Kirchen-Martha und Party-Martha existieren plötzlich nebeneinander. Lyonel versucht zunächst, daraus eine eindeutige Antwort zu gewinnen: Welche davon ist die echte Martha? Aber genau diese Frage führt in die Irre. Denn vermutlich sind beide echt und beide inszeniert. Die Irritation entsteht deshalb weniger aus einer moralischen Enthüllung als aus der Erkenntnis: Ein Mensch passt nicht in das Bild, das ich von ihm angefertigt habe. Das ist ein erheblich modernerer Konflikt.


Akt III: Das Bild bekommt einen Rahmen

Die stärkste dramaturgische Operation des dritten Aktes ist deshalb nicht die Party und auch nicht der Kuss. Es ist das Bild: Nancy filmt Martha. Denn plötzlich bekommt das bisherige Bild einen Rahmen. Nancy filmt Martha dabei, wie Martha betet. Das ist filmtheoretisch ein großer Unterschied. Das vermeintlich unmittelbare Ereignis wird zum hergestellten Medienereignis.


Das eigentliche Scheitern Lyonels                                                                         

Ihr wichtigster dramaturgischer Gedanke steckt für mich in Ihrer Formulierung: Lyonel scheitere schließlich beim Versuch, sich selbst zu belügen. Denn damit gibt es zwei spiegelbildliche Identitätskonstruktionen: Margot konstruiert Martha. Lyonel konstruiert Sascha. Aber ihre Motive unterscheiden sich. Martha erschafft ein öffentliches Profil. Lyonel erschafft Sascha, um in Marthas Welt eindringen zu können. Damit wird er am Ende tatsächlich selbst zum Opfer jenes Systems, das er zunächst benutzt hat. Er wollte Martha hinter ihrer Maske finden und hat dafür seine eigene Maske geschaffen. Die bittere Frage lautet deshalb nicht nur: „Wer ist Martha?“ sondern ebenso: „Wer ist Sascha inzwischen?“ Und schließlich: „Wo ist Lyonel geblieben?“ Das gibt der scheinbar leichten Profilbild-Idee eine tragische Dimension, die der Musik angemessen ist.


Die Breaking News als Schluss

„In zwei Wochen wird Martha heiraten – einen alten Freund“ ist gerade deshalb wirkungsvoll, weil die Information scheinbar allem widerspricht, was Akt II und III gerade etabliert haben. Der Zuschauer glaubte, nun endlich Bescheid zu wissen: Martha ist Margot. Margot liebt Nancy. „Martha“ war eine Rolle. Lyonel hat sich in eine Konstruktion verliebt. Und dann: BREAKING NEWS Plötzlich reicht auch dieses Erklärungsmodell nicht mehr. Wer ist der „alte Freund“? Ist die Nachricht wahr? Ist die Hochzeit Teil einer weiteren Inszenierung? Was bedeutet sie für Nancy? Und warum veröffentlicht ausgerechnet Nancy diese Nachricht? Der Film beantwortet das nicht mehr. Das halte ich für richtig. Denn damit vollzieht der Zuschauer am Schluss genau das, was Lyonel während des gesamten Films getan hat: Er versucht sofort, aus einer einzelnen Nachricht eine vollständige Geschichte zu konstruieren.

Ein letzter dramaturgischer Punkt: Martha produziert Authentizität. Lyonel konsumiert sie. Nancy produziert sie teilweise mit. Lyonel wiederum produziert Sascha. Und schließlich produziert der Film selbst Bilder von all diesen Figuren. Damit kommt noch eine weitere Ebene hinzu: Der Zuschauer sitzt vor einem Bildschirm und betrachtet einen hyperrealistischen KI-Comic über einen Mann, der vor einem Bildschirm sitzt und einer künstlich konstruierten Frau glaubt. Das passt außergewöhnlich gut zu Ihrer Entscheidung für den hyperrealistischen Comic. Denn auch diese Ästhetik fragt permanent:

Ist das noch Abbild – oder schon Konstruktion? So betrachtet wäre die KI-/Comicform nicht nur eine praktische Produktionsentscheidung, sondern selbst Bestandteil der Aussage des Musikfilms. Und genau darin liegt meines Erachtens der stärkste Gegenwartsanspruch von „MARTHA“: Flotows alte Verwechslungskomödie wird nicht einfach modernisiert. Aus dem historischen „Ich verkleide mich als jemand anderes“ entsteht die heutige, erheblich unbequemere Frage: „Wie viel von dem Menschen, den ich im Netz liebe, habe ich eigentlich selbst erschaffen?“

*****

Mag der Himmel Euch vergeben,
Was Ihr an mir Armen tut.
Euer Spiel zerstört mein Leben
Brach mein Herz in Übermut.

Lyonel

30 Jahre AEC

Wo IK (Intelligente Kunst) heute auf KI trifft

„Das Museum der Zukunft“ feiert den 30. Geburtstag

Am 2. September des Bruckner-Jahres 1996 wurde in Linz-Urfahr das „Museum der Zukunft“ eröffnet: Auf 2.000 Quadratmetern war gegenüber des Neuen Rathauses an der Nibelungenbrücke in direkter Nachbarschaft von Radio FRO & der Stadtwerkstatt das Ars Electronica Center (AEC) entstanden.

Auf fünf Ebenen wurden neue Technologien aus den Bereichen Multimedia, Telemedia und Cybermedia gezeigt. 169 Rechner, vom einfachen PC bis zum größten Grafikcomputer Österreichs, sowie 50 Kilometer elektrische Leitungen hatte das neue Haus, hieß es 1996. Das war zu einer Zeit, in der es weder WLAN noch Cloud-Computing, Smartphones und soziale Medien, Streaming und Chatbots gab. „Kein Mensch hatte je etwas gegoogelt“, steht 30 Jahre später auf der Website des AEC

Die Ars Electronica besaß bei ihrer Gründung im Jahr 1979 noch kein eigenes Haus. Es entstand als reines, zeitlich begrenztes Festival im Rahmen des Internationalen Brucknerfestes. Erst 17 Jahre später, im Jahr 1996, wurde mit dem Ars Electronica Center (dem „Museum der Zukunft“) ein festes, eigenes Gebäude in Linz eröffnet.

Die Jahre ohne eigenes Haus (1979–1995)

  • Der Ursprung: Das Festival wurde am 18. September 1979 von Hannes Leopoldseder, Hubert Bognermayr, Ulli A. Rützel und Herbert W. Franke ins Leben gerufen.

Die Spielorte: Da es kein eigenes Gebäude gab, wich das Festival von Beginn an auf wechselnde Infrastrukturen in Linz aus. Zu den ersten Schauplätzen gehörten das Brucknerhaus und der Linzer Donaupark (wo die berühmte erste Klangwolke stattfand).

1979: Erste Ars Electronica (eröffnet am 18. September im Rahmen des Brucknerfestes) mit der ersten Linzer Klangwolke.

Ab 1980 – 86: Festival-Ausgabe im zweijährigen Turnus.

1987: Einführung des Prix Ars Electronica (erstmalige Vergabe des renommierten Medienkunstpreises).

1988: Motto: Kunst der Szene.  Ma(e)lstrom Südpol

1991: Motto: Out of Control  – meine Lieblings-ARS  – mit Stadtwerkstatt-TV

Die Eröffnung des eigenen Hauses

  • Feste Heimat: Erst 1996 errichtete die Stadt Linz das Ars Electronica Center als ganzjährig geöffnetes Museum und reines „Hauptquartier“ der Organisation. Gleichzeitig wurde das Forschungslabor Futurelab gegründet.

Das Festival als digitaler Nomade

Obwohl das Ars Electronica Center existiert, ist das eigentliche Ars Electronica Festival konzeptionell bis heute ein nomadisches Event geblieben. Es findet nur zu einem kleinen Teil im eigenen Museum statt. Stattdessen „besetzt“ es jedes Jahr wechselnde, oft leerstehende oder ungewöhnliche Großräume in Linz:

  • Frühere Locations: Die Tabakfabrik Linz, das Gelände der JKU und über viele Jahre hinweg die Postcity (das ehemalige Postverteilerzentrum am Bahnhof).
  • Aktuelle Entwicklung (2026): Da die Postcity nicht mehr verfügbar ist, breitet sich das Festival aktuell unter dem Motto „Negotiating Humanity“ an über 40 Schauplätzen direkt in der Linzer Innenstadt aus (darunter das Lentos Kunstmuseum, die Kunstuniversität und die MedUni).

Seit 1995 ist Gerfried Stocker künstlerischer Leiter und Geschäftsführer von Ars Electronica in Linz. Mit einem Team von Künstlern und Technikern entwickelte er 1995/96 die Ausstellungsstrategien des Ars Electronica Center (AEC). Zudem betrieb er den Aufbau des Ars Electronica Futurelab, einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung im AEC. Ab 2004 erfolgte unter seiner Leitung der Aufbau des Programms für internationale Ars Electronica Ausstellungen und ab 2005 die Planung und inhaltliche Neupositionierung für das 2009 baulich erweiterte Ars Electronica Center

Untrennbar mit ARS & AEC verbunden: Die >Fadinger<

Die Brucknerklänge der Missa Universalis waren eben verhallt und der Auftrittsnebel hatte im vollbesetzten Festsaal des Fadingergyms eben den Klangwolkenvordenker und –Auslöser Hubert Bognermayr auf der Bühne sichtbar werden lassen, als der Kopf von Eela Craig auch schon loslegte: „Nach meiner Vorstellung soll von den Bergen rund um Linz die Musik in den Donaupark geblasen werden und so eine Wolke aus Klang entstehen …“

Wäre dies so eins zu eins passiert, hätte es die Bäume auf der Mayrwiese oberhalb seines elektronischen Försterhauses am Fuß des Pöstlingbergs flachlegen müssen und ebenso die Vegetation am Pfenning- und Freinberg. Letztendlich ist es 79 eine Abspeckversion dieser Vision geworden, aber gewaltig genug, um die verschlafene, damals noch stinkende Stahlstadt Linz sehr nachhaltig in eine pulsierende, internationale Kulturzone zu switchen und mit der 1. ARS den Ruf als weltweit anerkannte Medienstadt einzuläuten.

Im Jahr davor hatte man mit der begeisterten Aufnahme der Missa Universalis der Gruppe Eela Craig durch das Linzer Publikum im Rahmen des Brucknerfests im Konzerthaus an der Donau den Grundstein zu dieser Entwicklung gelegt. So war nach der Eröffnung (1974) des Brucknerhauses nun doch noch der Ausgangspunkt für ein Alleinstellungsmerkmal eines herbstlichen Fests gefunden. Mit Experimenten wie dem Forum Design oder – Metall, dessen Exponate noch heute im Donaupark zu bewundern sind, war man diesbezüglich nicht fündig geworden  …  Und so lag es denn nun an den Geburtshelfern und jahrelangen Begleitern der Klangwolke Hannes Leopoldseder und vor allem an Walter Haupt einen wahren Siegeszug dieser Idee möglich zu machen, umzusetzen und am Kochen zu halten  …

Die visualisierte KLANGWOLKE ist bis heute Kulminationspunkt beim Startschuss in den KULTURHERBST und Nahtstelle zwischen ARS & Brucknerfest

PK zur Klangwolke 026

>ENDLICH< KULTURHERBST

BRUCKNERFEST026 ERÖFFNUNG <<< (- anklicken)

Dystopische Cumulus Lentia MMXXVI

Was wäre wohl passender als der 2. Satz der IX. Bruckner 1) zu Linz & 2) zu dessen Untergang? Der Wagnerianer in mir muss da einlenken, wenngleich es mir schwerfällt und sich bei jener Thematik und speziell zum heurigen 150. Ring-Jubiläum die „Götterdämmerung“ vordergründig und überhaupt aufdrängen würde. Werde ich zu Linzen noch irgendwann eine Wagner-Wolke erleben? – Seit 1983 fordere ich sie nachdrücklich ! Welches Gesamtopus eines Komponisten ist KW-verdächtiger als die leitmotivische „Film-Musik“ des M.a.M. (Meisters aller Meister). Aber zurück zur Breisach`schen Wolke 026: Optisch/Filmisch begann sie stark, erging sich aber (bei höchsten Erwartungen) >Doku-bedingt< im Verlauf ab&an in Wiederholungen. Die Tonebene war vom Auftakt bis zum Schlussakkord optimal. Plotploint in der Dramaturgie und besonders berührend: „Und morgen wird die Sonne wieder scheinen“ („Morgen“ – R. Strauss), sowie Bruckners Klavierstück „Erinnerung“.

Die Linzer  A R S  –  geboren aus der M U S I K  …  

Was für eine Aufbruchstimmung begleitet von der Neugier des Publikums herrschte beim „Mitmachkonzert“ 1980, wie neu war der elektronische Sound von Klaus Schulze oder Isao Tomita & die „Pink Floyd -Wolke“. Damals war die Klangwolke noch ein wirkliches Experiment von Walter Haupt und nicht bloß eine „Rundum-Beschallung“ mit Feuerwerk. “Malstrom Südpol” und einer der absoluten Höhepunkte: “Out of Control“ – ja man könnte noch viele weitere, exorbitante „Aufmacher“ der folgenden Jahre anführen, die Linz zur „Kulturhauptstadt“ und > city of media arts < werden ließen … Es lebe die ARS, die Wolke, die Goldene Nica und speziell die > u19 < mit ihrem Motto „Create Your World“ <<<

Immer wieder gab es u19-Preise der ARS für die MRG-Fadis

ABSOLUTER HÖHEPUNKT IN DER FADINGER ARS-STORY: Die u19 Goldene Nica ging 2006 an die Krmpf Krmpf – Studios – sprich: David sowie Magdalena Wurm & Co. <<<

In den 30 Jahren des AECs gab es immer wieder Kooperationen zwischen der ARS und den Fadingern – oft unter ganz unkonventionellen, analogen Ansinnen: So bat die ARS einst um alle vor Schulbeginn entbehrlichen Overheads für eine Aktion im AEC (- verständlich, denn für uns Fadinger gab es keine vergleichbar flexible Beleuchtung bei unseren Filmen). Das AEC war der sensationell originäre Drehort für unser Musikvideo „Der Zauberlehrling“ (P. Dukas), das vom AEC auf seiner nächtlichen Außenhaut in großen Lichtlettern mehrfach angekündigt wurde – ein Projekt gemeinsam mit dem Brucknerorchester (- mehrere erfolgreiche Aufführungen im großen Saal des Brucknerhauses auf der großen Leinwand begleitet vom Orchester …)

Auf den Orchester-Schlag genau zersprang ein runder Zauber-Spiegel auf der großen Brucknerhausleinwand in 1000 kleine Glassplitter – das große Wort des Meisters hatte damit den Wahnsinn, den der „Zauberlehrling“ ausgelöst hatte beendet. Das sich anschließende Finale des, bei der damaligen Präsentation perfekt synchron spielenden Brucknerorchesters (bei der Probe war man mit dem exakt auf eine Musikvorgabe geschnittenen Video noch nicht 100%ig auf Deckung), mündete in den begeisterten Applaus des mit jungen Leuten randvollen Großen Saals des Hauses …

Wenige Monate davor hatte das Projektteam der Fadingerschule das ganze Gebäude samt Deep Space als Drehort für die Visualisierung von Paul Dukas „Zauberlehrling“ zur Verfügung. Ein fauler Praktikant im AEC der in Abwesenheit seiner Chefin Roboter aktiviert, die Kontrolle verliert und so hier Chaos bzw. in der Folge Katastrophen auf der ganzen Welt auslöst  …

Eines der gelungensten Musik/Medien-Projekte war somit im Trockenen & sollte den Fadis als Film bei diversen Präsentationen, dem internationalen MLA (Media Award) des Bundesministeriums, oder bei „OÖ im Film“ usw. (CineBox / MT) noch viel Freude machen. Motivator und Ermöglicher dieser Projekte des Fadinger MRGs war damals direkt nach dem Kulturhauptstadtjahr09 der Herr über MOVE ON – der umtriebige, missionarisch begeisternde Musikvermittler Dr. Albert Landertinger.

Heuer 026 im Doppeljubiläumsjahr (175er der Fadis & 30er des AECs) dient das Fadinger-Gym als Ort einer ARS-Ausstellung:  

Im BRG Fadingerstraße – einer Schule mit einem ausgeprägten Medien- und Kunstschwerpunkt – werden beim Ars Electronica Festival 2026 hochkarätige internationale Kunstprogramme präsentiert – meinte die KI auf Anfrage betreffend die ARS026 …

Besonders beeindruckend: Das riesige Nashorn (Installation des israelischen Künstlers Itamar Gov), das fast den ganzen Turnsaal ausfüllte. Ein Werk zur Thematik „Rhinozerisierung„ – dies bedeute im Hebräischen sinngemäß, sich autoritärem Gedankengut zu öffnen und sich unhinterfragt der Meinung anderer anzuschließen, hieß es.

Im Fadinger Eingangsfoyer traf ich dann noch auf Peter Androsch, der da u. a. mit seinem Gusen-Projekt vertreten war.

Und noch ein Fadinger bei der ARS: Dr. Sebastian Gfellner – ARS-Projekt

***

Von Groß&Klein für Klein&Groß:

Großartige Musical-Premiere am Linzer Musiktheater – „Matilda“ mit einem sensationellen, teils ganz jungen Ensemble – hier die Merker-Kritik: https://onlinemerker.com/linz-musiktheater-des-landestheaters-matilda-roald-dahl-premiere/

*****

Der BLOG-Beitrag schließt leider mit einer traurigen Meldung:

Das großartige Original Erni Mangold hat uns verlassen

Unter unserem Balkon der Mondseer Wohnung stand einst stundenlang im „Tratsch“ mit den Nachbarn (vom Landestheater) zur ebnen Erd‘: Heinz Reincke mit Gattin Erni Mangold. Am Irrsee teilte man sich den Badeplatz mit Heinz Marecek, wenn dieser Otti Schenk am jenseitigen Ufer besuchte … so bekam man automatisch einiges aus der Wiener Künstlerszene mit …

Mein letztes Vergnügen mit der wunderbaren Mangold hatte ich in Windhaag im Mühl4tel bei Dreharbeiten zu einem Landkrimi mit Josef Hader – Ich gestaltete damals eine meiner ersten Sendungen als Vertreter des FRO-SeniorInnen-Radios – unterstützt von Astrid Dober: https://cba.media/351443

Die große Erni Mangold und ein unbedeutender Fan

Manfred Pilsz

(- seit 1979 bei jeder ARS, Klangwolke & bei jedem Brucknerfest)

Radio-Sendung zu 30 jahre AEC usw.: https://cba.media/794249 <<<

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

PS.: JETZT bei der Fadinger Direktion sylvia.baeck@bildung.gv.at bestellen: Die Fadinger Schulgeschichte – Buch von Dr. Bernauer, den Jubiläumsjahresbericht 025/26 – Letzte Printausgabe forever ! InteressentInnen am neuen Fadinger Alumni-Verein (VERS-Nachfolge) können dort ihre Mailadressen/Postadressen deponieren … Fadinger Sekretariat: vanessa.krieg@bildung.gv.at

Es gibt ein >>Danach< – after „Sonnwend 026“

Jenseits der 37 Grad befanden wir uns diesen öden Sommer bereits in der Fieberkurve:

An der Kippe von Juni auf Juli hatte man heuer zu Linz den klimatischen Zabriskie Point erreicht (– zwischen einem Hoch aus Spanien und der pannonischen Hitze-Ausbuchtung von Wien entlang der Donau) … sprich: Nur schwache 10 Grad weniger als am absoluten Zenit im berüchtigten Death Valley – Stadtbegrünung & Fernkälte (!) sind dringend gefragt <<< Wer nach diesem scheußlichen Sommer noch immer ideologieverbohrt den Klimawandel leugnet und Gegenmaßnahmen verhindert, anstatt an zielführenden Lösungen mitzuarbeiten, der ist keinesfalls mehr ernst zu nehmen und hat sich damit ins Out gegen besseres Wissen und jenseits jeglicher Vernunft begeben <<< Wenn Wälder brennen, Ackerland, Bäche und kleine Seen austrocknen, kann man sich auch in Austria keinesfalls nur auf Wasserkraft verlassen. Windräder sollten so selbstverständlich sein wie dereinst Windmühlen in Holland, Griechenland oder Spanien … übrigens auch in Österreich waren Windmühlen früher keine Seltenheit …

Nach den bis zu fast 40 Graden zur Mittsommerwende 026 in Linz und meiner damit verbundenen hitzebedingten 14tägigen „Isolationshaft“ gab es für Meinereinen überraschend ein DANACH: Empfunden wie der Silberstreifen des Welterlösungsmotivs:

Leider ist nicht aller Tage Herbst und so dräut uns per Prognose im Ungustl August abermals Ungemach, wenn ein neuer Hauch der Waberlohe uns den nächsten heftigen Hitzewahn beschert …

Damit müssen nun auch alle Künstler und Wagner-Fans bei den diesjährigen Jubiläums-Veranstaltungen klar kommen

(- nicht nur im Sinne der Alliteration wären daher Wagnersche Winterspiele gefragt)

Oben: KI-generierter „Blog-Aufmacher“ zu 150 Jahre BT

Das BT-Jubiläum impliziert auch 150 Jahre RING

Der Jubiläums-RING 026 als bloße KI-Dia-Show aller Ringe von 1876 bis heute? – und das > Halbkonzertant?

