KA GÖD – KA MUSI

Noten mit MOZI.JPG

K A  G Ö D  –  K A  M U S I

Wenn ein genialer Gunkl mit 3.333 Euro Preisgeld quasi „abgespeist“ wird, Leute von einem Moneymaker-Moderator in einer Gelddusche zum ferialen Abend-Gaudium medial vorgeführt, sich selbst vor laufender Kamera Geld raffend demütigen dürfen, sich andererseits jeder „Wer wird Millionär“-Kandidat mit weniger als 16.000.- für sein zur Schau gestelltes „Multiple Choise-Wissen“ in der Rolle des Looser sieht & das Geschlecht im Ballsport allein mehrere Millionen Differenz (Transfair ?) ausmachen kann, dann sollte man auch diesen Wahnsinn vielleicht einmal in Ruhe hinterfragen !

Jeden Sonntag Mittag, wenn man im Autoradio das Ö1 Quiz: „gehört.gewusst“ bewusst hört und die Kandidaten blitzschnell ohne 4 Auswahlmöglichkeiten oder Joker wirkliche Insider- und spezielle Wissensfragen aus dem Sektor Kultur zu beantworten haben und im Gegenzug bescheiden mit CDs und Büchern belohnt werden, so überkommt den Hörer eine unbestimmte Wehwut, warum es am Sektor „Unterhaltung“ (nicht nur in diesen Fall) heute eine so entsetzliche „Schieflage“ geben muss  …  speziell auch wenn man sich an ein  im Anspruch adäquates einstiges Quiz 21 (mit Rudolf Hornegg) erinnert  …     (- auch Kulis EWG lässt grüßen)

                                                     21.JPG    Q U I Z  2 1

Bildungsauftrag, „Ethikunterricht“ für ALLE (?) oder doch Einschaltquote ?

Während Peter Rapp sich und sein Millionenrad endgültig wegpacken musste, bricht auch weiterhin pünktlich zum Auftakt des Hitzesommers – fein abgestimmt auf die ostösterreichische Ferienordnung – die allabendliche Gelddusche über den ORF-Seher nun am Vorabend herein: Nehmen Sie jetzt die Schlussstellung ein“ – suggeriert bzw. empfiehlt der Moderator hilfreich seinen „KadidatInnen“, die sich daraufhin in „Bezaubernde Jeannie-Positionen“ begeben, um dem Geldscheinregen so möglichst viel an „Oberfläche“ devot darbieten zu können  …

Zwischendurch werden als „Pausenfüller“ ein paar „Goldene Philharmoniker“ an Anrufer verramscht, die diese hinter einem virtuellen Spielfeld aufspüren dürfen  …                                                                                          H e u r e k a ! ?

G Ph.JPG

Apropos: Philharmoniker  – Die Künstlerwelt besteht nicht nur aus Domingos, Dalis, Harry Potter Literatur & -Verfilmung  …  Es gibt auch den regionalen Kunstbereich, die alternative Szene und wenn es „1. Häuser“ gibt, so muss es wohl auch 2. & 3. geben  … Neben Festspielen existiert auch durchaus herzeigbares „Sommertheater“ und „Große Oper“ passiert häufig in direkter Nachbarschaft von Programmkinos und Kabarett-Lokalen – wobei (frei von „Hader“) Kleinkunst nicht zwanghaft Kleingeld bedeuten muss oder soll  …

Wenn der österr. Kabarettpreis betreffend seiner eher bescheidenen Summe hier im Auftakt des Beitrags Erwähnung fand, so sein gleich klargestellt, dass er unabhängig vom Geldwert nicht nur für den von der Jury Auserkorenen wichtig ist und dass es in erster Linie natürlich um die Anerkennung der künstlerischen Leistung geht ! – Selbiges gilt auch für andere nicht oder gering dotierte Preise, Auszeichnungen und Ordensverleihungen. Es steht darüber hinaus selbstverständlich jeder Institution frei die Betragshöhen („No Na„) festzulegen, denn es sind ja ihre Finanzmittel (auch wenn es sich wohl wissend um Steuern handelt), die hiefür aufgewendet werden – ein großer Dank an alle Verantwortlichen !

In einer Künstlerdoku, die kürzlich bei einem Film-Festival zu sehen war hat sich ein nicht unbekannter OÖ. Literat begeistert über seinen Landeskulturpreis (7.500.-) geäußert, dass es nun über ein Jahr wieder sorgenfreier angehen könne  …

Der Kleine Landespreis OÖ. für Initiative Kulturarbeit (3.000 Euro) hängt Stoff geworden vor den Fenstern des Fadi-Festsaals zwecks dessen Studiotauglichkeit (Tondämpfung & Lichtdämmung) Ein weiterer LKP & der Wenzl-Preis ermöglichten viele erfolgreiche Projekte am Medien-Gym  (- zeitlich davor gabs ab & an sogar Geldpreise gestiftet vom Unterrichtsministerium  …)

Vielmehr geht es um Unverhältnismäßigkeiten: Wenn Glücksspiele und internationale Unterhaltungsindustrie (speziell im TV) ungeahnt hohe Geldsummen versprechen, medial massentaugliche Sportarten ebensolche Preis- & Werbegelder, sowie Transfers in x-facher Millionenhöhe bewegen, andererseits aber Leichtathleten und bedingt durchs Geschlecht Sportlerinnen darben und in jeder Hinsicht benachteiligt sind.

2.JPGKohle.JPG1.JPG

https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/oper-das-knallharte-geschaeft-100.html

Am Sektor Kunst, wo man annehmen sollte, dass am ehesten eine Gleichstellung betreffend der Geschlechter vorhanden sein sollte, kann man allein bei den Gagen deutlich wieder die männliche Dominanz feststellen. Generell ist es jedoch so, dass es in den allermeisten Fällen schlicht und einfach um die nackte Existenz geht und nicht bloß um quasi etwas “Kosmetik”. Hier sind echt prekäre Arbeits- & Lebenssituationen an der Tagesordnung. Die Generation Praktikum ist wahrscheinlich nirgendwo heftiger verankert, als im Bereich der Kunst – im Bereich der Reproduzierenden  …

hut geld.JPG

Hier können Initiativen wie Art but fair solide Hilfe, aber keine wirklichen Lösungen anbieten – Die Politik wäre gefragt existenzielle Sicherheit zu bieten & ebenso oder noch dringlicher bei den freien, produzierenden Künstlern: Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre ein optimaler Schritt in Richtung gesicherten Schaffens ! – Leider ist von dieser Notwendigkeit die „Money Maker-Gesellschaft“ derzeit noch nicht wirklich (ganz) überzeugt  …

M P

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

 

 

„Sommer-FRISCHE“ – leider NEIN !

S o m m e r – F R I S C H E  i s t  o u t ?

Ja, aber leider ! Ständig regnete eslamentierten ewig hitzebeständige Einheimische: Und auch jetzt ist es grad einmal ein paar Tage im Jahr angenehm warm, sodass man am Abend noch im Freien bis in die Nacht sitzen kann–  Tatsachen sehen leider anders aus: Mit der dankenswerten Ausnahme Mai hatten wir seit dem schneereichen Spät-Winter durchgehend überdurchschnittlich zu warme Monate und die Leute werden auch heuer wieder bis Anfang November in Decken gehüllt mit Heizschwammerl die Gastgärten gemeinsam mit leicht fröstelnden KellnerInnen (- wie herrlich) bevölkern  …  Der Sommer selbst hat mit FRISCHE nix mehr am Hut !

eisbär.JPG

                                                                   Dáhoam is dáhoam,                                                                                                                                          Wannst net fort muaßt, so bleib …

Im Linzer Sommer wusste man: Ab 14.00 beginnt der Schatten den Gastgarten des Wienerwalds am Freinberg zu erobern (bis zur unverständlichen Schließung des Traditionslokals / der „Wienerwald“ ist Geschichte) – wenig später liegt auch die westliche Lokalzone am Hauptplatz im Schatten  …

Häuser liefern einerseits dankenswerter Weise gepflegten Kernschatten, andererseits bunkern ihre Wände und davorliegende, betonierte & versteinerte Plätze Hitze, die leider nächtens dann abgegeben wird  –  „Tropennächte“ nennt das meteorologisch mediale Sprachrohr diese schlaflos machenden Schweißtreiber für „Großstädter“. In den Tropen wird man für Nächte dieser Art allerdings untertags mit garantierten Regengüssen entschädigt  –  in Linz sicher nicht ! Im Sommer halten sich durchwegs spendenfreudige Regenwolken peinlichst (!) genau an Stadtgrenzen  …  Während das Mühl4tel immer wieder einen erfrischenden Guss abbekommt und sich auch Eferding und die Scharten eines solchen erfreuen darf, werden zu Linz höchstens auch noch ein paar Brunnen abgedreht  …

Wer pflanzt nicht nur seine Bewohner, sondern könnte den Linzer Hauptplatz mit Bäumen beglücken? Wer trägt Sorge für Kühlung durch die Wiederaufforstung von Linz? Wer wird mit neuen, doppelreihigen, grünen Alleen in den breit ausladenden Zu-, Durchfahrtsstraßen und Autobahnen die doch nur scheinbare Notwendigkeit von obligatorischen Klimaanlagen in all unseren Gefährten hinterfragen – „Fenster auf“: Fahrtwind trocknet euch weniger aus und gaukelt euch nicht vor, was das Öffnen der Wagentür ohnehin letztlich zerstören wird !

