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1. Mai 026
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1 0 0 Jahre Friedrich Pilsz
Neun Uhr morgens: Nur noch ein letzter Parkplatz direkt beim Seiteneingang des Lentia-Hochhauses. Im Blumenladen bloß ein Kunde, jedoch nur noch zwei Nelken verfügbar, die durch eine Regenbogen-Rose ergänzt wurden. Die Verkäuferin kann auf meinen Geldschein nicht herausgeben. Die letzten Münzen müssen herhalten. 20 Cent fehlen und werden pardoniert … In den letzten Jahren war am 1. Mai-Morgen Hektik angesagt: Jede Menge Leute, die zur Nibelungenbrücke hasteten, um am Hauptplatz den Aufmarsch und die Reden zu verfolgen, oder welche, die sich anschickten hier in Urfahr aufs Jahrmarktgelände vorzudringen, begleitet vom nahen Lärm und der Musik vieler Fahrgeschäfte. Heute hingegen Totenstille am Friedhof. Wirkte die direkt davorliegende Walpurgisnacht etwa noch nach? Spie sie noch keine Elemente ins Bierzelt aus? Ich werde bereits von einer Bildfüllenden Sonnenblume empfangen. Meine Rose steht für die Eins und die Nelken für die beiden Nuller eines runden Geburtstags …
Heute zu seinem 100er steht der Fritz-Opa auf einem Bild ganz oben links auf einem Kunstwerk des Poschacher Steinbruchs, bzw. dampft mit seinem Sprössling auf einem seiner Salzkammergutseen herum (Traunsee / Ferien-Wohnung Mondsee oder 20 Jahre Nußdorf am Attersee) … OA Ing. Pilß (alte Schreibweise) hätte eine gepflegte, entsprechende 100er Feier sicher sehr genossen … (Die Bilder hier unten > u. a. mit Kameramann Magic Manfred < sind als KI-generierte GIFs zu sehen – geniale Kreation: Beate <<<)
Mai Bereits in aller Früh war der Herr OA weg, unterwegs mit seiner roten Nelke im Knopfloch, vom Volksgarten in Richtung Hauptplatz. „Linz feiert Papas Geburtstag“ mit Blasmusik und Aufmarsch – so bot sich dem Sohn in frühen Tagen der 1. Mai dar … Mama „überraschte“ Gemahl und Sohn mit einem Paprikahuhn, Schweinsmedaillon in Bratensoße mit Tomaten oder Schnitzerl mit Kartoffelsalat – alles extrem beliebt bei der kleinen Familie. Alles samt Geburtstagstorte oder Nussroulade – zwar vorhersehbare, aber köstliche Ingredienzien eines so wesentlichen Festtags, die man gern auch zu „Silent Movie“ vorm Fernseher inhalierte, falls ein müttlerlicher Nachtdienst (- der Schwester Oberin) anstand …
Eine Traxlgästin (so rund um die 90 / Gattin eines bekannten Sängers), die dereinst im Sekretariat der Magistratsdienststelle arbeitete, lobte dieser Tage den Herrn Ing. Friedrich P als geschätzten Kollegen im Bauamt, der später als OA & Leiter ins Gesundheitsamt übersiedelte …
Er hatte ein eher kurzes und wahrlich kein leichtes Leben: Der leibliche Vater starb früh (?) – Seine Mutter war zu arm ihn allein groß zu bekommen und so kam der kleine Fritz zu „Zieheltern“: Mit seiner „Gastfamilie“ hatte er ein verdient fürstliches Glück. Man ermöglichte ihm eine gute Kindheit und ebensolche Ausbildung inklusive HTL-Matura.
1944 war Fritz 18, musste an die Front nach Frankreich, wurde dort verwundet und kam in Italien (Rimini) in Gefangenschaft … Zurück zu Linzen wurde der junge Mann in der Folge von einer ehemaligen Lazarettschwester und späteren Oberin geehelicht – DGKS Rosa gebar ihm im August 1954 einen kleinen Leo Manfred – den Blog-Autor …
Nach dem Krieg hatte Fritz die Beamtenlaufbahn eingeschlagen und nach wie vor speziell zum Sohn seiner Familie Fürst einen guten Kontakt: An stillen, heimeligen Winterwochenenden besuchte man Toni mit seiner Frau Lina und den Töchtern in deren Haus (neben dem Blaue Elf-Platz und dem Bratwurstglöckerl). „Onkel Toni“ war es auch, der damalsmit seinem schnittigen Opel Rekord den Kleinen von Fritz (damals 4 Jahre) zu seinem ersten Urlaub auf die Turrach brachte … noch mehr dazu unter: “Linde, Titze, Sommerfrische“ <<<
„Ist das nicht eine wunderschöne Musik und so herrlich gesungen !“ – mit diesen Worten machte der begeisterte Vater, der eben noch (wie sooft) bei Puccinis „Väterchen teures höre“ zerschmolzen war, seinen nachhaltig beeindruckten Sohn (Blog-Autor) erstmals auf Korngolds „Tote Stadt“ und Richard Tauber aufmerksam.
In der letzten Strophe von Mariettas Lied und beim Duett (Beides hat mich emotional ganz stark ergriffen) lautet dort der Text:
Mußt du einmal von mir gehn glaub, es gibt ein Auferstehn
Im Jahr, als seine Enkelin geboren wurde, ist er von uns gegangen. Die letzte obige Zeile fand bislang nur in Form der Erinnerung statt …
Enkelin Barbara (siehe Drachenbild im Folgetext) ist auch ein Mai-Kind (7.5.)
Barrie Kosky hat uns als Osterhase Ende März seinen erfrischenden Siegfried per Übertragung ins Nest gelegt. Dirigent Pappano setzte beim Pausengespräch den Ring-Teil Siegfried mit dem Scherzo einer fiktionalen Ring-Symphonie gleich – eine köstliche Idee. Rheingold wäre da dann allerdings ein gar kurz geratender 1. Satz. In Bayreuth gibt’s heuer analog als “Aufreger” erstmals am Hügel Wagners Rienzi analog, während man dort den Ring der KI überantwortet … Zu Linzen wiederum darf man sich auf die herbstliche Ankunft des Schwanenritters Lohengrin am Donaustrand freuen …
Davor aber erobern im Rahmen der 150 Bayreuther Veranstaltungen zum Jubiläum im wunderschönen Monat Mai die Nibelungen die Porzellanfabrik „Walküre“ (nebst der Tristanstraße, hinter dem „Kropf“ im Schatten des Hügels) – unter den Premierengästen: Die Pilsze.
…so in etwa könnte ein KI-RING-generiertes Bild am Grünen Hügel 026 aussehen: „Siegfrieda“ & Fafner … Dagegen spricht allerdings, dass ausschließlich 100%iges Bühnenbildmaterial aller Bayreuther Ringe von 1876 bis heute verwendet wird – da wird wohl kein Pilsz’sches Familienmitglied im Drachenmaul auftauchen. Bleibt abzuwarten, ob die KI im Zufallsprinzip analog kuratierte Bilder bloß aneinander reiht, oder das Geflecht der Leitmotive im Sinne der musikalischen Form in Bilderwelten übersetzt und dabei Mutationen generiert. K&K (Kunst per KI) – KI als Werkzeug der Kunst – das könnte Sinn machen <<<
… und wieder handelt es sich um kein kuratiertes Bild für den Ring026, obwohl es der Brunnen Urds oder Mimirs sein könnte, nebst Yggdrasil und der Lichtalben-Wohnstatt, oder etwa Elbenheim (- ganz auch im Sinne der Hobbits), wäre es nicht schlicht und einfach die Poollandschaft im Garten der neuen Bleibe von Veni & Alex …
Für jene KI würd‘ sich wohl auch mein Entwurf mit demrubinroten Götterauge eher nicht eignen:
1876 brachen in Bayreuth die ersten Festspiele aus – Mehr als ein Drittelder 150 Jahre Bayreuth hat der Blog-Autor alljährlich hautnah miterleben dürfen … 026 wird dort erstmals Wagners Rienzi über die Bühne gehen – kein unproblematisches Unterfangen, glaubte sich doch dereinst der Diktator aus Braunau im Volkstribun wiederzuerkennen …
Die Reichsparteitage in Nürnberg wurden jeweils mit der Rienzi-Ouvertüre eröffnet
Die gnadenlosen Register der Alten Dom-Orgel
Allmächt’ger Vater, blick herab! Hör mich im Staube zu dir flehn!
– obiges dachte & sang auch der Autor dieses Beitrags, als er Anfang der 80er Jahre vor der Bruckner-Orgel im Alten Dom zu Linz stehend KO, hilflos der Wucht dieses edlen Instruments ausgesetzt war, da der Begleiter zuvor im wahrsten Sinne des Wortes „Alle Register gezogen hatte“, um die umfassende Herrlichkeit erstrahlen zu lassen. Nachdem schon an der Brüstung der Orgel-Empore obige Textzeilen verglüht waren und der unerhört ungehört gebliebene Sänger am Orgel-Tisch erschien, wurden die heftigsten Pfeifen vom Windwerk getrennt und ein zweiter etwas erfolgreicherer Versuch Rienzis Gebet über die Rampe zu bringen gestartet … mehr zu RIENZI hier (anklicken)<<<
12 Tage vor Wagners Geburtstag kam es 1876 anlässlich der Weltausstellung in Philadelphia zur UA des an ihn herangetragenen Auftragswerks „Großer Festmarsches zur Eröffnung der hundertjährigen Gedenkfeier der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Nordamerika“ – Wagner verlangte als Honorar für die Komposition 5000 Dollar, eine für die damalige Zeit sehr große Summe. Aufgebracht wurde das Geld von dem Festfeier-Frauenverein, die sich wünschten, das Werk möge ihnen gewidmet sein … Würde Trump dieses Werk kennen – Er hätte sich längst als wahrer Komponist eingetragen & 10.000 Musiker engagiert, um es unter seinem neuen Triumphbogen am eigenen Geburtstag (zum 250er der USA-Unabhängigkeit) ertönen zu lassen ...
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Wem’s bis hier her wieder mal zuviel Wagner war, dem kann ich einen kurzen, echt befreiendenMonaco Franzeanbieten:
Bereits im ersten Monat nach dem Erscheinungstermin war ein Viertel der Auflage unseres Buchs „Die Fadingerschule“ über den Ladentisch gegangen. Das Werk ist abholbar für nur 29.- Euro in der Direktion des ehrwürdigen Hauses und liegt bei Morawa am Hauptplatz (vormals: Alex) und bei Fürstelberger (Promenade beim Traxl-Cafe) auf. In Kürze wird Dank eines Ex-Fadingers (der dies ermöglichte) im Kurier (OÖ) ein Artikel zu diesem nachhaltigen Projekt erscheinen …
Der Film zum 175erproduziert vom Winning MRG-Teamrund um Helene Siebermair:
Alleine für den rundum Einsatz beim FRO(hen) Schulradiotagwürden sich die Radio FRECHen mindestens eine gepflegte mobile Radiostation verdienen <<<
Unser aller Ingoermöglichte nicht nur technisch den Festakt zum 175er Jubiläum der Fadinger in ihrem Saal der Säle, sondern er erschuf auch wieder das Ton/Licht-Interieur der heurigen Musical-Produktionin Gmunden – ein herrlicher Abend <<<
FRECHe Jung-Radio-Aktive interviewten bei der Communale026-PK – AltFadinger Pilsz fotografierte sie dabei – mehr hatte er nicht zu tun, da TechnikerInnen der Landeskultur ohnehin die PK (in Bild & Ton) auch für seine Sendung aufzeichneten – ExFadinger Markus Gnad (Presse Land OÖ) machte dies wieder möglich. Beim abendlichen „Opening“ im U-Hof war als Auftakt jener Jingle zu hören, den die Radio-FRECHen für ihr Communale-Projekt kreiert hatten – erst dann folgte die Festfanfare – Alles einmoderiert vom Festival-Intendanten Martin Honzig …
Der Linzer Dombaumeister Wolfgang Schaffer war ein Fadinger – im Dezember 025 ist er nach langer schwerer Krankheit von uns gegangen …
Alturfahraner kennen noch gut die Schaffer-Gründe – dort wurde zwischen vielen Kleingärten im Bereich zwischen Haupt- und Wildbergstraße Holz gelagert und in der Zimmerei verarbeitet. Heute steht an diesem Ort das Lentia-Hochhaus. Der Betrieb gehörte dem Vater Wolfgang Schaffers. Wolfgang wurde nach der Volksschule in der Stifterstraße ein Fadingerschüler, der nach seinem Studium in Wien letztendlich in seiner Heimatstadt Linz mit eigenem Architekturbüro (erfolgreiche Projekte) und als Dombaumeister Karriere machte.
Dombaumeister DI Schaffer beim Interview mit Radio FRECH (Kathie rechts ist heute auch Architektin)
Wolfgang Schaffer wird in seinen weithin sichtbaren Arbeiten, seinem Werk sowie als unvergessener Freund und bewundernswerter Mensch weiterleben.
Gegen Ende seiner beruflichen Aktivzeit war Wolfgang noch bei mir im Radio-FRO-Studio: Hier eine Radiosendung mit Wolfgang auf Basis eines Gesprächs in noch besseren Tagen: https://cba.media/768109
Manfred
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Es war in den späten 70er Jahren: Riesige Klassen. Viele Kinder, die gerne Bühnenluft im Festsaal der Schule schnuppern wollten. Meist fielen spezielle Talente durch „Action zum Quadrat“, Originalität, FRECHen, selbstbewussten Textvortrag und dergleichen auf. Schwerer hatten es da die Stillen – Sie landeten nicht ungern bei Ton, Licht, sowie hinter oder vor der Kamera – Letztere oft in der Tanzgruppe. Meist waren es bunte Mischungen, die sich dann als „Rampensäue“ beim Fadinger „Cabaret“ durch- und in Szene setzten. Ganz selten wurden sogenannte >Typen< beim Casting entdeckt. Da ging es meist um Aussehen und Habitus. Einer dieser Spezies war unser aller Max: Geschwätzig, von Schatten spendender Gestalt und schräg. Ein originärer, kugelrunder Typ, der zu sich stand und darauf brannte in der geplanten „Fadi Horrorshow“ das Monster zu verkörpern – Unseren „Max Monster“, der immer wieder (auch bei anderen Veranstaltungen & Programmen), später auch bei Maturabällen in diese oder artverwandte Rollen schlüpfte. Bei der Johannisnacht im Schloss Wildberg versuchte sich „Mad Max“ erfolgreich als Alberich, bei einer „Ballett-Einlage“ führte der spätere Taucher eine Gruppe „Flossenträger“ beim „Tanz der Schwäne“ an – ein sensationeller Auftritt, den wir immer wieder bei Auftritten der Fadinger wiederholten. Max gehörte zu jenen Absolventen des Fadinger Gyms, die auch nachher bei der Stange blieben und (wie vorher schon erwähnt) immer wieder bei größeren Produktionen auch in ihrer Studentenzeit mitmischten. Stets von Geldsorgen geplagt, nahm er Jobs an, beendet verfrüht sein schweres Chemiestudium, logierte zeitweise gemeinsam mit seinem Auto in einer Garage und wurde Taxler – ein Beruf, den er lange bis zu seiner krankheitsbedingten Frühpension ausübte. Wenn er nicht gerade als „Bodyguard“ seines ehemaligen Lehrers in Erscheinung trat: Nie werde ich vergessen, wie er bei den Österr. Filmtagen bedrohlich aufsprang, als der schon damals geschätzte Kameramann Chr. Berger sich über unseren sogenannten „Vorfilm“ bei einer Nacht-Diskussion im Welser Greif lustig machte. Ich musste ihn „zurückpfeifen“, sonst wären wir in diesen frühen Morgenstunden wohl fragwürdig „berühmt“ geworden …
Max bei der Überreichung derBSG-Ehrenurkunde (- für Maturanten bei Premieren / später Dank & Anerkennung beim MRG)
Im Team der „Fadi-Horrorshow“ (U-Hof Juni ‚082 – Veranstaltung des Landesstheaters)
Maxens Leben war kein Honigschlecken. Früh schon musste er auf eigenen Beinen stehen und als Schwergewicht immer wieder um seine Gesundheit kämpfen. Tapfer trainierte er, doch eine schlimme Nierenerkrankung machte ihn mit den Jahren zum Dialysepatienten. In den wenigen guten Zeiten davor, zog es ihn gar in fremdländische Taucher-Gefilde, meist aber an & in seine geliebten Salzkammergutseen. Da schickte er dann per Internetz seine Bilder oder brachte Analog-Material mit seinem Mercedes-Taxi vorbei. Maxens absolutes Highlight war der Luxus auf zwei Rädern: Sein feines Motorrad, das er mir zur Freude nach der Walküre „Schwertleite“ taufte. Pöchi – da „Wüde mit seiner Maschin“ – das gefiel ihm …
Er war mehr Hunde- als Menschenfreund und in seinen Ansichten (spez. dann in seinen letzten Jahren) weit jenseits jedes Mainstreams. Viele künstlerische Ausprägungen sowie meine liberalen Einstellung dazu, konnte & wollte er nie wirklich verstehen, gestand sie mir aber zu und war an diversen, einschlägigen Diskursen immer wieder interessiert. Während der Pandemie haben wir uns verloren und nicht mehr wirklich gefunden …
Max war immer gut für Schreckmomente und -Meldungen. Unvergessen bleibt ein Anruf, den er mir auf einer Wienwoche (mit einer 7. Klasse Ende Sept. 86) in Form des unheilvollen Satzes zukommen ließ: „So, jetzt is er g’storben“ – Auf meine hastige, besorgte Nachfrage wen er denn meine, kam vorwurfsvoll: „Na, da Qualtinger – wer denn sonst“ – Meine Erleichterung gefiel dem „Quasi-Fan“ da gar nicht … Und nun ist er selbst, der Max von uns gegangen, zurückgetreten in jenes fahle Dunkel des Festsaals aus dem er vor über 45 Jahren ins Fadinger Bühnenlicht getreten war …
„Vollendet das ewige Werk“ entweicht es Göttervater Wotan im Anblick der, von den Riesen Fafner und Fasolt errichteten Burg Walhall … Nun Burg ist es keine geworden, wohl aber ein Werk über ein ehrwürdiges Haus: Das längst überfällige Geschichtsbuch „Die Fadingerschule“ <<<
Von Christian Diabl
LINZ. Wenn die künftigen Fadingerschüler im Jahr 2051 die Zeitkapsel öffnen, können sie lesen, was ihnen ihre Vorgänger 2026 hinterlassen und sich für die Zukunft gewünscht haben. Die Schule wird dann 200 Jahre alt sein, befüllt wurde die Zeitkapsel diese Woche anlässlich des 175. Jubiläums, das bereits seit Beginn des Schuljahres mit vielen verschiedenen Aktivitäten gefeiert wird.