„Weißt du, wie das wird?“ – fragen die Nornen im RING – Klare Antwort (KI-bedingt): „An jedem Abend anders“ – Leider aber ohne kunstvoll intelligenter Verbindung zwischen Ton und Bild: Das Leitmotivgeflecht hat keine optische Entsprechung, keine kreativ verknüpften Erzählebenen … soweit Rheingold-Eindrücke <<< (hier anklicken)

Ex-LIVA-Dir. Wolfgang Winklers „3D-Brillen-Rheingold 04“ in den Mauern des Brucknerhauses war in damaligen Zeiten um Äonen innovativ spannender als der jetzige Jubiläums-Ring 026

1876 brachen in Bayreuth die ersten Festspiele aus – Mehr als ein Drittel der 150 Jahre Bayreuth hat der Blog-Autor alljährlich hautnah miterleben dürfen … beginnend mit seinem 1. Besuch 1973:

Direkt beim Bahnhof im Hotel „Reichsadler“ wurde an 2 Mai-Tagen logiert, inklusive Besuch am Festspielhügel und am Wagner-Grab, das im Unterschied zu Wahnfried vom Hofgarten aus zugänglich war. Die Wagner-Villa selbst wurde damals noch von den „Wagners“ benutzt. Das „Alte Museum“ befand sich neben dem Schloss am Ende des Hofgartens. Gleich beim 1. Besuch freundete man sich mit der Archivarin Frau Strobel an , die für wackere Wagner-Jünger immer ein offenes Herz und die eine oder andere „Reliquie“ in petto hatte. „Ur-Wala“ Gertrud Strobel war auch die vielleicht wesentlichste Figur bei der Gründung des Wahnfried-Museums 1976 vor nunmehr genau 50 Jahren – also ein nicht unwesentliches zweites Jubiläum – betreffend Wagners „Qualhall“ …

A U F T A K T – Heuer wurde ganz im Sinne des „Meisters aller Meister“ in Bayreuth mit dem >Götterfunken der IX.< schon sechs Monate im Vorhinein das Beethoven-Jahr 027 eröffnet:

Einen Tag nach dem Opener mit Nike Wagner (Festrede) und durch Beethovens IX. Symphonie (- diese wurde von Ludwig van –Fan Wagner 1872 bei der Grundsteinlegung des Festspielhauses gespielt) kam es zur Gedenkstunde mit Michael Friedmann als Festredner: „Braune Erde unterm Grünen Hügel“ <<< (hier anklicken)   

 Im Juni hatten die Festspiele die Veranstaltung am Eröffnungswochenende Friedman gegenüber wegen »Sicherheitsbedenken« abgesagt. Der machte den Vorgang öffentlich. Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen zu streichen, sei »in einer Demokratie der Tod durch Selbstmord«, sagte er der »Süddeutschen Zeitung«. Es folgte harsche Kritik an den Festspielen, auch aus der Politik – und eine Entschuldigung von Festspielchefin Katharina Wagner, die sie bei der Eröffnung des Jubiläums wiederholte.

Die Festspiele hätten jahrelang viel zu wenig für die Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte getan. Friedman sagte: »Wie liebevoll vom Grünen Hügel gesprochen wird in der Hoffnung, dass man die braune Erde darunter nicht sieht.« 

Der jüdische Publizist und Jurist Michael Friedmann hat in seiner mit Spannung erwarteten Rede zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele zu Engagement für Demokratie und gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft aufgerufen. »Was muss eigentlich noch passieren, dass wir unsere Demokratie persönlich verteidigen?«, fragte der 70-Jährige im Festspielhaus bei einer Gedenkveranstaltung für während des NS-Regimes verfolgte und ermordete jüdische Musiker.

R I E N Z I

Als Premierenstück 026 ging im Festspielhaus erstmals Wagners Rienzi über die Bühne – kein unproblematisches Unterfangen, glaubte sich doch dereinst der Diktator aus Braunau im Volkstribun bei einer Rienzi-Aufführung in Linz wiederzuerkennen. Der Aufstieg des Helden wurde von ihm idealisiert, der Untergang hingegen weggeblendet. Der historische Cola di Rienzo soll übrigens wie der Diktator Mussolini gelyncht und kopfüber gehängt worden sein

„Rienzi“ und die Parallelen zum Populismus

Die Figur des Volkstribuns: Rienzi ist der Mann, der von unten kommt, die da oben anklagt, einfache, pathetische Sprache spricht und große Versprechen gibt. Seine Reden, die alte Größe beschwören und einen unmittelbaren Draht zum Volk behaupten, wirken wie Vorläufer populistischer Rhetorik. Die arbeitet gerne mit Bildern der Wiederherstellung nationaler Würde, mit der Anklage gegen Eliten und sogenannte Systemparteien … Textzitat aus der Tagesschau

„Ich bin die Revolution!“ – Der Ausspruch „Ich bin die Revolution“ wird Richard Wagner im Kontext seiner stürmischen Jahre in Dresden von 1842 bis 1849 zugeschrieben und steht für seine radikale künstlerische wie politische Haltung. Dieser Leitgedanke spiegelt sich in seiner Beteiligung am Maiaufstand 1849 sowie in der Thematik seiner Werke wider, in denen er herrschende Ordnungen hinterfragte. So deutlich in einer LINKEN Phase wie damals war RW nur noch im RING. Dass sich der rechte Braunauer im Rienzi des linken Revoluzzers Wagner als Volkstribun erkannt hat und das Werk vereinnahmt hat, kann nicht bedeuten, dass man den Rienzi deswegen komplett abschreiben muss.

Dresdner Maiaufstand: Wagner kämpfte 1849 an der Seite von Revolutionären wie dem Anarchisten Michail Bakunin für demokratische Reformen.

Sozialkritik im Werk: In Werken wie dem Ring des Nibelungen sahen u. a. Intellektuelle wie George Bernard Shaw eine radikale Kapitalismus- und Machtkritik.

Philosophische Wurzeln: Seine frühen sozialutopischen Ideen waren stark von Ludwig Feuerbach und Pierre-Joseph Proudhon beeinflusst.

Bayreuth in früheren Tagen

Wagner selbst bezeichnete seine „Jugendsünde “Rienzi als „Schreihals“ und schob sie beiseite, obwohl sie in der ersten Schaffensperiode sein größter Erfolg war. – In der Folge wurde er Kapellmeister in Dresden und konnte hier den „Holländer“ und „Tannhäuser“ aufführen und an seinem „Lohengrin“ arbeiten. Das nicht durchkomponierte Werk (Nummernoper), das in seiner Rezeptionsgeschichte konterminiert wurde, schaffte es nie ins gängige Repertoire. Jedoch kam es immer wieder zu recht gelungenen Aufführungen. Meinen letzten Rienzi sah ich nach Wien in Berlin: https://leologeslogbuch.blog/2019/05/22/berlin-mai-019/

„Erstehe, hohe Roma, neu!“ – Make Rome Great Again?

Die Bayreuther Inszenierung 026 zeigt Rienzi als gegenwärtigen Menschen: Das ungarische Regie-Duo Magdolna Parditka / Alexandra Szemeredy und ihr Team – verantworten auch die oft opulenten, heutigen „Metropolis-Bühnenbilder“: Die Handlung der Chor-Oper spielt sich zwischen Plattenbauten (illuminiert mit permanentem Wahlwerbungs- oder Sport-TV) und einem „Capitol“samt „Himmelsstiege“ ab (- Hier besonders ergreifend die Szene mit dem verlorenen Sohn als Friedensboten).An einer anderen Stelle des Werks erinnerte mich die „Himmelsstiege“ mit der Aufschrift >Exit< frapant an die Finalszene der „Truman-Show“ – hier hätte Rienzi die Chance gehabt aus seiner Show auszusteigen.

In der „gekürzten“ Fassung (- im Original übrigens 6 Stunden aufgeteilt in Rienzis Aufstieg & Fall) folgen auf einen überlangen 1. Akt (fast 2 Stunden) deutlich kürzer (jeweils etwa 60 Min) Teil 2 und der letzte Akt mit dem berühmten Gebet, das Andreas Schager in der Titelrolle (mit der Pistole in der Hand) nach fast 4 Stunden im lyrisch/heldischen Dauereinsatz großartig über die Rampe bringt. Als wissende Möglichmacherin sei Dirigentin Nathalie Stutzmann (vormals Sängerin) erwähnt, die behutsam aber auch extrem langsam an die Sache herangeht.

Rienzi der zwischen den Familien („Altparteien“) Colonna & Orsini agiert, die Macht an sich reißt und schlussendlich letal endet, hat in dieser Inszenierung auch humoristische Momente, wenn er und seine Clique in einer >Theater im Theater-Szene< quasi die Bayreuther Festspiele besuchen: Über eine improvisierte Festspielbühne hüpft das Personal aus Wagners späteren Opern über die Bühne.Ein Mini-Gold-Wagner dirigiert diese überlange „Ballettmusik-Pantomime“- versuchter Höhepunkt jener Selbstironisierung: Ein wild wuselndes Pausengewimmel der Festspielgäste …

Die Entscheidung, den Rienzi-Bann zu brechen, war richtig – und Katharina Wagner sagt ganz direkt, dass man die Inszenierung als Warnung vor dem Rechtsruck in Politik und Gesellschaft sehe.

Großer Applaus für Dirgentin & Chor – abgeschwächt ebenso für das ungar. Inzenierungsteam

KRITIK – BR Klassik

*****

Verdis „Wasser-Musik„?

Die Bregenzer Festspielidee ist seit 80 Jahren am Bodensee daheim.  Was bescheiden begann, sich zuerst als Operettenfestival etabliert hatte, hat spätestens in den 80ern mit der Zauberflöte in der Regie von Jérôme Savary endgültig auch als Opernfestival abgehoben. – Für jenes Mozart-Märchen-Singspiel war die Seebühne bestens geeignet. Inhaltlich noch näher dran am Bregenzer Ambiente ist zweifellos Der fliegender Holländer, der in der Regie von David Pountney unvergessen bleibt. 028 wird das Wagner-Werk am Bodensee wieder am Spielplan auftauchen. Dass man in nächster Nähe zur Flussmündung noch nie „Rheingold“ in Betracht gezogen hat erscheint mir verwunderlich, wäre doch die 1. Szene und auch das Finale geradezu prädestiniert für Bregenz. Inwieweit sich Traviata für die Bedingungen einer Seebühne eignet, zeigte die heurige Premiere: Die Oper von Verdi wäre emotional ja nahe am Wasser gebaut, was allerdings keinen permanenten H2O-Kontakt impliziert. Der Bühnenbild-füllende zerbrochene Spiegel beeindruckte von den ersten Takten bis zum Finale. Über einzelne Projektionen auf diese geniale Fläche lässt sich zwar streiten, ändert aber nichts an der vorzüglichen Metapher. Gleich mit der ersten Massenszene zu Beginn allerdings drängte sich der Verdacht einer zwanghaft wässrigen Personenführung auf: Dieser Opener nahm sich aus wie ein „Swingerklub in einer Bodensee-Therme“ Auch bei den Hauptrollen arbeitete jedes Mitglied des hervorragenden Sängerensembles ohne wirklich inhaltlichen Bezug an seinem Schwimmabzeichen … Alle gingen sinnentleert ins Wasser – für die lungenkranke Violetta nicht zielführend, aber wenigstens im Sinne der finalen Entwicklung im Stück. Selbst der Vater ihres geliebten Alfredos musste mit schwerem Koffer seine Bregenzer Kneippkur antreten. Ohne direkten Wasseranschluss war nur Violettas violettes Zimmerchen im Seitenspiegel der Bühne allerdings in Operngucker-Distanz untergebracht. Das ruckartige Erblühen der Bühne mittels Blumenkitsch erschien mir im Angesicht des Todes der Kameliendame doch mehr als unwürdig. Egal: Musikalisch war es eine Festival-würdige Aufführung und Bregenz hat somit zum Jubiläum wenigstens seine >Schäfchen< im Trockenen <<<

FESTSPIEL-SOMMER der Jubiläen als Pilsz’sche Radio-Sendung <<< (- hier klicken)

*****

The Odyssey – als „Sommerkino“

In diesem Film bringt Christopher Nolan Homers mythische Heldensaga im Sommer 026 auf die große Leinwand:

Die Odyssee ist ein Action–Fantasy-Film, der von Christopher Nolan geschrieben, inszeniert und koproduziert wurde. Der Film ist eine Adaption des Homer zugeschriebenen antiken griechischen Epos Odyssee. Matt Damon spielt Odysseus, den griechischen König von Ithaka. Der Film erzählt die Geschichte seiner langen und gefährlichen Heimreise nach dem Trojanischen Krieg ….

Fast ganze 30 Jahre davor entstand mit wesentlich weniger Aufwand am Linzer Fadinger Gym nach der Klangwolken Odyssee der Musikfilm „Im Auge des Zyklopen“ mit dem das Team u. a. den internat. Filmbewerb „Festival der Nationen“ als Gesamtsieger gewann – hier Infos zu unserem Erfolgsvideo (Musik: Otto M Zykan): https://leologeslogbuch.blog/2018/05/10/z-y-k-a-n-im-auge-des-zyklopen/

Radio-Sendung zum Film & mit Otto M Zykan: https://de.cba.media/484987

Derzeit ist ein zu 100% KI-generiertes Musik-Video mit dem Arbeitstitel „Martha“ (zu einer Arie aus dem gleichnamigen Opernwerk – Tenor & Regie: Der Blog-Autor) in Planung – Details demnächst …

*****

Wieder großer Erfolg auch zum heurigen Schulschluss fürs aktuelle MRG-Team:

Auszeichnung bei „Projekt Europa 2025/26“ für den Fadi-O-Mat

Im Rahmen des Kreativwettbewerbs „Projekt Europa 2025/26“ zum Thema „connect.create.care. – Kunst, KI und Schule zwischen Pixel, Pinsel & Poesie“ wurde das MRG-Projekt „Fadi-O-Mat – ein analoger und digitaler Stereotypen-Wurlitzer“ von der Fachjury ausgezeichnet: https://www.fadi.at/news.html?cHash=0db273f02495c78e2526c54a5b3421c6&news=1669&utm_source=chatgpt.com

Insgesamt nahmen in jenem Schuljahr 4.000 Schülerinnen und Schüler aus 120 Schulen mit 140 Projekten am Wettbewerb teil. Umso erfreulicher, dass der MRG-Beitrag zu den prämierten Projekten zählt und mit einem Preisgeld von 500 Euro ausgezeichnet wurde.

>Große Gratulation an Helene, Birgit & das gesamte MRG-Team<

***

Der heurige Fadinger Fest/Jahresbericht ist die nunmehr allerletzte (Print)-Ausgabe in der langen Schulgeschichte. Apropos Schulgeschichte: Auch Dr. Bernauers Buch „Die Fadingerschule“ ist in der Direktion bestellbar (29.-) / – ebenso der Fest/Jahresbericht (15.-)

*****

Zwei Geburtstage in EINEM: In der klimatisch verträglicheren Toscana zu Gmunden mit der Jubilarin (rechts im Bild) zuerst kulinarisch fein im Schloss Orth und anschließend beim großartigen Festkonzert in optimaler Poleposition

60 Jahre Brucknerorchester hier auf ORF III: https://on.orf.at/video/14331003/klassikstars-am-traunsee-2026

Unser aller ET ist 70

Unser jüngster 70er hat sich im „Schatten“ der Juni-Hitzwelle still & leise zu uns gesellt. >Willkommen im Klub< Ansehen tut man es dem >50plus Mann< nicht wirklich. Wenn er die Wellen des „Lake Atter“ durchpflügt oder gar mediterran segelt, Gipfel besteigt, die Brucknertage begleitet oder Nächte lang in seinem Tonstudio arbeitet (CDs produziert usw.) glaubt man keinen „Ruheständler“ vor sich zu haben. Außerdem engagiert sich der eifrige, ehemaligen Chorsänger Prof. Christian Ensthaler in seinem St. Flo bis heute im Gemeinderat.           .

Christian in seiner Kunstrunde

Seine von ihm höchst persönlich< perfekt restaurierte Wohnstadt inmitten der Ländereien nahe St. Florian diente in früheren Tagen auch als wunderbarer Drehort für Fadinger Filme. Während die Dali-Aufnahmen friktionsfrei verliefen, wurde im Zuge des „Kleinen Prinzen“ ein zerfurchter Acker von uns fast abgefackelt. Auch bei anderen schulischen Arbeiten war Christian unverzichtbar: „Das John Cage-Projekt“ für unser Brucknerhaus, viele andere BE/ME-Aktionen, die alljährliche paritätisch, gerechte Stundenverteilung bei diesen ältesten „Pflichtwahlfächern“ usw. … Die feine „Fadi-Homepage“ gestaltete er mit Koll. Deisi erfolgreich preisverdächtig. Jahrelang designte er den Jahresbericht. Kurz vor seinem „Altersabgang“ schenkte er der Fadingerschule noch einen virtuellen Rundgang: https://www.fadi.at/schule/rundgang.html …

Radio-Sendung mit unserem Jubilar <<< (- hier anklicken)

*Herzliche Gratulation*

von Blogger Manfred & Co

*****

Jetzt darf sich (trotz entbehrlicher, gleichzeitiger „Hundstage“) mein Leo-Rudel über die schon ausgebrochenen Löwenwochen freuen <<<

Schönen Urlaub allerseits wünscht Meinereiner (- ohne Nachfrage: wovon & za was)

Die KI-Videountertitelungen sind genauso schräg wie WhatsDepp-Texte <<<

Manfred P. – der Berg-Löwe (auf 1700 Meter Seehöhe)

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

Festspielsommer 026 – kurze Herbst-Vorschau …

Zur Sommersonnenwende als Trost für alle COOLen, die bei der Pfingsthitzewelle in Schockstarre verfielen: Mit 21. Juni werden die Tage wieder kürzer, die Nächte länger & es geht in Richtung unseres Zielbahnhofs „Weihnachten„ <<<

Vorerst ist allerdings nach der üblichen Juni-Schafskälte nun der schlaflose Sonnwend- Backofen angesagt …

>34 Grad für alte Herzen<

Gibt es ein Leben nach der WM?