Unbenannt.JPG

                    „Ägypten ist kein Problem – die Hotels haben alle Klimaanlagen“                         > Ein Faktum einerseits, aber ein gesundheitlich pyramidaler Wahnsinn andererseits <

Nun ja, wer sich freiwillig in eine siedende Sauna ohne Hoffnung auf Aufguss, aber mit permanent austrocknendem Kaltluftgebläse begeben möchte und auch noch gern dafür zahlt, weils halt so schön modisch ist, der wird sich auch über seine arge Keim-bedingte Lungenentzündung inkl. alle anderen Reisekrankheiten freuen und sich das Ganze sicher irgendwie schönreden  …

Da spielts auch keine Rolle in Trump´scher Manier Wetter mit Klima zu verwechseln usw. …

Vom (eigenen) aus dem gängigen „In-Fundus“ entlehnten „Narra-Tief“ ins nächste, fremd bestimmte, modische „Narren-Hoch“:

Nächste Woche müssen alle „Daheim-Gebliebenen“ mit einem wahrscheinlichen Regenguss am Montag rechnen, aber bereits am Mittwoch könnten wir endgültig die 40 Grad- Marke erreichen und den Hitze-Rekord von 2003 in den nicht vorhandenen Schatten stellen  … wird in nächster Zeit sicher auf dem einen oder anderen Screen ein auf „Dummerchen“ vom eigenen Sender gestyltes Wetter-Fröschchen im vollklimatisierten Studio ins digitale Medium absetzen und das mindestens im Stundentakt  –  dazu gibt’s Lauf-Bilder von badenden bzw. ins Wasser springenden jungen Menschen, die anschließend Schoko-Eis schleckend sitzend oder gehend nach unten auf ihre Phone fokussiert sind.

„L a s t  M i n u t e“ ?

Da sitzen also unsere „ultramodernen“ Retro-Zeitgeistler mit schicken Smartphone-Faustkeilen und checken ihre sommerlichen Last–Minute-Billigflüge um die Komma-Stelle der > Schuhgröße 49 < ihres „Ökologischen Fußabdrucks“ noch etwas nach oben zu korrigieren  …  Ab in den Süden – 40,5 Grad in unseren Breiten sind scheinbar noch immer zu wenig  …

„Last Minute“?  In der Tat: Denn es scheint nicht erst > 5 vor Zwölf < zu sein !!!

Alltags-Flüchtlinge oder „Reise-Migration“?

Vorsicht die Politik ist eben dabei auf das derzeit Wahlkampf-dienliche Klimaschutz-Trittbrett aufzuspringen: Dieses könnte letztlich bedeuten, dass demnächst zurecht „unökologisch“ anmutende Reise-Routen geschossen werden – was wiederum dazu führen könnte, dass in letzter Konsequenz wahrscheinlich teilzeitlich vermehrt Alltags-müde europäische Kurz-MigrantInnen (- sprich: UrlauberInnen) mangels „touristischer Kreuzfahrt-Schlepper“ womöglich in Schlauchbooten über das Mittelmeer in Richtung Süden aufbrechen würden  …

aral.JPGWie wird man in wenigen Jahrzehnten rückblickend die jetzige Situation bewerten?           Was werden die Geschichtsbücher berichten und die Enkelkinder fragen?

demo 1.JPG

Rechte haben sich bis gestern auf die Greta Thunberg eingeschossen, weil das Mädel ihnen Ende der 2tausend-10er-Jahre das Migrationsthema mit ihren erfolgreichen Freitag-Demos und Klima-Inhalten überlagert hat. Wenig später mussten die „Jeder-First“-Parteien dann selbst als Neo-Ökologen auf ihren nun grünlichen Wahlplakaten in Erscheinung treten. Manche haben sogar vorübergehend den Tierschutz für sich entdeckt, bevor sie dann mit einer möglicherweise ganz sicher drohenden, gewaltigen Klima-Migration wieder ein ihnen bestens bekanntes „Framing-Terrain“ erreichten  …

greta.JPG

Oma, habt ihr wirklich nichts davon gewusst? So wie damals der Uropa an der Ostfront? Und stimmt es, dass dem Opa wegen seiner vielen Flugkilometer fast der Prozess gemacht werden hätte sollen?

CLIMATE EMERGENCY < ScienceFiction ?

Als ein Kreuzfahrtschiff bei Aqua alta den Campanile beim forschen Überqueren des ehemaligen Markusplatzes gerammt hatte, wurden 3 dürre Eisbären am Dach des Dogenpalastes gesichtet  …  Seither müssen Touristenboote aller Größenordnungen und Flugzeuge in ihren Häfen bleiben.

Nur noch begründete Reisen werden von EU & UNFCCC bewilligt  –  das dafür dann erlaubte Fortbewegungsmittel wird ihnen rechtzeitig zugewiesen …

Wie wärs mit eine wortwörtlichen Sommer-Pause ?

M P  –  Eisbär auf der Suche nach (s)einer adäquaten Scholle

Klima ? – Das war doch ein österreichischer Politiker – oder?

Trostworte zum Schluss:  Die Tage werden bereits wieder kürzer !!!

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

„Alljährlich naht vom Himmel eine Taube“

Der Evangelist Lukas sagt: „Und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube“. In der biblischen Pfingstgeschichte stehen allerdings ganz andere Bilder im Zentrum: Es wird berichtet, wie die in Jerusalem versammelten Jesus-Anhänger plötzlich ein Brausen vom Himmel erleben, einen gewaltigen Wind, der das ganze Haus erfüllt. Der Heilige Geist nahm die Form von „Feuerzungen“ an (Apostelgeschichte 2,3)  –  Weit und breit keine Tauben, aber die vielen Fragen der Apostel waren plötzlich wie weggeblasen und sie predigen in fremden Sprachen, die sie eigentlich gar nicht beherrschen. Heute erinnert an diesen Akt der Reifung der „Initiationsritus“ der alljährlichen Firmung  …

Pfingstwunder.JPGDie kopfüber herabfallende Taube wurde im erst im 6. Jahrhundert das Symbol des Heiligen Geistes und damit auch für Pfingsten

Wenn unverkennbarer Maienduft und ebensolche Vogellaute die Vormittage zur „Schriftlichen Matura“ einbegleiteten und das Gurren der Tauben selbst noch durch      die offenen Fenster des viel zu warmen Festsaals bei der „Mündlichen“ drang, dann überkam auch die Prüfer in ihren schwarzen Anzügen das wohlige Gefühl es wieder einmal geschafft zu haben  –  über 40 Mal begleiteten akustisch „Grau Gefiederte“ in nächster Nähe des „Taubenmarkts“ rund um das Pfingstfest diese Reifungsprozedere während der mehrere Alumni-Generationen langen „Schulzeit“ des Blog-Autors  …

D i e  W a g n e r s c h e  W e r k – T r i n i t ä t

Frauenkirche 1.JPG

P f i n g s t – M u s i k d r a m a  L o h e n g r i n ?

Alljährlich naht vom Himmel eine Taube,
um neu zu stärken seine Wunderkraft:
Es heißt der Gral, und selig reinster Glaube
erteilt durch ihn sich seiner Ritterschaft.

Das „Pfingstwunder“ in der „Gralsoper“ Lohengrin beschränkt sich auf die obige Grals-Erzählung  –  der Schwan ist und bleibt der präsentere Vogel im Rahmen der Handlung.

Der Glaube lebt – die Taube schwebt

Für den legendären KNA waren „Applaus-Verbot“ (nach dem 1. Akt Parsifal) und die schwebende Taube sakrosankt – Ihr Erscheinen gehörte unabdingbar zu seiner Grals-welt und bestätigte den Ersatzreligionscharakter dieses Wagnerschen Spätwerks. Für KNA wurde in der Wieland Wagner-Inszenierung eine Taube bereitgestellt, die nur vom Dirigentenpult aus zu sehen war  –  dem Publikum blieb sie verborgen  …

So „Pfingstlich“ der Parsifal mit „Tauben-Worten“ beginnt, so Österlich“ endet das Karfreitags- Bühnenweihefest  …     wenngleich siehe allerletzte RW-Regieanweisung: hellstes Erglühen des „Grales“. Aus der Kuppel schwebt eine weisse Taube herab und verweilt über Parsifals Haupte *

Die eigentlich Pfingstliche Musik bei Wagner ist nicht im Bereich des Musikdramas zu suchen, sondern bei einem in der Dresdener Frauenkirche noch vor den beiden „Grals-Opern“ mit 1200 Sängern und Orchester uraufgeführten geistlichen Werk:

Das Liebesmahl der Apostel 

Frauenkirche.JPG

Manfred Pilsz

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

 

Berlin – Mai 019

2 2.   M a iWagner Ei.JPGDSCN6110.JPGUrsprünglich hatte man geplant zur BERLINALE an die Spree zu kommen  –  nun war es doch wohl eher eine angenehm frische Brise „Berliner Luft“ im Mai geworden …

DSCN2153.JPG     … zwischen Dietrich & „Clärchens Ballhaus“ mit Tarantinos „Inglourious Basterds“  …DSCN6240.JPGDSCN2161.JPGDSCN6234.JPG

DSCN6139.JPGDiesmal erfolgte die Ankunft per S-Bahn nicht wie beim 1. Mal im Winter 82 über die Friedrichstraße, sondern beim Savignyplatz ein Außendrehort bei  C A B A R E T

Willkommen! And bienvenue! Welcome!
Fremder, étranger, stranger
Glücklich zu sehen 
Je suis enchanté
Happy to see you
Bleibe, reste, stay

Der „Welcome-Service“ in Berlin war sensationell: Vom englischen Königshaus bis zur Fadinger Prominenz war  wirklich ALLES aufgeboten worden  …DSCN6168F.jpgDSCN6096DSCN6132

DSCN6209.JPG                                         Bayreuther Straße  –  Adresse beim 1. Besuch 1982

Inmitten der Wagner-Woche am 8. Mai – passend zum Datum (auf den Tag ganz genau 74 Jahre nach Kriegsende) gab es in der Deutschen Oper Berlin Mahlers VI.  –  von der Interpretation her leider eher wenig „Mahler-isch(- manchmal zu gerade und direkt, das Verhaltene, Zaghafte, der stille Moment, das Schräge kommt zu kurz) Großartig aber umgesetzt der stampfende Beginn und das immer alles überstrahlende Alma-Thema und ein „Hammer“: Das sich aufbäumende, zerschlagene Finale bis zum letzten Aufschrei  …  Dabei immer wieder vorm geistigen Auge: Adrian Marthalers feine Visualisierung  …