Am Dienstag konnten die Schüler in der druckfrischen Chronik „Die Fadingerschule“ blättern und in die Geschichte der traditionsreichen Institution eintauchen – mit großem Interesse, wie Direktorin Sylvia Bäck berichtet. Hauptautor der Chronik ist Egbert Bernauer, selbst Absolvent und elf Jahre Lehrer für Musik und Geschichte an der Fadingerschule. Der 58-Jährige erzählt mit viel Liebe zum Detail von besonderen Ereignissen, von Lehrern und Direktoren, die diese Schule geprägt haben, und Schülern, die von ihr geprägt wurden. Viele prominente Namen sind mit der Fadingerschule verbunden.
Schule der Wirtschaftspioniere
Allen voran ist da natürlich Adalbert Stifter, damals Schulinspektor, der die zweitälteste höhere Schule in Linz 1851 gegründet hat und eine prägende Figur der Anfangsjahre war. „Es war eine praxisnahe und technisch orientierte Schule, weshalb viele Wirtschaftspioniere, die die oberösterreichische Industrie aufgebaut haben, ihre Söhne hergeschickt haben“, sagt Bernauer. In den Jahrbüchern finden sich Namen wie Konrad Rosenbauer und Ludwig Hatschek oder die Brüder Schuppler und Römer, die Söhne der Gründer der Papierfabriken von Nettingsdorf und Laakirchen. Auf dem ältesten Maturafoto aus dem Jahr 1884 ist mit Camillo Kohn der Enkelsohn des ersten Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Linz zu sehen, später ein renommierter Universitätsprofessor, der von den Nazis im Theresienstadt ermordet wurde. Unter den Schülern waren bedeutende Künstler wie der Linzer Maler Klemens Brosch, Franz Sedlacek und Hans Pollack.
Die Schulchronik ist auch ein Stück Stadt- und Gesellschaftsgeschichte, ein Spiegel ihrer Zeit, vom Aufbruch in die Moderne in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts über die Katastrophen des 20. Jahrhunderts bis zur Digitalisierung der letzten Jahre und Jahrzehnte. „Die Schule hat einen ganz wichtigen Stellenwert in der Linzer Stadtgeschichte“, sagt Bernauer. Als Quellen dienten dem 58-Jährigen vor allem Jahrbücher und Tageszeitungen, viele Fotos lockern die 188 Seiten starke Chronik auf. Wichtige Meilensteine waren stets auch vom Engagement Einzelner abhängig, von Gemeinderäten, Unternehmern, Direktoren oder dem Elternverein. Da wären etwa der Umzug der Schule von der Steingasse in den Neubau in der Fadingerstraße im Jahr 1909, die Aufstockung 1960/61 oder die Revitalisierung in den 1980er-Jahren.
Noch heute fühlen sich viele Absolventen der Schule verpflichtet. „Die Menschen, die hier in die Schule gegangen sind, haben eine ganz starke Verbundenheit“, sagt Bäck. Das zeigt auch die Chronik, für die ehemalige Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und Linz-AG-Generaldirektor Erich Haider ihre Erinnerungen an die Schulzeit aufgeschrieben haben. Wie die Fortschritte haben auch die Verwerfungen der österreichischen Geschichte tiefe Spuren hinterlassen, etwa als 1914 ganze Klassen freiwillig in den Ersten Weltkrieg zogen, nach dem Anschluss 1938 die jüdischen Kinder die Schule verlassen mussten und ihre ehemaligen Schulkameraden im Zweiten Weltkrieg als Luftwaffenhelfer oder gleich an die Front eingezogen wurden.
Und da sind natürlich die bekanntesten Ex-Schüler, die sich anders als oft behauptet wohl kaum direkt begegnet sind – Adolf Hitler, der im Jahr 1900 in die erste Klasse eintrat, wiederholen musste und schließlich an die Realschule in Steyr wechselte, und der weltberühmte Philosoph Ludwig Wittgenstein, der die Schule von 1903 bis 1906 besuchte. Auch mit anderen Mythen räumt Bernauer auf – so war der NS-Kriegsverbrecher Ernst Kaltenbrunner im Gegensatz zu Adolf Eichmann nie Schüler der Realschule, sondern besuchte die spätere Khevenhüllerschule.
Kreativer Aufbruch
Bernauer führt die Chronik bis in die 1970er-Jahre, danach übernimmt sein langjähriger Kollege Manfred Pilsz, der wie kein anderer für den kreativen Aufbruch der Schule steht. Pilsz gründete als Musiklehrer Mitte der 1970er-Jahre die Bühnenspielgruppe, drehte mit Schülern preisgekrönte Filme und Musikvideos, initiierte „Radio FRECH“ und vieles mehr.
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Das FADINGER „SCHUL-BUCH“
Ein Luxus, den sich andere Linzer Bildungstempel längst geleistet haben – und das ist gut so. Als Dr. Bernauer im Kepler Salon seinBuch über Ernst Kaltenbrunner vorgestellt hatte und daraufhin ein Fadinger Absolvent noch nächtens den Kriegsverbrecher aus der Fadingerschule in das tatsächlich zuständige Linzer Gymnasium auf Wikipedia umgemeldet hatte, begann bei Bernauer und mir ein Projekt zu reifen. Der Entschluss „Nägel mit Köpfen“ zu machen erfuhr dann seinen Durchbruch, als der Name Kaltenbrunner nach wenigen Wochen per Wikipedia wieder in der Fadingerstraße aufschlug. Als auch nach einer Um- und Fortschreibung der Schulgeschichte auf Wikipedia sowie dem Austria Forum der Bumerang Kaltenbrunner abermals bei uns landete, war klar, dass man dies nachhaltig nur erreichen könnte, wenn die Schulgeschichte durch einen Historiker in Buchform erledigt würde. Sprich: Bernauer schreibt das Buch und ich bring mich mit Recherche, Archiv und eigenen Zeilen ein. Fehlte nur noch ein entsprechender Anlass das Ding loszutreten. Dies ergab sich, als ich eingeladen wurde mich beim Festkomitee zum 175er unserer Institution einzubringen. Da ich bereits beim 140er geübt hatte und das 150er Jubiläum stemmen durfte, sagte ich mit der Buch-Idee im Hinterkopf zu. Da ich damals gerade an Vorbereitungen zu einem Kepler Salonlaborierte, schlug ich der dortigen Leitung vor, einen weiteren Abend exklusiv für den 175er der Fadinger einzuplanen, denn mir war schon in meiner Aktivzeit als Lehrer wichtig unser aller Haus mit der Öffentlichkeit jenseits des Schultors in Kontakt zu bringen. Dies wurde dann am 19. Jänner 026 in Form eines Wittgenstein, Sprache, Schule, KI-Abends erfolgreich umgesetzt. Unser Hauptprojekt aber sollte im Sinne der heute bei Stadt- und Landesförderungen obligat erwünschten Nachhaltigkeit das Fadinger „Geschichtsbuch“ werden. Es gelang mir die Skepsis im Rahmen der Komitee-Sitzungen betreffend des mangelnden Interesses einer möglichen Leserschaft zu zerstreuen und die Vorbereitungen einzuleiten. Zu diesem Zweck kontaktierte ich die Kulturabteilung des Landes OÖ., die ich während meines Radioprojekts zum Bruckner-Jubiläum 2024 intensiver kennenlernen durfte. Herzlichen Dank speziell an Kulturdirektorin M. Nazzal für die Herstellung hilfreicher Kontakte, die nun eine solide finanzielle Basis garantieren. Dass sich die heurige Communale mit den Bauernkriegen beschäftigt war für uns „Fadinger“ auch kein Fehler. Darüber hinaus durfte ich erfreut bei Gesprächen mit Communale-Chef Honzig erfahren, dass Radio FRECH heuer ohnehin fixer Bestandteil dieser neuen Form der Landesausstellung sei. Dank & Anerkennung an das MRG-Leadingteam. – Die Fadinger sind immer & überall <<<
„Vollendet das ewige Werk“ – nun aber braucht es Interessenten, Käufer und Leser. Fasolt & Fafner gingen unter – Bernauer/Pilszhatten das nicht vor – sprich: Auffallen & Medien. Idealer 1. Rahmen: Das Fadinger Fest mit einem entsprechenden Auftakt: Die bloße Erwähnung des Reizwortes „Flashmob“ reichte aus – Die umsichtige Chefassistentin (vom Komitee über Einzelveranstaltungen bis zum Ehrengastempfang) Bella konnte sich noch gut an unseren diesbezüglichen Oberstufen-Workshop ihrer Klasse in Wels erinnern). Die „spontane“ Aktion der Schule am Linzer Hauptplatz (2 Tage vor dem Festakt) im Beisein des ORFs (OÖ Heute) war eine ebenso gelungene Päsentation wie die ganzseitige, optimale Buch-Besprechung von C. Diabl (Ex-Fadinger) in den OÖN – Alle Achtung & DANKESCHÖÖÖN <<<
Ausgestattet mit Ton-/Lichttechnik & Personal von Bühnenmeister Ingo Kelp wurde eine, von Zeremonienmeister W. Pfeffer bestens vorbereitete Show von dem jungen Fadinger Lehrer/Schüler:innenteam im herrlichen Festsaal toll umgesetzt. Wir durften Meister Pfeffer bereits 2008 bei den Vorbereitungen zu dessen Klangwolke kennenlernen – Radio FRECH war damals in Kooperation mit dem Brucknerfest als „Bruckner On Air“ unterwegs. Jahre später ergab sich ein Workshop mit Werner im Medienkonnex. Diesmal übernahm er die Abendregie für den Festakt. Begeistert verfolgten 200 geladene Gäste in Pfeffer‘scher Sessel-Formation, die an das englische Parlament erinnerte (Leitl) gewitztes Schul-Theater (Schule 1851 und heute), feine Kinder- und Lehrerinnen-Chöre, den >>>genialen MRG-Film (- Marke Helene S & Team: Ein Mix aus Steatments von Absolvent:innen & SW-Footage-Material) … Alles perfekt einmoderiert, garniert mit einem Spontan-Interview des „Blonden Engels“ (Dir. Bäck) und Grußworten des anwesenden LHs, Präs. Chr. Leitl, Großspender DI E. Haider (LinzAG) … > Schade, dass nicht ALLE FADIS zugegen sein konnten <<<
Beim „Get Togehter“ danach wurden bereits 15% aller Bücher signiert zum Preis von 29.- unter die Leute gebracht <<<
Bücher können jederzeit in der Direktion Fadingerstraße 4 reserviert & gekauft werden …
Ebenso bei Morawa ( – Hauptplatz – früher Alex) & Fürstelberger (- gegenüber Traxl)
Die weiteste Anreise zum Festakt hatte zweifelsohne auch diesmal Absolvent Norbert Hillinger aus Berlin, aber der hat Übung darin: Die ganze Oberstufe lang pendelte er täglich vom Traunsee in die Fadingerschule und wieder zurück, um speziell bei MRG-Projekten dabei sein zu können. Nur jeweils einmal im Jahr hatte er seinen Vorteil: Immer dann, wenn das Festival in Ebensee von den Fadingern beschickt und mitbetrieben wurde …
Fast exakt 45 Jahre sind vergangen, seit jene Aufnahme entstand, welche meine Frühjahrssendung bei Radio FRO einleitete – Ein zwar nur kleines Jubiläum im Vergleich zu 175 Jahre Fadingerschule, aber ein recht großes für uns. Wer sind wir? Und wie kam es zu dieser exorbitanten JC-Aufführung? Ein Schüler- Absolventen- und Lehrerteam stemmte jenes gelungene Musik-Projekt:
Im Dezember `81 kam es im übervollen Brucknerhaus zur legendären, halbkonzertanten Aufführung von „Jesus Christ Superstar“. Prof. Ernst Deisinger hatte die Popkonzerte rund um die Kabarett-Premieren 1979/80 und die Bußfeiern vor Ostern verfolgt, bei denen SchülerInnen und LehrerInnen gemeinsam agierten (- damals: Kienzls „Evangelimann“ – Tenor Pilsz mit Kinderchor und Orgel in der Pfarrkirche). Der musikfirme Mathematiker Deisinger übernahm die Bearbeitung sowie musikalische Gesamtleitung bei „JC“ und führte das Fadinger Team zu einem großen Erfolg. Herodes und Pilatus durfte der damals noch junge Lehrer Pilsz übernehmen, zum nachhaltigen Star avancierte allerdings Maturant Herbert Pichler, der den Jesus performte. Der Keyboarder, Jazzmusiker, Komponist, Dirigent ist heute eine große Nummer in Wien (- musikal. Leitung bei „Dancing Stars“). Von der Lehrerseite brachten sich bei diesem Groß-Projekt u. a. Johannes Kammerstätter, Joschi Auer, Erhard Strobl u. a. ein … Bei einem Interview, das ich vor geraumer Zeit mit Fredi Rauch machte, stellte sich per Zufall heraus, dass er Zeitzeuge der JC-Premiere im Brucknerhaus war … Positives Feedback gab‘s in allen Medien. Im sogenannten „Kinderradio“ (Unterstufen-Vorläufer von FRECH in den 80ern), das ich damals als Verantwortlicher begleiten durfte, wurde in jenen Tagen ebenso darüber berichtet …
M P
>>> Hier die „JC„ Radiosendung (u. a. MP als Herodes & Pilatus):
Als ich im III. Akt der „Schönen Aue“ der Siegfried’schen B. Kosky-Inszenierung gewahr wurde, aus der Brünnhilde wie eine aufblühende Blume wachgeküsst wurde, musst ich sofort an das, traditionell am Gründonnerstag in der Wr. Staatsoper alljährlich angesetzten Bühnenweihespiel Parsifal denken und an das neue Rheingold im (seit Karajan) österlich vor sich hinwagnernden Salzburg … Nicht zu vergessen das (mit J. Kaufmann wieder heftig) Wagnerisch österliche Erl in Tirol, von wo (einst eingeladen) das FRECHe Radio für das Festival berichtete (unten im Bild mit Kurt Riedl)
F R O H E *** O S T E R N
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Im eigenen filmischen Schaffen darf man sich über 10 Jahre „Ring-Film“ freuen: Vor exakt 10 Jahren im Februar/März 2016 wurde unser Musikvideo „Den Ring muss ich haben“ von einer VÖFA-Jury zum besten oö. Beitrag im Rahmen einer feinen Jubiläumsveranstaltung anlässlich 40 Jahre Linzer Filmklub in der Pädagogischen Hochschule gekürt.