>>> Jederschwaaaaan – nicht zw. Domplatz & Grünem Hügel, sondern ab 10. Oktober in Linz

„Alljährlich naht vom Himmel eine Taube„

Ein Gralsdrama, eine Pfingstoper mit Taube und Schwan – Heilige Tiere, die auch den Parsifal tangieren. Eingeleitet mit einer ätherischen Ausgabe des wogenden Tristan-Vorspiels … einer instrumentalen Kurzfassung des Stückinhalts: „Das Wunder kommt in die Welt und entschwindet wieder“ …  anschwellend bis zum Höhepunkt – Da müsste sich dann das finale Tor schließen, sollte irgendwann mal diese Musik bei der „Verabschiedung“ des Blog-Autors im Kreise der Trauernden erklingen …

Warum Wunder? Das Spielplan-Motto 026/27 des Linzer Musiktheaters lautet: Zeichen & Wunder – im Falle unseres Schwanenritters: Ein blaues Wunder (aber kein Dresdener Wahrzeichen) – mehr dazu nun hier:

Lohengrin – das WUNDER, an das man GLAUBEN könnte, das durch HinterFRAGEN zerstört wird … sich in diesem Fall auflöst und so uns wieder entschwindet …

Lohengrin – das FREMDE aus einer anderen (besseren) Welt, das eindringt in eine Gemeinschaft wie Parsifal, wie der Holländer … erlöst wird und/od. Erlösung bringt …

Thomas Mann, der sich mit den Werken Wagners intensiv auseinandersetzte und künstlerisch darauf reflektierte wie u. a. in seiner Novelle „Wälsungenblut“ präzisiert den empfundenen Farbton, wenn er von seinem „Lohengrin in seiner blau-silbernen Schönheit“ spricht … in einer Rundfunksendung, die im Frühsommer 1954 ausgestrahlt wurde … in zeitlicher Nähe zu den Bayreuther Festspielen, die am 7. August. den „Schwanenritter“ am Spielplan hatten. Es wäre das erste Wagnersche Werk gewesen, das Menschen, die am Tag zuvor geboren wurden dort hätten erleben können …  der 6. August selbst war 1954 extra spielfrei gehalten worden …  und am Vortag hatte man „Parsifal“ (Regie: Wieland Wagner) angesetzt. Sein Bruder Wolfgang war für den „Lohengrin“ zuständig

Und was schreibt der Dichterkomponist selbst zum Lohengrin-Vorspiel? Hier nun also Richard Wagner dazu in einer Schrift aus dem Jahre 1853:  Aus einer Welt des Hasses schien die Liebe verschwunden zu sein: in keiner Gemeinschaft der Menschen zeigte sie sich mehr als Gesetzgeberin. Aus der Sorge um Gewinn und Besitz sehnte sich das Liebesverlangen des menschlichen Herzens endlich wieder nach Stillung, da es in dieser Wirklichkeit nicht mehr zu erfüllen war. Die Vorstellungskraft gab diesem unbegreiflichen Liebesdrang eine Gestalt außerhalb der Wirklichkeit. Unter dem Namen „Heiliger Gral“ glaubten, ersehnten und suchten die Menschen eine tröstende Vorstellung, die als wirklich vorhanden und doch unnahbar fern galt. Dies war das kostbare Gefäß, aus dem einst der Heiland den Jüngern den letzten Abschiedsgruß zutrank, und in welchem dann sein Blut, als er am Kreuze aus Liebe litt, aufgefangen wurde. Dieses Gefäß wird bis heute als Quell unvergänglicher Liebe verwahrt. Schon war der Heilskelch der unwürdigen Menschheit entrückt, als eine Engelschar ihn aus höchsten Himmelshöhen wieder herabbrachte, ihn unter die Aufsicht reiner Menschen stellte, um sie so zu irdischen Streitern für die ewige Liebe zu machen. Diese wunderwirkende Niederkunft des Grales im Geleite der Engelschar und seine Übergabe an hochbeglückte Menschen, wählte sich der Tondichter des „Lohengrin“ als Einleitung für sein Drama aus, um dieses Bild – diese Erläuterung möge mir erlaubt sein – dem Hörer in Tönen vorzuführen:

Zu Beginn verdichtet sich als Ausdruck überirdischer Liebessehnsucht der klarste blaue Himmel zu einer kaum wahrnehmbaren, zauberhaften Erscheinung. In unendlich zarten Linien zeichnet sich mit wachsender Bestimmtheit eine Engelschar ab, die sich aus lichten Höhen unmerklich herabsenkt, indem sie in ihrer Mitte den Gral mitführt. Sobald die Erscheinung deutlicher wird und sichtbar der Erde zuschwebt, entströmen ihr süße, berauschende Düfte: sie wallen wie goldenes Gewölk nieder, und nehmen die Sinne des Betrachtenden bis in die Tiefe seines Herzens gefangen. Bald verspürt er lustvolle Schmerzen, bald beglückende Lust. Der Zauber der Erscheinung weckt in ihm mit unwiderstehlicher Macht alle unterdrückten Liebesbedürfnisse. Sie steigern sich ins Unermessliche, so dass er von der gewaltigen Sehnsucht fast zerstört wird. Noch nie empfand ein menschliches Herz solche Hingebungs- und Auflösungstriebe. Und doch beglückt den Betrachter diese Empfindung. Vor seinen überwältigten Sinnen breitet sich die göttliche Erscheinung aus. Und als endlich der Gral enthüllt wird und dem Blick des Gewürdigten nicht mehr verborgen ist, sendet er aus seinem Inneren Sonnenstrahlen höchster Liebe, leuchtet er weithin sichtbar wie ein himmlisches Feuer und alle Herzen erbeben im Flammenglanz seiner ewigen Glut. Da schwinden dem Betrachter die Sinne; wie ohnmächtig sinkt er nieder. Doch über ihn gießt der Gral seinen Segen aus, mit dem er ihn zu seinem Ritter weiht. Die leuchtenden Flammen dämpfen sich zu mildem Glanz ab. Dieser verbreitet sich wie ein Atemhauch und erfüllt den Anbetenden mit unglaublichem Entzücken. Lächelnd schwebt die Engelschar wieder in die Höhe. Den Ursprung der Liebe, den „Gral“, der auf Erden versiegt war, brachte sie von neuem zu uns zurück. Sie stellte ihn unter die Aufsicht reiner Menschen, in deren Herzen er segnend wirkt. Und im hellsten Licht des blauen Himmels verschwinden nun die Engel, so, wie sie sich zu Beginn genaht hatten. Alles löst sich in sphärischem Pianissimo auf …

März 1982: – Linz Ursulinenhof – Konzert des RWVs:

ORF Sendung  10 Jahre RWV Kl.jpg

Althea Bridges                       Manfred Pilsz                Margit Haider

Liebesduett III. Akt Lohengrin (Ausführende im Bild) mit sensationellem Tasten-Orchester, strahlender Elsa und Blut-schwitzendem Blogger – hier: Kritik & Bilder

* * *

Überleitung zum nächsten BLOG-Beitrag: Kundrys Frage: „Sind die Tiere hier nicht heilig?“ ist ein Hinweis darauf wie intensiv sich Wagner in seinem letzten Werk Parsifal mit der Mitleids- / Mitgefühlsthematik gegenüber Mensch, Tier, ja allgemein der Natur im Rahmen seines Interesses betreffend fernöstliche Religionen (auch in anderen Musikdramen) auseinandergesetzt hat. Die Schwäne des (oft) „vegetarischen“ Dichterkomponisten sind wohl der bekannteste Ausdruck seiner Einstellung dazu.

Parsifal (Gent) -auch bei den Wr. Festwochen 026

Über Bayreuth, Rienzi, KI-Ring usw. hab‘ ich mich schon in der Mai-Ausgabe verbreitert <<<

Hier noch derzeit AKTUELLES zu 150 Jahre Bayreuther Festspiele <<<

* * *

F I L M – N E W S

Rund um den Bundesbewerb 026 der österr. Filmautoren kam von der VÖFA-Präsidiale (Egon. Stoiber / Richard Wagner (!)) die Anfrage, ob ich meinen Blog-Text Jury – eine „Bewertung“ – auch des Ehrenamts für die Jurorenfortbildung zur Verfügung stellen würde. – Ein Begehr, dem ich >sehr geehrt< gern nachkam.

Wal-Bericht-Bestattung:

Timmy war der neue Emil – ein Frühsommerlochtier macht 026 zum Wal-Jahr:

Bereits im März ist heuer ein frühes Sommerlochtier gestrandet. Nein, kein Hase vor der Osterinsel, sondern an der Ostseeküste. Und nein, Elch Emil hat nicht tauchen gelernt: Die Wahl fiel diesmal auf einen lebensmüden Meeressäuger, der es verdient gehabt hätte, sich in einem Sandbett zur letzten Ruhe begeben zu dürfen. Trotz klarer Befunde von Wal-Ärzten & -Biologen wurde durch Wal-Helfer die Qual des Tiers sinnlos verlängert. Befeuert durch den Druck von Medien und Tierfreunden sah sich auch die Politik bemüßigt die Wal-Karte auszuspielen und so final zum Tierunwohl beizutragen. Vor Ort und am Tropf der Medien verfolgten abertausende Besorgte, ja die ganze menschliche „Wal-Verwandtschaft“ die Qual des Wals. Und da längeres „Mitleiden“ hungrig macht und keine Wal-Zuckerl zur Verteilung kamen, wird sich wohl ein Großteil all seiner arg betroffenen Wahlbeobachter mit Sushi, Forelle blau, Biobackhühnern und anderen glücklichen Tierleichen auf Tellern eingedeckt haben. Genau diese Wal-Kommission punzierte das halbtote Strandgut im fortgeschrittenen Wal-Alter mit dem Namen Timmy und erdrückte es mit all jener Sympathie, die es den gefischten, gejagten und dem Schlachthof geweihten „Nutztieren“ beharrlich verweigert.

Zusätzlich zu den schwer verschluckbaren Netzteilen hatte sich der arme, alte Timmy damit endgültig auch noch im Internet verfangen – nun gab es kein wie immer geartetes Entkommen mehr. Das übernahmen geldige Schlepper, die den Wal-Greis per Kahn in die Ferne anonymer Untiefen der Nordsee verfrachteten – eine Wal-Fahrt als Wiedergutmachung für abertausende grausame Harpunierungen seit Moby Dick?  Dass jenem Unterfangen kein echter Wal-Erfolg beschieden sein würde war unschwer absehbar. Nach einem letzten, kurzen Abtauchen kann es Timmy mittlerweile rundum egal sein und alle können dem Wal den namentlichen Buckel hinunterrutschen: Seine sterblichen Überreste wurden an der Küste einer dänischen Insel angespült. Den Dänen war klar, dass der Kadaver vorerst in keiner noch so großen Wal-Urne landen wird, da im Falle des prominenten Kadavers eine Obduktion anstand – Timmys Seele hat aber vielleicht bereits ein tierisches Wal-hall als endgültige Wal-Heimat erreicht. Bei seinen glühenden Fans ist er schon aus den Augen, aus dem Sinn …  

Beim medialen „Elch-Test 025“ war damals in den letzten August-Zuckungen kein Tag vergangen, an dem nicht Elch Emil viele Sommerlöcher in Minuten oder Zeilen österreichischer Medien stopfen musste. Alljährlich darf da mindestens ein Exemplar der Fauna in die Bresche springen – von der Tigermücke bis zum Seeungeheuer. Letzteres ist wohl die bekannteste Ausgabe dieser medialen Spezies: Das Ungeheuer von Loch Ness … Die sonst bei uns so beliebten, wie beheimateten Wölfe und Bären verrichten ihren Schreckensdienst verteilt aufs Jahr. Im Sommer braucht es jedoch spezielle UFOs der Fauna und unappetitliche Grauslichkeiten tierischer Provenienz, wie: Schlangen in Klomuscheln oder entwichene Raubkatzen, wie vor mehreren Jahren einen Puma bei uns im Mühlviertel, der die Nähe der Landeshauptstadt suchte …  Grund genug für Unterstufenschüler der Fadinger Anfang der 90iger die Videos „Das Ungeheuer von Loch Linz“ und „Jurassic Linz“ zu drehen. Der Pleschinger Streifen der Fadis „Haialarm am Pfenningberg“ (- ein Wels in Linz-Nähe) fand im Rahmen von Jurierungen nur geteilten Anklang. Ungeachtet dessen wurden das einem Straußenei entschlüpfte Fadinger Urzeitmonster und der Puma, der im eigenen Gym wütete umso mehr von der Jury, u. a. wegen Medienkritik hoch gelobt & ausgezeichnet <<<

Auffällig: Sommerlochtiere nehmen bei uns an Größe zu. Begonnen hat’s bei uns mit einer Katze – sprich: Dem Puma aus dem Mühl4tel. Ihm folgten einige große, animalische Aliens, bis im Vorjahr ein Elch das Loch ausfüllte. „Elefantöses“ wurde übersprungen, denn diesmal war es gar gleich das riesige Flossentier – eine weitere Steigerung wäre wohl nur noch durch eine Rückkehr ins gute, alte, schottische Loch Ness möglich …

Aber vielleicht wird’s ja mal ein Insekt, das die Herzen der Menschen öffnet: Riesenhornisse, Monsterameise und dergleichen würden sich anbieten … Außenseiterchancen hat vielleicht die „IQ-Kuh mit dem Besen“, falls sie dann nicht bereits Mageninhalt ihrer kurz begeisterten Fans oder anderer selbst ernannter „Tierschützer“ geworden ist …

Für unsere Sommerurlauber an dieser Stelle abschließend noch eines meiner liebsten NIA-Urlaub-Videos:

* * *

Jetzt auch als Radio-Sendungen:

Passend zum Schulschluss hier die beiden Medienrucksacksendungen (KeplerSalon):

(- im 2. Teil der 2. Sendung sind weiters Festspiel-Infos verpackt …)

Im Rahmen des Medienrucksack-Abends im KeplerSalon wurde das Thema Medienbildung in der Schule abgearbeitet & diskutiert

Die Ausgangssituation für die Umsetzung der Medienbildung an Schulen könnte nicht komplexer sein. In der Abendmoderation sprach ich bei unterschiedlichsten Schulen mit Medienschwerpunkten u. a. von kleinen Dampfern und Flugzeugträgern – Schulen, die in Summe mit 2 Wochenstunden pro Klasse auskommen müssen und speziell berufsbildende Einrichtungen im Oberstufenbereich, die für Theorie, praktische Medienbildung usw. viele fix vorgesehene Stunden im Wochenplan zur Verfügung haben, während man in der Schwerpunkt-AHS Projekte jenseits des Stundenplans nur in unverbindlichen Übungen oder gar in der Freizeit verwirklichen kann. Da ist es dann auch schwer umsetzbar eine Medienklasse mit 24 Schüler:Innen gleichzeitig mit einem Projekt (für welches auch max. 5 Leute gereicht hätte) zu beschäftigen. Zwei Wahlpflichtfachgruppen bis zu einer Größenordnung von etwa 12 (oder weniger) wären da unabdingbar praktikabler. Dies kann aber nur funktionieren, wenn bei einem Wahlpflichtangebot die Schüler:Innen zuerst aus den Schwerpunkt-Fächern des Hauses wählen (so wie in den 7. Kl. Zwischen ME & BE) und erst dann aus dem restlichen Wahlpflichtangebot. Im Falle meiner ehemaligen Wirkungsstätte wäre so zuerst aus den Bereichen Naturwissenschaften, Medien und Robotik zu wählen, denn es kann nicht sein, dass im speziellen Fall ein Fach wie „Briefmarkensammeln“ gleichwertig im Rennen ist. Das erzeugt Beliebigkeit statt klarer Unverwechselbarkeit und bringt womöglich einen Schwerpunkt wegen einer einzigen fehlenden Anmeldung um die zweite Wahlfachgruppe des jeweiligen Jahrgangs. Naturwissenschaftliche Schwerpunkte haben einen breiter angelegten Fächerkanon als die beiden anderen Schwerpunkte. Hier bestünde aus meiner Sicht die Möglichkeit eine Großgruppe Bio/Physik/Chemie … anzubieten und dann auf zwei Gruppen aufzuteilen (ohne sich wechselseitig zu konkurrieren) … aber das können in Summe alle Betroffenen und Fachleute des Hauses garantiert wesentlich besser beurteilen.

Dass Gratislaptops und Gerätekunde keine wirklich ultimativen Lösungsansätze zur Thematik schulischer Medienbildung sind, dürfte mittlerweile auch bei der Politik angekommen sein …

Wir bleiben dran <<< & die nächsten „Medienrucksacktage“ im Herbst 026 sind in Planung …

Bei einem KeplerSalon mit E. Bernauer https://dorftv.at/video/37059 Anfang Juni konnte das Buch „Die Fadingerschule“ nebst anderen Büchern des Autors im dortigen Rahmen von der Fa. Fürstelberger (Promenade) angeboten werden (29.- Euro).

M P

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

Mai 026

Dieser BLOG-Beitrag würd‘ sich Lektüre & Betrachtung auf einem großen Screen verdienen

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte -> dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können

1. Mai 026

*****

1 0 0 Jahre Friedrich Pilsz

Neun Uhr morgens: Nur noch ein letzter Parkplatz direkt beim Seiteneingang des Lentia-Hochhauses. Im Blumenladen bloß ein Kunde, jedoch nur noch zwei Nelken verfügbar, die durch eine Regenbogen-Rose ergänzt wurden. Die Verkäuferin kann auf meinen Geldschein nicht herausgeben. Die letzten Münzen müssen herhalten. 20 Cent fehlen und werden pardoniert … In den letzten Jahren war am 1. Mai-Morgen Hektik angesagt: Jede Menge Leute, die zur Nibelungenbrücke hasteten, um am Hauptplatz den Aufmarsch und die Reden zu verfolgen, oder welche, die sich anschickten hier in Urfahr aufs Jahrmarktgelände vorzudringen, begleitet vom nahen Lärm und der Musik vieler Fahrgeschäfte. Heute hingegen Totenstille am Friedhof. Wirkte die direkt davorliegende Walpurgisnacht etwa noch nach? Spie sie noch keine Elemente ins Bierzelt aus? Ich werde bereits von einer Bildfüllenden Sonnenblume empfangen. Meine Rose steht für die Eins und die Nelken für die beiden Nuller eines runden Geburtstags …

Heute zu seinem 100er steht der Fritz-Opa auf einem Bild ganz oben links auf einem Kunstwerk des Poschacher Steinbruchs, bzw. dampft mit seinem Sprössling auf einem seiner Salzkammergutseen herum (Traunsee / Ferien-Wohnung Mondsee oder 20 Jahre Nußdorf am Attersee) … OA Ing. Pilß (alte Schreibweise) hätte eine gepflegte, entsprechende 100er Feier sicher sehr genossen … (Die Bilder hier unten > u. a. mit Kameramann Magic Manfred < sind als KI-generierte GIFs zu sehen – geniale Kreation: Beate <<<)

  1. Mai Bereits in aller Früh war der Herr OA weg, unterwegs mit seiner roten Nelke im Knopfloch, vom Volksgarten in Richtung Hauptplatz. „Linz feiert Papas Geburtstag“ mit Blasmusik und Aufmarsch – so bot sich dem Sohn in frühen Tagen der 1. Mai dar … Mama „überraschte“ Gemahl und Sohn mit einem Paprikahuhn, Schweinsmedaillon in Bratensoße mit Tomaten oder Schnitzerl mit Kartoffelsalat – alles extrem beliebt bei der kleinen Familie. Alles samt Geburtstagstorte oder Nussroulade – zwar vorhersehbare, aber köstliche Ingredienzien eines so wesentlichen Festtags, die man gern auch zu „Silent Movie“ vorm Fernseher inhalierte, falls ein müttlerlicher Nachtdienst (- der Schwester Oberin) anstand …

Eine Traxlgästin (so rund um die 90 / Gattin eines bekannten Sängers), die dereinst im Sekretariat der Magistratsdienststelle arbeitete, lobte dieser Tage den Herrn Ing. Friedrich P als geschätzten Kollegen im Bauamt, der später als OA & Leiter ins Gesundheitsamt übersiedelte …

Er hatte ein eher kurzes und wahrlich kein leichtes Leben: Der leibliche Vater starb früh (?) – Seine Mutter war zu arm ihn allein groß zu bekommen und so kam der kleine Fritz zu „Zieheltern“: Mit seiner „Gastfamilie“ hatte er ein verdient fürstliches Glück. Man ermöglichte ihm eine gute Kindheit und ebensolche Ausbildung inklusive HTL-Matura.

