„Gemma Grönland“ !?

S O M M E R – L O C H – L A C H – N U M M E R

Gemma Lugner tönt es „jugendlich amikal“ im Privat-TV <

Ausverkauf nicht nur unserer Sprachkultur, sondern „inhaltlich“ auch noch die maximal verkürzte Aufforderung zu ungebremster Konsum- und Kauflust – wahrscheinlich stark angenähert an das tiefe (Höhenangabe) „Verständnis“ und die leider ebensolche, unsensible Kommunikationsebene des derzeitigen Usurpators des Weißen Hauses  …  Dieser „entdeckte“ (für seine Zwecke) jetzt Grönland und möchte es in Besitz nehmen –  Ein Grönländer hatte dies allerdings längst vor über 1000 Jahren mit Amerika getan

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Mehr als AMI-kal klingt der Wahl-Schlachtruf  «Let’s make America great again» – der impliziert ja faktisch den permanenten, flächenmäßigen Zugewinn an Größe und da schaut man sich natürlich im „Geopolitischen Supermarkt“ nach Schnäppchen um:    Was wäre da wohl naheliegender als Grönland – günstig im Tiefkühlfach – bevors auftaut ! Alaska ging damals auch extrem billig her – die Russen hatten es 1867 per „Will haben“ im Angebot (- Liechtenstein hat übrigens fast zugeschlagen). Das sollte man jedenfalls denen Dänen mal sagen  –  So eine Frechheit, da bleib ich daheim  …

Wie wärs mit einem Tauschhandel:  „Biete ungeliebte Bundesstaaten hart an der Mexikanischen Grenze für die gesamte Antarktis – es müssten allerdings 7 Besitzer versorgt werden  …  Vielleicht wärs da ja mit Sizilien im Tausch gegen Chicago unkomplizierter – wegen ähnlicher Ausgangslage (- Al Capone lässt grüßen)

GRETA ist keine Insel !

Island ist reserviert für die EU (?) – Aber vielleicht haben die Kroaten oder Griechen was anzubieten  …  Dass GRETA dabei nicht zur Disposition steht dürfte sogar Mr. President realisiert haben …  Den Sundabogen wird der auf der Landkarte (ohne Navi od. „Navy“) so&so nicht finden  …     Schade, da gäbs eine Riesenauswahl (zum happy Inselhüpfen)  …  Putin ist diesbezüglich wesentlich bescheidener:  Der war mit bloß einer Halbinsel & etwas Krim-Sekt zufrieden  –  Abwarten:  Donald übt mal in Korea  …

Im Angebot: Fidschi – kann sich kaum über Wasser halten (- Venezianische Zustände) Apropos Depression: Dann doch vielleicht lieber gleich eine 1A-Deich-Lösung alla Niederlande  …  tiefer gelegt wie ein Sportwagen – ganz im Sinne einer ungebremsten, flächendeckenden „Donaldisierung“  …

Vielleicht sollte man aber rechtzeitig gegensteuern – da würde sich die Napoleonische Drei-Insellösung  für Donaldino anbieten: Korsika, Elba und als Endstation St. Helena ! Oder sollte man Alcatraz aktivieren (?)  –  dort wäre ER gut aufgehoben und es gehört den USA bereits (- muss man ihm ja nicht sagen) – ebenso geeignet: Guantanamo, aber: Finger weg von Kuba !

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England wurde ja bereits von Donald-Double Boris gekapert – Aber Neuseeland wär eine Möglichkeit – da spricht man sogar auch Englisch  …  Und wenns gleich ein ganzer Kontinent sein darf:  Australien gäbs zu ähnlichen Bedingungen  …

In Austria (selbiges ohne Beuteltiere) würden manche gerne Ibiza günstig loswerden       – leider gehörts (noch) den Spaniern  …   Am Attersee überlegt man zur Sicherheit Litzlberg zu verstecken – vielleicht hilft da ein Christo-Projekt zur Eröffnung des Attergauer Kultursommers  …  Pizza Hawaii gibts dann gratis !

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Die Grönländer können jedenfalls ganz ruhig dem Schulbeginn entgegensehen: Heuer werden die Kinder noch keine „Schusssicheren Schulranzen“ benötigen !!!

Manfred Pilsz

…  während G7 am 25. August  …

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Einstmals: „KÖNIG“ KUNDE Jetzt: LEIHARBEITER

„Bei Bananen musst Du immer auf 1 drücken, bei Biobananen kann es möglicherweise auch die 2 sein, aber es ist möglich dass Du beim Obst gar keine Waage mehr findest, dann wird halt erst beim Zahlen an der Kassa abgewogen – das haben sie jetzt eingeführt, weil man ja  den Leuten (- sprich fälschlich: Konsumenten) wirklich nicht trauen kann …  “

SB.JPGSchon in den 50ern ging es ganz harmlos los (Selbstbedienung / Konsum)

„Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen“ (2 Thess 3,10)

  • zitierte immer Mutter Bibel-sicher – wurde aber beim Greißler rundum bedient  …  Das waren noch Zeiten, als der Milchverkauf, bei dem offene Milch mit einer Pumpe in Pitschen oder später braune Flaschen abgefüllt wurde, ausschließlich durch Verkäufer beim Greißler oder separiert in der Lokalität einer sehr dicht gedrängten Gemischtwarenhandlung zu erfolgen hatte  …

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Ganz anders ist das Auskommen und Leben jetziger Pensionisten und aller anderen „Aktiv-Kunden“ (?) organisiert. Hier werden willfährige Mitarbeiter rekrutiert, ohne dass diese ihr Praktikanten-Anstellungsverhältnis bewusst wahrnehmen. Brav sucht sich so die Kundschaft ihre Waren zusammen, nachdem sie sich selbst ein sperriges Einkaufswagerl mittels Münzeinwurf davor am Areal organisiert hat (soweit – so mittelprächtiger Usus) – dann beginnen wir zahlenden TeilzeitmitabeiterInnen mit der Leergutentsorgung und deren Abrechnung, der Obst- und Gemüsegewichtung und an den diversen Kassen in langer Schlange mit der Laufbandbeglückung, anschließender Zahlung – verbunden mit JÖ-, „Pickerl- oder irgendwas –abrechnung und das in der Etappe hinter einem coolen Typen der Marke „Ich hab nur einen Kaugummi und zahl mit Karte“ (- funktioniert halt leider nicht gleich) …  Finale: Wagerlwiederbefüllung, Kofferraumtransfer inkl. abschließender Belohnung: 1 Euro fürs Wagerl  …