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Barrie Kosky wird uns nach den ersten beiden Ring-Teilen als Osterhase Ende März seinen Siegfried per Übertragung ins Nest legen. In Bayreuth gibt’s im Sommer 026 als “Aufreger” erstmals am Hügel Wagners Rienzi analog, während man dort den Ring der KI überantwortet … Zu Linzen darf man sich auf die Ankunft des Schwanenritters Lohengrin freuen <<<
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Apropos: TITUS LEBER wird 75
Lieber Manfred,
Ich hoffe, diese Zeilen finden Dich wohlauf!
Im wahrsten Sinne großformatige Neuigkeit: Anlässlich meines 75sten gibt es Anima in digital restaurierter Version auf Riesenleinwand imWiener Gartenbaukino. * * * * * *Am 1. März , um 16 Uhr. Freu mich schon, Dich und meinen ganzen lieben Fan Club bei diesem Screening zu sehen!!!
Der österr. „Musikfilmpapst“ Titus Leber lud zu seinem 75. Geburtstag eine illustre Runde von engen Weggefährten und Fans ins Wiener Gartenbaukino und präsentierte am Sonntag (1. März) sich und sein frisch restauriertes Werk „Anima“ (Phantastische Bilder zur Symphonie fantastique von Hector Berlioz), mit dem er vor exakt 45 Jahren in Cannes reüssierte – sprich: Zum 75er zurück in die frühen 80er. – Ein gewaltiges Bild-/Tonerlebnis umfing die Festgemeide, wie dereinst zu Linz im „Anderen Kino“ … Prof. Dr. Titus Lebers Motto „Bilder hören -Töne sehen“ war nebst dessen innovativer Schichttheorie richtungsweisend für die Bild/Tonarbeiten (Musik & Medien) am MRG des Linzer Fadinger Gyms, das heuer sein 175er Jubiläum feiert …
Unser neuestes Absolventen-Werk „Nebel der Erinnerung“ beginnt nicht von ungefähr tonal mit dem Windgeräusch bedrohlicher Schwünge eines überdimensionalen Pendels, wie es gegen Ende von „Anima“ zu sehen ist …
Glass sagte kurz davor die Premiere seiner “Lincoln-Symphonie” im Trump-Kennedy-Center ab – wegen der politischen Positionen des neuen “Hausherren” <<< hier Infos
Zum Jahreswechsel erlaubte ich mir Gedanken, die beim Kepler-Salon-Gespräch (Medienrucksack) im November von uns geäußert wurden dem Herrn Unterrichtminister zu unterbreiten – garniert mit Hinweisen auf das Fadinger Jubiläum. Anfang Februar kam nun das Antwortschreiben aus dem Ministerium (aus dem ich kurz zitieren darf):
Vielen Dank für Ihr Schreiben an Herrn Bundesminister Wiederkehr, in dem Sie einen wesentlichen Punkt ansprechen: Medienbildung ist heute ein Schlüssel dazu, dass sich junge Menschen kritisch, kreativ und verantwortungsvoll in einer digitalen Öffentlichkeit bewegen können. Genau deshalb arbeiten wir daran, Medienbildung in der Schule nicht nur zu thematisieren, sondern im Sinne handlungsorientierter Praxis sichtbar zu machen und an AHS nachhaltig im neuen Gegenstand „Medien und Demokratie“ zu verankern.
Meinem Wunsch nach Wiederkehr des Media Literacy Awards in alter Größe und Frische, wurde durch die Darstellung des Status quo begegnet. Die Durchführung des MLA in Kooperation mit eEducation Austria wurde da rundum positiv beschrieben. Der MLA könne so nicht nur herausragende Projekte sichtbar machen, sondern auch stärker in die Breite wirken – als Impuls für Unterrichtsentwicklung und als Plattform für Austausch.
Lassen Sie mich abschließend für Ihr langjähriges Engagement im Bereich der Medienbildung herzlich danken.
Erfreulich & Dank, dass es zu einem Feedback kam, wenngleich wir inhaltlich anmerken müssen, dass der MLA-Veranstaltung 025 die Breite des MLA-Originals ebenso fehlte, wie eine Plattform für Austausch. So ist für heuer nur eine feierliche Preisverleihung angekündigt, die am 22. Oktober 2026 im Rahmen des eEducation Praxisforumsan der Pädagogischen Hochschule Salzburg stattfinden wird … In früheren Zeiten war man 2,5 Tage in Wien geladen, es wurden breit gestreut in Wertschätzung praktischer Medienarbeit viel mehr Preise vergeben und ein ganzer Nachmittag dem Diskurs am Sektor Medienpädagogik gewidmet. Wir bleiben dran <<<
Beim 175er der Fadinger kommt nun die Buchzeit auf uns zu
Als mir Dr. Bernauer mitteilte, ich solle vier der paar letzten Jahrzehnte der Fadinger-Schulgeschichte beleuchten, wurde mir bewusst, wie schnell man vom Zeitgenossen zum Zeitzeugen mutiert. Von den in Frage kommenden Jahren durfte ich in Fadinger-Gefilden 50 hautnah miterleben – fast 42 davon in der gestaltenden Rolle eines Musik- und seit Ende der 90er auch in der des Medienlehrers. Beim Blick in den Rückspiegel anlässlich des 175er-Jubiläums habe ich versucht, durch eine möglichst breit angelegte Recherche mittels einer Fülle von Daten aus dem eigenen, diesbezüglich umfangreichen Archiv, nebst Erinnerungen und trotz einer unvermeidlich subjektiven Sicht der Objektivität im Sinne des nachhaltigen Buchprojekts gerecht zu werden … So leite ich meinen bescheidenen Beitrag zur „Fadinger Schulgeschichte“ ein – das nachhaltige Werk zum 175er Jubiläum unserer Institution. Mehr davon in den „Erstausgaben“, die da dann der 0sterhase bringt …
Im Rahmen dieses Jubiläums beschäftigt sich der Historiker, Fadinger Absolvent, Stiftsbibliothekar & Ex-Lehrer Dr. Egbert Bernauer umfassend mit den 175 Jahren der Schulgeschichte– Betreffend frühere Zeiten und diverse handelnde Personen sind dringend einige Richtig- und Klarstellungen von Nöten, die zum Teil auf Wikipedia schon 022 getätigt wurden. Ebenso ist speziell die Schulhistorie ab den 50er/60er-Jahren bis heute dringend aufzuarbeiten – wurde bisher komplett ausgespart … Ergebnisse dieses wesentlichen, nachhaltigen Projekts: Ein sehr umfassendes, wissenschaftliches Buch sowie Ergänzungen in der Fadi-hp. Apropos Fadinger: Da das Land OÖ im 026er Jahr der Bauernkriege gedenkt (Communale) ist dieses Projekt der Fadinger nicht ungern gesehen & unterstützt – Bemerkung am Rande: Dr. Bernauer hat mit mir bei Linz09 sein Musiktheater „Fadinger reloaded“ (- bei dem es u.a. inhaltlich um den legendären Bauernführer geht) in der Linzer Hafenhalle erfolgreich zur Aufführung gebracht. Bereits zum 140er Jubiläum des Fadinger Gyms wurde das Video „Tomb F@dinger & S@r@ Soft“ gedreht. Finale Ergänzung: Der Name des Autors und die Buchform sind Garant für Qualität und Nachhaltigkeit. Eine, dem gerecht werdende, Präsentation im Stifter-Haus ist in Planung.
Am Buchprojekt weiters beteiligt: Mit Beiträgen Präsident Dr. Christoph Leitl, Spender DI Erich Haider (Linz AG), Dir. Sylvia Bäck, sowie ganz wesentlich in der Umsetzung Herbert Lenz (Layout) & Claudia Werner (Lektorat) …
Helmut Rogl reüssiert mit seiner III. Symphonie im Brucknerhaus
Eine wahrhaft würdige III., wenngleich keine Wagner-Symphonie wie bei Bruckner. Viel besser noch: Ein, mit Emotionen aufgeladener, waschechter Rogl, der mir stellenweise eine mahler-ische Stimmung bescherte. Und das ist wertschätzend gemeint. Musik, die sich aus der Stille löst und letztendlich dort auch wieder endet – eine wunderschöne, gefühlvolle kompositorische Klammer. Orchester & Dirigentin waren hörbar und sichtlich von dem Werk voll überzeugt, brachten es zur Blüte und das Publikum nahm es begeistert auf. Dies alles muss und wird sich sicher in den entsprechenden Kritiken abbilden …
Die 3 Hauptbeteiligten des Abends: > Vortragende und gastgebende Moderatorin < haben mindestens eines gemeinsam mit Wittgenstein – sie alle sind AbsolventInnen des Fadinger BRGs, das 026 sein 175er Jubiläum aktiv feierlich begeht.
Am 19. Jänner ging im übervollen KeplerSalon ein auch inhaltlich spannender Abend über die Bühne. Die Fadinger Dichte im diskussionsfreudigen Auditorium war hoch, es fühlten sich aber auch andere Interessierte von der Thematik angesprochen, sodass einige die “Show” im Barraum des Hauses auf einem Monitor verfolgen mussten. Fadis von Alaska bis Australien konnten den Abend im Internet verfolgen (- von manchen gab`s da ad hoc spontanes, positives Feedback: zB. v. Werner Pfeffer) Unter den vor Ort anwesenden, diskussionsfreudigen Gästen befanden sich Ex-Schulratspräsident Fritz Enzenhofer, Direktorin Sylvia Bäck, der “Blonde Engel”, “Schulgeschichtsbuch”-Autor Dr. Bernauer, Literat Richard Wallund viele andere Fadi-VIPs … Moderatorin Claudia Werner (Pressesprecherin des Brucknerorchesters) führte souverän durch den Abend, den die beiden vortragenden Doktoren Wilfrid Utz & Matthias Leichtfried auf hohem, aber fast durchgehend verständlichem Niveau erfolgreich bestritten und auch Salon-Intendantin Cornelia Lehner, sowie den (auch für den hier vorliegenden Text verantwortlichen) Kurator der Veranstaltung Manfred Pilsz begeisterten * * * * * (Bilder: Kolb & Pilsz)
(Start des obigen Laufbilds bei Min 6.45)
Resümee; Wenn die Fadinger mit ihren Schwerpunkten NRG (Naturwissenschaften), MRG (Mediengym) & Robotik, wie die beiden Vortragenden die KI mit stetig stark wachsender Leidenschaft & Wissen >kreativ< als Werkzeug nutzen, dann werden sie sicher auch in den nächsten 175 Jahren (- was immer da dann noch kommt) reüssieren – und davon gehen fix wir aus <<<
Bonmot zum Schluss: Moderatorin Claudia hätte gern final nebst Wittgenstein Stephen Hawking zitiert, hat es dann aber wegen eines schwarzen Lochs in der Biographie des Physikers bleiben lassen:
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100 Pilsz’sche Sendungen auf C B A (im Un-Ruhestand)
Seit Dezember laufen Sendungen mit Ex-Fadis zum 175er:
Im Rahmen des 175er Jubiläums des TraditionsgymnasiumsLinz Fadingerstraße, das seit der Geburtsstunde von FRO mit Radio FRECHauf 105,0 vertreten ist, gibt es im SeniorenRadio Sendungen während des Schuljahrs 025/26, in denen Fadinger AbsolventInnen von Manfred Pilsz zum Gespräch geladen werden: Den Auftakt machte im Dezember FadingerinMichi, die bei ihrem 025er Abstecher von Alaska nach Linz vors FRO-Mikro geholt wurde … https://cba.media/739400<<<
Im Rahmen des 175er Jubiläums der Linzer Fadingerschule spricht Sendungsmacher Manfred Pilsz mit dem Komponisten Dr. Helmut Rogl anlässlich der nunmehr direkt bevorstehenden UA seiner III. Symphonie (10. Feb. 026 / Brucknerhaus / BOL) und mit dem Historiker, Florianer Stiftsbibliothekar, Fadinger Absolventen & Lehrer Dr. Egbert Bernauer über dessen „Schulbuch“ (- betreffend 175 Jahre Fadinger Gym) – die Schule und das Buch-Projekt passen nicht nur vom Namen her zum Bauernkriegsgedenkjahr 026 (Communale Land OÖ) – Der Namensgeber beschäftigte immer wieder die mutigen, Kreativ-Fadinger: Zur 150-Jahrfeier drehte man den Film „Tomb F@dinger“ und bei Linz09 führte man das Bernauer-Musical „Fadinger reloaded“ erfolgreich in der damaligen Hafenhalle auf …
Im Rahmen des 175-Jahr-Jubiläums der >Fadingerschule< heute ein Gespräch exemplarisch mit 3 Absolventinnen dieser Institution zu einem Motto dieser Schuljahres-Veranstaltung: „Fadi Females“ – Manfred Pilsz im Gespräch mit der Künstlerin & Architektin Dr. Isa Stein, mit der Unfallchirurgin Dr. Marie Simonet und mit der Medienfachfrau und nunmehrigen Verantwortlichen für PR & Marketing beim Bruckner Orchester Linz Claudia Werner …
Im Jänner 016 schenkte ich mir zum Ruhrstand ein neues Knie, das Ex-Fadinger Dr. Wipplinger mustergültig einpasste und welches bis dato reibungslos funktioniert – Dank an den genialen Spezialisten <<< Erinnerungen, die bei meinem skurrilen Einstand bei der REHA in „Aspach Uralt“ wach wurden finden sich im hier folgenden Blogbeitrag 018:
Es gibt nicht unwesentliche „Staatsmänner„, die derzeit sichtlich auf der Suche nach ihren Inselbegabungen sind. Nach einer karibischen Festlandübung (- es stellte sich heraus, dass sich Caracas weder auf einer Halb-, noch sonstiger – Insel befindet) möchte man man vor der Übernahme von Kuba im nicht mehr ganz so ewigen Eis Grönland inhalieren. Dabei bieten sich 2 Optionen an: Im Fall von Variante 1 könnte man das Eiland (nebst Insulanern) einfach kaufen … Das hat vor vielen Jahren schon mal bei Alaska wunderbar funktioniert. Oder man droht Dänen, zieht kurz die NATO-Jacke aus und erledigt das mit einem kleinen Flugzeugträger – wozu hat man die Dinger … Vielleicht könnte man denen Dänen aber auch Florida offerieren – sieht doch eh aus wie eine Halbinsel – oder? – Und Donald hätte somit eine Bleibe in der EU – da könnte er vielleicht auch in Brüssel übernehmen und das, bevor die Dänen auf die Idee kämen im Tausch Hawaii einzusacken. Dort hat’s vor Jahren schon Probleme mit den Japanern gegeben. Apropos Pazifik: Wenn das alles Schule macht wird sich China mit dem selbigen Unrecht famos Formosa einverleiben und die Russen hätten damit endgültig den Sanctus für die Krim, die ja noch dazu bloß eine Halbinsel ist … Mal sehen, was da noch so alles ginge: Kanada und Mexico stünden da zur Debatte, aber was dann tun mit der Mauer – touristisch nutzen, wie in China oder Berlin? Das ist nix für unseren „Inselmann“ – da wärs schon spannender Inseln nach Jahreszeiten zu anne(c)ktieren: Oster- oder Weihnachtsinseln … Viele würden den nervigen Elefanten („Wappentier“ der Republikaner) wohl lieber in St, Helena, als im Porzellanladen sehen! Was aber springt bei all dem lustigen Inselhüpfen für good old Austria heraus? In OÖ. böte sich im Tauschhandel als einzige Insel Litzlberg an, aber das Attersee-Juwel ist für das Land ob der Enns nicht verhandelbar – Da frag` ich gleich mal gar nicht an …
PS: Preise werden neuerdings nicht mehr verliehen, sondern okkupiert – siehe „Friedenspreis“ (?) der Fußball-WM, den sich der Kandidat gleich selbst um den Hals wuchtete … Auch die Nobelpreis-Medaille wurde ihm von der Ausgezeichneten (Machado) übergeben & Onkel Donald hat sie an sich genommen – Vielleicht könnte ein mutiger jemand im ovalen Office kommunizieren, dass die Besitznahme nicht bedeutet, dass man auch tatsächlich Preisträger ist <<< Allerdings falls Norwegen heuer wieder nicht liefert, wird die Drohgeste des Herren vom Gulf of America wohl weniger nobel und sicher nicht zollfrei für Oslo enden … ein echtes „Handicap“ (frei nach Golf) für das Verleiher-Komitee – inkl. Einreiseverbot … … Da wird man dem Kandidaten wohl auch in naher Zukunft eher wenig Hochachtung zollen …
Was haben Diplomaten & Demokraten gemein mit Diktatoren? Richtig; Bloß den Anfangsbuchstaben, über den erstere wohl auch kaum bei einem Dialogversuch hinaus kämen, denn da hätte bereits das Diktat des Monologs eingesetzt …Wie heißt doch gleich der Onkel von Tick, Trick & Track? Oder handelt es sich etwa um Großonkel Dagobert – vielleicht ja gebündelt in einer Person … Ungeachtet dessen: Könnte Davos für Europa zur „Zollfreizone“ werden – nachhaltig?