1944 war Fritz 18, musste an die Front nach Frankreich, wurde dort verwundet und kam in Italien (Rimini) in Gefangenschaft … Zurück zu Linzen wurde der junge Mann in der Folge von einer ehemaligen Lazarettschwester und späteren Oberin geehelicht – DGKS Rosa gebar ihm im August 1954 einen kleinen Leo Manfred – den Blog-Autor …

Nach dem Krieg hatte Fritz die Beamtenlaufbahn eingeschlagen und nach wie vor speziell zum Sohn seiner Familie Fürst einen guten Kontakt: An stillen, heimeligen Winterwochenenden besuchte man Toni mit seiner Frau Lina und den Töchtern in deren Haus (neben dem Blaue Elf-Platz und dem Bratwurstglöckerl). „Onkel Toni“ war es auch, der damals mit seinem schnittigen Opel Rekord den Kleinen von Fritz (damals 4 Jahre) zu seinem ersten Urlaub auf die Turrach brachte … noch mehr dazu unter: “Linde, Titze, Sommerfrische“ <<<

„Ist das nicht eine wunderschöne Musik und so herrlich gesungen !“ – mit diesen Worten machte der begeisterte Vater, der eben noch (wie sooft) bei Puccinis „Väterchen teures höre“ zerschmolzen war, seinen nachhaltig beeindruckten Sohn (Blog-Autor) erstmals auf Korngolds „Tote Stadt“ und Richard Tauber aufmerksam.

In der letzten Strophe von Mariettas Lied und beim Duett (Beides hat mich emotional ganz stark ergriffen) lautet dort der Text:

Mußt du einmal von mir gehn
glaub, es gibt ein Auferstehn

Im Jahr, als seine Enkelin geboren wurde, ist er von uns gegangen. Die letzte obige Zeile fand bislang nur in Form der Erinnerung statt …

Enkelin Barbara (siehe Drachenbild im Folgetext) ist auch ein Mai-Kind (7.5.)

* * *

150 Jahre B A Y R E U T H – schon auch im Mai 026

Barrie Kosky hat uns als Osterhase schon Ende März seinen erfrischenden Siegfried per TV-Übertragung ins Nest gelegt. Dirigent Pappano setzte beim Pausengespräch den Ring-Teil Siegfried mit dem Scherzo einer fiktionalen Ring-Symphonie gleich – eine köstliche Idee. Rheingold wäre da dann allerdings ein gar kurz geratender 1. Satz. In Bayreuth gibt’s heuer analog als “Aufreger” erstmals am Hügel Wagners Rienzi analog, während man dort den 150er Ring der KI überantwortet … Zu Linzen wiederum darf man sich auf die herbstliche Ankunft des Schwanenritters Lohengrin am Donaustrand freuen …

In Bayreuth gings zum Jubiläum heuer früher los – bereits mit dem Frühling begann der Veranstaltungsreigen. Im Wahnfried-Museum & im Touristshop hatte man sich einiges einfallen lassen (u. a. Bild links: Wagnersche Ampelmännchen am Band, auf Taschen, Neuerscheinungen in Text, Bild, Ton usw.):

Davor aber eroberten im Rahmen von 150 Bayreuther Veranstaltungen zum Jubiläum im wunderschönen Monat Mai die Nibelungen die Porzellanfabrik „Walküre“ (nebst der Tristanstraße, hinter dem „Kropf“ im Schatten des Hügels) – Unter den Premieren-Gästen: 2 Linzer Pilsze, die nach einem feinen Abstecher ins berühmte Bürgerreuth-Restaurant über den Grünen Hügel ( wo bereits geprobt wird – Parkplätze voll, Lichter an –  viele Tore zur Umrundung offen) zu Tal stapften. Im grauen Malersaal der alten Walküren-Fabrik angekommen, ließ man sich auf gefährlich zartem Campinggestühl nieder. Auf ein leider nur kurzes musikalisches Intro folgten Monologe, die „deutlich“ unter der Reizschwelle bemühter Hörgeräte in der Fabrikshalle verglühten. Der Intention benachteiligten, verhöhnten Ring-Figuren Gehör zu verschaffen, wurde so nur teilweise entsprochen. Im Falle der beiden OÖ. Teilzeit-Bayreuther endete die Show nach der Pause desterwegen verfrüht kulinarisch im „Kraftraum“ der Wagner’schen Main-Metropole: Ein Prost auf den 22. Mai <<< … und davor auf die verlässlichen „Eisheiligen“ … ganz knapp vor der 1. Hitzewelle 026. Bisher war der Mai die letzte Ausweichmöglichkeit, wenn man die alljährliche Pilgerfahrt nicht in der sommerlichen Hitzeperiode der Wagnerschen Festspielzeit absolvieren wollte.

Im Einführungsmonolog des Stücks war u. a. folgende Erkenntnis verpackt: Es macht in Bayreuth keinen Sinn Überlegungen anzustellen, ob der Universalkünstler Wagner (Musikdramatiker, Filmpionier, Philosoph, Schriftsteller …) in Zeiten wie diesen woke genug sei, denn alleine die „Konsequenz“ der Umbenennung aller Straßennamen wäre ein nicht leistbares, undurchführbares Unterfangen <<<

KI-RING oben am HÜGEL:

Regie ist in der Besetzungsliste des RINGs026 keine vermerkt … diese übernimmt die KI und bedient sich an kuratiertem Bildmaterial …

…so in etwa könnte ein KI-RING-generiertes Bild am Grünen Hügel 026 aussehen: „Siegfri(e)da“ Freia & Fafner (- das Originalbild dazu entstand vor einiger Zeit im „Urweltmuseum“ in Bayreuth <<<) … Dagegen spricht allerdings, dass ausschließlich 100%iges Bühnenbildmaterial aller Bayreuther Ringe von 1876 bis heute verwendet wird – da wird wohl kein Pilsz’sches Familienmitglied im Drachenmaul auftauchen. Bleibt abzuwarten, ob die KI am Hügel im Zufallsprinzip analog kuratierte Bilder bloß aneinander reiht, oder das subtile Geflecht der Leitmotive im Sinne der musikalischen Form in Bilderwelten übersetzt und dabei Mutationen generiert. K&K (Kunst per KI) – KI als Werkzeug der Kunst – das könnte Sinn machen <<<

… und wieder handelt es sich um kein kuratiertes Bild für den Ring026, obwohl es der Brunnen Urds oder Mimirs sein könnte, nebst Yggdrasil und der Lichtalben-Wohnstatt, oder etwa Elbenheim (- ganz auch im Sinne der Hobbits), wäre es nicht schlicht und einfach die Poollandschaft im Garten der neuen Bleibe von Veni & Alex …  

Für jene KI-Intentionen würd‘ sich wohl auch mein Entwurf mit dem rubinroten Götterauge Langer’scher Prägung nicht unbedingt eignen:

1876 brachen in Bayreuth die ersten Festspiele aus – Mehr als ein Drittel der 150 Jahre Bayreuth hat der Blog-Autor alljährlich hautnah miterleben dürfen … 026 wird dort erstmals Wagners Rienzi über die Bühne gehen – kein unproblematisches Unterfangen, glaubte sich doch dereinst der Diktator aus Braunau im Volkstribun wiederzuerkennen …

Die Reichsparteitage in Nürnberg wurden jeweils mit der Rienzi-Ouvertüre eröffnet

Die gnadenlosen Register der Alten Dom-Orgel

Allmächt’ger Vater, blick herab!
Hör mich im Staube zu dir flehn!

 – obiges dachte & sang auch der Autor dieses Beitrags, als er Anfang der 80er Jahre vor der Bruckner-Orgel im Alten Dom zu Linz stehend KO, hilflos der Wucht dieses edlen Instruments ausgesetzt war, da der Begleiter zuvor im wahrsten Sinne des Wortes „Alle Register gezogen hatte“, um die umfassende Herrlichkeit erstrahlen zu lassen. Nachdem schon an der Brüstung der Orgel-Empore obige Textzeilen verglüht waren und der unerhört ungehört gebliebene Sänger am Orgel-Tisch erschien, wurden die heftigsten Pfeifen vom Windwerk getrennt und ein zweiter etwas erfolgreicherer Versuch Rienzis Gebet über die Rampe zu bringen gestartet  … mehr zu RIENZI hier (anklicken) <<<

Wagner’sche USA-Hymne …

12 Tage vor Wagners Geburtstag kam es 1876 anlässlich der Weltausstellung in Philadelphia zur UA des an ihn herangetragenen Auftragswerks „Großer Festmarsches zur Eröffnung der hundertjährigen Gedenkfeier der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Nordamerika“  – Wagner verlangte als Honorar für die Komposition 5000 Dollar, eine für die damalige Zeit sehr große Summe. Aufgebracht wurde das Geld von dem Festfeier-Frauenverein, der sich wünschte, das Werk möge ihm gewidmet sein … Würde Trump dieses Werk kennen – Er hätte sich längst als „wahrer“ Komponist eingetragen & 10.000 Musiker engagiert, um es unter dem neuen Trump’schen Triumphbogen oder auf der Baustelle seines Ballsaals am eigenen Geburtstag (u. a. zum 250er der USA-Unabhängigkeit) ertönen zu lassen. Statt eines Konzerts befahl der jetzige USA-Herrscher zu seinem 8oer eine bloody Gladiatoren-Show in einem >Käfig-Kolosseum< vor dem Weißen Haus – dem ist nichts hinzuzufügen

*****

Wem’s bis hier her wieder mal zuviel Wagner war, dem kann ich einen kurzen, echt befreienden Monaco Franze anbieten:

*****

BUCH DES MONATS <<< (Infos dazu hier anklicken)

Das Autorenduo Bernauer/Pilsz – zwei Bayreuth-Stipendiaten …

Bereits im ersten Monat nach dem Erscheinungstermin war ein Viertel der Auflage unseres Buchs „Die Fadingerschule“ über den Ladentisch gegangen. Das Werk ist abholbar für nur 29.- Euro in der Direktion des ehrwürdigen Hauses und liegt bei Morawa am Hauptplatz (vormals: Alex) und bei Fürstelberger (Promenade beim Traxl-Cafe) auf. In Kürze wird Dank eines Ex-Fadingers (der dies ermöglichte) im Kurier (OÖ) ein Artikel zu diesem nachhaltigen Projekt erscheinen …

Der Film zum 175erproduziert vom Winning MRG-Team rund um Helene Siebermair  

… ein feiner Mix aus Statements & guten Wünschen von Ex-Fadis in Kombi mit passenden alten & neuen SW-Aufnahmen <<<

Radio FRECH ist derzeit intensiv mit einem Projekt bei der Communale026 der Landes OÖ erfolgreich im Volleinsatz – u. a. als unbezahlbare Werbung in Stundenlänge fürs Fadi-Gym …

Alleine für den rundum Einsatz beim FRO(hen) Schulradiotag würden sich die Radio FRECHen mindestens eine gepflegte mobile Radiostation verdienen <<< 

Unser aller Ingo ermöglichte nicht nur technisch den Festakt zum 175er Jubiläum der Fadinger in ihrem Saal der Säle, sondern er erschuf auch wieder ein Ton/Licht-Interieur der heurigen Musical-Produktion in Gmunden – ein herrlicher Abend <<<

C O M M U N A L E

FRECHe Jung-Radio-Aktive interviewten bei der Communale026-PK – AltFadinger Pilsz fotografierte sie dabei – mehr hatte er nicht zu tun, da TechnikerInnen der Landeskultur ohnehin die PK (in Bild & Ton) auch für seine Sendung aufzeichneten – ExFadinger Markus Gnad (Presse Land OÖ) machte dies wieder möglich. Beim abendlichen „Opening“ im U-Hof war als Auftakt jener Jingle zu hören, den die Radio-FRECHen für ihr Communale-Projekt kreiert hatten – erst dann folgte die Festfanfare – Alles einmoderiert vom Festival-Intendanten Martin Honzig … (– dazu auch ein KeplerSalon)

*****

Dombaumeister i. R. Wolfgang Schaffer verstorben

Der Linzer Dombaumeister Wolfgang Schaffer war ein Fadinger – im Dezember 025 ist er nach langer schwerer Krankheit von uns gegangen …

Alturfahraner kennen noch gut die Schaffer-Gründe – dort wurde zwischen vielen Kleingärten im Bereich zwischen Haupt- und Wildbergstraße Holz gelagert und in der Zimmerei verarbeitet. Heute steht an diesem Ort das Lentia-Hochhaus. Der Betrieb gehörte dem Vater Wolfgang Schaffers. Wolfgang wurde nach der Volksschule in der Stifterstraße ein Fadingerschüler, der nach seinem Studium in Wien letztendlich in seiner Heimatstadt Linz mit eigenem Architekturbüro (erfolgreiche Projekte) und als Dombaumeister Karriere machte.

Dombaumeister DI Schaffer beim Interview mit Radio FRECH (Kathie rechts ist heute auch Architektin)

Wolfgang Schaffer wird in seinen weithin sichtbaren Arbeiten, seinem Werk sowie als unvergessener Freund und bewundernswerter Mensch weiterleben.

Gegen Ende seiner beruflichen Aktivzeit war Wolfgang noch bei mir im Radio-FRO-Studio: Hier eine Radiosendung mit Wolfgang auf Basis eines Gesprächs in noch besseren Tagen: https://cba.media/768109

Manfred

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte -> dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können

MAXimilian P

In den Iden des März 026

Es war in den späten 70er Jahren: Riesige Klassen. Viele Kinder, die gerne Bühnenluft im Festsaal der Schule schnuppern wollten. Meist fielen spezielle Talente durch „Action zum Quadrat“, Originalität, FRECHen, selbstbewussten Textvortrag und dergleichen auf. Schwerer hatten es da die Stillen – Sie landeten nicht ungern bei Ton, Licht, sowie hinter oder vor der Kamera – Letztere oft in der Tanzgruppe. Meist waren es bunte Mischungen, die sich dann als „Rampensäue“ beim Fadinger „Cabaret“ durch- und in Szene setzten. Ganz selten wurden sogenannte >Typen< beim Casting entdeckt. Da ging es meist um Aussehen und Habitus. Einer dieser Spezies war unser aller Max: Geschwätzig, von Schatten spendender Gestalt und schräg. Ein originärer, kugelrunder Typ, der zu sich stand und darauf brannte in der geplanten „Fadi Horrorshow“ das Monster zu verkörpern – Unseren „Max Monster“, der immer wieder (auch bei anderen Veranstaltungen & Programmen), später auch bei Maturabällen in diese oder artverwandte Rollen schlüpfte. Bei der Johannisnacht im Schloss Wildberg versuchte sich „Mad Max“ erfolgreich als Alberich, bei einer „Ballett-Einlage“ führte der spätere Taucher eine Gruppe „Flossenträger“ beim „Tanz der Schwäne“ an – ein sensationeller Auftritt, den wir immer wieder bei Auftritten der Fadinger wiederholten. Max gehörte zu jenen Absolventen des Fadinger Gyms, die auch nachher bei der Stange blieben und (wie vorher schon erwähnt) immer wieder bei größeren Produktionen auch in ihrer Studentenzeit mitmischten. Stets von Geldsorgen geplagt, nahm er Jobs an, beendet verfrüht sein schweres Chemiestudium, logierte zeitweise gemeinsam mit seinem Auto in einer Garage und wurde Taxler – ein Beruf, den er lange bis zu seiner krankheitsbedingten Frühpension ausübte. Wenn er nicht gerade als „Bodyguard“ seines ehemaligen Lehrers in Erscheinung trat: Nie werde ich vergessen, wie er bei den Österr. Filmtagen bedrohlich aufsprang, als der schon damals geschätzte Kameramann Chr. Berger sich über unseren sogenannten „Vorfilm“ bei einer Nacht-Diskussion im Welser Greif lustig machte. Ich musste ihn „zurückpfeifen“, sonst wären wir in diesen frühen Morgenstunden wohl fragwürdig „berühmt“ geworden …

Max bei der Überreichung der BSG-Ehrenurkunde (- für Maturanten bei Premieren / später Dank & Anerkennung beim MRG)

Im Team der „Fadi-Horrorshow“ (U-Hof Juni ‚082 – Veranstaltung des Landesstheaters)

Maxens Leben war kein Honigschlecken. Früh schon musste er auf eigenen Beinen stehen und als Schwergewicht immer wieder um seine Gesundheit kämpfen. Tapfer trainierte er, doch eine schlimme Nierenerkrankung machte ihn mit den Jahren zum Dialysepatienten. In den wenigen guten Zeiten davor, zog es ihn gar in fremdländische Taucher-Gefilde, meist aber an & in seine geliebten Salzkammergutseen. Da schickte er dann per Internetz seine Bilder oder brachte Analog-Material mit seinem Mercedes-Taxi vorbei. Maxens absolutes Highlight war der Luxus auf zwei Rädern: Sein feines Motorrad, das er mir zur Freude nach der Walküre „Schwertleite“ taufte. Pöchi – da „Wüde mit seiner Maschin“ – das gefiel ihm …

Er war mehr Hunde- als Menschenfreund und in seinen Ansichten (spez. dann in seinen letzten Jahren) weit jenseits jedes Mainstreams. Viele künstlerische Ausprägungen sowie meine liberalen Einstellung dazu, konnte & wollte er nie wirklich verstehen, gestand sie mir aber zu und war an diversen, einschlägigen Diskursen immer wieder interessiert. Während der Pandemie haben wir uns verloren und nicht mehr wirklich gefunden …

Max war immer gut für Schreckmomente und -Meldungen. Unvergessen bleibt ein Anruf, den er mir auf einer Wienwoche (mit einer 7. Klasse Ende Sept. 86) in Form des unheilvollen Satzes zukommen ließ: „So, jetzt is er g’storben“ – Auf meine hastige, besorgte Nachfrage wen er denn meine, kam vorwurfsvoll: „Na, da Qualtinger – wer denn sonst“ – Meine Erleichterung gefiel dem „Quasi-Fan“ da gar nicht … Und nun ist er selbst, der Max von uns gegangen, zurückgetreten in jenes fahle Dunkel des Festsaals aus dem er vor über 45 Jahren ins Fadinger Bühnenlicht getreten war …

Farewell Max – Farewell <<<

Als die Fadinger 025/26 jubilierten

Eine kurze ÖSTERliche Nachlese zum 175er:

„Vollendet das ewige Werk“ entweicht es Göttervater Wotan im Anblick der, von den Riesen Fafner und Fasolt errichteten Burg Walhall … Nun Burg ist es keine geworden, wohl aber ein Werk über ein ehrwürdiges Haus: Das längst überfällige Geschichtsbuch „Die Fadingerschule“ <<<

                    


Von Christian Diabl

LINZ. Wenn die künftigen Fadingerschüler im Jahr 2051 die Zeitkapsel öffnen, können sie lesen, was ihnen ihre Vorgänger 2026 hinterlassen und sich für die Zukunft gewünscht haben. Die Schule wird dann 200 Jahre alt sein, befüllt wurde die Zeitkapsel diese Woche anlässlich des 175. Jubiläums, das bereits seit Beginn des Schuljahres mit vielen verschiedenen Aktivitäten gefeiert wird.