Es steht der Kundenschar frei sich unter mehr oder weniger dezenter Aufsicht bei Selbstbedienungskassen einzubringen – die Extraschnellen haben dort die Chance neue Rekorde aufzustellen … Die gefälligen „Aufsichtsbeamten“ haben wiederum dabei die Möglichkeit zuzusehen, wie diese freiwilligen Konsumsklaven dabei sind, sie (die tatsächlichen gerade noch SupermarktmitarbeiterInnen) einsparen zu helfen.       So werden sie sehenden Auges schlussendlich mit gutem „Gewissen“ der jeweiligen Geschäftsleitung wegrationalisiert  …    Wie erfrischend Job-absichernd muss es da wohl anmuten, wenn ein Kunde mit Einkaufkörbchen (anstatt Wagerl od, Plastiksack), in dem sich nur 7 Schokomilchreise befinden, vorm leeren Regal nach mehr davon frägt, nach einem ähnlich gelagerten Frühstücksaufstrich suchen lässt und im Rahmen dieses „Geführten Einkaufs“ auch noch mehrere Minuten spezielle Streichkäsesorten in den Weiten der Filiale aufstöbern lässt  —>  Kür zum „Man of the Käs !“

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Selbiges gilt für Verweigerer von undurchsichtigen Online-Abbuchungsvorgängen -bedeutet „Expeditionen“ zu Banken, Post, Bahn  …    Auch hier sorgt der bei Automaten antrainierte Kunde (?) durch seine unbezahlte Mitarbeit für eine anschwellende Entlassungswelle im „Service“-Bereich der Institute. Nur verlässliche, meist ältere Schalterkunden, die wert auf Ansprache und Hilfe durch das Personal legen, sorgen dafür, dass vorderhand einige doch noch rudimentär vorhandene, menschliche (!) Anlaufstellen eine echte Chance auf Weiterbeschäftigung haben  …

Bei „Alibaba“ ist namentlich alles klar – Amazon scheint etymologisch positiv besetzt, doch ist beim Bestell-„Amazonas“ wirklich alles so toll in Fluss?

Apropos postalische Dienste: Den ganz „Schlauen“, die alles bei Amazon & Co, im Netz bestellen und dafür sorgen, dass speziell kleinere Innenstadtgeschäfte das Handtuch werfen und so Platz machen für Wettbüros, die das Ortszentrum scheints wesentlich attraktiver aussehen lassen, sei gesagt, dass es einen Schmarren schneller geht. Beim „Alex“ am Hauptplatz dauert es im Schnitt zwei bis drei Tage, dann hat man das zurecht empfohlene Buch in der Hand – verbunden mit viel Kommunikation und einem guten, gemütlichen Kaffee ums Eck (inkl. Diskurs mehrfacher Zeitungslektüre)  …

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Die Versandkundschaft wartet noch immer auf ein Stück unbekannter Literatur (die man vielleicht dann wieder lieber zurückschickt oder weiterschenkt) – Nach 2 Tagen erfährt man im Netz, dass es doch nicht am selbigen Tag losgeschickt worden war, dann blieb es in einer Zweigstelle hängen und wurde dann endlich nach 4 Tagen geliefert, aber leider angeblich zu einem Zeitpunkt, als gerade niemand zuhause war, obwohl man nachweislich um diese Uhrzeit vor Ort sich einen Schluck  „What else“ gegönnt hatte, um nicht in der Stadt unter den Leuten in der Konditorei sein zu müssen. Mit einem der diese Woche 20 Abholscheine macht sich der Netzbesteller auf den Weg in eine Bäckerei, ein Reinigungsgeschäft und schließlich ein Innenstadtwettbüro um drei gestrandete Bestellungen abzuholen – Parkplätze sind hiefür weder da noch dort vorgesehen. Eine Bestellung ist nicht mehr da (!), eine kommt wohl erst und das Buch ist vorhanden- upppps Versandkostenfrei nur in Deutschland – jetzt ist es auch noch teurer als im normalen Handel  ….   Neuerdings könnte man auch den Einkauf im Supermarkt per Internet erledigen und zustellen lassen – Wenn das da genauso toll funktioniert, könnte es sich dann mit dem Ablaufdatum spießen  …

Mit Drohnen vielleicht  –  aber sowas gabs doch schon  …Gabs alle schon vor den drohnen.JPG

Wer keine Automaten bedienen kann oder will ist bei Einchecken am Flughafen ebenso im Eck und deplatziert, wie dereinst bei den städtischen Linien, als man in den Bussen und Straßenbahnen plötzlich die Schaffner einsparte und so niemand mehr Karten zwickte und verkaufte – damals begann es, dass König Kunde langsam schleichend die Zacken seiner Krone einbüßte. Heute ist der einstmalige „Aristokrat“ der allererste Bedienstete seiner selbst sowie unbezahlter Mitarbeiter (ohne Kollektivvertrag & bar jedes gewerkschaftlichen Schutzes) der jeweiligen Einrichtung, die ihn früher noch verwöhnte und nun permanent beschäftigt. Lebenslanges Lernen: Nicht um die Welt zu verstehen, sondern um mitarbeiten zu können bei der „Unfreiwilligen Feuerwehr“ der Wirtschaft – Diese ungewollte „Ehrenämter“ sorgen für die Komplettierung umfassender „Entsorgungsmöglichkeiten“ dann ehemaliger, bezahlter Mitarbeiter.

Beim >Tisch selbst abholen und zusammenbauen < hilft nicht so betuchten, selbst ernannten Heimwerkern, die (gerne) stundenlang nach Plan irgendetwas irgendwie zusammenschrauben dabei eher keine Familie Putz, auch nicht wenn einer räumt & dein rotes Sofa darfst Du Dir selbst nachhause tragen  –  Führerscheine aller Art können in dem Zusammenhang sehr zweckdienlich sein.  Im Luxusrestaurant der ach so rosigen Besucher-Zukunft könnt ihr euch mit dem Tablett die im Küchenbereich soeben selbstgekochten Langusten kredenzen – nicht vergessen: Vorher Zutaten am Touchscreen eingeben:  Bananen unter 1  …  (- Der Rest ist bekannt – oder?)  Demnächst könnt ihr euch dann auch in vollautomatisierten Werkstätten die Autos selbst reparieren, in KI-Gruppenordinationen die Zähne selbst ziehen, mit „Kreuzstich“ selber operieren – bis hin zur eigenen Palliativbetreuung im Halbkoma  …  Aufwachen Leute !!!  Besser heute, als dann  …

bank u.JPG> Bankraub 4.0 < sieht anders aus  …

Bar jedweden Geldes

Bargeld brauchen wir angeblich auch keines mehr, geht alles übers Netz, mit eurem Plastikgeld und wenns einem Finanzminister vorm Einschlafen einfällt, zieht er euch einfach den einen oder anderen Prozentpunkt vom virtuellen Konto ab, oder sperrt es euch solange, bis ihr dadurch „geneigt“ seid ihn wieder zu wählen. Wer 2x bei Rot über die Straße geht, dem wird der Führerschein und der Kontozugang vom smarten Phone gelöscht. Der neue auf Null gesunkene Kontostand wird dem Rest der Welt mitgeteilt. Wenig später verabschiedet sich daher auch das Phone. Geld ausborgen geht gar nicht, weils dann ja dem Zeitungeist entsprechend keines mehr gibt  …   Na dann viel Spaß all ihr gläsernen Sklaven bei eurer fremdbestimmten Selbstaufgabe !

bargeldlos

Manfred Pilsz

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Sonn- & Mondtag

   Der heutige Ausbruch des Augusts liegt haarscharf zwischen dem 21. 7. & dem 11. 8.