Bilder zum FRO-Projekt024 im obigen Video bei Min 4 …
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Das N E U E * J A H R * 0 2 5* begann der BLOG-Autor als Einspringer in der tollen, neuen Location des R. Wagner-Verbands:
Der Wissensturm ist technisch hervorragend ausgestattet – da macht jeder Vortrag (zumal zu Themen wie: Rückblick aufs „Bruckner-Jahr-Projekt 024“ im Rahmen der EXPO des Landes OÖ in Kombi mit meiner damaligen Vorschau auf Wagners „Holländer„ im Musiktheater) <<< jede Menge Spasssssss …
Spasssss ebenso, weil Opi 2025 zu seinem Jahr der KI ausgerufen hatte:
Tom (Opi) & Jerry (Joni) als Fledermaus und alter Kater (nicht nur) im Fasching025
Happy Michi 026 (- noch vor ihrem 1. Oktober):
2x 1. Reihe: In der BSG-Tanzkompanie des Fadinger KabarettsEnde 70er/Anfang 80er Jahre & seitenverkehrt oben heute: Brigitte, Michi und der Alte beim Treff vorm Otter in Ottensheim …
In Ottensheim fand zum Faschingfinale auch die Filmpremiere von„Captain Puchenau“ (Regie: FlorianKraupa) mit Mandi Riegler & vielen bekannten Gästen statt (- mit im Bild: Christiane B.) …
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Noch im Frühjahr 025 begannen die Vorbereitungen zum Projekt:
1 7 5 er * J U B I L Ä U M * d e r * F A D I N G E R
Wenn 2026 der 0sterhase in der Woche vorm Palmsonntag nach Linz hoppelt, dann wird er schon vor dem Fest das Fadi-Nest beglücken, denn die Traditionsschule mit Zukunft in der Fadingerstraße wird ihr 175er Jubiläum begehen.
Wir erinnerten uns hier 1 Jahr davor zuerst im Rückblick an die glänzende Feier 2001:
(2001 erschienen u. a. Beiträge im NEUEN VOLKSBLATT, im WAS IST LOS, usw. …)
In meinem analogen & digitalen Archiv bin ich im Zuge intensiverer Recherchen fündig geworden und konnte so meine Festkomitee-KollegInnen & Dr. Bernauer mit jeder Menge an Text-, sowie Bildmaterial (siehe auch den hier folgenden LINK) beglücken:
Bilder von der 125er Feier mit dem Junglehrer im 76er Jahr
2026 feiert das Linzer Traditions-Gym sein 175 Jahr-Jubiläum
> F. F. – Viel Vergnügen <
– ausgehend von der launigen, speziell in Fadinger Kabarettzeiten des BRGs oftmalig geäußerten Wunschformel unseres ehemaligen Fadinger Direktors Hofrat Dr. H. Burger leiten sich die folgenden Formulierungen für Fest-Wortkombis im Rahmen des 175er Jubiläums wie „aus demEffeff”ab: FadiFollowers (Alumni-Idee-Neu) – Fadis Forever – ebensomöglichefeineFeranstaltungstitel: Fadi Fiction, Fadi Fasching Fadi Filosoph,Fadi FRECH, Fadi Females, fusw. … FadiFreaks machen es mabey <<<
Im Rahmen dieses Jubiläums beschäftigt sich der Historiker, Florianer Stiftsbibliothekar, Fadinger Absolvent & Ex-Lehrer Dr. Egbert Bernauer umfassend mit der Schulgeschichte. Betreffend frühere Zeiten und diverse handelnde Personen sind dringend einige Richtig- und Klarstellungen von Nöten, die zum Teil auf Wikipedia schon 022 getätigt wurden. Ebenso ist speziell die Schulhistorie ab den 50er/60er-Jahren bis heute dringend aufzuarbeiten … Ergebnisse dieses wesentlichen Projekts: Ein umfassendes, wissenschaftliches Buch sowie Ergänzungen in der Fadi-hp. Apropos Fadinger: Da das Land OÖ im 026er Jahr der Bauernkriege gedenkt ist das Buch-Projekt der Fadinger gern gesehen – Bemerkung am Rande: Dr. Bernauer hat mit dem Blog-Autor bei Linz09 sein Musiktheater „Fadinger reloaded“ (- bei dem es inhaltlich um den legendären Bauernführer geht) in der Linzer Hafenhalle erfolgreich zur Aufführung gebracht. Finale Ergänzung: Der Name des Autors und die Buchform sind Garant für Qualität und Nachhaltigkeit. Eine dem entsprechende Präsentation ist geplant. (- Ein Maturant hat sich entschlossen seine VWA 026 auch zu obiger Thematik unterstützt durch Dr. Bernauer zu schreiben)
Unser Autor der Schulgeschichte ist mittlerweile Vize des neuen Fadi-Alumni-Vereins
Sonderdank an Herbert Lenz, der alle Jahre wieder einen Jahresbericht möglich macht und sich (wie Claudia Werner) auch an dem Buchprojekt beteiligt <<<
175jähriges TRADITIONSREALGYM, erfolgreich im HEUTE: Die SCHULE für MORGEN
Das heutige Bundesrealgymnasium in der Linzer Fadingerstraße (früher Realschule) ist mit seiner idealen Zweigausrichtungen – sprich: Mint-Gym (von M bis BU), Medien-Gym (Radio … Film), Robo-Gym (Digi-Gym) eine Art modernes, schulisches „Triptychon“, das alles bietet, was Gegenwart und Zukunft bedeutet, dabei aber auf Tradition zurückblicken kann: Die mathematisch naturwissenschaftliche Ausrichtung der Realschule sorgt bis heute für einen exzellenten Ruf in einschlägigen Kreisen. Nicht nur „Techniker“ schickten ihre Kinder in die Fadingerschule … In den letzten 50 Jahren hat sich das Angebot im Sprachenbereich und auch am Kreativsektor deutlich ausgeweitet: In den 70er Jahren bis Mitte 090 reüssierte man u. a. über 20 Jahre mit dem ersten & einzigen OÖ. Schulkabarett auf Bühnen und in den Medien (Ö1 Contra) – inklusive Auftritten & Workshops mit J. Hader & Co. … Im Zuge von Bild- & Tonaufzeichnungen dieser Aktivitäten gründete man im Sog erfolgreicher Musikvideos die Plattform „Schülerfilmprogrammkino“, die nicht unwesentlich im Rahmen der „Österreichischen Filmtage“ in Wels (- heute: „Diagonale Graz“) an der Einrichtung eines Jugendfilmfestivals (Youki) beteiligt war. Als 1998 Schulen angehalten wurden Schwerpunkte zu installieren, mündeten all diese effektiven Bemühungen und Projekte (Kinder-Radio im Landesstudio OÖ, Festivalbeteiligung in Ebensee, Johannisnächte beim Musiksommer Wildberg, usw. …) im kreativen Medienzweig MRG und die naturwissenschaftliche Seite schuf das breit aufgestellte NRG (Physik- und Chemieolympiade, „Meeresbiologische Woche“, usw. …) Unser aller Haus bietet nun seit drei Jahren im Zuge der Digitalisierung einen Robotik-Schwerpunkt als dritten Ausrichtung des Hauses an und glänzt, gemessen an Erfolgen in allen drei Zweigen in OÖ. als Linzer Leuchtturmschule <<<
Letztendlich sind es die erfolgreichen Zweigausrichtungen, die bleibendes Interesse an der Institution FADINGERSCHULE durch permanente Außenwirkung befeuern – das garantieren u. a. die nunmehr längst tradierten Langzeitprojekte Radio FRECH & MRG-Video <<< Seit über 25 Jahren werden die Fadis bei Youki, MLA, Schäxpir, U19 usw. aktiv repräsentiert – in Kooperation mit dem treuen Kulturzentrum Hof, dem 1A-Medienkulturhaus Wels (Youki), dem AEC, der Landes- & Stadtkultur bis hin zum Unterrichtsministerium zu Wien … Die Wichtigkeit jener kontinuierlicher Langzeit-Projektarbeit (mit Blick über den Tellerrand), die im Haus ja heute genauso mustergültig so gepflegt und gelebt wird (wie einstens) garantiert Wahrnehmung durch eine breite Öffentlichkeit. Es gab sogar Unterrichtsministerinnen, die im Brucknerhaus anfragten, ob sie eh die FRECHen auch heuer bei der Eröffnung wieder vors Mikro holen …
Vor nun genau 25 Jahren: Landespreis für intitiative Kulturarbeit:
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Vor exakt 20 Jahren: Youki-Publikumspreis & MLA-Teaching-Award:
Im Dezember vor 15 Jahren gab’s eine Überraschung <<< (- hier Klicken)
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S E N I O R E N R A D I O ***** 0 2 5
FROJINGLE NEU:
Das (seit dem Jahreswechsel für das SeniorenRadio) hauptverantwortliche DuoAnna Laimer und BlogAutor MPhaben (nach bereits letztjährigen Gesprächen mit Ewald Hafner = Seniorchef der Senioren) an einem neuen Jingle für das SeniorenRadiogebastelt und dabei Veras Einwurf beherzig, dass ein kurzes Aufflammen des alten Jingles zu Beginn, für die Zuhörerschaft nicht unwesentlich wäre – textlich haben wir uns an der alten Version orientiert, aber auch hier geringe Änderungen vorgenommen. Der neue Markenname „Radio von Senior*innen“ wird mit 026 die ursprünglich einschränkende>Benamsung< „Radio für Senioren“ bei offiziellen Aussendungen usw. nun ablösen …
Der neue Jingle wurde zum Finale der hörenswerten KeplerSalonSendungpräsentiert: https://cba.media/705922
Obig erwähnte KeplerSalonSendung ist eine von 12, die im heurigen 25er Jahr entstanden – damit sind über 100 Stunden Pilsz’scher Radio-Sendungen jederzeit im Internetz auf CBA abrufbar …
Sendung zum 10. Todestag von Käthe Recheis mit Anna Laimer & Marius Huszar
Anlässlich des 22. 5. 025 begab man sich auf Pilgerreise ins diesmal >Frühlingskühle< gelobte Land zu Oberfranken, um ebendort noch fern sommerlicher Hitze-Pein im schier unbändigen Verlangen nach unsres Himmels klarem Blau, nach unsrem frischen(!) GründerHügel-Au, Winterstürme dem Wonnemond weichen zu lassen und dem Meister aller Meister geburtstäglich entsprechend zu huldigen – sprich: Logie im Bayreuther Luxushotel zum „Goldenen Hirschen“, weiters Karten für >Die Walküre<, welche man fast exklusiv (überschaubare Publikumsmassen) in den Kinotempel der Wagner-Metropole direkt aus London (zubereitet von Barrie Kosky) serviert bekam …
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Gast bei Dir. Winklers Kronenkreuz-Verleihung in der Diakonie
Im heurigen Frühling durfte M P Dir. WoWi zur Ordensverleihung begleiten …
… inklusive mild sommerlichen Staatsbesuchs des Jubilars im neuen Pilsz’schen Domizil …
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In der Technik-Loge des Gmundner Theaters mit Bühnenmeister Ingo:
Lightdesigner Ingo Kelp (Fadi-Absolvent &Technik-Chef bei vielen Fadinger Projekten) war wieder erfolgreicher Teamplayer beim Gmundner Musical Frühling – heuer mit der Welturaufführung von „Saving Mozart“ – im 10. Jahr kann diese internationale Musicalmetropole am Traunsee locker mit Hamburg, Wien usw. mithalten – unter den Gästen der Premiere Leute aus der NYer, Szene, Norwegens Botschafterin, Conchita & Co … Ingo war es nicht vergönnt sich beim tobenden Schlussapplaus im ausverkauften Theater zu verbeugen – Gips am rechten Fersenbein …
Der bekannte Dokufilmer & Ex-FadingerThomas Hackl präsentierte Ende März 025 in Hartheim am dortigen Schlossareal in Anwesenheit vonORF III-Intendanten Peter Schöber seinen Hartheim-Film, der wenige Tage später im III. lief. Unter den geladenen ORF-Gästen befand sich der Blog-Autor nebst Andreas Gruber (Hasenjagd) & Prof. Sepp Friedhuber in bester Fadinger Gesellschaft (- die Matschiners …)
Der Blog-Autor war auch heuer wieder Mitglied der Filmjury in Wien (- gemeinsam mit den VÖFA-Präsidenten oben) und auch eingeladen, um beim Bundesbewerb zu jurieren (- ging sich zeitlich nicht aus, Besuche in bester Gesellschaft jedoch schon – siehe unten):
Überraschung beim Staats-Festival025: Beim filmischen VÖFA-Rundlaufprogramm reüssierte unseren Schubert-Absolventinnenfilm „Durch die Nacht zu Dir„
VÖFA 026: Alle Achtung für Wien: Dort ist geplant beim regionalen Bewerb ohne “Nummerntaferl” rein verbal zu jurieren (- so wie im echten Filmerleben) – Bravissimo <<<
Der Geburtstag einer Hirschgässlerin war am französischen Nationalfeiertag diesmal (ob vernünftiger Temperaturen) in der Kaiserstadt Bad Ischl über die Bühne gegangen. Nach 60 Minuten fetter Autos, ebensolcher Häuser Wurm’scher Fasson, labte man sich kulinarisch im Zauner der >Kaiserlichen Kurstadt<
Der Vergleich macht uns sicher:
D A C H G L E I C H E
Hoch über (& ebenso in) Linz gab’s eine innerfamiliäre >Dachgleiche< zu feiern – ein perfekt geplantes, sowie umgesetztes Wohntürmchen hatte das dort hohe Straßenniveau erreicht: Die Festgemeinde konnte somit die Besichtigungstour einzelner Stockwerke bereits per „Feststiege“ absolvieren und den Tag dann mit Blick auf dem künftigen Garten bei Speis und Trank im schattigen Erdgeschoß ausklingen lassen … Mittlerweile ist das Etablissement fast bezugsbereit <<<
>A & V – BauherrInnen<
Leo-Loge-Autor auf Bühnenturmhöhe des Theaters knapp westlich der Promenade:
Literatur vom FEINSTEN, um den Sommer besser im Schatten seiner japanischen Fächerahorn“esche“ Yggdrasil auf der abendlichen Terrasse überstehen zu können – DANK an den edlen Spender Chris „Reischi“ <<<
*Jenseits des eigenen 70ersbeschleunigt sich ganz klar & deutlich die Mutation vom Zeitgenossen zum Zeitzeugen*
Diese Erkenntnis kam mir, als ich mich wenige Tage vor meinem heurigen Purzeltag per Mail als Zeitzeuge für ein Drittel Fadinger Schulgeschichte betreffend Maturaarbeit eines Jung-Fadis zur Verfügung stellte, ihm Interviewmöglichkeit mit mir anbot und ihn mit ersten LINKs, Audio- & Bildmaterial versorgte … Obiges Gefühl verstärkte sich noch deutlich, als ich in Sommerhitze im eigenen Archiv Bilder und Pressemeldungen durchforstete, wesentliche Daten aus Jahresberichten der letzten Jahrzehnte destillierte und das Konglomerat dann abgestimmt mit eigenen Erfahrungen in ebensolche Texte für Dr. Bernauers „Schulbuch-Projekt“ verpackte …
Rund um den 6. August mehrten sich >mEATings< und die Löwinnen-Party-Dichte*