DSCN6176.JPG

R I E N Z I

Die „abgespeckte“ Rienzi-Fassung mit den musikalischen Highlights in der Regie von Philipp Stölzl präsentiert sich in deutscher Wochenschau-Aufmachung mit Anleihen von Charlie Chaplins „Großem Diktator“ bereits während der Ouvertüre, Metropolis und Co.  …               (bei Chaplin ist es im Original:  Lohengrin)

Es riecht intensiv nach Klischee, hat aber andererseits auch seine Berechtigung, wenn man als Regisseur den römischen Volkstribun Rienzi mit dessen total unreflektiert agierenden Adoranten in enge Verbindung bringt: Den italienischen Duce und den Mann aus Braunau, der direkt nach einer Linzer Rienzi-Aufführung im hiesigen „Landschaftlichen Theater“ beschloss auch ein „Volkstribun“ zu werden und dies seinem Freund am nächtlichen Freinberg entrückt erläuterte. Als Freund Kubizek 1939 in Bayreuth als Gast eingeladen war, schilderte Hitler Winifred Wagner das Erlebnis und schloss die Erzählung mit den Worten: „In jener Stunde begann es.“                                    –  Kein Nürnberger Parteitag ohne Rienzi-Ouvertüre  …

»Merkwie’s endetAcht auf mich  (- sterbender Fafner)

Hätten die beiden Diktatoren dem prophetisch letalen Ende Rienzis mehr Beachtung geschenkt, dann wäre möglicherweise Wagner die Vereinnahmung des Werks, das er in der „vorrevolutionärenZeit (deutlich Vor 1848/49) geschrieben hatte und auch fast allen anderen vielleicht VIELES erspart geblieben:

DSCN6184

Cola.JPG

„Entartet Volk“

Rienzi beschimpfte in obiger Art seine Römer, bevor diese den dann Flüchtenden enttarnten, erstachen, aufhängten und verbrannten – dem „Duce“ wurde ein fast identes Schicksal zuteil und auch im 2. Fall sind die Parallelen im Bunker-Finale in Berlin (Nerobefehl) deutlich sichtbar  …

DSCN6205.JPG                                 …  zu Rienzi abschließend noch eine kurze Anekdote aus Linz:

Die gnadenlosen Register der Alten Dom-Orgel

Allmächt’ger Vater, blick herab!
Hör mich im Staube zu dir flehn!

 – obiges dachte auch der Autor dieses Beitrags, als er Anfang der 80er Jahre vor der Bruckner-Orgel im Alten Dom zu Linz stehend KO, hilflos der Wucht dieses edlen Instruments ausgesetzt war, da der Begleiter zuvor im wahrsten Sinne des Wortes „Alle Register gezogen hatte“, um die umfassende Herrlichkeit erstrahlen zu lassen. Nachdem schon an der Brüstung der Orgel-Empore obige Textzeilen verglüht waren und der unerhört ungehört gebliebene Sänger am Orgel-Tisch erschien wurden die größeren Pfeifen vom Windwerk getrennt und ein zweiter etwas erfolgreicherer Versuch Rienzis Gebet über die Rampe zu bringen gestartet  …   

Nur wenige Wochen zuvor hatte der Autor bei einem Bewerb der Firma seines damaligen Lieblingsgetränks gewonnen: Es sollten dabei möglichst schräge Bezüge zu unterschiedlichsten Kunstarten und -Werken hergestellt werden. Man entschied sich „überraschend“ für den Bereich Oper und gab den Titel „Cola di Rienzi“ ein  –  & siehe da: Volltreffer  –  Ein Lieferwagen fuhr vor und versorgte den siegreichen Kandidaten und dessen Familie mit „Coca Cola“ für mindestens zwei Monate …DSCN6256.JPG                Kein „Sonderzug nach Pankow“ aber immer „Einen Koffer in BerlinDSCN6211.JPGDSCN6255.JPG

Manfred Pilsz

PS.: Nicht nur R. Wagner beschäftigte Edward Bulwer-Lyttons „Rienzi“-Stoff. sondern               auch Friedrich Engels wagte einen diesbezüglich eigen Dramen-Versuch  …

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

MÉDÉE / MEDEA – Goldenes Vlies 4.0 x 2

…  anlässlich der Premiere von „Médée“ im Musiktheater Linz  …

M E D E A  –  zwischen den Zeiten

Medea KS3.JPG           Fadinger Musiktheater von E. Bernauer in den Linzer Kammerspielen 2003

M e d e a – ein beliebtes Thema in Literatur, Theater, Musik, Tanz, bildender Kunst von der Antike bis in die Jetztzeit  …

M u s i k t h e a t e r   L i n z

Ende der Spielzeit 2018/19: Die musikalische Cherubini-Ausgabe der antiken Tragödie passiert auf der prächtigen Linzer Bühne im digital ausgestatteten „Großraumbüro“. Musikalisch top besetzt mit hervorragenden Solisten, ebensolchem Chor und dem Bruckner-Orchester unter dem Stardirigenten Bruno Weil  …

KritiK OÖN.JPG

Luigi Cherubini mag in seiner 1797 uraufgeführten Oper „Médée“ eine Personifizierung der Revolution gesehen haben, die ja schließlich auch blutig mit der Werteordnung brach und viele ihrer Kinder tötete, und damit Kritik an den Wirren der Zeit geübt haben. Regisseur Guy Montavon verlegte sein Drama um die Bruder- und Kindermörderin in den Trump-Tower, in die nicht minder unbarmherzige Welt der Finanzhaie und Geschäftsimperien.

Am Samstag hatte die Koproduktion mit der Opéra de Nice und dem Theater Erfurt im Musiktheater Premiere. Entscheidender als der heute ohnehin übliche Griff der Regie zur logischen Aktualisierung war die Fassung, die annähernd Cherubinis französisches Original wiederherstellte. Eine Fassung mit gesprochenen Dialogen (im Linzer Musiktheater auf Deutsch) und den Arien und Ensembles in französischer Sprache.

Mit Bruno Weil stand auch ein Dirigent am Pult, der die Musik auf den Punkt brachte und sie in ihrer Dramatik dort beließ, wo sie hingehört, und nicht fälschlich wie die später gespielte und nicht vom Komponisten stammende italienische Fassung zur großen romantischen Oper hochstilisierte. Das bedeutet eine kleine Besetzung, in der die Bläser fein hervortreten können, und Tempi, die eher dem Stil als falsch verstandenem Pathos zugeordnet werden können.

So gelesen schaffte Bruno Weil mit dem höchst engagierten Bruckner Orchester eine ideale Basis für ein dramatisches und dennoch zeitlos aktuelles Musiktheater. Annemarie Woods stellt die Chefetage mit massentauglichem Großraumbüro eines Weltkonzerns auf die Bühne, den Jason, der nach gesellschaftlichem Aufstieg schielt, leitet.

In der Abwärtsspirale

Da reicht Medea, die ihm durch Verrat der eigenen Familie und des Vaterlands zum Sieg verholfen hat, nicht mehr, und er lässt sie zugunsten des blonden Naivchens Dircé fallen. Allerdings ist diese die Tochter des Königs, hier vielleicht des gewichtigen Finanzimperators. Medea sieht keine andere Wahl, als ihre gekränkte Seele zu rächen und aus purem Hass zum Äußersten – der Ermordung der Kinder – zu greifen. Diese Abwärtsspirale psychischer Bedrängnis, die unweigerlich zur Katastrophe führen muss, gelingt der Regie Montavons hervorragend. Das hängt auch damit zusammen, dass sich die Protagonisten – allen voran Brigitte Geller als grandiose Médée – in diese Konzeption ideal einfügen. Faszinierend dabei das Schwanken zwischen Mutterliebe und Gattenhass, der Medea zu einem zwiespältigen, gar nicht so unsympathischen Charakter macht. Geller versteht es, diese Musik höchst dramatisch zu gestalten: keine Callas-Kopie, sondern eine höchst eigenständige Interpretation. Matjaz Stopinsek mimt als Jason jenen Charakter, der zur Befriedigung aller Lüste kalt und berechnend über Leichen geht. Er hat für diese Partie die ideale Stimme, die noch über eine leichtgängige Höhe verfügt und doch dramatisch genug ist, Cherubinis musikalischen Ausbrüchen standzuhalten.

Martin Achrainer ist ein berechnender Despot mit menschlichen Zügen, auch er versteht es, diese Partie nicht nur darstellerisch, sondern auch stimmlich perfekt zu inszenieren.

Von Angst zerfressen spielt Theresa Grabner die Neuerwählte Jasons, die als naive Blonde in High Heels nach dem sexuellen Abenteuer Ausschau hält und doch panisch allein schon vor dem Namen Medeas zusammenzuckt. Sie gestaltet ihre große Arie im ersten Akt höchst überzeugend. Das tat auch Jessica Eccleston mit ihrer großen Arie der Néris im zweiten Akt gemeinsam mit Nadia Perathoner als virtuoser Fagottsolistin. Beeindruckend auch die vielseitigen Leistungen des Chors.                                                             Michael Wruss  06. Mai 2019 – 00:04 Uhr

*************************************************************************************

Eineinhalb Jahrzehnte davor im Rahmen des Festivals „Zündstoff“:

1 Aufmacher.JPG1 Medea KS13.JPG1 Medea Szene 1.jpg1 Medea Golf 1.jpg1 Medea I1.jpg1 Medea Gora & Jason 2.jpg

2003 hatten die Fadinger gerade einmal 6 Stunden Zeit für ihre technischen und Bühnen-Proben, um beim Festival „Zündstoff“ in den Linzer Kammerspielen zu reüssieren. Die professionelle Haustechnik ermöglichte für die 70 Minuten Medea die perfekte Umsetzung von mehr Lichteinstellungen am Computer als bei der Mozart-Oper am Vortag im Großen Haus. Notwendige Voraussetzung für den Erfolg der Fadinger Medea: Intensive Proben im Festsaal der Schule nach einem detailliertes Regiekonzept inkl. Perssonenregie und Technikplan. Selbstverfertigte Videozuspielungen, unzählige Requisiten und Kostüme komplettierten die nun jederzeit abrufbaren Vorbereitungsergebnisse der Produktion.