Mann im Mond 019.JPGObiges Bild ist der klare Beweis, dass die Zweifler recht hatten und Fakes ala Stanley Kubrick leider doch poore Tatsache sein dürften …

Im ORF gabs zuletzt viele Mondtage (- Sonntage inklusive): Die legendäre Sendung zur Mondlandung mit Dr. Portisch & dem „Weltraum-Pichler“ war allein genug Anlass um diesbezüglich & ordentlich zur Sache zu gehen. Mondkälber, der „Mann im Mond“ ( -wo auch immer dieser im Inneren des Erdtrabanten wohnen mag  …) – ALLe wurden da bemüht – die Chinesen hatten sie heuer bereits > on the „Dark Side of the Moon“ < aufgescheucht  …  (- aber wenn Pink Floyd, dann bitte gleich Echoes)

Filmpionier Georges Méliès hatte bereits 1902 eine filmische „Reise zum Mond“ gewagt:

Genial, wie der französische Filmer mit der Form seiner Raketenkapsel das spätere Original beim Apollo-Projekt vorausgeahnt hatte.

Der 20. des Monats Juli im Jahr 1969 war ein Sonn(en)tag – Das Betreten des Mondes erfolgte bei uns, bedingt durch unterschiedliche Zeitzonen zur besten amerikanischen Sendezeit, erst zum Event passend in den Morgenstunden des Mon(d)tag.  Fast alle anderen Wochentage leiten sich mit Ausnahme des Samstags (Saturday = Saturn) bei uns nicht von Himmelskörpern, sondern von Göttern ab: Schwert-Gott Tyr (Mars) steht für den englischen Tuesday (altenglisch tiw „Ziu“, daher tiwesdæg „Dienstag“).    die Mitte der Woche: Wednesday geht auf den Obergott Wodan (altenglisch woden (daher wodnesdæg)  zurück (Merkur), Donnergott Donar/Thor (Jupiter) ist logischer Namensgeber des Donnerstags, Liebesgöttin (Venus) Freya (oder Frigg) steht für den Freitag  …    Das Licht des Mondes spiegelt sich auch in den Monaten wieder  …

Lady Sunshine und Mister Moon
Können gar nichts dagegen tun
Wenn sie auch träumen von einem Märchen
Ein Pärchen werden sie nie

Wo ein MOND ist, ist auch eine SOFI (SOnnenFInsternis)

Das unbeschreibliche Gefühl, das in Worten schwer fassbar ist, gibt eine Sequenz im „Farinelli-Film“ wieder, in der dieser wunderbare Moment ins Bild gesetzt wurde …

SOFI 00 1.jpgAn anderer Stelle (hier der LINK dazu) wurde auf Leo Loges BLOG schon einmal versucht den Einbruch des „Nächtlichen Mittags“ im August 1999 zu beschreiben … Rund um den Höhepunkt der SOFI entwickelte ein Team von Fadinger Absolventen ein künstlerisch unterhaltsames Programm, das im OK am Mediendeck zur Umsetzung gelangte. Helmut Rogls Musik wurde dabei von Choreographin Claudia Kreiner und ihren Tänzerinnen gemeinsam mit dem Zelebranten Mandi Riegler in eine für Alle bekömmliche „Umlaufbahn“ gebracht. Ingo Kelp und Werk3at (Kräftner / Marban) steuerten technisches Knowhow bei. Gerald Wahl und der Blog-Autor kümmerten sich um das „Erscheinungsbild“ des Events  …  Man hinterließ „Sonnenspuren“  …

Sofi Programm.JPGrogl pilsz sonnenevent sofi.JPGSOFI.jpgSOFI 00 2.jpgTabelle ab 1700 - 2100In der langen Reihe der partiellen Linzer SOFIs (von 1700 bis 2100) findet sich nur eine TOTALE – und zwar am 11. August 1999  (- übrigens ein Mittwoch)  –  JA es war eine einmalige Chance !

Schon am Tag davor sorgte Esther Völlenkle bei strengen August-Temperaturen im Glaskasten des OKs mittels Anbringung von langen Stoffbahnen für ein Schatten- und Projektion-taugliches Bühnenbild  …

SOFI 00.jpgsofi act.JPG                                                                 “ …    Die im Dunkeln sieht man nicht“

Im vollen Mondschatten des 50-Jahrjubiläums der erfolgreichen bemannten Landung (inkl. „Spaziergang“) auf unserem Erdbegleiter liegt nicht nur passend der „20er“ der Linzer SOFI, sondern auch das allerdings alles überstrahlende Sternbild des Löwen !

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M P

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Bayreuth 019 – im Zeichen der VENUS

„Heinrich  von  O f t h e r i n g en“

Tannhäuser ein Oberösterreicher?

Bruder Joseph war ein Freund und Förderer von Franz Schubert – Der zur schreibende Zunft gehörende Anton Ritter v. Spaun machte in seinem eher „mutmaßenden“ Buch „Heinrich v. Ofterdingen und das Nibelungenlied“ (verfasst Linz 1840) diesen zu einem Angehörigen des heimischen, traungauischen Geschlechts der Freien von Oftheringen am westlichen Abhang des „OÖ. Waldgebirges“ Kürenberg  –  zu einem Sohn des 1161 urkundlich bezeugten Adelram von Oftheringen und schrieb ihm (gleich Schlegel) das Nibelungenlied, außerdem aber auch noch den Laurin, Biterolf und die Klage zu. Wenig später (1880) verschmolz Julius Wolff in seinem Epos Tannhäuser gar Heinrich von Ofterdingen, den Kürenberger & eben Tannhäuser in der Trinität einer lebenden Figur zum (?) Dichter des Nibelungenliedes. H. Sachs hatte es 1513 bis Wels geschafft  …

Tannhäuser.JPGnovalis.JPG

Bayreuther Pilgerfahrt 019 

Wie neben mir der schwerstbedrückte Pilger 
die Strasse wallt‘, erschien mir allzuleicht: – 
betrat sein Fuss den weichen Grund der Wiesen, 
der nackten Sohle sucht‘ ich Dorn und Stein; 
liess Labung er am Quell den Mund geniessen, 
sog ich der Sonne heisses Glühen ein  …

Bei 34 Grad im „Schatten“ (?) bog man neben der Hügel-Auffahrt in die einsam graue „Walkürenstraße“ ein. In den neuen Schuhen wund gegangen, barfuß am siedenden Katzenkopfpflaster – weit & breit kein Hans Sachs, der Milderung hätte verheißen können  –  nirgendwo ein Quell, der Labung & kein Herd, der eine Rast versprach  …