Am Dienstag konnten die Schüler in der druckfrischen Chronik „Die Fadingerschule“ blättern und in die Geschichte der traditionsreichen Institution eintauchen – mit großem Interesse, wie Direktorin Sylvia Bäck berichtet. Hauptautor der Chronik ist Egbert Bernauer, selbst Absolvent und elf Jahre Lehrer für Musik und Geschichte an der Fadingerschule. Der 58-Jährige erzählt mit viel Liebe zum Detail von besonderen Ereignissen, von Lehrern und Direktoren, die diese Schule geprägt haben, und Schülern, die von ihr geprägt wurden. Viele prominente Namen sind mit der Fadingerschule verbunden.

Schule der Wirtschaftspioniere

Allen voran ist da natürlich Adalbert Stifter, damals Schulinspektor, der die zweitälteste höhere Schule in Linz 1851 gegründet hat und eine prägende Figur der Anfangsjahre war. „Es war eine praxisnahe und technisch orientierte Schule, weshalb viele Wirtschaftspioniere, die die oberösterreichische Industrie aufgebaut haben, ihre Söhne hergeschickt haben“, sagt Bernauer. In den Jahrbüchern finden sich Namen wie Konrad Rosenbauer und Ludwig Hatschek oder die Brüder Schuppler und Römer, die Söhne der Gründer der Papierfabriken von Nettingsdorf und Laakirchen. Auf dem ältesten Maturafoto aus dem Jahr 1884 ist mit Camillo Kohn der Enkelsohn des ersten Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Linz zu sehen, später ein renommierter Universitätsprofessor, der von den Nazis im Theresienstadt ermordet wurde. Unter den Schülern waren bedeutende Künstler wie der Linzer Maler Klemens Brosch, Franz Sedlacek und Hans Pollack.

Die Schulchronik ist auch ein Stück Stadt- und Gesellschaftsgeschichte, ein Spiegel ihrer Zeit, vom Aufbruch in die Moderne in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts über die Katastrophen des 20. Jahrhunderts bis zur Digitalisierung der letzten Jahre und Jahrzehnte. „Die Schule hat einen ganz wichtigen Stellenwert in der Linzer Stadtgeschichte“, sagt Bernauer. Als Quellen dienten dem 58-Jährigen vor allem Jahrbücher und Tageszeitungen, viele Fotos lockern die 188 Seiten starke Chronik auf. Wichtige Meilensteine waren stets auch vom Engagement Einzelner abhängig, von Gemeinderäten, Unternehmern, Direktoren oder dem Elternverein. Da wären etwa der Umzug der Schule von der Steingasse in den Neubau in der Fadingerstraße im Jahr 1909, die Aufstockung 1960/61 oder die Revitalisierung in den 1980er-Jahren.

Noch heute fühlen sich viele Absolventen der Schule verpflichtet. „Die Menschen, die hier in die Schule gegangen sind, haben eine ganz starke Verbundenheit“, sagt Bäck. Das zeigt auch die Chronik, für die der ehemalige Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und Linz-AG-Generaldirektor Erich Haider ihre Erinnerungen an die Schulzeit aufgeschrieben haben. Wie die Fortschritte haben auch die Verwerfungen der österreichischen Geschichte tiefe Spuren hinterlassen, etwa als 1914 ganze Klassen freiwillig in den Ersten Weltkrieg zogen, nach dem Anschluss 1938 die jüdischen Kinder die Schule verlassen mussten und ihre ehemaligen Schulkameraden im Zweiten Weltkrieg als Luftwaffenhelfer oder gleich an die Front eingezogen wurden.

Und da sind natürlich die bekanntesten Ex-Schüler, die sich anders als oft behauptet wohl kaum direkt begegnet sind – Adolf Hitler, der im Jahr 1900 in die erste Klasse eintrat, wiederholen musste und schließlich an die Realschule in Steyr wechselte, und der weltberühmte Philosoph Ludwig Wittgenstein, der die Schule von 1903 bis 1906 besuchte. Auch mit anderen Mythen räumt Bernauer auf – so war der NS-Kriegsverbrecher Ernst Kaltenbrunner im Gegensatz zu Adolf Eichmann nie Schüler der Realschule, sondern besuchte die spätere Khevenhüllerschule.

Kreativer Aufbruch

Bernauer führt die Chronik bis in die 1970er-Jahre, danach übernimmt sein langjähriger Kollege Manfred Pilsz, der wie kein anderer für den kreativen Aufbruch der Schule steht. Pilsz gründete als Musiklehrer Mitte der 1970er-Jahre die Bühnenspielgruppe, drehte mit Schülern preisgekrönte Filme und Musikvideos, initiierte „Radio FRECH“ und vieles mehr.


***

Das FADINGER „SCHUL-BUCH“

Ein Luxus, den sich andere Linzer Bildungstempel längst geleistet haben – und das ist gut so. Als Dr. Bernauer im Kepler Salon sein Buch über Ernst Kaltenbrunner vorgestellt hatte und daraufhin ein Fadinger Absolvent noch nächtens den Kriegsverbrecher aus der Fadingerschule in das tatsächlich zuständige Linzer Gymnasium auf Wikipedia umgemeldet hatte, begann bei Bernauer und mir ein Projekt zu reifen. Der Entschluss „Nägel mit Köpfen“ zu machen erfuhr dann seinen Durchbruch, als der Name Kaltenbrunner nach wenigen Wochen per Wikipedia wieder in der Fadingerstraße aufschlug. Als auch nach einer Um- und Fortschreibung der Schulgeschichte auf Wikipedia sowie dem Austria Forum der Bumerang Kaltenbrunner abermals bei uns landete, war klar, dass man dies nachhaltig nur erreichen könnte, wenn die Schulgeschichte durch einen Historiker in Buchform erledigt würde. Sprich: Bernauer schreibt das Buch und ich bring mich mit Recherche, Archiv und eigenen Zeilen ein. Fehlte nur noch ein entsprechender Anlass das Ding loszutreten. Dies ergab sich, als ich eingeladen wurde mich beim Festkomitee zum 175er unserer Institution einzubringen. Da ich bereits beim 140er geübt hatte und das 150er Jubiläum stemmen durfte, sagte ich mit der Buch-Idee im Hinterkopf zu. Da ich damals gerade an Vorbereitungen zu einem Kepler Salon laborierte, schlug ich der dortigen Leitung vor, einen weiteren Abend exklusiv für den 175er der Fadinger einzuplanen, denn mir war schon in meiner Aktivzeit als Lehrer wichtig unser aller Haus mit der Öffentlichkeit jenseits des Schultors in Kontakt zu bringen. Dies wurde dann am 19. Jänner 026 in Form eines Wittgenstein, Sprache, Schule, KI-Abends erfolgreich umgesetzt. Unser Hauptprojekt aber sollte im Sinne der heute bei Stadt- und Landesförderungen obligat erwünschten Nachhaltigkeit das Fadinger „Geschichtsbuch“ werden. Es gelang mir die Skepsis im Rahmen der Komitee-Sitzungen betreffend des mangelnden Interesses einer möglichen Leserschaft zu zerstreuen und die Vorbereitungen einzuleiten. Zu diesem Zweck kontaktierte ich die Kulturabteilung des Landes OÖ., die ich während meines Radioprojekts zum Bruckner-Jubiläum 2024 intensiver kennenlernen durfte. Herzlichen Dank speziell an Kulturdirektorin M. Nazzal für die Herstellung hilfreicher Kontakte, die nun eine solide finanzielle Basis garantieren. Dass sich die heurige Communale mit den Bauernkriegen beschäftigt war für uns „Fadinger“ auch kein Fehler. Darüber hinaus durfte ich erfreut bei Gesprächen mit Communale-Chef Honzig erfahren, dass Radio FRECH heuer ohnehin fixer Bestandteil dieser neuen Form der Landesausstellung sei. Dank & Anerkennung an das MRG-Leadingteam. – Die Fadinger sind immer & überall <<<

„Vollendet das ewige Werk“ – nun aber braucht es Interessenten, Käufer und Leser. Fasolt & Fafner gingen unter – Bernauer/Pilsz hatten das nicht vor – sprich: Auffallen & Medien. Idealer 1. Rahmen: Das Fadinger Fest mit einem entsprechenden Auftakt: Die bloße Erwähnung des Reizwortes „Flashmob“ reichte aus – Die umsichtige Chefassistentin (vom Komitee über Einzelveranstaltungen bis zum Ehrengastempfang) Bella konnte sich noch gut an unseren diesbezüglichen Oberstufen-Workshop ihrer Klasse in Wels erinnern). Die „spontane“ Aktion der Schule am Linzer Hauptplatz (2 Tage vor dem Festakt) im Beisein des ORFs (OÖ Heute) war eine ebenso gelungene Päsentation wie die ganzseitige, optimale Buch-Besprechung von C. Diabl (Ex-Fadinger) in den OÖN – Alle Achtung & DANKESCHÖÖÖN <<< 

Ausgestattet mit Ton-/Lichttechnik & Personal von Bühnenmeister Ingo Kelp wurde eine, von Zeremonienmeister W. Pfeffer bestens vorbereitete Show von dem jungen Fadinger Lehrer/Schüler:innenteam im herrlichen Festsaal toll umgesetzt. Wir durften Meister Pfeffer bereits 2008 bei den Vorbereitungen zu dessen Klangwolke kennenlernen – Radio FRECH war damals in Kooperation mit dem Brucknerfest als „Bruckner On Air“ unterwegs. Jahre später ergab sich ein Workshop mit Werner im Medienkonnex. Diesmal übernahm er die Abendregie für den Festakt. Begeistert verfolgten 200 geladene Gäste in Pfeffer‘scher Sessel-Formation, die an das englische Parlament erinnerte (Leitl) gewitztes Schul-Theater (Schule 1851 und heute), feine Kinder- und Lehrerinnen-Chöre, den >>> genialen MRG-Film (- Marke Helene S & Team: Ein Mix aus Steatments von Absolvent:innen & SW-Footage-Material) … Alles perfekt einmoderiert, garniert mit einem Spontan-Interview des „Blonden Engels“ (Dir. Bäck) und Grußworten des anwesenden LHs, Präs. Chr. Leitl, Großspender DI E. Haider (LinzAG) … > Schade, dass nicht ALLE FADIS zugegen sein konnten <<<

Beim „Get Togehter“ danach wurden bereits 15% aller Bücher signiert zum Preis von 29.- unter die Leute gebracht <<<

Bücher können jederzeit in der Direktion Fadingerstraße 4 reserviert & gekauft werden …

Ebenso bei Morawa ( – Hauptplatz – früher Alex) & Fürstelberger (- gegenüber Traxl)

Kurzfassung unter: https://www.fadi.at/schule/schulgeschichte.html

Bilder von Tom Mesic zum Festakt

Die weiteste Anreise zum Festakt hatte zweifelsohne auch diesmal Absolvent Norbert Hillinger aus Berlin, aber der hat Übung darin: Die ganze Oberstufe lang pendelte er täglich vom Traunsee in die Fadingerschule und wieder zurück, um speziell bei MRG-Projekten dabei sein zu können. Nur jeweils einmal im Jahr hatte er seinen Vorteil: Immer dann, wenn das Festival in Ebensee von den Fadingern beschickt und mitbetrieben wurde …  

 ***

Unter den Gästen auch der Fadinger „Hauskomponist“ Dr. H. Rogl – früher Klavierbegleiter des singenden Blog-Autors und verantwortlich für die Wildberger „Johannisnächte„ und Filmmusiken einiger Fadinger Videos …

Mehr zum Ganzjahresfest hier:

Aus der Fadinger Homepage ein Überblick zu 175er-Veranstaltungen hier:

https://www.fadi.at/schule/175-jahre.html

***

45 Jahre „Jesus Christ Superstar„

Fast exakt 45 Jahre sind vergangen, seit jene Aufnahme entstand, welche meine Frühjahrssendung bei Radio FRO einleitete – Ein zwar nur kleines Jubiläum im Vergleich zu 175 Jahre Fadingerschule, aber ein recht großes für uns. Wer sind wir? Und wie kam es zu dieser exorbitanten JC-Aufführung? Ein Schüler- Absolventen- und Lehrerteam stemmte jenes gelungene Musik-Projekt:

Im Dezember `81 kam es im übervollen Brucknerhaus zur legendären, halbkonzertanten Aufführung von „Jesus Christ Superstar“. Prof. Ernst Deisinger hatte die Popkonzerte rund um die Kabarett-Premieren 1979/80 und die Bußfeiern vor Ostern verfolgt, bei denen SchülerInnen und LehrerInnen gemeinsam agierten (- damals: Kienzls „Evangelimann“ – Tenor Pilsz mit Kinderchor und Orgel in der Pfarrkirche). Der musikfirme Mathematiker Deisinger übernahm die Bearbeitung sowie musikalische Gesamtleitung bei „JC“ und führte das Fadinger Team zu einem großen Erfolg. Herodes und Pilatus durfte der damals noch junge Lehrer Pilsz übernehmen, zum nachhaltigen Star avancierte allerdings Maturant Herbert Pichler, der den Jesus performte. Der Keyboarder, Jazzmusiker, Komponist, Dirigent ist heute eine große Nummer in Wien (- musikal. Leitung bei „Dancing Stars“). Von der Lehrerseite brachten sich bei diesem Groß-Projekt u. a. Johannes Kammerstätter, Joschi Auer, Erhard Strobl u. a. ein … Bei einem Interview, das ich vor geraumer Zeit mit Fredi Rauch machte, stellte sich per Zufall heraus, dass er Zeitzeuge der JC-Premiere im Brucknerhaus war … Positives Feedback gab‘s in allen Medien. Im sogenannten „Kinderradio“ (Unterstufen-Vorläufer von FRECH in den 80ern), das ich damals als Verantwortlicher begleiten durfte, wurde in jenen Tagen ebenso darüber berichtet …

M P

>>> Hier die „JC„ Radiosendung (u. a. MP als Herodes & Pilatus):

***

Als Ostersegen gab’s eine volle, gute Mütze Schlaf nach einem optimalen Kino-„Siegfried“ aus London

 Ex-Fadi C. Frosch (Megaplex) machte es möglich: 

https://www.megaplex.at/film/siegfried-rbo

Als ich im III. Akt der „Schönen Aue“ der Siegfried’schen B. Kosky-Inszenierung gewahr wurde, aus der Brünnhilde wie eine aufblühende Blume wachgeküsst wurde, musst ich sofort an das, traditionell am Gründonnerstag in der Wr. Staatsoper alljährlich angesetzten Bühnenweihespiel Parsifal denken und an das neue Rheingold im (seit Karajan) österlich vor sich hinwagnernden Salzburg … Nicht zu vergessen das (mit J. Kaufmann wieder heftig) Wagnerisch österliche Erl in Tirol, von wo (einst eingeladen) das FRECHe Radio für das Festival berichtete (unten im Bild mit Kurt Riedl)

F R O H E *** O S T E R N

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte -> dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können

Gedanken rund um den 13. Februar 2026

13. Feber 1883

Die Jahreszahl 2026 bedeutet 150 Jahre Bayreuther Festspiele und Ring des Nibelungen

Im eigenen filmischen Schaffen darf man sich über 10 Jahre „Ring-Film“ freuen: Vor exakt 10 Jahren im Februar/März 2016 wurde unser Musikvideo „Den Ring muss ich haben“ von einer VÖFA-Jury zum besten oö. Beitrag im Rahmen einer feinen Jubiläumsveranstaltung anlässlich 40 Jahre Linzer Filmklub in der Pädagogischen Hochschule gekürt.

* * *

Barrie Kosky wird uns nach den ersten beiden Ring-Teilen als Osterhase Ende März seinen Siegfried per Übertragung ins Nest legen. In Bayreuth gibt’s im Sommer 026 als “Aufreger” erstmals am Hügel Wagners Rienzi analog, während man dort den Ring der KI überantwortet … Zu Linzen darf man sich auf die Ankunft des Schwanenritters Lohengrin freuen <<<

* * * * * * * *

Apropos: TITUS LEBER wird 75

Lieber Manfred,

Ich hoffe, diese Zeilen finden Dich wohlauf!

Im wahrsten Sinne großformatige Neuigkeit: Anlässlich meines 75sten gibt es Anima in digital restaurierter Version auf Riesenleinwand im Wiener Gartenbaukino. * * * * * * Am 1. März , um 16 Uhr. Freu mich schon, Dich und meinen ganzen lieben Fan  Club bei diesem Screening zu sehen!!!