1 Medea I7.jpg1 Medea I5.jpg1 Medea Kinder.jpg

                    COMENIUS-PROJEKT: VERGANGENHEIT-GEGENWART-ZUKUNFT

                                   „MEDEA – Zwischen den Zeiten“ – Eine Nachlese:

10 Minuten Applaus, mehrere „Vorhänge“ in den restlos ausverkauften Linzer Kammerspielen, durchwegs positives Feedback von begeisterten Theaterleuten der Landesbühne, sowie ebensolche Kritiken:

>  Medea hat sehr gemundet!
War ein sehr feiner Abend, mit tollen Einzelleistungen, besonders Band, Ehrlichkeit zu großen Gefühlen und Gesamteindruck formidabel!

Schöne Ostern!
Joachim  <                                                (Mail von Joachim Rathke)

MUSICAL: „Medea“ in den Kammerspielen

                                                                               OÖNachrichten vom 9.04.2003

Rache oder Verzeihen

Verzeihen ist menschlich.

So lautete der Appell des BRG Fadingerstraße an die zahlreichen Zuschauer des Musicals „Medea“ in den Linzer Kammerspielen.

Angesiedelt wurde das bekannte Drama über Jason, seinen Verrat an Medea und ihrer unerbittlichen Rache, in der Oberflächlichkeit der Gegenwart. Dabei waren gerade die gesanglichen Leistungen der Darsteller, begleitet von einer Liveband (musikalische Leitung: Egbert Bernauer), von herausragender Professionalität. Zusätzlich zu den mitreißenden Gesängen vom Untergang Jasons und Medea wurde die Handlung durch interessante Videoprojektionen unterstützt. Auch bei den Kostümen haben sich die Schüler und Schülerinnen (Projektleitung: Bernauer/ Pilsz) einiges ausgedacht. Neben einer imposanten Krone gab es Masken und komplizierte Kleider zu sehen.

Das Herz blieb nicht unberührt beim Anblick der verzweifelten Medea, und doch wurde einem die Möglichkeit gegeben, das Ende bloß als eine schreckliche Vision zu sehen.

OÖN Medea.JPG

Die euphorische Aufnahme unseres Musicals Medea durch Publikum & Medien, die im Vorfeld bereits ausgiebig Bericht erstatteten (Volksblatt – Titelblatt & Kultur, OÖN, Rundschau, ORF-TV …)  sind Lohn für intensivste Probenarbeit vom Herbst bis zur Endrunde nach den Semesterferien. – In diesen letzten sechs Wochen wurde manchmal bis in die Nachtstunden und auch zum Wochenende an der Umsetzung des Stücks gearbeitet ( zwanzig zusätzliche –natürlich unbezahlte- Wochenstunden waren dabei keine Seltenheit ) – eine Mehrbelastung für Schüler und Lehrer

Dank jedenfalls –wie immer- an das gesamte Schüler/Absolventen/Lehrerteam und unseren Betreuern am Landestheater, mit deren Hilfe wir es am Aufführungstag in nur 6 Stunden schafften alle Ton- und Lichteinstellungen in kürzester Zeit so in den Griff zu bekommen, dass eine reibungslose Premiere über die Bühne gehen konnte – Allen voran der Technik, der Inspizienz, Fredi Rauch und DANKE : ANKE !

MRG  ( –  2003 derzeit: „Medea-Realgymnasium“ )

               Anke Held über „Medea“

„Hier in dieser Zeit nur Stress und Oberflächlichkeit …“ – keinesfalls war das der Fall bei der äußerst gelungenen  Musicalproduktion Medea des BRG Fadingerstraße. Mit großer Bühnenpräsenz und sehr guten gesanglichen Leistungen überzeugten die jungen DarstellerInnen. Ein ebenbürtiges Lob gebührt der großen Band, die zwar nicht sichtbar, aber um so deutlicher hörbar ihren coolen und fetzigen Sound herüberbrachte. In der nur 65-minütigen kurzweiligen Medea-Fassung gelang es den AkteurInnen, die Aktualität des antiken Stoffes präzise und sehr klar herauszuheben. Spannend wie ein guter Krimi mit vielen guten Choreografien für den Chor und tollen Kostümen wie Frisuren bewies die Fadingerschule, dass uralte Theaterstoffe keinesfalls langweilig sein müssen, ganz im Gegenteil! Ihre Neu-Interpretation des Medea-Stoffes zeigte neue Sichtweisen, etwa die Position Jasons. Auch die Annäherung Kreusas an Jason war recht gewagt und hinterließ vielleicht bei so manchem/r älteren Zuschauer/in sogar ein bisserl Empörung.  Am Ende steht keine Lösung, sondern eine Vision im Raum. Das Publikum wird mit Fragen heimgeschickt, die nicht nur das Zusammenleben zwischen Jason und Medea betreffen, sondern grundsätzlicher Art sind. Und das ist gut so, weiter so!

1 Medea KS10.jpg1 Medea KS1.JPG1 Medea Sonnengesang.jpg1 Medea KS18.JPG

Die damals geladenen Fadinger „Comenius-Gäste“ aus Leek (GB) zur Aufführung:

“  Medea. – The city of Linz has a fine set of theatres and cultural venues.
Part of this is the Schultheaterwochen or School Theatre Week, in which the
Linz schools put on their own production in one of the professional theatre
venues.  Our partner school, BRG Fadingerstrasse, put on an exceptionally
fine performance of Medea.  This was in the Landestheater a fully equiped
professional stage setting.  Staff and students collaborated to perform
Medea – the Classical Greek story of Jason (of the Argonauts) and the
beautiful Medea.  Love and Lust, Death and Despair, all the elements of a
typical Greek story were soon to enfold.  The stage was dark, excitement
mounted and the scene burst alive to a torrent of light, movement and sound.

The singing was in German of course, so as an English man with very
little spoken German this was a potential difficulty – but not at all!  The
atmospheric music, the emotive dancing, the clear singing voices told the
story incredibly clearly.  All the actors were BRG students, the music was
performed by BRG students, and most of the technical work was BRG students.

Westwood High School productions are always done by Westwood students,
with assistance by staff ( and of course the boundless energy and direction
of Sally Hansell (Drama) and Stephanie Burns (Music)).  It was great to see
another school production with so much life and energy, so much enthusiasm,
and performed to the exceptional standards that Westwood has come to expect
from itself.  A major visual experience were the abstract graphics with
intertwined shapes and colours projected just above the actors heads onto a
screen.  These added a dimension of mystery and atmosphere which
complemented the mixture of modern and Greek costume expertly and
effectively.

Throughout the performance the audience were fully engaged in the story,
awaiting with rapt attention the misplaced love, the high emotion and the
inevitable death.  The whole performance was brilliant.  If you can visit
Linz later this year in the Autumn, check if the second performance due then
is scheduled.  The Westwood students and I were thoroughly impressed by a
fine performance which would be difficult to beat by any fully professional
company.  Well done to all concerned – the final applause and curtain calls
were well deserved.  „

 Leek  UK


Wiederaufnahme von  MEDEA  im Tanztheater Maestro 2004

2 IMG_7468.JPGMedea neu 1.JPG 2 Medea danach 2Medea Maestro 4                                                                     Ingo machts möglich

                An dieser Stelle sei auf das MEDEA-DOKU-VIDEO (hier unten) verwiesen:

            Schüler on stage: „Medea – Zwischen den Zeiten“ (Wiederaufnahme)

Antiker Stoff in neuem Gewand: Medea als Musical in moderner Sprache. Am 27. und 28. Februar 2004 fand die erfolgreiche Wiederaufnahme der Produktion des BRG Fadingerstraße im Tanztheater Maestro statt. Letztes Jahr füllte das Musical die Kammerspiele des Linzer Landestheaters.

Mit „Medea – Zwischen den Zeiten“ setzt das BRG Fadingerstraße seine langjährige Musical-Tradition fort. Medea raubt in der antiken Fassung von Euripides für Jason, in den sie sich unsterblich verliebt hat, das Goldene Vlies und zieht mit ihm in seine Heimat. Nachdem sie zwei Söhne auf die Welt gebracht hat, verlässt Jason sie wegen der schönen Tochter des Königs Kreon. Medea ersinnt furchtbare Rache:sie schickt der neuen Geliebten vergiftete Brautgeschenke und tötet ihre eigenen Kinder, um Jason zutiefst zu verletzen. Das „Musical“ transformiert den antiken Stoff in die heutige Zeit und thematisiert die oberflächliche Schickimickigesellschaft und das Verlassensein in einer fremden Welt. Das Ende bietet eine Neuversion an: Medeas Rache wird aufgehoben im Appell: „Verzeihen ist menschlich“. Der Beitrag umfasst Interviews mit dem Regisseur Manfred Pilsz und dem Komponisten Egbert Bernauer. Dazwischen sind Kommentare der hauptbeteiligten Schüler eingefügt und Auszüge aus der bereits aufgenommenen CD zu hören.