Wieder Hundstage am Fuße des Hügels – noch schlimmer als „Anno-dazumal“kropf.JPG

Anstrengende Anmärsche des autolosen Jung-Pilgers aus entfernten Privatquartieren zum mittäglichen Gasthof Kropf wurden wieder wach: Bei einem Pichlsteiner Eintopf hatte man Ende der 70er im Kampf mit Wespen im Gastgarten im Rahmen einer lauten Diskussion betreffend die Götz Friedrich Inszenierung einen günstigen Galerieplatz in Aussicht gestellt bekommen – Einlösung eine Stunde vor der Vorstellung neben dem Kartenbüro – mit der Garantie nach dem Schlussapplaus auch noch eine der begehrten Autogrammkarten aus den Händen von „Dame Gwyneth Jones“ zu erhalten  …          (- neben dem mit laufendem Motor wartenden Auto von Till Haberfeld)

                                          Bei Wolfgang Wagner war noch ALLES anders:                                      Das waren noch Zeiten, als man am Vormittag unangekündigt am Hügel erschien mit dem Ansinnen eines spontanen Interviews (Sendung für den ORF-Hörfunk) – das Tor zum Pressebüro war offen – man nahm im Vorbeigehen ein paar Inszenierungsbilder mit, klopfte danach beim Büro Wagner an – die Tür war nur angelehnt, er telefonierte, signalisierte winkend, dass es noch etwas dauern würde und man packte schon mal das Aufnahmegerät aus. Mit 1 bis 2 kurzen Unterbrechungen war nach 30 Minuten die Geschichte im Kasten  … Verabschiedung mit Dank an den edlen, fränkischen Enkel  …22-01-2018 11;45;12a.jpg     DSCN6674.JPGBei einem zarten Versuch in ähnlicher Weise Tochter Katharina vors Mikro zu holen, scheiterte der Kandidat Jahrzehnte danach kläglich an überbordender Bürokratie des „Hochsicherheitsgedankens BT“, der speziell nach 2015 mit voller Wucht überbordete.DSCN6685.JPGAbsperrung.JPGDSCN6691.JPG2019 – zum 100. Geburtstag des Bayreuther Langzeit-Intendanten Wolfgang Wagner (Vater der derzeitigen Festspielchefin Katharina) fand eine Gedenkveranstaltung im Festspielhaus am Vortag des neuen Tannhäusers statt  …

DSCN6672.JPGDSCN6657.JPGDSCN6666.JPGUnberührt von Hektik und frei von unbegründeten Ängsten: Das äußerst stimmige „Grabsingen“ um 10.00 hinter Wahnfried am Premierentag der Festspiele: Heuer intonierten die Bläser das Pilgermotiv aus „Tannhäuser“, während sich der Chor der Meistersinger annahm und wie alljährlich a cappella Bruckners „Locus iste“ ertönen ließ  …   Unter den zuhörenden Teilnehmern: Rene Kollo, der bereits beim Frühstück     im Eis-Cafe Wahnfried (nicht nur) von einem Linzer entdeckt worden war  …

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Apropos Bruckner: Wagner war bei keinem seiner Werke so unsicher wie bei seinem „Tannhäuser“  …   Heinrich, mir graut’s vor Dir ! – aber das ist „Geheimrats-Text“  …             Man ist fassungslos wieviele Fassungen der Bayreuther Meister hier getätigt hat:

Ich bin der Welt noch den Tannhäuser schuldig“, vermeinte R. Wagner wenige Tage vor seinem Tod in Venedig. An keinem seiner früheren Werke hat er soviel retuschiert und geändert. Es waren die MEISTERSINGER in ihrem ersten Entwurf, der also als Ergänzung und Korrektur seines Tannhäusers zu werten ist.

Der berühmte Titelrollensänger Niemann haut den Hut drauf (in die tobende Menge) Niemann.JPG

Die Aufführung des Tannhäuser 1861 an der Pariser Opéra ist als einer der größten Skandale in die Theatergeschichte eingegangen. In Paris hatte das Ballett im 2. Akt stattzufinden, weil die Mitglieder  des Jockey-Clubs während des 1. Aktes zu dinieren pflegten, um nach dem Ballett im 2. Akt sich „hinter die Kulissen zu näherem Verkehr mit den springenden Nymphen“ zu begeben. Wagner hatte sich diesbezüglich aber nur zum „Venusberg-Bacchanal“ vor dem 1. Akt überreden können. Alle 3 Vorstellungen endeten im Tumult  …

In rückübersetzter deutscher Version fand die Pariser Fassung 1867 in München auf die Bühne, jedoch mit unautorisierten Abweichungen. Nach nochmaligen kleineren Änderungen wurde 1875 Wagners „Tannhäuser“-Inszenierung der verdeutschten Pariser Fassung in Wien wegweisend. Seit 1891 ist das Werk auch im Repertoire der Bayreuther Festspiele, wo Cosima sogleich die Wiener Fassung zur Diskussion stellte. Ganz am Anfang steht aber die Dresdner Fassung der UA (- so auch heuer in BT):

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V E N U S  goes  R E V O L U T I O N

                                             „Frau Holda kam aus dem Berg hervor  …“

Nicht von ungefähr lautete der ursprüngliche Werk-Titel des Sängerkriegs auf der Wartburg: „Der Venusberg“ – In Tobias Kratzers Regieinterpretation wird Venus in Akt 1 & 2  zur dauerpräsenten Bühnenfigur, die mit ihrer „Chaostruppe“ (-der farbigen Dragqueen Le Gateau Chocolat und dem kleinwüchsigen Darsteller Manfred Manni Laudenbach, der als „R.W.“ unhörbar mit einer Blechtrommel à la Oskar Matzerath agiert) erstmals bei der Ouvertüre über die Leinwand eines Nesselvorhangs flimmerte. T.JPGTannhäuser“ als Clown & Beifahrer in einem Road-Movie: Bereits nach dem Einstieg (Pilgerthema), das die Wartburg und umliegende Waldungen (wie im Freischütz) aus Drohnenperspektive bot, wurde ihr kleiner grauer Lieferwagen sichtbar – Nein, keinWartburg“, wie man vermuten könnte, sondern ein französisches Modell auf dem Weg in die stillgelegte Biogasanlage der vorigen Bayreuth-Inszenierung. Am Scheitelpunkt des „Vorspiels“ zapfen die Outlaws fremde Tanks an, räumen einen Laden leer und töten mit ihrem Auto einen Wachmann. Mit einsetzendem Pilgermotiv taucht man in der Nacht unter, Heinrichs traurige Clownschminke wird nun für ihn Programm – er möchte aussteigen – im wahrsten Sinne des Wortes: Im Zwergen-durchsetzten Märchenwald bei Frau Holle (- Holda die freie“ = Freia = Venus) hält ihn nichts mehr. „Grimmiger“ als erwartet wars dort dem Tenor zupass gekommen. Wenngleich ihm der Abschied aus dem Happy-Hippie-Milieu seines freien Künstlertums nicht leicht fällt – im inneren Kampf der Venusberg-Szene obsiegt trotz Idealbesetzung Elena Zhidkova bei Heinrich der Wunsch nach Rückkehr in eine geordnet gesicherte Welt …  wahrscheinlich wohl wissend wie prächtig Gegenspielerin (?) Elisabeth Lise Davidsen stimmlich disponiert ist  …  Befreiung von der „Freiheit“ ? …

gayreuth.JPGroadmovie.JPGIn dieser Phase der Inszenierung ist der ahnende Rezipient noch etwas irritiert durch Accessoires wie den „Grünen Schlingensief/Hörl-Hasen“ am Autodach, parodistische und Kabarett-artige Überzeichnungen, die man eher mit Nestroys „Prügelei“ und der Studiobühne bei Steingräber in Verbindung bringen würde. Wenn man allerdings dabei das Satyrspiel der „Meistersinger“ vor Augen hat, die für Wagner extrem hohe Zahl der Fassungen und dessen Unzufriedenheit mit seinem Tannhäuser bis zuletzt, so wird man der Geschichte offener begegnen  …

