Bruckner & Dorfer – 11. Oktober 021

Der 11. Oktober ist ein tolles Geburts-, aber ganz schlechtes Sterbedatum:

Am 11. Oktober geboren zu werden bedeutet, dass wahrlich ALLES in der WAAGE ist. Nach der, wie üblich heißen Sommerdepression ist man nun im Herbst-Highlife voll angekommen. Wenn die graue Donau morgendlich dampft und genüsslich in dicken Wattewölkchen im Flussbett vor sich hin gurgelt, wenn das Mühl4tel in satten „Indian Summer -Farben“ erstrahlt und die Gastgärten am Nachmittag ohne Sonnenschirme auskommen, meist abendlich mit Wärmeschwammerln und/oder -decken ausgestattet werden, dann ist es endlich wieder soweit. Jacke zu und den noch dünnen Schal ums Hälschen. Die Stadt versinkt in einer feinen Nebelsuppe, fehlen nur noch erste fette Schneeflocken und ein wenig Hausbrandgeruch (- olfaktorische Kindheitserinnerung der frühen 60er in Urfahr) Herrlich !!!

Diese Gnade wurde (allerdings zu Wien) dem begnadeten Kabarettisten Alfred Dorfer 1961 zuteil. Ich darf dem Fadinger Ehrenmitglied ganz herzlich auch im Namen der ehemaligen Kabarett-Gruppe unseres Gyms zum heutigen 60er gratulieren !!!

Radio FRECH-Mitglied Michi Baumgartner bei Fredi Dorfer 098 im Posthof

Dorfer gestattete den Jung-Kabarettisten in den 80ern Textfragmente seiner frühen Arbeiten zu verwenden. Zu mehrtägigen Workshops > wie mit Josef Hader < kam es leider nicht, aber immer wieder trafen Jung-Fadinger mit Fredi Dorfer zusammen – so auch bei der YOUKI in Wels, wo es zu einem legendären Interview von Radio FRECH mit ihm 2002 in einem Zirkuswagen vor dem GREIF kam:

Humorlosigkeit ist Intelligenzmangel

Zu jungen Menschen hatte Dr. Dorfer schon immer einen guten Zugang .

Zum Wiener Naschmarkt, zur Musik und immer wieder nach München zieht es Alfred Dorfer hin – ob er dort wohl seinen „Stiefzwilling“ („Wie sich die Bilder gleichen“ – siehe unten) Jonas Kaufmann besucht, oder gar mit ihm eine Opernproduktion plant? Fredi Dorfer hat sich jedenfalls als Klassik-Fan geoutet und zuletzt in Wien Mozarts „Figaro“ als Regisseur betreut …

Dorfer-Double Kaufmann“ war zuletzt in München als optimaler Tristan zu hören !

Vor nunmehr 125 Jahren

Apropos Richard Wagner: 13 Jahre nach Bruckners „Meister aller Meister“ verstarb ER selbst am 11. Oktober 1896 in Wien im Kustodenstöckl von Schloss Belvedere und wurde auf eigenen Wunsch in St. Florian unter seiner Orgel zu den Klängen von Parsifal in der Gruft beigesetzt.

Conrad Fischer verweist im Text seines berühmten Bruckner-Films darauf, dass das Leben am nämlichen Nachmittag des 11. 10. ungeachtet des Tods des bedeutenden Komponisten in den Straßen, Amtsstuben und Kaffeehäusern der Kaiserstadt völlig unbeeindruckt weiter von statten ging, als wäre nichts geschehen. Doch wenig später blendet die Bild-Regie über nach St. Florian und lässt die Kamera zum Te Deum nach oben entschweben …

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder …, die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können !

NEWS vom Tag danach:

60-PLUS: Helmut ROGL – die > I. <

ROGL nun auch offiziell 60