https://cba.fro.at/2075  <—- Hier der MEDEARadio-Beitrag von Michi Baumgartner

Medea sb 2.JPG2 Medea Maestro 1.JPG

Manfred Pilsz

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

0stern im Zeit(en)-Lauf …

Stell Dir vor, es ist Palmsonntag – und keiner geht hin (weder v. Brecht noch v. Precht) Eigentlich völlig unverständlich, denn ganz Linz bereitet sich auf den Feiertag vor:      Am Hauptplatz wurden sogar Tribünen aufgebaut, Sponsoren-Transparente grüßen freudig alle Einziehenden – man ist in freudiger Erwartung, kanns aber sichtlich de facto nicht erwarten: Alles muss wohl eher sehr schnell gehen und schon rein begrifflich scheint eine wahre „Prozession“ auch vom Prozedere her doch nicht wirklich mit der soeben installierten „Zeitnehmung“ (?) kompatibel  …  Heutzutage „läuft“ es eben anders  …hasenlauf.JPGAuch an der heurigen „Palmprozession“ (hier dazu abrufbar: 0sterbeitrag 018) werden in Linz geschätzt wieder etwa 20.000 aktiv teilnehmen und weitere 100.000 (?) Fans begeistert zuschauen. Für Jesus und seinen Einzug in Jerusalem läufts dabei allerdings schlecht: Er wird auch diesmal wieder nicht dabei sein können – Reittiere in Form von Eseln sind nicht vorgesehen und so steht er im Schatten auch von einigen wenigen Palmwedlern mit der Stoppuhr im Abseits. Stoppen wird sich dieser Sport-Zirkus allerdings nicht lassen, da die Laufgemeinschaft sichtlich den Palmsonntag nun zu ihrem neuen „Privaten Feiertag“ (- das ist seit heuer ja möglich) auserkoren hat …              Die Linzer Stadtpfarrkirche ist bedingt durch den sonntägl. „Fest“-Tag geschlossen ! Anstatt österlicher Beichte im dafür vorgesehenen Stuhl, ist direkt an den alten Kirchenmauern in kleinen, mobilen, chemisch funktionierenden (?) Hüttchen eine körperliche Erleichterung möglich  …      Der Ansfeldner Beute-Linzer Bruckner (garantiert kein Mara-ThONI) wäre heute in seinen Alten Dom gelaufen und hätte       alle verfügbaren Register gezogen und damit die überlauten Beifallskundgebungen draußen gehalten – „Lass mich Deine Leiden singen  …“   (und damit wäre ganz sicher nicht der anonyme Kollaps-gefährdete Teilnehmer mit der Startnummer 10.815 gemeint gewesen)

My temple should be a house of prayer ! (JC)

[CAIAPHAS]
Tell the rabble to be quiet; we anticipate a riot
This common crowd is much too loud

osterlauftest.jpgApropos „Bruck´n“

Während beim obigen Linzer E a s t e r-R u n mit über 42 Kilometern ganz Linz zum Lauf-Häuser-Haufen wird, kommen dem traditionell feinen & wesentlich Termin-freundlicheren 3-Brückenlauf  (für den jeder durchschnittlich untrainierte „Athlet“ für satte 6 Km auch Eier braucht) besagte Brücken abhanden (- allerdings wird an der Einbringung einer Eisenbahnbrücke Neu derzeit wirklich heftig gewerkt … )

Ein echtes Kreuz mit dem 0sterfest

Rund um die Kirche (und deren österlichen Auftakt-Feiertag) verbreitet sich das neue, städtische Marathon-Fieber wie „Lauffeuer“ …  Jedoch darüber zu „Ratschen“ geht laut Brauchtum (wenn überhaupt) eigentlich erst ab Gründonnerstag  –  also zum Spinat dann  …  oder so  …

So ratscht man den „Englischen“ Gruß (Engel) vom „Good Friday“ (<—-  mehr hier) bis zur Auferstehung, weil sich da ja die Glocken auf „Kurzurlaub“ in Rom befinden  …      Vom vormals „greinenden“ Donnerstag bis zum KarFREItag 019 ist es ein langer Weg
Religion ist das EINE  –  Brauchtum, Tradition & Riten das ANDERE
Namensherkunft (Variante „Emil“)
Wo leitet sich der Name her? – Von der Göttin „Ostara“ (- ein Synonym für „Freia“ mit ihren Goldenen Äpfeln der ewigen Jugend  … ) – Erntedank im Herbst oder eben doch Neubeginn eines Frühlings?
goldene äpfel.JPG
Vielleicht kann sich der eine oder die andere Fadingerin noch die gewagten Vivaldi-Choreographien für den Festsaal erinnern – wenn bei „Frühling marschiert ein“ vier Reihe zeitlich gestaffelt die Reise bis vor zur Bühne antraten, bevor zum „Vogel-Konzert“ die „Herrenreihen“ im Slalom zwischen den Damen mäanderten, um dann nach sanftem Wind und Bachläufen beim Gewitter mit ruckartigen Stopps und Minischritten (Blitz & Donner) den Saal zu durchmessen  …        (hier nun unten im Video die Musik dazu)
Handelt es sich bei 0stern also eigentlich um ein „Frühlingsfest“ und was hat es dabei mit dem Hasen & den bunten Eiern auf sich  … ? – Ein durchwegs „Fruchtbares“ Thema 

H und I. 1JPG.JPG

Die  s t e r – „L ä u f e“  des Hasen

Der Oster-Hase war bei Laufbewerben schon immer Zweiter- man denke nur an sein berühmt berüchtigtes Igel-Desaster (- ganz zu schweigen von einen „Eagle“)

H und I.JPG
Hosanna
Hey Sanna Sanna Sanna Hosanna
Hey Sanna Hosanna
Hey JC, JC, you’re alright by me
Sanna Hosanna hey Superstar
Ein Osterspaziergang sieht wahrlich anders aus
oster igel.JPG
Manfred Pilsz
2019 sei der Marathon-Termin unglücklich auf den Palmsonntag gefallen betonte man von Seiten der Stadt (- wie 2 Jahre davor & vorsorglich auch zu den nächsten ! 0stern)
2020 wird es in Linz im Haus am Volksgarten zum Ende der Karwoche die Premiere des Bühnenweihespiels Parsifal geben (an der Wiener Staatsoper schon gute, alte Gründonnerstag-Tradition  …)
Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder …, die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !
…  und damit nun ab in die analog österliche Enkel-„Wimmelwelt“:
04-04-2019 10;51;21kl.jpg04-04-2019 10;53;53kl.jpg

MOVE ON Alberto – Dr. Landertinger …

Auch das Musik/Medienteam des MRG Linz, Fadingerstraße durfte mit IHM und seinem Brucknerorchester Projekte umsetzen  …  Ein Seitenblick auf den exquisiten Musiker & Pädagogen

DSC05972A.JPGJulia A (mittlerweile angehende Musikpädagogin) Luki G (jetzt: Web Designer) und      Mr. MOVE ON Dr. Albert Landertinger bei der Präsentation des Zauberlehrling-Projekts auf der Bühne des Brucknerhauses (2012)

Auf den Orchester-Schlag genau zersprang ein runder Zauber-Spiegel auf der großen Brucknerhausleinwand in 1000 kleine Glassplitter – das große Wort des Meisters hatte damit den Wahnsinn den der „Zauberlehrling“ ausgelöst hatte beendet. Das sich anschließende Finale des bei der damaligen Präsentation perfekt synchron spielenden Brucknerorchesters (bei der Probe war man mit der exakt auf eine Musikvorgabe geschnittenem Video noch nicht 100%ig auf Deckung) mündete in den begeisterten Applaus des mit jungen Leuten randvollen Großen Saals des Hauses …

zl bol.JPGhttps://www.schule.at/service-menue-oben/suche/detail/fadis-visualisierten-zauberlehrling.html                           <—- hier der LINK zum VisualisierungsprojektZL OÖNSequenz 01.Standbild002

            Auf der Außenfront des AECs war in übergroßen Leuchtlettern zu lesen:                   Z a u b e r l e h r l i n g

DSC05804.JPG   

Wenige Monate davor hatte das Projektteam der Fadingerschule das ganze Gebäude samt Deep Space als Drehort für die Visualisierung von Paul Dukas „Zauberlehrling“ zur Verfügung. Ein fauler Praktikant im AEC der in Abwesenheit seiner Chefin Roboter aktiviert, die Kontrolle verliert und so hier Chaos bzw. in der Folge Katastrophen auf der ganzen Welt auslöst  …

ZLBH6.jpgZL10.jpgAlbertoEines der gelungensten Musik/Medien-Projekte war somit im Trockenen & sollte den Fadis als Film bei diversen Präsentationen, dem internationalen MLA (Media Award) des Bundesministeriums, oder bei „OÖ im Film“ usw. (CineBox / MT) noch viel Freude machen. Motivator und Ermöglicher dieser Projekte des Fadinger MRGs war damals direkt nach dem Kulturhauptstadtjahr09 der Herr über MOVE ON – der umtriebige, missionarisch begeisternde Musikvermittler Dr. Albert Landertinger. Seit nunmehr 17 Jahren widmet sich der Posaunist des Brucknerorchesters mit voller Zugkraft dieser pädagogischen Profession – unterstützt von der kleinen, in einem Kla4 wohnenden und dösenden Maus Topolina  …  in Linz, aber auch im Wiener Musikverein  …

Topolina16114827_1799034927007948_1941247848251201640_n.jpgDer „BOList“ Landertinger, der 2020 seinen 60er feiern wird ist nicht nur in Linz & OÖ. eine anerkannte Koryphäe  –  Musikpädagogisch ist er auch häufiger Gast im Wiener Musikverein. Bei seinem Weg von der heimischen Ortskapelle über das Mozarteum bis ins Brucknerorchester eröffnete ihm u. a. Begegnungen mit Karajan oder Giehlen, als er beim Frankfurter RING (R. Berghaus) im Orchestergraben beschäftigt war …

alberto 1.JPGMV.JPG

alberto 2.JPG

Der 1. Direktkontakt der Fadinger mit dem Brucknerorchester ergab sich bei einem Presto-Sommerempfang im Rosengarten (Pöstlingberg), für den man einen kurzen Film beisteuern durfte – mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass die Verbindung aufrecht blieb und sich nach einem „mEATing“ mit Don Alberto im Linzer Traxl noch verdichtete. Dort wurde kürzlich eine Sendung mit ihm aufgezeichnet:                                                                       https://cba.fro.at/400990    <—— hier der LINK zur Sendung

IMG_1877 kl.jpgFedertraumfabrik d Kopie.jpgDamals 2010 war man dabei übereingekommen, dass die Fadis ein Stück aus den „Bildern einer Ausstellung“ visualisieren dürfen. Eine CD mit 3 ausgewählten Stücken brachte Albert in die Schule mit und man einigte sich nach einer Audio-Präsentation im Klassenteam auf Mussorgskis Baba Jaga (russisch Ба́ба-Яга́) – Wenig später flüchtete ein Mädchen der 4C vor dieser unsichtbaren Hexe begleitet von der Kamera quer durch die wunderschönen Licht-durchfluteten Gänge der Linzer Tabakfabrik, über die Treppen der Warte am Freinberg und den dunklen Dachboden der eigenen Schule. Noch Ende des selbigen Jahres war der fertige Film mit dem BOL im Brucknerhaus zu erleben und wenig später bei Festivals und diversen Präsentationen (MLA Wien) …

Hof F.jpg21-10-2011 09;51;31

1172480274-930.jpg

TraumFabrik – Baba Jaga  –  Hier das Fadinger Video (inkl. Analyse):

MLA 2011 – 33.jpg

Trotz solcher >Alberto – Leuchttürme< sind wir nicht aus dem „Schneider“ !