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Das Zauberwort Maria katapultiert jedenfalls auch in dieser 2019er Variante den kühnen Sänger auf die „Sichere Seite“ eingehüllt im Wattebausch der Romantik, von der Regie visuell untermauert durch einen Caspar David Friedrich. Die „Hirtin“ erscheint mit dem Fahrrad, um sich schließlich einem fein gedressten Pilgerzug von Festspielgästen anzuschließen (- die edle „Scheune“ am Hügel bildet den zentralen Bühnenhintergrund), die allerdings textlich vorgeben den Bußgang nach Rom antreten zu wollen  …   Ob nun Rom, oder vielleicht doch die Wartburg mit dem Bayreuther Tempel gemeint sei: Bleibt offen !

Egal – es erscheinen als Ordnungshüter uniform Walther, Wolfram & Co. und erkennen unter der Schminke des eingedrungenen Fremden ihresgleichen – die uneinheitlich gebremste Wiedersehensfreude entlädt sich bei einem fragwürdigen Kurzauftritt von Elisabeth in einer Ohrfeige – der Vorhang fällt nachdem Venus eine Hügelabsperrung mit ihrer Karre devastiert.

DSCN6695.JPGIn der ersten Pause war nämliche Venus-Truppe dann am & um den Festspielteich         zu erleben: Oskar paddelte, die Queen sang Hits von Madonna bis Lady Gaga. Das Freiluftintermezzo (bei 40 Grad im Schatten) wurde von einer Schar Polizisten bewacht. Dazu gehörte auch eine pittoreske Reiterinnenstaffel von Ordnungs-Walküren – der Ex-Innenminister würde wohl vor Neid zartblau erblassen.                                                    Nach Ende der Beachparty hob der 2. Teil fulminant ab:

VENUS verlässt den Orbit & mischt mit ihrer Entourage die WARTBURG auf

Der gesamte Aufzug funktionierte im „Making-of-Modus“ – dies erzeugt einerseits eine oft überflüssige Distanz zum rein textlich musikalischen Geschehen, ja lenkt von selbsttragender Musik lästig ab, eröffnet aber andererseits ganz neue Sichtweisen, Beziehungsmuster und unterhält köstlich ! (- Das könnte die „Werkstatt Bayreuth“ also in den Folgejahren auch noch gesamtheitlich positiv in den Griff bekommen)

Wolfram kümmert sich als „Guter Onkel“ im Fokus der SW-Kamera auch hinter den Kulissen um die, in ihrem Unglück sich selbst ritzende Elisabeth (– wie weiland Daland) führt er sie „Freund Heinrich“ zu, während pünktlich zum „Einzug der Gäste“ Venus mit ihren beiden Trabanten in den Hochsicherheitsbereich Festspielhaus eindringt, wo man am Balkon ein Pamphlet hisst: Frei im Wollen, frei im Thun, frei im Genießen! – Der das schrieb, war für die Revolution entbrannt und hatte sich auf die Barrikaden von Dresden begeben. „Zerstört sei alles, was Euch bedrückt und leiden macht, und aus den Trümmern dieser alten Welt entstehe eine neue, voll nie geahnten Glücks.“ Im Bayreuth eines drückend heißen Sommers 2019 tauchen jedenfalls seine Parolen wieder auf.vorher nachher.JPGEin weiblicher Edelknabe wird von Venus geknebelt & gefesselt, des Kostüms beraubt und so fast die gesamte Chorstelle optisch geopfert. Um so köstlicher in der Folge der „Catwalk“ der Sänger und die Reaktionen der hervorragend spielenden „Edelknäbin Venus“ zum Geschehen. Entbehrlich: Die unmotivierte Drangsalierung einer Bühnen-Harfenistin und des Bayreuther Polizeieinsatzes per Telefonat durch Intendantin Katharina Wagner (- zuerst im Film und dann auch noch auf offener Bühne) während der „Erbarm Dich mein – Szene“ …    Abermals zeigt sich hier wenig Vertrauen der Regie in die gesamtkunstwerkliche Musik ! Zudem kommt es durch den „Zugriff“ hier auch zu Verunsicherungen in der Großensembleszene und es scheint auch die Harmonie mit dem Orchester von Seiten des Dirigats nicht mehr voll gegeben –  Valery Gergiev hat ab & an Probleme mit dem spezifischen Bayreuther Klang (- siehe „Romerzählung“)3 fg.JPG

Es stellt sich jedenfalls am Ende des 2. Akts die Frage inwieweit die eingespielten Filmsequenzen & Handkamerabilder noch Mittel zum inszenatorischen Zweck sind, oder bereits zum Selbstläufer im Sinne eigenständiger Musikvideos werden (- Gute Erinnerungen an Musikfilme wie „Aria werden wach) – Venus turnt mit den Ihren zwischen Film und Bühne unstet hin und her. Nach Tannhäusers Ausruf: „Nach Rom !“ wird dieser zur polizeilichen Behandlung abgeführt  …  Poli BT.JPG

Reclam-Wagnerianer“ könnten nun monieren, dass Venus im gesamten 2. Akt nichts verloren hätte – laut Textbuch nicht, sehrwohl rechtfertigt dies allerdings ihre Präsenz in der Musik  …  Wie fast durchwegs ist Kratzers Ausdeutung intelligent, konsequent und originell unterhaltend umgesetzt:

Im 3. Aufzug sucht Elisabeth in höchster Verzweiflung ihren vermissten Heinrich bei den Gesellen von Venus auf einer „Müllkippe“ der Gesellschaft, wo Oskar (nachdem er zuvor Revolutionstexte am WC zweckentfremdet) mit ihr das karge Mahl teilt, als doch noch letzte Pilger eintreffen (- die diesmal nicht wie die Festspielbesucher des 1. Akts aussehen) – Dieses letzte Aufgebot in dem Elisabeth vermeint Tannhäuser entdeckt zu haben, besteht aus obdachlos Gestrandeten, Menschen mit Migrationshintergrund  …