Bis Bald 

Alles Liebe

Titus

Radio-Beitrag zu Titus Leber und seinen Anima-Film <<< hier anklicken

Nachtrag am 2. März:

Doppeljubiläum im Gartenbaukino

Der österr. „Musikfilmpapst“ Titus Leber lud zu seinem 75. Geburtstag eine illustre Runde von engen Weggefährten und Fans ins Wiener Gartenbaukino und präsentierte am Sonntag (1. März) sich und sein frisch restauriertes Werk „Anima“ (Phantastische Bilder zur Symphonie fantastique von Hector Berlioz), mit dem er vor exakt 45 Jahren in Cannes reüssierte – sprich: Zum 75er zurück in die frühen 80er. – Ein gewaltiges Bild-/Tonerlebnis umfing die Festgemeide, wie dereinst zu Linz im „Anderen Kino“ …  Prof. Dr. Titus Lebers Motto „Bilder hören -Töne sehen“ war nebst dessen innovativer Schichttheorie richtungsweisend für die Bild/Tonarbeiten (Musik & Medien) am MRG des Linzer Fadinger Gyms, das heuer sein 175er Jubiläum feiert …  

Unser neuestes Absolventen-Werk „Nebel der Erinnerung“ beginnt nicht von ungefähr tonal mit dem Windgeräusch bedrohlicher Schwünge eines überdimensionalen Pendels, wie es gegen Ende von „Anima“ zu sehen ist … 

Herzliche Gratulation zu seinem 75er an unseren österreichischen Musikfilmpapst

* * * * *

P H I L * G L A S S

GRATULATION zum 89. GEBURTSTAG

Glass sagte kurz davor die Premiere seiner “Lincoln-Symphonie” im Trump-Kennedy-Center ab – wegen der politischen Positionen des neuen “Hausherren” <<< hier Infos

Phil Glass & die Fadinger

* * * * *

Medien- & MLA-Dialog mit dem Ministerium

Zum Jahreswechsel erlaubte ich mir Gedanken, die beim Kepler-Salon-Gespräch (Medienrucksack) im November von uns geäußert wurden dem Herrn Unterrichtsminister zu unterbreiten – garniert mit Hinweisen auf das Fadinger Jubiläum. Zentraler Punkt meines Schreibens war u. a. der, von der Vorgängerregierung gecancelte MedLitAward: Der  Media Literacy Award – kurz MLA war für uns DIE Plattform für „Good Practice“-Medienprojekte” – zugleich: Kommunikationsfläche und Hort der Wertschätzung – da nahm man Ergebnisse praktischer Medienbildung ernst (- wenigstens 1x im Jahr) Anerkennung in Form einer mehrtägigen Einladung samt SchülerInnen-Team nach Wien (Hotel inkl.) Wertschätzung für SchülerInnen & Pädagoginnen und deren „Schularbeit“ in diesem bislang „unterdotierten“ Segment der Kreativität im Unterricht <<< Im Rahmen des MLAs bestand die Möglichkeit sich auszutauschen in der Kollegenschaft & mit Ministerialbeamten (manchmal sogar in Form des Direktkontakts bei einem FRECHen Schülerinterview mit der jeweiligen Ministerin …)   … und das über 20 Jahre lang, bis uns das Ministerium der letzten Regierung zu Weihnachten vor 3 Jahren mitteilte, dass der MLA wegen großen Erfolgs Geschichte sei – für mich einer der Anlässe für den KS-Abend … Ein Monat nach meiner Mail Anfang Februar kam nun das Antwortschreiben aus dem Ministerium (aus dem ich kurz zitieren darf):

Vielen Dank für Ihr Schreiben an Herrn Bundesminister Wiederkehr, in dem Sie einen wesentlichen Punkt ansprechen: Medienbildung ist heute ein Schlüssel dazu, dass sich junge Menschen kritisch, kreativ und verantwortungsvoll in einer digitalen Öffentlichkeit bewegen können. Genau deshalb arbeiten wir daran, Medienbildung in der Schule nicht nur zu thematisieren, sondern im Sinne handlungsorientierter Praxis sichtbar zu machen und an AHS nachhaltig im neuen Gegenstand „Medien und Demokratie“ zu verankern.

Meinem Wunsch nach Wiederkehr des Media Literacy Awards in alter Größe und Frische, wurde durch die Darstellung des Status quo begegnet. Die Durchführung des MLA in Kooperation mit eEducation Austria wurde da rundum positiv beschrieben. Der MLA könne so nicht nur herausragende Projekte sichtbar machen, sondern auch stärker in die Breite wirken – als Impuls für Unterrichtsentwicklung und als Plattform für Austausch.

Lassen Sie mich abschließend für Ihr langjähriges Engagement im Bereich der Medienbildung herzlich danken.

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Erfreulich & Dank, dass es zu einem Feedback kam, wenngleich wir inhaltlich anmerken müssen, dass der MLA-Veranstaltung 025 die Breite des MLA-Originals ebenso fehlte, wie eine Plattform für Austausch. So ist für heuer nur eine feierliche Preisverleihung angekündigt, die am 22. Oktober 2026 im Rahmen des eEducation Praxisforums an der Pädagogischen Hochschule Salzburg stattfinden wird … In früheren Zeiten war man 2,5 Tage in Wien geladen, es wurden breit gestreut in Wertschätzung praktischer Medienarbeit viel mehr Preise vergeben und ein ganzer Nachmittag dem Diskurs am Sektor Medienpädagogik gewidmet. Wir bleiben dran <<<

Das KI-Gespräch im Kepler Salon (vom 19. Jänner) wurde bei einer 2. Mail nachgereicht …

* * * * *

Beim 175er der Fadinger kommt nun die Buchzeit auf uns zu

Als mir Dr. Bernauer mitteilte, ich solle vier der paar letzten Jahrzehnte der Fadinger-Schulgeschichte beleuchten, wurde mir bewusst, wie schnell man vom Zeitgenossen zum Zeitzeugen mutiert. Von den in Frage kommenden Jahren durfte ich in Fadinger-Gefilden 50 hautnah miterleben – fast 42 davon in der gestaltenden Rolle eines Musik- und seit Ende der 90er auch in der des Medienlehrers. Beim Blick in den Rückspiegel anlässlich des 175er-Jubiläums habe ich versucht, durch eine möglichst breit angelegte Recherche mittels einer Fülle von Daten aus dem eigenen, diesbezüglich umfangreichen Archiv, nebst Erinnerungen und trotz einer unvermeidlich subjektiven Sicht der Objektivität im Sinne des nachhaltigen Buchprojekts gerecht zu werden … So leite ich meinen bescheidenen Beitrag zur „Fadinger Schulgeschichte“ ein – das nachhaltige Werk zum 175er Jubiläum unserer Institution. Mehr davon in den „Erstausgaben“, die da dann der 0sterhase bringt …

Im Rahmen dieses Jubiläums beschäftigt sich der Historiker, Fadinger Absolvent, Stiftsbibliothekar & Ex-Lehrer Dr. Egbert Bernauer umfassend mit den 175 Jahren der Schulgeschichte– Betreffend frühere Zeiten und diverse handelnde Personen sind dringend einige Richtig- und Klarstellungen von Nöten, die zum Teil auf Wikipedia schon 022 getätigt wurden. Ebenso ist speziell die Schulhistorie ab den 50er/60er-Jahren bis heute dringend aufzuarbeiten – wurde bisher komplett ausgespart …  Ergebnisse dieses wesentlichen, nachhaltigen Projekts: Ein sehr umfassendes, wissenschaftliches Buch sowie Ergänzungen in der Fadi-hp. Apropos Fadinger: Da das Land OÖ im 026er Jahr der Bauernkriege gedenkt (Communale) ist dieses Projekt der Fadinger nicht ungern gesehen & unterstützt – Bemerkung am Rande:   Dr. Bernauer hat mit mir bei Linz09 sein Musiktheater „Fadinger reloaded“ (- bei dem es u.a. inhaltlich um den legendären Bauernführer geht) in der Linzer Hafenhalle erfolgreich zur Aufführung gebracht. Bereits zum 140er Jubiläum des Fadinger Gyms wurde das Video „Tomb F@dinger & S@r@ Soft“ gedreht. Finale Ergänzung: Der Name des Autors und die Buchform sind Garant für Qualität und Nachhaltigkeit. Eine, dem gerecht werdende, Präsentation im Stifter-Haus ist in Planung.

Am Buchprojekt weiters beteiligt: Mit Beiträgen Präsident Dr. Christoph Leitl, Spender DI Erich Haider (Linz AG), Dir. Sylvia Bäck, sowie ganz wesentlich in der Umsetzung Herbert Lenz (Layout) & Claudia Werner (Lektorat) …

          

* * * * * *

Radio-Vorbericht zum Rogl Konzert <<< hier

Helmut Rogl reüssiert mit seiner III. Symphonie im Brucknerhaus

Eine wahrhaft würdige III., wenngleich keine Wagner-Symphonie wie bei Bruckner. Viel besser noch: Ein, mit Emotionen aufgeladener, waschechter Rogl, der mir stellenweise eine mahler-ische Stimmung bescherte. Und das ist wertschätzend gemeint. Musik, die sich aus der Stille löst und letztendlich dort auch wieder endet – eine wunderschöne, gefühlvolle kompositorische Klammer. Orchester & Dirigentin waren hörbar und sichtlich von dem Werk voll überzeugt, brachten es zur Blüte und das Publikum nahm es begeistert auf. Dies alles muss und wird sich sicher in den entsprechenden Kritiken abbilden …

Danke für dieses wunderbare Erlebnis

Manfred

Hier Eindrücke & Kritiken zum Konzert mit dem BOL: OÖN & Merker

Ausstrahlung am 6. März in Ö1

* * * * *

Nachtrag zum 14. Feber:

VALENTINSGRÜSSE aus meinem alten Wagnereck

* * * * *

Mit einem 10er haben wir diesen BLOG-Beitrag begonnen – mit einem weiteren erfreulichen 10er finalisieren wir:

O P I * M P

Auftakt 026 im Kepler Salon & im Radio

Wittgenstein, Sprache, Schule und KI

Zum Sinn und Unsinn der Diskussion über künstliche Intelligenz

„Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache.“ (Fadinger-Schüler Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen, posthum 1953)

175 Jahre FadingerGym diesmal jenseits des Schultors im KeplerSalon

Die 3 Hauptbeteiligten des Abends: > Vortragende und gastgebende Moderatorin < haben mindestens eines gemeinsam mit Wittgenstein – sie alle sind AbsolventInnen des Fadinger BRGs, das 026 sein 175er Jubiläum aktiv feierlich begeht.

Am 19. Jänner ging im übervollen KeplerSalon ein auch inhaltlich spannender Abend über die Bühne. Die Fadinger Dichte im diskussionsfreudigen Auditorium war hoch, es fühlten sich aber auch andere Interessierte von der Thematik angesprochen, sodass einige die “Show” im Barraum des Hauses auf einem Monitor verfolgen mussten. Fadis von Alaska bis Australien konnten den Abend im Internet verfolgen (- von manchen gab`s da ad hoc spontanes, positives Feedback: zB. v. Werner Pfeffer) Unter den vor Ort anwesenden, diskussionsfreudigen Gästen befanden sich Ex-Schulratspräsident Fritz Enzenhofer, Direktorin Sylvia Bäck, der “Blonde Engel”, “Schulgeschichtsbuch”-Autor Dr. Bernauer, Literat Richard Wall und viele andere Fadi-VIPs … Moderatorin Claudia Werner (Pressesprecherin des Brucknerorchesters) führte souverän durch den Abend, den die beiden vortragenden Doktoren Wilfrid Utz & Matthias Leichtfried auf hohem, aber fast durchgehend verständlichem Niveau erfolgreich bestritten und auch Salon-Intendantin Cornelia Lehner, sowie den (auch für den hier vorliegenden Text verantwortlichen) Kurator der Veranstaltung Manfred Pilsz begeisterten * * * * * (Bilder: Kolb & Pilsz)

(Start des obigen Laufbilds bei Min 6.45)

… oder auf DorfTV: https://www.dorftv.at/video/47859 <<<

Resümee; Wenn die Fadinger mit ihren Schwerpunkten NRG (Naturwissenschaften), MRG (Mediengym) & Robotik, wie die beiden Vortragenden die KI mit stetig stark wachsender Leidenschaft & Wissen >kreativ< als Werkzeug nutzen, dann werden sie sicher auch in den nächsten 175 Jahren   (- was immer da dann noch kommt) reüssieren – und davon gehen fix wir aus <<<

Bonmot zum Schluss: Moderatorin Claudia hätte gern final nebst Wittgenstein Stephen Hawking zitiert, hat es dann aber wegen eines schwarzen Lochs in der Biographie des Physikers bleiben lassen:

Er war schlicht & einfach kein Fadinger …

Kepler Salon seit Linz09 <<< Radio-Beitrag

* * *

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte -> dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können

* * *

100 Pilsz’sche Sendungen auf C B A (im Un-Ruhestand)  

Seit Dezember laufen Sendungen mit Ex-Fadis zum 175er:   

Im Rahmen des 175er Jubiläums des Traditionsgymnasiums Linz Fadingerstraße, das seit der Geburtsstunde von FRO mit Radio FRECH auf 105,0 vertreten ist, gibt es im SeniorenRadio Sendungen während des Schuljahrs 025/26, in denen Fadinger AbsolventInnen von Manfred Pilsz zum Gespräch geladen werden: Den Auftakt machte im Dezember Fadingerin Michi, die bei ihrem 025er Abstecher von Alaska nach Linz vors FRO-Mikro geholt wurde … https://cba.media/739400 <<<

Im Rahmen des 175er Jubiläums der Linzer Fadingerschule spricht Sendungsmacher Manfred Pilsz mit dem Komponisten Dr. Helmut Rogl anlässlich der nunmehr direkt bevorstehenden UA seiner III. Symphonie (10. Feb. 026 / Brucknerhaus / BOL) und mit dem Historiker, Florianer Stiftsbibliothekar, Fadinger Absolventen & Lehrer  Dr. Egbert Bernauer über dessen „Schulbuch“ (- betreffend 175 Jahre Fadinger Gym) – die Schule und das Buch-Projekt passen nicht nur vom Namen her zum Bauernkriegsgedenkjahr 026 (Communale Land OÖ) – Der Namensgeber beschäftigte immer wieder die mutigen, Kreativ-Fadinger: Zur 150-Jahrfeier drehte man den Film „Tomb F@dinger“ und bei Linz09 führte man das Bernauer-Musical „Fadinger reloaded“ erfolgreich in der damaligen Hafenhalle auf …

… soweit die Jännersendung 026:https://cba.media/743153 <<<

Februar Finale: Fadi Females

Im Rahmen des 175-Jahr-Jubiläums der >Fadingerschule< heute ein Gespräch exemplarisch mit 3 Absolventinnen dieser Institution zu einem Motto dieser Schuljahres-Veranstaltung: „Fadi Females“ – Manfred Pilsz im Gespräch mit der Künstlerin & Architektin Dr. Isa Stein, mit der Unfallchirurgin Dr. Marie Simonet und mit der Medienfachfrau und nunmehrigen Verantwortlichen für PR & Marketing beim Bruckner Orchester Linz Claudia Werner …

Hier die „Fadi Females“-Sendung:  https://cba.media/753223 <<<

Hier die Liste von Ex-Fadis, die bisher vorm Pilsz’schen FRO-Mikro agierten: (-auf CBA-Link jederzeit abrufbar)                                                                      

https://cba.media/388202 – Sepp Friedhuber

https://cba.media/450294 – Blonder Engel

https://cba.media/445080 – Dr. Elisabeth Bräutigam (Ärztl. Direktion / Juristin)

https://cba.media/442694 – Dr. Helmut Rogl (Komponist / Manager)

https://cba.media/384643 – Dr. Isa Stein (Künstlerin / Architektin / ehem. Schulspr. )

https://cba.media/509728 – Werner Zappe (Filmförderung)

https://cba.media/575404 – Dr. Dieter Schaufler (Zentrum Mauritiushof NÖ)

https://cba.media/629968 – DI Helmut Feitzlmayr (Landwirtschaftskammer OÖ)

https://cba.media/637199– Dr. Gernot Barounig (Museum Lentos, Nordico)

https://cba.media/423091 – Dr. Beate Reim (ehem. Pressesprecherin Bühnen Wien)

https://cba.media/548598 – Thomas Wenzel – Wirt „Alte Welt“ (3 Gen. Fadi-Family)

https://cba.media/571260 – DI Günter Androsch (JKU Bibliothekar / Literat)

https://cba.media/379166 – Dr. Egbert Bernauer (Historiker, Komponist, Lehrer …)

https://cba.media/368292 – DI Wolfgang Schaffer (ehem. Dombaumeister Linz)

https://cba.media/476369 – Dr. Walter Prieschl (Arzt)

https://cba.media/636831 – Jonny Wild (Kunsterzieher) & Helmut Rogl (Komponist)

https://cba.media/726394  – Martin Dorbretsberger (Bestattungsinstitut)

https://cba.media/371963 – Claudia Langer (Schmuckdesignerin)

https://cba.media/429742 – Klaus Melem (Kontrabassist / Kabarettist)

https://cba.media/417532 – David Wurm (Film) Claudia Werner (Mod.)

Ehrenfadinger:

https://cba.media/519598 – DER Josef Hader

https://cba.media/714065 EX-LIVA Dir. Wolfgang Winkler (Ex-Musikchef Radio OÖ)

https://cba.media/484987 – Otto M Zykan (Komponist)

https://cba.media/457531 – Erich Riess (ehem. Filmfestivalleiter)

Lehrer im Unruhestand:

https://cba.media/487820 – Christian Ensthaler

https://cba.media/460149 – Hannes Ebner

*****

10 Jahre Titan-Knie

Im Jänner 016 schenkte ich mir zum Ruhrstand ein neues Knie, das Ex-Fadinger Dr. Wipplinger mustergültig einpasste und welches bis dato reibungslos funktioniert – Dank an den genialen Spezialisten <<< Erinnerungen, die bei meinem skurrilen Einstand bei der REHA in „Aspach Uralt“ wach wurden finden sich im hier folgenden Blogbeitrag 018:

*****

„INSEL-BEGABUNG“ ?

Es gibt nicht unwesentliche „Staatsmänner„, die derzeit sichtlich auf der Suche nach ihren Inselbegabungen sind. Nach einer karibischen Festlandübung (- es stellte sich heraus, dass sich Caracas weder auf einer Halb-, noch sonstiger – Insel befindet) möchte man man vor der Übernahme von Kuba im nicht mehr ganz so ewigen Eis Grönland inhalieren. Dabei bieten sich  2 Optionen an: Im Fall von Variante 1 könnte man das Eiland (nebst Insulanern) einfach kaufen … Das hat vor vielen Jahren schon mal bei Alaska wunderbar funktioniert. Oder man droht Dänen, zieht kurz die NATO-Jacke aus und erledigt das mit einem kleinen Flugzeugträger – wozu hat man die Dinger … Vielleicht könnte man denen Dänen aber auch Florida offerieren – sieht doch eh aus wie eine Halbinsel – oder? – Und Donald hätte somit eine Bleibe in der EU – da könnte er vielleicht auch in Brüssel übernehmen und das, bevor die Dänen auf die Idee kämen im Tausch Hawaii einzusacken. Dort hat’s vor Jahren schon Probleme mit den Japanern gegeben. Apropos Pazifik: Wenn das alles Schule macht wird sich China mit dem selbigen Unrecht famos Formosa einverleiben und die Russen hätten damit endgültig den Sanctus für die Krim, die ja noch dazu bloß eine Halbinsel ist … Mal sehen, was da noch so alles ginge: Kanada und Mexico stünden da zur Debatte, aber was dann tun mit der Mauer – touristisch nutzen, wie in China oder Berlin? Das ist nix für unseren „Inselmann“ – da wärs schon spannender Inseln nach Jahreszeiten zu anne(c)ktieren: Oster- oder Weihnachtsinseln … Viele würden den nervigen Elefanten („Wappentier“ der Republikaner) wohl lieber in St, Helena, als im Porzellanladen sehen! Was aber springt bei all dem lustigen Inselhüpfen für good old Austria heraus? In OÖ. böte sich im Tauschhandel als einzige Insel Litzlberg an, aber das Attersee-Juwel ist für das Land ob der Enns nicht verhandelbar – Da frag` ich gleich mal gar nicht an …

PS: Preise werden neuerdings nicht mehr verliehen, sondern okkupiert – siehe „Friedenspreis“ (?) der Fußball-WM, den sich der Kandidat gleich selbst um den Hals wuchtete … Auch die Nobelpreis-Medaille wurde ihm von der Ausgezeichneten (Machado) übergeben & Onkel Donald hat sie an sich genommen – Vielleicht könnte ein mutiger jemand im ovalen Office kommunizieren, dass die Besitznahme nicht bedeutet, dass man auch tatsächlich Preisträger ist <<< Allerdings falls Norwegen heuer wieder nicht liefert, wird die Drohgeste des Herren vom Gulf of America wohl weniger nobel und sicher nicht zollfrei für Oslo enden … ein echtes „Handicap“ (frei nach Golf) für das Verleiher-Komitee – inkl. Einreiseverbot … … Da wird man dem Kandidaten wohl auch in naher Zukunft eher wenig Hochachtung zollen …

Was haben Diplomaten & Demokraten gemein mit Diktatoren? Richtig; Bloß den Anfangsbuchstaben, über den erstere wohl auch kaum bei einem Dialogversuch hinaus kämen, denn da hätte bereits das Diktat des Monologs eingesetzt …Wie heißt doch gleich der Onkel von Tick, Trick & Track? Oder handelt es sich etwa um Großonkel Dagobert – vielleicht ja gebündelt in einer Person … Ungeachtet dessen: Könnte Davos für Europa zur „Zollfreizone“ werden – nachhaltig?