Plädoyer für einen uneingeschränkt freien Musikunterricht mit allen Möglichkeiten, offen für ausführliche Werkbetrachtung, Projekte und Versuche aller Art … 

Sollte sich das Kunst-ferne, im engen Rahmen einer vordringlich von der Wirtschaft vorgegebenen, utilitaristisch orientierte Denken am Sektor Bildung weiter einengend endgültig durchsetzen, könnte das Szenario in aller Kürze wirklich flächendeckend so aussehen, wie es Intendant Schneider vor wenigen Wochen bei einer >Diskussion< dargestellt hat: Das Theater und andere Kultureinrichtungen müssen immer intensiver in Sachen Kunstvermittlung tätig werden, da man im allgemeinen Schulwesen Kunst- & Kreativfächer immer mehr ins Eck überflüssiger (?), pädagogischer „Orchideenwelten“ drängt und zwängt (Ein Werke-Kanon im ME-Unterricht von Oberstufen ist spez. seit der „segensreichen“ Zentralmatura de facto nicht mehr existent  …) – da wird es ganz viele Landertingers brauchen, um dieses Defizit in der Musiknation A abzufangen  …  und die schneit es nicht:  Es gibt nur einen Dr. Alberto !!!

Manfred Pilsz

Musiktheater Linz  /  Matinee im Cafe

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

 

019 – Zehn Jahre LINZ09 …

Gedanken in den Iden des März

L I N Z  0 1 9

DAS GELBE VOM EI  & DAS:  >NACHHALTIG< ?!

File_001.JPGSpiegelei.jpg.638544.jpg      EIN FRECHer RÜCKBLICK  (- 09 aus der Perspektive des Jugendmedienpartners)  IMG_1640.JPG

FRECH WAR IMMER UND ÜBERALL

„Keiner verlässt den Außenlift !“ – entfuhr es einem der Insassen des soeben hängen gebliebenen „Fensterputzer-Aufzugs“ – sein Blick haftete wie gebannt an der glatten Außenwand des nun fast fertigen Wissensturms – bloß nicht runterschauen – Dr. E. Watzl hatte seine eben erst geäußerte Idee den fehlenden halben Meter zur offenen Luke im obersten Stock eigeninitiativ zu überwinden wieder ruhig gestellt, als das „50plus-Gefährt“ (- die Jüngeren hatte man dem Stiegenhaus überantwortet) mit einem Ruck kurz absackte, bevor es dann die letzten paar Zentimeter nach oben kroch – Nichts wie raus auf die rettende Plattform, wo bereits das junge Team des FRECHen Radios auf die „Senioren“ wartete (- gar nicht außer Atem und etwas schadenfroh) – Die angekündigte 09Pressekonferenz mit Uli Fuchs & Co konnte somit nun über die Bühne gehen  …

Bruecke.JPG0506_001_01.jpg

Linz09 – VorglühenÜbersicht 09 a

p1070890File_013.JPGAlles begann schon 1998 mit einer Einladung zu „Expertengesprächen“ zum neuen Kulturentwicklungsplan der Stadt Linz . Drei Jahre später folgte das Angebot sich als Mitglied des OÖ. Landes – und Linzer Stadtkulturbeirats einzubringen. Auf Vorschlag von Dr. Chr. Schöpf (ORF/Kultur) erfolgte 04 die Wahl zum Leiter des Arbeitskreises „Koordination – Linz Kulturhauptstadt 2009“ – für 2 Jahre. In der Expertengruppe „Linz 2009“ fanden sich u. a. Peter Androsch (späterer Musikchef von Linz09 und verdienstvoller Erfinder des leider nicht wirklich nachhaltigen Akustikons), Thomas Baum, Silvia Nagl (OÖN) oder Dr. Gabriele Kepplinger (dorfTV)  …  2005 wurde ein leider in der Folge nur einmaliger Impuls gesetzt, junge Menschen endlich auf die „Brücke“ des Kulturdampfers zu holen: Das Jugendkulturparlament in der Kunst-UNI

especially_button_tranparent.jpgRadio FRECH09 c I.JPGespecially_button_tranparent

                     2006 wird Radio FRECH Jugendmedienpartner der Kulturhauptstadt                              und wenig später reiht es sich ein unter: Linz09 FRIENDS  …

zucker heute

LINZ09_008-07_logo_FRIENDS.JPG

header_home_09.jpgDer obige „Aufmacher“ der „Fadi-hp“ hatte ab 07 rechts oben ein 09-Logo

Im Vorfeld der Ausstellung im Schlossmuseum wurde vom Fadinger MRG ein Dokuvideo zum November-Pogrom in Linz in Zusammenarbeit mit Zeitzeugen, Experten und der Kultusgemeinde gedreht. Nach der Präsentation der Arbeit      wurde in der Folge die Tonspur für eine ORF-Sendung zum Thema verwendet.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

File_008KFklDSC04477Eine Fadinger Absolventin (- wesentliches Mitglied des Teams) beschäftigte sich in ihrer Diplomarbeit an der Grazer UNI mit „Linz09 und der NS-Zeit“  …

2008 war gekennzeichnet durch intensive Probeläufe und Vorbereitungen: Allem voran der offizieller Drehbeginn für „Alice“ (Musikvideo mit Beiträgen von H. Rogl & W. v. Zutphen) und für Agentin009 rettet die Kulturhauptstadt– Letztere Parodie war besonders aufwendig, bedingt durch unterschiedlichste Drehorte für die meist auch Drehgenehmigungen notwendig waren: Spielcasino, Arcotel (mit einer eigenen 009-Suite), Geister- & Grottenbahn, sowie das Autohaus Baschinger mit einer Dodge Viper (über 400 PS) für die „09Fahrstunden“, der „Tiefenrausch08“, das nächtliche Schulhaus, der Winterhafen und das Lentos  …  Ein 2tägiges, über die Maßen extrem exzessives WelserWeihnachtsWorkshop mit Gerolf Nikolay machte ein rasches Finalisieren von „Alice“ und „Agentin 009“ möglich – Parallel dazu wurden in zwei anderen Sälen des Medienkulturhaues die Videosequenzen zur 09Musiktheater Produktion „Fadinger Reloaded“ aufbereitet und FRECHe PR-Strategien gemeinsam mit Ex-Fadi Gerald Wahl ausgetüftelt, der bereits beim „Schaurausch“ für Linz09 im Vorlauf aktiv gewesen war  …bruckneronair3                   header.jpg02-09-2016 18;23;35.jpgBrucknerhaus Magazin.jpgErstmals gabs 2008 offiziell ein eigenes Jugendfestspielradio bei ARS & Brucknerfest samt Blog auf der Brucknerhaus-hp unter dem Markennamen BRUCKNER ON AIRBegeistertes Feedback für Radio FRECH dazu vom Brucknerbund OÖ & von der LIVA-Direktion  (- Zwei Jahre davor hatte man eingeladen vom ORF Tirol beim Festival in Erl schon erfolgreich geübt  …)  Das Fadinger Mediengym MRG & die Radio FRECH waren an der Kippe zu Linz09 mal grade 10 Jahre alt  …File_009.jpgFür Schulprojekte gab es im Vorfeld zu Linz09 ein großes Problem, das eigentlich als Hilfestellung und Auffangbecken gedacht war:  I LIKE TO MOVE IT MOVE IT sollte über Künstlervermittlung (- also eigentlich ganz im Sinne der Austria Kulturkontakte) Schulproduktionen begleiten und so überhaupt ermöglichen – eine geordnete, bunte Abfolge von unterschiedlichsten Arbeiten sollte in kleinen Tranchen mit wenig Proben über die Bühne gehen – gemeinsam beworben & verteilt aufs ganze Jahr – Ideal für Newcomer und tödlich für alteingesessene Hasen, die so ihre Identität aufgeben und mit wenigen Proben (unter einer Stunde) auskommen mussten (- allein für „Fadinger Reloaded“ wurde ganze 2 volle Tage direkt in der Hafenhalle geprobt …)