„Schon fällt das Laub“ – eine fahle Herbst-Stimmung – Alles stimmig und doch ganz anders in dieser Auflösung dieser „Quattro-Stagioni-Opera“ – Begonnen hat alles in der aufgeheizten und dann doch winterlich Gefühls-kalten Venusberg-Welt, gefolgt vom neuen Frühling: „Der Mai, der Mai war kommen“. Es schließt zwischen dem 2. & 3. Akt die sommerlich heiße Pilgerreise nach Rom an und im 3. Aufzug spätherbstlich     die Rückkunft inklusive des finalen Wunders im diesmal weihnachtlichen Winter  …

Wolfram erkennt die aussichtslose Situation Elisabeths, holt aus dem Autowrack Kostüm & Perücke Tannhäusers in Anpassung bis zur Selbstaufgabe. Elisabeth gibt sich willig diesem Rollenspiel und schließlich dem von der Wirkung sichtlich überraschten keuschen Sänger hin, um im selben Moment wie er daran endgültig zu zerbrechen. Hat Elisabeth zuvor ihre Zwänge (Gewandung) abgestreift, so reißt sich nun Wolfram seine „Verkleidung“ vom sündigen Leib, als ihm der Abendstern dämmert und stolpert in die Arme eines „Fremden“ – Heimkehrer Heinrich steht vor ihm – ein weiteres „Wrack“ auf diesem Friedhof der „Heilen Welt“ – der grauen Hoffnungslosigkeit angepasst folgt dessen ungeachtet die göttlich von Stephen Gould interpretierte Romerzählung, die unbewusst zur Anklage Wolframs gerät  …

3 feme.JPGDass die altrevolutionäre Venus sich dann in Femen-Aufmachung rückrunden möchte und Heinrich mit seiner suizidär toten Elisabeth in einer fiktional finalen Fortsetzung des Roadmovies ins Paradies cruist, deutet darauf hin, dass die Regie schlussendlich (noch) auf keinen wirklich (erlösenden) „Grünen Zweig“ gekommen ist  …

Manfred Pilsz

Für alle Neueinsteiger hier noch mal schnell die originale Handlung

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In Gedenken an den genialen Bayreuther Karikaturisten Klaus Häring:DSCN6743.JPGDSCN6753.JPGDSCN6730.JPGwalhalla heute.jpgDSCN6652.JPGIMG_7649.jpg

TANNHÄUSER  –  MÜNCHEN

LOHENGRIN  –  BAYREUTH 018DSCN6762.JPG

Freunde des Linzer Musiktheaters

RWV Linz

KA GÖD – KA MUSI

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K A  G Ö D  –  K A  M U S I

Wenn ein genialer Gunkl mit 3.333 Euro Preisgeld quasi „abgespeist“ wird, Leute von einem Moneymaker-Moderator in einer Gelddusche zum ferialen Abend-Gaudium medial vorgeführt, sich selbst vor laufender Kamera Geld raffend demütigen dürfen, sich andererseits jeder „Wer wird Millionär“-Kandidat mit weniger als 16.000.- für sein zur Schau gestelltes „Multiple Choise-Wissen“ in der Rolle des Looser sieht & das Geschlecht im Ballsport allein mehrere Millionen Differenz (Transfair ?) ausmachen kann, dann sollte man auch diesen Wahnsinn vielleicht einmal in Ruhe hinterfragen !

Jeden Sonntag Mittag, wenn man im Autoradio das Ö1 Quiz: „gehört.gewusst“ bewusst hört und die Kandidaten blitzschnell ohne 4 Auswahlmöglichkeiten oder Joker wirkliche Insider- und spezielle Wissensfragen aus dem Sektor Kultur zu beantworten haben und im Gegenzug bescheiden mit CDs und Büchern belohnt werden, so überkommt den Hörer eine unbestimmte Wehwut, warum es am Sektor „Unterhaltung“ (nicht nur in diesen Fall) heute eine so entsetzliche „Schieflage“ geben muss  …  speziell auch wenn man sich an ein  im Anspruch adäquates einstiges Quiz 21 (mit Rudolf Hornegg) erinnert  …     (- auch Kulis EWG lässt grüßen)

                                                     21.JPG    Q U I Z  2 1

Bildungsauftrag, „Ethikunterricht“ für ALLE (?) oder doch Einschaltquote ?

Während Peter Rapp sich und sein Millionenrad endgültig wegpacken musste, bricht auch weiterhin pünktlich zum Auftakt des Hitzesommers – fein abgestimmt auf die ostösterreichische Ferienordnung – die allabendliche Gelddusche über den ORF-Seher nun am Vorabend herein: Nehmen Sie jetzt die Schlussstellung ein“ – suggeriert bzw. empfiehlt der Moderator hilfreich seinen „KadidatInnen“, die sich daraufhin in „Bezaubernde Jeannie-Positionen“ begeben, um dem Geldscheinregen so möglichst viel an „Oberfläche“ devot darbieten zu können  …

Zwischendurch werden als „Pausenfüller“ ein paar „Goldene Philharmoniker“ an Anrufer verramscht, die diese hinter einem virtuellen Spielfeld aufspüren dürfen  …                                                                                          H e u r e k a ! ?

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Apropos: Philharmoniker  – Die Künstlerwelt besteht nicht nur aus Domingos, Dalis, Harry Potter Literatur & -Verfilmung  …  Es gibt auch den regionalen Kunstbereich, die alternative Szene und wenn es „1. Häuser“ gibt, so muss es wohl auch 2. & 3. geben  … Neben Festspielen existiert auch durchaus herzeigbares „Sommertheater“ und „Große Oper“ passiert häufig in direkter Nachbarschaft von Programmkinos und Kabarett-Lokalen – wobei (frei von „Hader“) Kleinkunst nicht zwanghaft Kleingeld bedeuten muss oder soll  …

Wenn der österr. Kabarettpreis betreffend seiner eher bescheidenen Summe hier im Auftakt des Beitrags Erwähnung fand, so sein gleich klargestellt, dass er unabhängig vom Geldwert nicht nur für den von der Jury Auserkorenen wichtig ist und dass es in erster Linie natürlich um die Anerkennung der künstlerischen Leistung geht ! – Selbiges gilt auch für andere nicht oder gering dotierte Preise, Auszeichnungen und Ordensverleihungen. Es steht darüber hinaus selbstverständlich jeder Institution frei die Betragshöhen („No Na„) festzulegen, denn es sind ja ihre Finanzmittel (auch wenn es sich wohl wissend um Steuern handelt), die hiefür aufgewendet werden – ein großer Dank an alle Verantwortlichen !