„Mediengipfel“ – Alljährlich im Sommer traf man sich einst beim Hans (rechts im Bild) „daheim“ am Almsee zum gemeinsamen Geburtstag (Hans war nur wenige Stunden älter: 5. „vs.“ 6. August 54 / 2 Löwen & ein Leo) – bis Hans zu Beginn des Linzer Kulturhauptstadtjahrs 09 nach schwerer Krankheit von uns ging. Heuer besuchte ich ihn bei Scharnstein auf der Fahrt vom Traunfall zum Almsee :
Zum Birthday gab’s als KI-Förderungsprogramm für Senioren ein Gratis-Experimentier-Labor im Internetz, KI-Bücher & u. a. eine KI-generierte Geburtstagskarte – mit unserem 2x vergoldeten, jungen Judoka Joni (nebst Opi) im Zentrum des familiären (Leondinger) Geschehens im Herzen von Linz :
Leologes Jahresthematik „KI“ wurde speziell familiär unterstützt: Durch die Möglichkeit (Veni) mittels ChatGPT-Interview eine einschlägige Sendung zu gestalten, durch anregende, geburtstägliche Buchschenkungen und die Möglichkeit halbjährig dank eines Bezahlprogramms experimentieren zu dürfen. Aus dem Freundeskreis kamen Avatar-Tipppps und mit Filmkollegen wurden in der Folge per KI einige Werke umgesetzt …
Trump & Putin in Alaska – Same Time: Michi v. dort ins Traxl & eine KI generierte Löwin, die deroselbst im Sommer mit Avataren operierte …
Mit ganzen70plus holte ihn die Kindheit wieder ein (- als er dereinst als anämisches Knäblein Eisenspritzen bekam) – Dank medizinischer Eisenkapseln wurde der Pilsz im heurigen >Nachsommer< dann aber wieder zum rundum fittttten >Ironman 025<
Dahoam is Dahoam
Wozu in die Ferne schweifen – das GUTE liegt so nah: Reich beschenkt mit Ottos Kunstbuch, durch Rogl’schen Uraufführungen & Staatsbesucherinnen aus Berlin…
Take a risk visit Linz:
Noch Heile Welt zu Linz: Die Pilsz’sche Herbst-Terrasse:
(oben: Im Programmkino – Bühne: Wenger & Gaigg / unten: Mit Said Manafi)
Esther Wenger (- langjährige Juryleiterin / bekannt durch ihre Regiearbeiten bei „Tatort“, den „Rosenheim-Cops“ und anderen TV-Serien) präsentierte ihr Werk „Das Blaue Wunder“ vor vollbesetztem Programmkino als allerletzten Film in der 53-jährigen Geschichte des Festivals. Leiter Christian Gaigg zieht sich zurück – ob`s und wie`s weitergehen könnte ist noch offen …
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WILLKOMMEN, BIENVENUE, WELCOME
Zum 026er Jubiläum: Im Schuljahr 1975/76 (vor dann 50 Jahren) ging die allererste CABARET-Vorstellung im Festsaal der Fadingerschule über die Bühne ein Wagnis, das dann 20 Jahre lang mit großem Erfolg ein Alleinstellungsmerkmal der Fadinger war:
Ab den 80er Jahren gab es abendfüllende Programme mit Musik- und Tanzeinlagen – also „Cabaret“ (- die musikalische Eröffnung des gleichnamigen Erfolgsmusicals diente dabei als Signation ) – Jährlich wurde ein volles Programm mit eigenen Texten, Parodien und später auch berühmten Gästen, Seminarleitern und Ehrenmitgliedern, wie: Josef Hader und Alfred Dorfer – (Schlabarett) gegeben (- bis 95: 20 komplette Arbeiten ). Aus dem anfänglichen Nummernkabarett entwickelten so sich im Verlauf der 20 Jahre Durchlaufprogramme unter jeweils einem Themenbogen – Speziell am Übergang von den 80er zu den 90er Jahren (140JahrJubiläum d. Schule) suchte man trotz (oder wegen) des da immer ausverkauften Festsaals (- 400 Leute im Auditorium, am Balkon & bis raus am Gang) die Öffentlichkeit auch außerhalb des schulischen Rahmens: Premieren und Auftritte im Rahmen des Linzer Stadtjubiläums in einem Festschiffszelt am Linzer Hauptplatz, in Volkshäusern und im Posthof lösten so einen bleibenden Blick über den Tellerrand aus. In diesen Zeitraum fielen auch, als Eröffnung des jährlichen Musiksommers auf Schloss Wildberg die „Johannisnächte“ – Musikkabarett der Fadinger in Kooperation mit dem Absolventen, Landeskulturpreisträger und Komponisten Helmut Rogl. Kabarettistische 22 Uhr-Showeinlagen bei Maturabällen garantierten für ein volles Kaufmännisches Vereinshaus – Ingo Kelp (- schon als Schüler 1A Cheftechniker) sorgte als Absolvent dabei für Audio- & Lichtsensationen. Eine langsame Reduktion der Gruppengröße der Fadinger Bühnenspieler von bis zu 150 eingeschriebenen Schülern in den 80er Jahren ging im Folgejahrzehnt mit allgemein sinkenden Schülerzahlen einher. Dies ermöglichte Auftritte mit kleineren Ensembles, die dislozierte Auftritte in OÖ. vereinfachten. Das war u. a. die Zeit der Fadinger „Cabaretoholics“ – eine Absolventen-Truppe, die kurz davor noch mit „Aktiv-Fadingern“ aufgetreten war – Diese Mischung aus OberstufenschülerInnen und Absolventen führte bei vielen, unterschiedlichsten Projekten (Film, Musiktheater, Radio) zu großen Erfolgen – immer dem Motto von Dr. Christoph Leitl folgend: „Einmal Fadinger – immer Fadinger“ <<<
Seit Beginn der Posthofära (1984) ist die Bühnenspielgruppe BSG mit Kabarett- & Musical-Produktionen dort nun schon vertreten. Die Mitarbeit in der Statisterie des Landestheaters (ab den 80ern) öffnete diesbezügliche Kanäle und regte die Kreativität zusätzlich an (Opern-Ausschnitte bei Maturafeiern dargeboten durch SchülerInnen …)
Anlässlich: 40 Jahre Posthof – ein kurzer persönlicher Rückblick:
1 9 8 6 fand nicht nur die erste „Johannisnacht“ (Musikkabarett) als Auftakt des Musiksommers im Schloss Wildberg statt: Im noch jungen Posthof kam es per Vermittlung des Landestheaters zur Coproduktion mit einer freien Gruppe – Erfolgsergebnis: Das Musical „Golfstrom“ (Umarbeitung des Stücks, Regie, Fadis auf der Bühne & in der Technik) … 90: Ein „Linz – Kabarett“ zum Stadtjubiläum wurde erarbeitet und erfolgreich im Posthof und im Kunstschiff am Hauptplatz Linz (sowie in Volkshäusern) zur Aufführung gebracht. Musiktheater – Produktion „Angela und der kleine Bär“ (BSG – Coproduktion ) im Posthof und im Studio Moliere in Wien. 92: Das neue Fadinger Kabarett – Programm „Urlaubsreif“ wurde im Posthof und in der Lokalbühne Freistadt gegeben. Das Kulturzentrum HOF veranstaltet im Rahmen des Projektes Bandbreiten den jährlichen Music Award im Posthof, bei dem junge Bands auftraten (- unter den Gewinnern auch Fadis) … später Austrian Newcomer Award – stets begleitet vom Jugendradio FRECH (MRG Fadinger Linz) ab den 2000ern …
Manchmal überkommt den Blogautor das Gefühl, dass die Menschheit soeben grad dabei ist, genau den selben Fehler zu begehen wie Goethes/Dukasens Zauberlehrling. „Künstliche Intelligenz“ scheint in praktisch fast allen Lebensbereichen das Zauberwort zu sein, das die Antwort auf alle Fragen liefern soll. Oder ist in naher Zukunft etwa die KI gar selbst der „Zauberlehrling“?
Bei der ARS: So wie’s derzeit rund geht am Planeten: Keine Zeit für Panik <<< Statt dessen beim Brucknerfest: Tönende laufende Bilder, endlich wieder eine echte Klassische Klangwolke, im Musiktheater Musicals & ein wunderbarer “Rosenkavalier” …
Welch wunderbare Retro-Wolke – und damit ist nicht die „visualisierte –“, sondern die „Klassische Klangwolke“ gemeint, die das Publikum der ersten Stunde seit Jahren vermissen musste. Aus ihr wurde im Verlauf der letzten Intendantenwechsel ein anerkennenswertes „Sozialwölkchen“, das es ermöglichte um wenig Geld ein großes Konzert im Brucknerhaus zu besuchen – ein wunderbarer Gedanke, der allerdings nichts mehr mit der ursprünglichen Intention eines beschaulichen Erlebnisses „klassischer“ Musik im Donaupark zu tun hatte. Heuer war dies wieder gegeben: Mittels der Lautsprechereinheiten der visualisierten Schlagwerkwolke des Vortags, den noch vorhandenen Tribünen, mitgebrachten Stühlen und Decken versammelte sich bei freiem Zutritt ein feines Grüppchen Fans im Donaupark und genoss still, mit konzentrierter Aufmerksamkeit die Übertragung des Konzerts aus dem großen Saal …
Vom Musiktheater & dem BOL, nach Bruckner024 ins Brucknerhaus: N. Trawöger:https://cba.media/719003<<< Radio
* * *
Vor nun 30 Jahren erschien Claudia mit einem Mädchen im Fadinger Festsaal – Sie wollte bei einem Projekt dabei sein, doch zu diesem Zeitpunkt waren Cabaret & Film soeben über die Bühne gegangen … kurz darauf im Mai `95 hatte statt dessen in einem Linzer Pfarrsaal ein Stück Premiere mit unserem Mandi Riegler, Claudias Schwester & eben jener Birgit Minichmair (siehe unten) …
An dieser Stelle DANK an all meine Fadis (Kollegen, Freunde …), Traxl-erianerInnen, sowie Organisationsteams von (nun doch allgemein weniger werdenden) Maturameetings – Ausnahme zuletzt: Ein Doppeltreff organisiert für „Auswärtige“ von Klassenmutti Susi – dazu ein „Suchbild“*: „Isoldens Oden an die Nacht“ (Staatsmeisterfilm vor nunmehr25 Jahren)
Darstellerinnen der „Schularbeit“ 8x Damals & 1x Heute*
Sir Donald McIntyre hat sich für immer von uns verabschiedet … im obigen Bild noch guter Dinge bei einem gemeinsamen Besuch des RINGs für Kinder vor dem Probensaal am Grünen Hügel in Bayreuth …
*An dieser Stelle sei all jener gedacht, die heuer von uns gegangen sind*
N E B E L * D E R * E R I N N E R U NG
Ex-Fadinger sind bei obigem Projekt nicht nur in Pilszschen Laufbild-Eigen-Zitaten vertreten:
Dem Fadinger AbsolventenAndreas Kolb gelangen im Verlaufe zweier Jahre an längeren Herbst- und Winter-Weekends im Mühl- und Wald4tel ganz wunderbare Drohnenaufnahmen. Stundenlang pilotierte er mit seinem >Kamera-geschulten Auge< (- Keine ARS ohne Kolb’sche Fotos) die fliegende Linse durch dichte Nebelschwaden. Allein der Flug über den winterlichen See und die Pöstlingberg-Sequenz lassen da den Spannungsbogen der Musik in parallelen Bildwelten erblühen. Eine optimal geeignete Auswahl jener hervorragenden, stimmigen Ergebnisse wechseln sich im nun fertigen Musikfilm ab, mit „Found Footage“-Sequenzen Pilsz‘scher Prägung – sprich: Eigenzitaten aus früheren Werken (- Zyklop, Pannonia, Mahler, Ständchen, Ring…)
Über 20 Jahre war der MLAdie Plattform und geniale Präsentationsmöglichkeit für Ergebnisse von Medienprojekten, die im Rahmen der Medienbildung an österr. Schulen erarbeitet wurden. Zum Jahreswechsel 023/24 wurde diese wunderbare, unverzichtbare Einrichtung (wegen großen Erfolgs?!) eingestellt. FrontmannRobert Hinterleitner sowie andere Aktivisten & Institutionen (Wiener Filmakademie), die seit der Einstellung an der Geschichte protestierend & innovativ dran sind, haben im Oktober 024 Gespräche aufgenommen. Daraufhin schien der MLA als Teil der Ars Electronica „wiederbelebt“ zu werden … mit überschaubarem Erfolg im Schatten von U19 … Wir sind dennoch guter Dinge im 10. Jahr „Linz – UNESCO – City of Media Arts“
Im Gedenken an den Media Literacy Award und verbunden mit der Hoffnung auf dessen Wiederkehr, zog der BLOG-Autor als Moderationsgladiator für einen Abend in die Kepler-Salon-Arenaein, um mit MitstreiterInnen auf der Bühne und im Auditorium dies und andere wichtige Probleme im Bereich der Medienbildung in jenem edlen Rahmen ausführlich zu diskutieren – im LIVESTREAM & aufgezeichnet von Dorf-TV:
Am Packen des Medienrucksacks waren auch Jung-Fadis beteiligt, die eine Woche vor dem Diskurs im Kepler Salon dort bei der Präsentation u. a. ihres Werks vertreten waren, das in der Medienaktionswoche davor entstanden war …
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… vor 10 Jahren …
10 Jahre MRG NEU – hier Erfolgs-NEWS der letzten Stunden:
Wo wohnt Emil der Elch jetzt? – Richtig: In „Fadistan“ bei der Youki in der europäischen Weihnachtsstadt Wels, wo die Fadis den Austrian Award 025 gewannen – Bester Österreichischer Film<<<GRATULATION 1 an das gesamte MRG-Team <<< Als einziger Schule (in der Altersklasse bis 18) gelang es den Fadis beim internationalen Festival in Wels (bei 900 Einreichungen) einen Preis von der Jury zuerkannt zu bekommen – Alle anderen Sieger waren Studenten & Filmhochschulen … mehr dazu unter: https://fm4tune.tumblr.com/
Vor 2 Jahren hatte ich das Vergnügen um 7 Uhr morgens mit der „Frühen FRO-sch“-Sendung den Schulradiotag der alternativen Sendestationen im FRO-Studio zweistündig einleiten zu dürfen. Damals deponierte ich, dass dies doch eigentlich SchülerInnen (und nicht Endsechziger) übernehmen sollten … Heuer moderierten Teams von Radio FRECH(betreut von Prof. Siebermair & Reisenberger) perfekt den ganzen Sendetag aller österr. Stationen (von Radio Orange / Wiener Radiobande… bis Radio Helsinki) Gratulation 2 und Dank an alle>Radio-aktiven Fadis<
Im Rahmen des 175er Jubiläums des Traditionsgymnasiums Linz Fadingerstraße, das seit der Geburtsstunde von FRO mit Radio FRECH auf 105,0 vertreten ist, gibt es im SeniorenRadio Sendungen während des Schuljahrs 025/26, in denen Fadinger AbsolventInnen von Manfred Pilsz zum Gespräch geladen werden: Den Auftakt machte bereits jetzt im Dezember eine Fadingerin, die bei ihrem 025er Abstecher von Alaska nach Linz vors FRO-Mikro geholt wurde: https://cba.media/739400<<< Radio
Seit dem Umstieg des Blogautors im 016er Jahr vom Jugendradio FRECH zum SeniorenRadio sind seit 017 ganze 100 Sendungen von ihm produziert und auf CBA transferiert worden – dort sind sie jederzeit abrufbar … so auch das >>> Bruckner-Radio, das für die EXPO des Landes 024 gestaltet wurde.