Das Schultheater-Festival „Zündstoff“ wurde aus Kostengründen aufgelöst, da es ab sofort ja ohnehin MOVE IT gab …  Die FRECHen Fadis warnten zurecht nicht nur vor einem „Rohrkrepierer“ (- nach 2010 waren die 09MOVER tatsächlich wieder von der Bildfläche verschwunden), sie wurden direkt bei der Intendanz vorstellig und konnten so unabhängig agieren. Nur bei ganz wenigen ihrer Einreichungen klappte es nicht: Schmerzlich das Ballprojekt – und selbst in diesem Fall milderte Intendant Uli Fuchs als Ehrengast im KV den kurz aufkeimenden Frust der Maturanten.IMG_1955.JPGIMG_1781.jpg

buch 4

2009: Radio FRECH ist bei den offiziellen Eröffnungfeierlichkeiten überall dabei und startet mit einem 09Blog auf den Kulturseiten der Online-Redaktion der OÖN (- jede Woche ein Eintrag von Jän. bis Dez. 09) – weiters erscheinen auch Beiträge auf der OÖN-Kulturseite. Die Fadi-Bond-Parodie Agentin 009 rettet die Kulturhauptstadt wird beim 09Projekt „52 Wege die Welt zu retten“ angenommen. Und so besetzt Radio FRECH am Faschingdienstag die Weltrettungshaltestelleund ist dort eine Woche lang u. a. mit 2 Großplakaten von „Agentin009 rettet die Kulturhauptstadt“ vertreten – ab 1. April wird die Video-Bondparodie  2 Wochen lang auf LIWEST-TV in Linz & Okto-TV in Wien, Graz u. Klagenfurt gezeigt. Großes Projektabschlussfest im OK MediendeckWiederholung im Keplersalon auf Einladung der Intendanz09  …

buch 8.jpgÜbersicht 09 b.JPGbuch 6.jpgbuch 5.jpgagentin m1 Kopie.jpg                                  …  mit prominenten Gästen aus der Medien-Landschaft  …buch 10.jpgbuch 9.jpg

DSC06143.JPGGemeinsam mit Fredi Rauch wurde die Idee entwickelt das nunmehr 100 Jahre alte Schulgebäude in der Linzer Fadingerstraße mit seinen Räumen und Gängen in das Stationentheater „komA“ zu integrieren – zu 100 % vom Turn- & Festsaal, über die Chemie & Aula bis zur Direktion. Bereits im Vorfeld wurden die Bekennervideos für die Kellersequenz und der Amok-Film für den Schluss im Festsaal gedreht. – Das Fadinger Medienteam übernahm dann auch die Dokus und stellte nach dem Casting fast die Hälfte der SchauspielerInnen (neben dem Ensemble des Landestheaters), sowie alle Führungscrews  …  Ergänzend zum Erfolgsstück gab es eine gediegene Begleitveranstaltung (Runder Tisch der OÖN mit Exfadinnger Gerhard Lukesch)

buch 13.jpgDSC06810.JPGbuch 12.jpgÜbersicht 09 c.JPGMai 09.JPG4232363677_6c53cd97f4.jpgbuch 16.jpgbuch 15.jpgFile_061.jpg

Routinemäßig waren die Frechen als Festivalmedium 09 auch wieder bei SCHÄXPIR  (Zündstoff) und YOUKI (Blog für die Jugendinternetplattform „Subtext“) vertreten  … 

Ganz und gar nicht „Repertoire“ war die multimediale Musiktheaterproduktion Fadinger reloaded (- Regie & Visualisierungen) im Rahmen von Linz09 in der Hafenhalle (- beide Vorstellungen fast total ausverkauft) – Allein die Aufstellung des Budgets erwies sich als extrem kompliziert, da die Stadt Linz alle Schulprojekte mit 300.- Euro gedeckelt hatte. Nur mittels Aufsplittung in mehrere Einzelprojekte (Technik, Bühnenbild, Orchester …) war eine Abdeckung gemeinsam mit Bundes- und Landesförderung möglich. Ingo Kelps technische Wunderkiste verwandelte die karge Grundausstattung in ein Inszenierungseldorado mit Nesselvorhang, Vorder- und Rückprojektion, sodass die von den Fadis im MKH vorgefertigten Videos exzellent die Szene veredeln konnten. Stimmbandoperationen, Einspringer 3 Wochen vor der Premiere, nur 3 szenische Proben mit Orchester (- eine davon noch im Festsaal) und Querschüsse aller Art – NICHTS konnte die musikalische Reinkarnation Stefan Fadingers verhindern – pünktlich zum Wagner-Geburtstag ging das Musiktheater über die Bühne !!! – Groß angekündigt im 09Infomagazin „Neuner & gut verkauft am Hauptplatz-Infopoint   —    > BRAVISSIMO <IMG_6921.JPGimg_6920IMG_7006.JPGIMG_2419.jpgIMG_3403.jpg

buch 18.jpg

HAI-sieh-mir-ins-Auge-Klein.jpgLinz verändert 11Zur Halbzeit konnte man in den Sommerferien im Gelben Haus kurz durchatmen und mit der Linzer Buhlschaft Birgit Minichmayr FRECH über alte Zeiten plaudern (als man im Fadinger Festsaal der Interessierten blöderweise weder eine Kabarett- noch eine Filmrolle anbieten konnte  …) –  Phil Glass wurde ebenso vors Mikro geholt wie Hubert von Goisern  …

IMG_1194kl.jpg09strand 6.JPGflag 09.JPGFRECH bei Phil Glass 10.jpgBruckner und die FRECHebn Frauen.jpgAls ob der wöchentliche OÖN-09Blog nicht schon reichen würde, kam mit Ausbruch von ARS & Klangwolke ab Ende August auch noch „BrucknerOnAir“ (Festivalradio samt Blog) sechs Wochen (fast täglich) dazu. Zum Auftakt waren die FRECHen in den Aufbau der Ausstellung „Augenmusik“ involviert und zimmerten vor Ort ihre Kulisse „Augen-Ohr“ zusammen, die samt Abspielgerät als Installation Fadinger Musikfilme dem Publikum im großen Pausenfoyer während des Brucknerfests kredenzte  …haupt.jpgDSC08849.JPGDSC09019.JPGDSC08826.JPGFile_075.jpgDSC00065.JPGÜbersicht 09 d.JPG

LINZ09 URKUNDE FRECH.jpg

DSC09985.JPGDank1.JPGLinz09 DSC07125.JPG

Dank2.JPGLiz09 File_074.JPG

09Faschingsflohmarkt 1.JPG              OÖN Linz09 Urkunde.jpg

Linz09 FRECH DSC09979.jpgP6050001.JPG                       Letztendlich blieb das „Linzer Auge“ dann doch leider trocken …Linz09 P3120006.jpgUnglaubliche Karrieren & Erfolge mit Nachhaltigkeit haben sich bei 09 abgezeichnet: Die „Putzfrau“ des Stationentheaters „komA“ ist heute Direktorin des Fadinger Gyms – Regisseur John F. Kutil wurde Chef des Theaters für junges Publikum und bekam 2010 den Bühnenkunstpreis im Festsaal „seiner“ Fadingerschule vom LH überreicht.DSC00235.JPGDSC00271.JPGDSC00244.JPG Letzterer beglückte dann Ende des Jahre den „Intendanten“ der FRECHen im Steinernen Saal des Landhauses mit der Kulturmedaille des Landes OÖ 

medaille.JPG

Hier die Radio-Sendung zum Linz09-Jubiläum 019: https://cba.fro.at/399154

Manfred Pilsz

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

AKTUELLER  ANHANG

DSCN5633.JPG

Der Fuchs kehrt in den Bau zurück

Pünktlich zum Ende des 1. Viertels von Linz019 kam Intendant Ulrich Fuchs am 1. April (kein Scherz) in sein Lieblingsprojekt09 den Kepler-Salon zur ersten, der vier dort im heurigen Jubiläumsjahr geplanten Diskussionen und debattierte mit Rektor Meinhard Lukas über eine fiktionale Kulturhauptstadt Linz019 – moderiert und eingeleitet durch Linz-Kulturdirektor Julius Stieber. Man betonte dabei speziell die Wichtigkeit von thematischen Schwerpunkten wie u. a. der Aufarbeitung der Stadt- Historie bis in die Gegenwart. – Nichts wiederholt sich in der Geschichte 1: 1  – Fuchs sprach aber in diesem Zusammenhang vom Begriff eines „Rezidivs“! Weitere aktuelle Schwerpunkte könnten die Religionen in einem heute säkularisierten, näheren Umfeld darstellen und damit der Verlust eines ethischen Korrektivs  …  Die „Digitalisierung“ wurde leider im Zusammenhang mit ARS & Linz der „City of Media Arts“ nur ganz kurz angesprochen – müsste aber unbedingt im Falle von Linz019 behandelt werden – inkl. ihrer Bedeutung für den Wandel in der Arbeitswelt und im Gesellschaftssystem. Im Kontext dazu wäre auch dringend die Zukunft von Schule und Bildung dabei zu behandeln. Dauerbrenner wie Migration, bzw. der Mobilität in Metropolen und die grundsätzliche Hinterfragung ob Kulturhauptstädte heute noch Sinn machen, durch Regionen ersetzbar sein sollen, oder ein ganz neues Format angesagt wäre rundeten den weitgesteckten Exkurs zu einem Linz019 ab  …

Von FRECH zu FROSCH

Als Uli Fuchs in der Linz09 damals nachfolgenden Intendanz der Kulturhauptstadt Marseille sich als Fußballfan (Jugend-Projekt bei Linz09) auf „Olympique“ freute und unbedingt auch wieder ein Jugendmedium bei der KHS mit an Bord haben wollte (Radio „Grenouille“ = Frosch) wussten die FRECHen, dass sie sich auch wahrlich „nachhaltig“ bewährt hatten  …  Das Französische Radio wiederum löste mit seinem Namen einen kreativ filmischen Akt bei den FRECHen aus, die daraufhin einen 1A Horrorstreifen mit dem Titel Fête de la Grenouille drehten  …

DSCN5640.JPG

 

 

 

Eusebius, Florestan & Clara – „Dichterliebe“

 1819 – zum 200. Geburtstag von Clara Schumann

Clara_Schumann.jpgStamps_of_Germany_(Berlin)_1986,_MiNr_771.jpg

25 Jahre nach dem (Fadinger) Filmprojekt

Zwei Tage vor Weihnachten beschloss man entsprechend des Titels & Inhalts der letzten Nummer von Schumanns „Dichterliebe“ nach Asten zu fahren und „Die alten, bösen Lieder“ auf der Mülldeponie (ausgestattet mit einer „Lizenz“) zu „entsorgen“  …

Die alten, bösen Lieder,
Die Träume bös und arg,
Die laßt uns jetzt begraben,
Holt einen großen Sarg.