In einer Künstlerdoku, die kürzlich bei einem Film-Festival zu sehen war hat sich ein nicht unbekannter OÖ. Literat begeistert über seinen Landeskulturpreis (7.500.-) geäußert, dass es nun über ein Jahr wieder sorgenfreier angehen könne  …

Der Kleine Landespreis OÖ. für Initiative Kulturarbeit (3.000 Euro) hängt Stoff geworden vor den Fenstern des Fadi-Festsaals zwecks dessen Studiotauglichkeit (Tondämpfung & Lichtdämmung) Ein weiterer LKP & der Wenzl-Preis ermöglichten viele erfolgreiche Projekte am Medien-Gym  (- zeitlich davor gabs ab & an sogar Geldpreise gestiftet vom Unterrichtsministerium  …)

Vielmehr geht es um Unverhältnismäßigkeiten: Wenn Glücksspiele und internationale Unterhaltungsindustrie (speziell im TV) ungeahnt hohe Geldsummen versprechen, medial massentaugliche Sportarten ebensolche Preis- & Werbegelder, sowie Transfers in x-facher Millionenhöhe bewegen, andererseits aber Leichtathleten und bedingt durchs Geschlecht Sportlerinnen darben und in jeder Hinsicht benachteiligt sind.

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https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/oper-das-knallharte-geschaeft-100.html

Am Sektor Kunst, wo man annehmen sollte, dass am ehesten eine Gleichstellung betreffend der Geschlechter vorhanden sein sollte, kann man allein bei den Gagen deutlich wieder die männliche Dominanz feststellen. Generell ist es jedoch so, dass es in den allermeisten Fällen schlicht und einfach um die nackte Existenz geht und nicht bloß um quasi etwas “Kosmetik”. Hier sind echt prekäre Arbeits- & Lebenssituationen an der Tagesordnung. Die Generation Praktikum ist wahrscheinlich nirgendwo heftiger verankert, als im Bereich der Kunst – im Bereich der Reproduzierenden  …

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Hier können Initiativen wie Art but fair solide Hilfe, aber keine wirklichen Lösungen anbieten – Die Politik wäre gefragt existenzielle Sicherheit zu bieten & ebenso oder noch dringlicher bei den freien, produzierenden Künstlern: Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre ein optimaler Schritt in Richtung gesicherten Schaffens ! – Leider ist von dieser Notwendigkeit die „Money Maker-Gesellschaft“ derzeit noch nicht wirklich (ganz) überzeugt  …

M P

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„Sommer-FRISCHE“ – leider NEIN !

S o m m e r – F R I S C H E  i s t  o u t ?

Ja, aber leider ! Ständig regnete eslamentierten ewig hitzebeständige Einheimische: Und auch jetzt ist es grad einmal ein paar Tage im Jahr angenehm warm, sodass man am Abend noch im Freien bis in die Nacht sitzen kann–  Tatsachen sehen leider anders aus: Mit der dankenswerten Ausnahme Mai hatten wir seit dem schneereichen Spät-Winter durchgehend überdurchschnittlich zu warme Monate und die Leute werden auch heuer wieder bis Anfang November in Decken gehüllt mit Heizschwammerl die Gastgärten gemeinsam mit leicht fröstelnden KellnerInnen (- wie herrlich) bevölkern  …  Der Sommer selbst hat mit FRISCHE jedenfalls nix mehr am Hut !

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                                                                   Dáhoam is dáhoam,                                                                                                                                          Wannst net fort muaßt, so bleib …

Im Linzer Sommer wusste man: Ab 14.00 beginnt der Schatten den Gastgarten des Wienerwalds am Freinberg zu erobern (bis zur unverständlichen Schließung des Traditionslokals / der „Wienerwald“ ist Geschichte) – wenig später liegt auch die westliche Lokalzone am Hauptplatz im Schatten  …

Häuser liefern einerseits dankenswerter Weise gepflegten Kernschatten, andererseits bunkern ihre Wände und davorliegende, betonierte & versteinerte Plätze Hitze, die leider nächtens dann abgegeben wird  –  „Tropennächte“ nennt das meteorologisch mediale Sprachrohr diese schlaflos machenden Schweißtreiber für „Großstädter“. In den Tropen wird man für Nächte dieser Art allerdings untertags mit garantierten Regengüssen entschädigt  –  in Linz sicher nicht ! Im Sommer halten sich durchwegs spendenfreudige Regenwolken peinlichst (!) genau an Stadtgrenzen  …  Während das Mühl4tel immer wieder einen erfrischenden Guss abbekommt und sich auch Eferding und die Scharten eines solchen erfreuen darf, werden zu Linz höchstens auch noch ein paar Brunnen abgedreht  …

Wer pflanzt nicht nur seine Bewohner, sondern könnte den Linzer Hauptplatz mit Bäumen beglücken? Wer trägt Sorge für Kühlung durch die Wiederaufforstung von Linz? Wer wird mit neuen, doppelreihigen, grünen Alleen in den breit ausladenden Zu-, Durchfahrtsstraßen und Autobahnen die doch nur scheinbare Notwendigkeit von obligatorischen Klimaanlagen in all unseren Gefährten hinterfragen – „Fenster auf“: Fahrtwind trocknet euch weniger aus und gaukelt euch nicht vor, was das Öffnen der Wagentür ohnehin letztlich zerstören wird !

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                    „Ägypten ist kein Problem – die Hotels haben alle Klimaanlagen“                         > Ein Faktum einerseits, aber ein gesundheitlich pyramidaler Wahnsinn andererseits <

Nun ja, wer sich freiwillig in eine siedende Sauna ohne Hoffnung auf Aufguss, aber mit permanent austrocknendem Kaltluftgebläse begeben möchte und auch noch gern dafür zahlt, weils halt so schön modisch ist, der wird sich auch über seine arge Keim-bedingte Lungenentzündung inkl. alle anderen Reisekrankheiten freuen und sich das Ganze sicher irgendwie schönreden  …

Da spielts auch keine Rolle in Trump´scher Manier Wetter mit Klima zu verwechseln usw. …

Vom (eigenen) aus dem gängigen „In-Fundus“ entlehnten „Narra-Tief“ ins nächste, fremd bestimmte, modische „Narren-Hoch“:

Nächste Woche müssen alle „Daheim-Gebliebenen“ mit einem wahrscheinlichen Regenguss am Montag rechnen, aber bereits am Mittwoch könnten wir endgültig die 40 Grad- Marke erreichen und den Hitze-Rekord von 2003 in den nicht vorhandenen Schatten stellen  … wird in nächster Zeit sicher auf dem einen oder anderen Screen ein auf „Dummerchen“ vom eigenen Sender gestyltes Wetter-Fröschchen im vollklimatisierten Studio ins digitale Medium absetzen und das mindestens im Stundentakt  –  dazu gibt’s Lauf-Bilder von badenden bzw. ins Wasser springenden jungen Menschen, die anschließend Schoko-Eis schleckend sitzend oder gehend nach unten auf ihre Phone fokussiert sind.

„L a s t  M i n u t e“ ?

Da sitzen also unsere „ultramodernen“ Retro-Zeitgeistler mit schicken Smartphone-Faustkeilen und checken ihre sommerlichen Last–Minute-Billigflüge um die Komma-Stelle der > Schuhgröße 49 < ihres „Ökologischen Fußabdrucks“ noch etwas nach oben zu korrigieren  …  Ab in den Süden – 40,5 Grad in unseren Breiten sind scheinbar noch immer zu wenig  …

„Last Minute“?  In der Tat: Denn es scheint nicht erst > 5 vor Zwölf < zu sein !!!