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Ausblicke ins Jubiläumsjahr 026:
150 Jahre Bayreuth
12 Tage vor Wagners Geburtstag kam es 1876 anlässlich der Weltausstellung in Philadelphia zur UA des an ihn herangetragenen Auftragswerks „Großer Festmarsches zur Eröffnung der hundertjährigen Gedenkfeier der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Nordamerika“ – Wagner verlangte als Honorar für die Komposition 5000 Dollar, eine für die damalige Zeit sehr große Summe. Aufgebracht wurde das Geld von dem Festfeier-Frauenverein, die sich wünschten, das Werk möge ihnen gewidmet sein …
Im selbigen Jahr 1876 brachen zu Bayreuth die ersten Festspiele aus – 026 wird dort erstmals Wagners Rienzi über die Bühne gehen … Mehr als ein Drittelder 150 Jahre Bayreuth hat der Blog-Autor alljährlich hautnah miterleben dürfen …
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026:Vor dann genau 45 Jahren: Der legendäre Fadinger Jesus Christ Superstar im 2x restlos ausverkauften Brucknerhaus:
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Nebst „Yggdrasil“ auf der Terrasse > Manfred P im Stil von heute & damals:
KI generierte Winterbilder aus dem coolen Leben des Blog-Autors
(- der Terrassenschnee ist echt – jener „Winter“ dauerte einen halben Herbsttag)
F R O H E * * * F E S T T A G E
wünscht der oft ganz ana-loge Leo-Loge M P
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Herzlichen DANK an unseren Sepp Friedhuber für seinen Leserbrief (13. 12.) in den OÖN: Negativismus – nein danke <<<
Dieser BLOG-Beitrag würd‘ sich Lektüre & Betrachtung auf einem großen Screen verdienen
„N E B E L * D E R * E R I N N E R U N G“
M u s i k f i l m – 4 Min 15 (KI-Projekt in Bild & Ton mit Kameradrohne)
Aus der Schwärze des Vorspanns ist das immer lauter werdende Ticken einer Uhr zu vernehmen. Schemenhaft wird in der Dunkelheit zu einem dann anschwellenden Pendelgeräusch der Umriss einer Lampe sichtbar, deren bebilderter Lampenschirm spontan aufflammt, als das Pendel schockartig akustisch zu einem schwingenden Beil mutiert. Wenige Momente später löscht das Klirren eines zersplitternden Glases das Licht. Schreie von Krähen erfüllen das erneute Dunkel (- gleich dem Moment des Todes – dies ist der 1. Plotpoint). Aufkommender Nebel lässt den Zuschauer über einem herbstlichen Baum entschweben – dazu erklingen erste Klaviertöne:
Das LiedMondnacht aus dem Eichendorff-Zyklus (1840, op 39) ist wohl eine der populärsten Schöpfungen Schumanns, weil Musik und Dichtung sich hier auf einzigartige Weise ergänzen: Der Text besticht durch betont schlichten, aber tiefe Assoziationen weckenden Ausdruck und führt gleich zu Beginn mit einem Konjunktiv in eine Art Traumsituation – so auch in unserem Musikvideo:
Retrospektiv lösen sich aus dem Nebel alte Pilsz’sche Filmsequenzen, die nicht tautologisch auf den Text bezogen sind, sondern fein abgestimmt auf die Musik gesamtkunstwerklich die Stimmung des Kunstlieds interpretatorisch spür – und sichtbar werden lassen: Aus bleichen Nebelschleiern enthüllt sich ein erstes surreal anmutendes Traumbild – ein Zyklop öffnet sein Auge. Der Blick ruht auf der Blüte einer Mohnfeldaue, bevor auch diese wieder im weißen Dunst vergeht …
Die Luft ging durch die Felder, Die Ähren wogten sacht, Es rauschten leis’ die Wälder, So sternklar war die Nacht.
Die besorgen Blicke zweier Mädchen auf eine Sanduhr weichen der Schnitterin, die heut‘ Morgen übers Feld ging, bis der Tau der Gräser in nächtlich stillem Rauschen von Zauberhand in eine Mondkugel verwandelt, mit steigender Dynamik (am Plotpoint 2) Fahrt aufnimmt …
Bilder aus dem vorhandenen Filmmaterial – mit KI bearbeitet
Während die ersten vier Halbverse stets mit der gleichen Melodie gesungen werden, wird bei der Zeile „Und meine Seele spannte …“ harmonisch und melodisch ein neuer Weg eingeschlagen, was den Abflug der Seele hör- und spürbar macht:
Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.
In einer (dem Nebel verwandten) Winterlandschaft endet das letzte Verweilen, bevor die Seele über einen zugefrorenen See und verschneite Wälder dem Himmel entgegen segelt. Als sich die Spitzen einer bekannten Basilika aus dem Gewölk schälen, lösen sich im letzten Traumbild eines hell, wabernden Tunnels die finalen Momente der „Heldenreise“ in den Schatten einer „Anderswelt“ auf … Auf dem schon knappen, ersterbenden Atem verlöschen eilends die letzten Worte, die da doch deutlich erahnen lassen: Styx (- nicht Lethe), Elysium … oder doch gar Uterus …?
Erinnerungsbilder in letzten, nächtlichen Momenten zwischen Morpheús und Thánatos
Musik: Robert Schumann “Mondnacht”
Tenor Manfred Pilsz / Klavier Helmut Rogl
Drohnen-Sequenzen – Andreas Kolb
Technik & Schnitt – Uwe Buhrke
Idee, Bildmaterial & Bild-Regie – Manfred Pilsz
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Gewidmet: Rosa Pilsz – der Text Eichendorffs (1837) war eines ihrer Lieblingsgedichte – In der musikalischen Fassung begleitete sie die verwendete Aufnahme bis zum Tode
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Hier unser Musikvideo „N e b e l * d e r * E r i n n e r u n g„:
Ex-Fadinger sind beim Projekt nicht nur in Pilszschen Laufbild-Eigen-Zitaten vertreten:
Dem Fadinger Absolventen Andreas Kolb gelangen im Verlaufe zweier Jahre an längeren Herbst- und Winter-Weekends im Mühl- und Wald4tel ganz wunderbare Drohnenaufnahmen. Stundenlang pilotierte er mit seinem >Kamera-geschulten Auge< (- Keine ARS ohne Kolb’sche Fotos) die fliegende Linse durch dichte Nebelschwaden. Allein der Flug über den winterlichen See und die Pöstlingberg-Sequenz lassen da den Spannungsbogen der Musik in parallelen Bildwelten erblühen. Eine optimal geeignete Auswahl jener hervorragenden, stimmigen Ergebnisse wechseln sich im nun fertigen Musikfilm ab, mit „Found Footage“-Sequenzen Pilsz‘scher Prägung – sprich: Eigenzitaten aus früheren Werken (- Zyklop, Pannonia, Mahler, Ständchen, Ring…)
Die Aufnahme des Kunstlieds stammt aus den 80er Jahren – Blogautor Pilsz und Klavierbegleiter Helmut Rogl haben da immer wieder konzertierten … Fadinger Absolvent Rogl wird Anfang 026 (im Jubiläumsjahr der Schule) seine nunmehr III. Symphonie im Brucknerhaus uraufführen.
Der musikaffine Bandbegleiter Uwe Buhrke polierte mit seinem KI-tauglichen Studio erst mal das alten Pilsz’sche Bild- und Tonmaterial technisch auf, kreierte gediegene Geräusch/Tonebenen für die Eingangsszene und schuf gemeinsam mit der Regie ein kleines, feines, filmmusikalisches Ganzes …
(oben: Im Programmkino – Bühne: Wenger & Gaigg / unten: Mit Said)
Ein „Blaues Wunder“ konnte man zum finalen Weekend beim „Festival der Nationen“ in Lenzing erleben – Esther Wenger (- langjährige Juryleiterin / bekannt durch ihre Regiearbeiten bei „Tatort“, den „Rosenheim-Cops“ und anderen TV-Serien) präsentierte ihr Werk „Das Blaue Wunder“ vor vollbesetztem Programmkino als allerletzten Film in der 53-jährigen Geschichte des Festivals. Leiter Christian Gaigg zieht sich zurück – ob`s und wie`s weitergehen könnte ist noch offen … Nach dem Start in Kärnten in den 70ern, übersiedelte das Festival nach Ebensee(Leitung Erich Riess) und schließlich ins Programmkino Lenzing. Unter den Weekendgästen befanden sich Mitglieder des deutschen und österr. Filmverbands VÖFA, sowie eine Ikone jener einschlägigen Filmwelt: Said Manafi – ein geschätzter, lieber, wichtiger, langjähriger Wegbegleiter des Blog-Autors …
Radio-SENDUNGEN & -Beiträge ganz im Sinne unseres Schul-Jubiläums
Im Rahmen des 175er Jubiläums des Traditionsgymnasiums Linz Fadingerstraße, das seit der Geburtsstunde von FRO mit Radio FRECH auf 105,0 vertreten ist, gibt es im SeniorenRadio während des Schuljahrs 025/26 mehrere Sendungen, in denen Fadinger AbsolventInnen vom Blog-Autor zum Gespräch geladen werden: Den Auftakt in der Dezember-Ausgabe macht die Fadingerin Michi B., die bei ihrem 025er Abstecher von Alaska nach Linz vors FRO-Mikro geholt wurde …
Es wird bei der Serie versucht u. a. die (im Rahmen des Jubiläumsprogramm angedachte) Fadi-Female-Thematik reinzunehmen – so auch bei Isa Stein (Künstlerin & Architektin) usw. … Komponist Helmut Rogl wird in einer Jubiläumssendung über seine III. Symphonie (UA Februar Brucknerhaus) sprechen, unser Historiker Egbert Bernauer über den Fortgang des nachhaltigen 175er Buch-Projekts zur „Fadinger Schulgeschichte“ – Die Sendungen sind per LINK (wie immer) auf CBA jederzeit nachzuhören <<<
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Dr. Helmut S O H M E N
Zum Millenniumswechsel durfte Ihn der Blog-Autor in Linz kennenlernen
Zwei Fadinger AbsolventInnen am Schulhof im Gespräch:
2008: Interview mit Dr. Sohmen (Goldene Matura) durch Verena Duller
Am Staatsfeiertag verstarb in Hongkong eine Fadinger Legende: Der Reeder Helmut Sohmen– Dr. Sohmen maturierte 1958 am BRG Fadingerstraße. Mittels seiner Stiftung ermöglichte der Milliardär es jungen Leuten aus Österreich per Stipendium Kontakte in China zu knüpfen. Er unterstützte immer wieder seine Fadinger Schule & ihre AbsolventInnen – so auch als Großspender bei der 150Jahr-Feier.
Riebes geniale „Venezianischen Vögel“ zieren zentral das Pilsz’sche Domizil
Markus Riebe– Beispielgebender Pädagoge und Pionier für computerunterstützte Kunst sowie digitale Medien – ist nicht mehr unter uns. Für mich war Markus fachlich eine > Natürliche Autorität <, menschlich eine Größe und als Mitstreiter in Sachen Medien unverzichtbar: Ich möchte da nur die Geburtswehen der YOUKI (Wels), oder den Medienarbeitskreis beim LSR OÖ erwähnen. Darüber hinaus hatten wir intensiven Kontakt u. a. beim Filmring der Jugend, sowie als Mitglieder des Linzer Stadt- und OÖ. Landeskulturbeirats …
DANK auch für Deine Wertschätzung (Ehrung 016)
Erinnerungen, Bilder, Projekte …, das WESENTLICHSTE jedoch lässt sich kaum oder nicht in Worte fassen – DU aber lebst weiter in Deinen Werken, Deinem Wirken und bleibst UNVERGESSEN >D A N K E für A L L E S<
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Keine PANIK auf der Titanic– Kulturherbst 025
(- ausgehend vom Titel der ARS Electronica 025)
1975 – vor genau 50 Jahren trat Udo Lindenberg mit seinem PANIK-Orchester und Votan Wahnwitz mit der Nummer >>>„Der Dirigent„ (<anklicken) mit großem Erfolg vor sein Auditorium
Deutlich vor Ausbruch der allerersten ARS`79: Meinen allerersten Kontakt mit der sogenannten KI hatte ich 1968 im genialen Kinofilm “Odyssee 2001” (Regie: Stanley Kubrick) – der sprechende Computer Hal 9000war quasi eine Art Vorläufer der heutigen ChatGPT-Generation … Marvin Minsky, einer der Gründerväter der KI und einer der Teilnehmer der Dartmouth Conference, diente Stanely Kubrick bei dem Film als technischer Berater mit dem Supercomputer HAL 9000. Durch den Input von Minsky konnte eine für den Zuschauer schlüssige Darstellung der künstlichen Intelligenz gezeigt werden, die zusätzlich wissenschaftlich belegt war. Der Film spiegelt die damaligen Vorhersagen von KI-Forschern wider und gilt weiters als cineastischer Meilenstein der Künstlichen Intelligenz, der viele Technologie-Visionäre bis heute inspiriert. Manchmal überkommt den Blogautor das Gefühl, dass die Menschheit soeben grad dabei ist, genau den selben Fehler zu begehen wie Goethes Zauberlehrling. „Künstliche Intelligenz“ scheint in praktisch fast allen Lebensbereichen das Zauberwort zu sein, das die Antwort auf alle Fragen liefern soll. Oder ist in naher Zukunft etwa die KI gar selbst der „Zauberlehrling“?
Meinereiner hat 025 für sich zu seinem KI-Jahr erklärt und so war heuer war ein 1. medialer Versuch angesagt: Ein Gespräch mit der KI– hier nun das Ergebnis: https://cba.media/710987 <<< RADIO
(KI-generiertes LeoLogeLogo)
KI – unser informierter, schneller, quasi „autistischer“ Mitarbeiter
Künstliche Intelligenz ist nicht wirklich intelligent & garantiert emotionsfrei, weiß aber viel … „Maschinen“ denken und fühlen nicht, aber sie leisten – und zwar beachtlich <<<
Bei KI-Werken handelt es sich ganz im Sinne vonRené Magritte nicht um eine „Pfeife“, sondern um ein, von KI generiertes, digitales Bild einer Pfeife<<< mehr dazu siehe hier
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Botschaften von ARS & Brucknerfest-Eröffnung?