M. P.

Für Newcomer hier nochmal der MEDIEN-Herbst-Abend im KeplerSalon:

(Obig hier nochmals erlebbar & auf Dorf TV <<<)

Pilsz’sches Radio-Gespräch mit Chat-GPT <<< Radio

Best of 2025 – 10. Jahr im Un-Ruhestand

Keine rundum Dezenniums-Rückschau, sondern Eindrücke von 025 & Ausblick auf 026

Dieser BLOG-Beitrag würd‘ sich Lektüre & Betrachtung auf einem großen Screen verdienen

Fadingerball (Nov. 015): Durchs Spalier der Fadis im Walkürenritt in den UnRuhestand

Nur soviel: Das Jahr 2015 war damals geprägt durch die 1. (und meine letzte) Zentralmatura, sowie durch den sanften Übergang in einen >Herz-schonenden< Ruhestand, der sehr schnell von ruheloser Kreativität beflügelt wurde. Die Übergabe der MRG-Fackel an Helene bei einem Workshop im MKH Wels, bedeutete den Start in eine neue erfolgreiche Ära des Mediengyms & in den UnRuhestand von nunmehr 10 Jahren: Eine Woche nach nicht enden wollenden REHA-Tagen (als Finale Aktion nach einer längst überfälliger Knie-OP) wurde im Rahmen eines regionalen Festivals das Werk „Den Ring muss ich haben“ des dort moderierenden Blog-Autors zum besten OÖ. Film 016 gekürt, WSs bei den Fadis … Highlights 017: Der Carneval von Venedig , nach Mozarts „Veilchen“ der 2. Absolventenfilm „Allerseelen“ (R. Strauss) und der vollzogene Wechsel von FRECH zum FRO(hen) SeniorenRadio – weiters wurde der Leologe-Blog ins Leben gerufen …018 gelang es den Musikfilmpapst Dr. Titus Leber im Traxl vors Mikro zu holen, 019 folgten „10 Jahre Linz09“, das Musikvideo„Zueignung“ wurde zum besten OÖ. Film gekürt, ein Film zu Mozarts „Bildnisarie“ gedreht und die Fadinger „Cabaret-Zeit“ auf Leologe aufgearbeitet. In pandemischen Zeiten wurde die Filmjury-Tätigkeit (VÖFA) intensiviert & ein Rogl-Bio-Video entstand (- nebst Radio-Sendungen – Blonder Engel) – 022 wurde das 40er Jubiläum des RWVs begangen und ein Schubert-Film gedreht, der 023 zum besten OÖ. Film juriert wurde (- der 8. Titel ob der Enns). 023: Julia Aigner – 10. Fadinger Bayreuth-Stipendiatin (seit Gründung des RWVs) …024 war bestimmt durch das Bruckner-EXPOProjekt mit Radio FRO: https://www.anton-bruckner-2024.at/event/radio-frohsinn-024-laesst-anton-brucknern-dezember/ zum 200. Geburtstag von Meister Anton <<< >>> https://leologeslogbuch.blog/2024/11/11/a-b-spann-best-of-bruckner-024/

Bilder zum FRO-Projekt024 im obigen Video bei Min 4 …

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte -> dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können

* * * * *

Das N E U E * J A H R * 0 2 5* begann der BLOG-Autor als Einspringer in der tollen, neuen Location des R. Wagner-Verbands:

Der Wissensturm ist technisch hervorragend ausgestattet – da macht jeder Vortrag (zumal zu Themen wie: Rückblick aufs „Bruckner-Jahr-Projekt 024“ im Rahmen der EXPO des Landes OÖ in Kombi mit meiner damaligen Vorschau auf Wagners „Holländer„ im Musiktheater) <<< jede Menge Spasssssss …

Spasssss ebenso, weil Opi 2025 zu seinem Jahr der KI ausgerufen hatte:

Tom (Opi) & Jerry (Joni) als Fledermaus und alter Kater (nicht nur) im Fasching025

Happy Michi 026 (- noch vor ihrem 1. Oktober):

2x 1. Reihe: In der BSG-Tanzkompanie des Fadinger Kabaretts Ende 70er/Anfang 80er Jahre & seitenverkehrt oben heute: Brigitte, Michi und der Alte beim Treff vorm Otter in Ottensheim …

In Ottensheim fand zum Faschingfinale auch die Filmpremiere von„Captain Puchenau“ (Regie: FlorianKraupa) mit Mandi Riegler & vielen bekannten Gästen statt (- mit im Bild: Christiane B.) …

* * * * *

Noch im Frühjahr 025 begannen die Vorbereitungen zum Projekt:

1 7 5 er * J U B I L Ä U M * d e r * F A D I N G E R

Wenn 2026 der 0sterhase in der Woche vorm Palmsonntag nach Linz hoppelt, dann wird er schon vor dem Fest das Fadi-Nest beglücken, denn die Traditionsschule mit Zukunft in der Fadingerstraße wird ihr 175er Jubiläum begehen.

Wir erinnerten uns hier 1 Jahr davor zuerst im Rückblick an die glänzende Feier 2001:

(2001 erschienen u. a. Beiträge im NEUEN VOLKSBLATT,  im WAS IST LOS, usw. …)

In meinem analogen & digitalen Archiv bin ich im Zuge intensiverer Recherchen fündig geworden und konnte so meine Festkomitee-KollegInnen & Dr. Bernauer mit jeder Menge an Text-, sowie Bildmaterial (siehe auch den hier folgenden LINK) beglücken:

https://leologeslogbuch.blog/2025/04/16/175-jahre-fadingerschule/

Bilder von der 125er Feier mit dem Junglehrer im 76er Jahr

2026 feiert das Linzer Traditions-Gym sein 175 Jahr-Jubiläum

                                                                    > F. F. – Viel Vergnügen <

– ausgehend von der launigen, speziell in Fadinger Kabarettzeiten des BRGs oftmalig geäußerten Wunschformel unseres ehemaligen Fadinger Direktors Hofrat Dr. H. Burger leiten sich die folgenden Formulierungen für Fest-Wortkombis im Rahmen des 175er Jubiläums wie „aus dem Effeff” ab: FadiFollowers (Alumni-Idee-Neu) – Fadis Forever – ebensomöglichefeineFeranstaltungstitel: Fadi Fiction, Fadi Fasching Fadi Filosoph,Fadi FRECH, Fadi Females, fusw. … FadiFreaks machen es mabey <<<

Im Rahmen dieses Jubiläums beschäftigt sich der Historiker, Florianer Stiftsbibliothekar, Fadinger Absolvent & Ex-Lehrer Dr. Egbert Bernauer umfassend mit der Schulgeschichte. Betreffend frühere Zeiten und diverse handelnde Personen sind dringend einige Richtig- und Klarstellungen von Nöten, die zum Teil auf Wikipedia schon 022 getätigt wurden. Ebenso ist speziell die Schulhistorie ab den 50er/60er-Jahren bis heute dringend aufzuarbeiten … Ergebnisse dieses wesentlichen Projekts: Ein umfassendes, wissenschaftliches Buch sowie Ergänzungen in der Fadi-hp. Apropos Fadinger: Da das Land OÖ im 026er Jahr der Bauernkriege gedenkt ist das Buch-Projekt der Fadinger gern gesehen – Bemerkung am Rande: Dr. Bernauer hat mit dem Blog-Autor bei Linz09 sein Musiktheater „Fadinger reloaded“ (- bei dem es inhaltlich um den legendären Bauernführer geht) in der Linzer Hafenhalle erfolgreich zur Aufführung gebracht. Finale Ergänzung: Der Name des Autors und die Buchform sind Garant für Qualität und Nachhaltigkeit. Eine dem entsprechende Präsentation ist geplant. (- Ein Maturant hat sich entschlossen seine VWA 026 auch zu obiger Thematik unterstützt durch Dr. Bernauer zu schreiben)

Unser Autor der Schulgeschichte ist mittlerweile Vize des neuen Fadi-Alumni-Vereins

Sonderdank an Herbert Lenz, der alle Jahre wieder einen Jahresbericht möglich macht und sich (wie Claudia Werner) auch an dem Buchprojekt beteiligt <<<

175jähriges TRADITIONSREALGYM, erfolgreich im HEUTE: Die SCHULE für MORGEN

Das heutige Bundesrealgymnasium in der Linzer Fadingerstraße (früher Realschule) ist mit seiner idealen Zweigausrichtungen – sprich: Mint-Gym (von M bis BU), Medien-Gym (Radio … Film), Robo-Gym (Digi-Gym) eine Art modernes, schulisches „Triptychon“, das alles bietet, was Gegenwart und Zukunft bedeutet, dabei aber auf Tradition zurückblicken kann: Die mathematisch naturwissenschaftliche Ausrichtung der Realschule sorgt bis heute für einen exzellenten Ruf in einschlägigen Kreisen. Nicht nur „Techniker“ schickten ihre Kinder in die Fadingerschule … In den letzten 50 Jahren hat sich das Angebot im Sprachenbereich und auch am Kreativsektor deutlich ausgeweitet: In den 70er Jahren bis Mitte 090 reüssierte man u. a. über 20 Jahre mit dem ersten & einzigen OÖ. Schulkabarett auf Bühnen und in den Medien (Ö1 Contra) – inklusive Auftritten & Workshops mit J. Hader & Co. … Im Zuge von Bild- & Tonaufzeichnungen dieser Aktivitäten gründete man im Sog erfolgreicher Musikvideos die Plattform „Schülerfilmprogrammkino“, die nicht unwesentlich im Rahmen der „Österreichischen Filmtage“ in Wels (- heute: „Diagonale Graz“) an der Einrichtung eines Jugendfilmfestivals (Youki) beteiligt war. Als 1998 Schulen angehalten wurden Schwerpunkte zu installieren, mündeten all diese effektiven Bemühungen und Projekte (Kinder-Radio im Landesstudio OÖ, Festivalbeteiligung in Ebensee, Johannisnächte beim Musiksommer Wildberg, usw. …) im kreativen Medienzweig MRG und die naturwissenschaftliche Seite schuf das breit aufgestellte NRG (Physik- und Chemieolympiade, „Meeresbiologische Woche“, usw. …) Unser aller Haus bietet nun seit drei Jahren im Zuge der Digitalisierung einen Robotik-Schwerpunkt als dritten Ausrichtung des Hauses an und glänzt, gemessen an Erfolgen in allen drei Zweigen in OÖ. als Linzer Leuchtturmschule <<<

Letztendlich sind es die erfolgreichen Zweigausrichtungen, die bleibendes Interesse an der Institution FADINGERSCHULE durch permanente Außenwirkung befeuern – das garantieren u. a. die nunmehr längst tradierten Langzeitprojekte Radio FRECH & MRG-Video <<< Seit über 25 Jahren werden die Fadis bei Youki, MLA, Schäxpir, U19 usw. aktiv repräsentiert – in Kooperation mit dem treuen Kulturzentrum Hof, dem 1A-Medienkulturhaus Wels (Youki), dem AEC, der Landes- & Stadtkultur bis hin zum Unterrichtsministerium zu Wien … Die Wichtigkeit jener kontinuierlicher Langzeit-Projektarbeit (mit Blick über den Tellerrand), die im Haus ja heute genauso mustergültig so gepflegt und gelebt wird (wie einstens) garantiert Wahrnehmung durch eine breite Öffentlichkeit. Es gab sogar Unterrichtsministerinnen, die im Brucknerhaus anfragten, ob sie eh die FRECHen auch heuer bei der Eröffnung wieder vors Mikro holen …

Vor nun genau 25 Jahren: Landespreis für intitiative Kulturarbeit:

* * * * *

Vor exakt 20 Jahren: Youki-Publikumspreis & MLA-Teaching-Award:

Im Dezember vor 15 Jahren gab’s eine Überraschung <<< (- hier Klicken)

* * * * *

S E N I O R E N R A D I O ***** 0 2 5

FRO JINGLE NEU:

Das (seit dem Jahreswechsel für das SeniorenRadio) hauptverantwortliche Duo Anna Laimer und BlogAutor MP haben (nach bereits letztjährigen Gesprächen mit Ewald Hafner = Seniorchef der Senioren) an einem neuen Jingle für das SeniorenRadio gebastelt und dabei Veras Einwurf beherzig, dass ein kurzes Aufflammen des alten Jingles zu Beginn, für die Zuhörerschaft nicht unwesentlich wäre – textlich haben wir uns an der alten Version orientiert, aber auch hier geringe Änderungen vorgenommen. Der neue Markenname „Radio von Senior*innen“ wird mit 026 die ursprünglich einschränkende>Benamsung< „Radio für Senioren“ bei offiziellen Aussendungen usw. nun ablösen …

Der neue Jingle wurde zum Finale der hörenswerten KeplerSalonSendung präsentiert: https://cba.media/705922

Obig erwähnte KeplerSalonSendung ist eine von 12, die im heurigen 25er Jahr entstanden – damit sind über 100 Stunden Pilsz’scher Radio-Sendungen jederzeit im Internetz auf CBA abrufbar …

Sendung zum 10. Todestag von Käthe Recheis mit Anna Laimer & Marius Huszar

Abschied vom ehemaligen SeniorenRadio-Chef Walter Ziehlinger <<<

(- obig Treff bei Linz09: SeniorenRadio & Jugendmedium FRECH)

Per Wagner-Ampel im Mai zur Walküre jenseits hitziger Sommerfestspiele:

Anlässlich des 22. 5. 025 begab man sich auf Pilgerreise ins diesmal >Frühlingskühle< gelobte Land zu Oberfranken, um ebendort noch fern sommerlicher Hitze-Pein im schier unbändigen Verlangen nach unsres Himmels klarem Blau, nach unsrem frischen (!) Grün der Hügel-Au, Winterstürme dem Wonnemond weichen zu lassen und dem Meister aller Meister geburtstäglich entsprechend zu huldigen – sprich: Logie im Bayreuther Luxushotel zum „Goldenen Hirschen“, weiters Karten für >Die Walküre<, welche man fast exklusiv (überschaubare Publikumsmassen) in den Kinotempel der Wagner-Metropole direkt aus London (zubereitet von Barrie Kosky) serviert bekam …

* * * * *

                                  

Gast bei Dir. Winklers Kronenkreuz-Verleihung in der Diakonie

Im heurigen Frühling durfte M P Dir. WoWi zur Ordensverleihung begleiten …

Zu Sommerbeginn folgten Feierlichkeiten anlässlich seines 80ers <<< Radio

BLOG-Beitrag dazu hier:

… inklusive mild sommerlichen Staatsbesuchs des Jubilars im neuen Pilsz’schen Domizil …

* * * * *

In der Technik-Loge des Gmundner Theaters mit Bühnenmeister Ingo:

Lightdesigner Ingo Kelp (Fadi-Absolvent &Technik-Chef bei vielen Fadinger Projekten) war wieder erfolgreicher Teamplayer beim Gmundner Musical Frühling – heuer mit der Welturaufführung von „Saving Mozart“ – im 10. Jahr kann diese internationale Musicalmetropole am Traunsee locker mit Hamburg, Wien usw. mithalten – unter den Gästen der Premiere Leute aus der NYer, Szene, Norwegens Botschafterin, Conchita & Co … Ingo war es nicht vergönnt sich beim tobenden Schlussapplaus im ausverkauften Theater zu verbeugen – Gips am rechten Fersenbein …

* * * * *

Zwei Ex-Fadinger luden zur Premiere:

Der bekannte Dokufilmer & Ex-Fadinger Thomas Hackl präsentierte Ende März 025 in Hartheim am dortigen Schlossareal in Anwesenheit vonORF III-Intendanten Peter Schöber seinen Hartheim-Film, der wenige Tage später im III. lief. Unter den geladenen ORF-Gästen befand sich der Blog-Autor nebst Andreas Gruber (Hasenjagd) & Prof. Sepp Friedhuber in bester Fadinger Gesellschaft (- die Matschiners …)

* * *

Gedanken eines Film-Autors & – Jurors:

„Vitrinen der Wertschätzung„

Der Blog-Autor war auch heuer wieder Mitglied der Filmjury in Wien (- gemeinsam mit den VÖFA-Präsidenten oben) und auch eingeladen, um beim Bundesbewerb zu jurieren (- ging sich zeitlich nicht aus, Besuche in bester Gesellschaft jedoch schon – siehe unten):

Überraschung beim Staats-Festival025: Beim filmischen VÖFA-Rundlaufprogramm reüssierte unseren Schubert-Absolventinnenfilm „Durch die Nacht zu Dir„

VÖFA 026: Alle Achtung für Wien: Dort ist geplant beim regionalen Bewerb ohne “Nummerntaferl” rein verbal zu jurieren (- so wie im echten Filmerleben) – Bravissimo <<<

* * * * *

„In Ischl war der Wurm drin“

Der Geburtstag  einer Hirschgässlerin war am französischen Nationalfeiertag diesmal (ob vernünftiger Temperaturen) in der Kaiserstadt Bad Ischl über die Bühne gegangen. Nach 60 Minuten fetter Autos, ebensolcher Häuser Wurm’scher Fasson, labte man sich kulinarisch im Zauner der  >Kaiserlichen Kurstadt<

Der Vergleich macht uns sicher:

D A C H G L E I C H E

Hoch über (& ebenso in) Linz gab’s eine innerfamiliäre >Dachgleiche< zu feiern – ein perfekt geplantes, sowie umgesetztes Wohntürmchen hatte das dort hohe Straßenniveau erreicht: Die Festgemeinde konnte somit die Besichtigungstour einzelner Stockwerke bereits per „Feststiege“ absolvieren und den Tag dann mit Blick auf dem künftigen Garten bei Speis und Trank im schattigen Erdgeschoß ausklingen lassen … Mittlerweile ist das Etablissement fast bezugsbereit <<<

>A & V – BauherrInnen<

Leo-Loge-Autor auf Bühnenturmhöhe des Theaters knapp westlich der Promenade:

Literatur vom FEINSTEN, um den Sommer besser im Schatten seiner japanischen Fächerahorn“esche“ Yggdrasil auf der abendlichen Terrasse überstehen zu können – DANK an den edlen Spender Chris „Reischi“ <<<

*Jenseits des eigenen 70ers beschleunigt sich ganz klar & deutlich die Mutation vom Zeitgenossen zum Zeitzeugen*

Diese Erkenntnis kam mir, als ich mich wenige Tage vor meinem heurigen Purzeltag per Mail als Zeitzeuge für ein Drittel Fadinger Schulgeschichte betreffend Maturaarbeit eines Jung-Fadis zur Verfügung stellte, ihm Interviewmöglichkeit mit mir anbot und ihn mit ersten LINKs, Audio- & Bildmaterial versorgte … Obiges Gefühl verstärkte sich noch deutlich, als ich in Sommerhitze im eigenen Archiv Bilder und Pressemeldungen durchforstete, wesentliche Daten aus Jahresberichten der letzten Jahrzehnte destillierte und das Konglomerat dann abgestimmt mit eigenen Erfahrungen in ebensolche Texte für Dr. Bernauers „Schulbuch-Projekt“ verpackte …

Rund um den 6. August mehrten sich >mEATings< und die Löwinnen-Party-Dichte*

(- Mehrfach begleitet Claudia Werner* unser Fadinger-Jubiläum)