Hinein leg ich gar manches,
Doch sag ich noch nicht was  …

BSG Kalender13F.jpgUnd so stand Claudia bei milden Wintertemperaturen und gutem Wind, der unsere schwarzen Müllsackbänder an ihren Händen flattern ließ, unsicher, aber entschlossen am Gipfel der Deponie, umzingelt von Kettenfahrzeugen, in sicherem Abstand, aber nahe genug, um filmgerecht ganze Schwärme schwarzer Vögel aufzuscheuchen und so insgesamt die gewünschte Stimmung am Kochen zu halten. Die eine oder andere Schumann-Krähe dieser Deponie dürfte dann wohl auch im Trakl-Film erfolgreich aufgetreten sein – Raben nicht ausgeschlossen  …  Als aber dann heftige Böen die Hauptdarstellerin arg ins Wanken brachten und sie einer ihrer schwarzen Fahnen beraubten, wurde eiligst Drehschluss ausgerufen. Wir hätten nicht den Müllberg mit dem Auto hochfahren sollen, denn mittlerweile nach einer halben Stunde Drehzeit war man fast bis zur Bodenplatte eingesunken – und nur mit viel Glück gelang es mittels fremder Hilfe das Fahrzeug wieder flott zu kriegen …  Weihnachten somit war gerettet und der Film endgültig abgedreht.

Drehbeginn der Fadinger Visualisierung der „Dichterliebe“ war allerdings im Frühjahr Nicht von ungefähr hatte der 1983 von Peter Schamoni mit Nastassja Kinski und (täuschend echt) Herbert Grönemeyer (als Clara & Robert) gedrehte Film Frühlingssinfonie diese Jahreszeit im Titel  …fruehlingssinfonie_14.jpg(Dichterliebe & Sinfonie Nr. 1 in B-Dur entstanden in der glücklichsten Zeit des Paares)

Endenich.JPGAm Rosenmontag des Jahres 1854 stürzte sich Robert Schumann, geplagt von argen Bipolaren Störungen in den Rhein, wurde gerettet und wenige Tage später auf eigenen Wunsch in die „Irrenanstalt“ in Endenich bei Bonn eingeliefert. Hier nun erst setzt die Visualisierung der 1840 komponierten zyklischen Lieder „Die Dichterliebe“ ein – also gewissermaßen als Rückschau Schumanns auf sein Leben und ganz zentral seine große Liebe: Clara ! An seinem Schreibtisch in Endenich sitzend, zieht ALLES noch einmal an im vorbei – In der Musikvideofassung ist Schumann im heute angekommen, ruft seine Musik per Fernbedienung ab und holt seine Erinnerungen mittels Bilder aus seiner Schreibtischlade  …

05-09-2017 21;52;42arobert_und_clara_schumanns_kinder

24-07-2014 18;50;30a.jpgWeitere Drehorte: Schule, Ölhafen,  St. Margarethen, Naturbühne Limonigasse sowie die Gewächshäuser des Botanischen Gartens

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangenbl06-07-2013 12;41;24af.jpg

Hier nun der Film (Blog-Autor = Regie & Gesang / Lieder-Texte):

Das Musikvideo „Eusebius, Florestan und Clara“ wurde u. a. bei den Filmtagen in Wels gezeigt. Preise: Landesmeisterschaft Gold & Titel Staatsmeisterschaft Silber und ein Ebenseer Bär. Hervorragendes Feedback durch das Schumann- Haus Zwickau und die UNI Leipzig, sowie später auch durch die Schumann- Hochschule Düsseldorf Preise1f.jpg06-07-2013 12;41;24b.jpg05-09-2017 21;52;42b.jpgschumann 2

Der verhinderte Pianist ! / „Florestan & Eusebius“ – Vorboten der Krankheit?

Schumanns unkonventionelles Übertraining am Klavier (Vorrichtungen zur Stärkung der Finger … Lähmung …) führte zu physischen Problemen an der rechten Hand, die in der Folge die Laufbahn als Konzertpianist verunmöglichten.

Zusammen mit seinem Lehrer Friedrich Wieck und einigen Freunden gründete Robert Schumann im April 1834 die Neue Zeitschrift für Musik und schreibt, wie auch anderen Autoren unter zahlreichen Pseudonymen und Kürzeln. Er selbst verwendete über dreißig, darunter die Namen der fiktiven Figuren Florestan und Eusebius.  Florestan verkörperte den leidenschaftlichen (männlichen), Eusebius den in sich gekehrten (weiblichen) Schumann.

Kölner Dom Marienbild kl.jpg05-09-2017 21;52;42d.jpg

Es schweben Blumen und Englein
Um unsre Liebe Frau;
Die Augen, die Lippen, die Wänglein,
Die gleichen der Liebsten genau.

                                       Unbenannt.JPGUnbenannt1.JPG

Wieck wollte sein Wunderkind Tochter Clara nicht an den, wie er meinte: „Eher wenig erfolgreichen“ Schüler Schumann verlieren und versuchte die aufkeimende Beziehung zu beenden. Noch kurz vor der Großjährigkeit Claras strengte das junge Paar erfolgreich einen Prozess an, um kurz danach zu heiraten  …  Das Glück dauerte knappe 14 Jahre  …

Es flüstern und sprechen die Blumen,
Und schaun mitleidig mich an:
Sei unsrer Schwester nicht böse,
Du trauriger, blasser Mann!

(an dieser Stelle folgt am Klavier ein instrumentales „Schluss-Stück“, das ein Ende andeutet, welches allerdings erst beim Nachspiel des 16. Lieds Realität wird)04-12-2016 11;55;43F.jpg05-09-2017 21;52;42c.jpg05-09-2017 19;25;35b.jpgNach den schlimmen Zeit in Endenich und dem Tod ihres geliebten Roberts, widmete sich Clara wieder der Konzerttätigkeit als gefeierte Pianistin und reüssierte als eine der wenigen (damaligen) Komponistinnen der Musikgeschichte  …  40 Jahre nach Robert starb die 7-fache Mutter & beliebte Künstlerin im Todesjahr von A. Bruckner

traum.JPG

Ach! jenes Land der Wonne,
Das seh‘ ich oft im Traum;
Doch kommt die Morgensonne,
Zerfließt’s wie eitel Schaum

Manfred Pilsz

Jahre später wagte sich eine junge Ex-Fadingerin anlässlich ihrer Abschlussarbeit an der Linzer Bruckner-UNI auch sehr erfolgreich an die Dichterliebe-Thematik heran: Julia Noa Fischer mit „Attosphere“  …

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

 

 

BÜHNENBRETTER STATT KATHEDER ?

OÖN1.JPG              OÖN1a.JPG                OÖN1ab.JPG

 Ergänzung / Leserbrief:

T h e a t e r  –  Bildungsauftrag neu

Intendant Hermann Schneider lud zum kulturpolitischen Diskurs ins Schauspielhaus – eine wichtige Initiative – nicht nur angesichts der Theatervertragsproblematik …

In der „Nachlese“ der OÖN – am Podium vertreten durch Kulturchef Peter Grubmüller, der speziell auch die „Nachwehen“ von Linz09 zum „10er-Jubiläum“ zur Diskussion stellte, wurden fast alle Punkte des Abends kurz repliziert. Ein wesentlicher Aspekt, den Schneider schon am Abend nur kurz einbringen konnte, wurde dabei allerdings ausgespart: Er sprach von einem neu zu sehenden, basalen Bildungsauftrag an das Theater (- früher: begleitend)  Ein Faktum, das sich nicht nur durch das jede Kreativität abwürgende Korsett der Zentral-Matura offenbart, die im Sinne der Aus- statt Bildung Kunstvermittlung wenig Raum lässt (Beispiel: Deutsch – Textsorten, statt Literatur usw.)  Für die Politik ist unproblematische, anerkannte und durch Umwegrentabilität ausreichend abgesicherte Kunst willkommene „Behübschung“ – Erster Auftrag an die neu geschaffenen Bildungsdirektionen: Einsparungen bei Werteinheiten an höher bildenden Schulen – in der Umsetzungspraxis sprich: Bei den Teilungen in diversen Kunstfächern, sowie bei den ohnehin kaum noch existenten Freifächern und detto unverbindlichen Übungen (- meist Chor, Theater, Literatur, Tanz) und auch bei den angeblich doch der Bildungspolitik heute so wichtigen Neuen Medien (- Kunst im Netz, Schulradios, Filmarbeit …)

Wenn alles zusammengelegt oder gleich ganz eingespart wird, könnte tatsächlich das Theater Subventionen vom Bildungsministerium für seine kulturelle Grundversorgung (nicht nur) junger Bürger rekrutieren …    (- so sinngemäß von H. Schneider angedeutet)

„Sehn wir doch das Große aller Zeiten
Auf den Brettern, die die Welt bedeuten,
Sinnvoll still an uns vorübergehn.
Alles wiederholt sich nur im Leben,
Ewig jung ist nur die Phantasie;
Was sich nie und nirgends hat begeben,
Das allein veraltet nie!“

aus Schillers Gedicht: An die Freunde

Werden die „Bühnenbretter“ von nun an mehr oder weniger singulär für jede Form der  Kunst/Kulturvermittlung zuständig sein müssen, oder sind alle „Bretter vorm Kopf“ einiger Bildungs“Experten“ endlich im öffentlichen Blickfeld, sodass die Schule auch in Sachen Kunst ihrer Aufgabe wieder nachkommen darf ?  – Die Hoffnung stirbt zuletzt !

Manfred Pilsz