„Der Schoß ist (furchtbar) fruchtbar noch, aus dem das kroch“
(Es wiederholt sich – kommt aber in anderer „Montur“- Zusammenfassung und zum heurigen Diskurs bei ARS und Brucknerfest-Eröffnung …)
Die gegenwärtige Weltlage 025 ist leider nicht futuristisch verklärt, wie wir sie vor Jahren vorauszusehen glaubten, sondern Dank ewig Gestriger rückwärtsgewandter und instabiler denn je. In der digitalen Welt werden Bürger zu Sklaven von Broligarchen, die mittels ihrer Produkte, ihre Kunden in der Hand haben, welche wiederum willig deren „Smarte“ Phones täglich in ihren Händen halten – Herz, Handy & Hirn? Die Inhalte ihrer Handydisplays bestimmen zumeist, wie die User die Welt zu sehen haben: Selbst nächtens liefern sich willfährige Sklaven der algorithmischen Verengung einer aufgedrängten Welt aus, die sie als ihre eigene zu identifizieren glauben, anstatt mit sich und eigenen Gedanken und Gefühlen ins Reine zu kommen …
Demokratische und hier speziell passende, effektive, neue Werte müssen klar sichtbar gemacht werden, damit sie all ihre Anziehungskraft entfalten können. Algorithmen großer Digitalkonzerne sollen darauf programmiert sein ideologisch trennende Mauern zu generieren oder gar noch zu verstärken … Ränder der extrem Rechten & Linken, sowie fundamental religiöse Vertreter haben so dann freien, ungebremsten Zugriff nicht nur aufs junge Wahlvolk …
BILDUNG zu tanken wäre angesagt – – an jeder nur möglichen DENKSTELLE – möglichst SUPER VOLL<<<
Weitere Gedanken dazu würden den Textrahmen des Blogbeitrags sprengen …
So wie’s derzeit rund geht am Planeten: Keine Zeit für Panik <<<
Die Musik/Medienweltstadt Linz, die es nach Jahren endlich geschafft hat die Klangwolke terminlich getrennt von der kulturherbstlich 1. Musicalpremiere (siehe später) über die Bühne zu bringen, hatte heuer am KW-Abend auch noch ein Länderspiel auf der Gugl zu stemmen. Wäre die Lederkugel gar im Blauweiß-Stadion gerollt, so hätte es die 1. Fußball-TV-Übertragung mit Musikbegleitung (wenngleich ohne Feuerwerk) gegeben, bzw. eine Wolke mit torbedingten Beifallskundgebungen …
Möge sie wieder zur alljährlichen Tradition werden:
Welch wunderbare Retro-Wolke – und damit ist nicht die „visualisierte –“, sondern die „Klassische Klangwolke“ gemeint, die das Publikum der ersten Stunde seit Jahren vermissen musste. Aus ihr wurde im Verlauf der letzten Intendantenwechsel ein anerkennenswertes „Sozialwölkchen“, das es ermöglichte um wenig Geld ein großes Konzert im Brucknerhaus zu besuchen – ein wunderbarer Gedanke, der allerdings nichts mehr mit der ursprünglichen Intention eines beschaulichen Erlebnisses „klassischer“ Musik im Donaupark zu tun hatte. Heuer war dies wieder gegeben: Mittels der Lautsprechereinheiten der visualisierten Schlagwerkwolke des Vortags, den noch vorhandenen Tribünen, mitgebrachten Stühlen und Decken versammelte sich bei freiem Zutritt ein feines Grüppchen Fans im Donaupark und genoss still, mit konzentrierter Aufmerksamkeit die Übertragung des Konzerts aus dem großen Saal. Unter den Glücklichen: Ihr/Euer Blogbeitragsverfasser, der sich an diesem wunderbaren Abend alters- & standesgemäß auf der „Hommage à Anton Bruckner“ niederließ – einem nicht unwesentlichen Stück Stahl des „Forums Metall“, das vor einiger Zeit aus der „Sandburg“ vertrieben worden war, die beim nächsten Mal während der spärlichen paar Klangwolkenminuten gern auf Beschallung ihrerseits verzichten könnte …
„Neo-Wagnerianer“ Jürgen Maurer teilte die Begeisterung des Publikums für die exquisite Streicher-Umsetzungdes genial gerafften „Lohengrins“ – Nach einem dumpfen Geräusch direkt am Ende von Akt 2 meinte er spontan: „Das war wohl die Kinnlade von Anton Bruckner“
Wer hat wirklich alle Brucknerfesteröffnungen, ARS Electronicas und Klangwolken miterlebt – Richtig: Der BLOG-Autor
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Medialer „Elch-Test 025“: SOMMERLOCH-TIERE
In den letzten August-Zuckungen verging kein Tag, an dem nicht Elch Emil viele Sommerlöcher in Minuten oder Zeilen österreichischer Medien stopfen musste. Alljährlich darf da mindestens ein Exemplar der Fauna in die Bresche springen – von der Tigermücke bis zum Seeungeheuer. Letzteres ist wohl die bekannteste Ausgabe dieser medialen Spezies: Das Ungeheuer von Loch Ness … Die sonst bei uns so beliebten, wie beheimateten Wölfe und Bären verrichten ihren Schreckensdienst verteilt aufs Jahr. Im Sommer braucht es jedoch spezielle UFOs der Fauna und unappetitliche Grauslichkeiten tierischer Provenienz, wie: Schlangen in der Klomuschel, oder entwichene Raubkatzen, wie zuletzt auswärts, oder vor mehreren Jahren einen Puma bei uns im Mühlviertel, der die Nähe der Landeshauptstadt suchte … Grund genug für Unterstufenschüler der Fadinger Anfang der 90iger die Videos „Das Ungeheuer von Loch Linz“ und „Jurassic Linz“ zu drehen. Der Pleschinger Streifen der Fadis „Haialarm am Pfenningberg“ (- ein Wels in Linz-Nähe?) fand im Rahmen von Jurierungen nur geteilten Anklang. Ungeachtet dessen wurden das, einem Straußenei entschlüpfte Fadinger Urzeitmonster und der Puma, der im eigenen Gym wütete umso mehr von der Jury, u. a. wegen Medienkritik hoch gelobt & ausgezeichnet <<<
J U R A S S I C * L I N Z
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Shrek – umjubelter, grüner Sumpf-Siegfried
Musical, Mythen und Märchen kollidieren inhaltlich in diesem Musikbühnenstück, das in der Regie Werner Sobotkas zum absoluten >MUST< dieser Spielzeit für Alt & Jung wird (- ganz im Sinne des Jahresmottos des Linzer Musiktheaters) – Alles wirkt wie aus einem Guss, in einem ebensolchen Musikbett – liebevoll angereichert mit sinnvollen Details in Wort & Bild, perfekten Tanzeinlagen – sprich: Eine geniale Umsetzung in optimaler Besetzung <<<
„Einer nur freie die Braut“
Ein Oger namens Shrek, der das Fürchten selbst nie gelernt (sondern nur anderen gelehrt) hat, ist mit einem Esel auf zur abenteuerlichen Heldenreise aufgebrochen, um erfolgreich mittels „Eselsbrücke“ den Feuerwall eines Drachens zu überwinden, der Prinzessin „Fiona“ gefangen hält. – Schreckschraube Lord Farquaad (ein „Zwerg“) möchte sich so mittels dieser zugeführten Braut zum König „hoch heiraten“. Im Gegenzug wird dem unerschrockenen Shrek versprochen, dass dessen Privat-Sumpf bezüglich lästiger Märchenfiguren (Pinocchio bis Rotkäppchen) trockengelegt wird. Schrecklicher Schönheitsfehler jenes Unterfangens: Der Oger verknallt sich in die nächtliche Teilzeit-Ogerin Fiona – damit haben sich zwei (von ihren Eltern wie Hänsel & Gretel) in ihren Kindertagen Ausgesetzte gefunden: Ein schönes Happyend ohne Schreckstarre in einem Bade verdient langer Standing Ovations <<<
Gedanken eines Wagnerianers zum Shrek-lich schönen Musical im MT
Richard Strauß schuf im Fin de Siècleim Finale einer Zeitenwende mit seinem Rosenkavalier 1911 ein Werk, das inhaltlich im 18. Jahrhundert fast mo-zärtlich („Figaro“) verankert ist, eigentlich jedoch zeitlos daherkommt, wenngleich die Zeit eine Hauptrolle spielt:
Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding. Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts. Aber dann auf einmal, da spürt man nichts als sie. Sie ist um uns herum, sie ist auch in uns drinnen. In den Gesichtern rieselt sie, im Spiegel da rieselt sie, in meinen Schläfen fliesst sie. Und zwischen mir und dir da fliesst sie wieder, lautlos, wie eine Sanduhr.
Oh, Quinquin! Manchmal hör‘ ich sie fliessen – unaufhaltsam. Manchmal steh‘ ich auf mitten in der Nacht und lass die Uhren alle, alle stehn. Allein man muss sich auch vor ihr nicht fürchten. Auch sie ist ein Geschôpf des Vaters, der uns alle erschaffen hat.
Soweit die Marschallin im Verlauf des Stücks … „Time is fleeting“
Von der Aussage her würde man glauben eine „Reife Frau“ vor sich zu haben – vermutlich ja, aber nicht nach Jahresringen: Die 32jährige hat an ihrer Seite den „androgynen“ Ottavio (17), der als junger „Rosenkavalier“ dem alten (?) Baron Ochs von Lerchenau (urspr. Mitte 30) die Braut Sophie (17) zuführen soll – eine Geschichte, die schon bei Tristan und Isolde gründlich schief gegangen ist … Der Ochs und die Marschallin würden da dann zum alten KönigMarke mutieren …
Apropos Wagner – diesmal ist es nicht der Blogschreiber allein, der „Richard’sche Vergleich anstellt: Bei der PK vor der Premiere hörte man von der Regie (Intendant Schneider), dass sie die Marschallin „wahlverwandt“ mit dem Sachs verorte und auch sonst die „Meistersinger“ ums Eck schauen … So gesehen würd‘ zum Ochs dann wohl der Beckmesser (?) passen usw. …
Zurück zur fließenden Zeit: Bei der Linzer Inszenierung beginnt man mit dem 1. Akt im 18., dem zweiten im Fin de Siècle, um letztendlich dann in unser aller Gegenwart zu landen – vom Adel, über das Großbürgertum ins offene Jetzt – Zeitsprünge, die quasi im Zeitraffer zeigen, dass ewige Themen sich nur in neuen Hüllen jederzeit fortsetzen <<< Im 1. Teil befinden wir uns zu Linz jedenfalls in originalen Gefilden eines empfangsbereiten Wohnschlafgemachs. Großartig Erica Eloff als Marschallin inmitten eines bunten Treibens, aus dem stimmlich weiters Angela Simkin (Octavian) und >der Sänger< Simon Yang herausstechen. Und damit zu Akt 2:
Das „Himmelbett“ der Marschallin teilt sich und steht als Zwillingssofa verteilt im nunmehr schmucken Salon im Hause Faninal – den Raum beherrscht „Die Sünde“ – ein Gemälde von Franz von Stuck. Faninal, ein neureicher Allergiker (- Allergie gegen den Ochs?) und Tochter Sophie werden vom Rosenritter (Silberkostüm – ohne Schwan) Octavian überrascht. Das dicke Ende erscheint in Form des anlassigen Ochsen, der die Waffe des obigen „Toreros“ zu spüren bekommt. Und so landen auf den beiden (nun) Pflege-Sofas der kränkelnde Schwiegerpapa Faninal (Adam Kim) und der so arg ausgestochene Baron – der Salon wird zum Seniorenhotel: „Ihm zur Nooooocht“ (- so mehr als beachtlich vorgetragen von Dominik Nekel)
Im 3. Akt finden wir uns im Rahmen eines wunderbar (von BOL & Maestro Poschner) umgesetzten Vorspiels in einer Disco wieder – eingeleitet durch DJ Loris (Christine Hinterkörner, die u. a. statt des kleinen „Mohren“ durchs Stück geistert). Im Verlauf wird die Disco quasi zum „Laufhaus“: Der Ochs (bei Schneider mittlerweile beinahe zur Harvey Weinstein-Karikatur mutiert) brät dort wieder mal Octavia(n) an, der/die eine herrlich agierend b‘schwipste „Animation“ abgibt.
Im roten Kabrio erscheint die Marschallin (gleich einer „Dea ex machina“) und beendet den Spuk: „Leupold, wir geh’n!“ – Happy End in der „Bar zumweißen Hai“ (- siehe Tresen auf der Bühne) – Treffpunkt der High-Society … Großartiges sängerisches Duett-Finale (Angela Simkin & Fenja Lukas) – In Summe: Ein herrlich schräger >>>Rosenkavalier mit einer tollen Teamgesamtleistung: Egal ob Orchester, dessen Chef, Chor, Soli, Ensemble, Regie, Bühnenbild, Kostüme … – sprich: unbedingt sehens– & hörenswert <<<
ein ganz spezieller Sänger des Sängers <<< zu dessen 90er
Dieser BLOG-Beitrag würd‘ sich Lektüre & Betrachtung auf einem großen Screen verdienen
BAYREUTH025 – wie es singt und lacht
Dass Linzer Meistersinger-Kompetenz aufweisen, wurde 023 im Neuen Musiktheater dokumentiert. (https://cba.media/616331) – Bayreuth hat daraufhin den Musical-Chef des Hauses an der Donau Davids nach Oberfranken an den Mail geholt, um ihn ebenda mit Hans Sachs & Co an einer Neuproduktion arbeiten zu lassen:
Davids Meistersinger
Pilsz’sche Betrachtungen:
Nach einer sehr kompakt musizierten Ouvertüre, öffnet sich der Vorhang: Künstler Stolzing inmitten eines Herzens, geformt aus Notenpapierfliegern (?) wartet am Absatz einer gefährlichen Freitreppe, die zum Kirchlein auf einen “Grünen Hügel” hochführt – Ein Warnschild für da heruntersausende Kirchenpilger dürfte Freizeit-Ritter Walther wohl nicht zur Fliegerform inspiriert haben, aber sollte gar mehr als Erregung von Aufmerksamkeit dahinter stecken? – Spätestens zum 3. Akt werden wir’s wissen …
Nach Evas Erscheinen hat die Bühne den richtigen Dreh heraußen und entführt uns in die „Singschul“: David als Probelehrer in einer Singvolksschule – Regeln anhand von Täfelchen, die von LehrlausbübInnen hochgehalten werden … Der Schulraum (später Prüfungsraum für Walther) unter der Drehtreppe gleicht nicht von ungefähr einer Miniausgabe des Auditoriums des Festspielhauses, welches im Zuge einer Freiung alsdann von Meistern mit diversen Karnevalsmützen bevölkert wird. Vater Pogner integriert Schwieger-Walther ins Geschehen …
Der Sänger sitzt
Beckmessers Gemerk befindet sich am oberen Treppenabsatz – dort erscheint er hoch über der Szene, wie einem Adventkalender entstiegen, oder einer Kuckucksuhr als ebensolch Bewohner … Beim Schlusschaos kippt beim letzten Orchesterschlag obige Hügel-Kirche in Schieflage … Institutionen im Wanken?
Bereits im Mai gelang uns ein Hinterhof-Blick in die Zuckerstangenbaumschule der Festspielwerkstatt
Johannisnacht – mit den ersten Tönen erscheinen die Hände von LehrbübInnen unter dem Vorhang, der sich auftut und ein entzückendes quasi Lebkuchen-Nürnberg mit Zuckerstangenbäumchen, welche wir bei unserer Festspielhausvisitation zum 22. Mai bereits im Freien hinter dem Bühnenhaus ausspionieren konnten … (siehe Bild) Vorne steht eine postgelbe Büchertauschzelle – nächtliches Versteck für Eva & Walther, Zielpunkt für Sixtus B, der dort mit seiner Herz-Gitarre & Falco-Sonnenbrille unter dem Fenster Evas Aufstellung nimmt und dort bei seinem Ständchen von Sachs solange reglementiert wird, bis das Lebkuchen-, in ein kürbissig, flackerndes Halloween-Nürnberg mutiert – bevölkert von “Gassenhauern”. Der Schusterstuben-Vorplatz wird kurzfristig zu einem Wrestling-Ring, wie er in Bayreuth noch nicht zu sehen war. Der Nachtwächter beendet den Spuk – ein arg zerstörter Beckmesser entwindet sich der Telefonzellenbücherei und entschwindet in der nun wieder Lebkuchengasse im Tempo, des sich langsam schließenden Vorhangs.
Sehr berührend das Vorspiel zum 3. Aufzug: Sachs in seiner Schusterstube vorm Bild der verlorenen Lieben inmitten des Handwerkzeugs, bis David erscheint und den Meister nach dem Tauflied alleine lässt. Zeppenfeld liefert bravourös seinen Wahnmonolog, betreut Walther mit Sorgfalt bei dessen Traumliedfindung, bevor Beckmesser in der nun leeren Werkstatt erscheint und dabei durch Komik glänzt. Hier, wie auch bei vielen anderen Einzel- und Massenszenen zeigt sich die erstklassige Personenführung durch die Regie. Beim anschließend zudem musikalisch optimal vorgetragenen Quintett vertraut der Inszenator erfreulicherweise total der Wirkung der Musik und taucht das Umfeld ohne geringste Ablenkung in wohltuende Schwärze …
Narrhalla am Main (- statt Rhein)
Ganz anders kommt die Festwiese daher: Als karnevalistische Schlagershow – eine Quoten/Cash-Melkkuh des samstäglichen Schlager-TV-Businessprogramms (- siehe Bühnenbild samt aufblasbarer, tierischer Milchlieferantin): Die “Festwiese” als “Musikantenstadl”, als wöchentliches Medien-Oktoberfest – diesmal mit Bayreuther Promigästen: Merkel & Gottschalk in Zwillingsausgabe … Auf der Bühne mitten drin: “Singing Star” Ritter Walther, Narzissenkönigin Eva (als Gartenbau-Testimonial od. Blumentopf mit Kopf) und Sachs als Kaiser Roland? Während Looser Sixtus weder beim Publikum, noch bei der Jury punkten kann, hebt der von Sachs vorprogrammierte Siegläufer Walther im ritterlich bürgerlichen Outfit und “rosigem Schein” als Superstar auf der unverzichtbaren Strohballendekobühne (einer solchen Veranstaltung) voll ab. Alles biologisch abgesichert mit dem Meistergütesiegel … Für Walther ist klar: “Freilaufend” ist unabdingbar, aber keinesfalls als Meistersinger – ab in die freie Szene – Er möchte da nicht “angekettet” werden – kein “Sach-Walther”… Sachsens mahnende Ansprache erweist sich zu dessem Entsetzen als kontraproduktiv und mündet trotz “völkischer Begeisterung” im Chaos: Das Ordnungselement Nachtwächter hält sich die Ohren zu und flüchtet, Beckmesser zieht der Kuh-Deko den Starkstromstecker – eine ausgelöste “Kettenreaktion” kann Sachs auch durch das Schließen des Stromkreises nicht wieder beenden: Eva drückt ihrem Vater die Kette (Symbol der allerhöchsten Auszeichnung im Ehrenamt tradierter Kultur) in die Hand, bevor sie mit ihrem Walther zu neuen Abenteuern aufbricht, um Neues ganz im Sinne des “Meisters aller Meister” zu schaffen … Vielleicht ja ein Meister-Grusical …
Grünes Licht nur für den Grünen Hügel?