Wie in alten Tagen:

„Mediengipfel“ – Alljährlich im Sommer traf man sich einst beim Hans (rechts im Bild) „daheim“ am Almsee zum gemeinsamen Geburtstag (Hans war nur wenige Stunden älter: 5. „vs.“ 6. August 54 / 2 Löwen & ein Leo) – bis Hans zu Beginn des Linzer Kulturhauptstadtjahrs 09 nach schwerer Krankheit von uns ging. Heuer besuchte ich ihn bei Scharnstein auf der Fahrt vom Traunfall zum Almsee :

Zum Birthday gab’s als KI-Förderungsprogramm für Senioren ein Gratis-Experimentier-Labor im Internetz, KI-Bücher & u. a. eine KI-generierte Geburtstagskarte – mit unserem 2x vergoldeten, jungen Judoka Joni (nebst Opi) im Zentrum des familiären (Leondinger) Geschehens im Herzen von Linz :

Leologes Jahresthematik „KI“ wurde speziell familiär unterstützt: Durch die Möglichkeit (Veni) mittels ChatGPT-Interview eine einschlägige Sendung zu gestalten, durch anregende, geburtstägliche Buchschenkungen und die Möglichkeit halbjährig dank eines Bezahlprogramms experimentieren zu dürfen. Aus dem Freundeskreis kamen Avatar-Tipppps und mit Filmkollegen wurden in der Folge per KI einige Werke umgesetzt …

Ein Gespräch mit der KI – hier nun als Ergebnis: https://cba.media/710987 <<< RADIO

Trump & Putin in Alaska – Same Time: Michi v. dort ins Traxl & eine KI generierte Löwin, die deroselbst im Sommer mit Avataren operierte …

Mit ganzen70plus holte ihn die Kindheit wieder ein (- als er dereinst als anämisches Knäblein Eisenspritzen bekam) – Dank medizinischer Eisenkapseln wurde der Pilsz im heurigen >Nachsommer< dann aber wieder zum rundum fittttten >Ironman 025<

Dahoam is Dahoam

Wozu in die Ferne schweifen – das GUTE liegt so nah: Reich beschenkt mit Ottos Kunstbuch, durch Rogl’schen Uraufführungen & Staatsbesucherinnen aus Berlin …

Take a risk visit Linz:

Noch Heile Welt zu Linz: Die Pilsz’sche Herbst-Terrasse:

Wildwoche 025: Kollegentreff im Botanischen Garten von Jonny (Dank fürs Traxl-Bild)

* * *

Letztes Filmfest Lenzing:

(oben: Im Programmkino – Bühne: Wenger & Gaigg / unten: Mit Said Manafi)

Esther Wenger (- langjährige Juryleiterin / bekannt durch ihre Regiearbeiten bei „Tatort“, den „Rosenheim-Cops“ und anderen TV-Serien) präsentierte ihr Werk „Das Blaue Wunder“ vor vollbesetztem Programmkino als allerletzten Film in der 53-jährigen Geschichte des Festivals. Leiter Christian Gaigg zieht sich zurück – ob`s und wie`s weitergehen könnte ist noch offen …

* * * * *

WILLKOMMEN, BIENVENUE, WELCOME

Zum 026er Jubiläum: Im Schuljahr 1975/76 (vor dann 50 Jahren) ging die allererste CABARET-Vorstellung im Festsaal der Fadingerschule über die Bühne ein Wagnis, das dann 20 Jahre lang mit großem Erfolg ein Alleinstellungsmerkmal der Fadinger war:

Hochburg „Schulkabarett“

Ab den 80er Jahren gab es abendfüllende Programme mit Musik- und Tanzeinlagen – also „Cabaret“ (- die musikalische Eröffnung des gleichnamigen Erfolgsmusicals diente dabei als Signation ) – Jährlich wurde ein volles Programm mit eigenen Texten, Parodien und später auch berühmten Gästen, Seminarleitern und Ehrenmitgliedern, wie: Josef Hader und Alfred Dorfer – (Schlabarett) gegeben (- bis 95: 20 komplette Arbeiten ). Aus dem anfänglichen Nummernkabarett entwickelten so sich im Verlauf der 20 Jahre Durchlaufprogramme unter jeweils einem Themenbogen – Speziell am Übergang von den 80er zu den 90er Jahren (140JahrJubiläum d. Schule) suchte man trotz (oder wegen) des da immer ausverkauften Festsaals (- 400 Leute im Auditorium, am Balkon & bis raus am Gang) die Öffentlichkeit auch außerhalb des schulischen Rahmens: Premieren und Auftritte im Rahmen des Linzer Stadtjubiläums in einem Festschiffszelt am Linzer Hauptplatz, in Volkshäusern und im Posthof lösten so einen bleibenden Blick über den Tellerrand aus. In diesen Zeitraum fielen auch, als Eröffnung des jährlichen Musiksommers auf Schloss Wildberg die „Johannisnächte“ – Musikkabarett der Fadinger in Kooperation mit dem Absolventen, Landeskulturpreisträger und Komponisten Helmut Rogl. Kabarettistische 22 Uhr-Showeinlagen bei Maturabällen garantierten für ein volles Kaufmännisches Vereinshaus – Ingo Kelp (- schon als Schüler 1A Cheftechniker) sorgte als Absolvent dabei für Audio- & Lichtsensationen. Eine langsame Reduktion der Gruppengröße der Fadinger Bühnenspieler von bis zu 150 eingeschriebenen Schülern in den 80er Jahren ging im Folgejahrzehnt mit allgemein sinkenden Schülerzahlen einher. Dies ermöglichte Auftritte mit kleineren Ensembles, die dislozierte Auftritte in OÖ. vereinfachten. Das war u. a. die Zeit der Fadinger „Cabaretoholics“ – eine Absolventen-Truppe, die kurz davor noch mit „Aktiv-Fadingern“ aufgetreten war – Diese Mischung aus OberstufenschülerInnen und Absolventen führte bei vielen, unterschiedlichsten Projekten (Film, Musiktheater, Radio) zu großen Erfolgen – immer dem Motto von Dr. Christoph Leitl folgend: „Einmal Fadinger – immer Fadinger“ <<<

Seit Beginn der Posthofära (1984) ist die Bühnenspielgruppe BSG mit Kabarett- & Musical-Produktionen dort nun schon vertreten. Die Mitarbeit in der Statisterie des Landestheaters (ab den 80ern) öffnete diesbezügliche Kanäle und regte die Kreativität zusätzlich an (Opern-Ausschnitte bei Maturafeiern dargeboten durch SchülerInnen …)   

Anlässlich: 40 Jahre Posthof – ein kurzer persönlicher Rückblick:

1 9 8 6 fand nicht nur die erste „Johannisnacht“ (Musikkabarett) als Auftakt des Musiksommers im Schloss Wildberg statt: Im noch jungen Posthof kam es per Vermittlung des Landestheaters zur Coproduktion mit einer freien Gruppe  – Erfolgsergebnis: Das Musical „Golfstrom“ (Umarbeitung des Stücks, Regie, Fadis auf der Bühne & in der Technik)  …    90: Ein „Linz – Kabarett“ zum Stadtjubiläum wurde erarbeitet und erfolgreich im Posthof und im Kunstschiff am Hauptplatz Linz (sowie in Volkshäusern) zur Aufführung gebracht.  Musiktheater – Produktion „Angela und der kleine Bär“ (BSG – Coproduktion ) im Posthof und im Studio Moliere in Wien.  92: Das neue Fadinger Kabarett – Programm „Urlaubsreif“ wurde im Posthof und in der Lokalbühne Freistadt gegeben. Das Kulturzentrum HOF veranstaltet im Rahmen des Projektes Bandbreiten den jährlichen Music Award im Posthof, bei dem junge Bands auftraten (- unter den Gewinnern auch Fadis) … später Austrian Newcomer Award – stets begleitet vom Jugendradio FRECH (MRG Fadinger Linz) ab den 2000ern …

* * * * *

K U L T U R H E R B S T

No Panic auf der Titanic

Manchmal überkommt den Blogautor das Gefühl, dass die Menschheit soeben grad dabei ist, genau den selben Fehler zu begehen wie Goethes/Dukasens Zauberlehrling. „Künstliche Intelligenz“ scheint in praktisch fast allen Lebensbereichen das Zauberwort zu sein, das die Antwort auf alle Fragen liefern soll. Oder ist in naher Zukunft etwa die KI gar selbst der „Zauberlehrling“?

Zweifelsfrei berührt das KI-Thema alle Lebensbereiche: Gesellschaft, Ethik, Arbeitswelt – dazu ein Blogbeitrag aus dem 017er (!) Jahr:  https://leologeslogbuch.blog/2017/07/28/schoene-neue-digitale-arbeitswelt/

Bei der ARS: So wie’s derzeit rund geht am Planeten: Keine Zeit für Panik <<< Statt dessen beim Brucknerfest: Tönende laufende Bilder, endlich wieder eine echte Klassische Klangwolke, im Musiktheater Musicals & ein wunderbarer “Rosenkavalier” …  

Welch wunderbare Retro-Wolke – und damit ist nicht die „visualisierte –“, sondern die „Klassische Klangwolke“ gemeint, die das Publikum der ersten Stunde seit Jahren vermissen musste. Aus ihr wurde im Verlauf der letzten Intendantenwechsel ein anerkennenswertes „Sozialwölkchen“, das es ermöglichte um wenig Geld ein großes Konzert im Brucknerhaus zu besuchen – ein wunderbarer Gedanke, der allerdings nichts mehr mit der ursprünglichen Intention eines beschaulichen Erlebnisses „klassischer“ Musik im Donaupark zu tun hatte. Heuer war dies wieder gegeben: Mittels der Lautsprechereinheiten der visualisierten Schlagwerkwolke des Vortags, den noch vorhandenen Tribünen, mitgebrachten Stühlen und Decken versammelte sich bei freiem Zutritt ein feines Grüppchen Fans im Donaupark und genoss still, mit konzentrierter Aufmerksamkeit die Übertragung des Konzerts aus dem großen Saal …

Vom Musiktheater & dem BOL, nach Bruckner024 ins Brucknerhaus: N. Trawöger: https://cba.media/719003 <<< Radio

* * *

Vor nun 30 Jahren erschien Claudia mit einem Mädchen im Fadinger Festsaal – Sie wollte bei einem Projekt dabei sein, doch zu diesem Zeitpunkt waren Cabaret & Film soeben über die Bühne gegangen … kurz darauf im Mai `95 hatte statt dessen in einem Linzer Pfarrsaal ein Stück Premiere mit unserem Mandi Riegler, Claudias Schwester & eben jener Birgit Minichmair (siehe unten) …

An dieser Stelle DANK an all meine Fadis (Kollegen, Freunde …), Traxl-erianerInnen, sowie Organisationsteams von (nun doch allgemein weniger werdenden) Maturameetings – Ausnahme zuletzt: Ein Doppeltreff organisiert für „Auswärtige“ von Klassenmutti Susi – dazu ein „Suchbild“*: „Isoldens Oden an die Nacht“ (Staatsmeisterfilm vor nunmehr25 Jahren)

Darstellerinnen der „Schularbeit“ 8x Damals & 1x Heute*

* * * * *

W O T A N S * A B S C H I E D

Sir Donald McIntyre hat sich für immer von uns verabschiedet … im obigen Bild noch guter Dinge bei einem gemeinsamen Besuch des RINGs für Kinder vor dem Probensaal am Grünen Hügel in Bayreuth …

*An dieser Stelle sei all jener gedacht, die heuer von uns gegangen sind*

N E B E L * D E R * E R I N N E R U NG

Ex-Fadinger sind bei obigem Projekt nicht nur in Pilszschen Laufbild-Eigen-Zitaten vertreten:

Dem Fadinger Absolventen Andreas Kolb gelangen im Verlaufe zweier Jahre an längeren Herbst- und Winter-Weekends im Mühl- und Wald4tel ganz wunderbare Drohnenaufnahmen. Stundenlang pilotierte er mit seinem >Kamera-geschulten Auge< (- Keine ARS ohne Kolb’sche Fotos) die fliegende Linse durch dichte Nebelschwaden. Allein der Flug über den winterlichen See und die Pöstlingberg-Sequenz lassen da den Spannungsbogen der Musik in parallelen Bildwelten erblühen. Eine optimal geeignete Auswahl jener hervorragenden, stimmigen Ergebnisse wechseln sich im nun fertigen Musikfilm ab, mit „Found Footage“-Sequenzen Pilsz‘scher Prägung – sprich: Eigenzitaten aus früheren Werken (- Zyklop, Pannonia, Mahler, Ständchen, Ring …)

Mehr zu diesem neuen FILMPROJEKT unter:

https://leologeslogbuch.blog/2025/10/18/nebel-der-erinnerung/

* * * * *

Die Wiederkehr des MLA

Über 20 Jahre war der MLA die Plattform und geniale Präsentationsmöglichkeit für Ergebnisse von Medienprojekten, die im Rahmen der Medienbildung an österr. Schulen erarbeitet wurden. Zum Jahreswechsel 023/24 wurde diese wunderbare, unverzichtbare Einrichtung (wegen großen Erfolgs?!) eingestellt. Frontmann Robert Hinterleitner sowie andere Aktivisten & Institutionen (Wiener Filmakademie), die seit der Einstellung an der Geschichte protestierend & innovativ dran sind, haben im Oktober 024 Gespräche aufgenommen. Daraufhin schien der MLA als Teil der Ars Electronica „wiederbelebt“ zu werden … mit überschaubarem Erfolg im Schatten von U19 … Wir sind dennoch guter Dinge im 10. Jahr „Linz – UNESCO – City of Media Arts“

(Bild: A. Kolb)

MEDIENBILDUNG IM DISKURS:

Im Gedenken an den Media Literacy Award und verbunden mit der Hoffnung auf dessen Wiederkehr, zog der BLOG-Autor als Moderationsgladiator für einen Abend in die Kepler-Salon-Arena ein, um mit MitstreiterInnen auf der Bühne und im Auditorium dies und andere wichtige Probleme im Bereich der Medienbildung in jenem edlen Rahmen ausführlich zu diskutieren – im LIVESTREAM & aufgezeichnet von Dorf-TV:

Am Packen des Medienrucksacks waren auch Jung-Fadis beteiligt, die eine Woche vor dem Diskurs im Kepler Salon dort bei der Präsentation u. a. ihres Werks vertreten waren, das in der Medienaktionswoche davor entstanden war …

* * * * *

… vor 10 Jahren …

10 Jahre MRG NEU – hier Erfolgs-NEWS der letzten Stunden:

Wo wohnt Emil der Elch jetzt? – Richtig: In „Fadistan“ bei der Youki in der europäischen Weihnachtsstadt Wels, wo die Fadis den Austrian Award 025 gewannen – Bester Österreichischer Film <<< GRATULATION 1 an das gesamte MRG-Team <<< Als einziger Schule (in der Altersklasse bis 18) gelang es den Fadis beim internationalen Festival in Wels (bei 900 Einreichungen) einen Preis von der Jury zuerkannt zu bekommen – Alle anderen Sieger waren Studenten & Filmhochschulen … mehr dazu unter: https://fm4tune.tumblr.com/

Vor 2 Jahren hatte ich das Vergnügen um 7 Uhr morgens mit der „Frühen FRO-sch“-Sendung den Schulradiotag der alternativen Sendestationen im FRO-Studio zweistündig einleiten zu dürfen. Damals deponierte ich, dass dies doch eigentlich SchülerInnen (und nicht Endsechziger) übernehmen sollten … Heuer moderierten Teams von Radio FRECH(betreut von Prof. Siebermair & Reisenberger) perfekt den ganzen Sendetag aller österr. Stationen (von Radio Orange / Wiener Radiobande… bis Radio Helsinki)  Gratulation 2 und Dank an alle>Radio-aktiven Fadis<

* * * * *

F A D V E N T K A L E N D E R

… u. a. im Beisein von Barbara P

Joni, der „Weihnachtsbäcker” – in Omis Küche – unter Opis Adventkalender:

… In Wien hob man mit dem “Flederstrauss”-Überflieger zu einer genial absurden Bruchlandung im Odeontheater ab – nach den mEATings mit Doro & Mira (026 eigene Regie). sowie mit Wilfrid & Matthias – Letztere werden am 19. Jänner im Kepler-Salon mit Claudia im Rahmen des Fadinger 175ers diskutieren: https://www.jku.at/kepler-salon/ereignisse/detail/news/wittgenstein-sprache-schule-und-ki/

Hier der Countdown <<<

KI-generierter Aufmacher für den Keplersalon am 19. Jänner:

Der175er wurde Wittgenstein zum „Verhängnis“ (- seine Tafel wurde verhängt)

Zum Jahreswechsel:

100 Pilsz’sche Sendungen im UnRuhezustand per FRO * auf C B A *

Im Rahmen des 175er Jubiläums des Traditionsgymnasiums Linz Fadingerstraße, das seit der Geburtsstunde von FRO mit Radio FRECH auf 105,0 vertreten ist, gibt es im SeniorenRadio Sendungen während des Schuljahrs 025/26, in denen Fadinger AbsolventInnen von Manfred Pilsz zum Gespräch geladen werden: Den Auftakt machte bereits jetzt im Dezember eine Fadingerin, die bei ihrem 025er Abstecher von Alaska nach Linz vors FRO-Mikro geholt wurde: https://cba.media/739400<<< Radio

Seit dem Umstieg des Blogautors im 016er Jahr vom Jugendradio FRECH zum SeniorenRadio sind seit 017 ganze 100 Sendungen von ihm produziert und auf CBA transferiert worden – dort sind sie jederzeit abrufbar … so auch das >>> Bruckner-Radio, das für die EXPO des Landes 024 gestaltet wurde.

* * *

Ausblicke ins Jubiläumsjahr 026:

150 Jahre Bayreuth

12 Tage vor Wagners Geburtstag kam es 1876 anlässlich der Weltausstellung in Philadelphia zur UA des an ihn herangetragenen Auftragswerks „Großer Festmarsches zur Eröffnung der hundertjährigen Gedenkfeier der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Nordamerika“  – Wagner verlangte als Honorar für die Komposition 5000 Dollar, eine für die damalige Zeit sehr große Summe. Aufgebracht wurde das Geld von dem Festfeier-Frauenverein, die sich wünschten, das Werk möge ihnen gewidmet sein …

Im selbigen Jahr 1876 brachen zu Bayreuth die ersten Festspiele aus – 026 wird dort erstmals Wagners Rienzi über die Bühne gehen … Mehr als ein Drittel der 150 Jahre Bayreuth hat der Blog-Autor alljährlich hautnah miterleben dürfen …

* * * * *

026: Vor dann genau 45 Jahren: Der legendäre Fadinger Jesus Christ Superstar im 2x restlos ausverkauften Brucknerhaus:

* * * * *

Nebst „Yggdrasil“ auf der Terrasse > Manfred P im Stil von heute & damals:

KI generierte Winterbilder aus dem coolen Leben des Blog-Autors

(- der Terrassenschnee ist echt – jener „Winter“ dauerte einen halben Herbsttag)

F R O H E * * * F E S T T A G E

wünscht der oft ganz ana-loge Leo-Loge M P

**********

Herzlichen DANK an unseren Sepp Friedhuber für seinen Leserbrief (13. 12.) in den OÖN: Negativismus – nein danke <<<

Annas FROhe Weihnachtssendung 025

Weitere INFOS & Bilder dann im BLOG-Beitrag zum NEUEN JAHR

Mehr ROGL am 10. Februar 026 im Brucknerhaus …