Ampelmännchen Richard geleitet seit den Festspielen025 das Publikum kurz vor der Meistersingerstraße sicher in Richtung Festspielhügel – Bruckner könnte den Verkehr an der Unteren Donaulände vor seinem Haus dirigieren ,,, In Sachen Brucknerhaus sei da kurz auf mein Sommer–Radio-Gespräch mit dem neuen LIVA-Chef Norbert Trawöger hingewiesen: https://cba.media/719003 (- inkl. M. Poschner)
„36 Grad in OÖ, 38 in Wien – Wann knacken wir endlich die 40er-Marke?“ – flötet die braungebrannte Wetterfee im klimatisierten Studio. Print: „Klimaschock: Gletscher schmelzen schneller, als wir denken“ (- Letzteres stimmt sicher). „Traumhaftes Badewetter ohne Ende als Entschädigung für schlaflose Tropennächte im Zentralraum“ – zwei Seiten weiter: Klimawandel schlägt zu: Hitzetote nun auch bei uns. In weiteren „Qualimedien“ und im Netz: „Alle wollen ans Mittelmeer – Stauwochenende verspricht dort bis zu 45 im (und ohne) Schatten“ – Ab zu den Waldbränden nach Griechenland. Für all jene, denen es in der Bratpfanne Südspanien zu kalt ist: Rüber nach Nordafrika, da hat’s fast 50 Grad – aber nicht als „Kreuzfahrer“, die dürfen ohnehin bald nirgends mehr anlanden … Regional-News: „Nach einem Rekord-Juni nun leere Freibäder!“ Den Wolken sei Dank: Ab 7. Juli hatten wir trotz Hitze vorm 15. 8. einen erträglichen Sommer mit Sonne, Regen, Badetagen an Seen, Bädern & Thermen, ideal für Wanderer & Gastgartenfreunde – Badeschluss ist erst im September und der nächste Schwitzesommer kommt leider sicher früh genug … Es lebe die gute, alte „Sommerfrische“ <<<
Manfred Pilsz (Schneelöwe – nun in Vorfreude auf den Goldenen Herbst)
(- despektierlich & fragwürdig auch als „Hundstage“ bezeichnet)
Vor etwa 45 Sommern war Captain Manfred Blackbeard als junger Odysseus in der Ägäis
„Chicken or Rabbit„? – lautete die tägliche Frage des „Strandwirts“ in seinem 3-Tische-Restaurant am Spitz der kleinen Bucht in 300 Meter Entfernung von unserer „Bleibe“ (Hotel Alexander) auf Syros. Im Vergleich zum heutigen Klima war es damals ein windiger, milder Sommer rund um den Geburtstag des Löwen MP inmitten des Reichs der Hellenen …
A p r o p o s:
1954 fiel der Sommer im Juli in Linz zum Teil überhaupt ins Wasser:
Die Donau hatte von der Innenstadt Besitz ergriffen – ein wahrliches Katastrophenjahr:
Es ist schon einige Tage aus, dass der praktizierende Wagnerianer Manfred das Erdenrund dereinst betrat – doch wie geschah dies? Wer hat ihn geliefert? Ein gemeiner Storch wird’s wohl nicht gewesen sein – das scheint sicher. Ob es aber ein anderer Vogel war, der ihn gebracht hat? Uns schwan-t da nur was …
Eigentlich ist es ja ausschließlich Gralsrittern vorbehalten im blühenden Erwachsenenalter mit einem Nachen angeliefert zu werden, allerdings auf der Schelde und nicht auf der Donau, die damals im 54er Jahr Hochwasser führte. Für ein >knapp über 3 Kilo Kind> hätte sich da sicher kein Schwan in Bewegung gesetzt. Ja und auch bei Amazon konnte man sowas damals (wie heute) eher nicht ordern. 1954 wurde noch >ab Hof< bestellt und so waren es die „Barmherzigen Brüder“ die am 6. August so gegen 15 Uhr Mutter Rosa verkündeten: „Es ist ein Bub !“ Ob diese das da in Gummistiefel taten, darf bezweifelt werden, da die nämliche Geburtenstation nicht im Parterre untergebracht war und selbst solch sensationelle Jahrhundertpegelstände maximal den Pfarr- und Hauptplatz tangierten. Prinzipiell bedeutet dies für Schwimmvögel ideale Bedingungen, aber wir wissen nix genaues. Auch Gondeln wurden in der Innenstadt nicht gesehen, sehrwohl aber Zillen. Bei einer Sichtung von Schwänen in der Rudigierstraße vor dem Neuen Dom, dürfte es sich allerdings um eine Ente handeln – eine edle Vorläuferin heutiger Fakes.
Der Tag als solcher war jedenfalls bereits als Katastrophendatum negativ besetzt. Schon in den frühen Vormittagsstunden hatte die Gedenkglocke in Hiroshima genau neun Jahre nach dem Abwurf der Bombe diesen wahrlich schwarzen Tag in der Menschheitsgeschichte eingeläutet. Ein Datum, das man sich (egal wie) nicht wirklich schön reden kann.
*Jenseits des eigenen 70ersbeschleunigt sich ganz klar & deutlich die Mutation vom Zeitgenossen zum Zeitzeugen*
Diese Erkenntnis kam mir, als ich mich wenige Tage vor meinem heurigen Purzeltag per Mail als Zeitzeuge für ein Drittel Fadinger Schulgeschichte betreffend Maturaarbeit eines Jung-Fadis zur Verfügung stellte, ihm Interviewmöglichkeit mit mir anbot und ihn mit ersten LINKs, Audio- & Bildmaterial versorgte …
Leo-Loge auf Bühnenturmhöhe westlich der Promenade:
Literatur vom FEINSTEN, um den Sommer besser im Schatten meiner japanischen Fächerahornesche Yggdrasil auf der abendlichen Terrasse überstehen zu können – DANK an den edlen Spender „Reischi“ <<<
Unschlagbarer Optimist mit Schirm
(- aus den Schattenseiten eines Hochsommer-Daseins)
Unbedarfte Sommer-ianer schütteln innerlich ihre Köpfchen, wenn der Pilsz rund um die 30 Grad mit seinem Schirm erscheint. Dreiste welche stellen sogar unwissend in den Raum einen Pessimisten vor sich zu haben. Jenen wird da dann allerdings verkündet, dass der Vorteil eines Stockschirms darin besteht (je nach Situation) seine Verwendung als Schirm, oder (wie meistens) als Stock zu finden. Die Schirmfunktion wiederum drückt den unverschwitzten Optimismus aus, dass es den grinsenden Wetterfeen zum Trotz, ja vielleicht doch endlich wieder zu regnen beginnen könnte und damit das Hitzesauwetter wenigstens wieder kurz unterbrochen würde. Der Schlechtwetterfront mit „Werten“ nahe der eigenen Körpertemperatur, bedingt durch mehrere stabile „Hochs“, Wolkenmangel und diesen schrecklich strahlenden Fixstern unseres Planetensystems, wünscht unser Optimist ein drehfreudiges Island-Tief, das bis Mitte September sein möglichstes leisten möge … bis zu diesem erlösenden Moment könnte es sich bei dem Allzweckgerät auch um einen „Sonnenschirm“ handeln – in seiner Stockfunktion auch gegen provokant agierende Wetterhäuschen einsetzbar … … … … … … (- Text – Stand der meteorologischen Dinge: Anfang Juli) … … … … … …
Alles weitere zu dieser Un-Jahreszeit war bereits in der Mai-Ausgabe <<< des BLOGs nachzulesen … Trost für alles Fans des geschrumpften Winter“halb“jahrs: Vom öden Sonnwendtag am 21. Juni (verbunden mit der üblichem ersten Hitzewelle) ist allein bis zum „SommerSilvester“ am letzten Juni-Tag die Nacht schon wieder um fast 2 Minuten länger geworden … Mittlerweile sind wir am guten Weg …
der *S c h n e e l ö w e*
(- im Winterhalbjahr entspräche dessen Birthday dem 6. Februar …)
– On the Way in jeglicher Hinsicht, denn nach dem schrecklichen 36 Grad Sahara-„Hoch“Pluto Ende Juni ist nun (nach Pilsz’schen Interventionen an Wettergott Donners Tag) endlich seit der 2. Juli-Woche ALLES nach meinen Sommer-Vorstellungen … Unschlagbar: Das schönste Geschenk, das ich bekommen konnte <<<
Take a risk visit Linz
– tja, am Donaustrand des Mühl4tels geht es allerdings immer heiß her …
„In Ischl ist der Wurm drin„
Der Juli-Geburtstag der Hirschgässlerin am französischen Nationalfeiertag ging diesmal (ob vernünftiger Temperaturen) in der Kaiserstadt Bad Ischl über die Bühne. Die Benzinkutsche wurde nächst den imperialen Stallungen abgestellt. Um die Bergwertung des Parkgeländes motivierter angehen zu können, zog man einen Kurzaufenthalt im Schatten der Kaiservilla inmitten rundum fein drapierter Ausstellungsstücke Erwin Wurm’scher Prägung unvorsichtigerweise in Betracht. Allein die Reduzierung auf Selbstbedienung hätte den gelernten Cafe-Besucher abschrecken müssen. Die nicht vorhandene Speisekarte kombiniert mit abschreckenden Angeboten am erbärmlichen Tresen hätte ausreichen sollen: „Toast mit und Toast ohne oder Wirschtln kinnans ham“ – Die Frage nach süßem Senf wurde quittiert mit: „Mir ham eh nur den an !“ Die erbärmliche Süßwarenecke machte den Eindruck überwuzlter Obstkuchen nach einem wüsten Wespenangriff … Blieb ein unscheinbarer, aber eher nicht kontaminierter Zwergkuchen, der auf Nachfrage mit folgender Aussage präsentiert wurde: Den hat mei Mutter g’macht – keine Ahnung“. Meine unerwartete Akzeptanz „I nimm eam trotzdem“, mündete resignativ so in die Bestellung dieses Mutter-Kuchens, samt des Begehrs nach einem koffeinfreien Kaffee. „Des kann dauern, i bin alla i der Kuchl“ – eine überaus kundenfreundliche Ansage, die sich nach einer Toastbestellung durch das weibliche Geburtstagskind wiederholte … In der Warteschleife waren nach geraumer Zeit heftige Geräusche fallender Teller in Kombi mit Flüchen zu vernehmen, die wenig später bei Tisch so kommentiert wurden: „Es war nur’s Teller, da Toast is net am Bod’n gfoin“ – Nachsatz: „Des kummt davon, weils schnö geh hat miss’n !“ – Damit landete der, mit Ketchup überschwemmte Teller nebst Kaffeetasse am „Gast“gartentisch. Nach einer kurzen Blickinspektion, die den Küchenbodenkontakt des Luxusmenüs Gewissheit werden ließ, erhob sich das ungesättigte Paar mit nicht gerade blumig lobenden Worten, begleitet von Beteuerungen, der Androhung eines Zweitversuchs und der Kostenrückerstattung. Nach 60 Minuten fetter Autos, ebensolcher Häuser Wurm’scher Fasson, versöhnte man sich kulinarisch mit der Kurstadt im Zauner und schwor dem Kaiserlichen „Dienstboten-Cafe“ (?) für immer ab …
D A C H G L E I C H E
Hoch über (& ebenso in) Linz gab’s eine innerfamiliäre >Dachgleiche< zu feiern – ein perfekt geplantes, sowie umgesetztes Wohntürmchen hatte das dort hohe Straßenniveau erreicht: Die Festgemeinde konnte somit die Besichtigungstour einzelner Stockwerke bereits per Feststiege absolvieren und den Tag dann mit Blick auf dem künftigen Garten bei Speis und Trank im schattigen Erdgeschoß ausklingen lassen …
Auch für Papst Leo den 14. dürfte es mittlerweile logo sein, dass der Vatikan kein Iglu ist: Er hat sein Sommerfrischedomizil Castel Gandolfo angesteuert …
Obiges ist in der Vollkasko des Herrn (- wie wir seit Weihnachten023 wissen): „Hummel500“ – ein enger Verwandter des Papamobils
Falls die Außengrenzen-„Schützer“ der EU unbedingt tätig werden wollen, so gäb’s da in Sommern eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit: Falls Afrika-„Hochs“ a‘ la Pluto wieder versuchen sollte, weit länger als eine Woche mit an die 40 Grad in unsere Klimazone eindringen möchten, dann möge man den Zugang schließen … das wär mal was <<< Mit 7. Juli übernahmen dies feine Westwetter-Tiefs, die für COOLe Erholung sorgten – ein zarter Ausgleich für den zuletzt wieder gestohlenen Winter … Ein „Fliegendes Tief“ übrigens auch am Sektor Kultur:
Ein Holländer am Rand der pannonischen Regie-Tiefebene
Die Ouvertüre beginnt fast unbemerkt bei Taghelle – weit und breit keine stürmische See, sondern ein schroffer Steinbruch, der „Bühnen-seitig“ von mit Abstand mikrobisch klein wirkenden DarstellerInnen geflutet wird. Ihr Herumirren erfolgt dabei völlig losgelöst von den musikalischen Motiven. Senta (Tochter von Kapitän Daland) macht da keine Ausnahme, sucht scheinbar nach später günstigen Absprungpositionen, verfolgt von Jäger Erik – bewaffnet mit einem Blumenstrauß (- nun ja, ist ja auch Strauss-Jahr heuer) – sprich: Weiterhin kaum Sichtbares und ohne Konnex zur Musik … Überdimensionale starre Wellenberge (- gefroren bei 30 Grad plus) werden mit Beginn der Handlung von kleinen Booten durchpflügt – ein Bild, welches fatal an ein Urfahranermarkt-Fahrgeschäft mit kleinen Segelschiffen aus Kindertagen erinnerte. Der Holländer fliegt nicht herein, sondern nimmt erst Fahrt in die Burgenländischen Karibik mit leichter Verzögerung auf, nachdem in der Musik bereits der Anker fiel, auf dem er dann später an Land reiten wird. Der Monolog, des sich aus einem verkehrt aufgehängten Polypen schälenden Gespensts, ist durchgehend garniert mit jeder Menge sinnlos ablenkender Pseudo-Action, die jede ohnehin kaum aufkeimende „Stimmung“ zerstört. Der nächste Regie-R“einfall“ man(n)ifestiert sich in einem billigen Kantinen-„Witz“ (?) unterster Schublade, den ein renommierter Inszenator wie Philipp M. Krenn nicht notwendig hätte: Kapitän Daland weckt den Steuermann und siehe da:
Was sagt man/frau zu obiger Regie-Textänderung? – Affront gegen Frauen & Wagner
(Original: Ach, lieber Südwind, blas‘ noch mehr, mein Mädel …)
Vor versammelter Mannschaft wird der Pakt beschlossen Tochter Senta gegen den vollen Schiffsbauch zu versemmeln … Diese erscheint wenig später in ihrer Zwergtextilfabrik in fernster Bühnenferne am steinigen Hügel. Nun dämmerts der Regie und fortschreitende Verdunkelung ermöglicht endlich den Einsatz von Video fürs Bühnenbild und bringt den, für üppige Outdoor-Inszenierungen fast schon unvermeidlichen Kameramann störend ins Bühnengeschehen, der das Gewusel der AkteurInnen „in the backerest Behind“ auf eine freie Steinwand knallt, sodass auch die allerletzte Sitzreihe das Geschehen besser erahnen kann. Das Puppentheater setzt sich nach Sentas Ballade, während der, mit wenig Vertrauen in die Wirkung der Musik, am Wrack gezerrt und getanzt wird mit dem Auftritt von Erik (samt Blumenstrauß) fort. Der wildgewordene Florist zerstört Sentas Lieblingsbild (Landschaft mit Meer), was diese in ungeahnte Höhen (nicht einer Palme, sondern) des Dachgiebels ihres Etablissements treibt. Erik, der keine Vase findet, sucht mit den nicht welk zu kriegenden Blüten das Weite, findet es aber nicht. Vater Daland gelingt es seine schwindelfreie Senta vom Dach zu singen, hat er doch der Tochter einen Holländer, nebst Kameramann angeschleppt, der die folgenden Intimitäten am Gipfel des Steinbruchs festhält. Der flugtüchtige Niederländer hat seiner Senta ein edles Ersatzgemälde (mit Schiff drauf) mitgebracht und kann bei ihr so voll punkten … Seit Einbruch der Nacht haben sich die Eiswelten, dank Licht- & Videotechnik verflüssigt. Steuermann & Co werfen sich in Schale und dann ins kühle Nass, um den ramponierten Gespensterkahn hereinzuziehen, zu plündern und damit die Geisterschar aufzuwecken – einziges optisch rundum gelungenes Highlight einer Geisterbahn-Disko … Erik erscheint (diesmal ohne transportabler Botanik) mit einer Feuerwaffe, singt mit glänzendem Stimmeinsatz seine „Versicherungsarie“, was den dunklen Seemann auf den Plan ruft. Senta eilt (wie) mit Brandbeschleuniger aufs höchste Leuchtturmniveau, um dort gedoublet als ewige Flamme des Holländers dessen Schiff erlösend zu versengen …
Unfreiwilliges (teils schlechtes) „Kindertheater“ (herablassend) für touristische Erwachsene, allerdings mit ausgezeichneten Stimmen und „Wagner sei Dank“ unzerstörbarer Musik. <<< Nebst den Tönen aus Lautsprechern ist das Bühnenbild (Momme Hinrichs) in Kombi mit Lichttechnik & Video nach dem 1. Drittel der Vorstellung (- sprich: Ab Dämmerung) ein erwähnenswerter Pluspunkt <<< Ungeachtet all dessen & da es nicht nur Wagner-Kenner & -Fans gibt: Ein touristisches Erlebnis ist es in jedem Fall zu 150% …