Alltags-Flüchtlinge oder „Reise-Migration“?

Vorsicht die Politik ist eben dabei auf das derzeit Wahlkampf-dienliche Klimaschutz-Trittbrett aufzuspringen: Dieses könnte letztlich bedeuten, dass demnächst zurecht „unökologisch“ anmutende Reise-Routen geschossen werden – was wiederum dazu führen könnte, dass in letzter Konsequenz wahrscheinlich teilzeitlich vermehrt Alltags-müde europäische Kurz-MigrantInnen (- sprich: UrlauberInnen) mangels „touristischer Kreuzfahrt-Schlepper“ womöglich in Schlauchbooten über das Mittelmeer in Richtung Süden aufbrechen würden  …

aral.JPGWie wird man in wenigen Jahrzehnten rückblickend die jetzige Situation bewerten?           Was werden die Geschichtsbücher berichten und die Enkelkinder fragen?

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Rechte haben sich bis gestern auf die Greta Thunberg eingeschossen, weil das Mädel ihnen Ende der 2tausend-10er-Jahre das Migrationsthema mit ihren erfolgreichen Freitag-Demos und Klima-Inhalten überlagert hat. Wenig später mussten die „Jeder-First“-Parteien dann selbst als Neo-Ökologen auf ihren nun grünlichen Wahlplakaten in Erscheinung treten. Manche haben sogar vorübergehend den Tierschutz für sich entdeckt, bevor sie dann mit einer möglicherweise ganz sicher drohenden, gewaltigen Klima-Migration wieder ein ihnen bestens bekanntes „Framing-Terrain“ beackern  … *

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Oma, habt ihr wirklich nichts davon gewusst? So wie damals der Uropa an der Ostfront? Und stimmt es, dass dem Opa wegen seiner vielen Flugkilometer fast der Prozess gemacht werden hätte sollen?

CLIMATE EMERGENCY < ScienceFiction ?

Als ein Kreuzfahrtschiff bei Aqua alta den Campanile beim forschen Überqueren des ehemaligen Markusplatzes gerammt hatte, wurden 3 dürre Eisbären am Dach des Dogenpalastes gesichtet  …  Seither müssen Touristenboote aller Größenordnungen und Flugzeuge in ihren Häfen bleiben.

Nur noch begründete Reisen werden von EU & UNFCCC bewilligt  –  das dafür dann erlaubte Fortbewegungsmittel wird ihnen rechtzeitig zugewiesen …

Wie wärs mit eine wortwörtlichen Sommer-Pause ?

M P  –  Eisbär auf der Suche nach (s)einer adäquaten Scholle

Klima ? – Das war doch ein österreichischer Politiker – oder?

Trostworte zum Schluss:  Die Tage werden bereits wieder kürzer !!!

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NACHTRAG zum Stichwort GRETA:

Als Greta ihr Segelschiff nach Amerika bestieg, glaubten die „Rechtsausleger“ für ihre nicht vorhandenen Argumente betreffend der, von ihnen immer heftigst als solche apostrophierten „Klima-Hysterie“ frischen Wind in den Segeln zu haben. In medial geheuchelter „Großer Sorge“ um die arme (kranke, kleine) Greta wurde der Rummel um sie lautstark verteufelt und wieder, die zum Himmel stinkende Todschlagkeule ihrer Instrumentalisierung ausgepackt und geschwungen  … Wenn überhaupt, so könnte man bloß der exzellenten PR-Firma diesbezüglich etwas vorwerfen (- die Rolle der Eltern ist nicht wirklich relevant) und ALLES zusammen soll ja nur davon ablenken, dass die junge Schwedin mit ihren für uns alle wichtigen Anliegen völlig recht hat und nicht nur Millionen junge Leute in allen Kontinenten auf die Straße gebracht hat und von diesen entsprechende Unterstützung hat, die dank gezielt kanalisierter PR-Unterstützung erfreulicherweise auch von vielen Medien gut transportiert wird !          (* siehe auch Text oben)

Und so ist es völlig egal, ob das Segelboot in der Herstellung vielleicht zu CO2- lastig produziert wurde  …  Hätte sie schwimmen sollen? Wahrscheinlich wäre selbst der Badeanzug den verzweifelten Gegnern zu wenig umweltfreundlich  –  Ja alleine das Ein- und Ausatmen Gretas würden diese Gruppierungen als inkonsequente Haltung zum Weltklima monieren und ihr so die Ernsthaftigkeit ihres Einsatzes absprechen !

„Alljährlich naht vom Himmel eine Taube“

Der Evangelist Lukas sagt: „Und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube“. In der biblischen Pfingstgeschichte stehen allerdings ganz andere Bilder im Zentrum: Es wird berichtet, wie die in Jerusalem versammelten Jesus-Anhänger plötzlich ein Brausen vom Himmel erleben, einen gewaltigen Wind, der das ganze Haus erfüllt. Der Heilige Geist nahm die Form von „Feuerzungen“ an (Apostelgeschichte 2,3)  –  Weit und breit keine Tauben, aber die vielen Fragen der Apostel waren plötzlich wie weggeblasen und sie predigen in fremden Sprachen, die sie eigentlich gar nicht beherrschen. Heute erinnert an diesen Akt der Reifung der „Initiationsritus“ der alljährlichen Firmung  …

Pfingstwunder.JPGDie kopfüber herabfallende Taube wurde im erst im 6. Jahrhundert das Symbol des Heiligen Geistes und damit auch für Pfingsten

Wenn unverkennbarer Maienduft und ebensolche Vogellaute die Vormittage zur „Schriftlichen Matura“ einbegleiteten und das Gurren der Tauben selbst noch durch      die offenen Fenster des viel zu warmen Festsaals bei der „Mündlichen“ drang, dann überkam auch die Prüfer in ihren schwarzen Anzügen das wohlige Gefühl es wieder einmal geschafft zu haben  –  über 40 Mal begleiteten akustisch „Grau Gefiederte“ in nächster Nähe des „Taubenmarkts“ rund um das Pfingstfest diese Reifungsprozedere während der mehrere Alumni-Generationen langen „Schulzeit“ des Blog-Autors  …

D i e  W a g n e r s c h e  W e r k – T r i n i t ä t

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P f i n g s t – M u s i k d r a m a  L o h e n g r i n ?

Alljährlich naht vom Himmel eine Taube,
um neu zu stärken seine Wunderkraft:
Es heißt der Gral, und selig reinster Glaube
erteilt durch ihn sich seiner Ritterschaft.

Das „Pfingstwunder“ in der „Gralsoper“ Lohengrin beschränkt sich auf die obige Grals-Erzählung  –  der Schwan ist und bleibt der präsentere Vogel im Rahmen der Handlung.

Der Glaube lebt – die Taube schwebt

Für den legendären KNA waren „Applaus-Verbot“ (nach dem 1. Akt Parsifal) und die schwebende Taube sakrosankt – Ihr Erscheinen gehörte unabdingbar zu seiner Grals-welt und bestätigte den Ersatzreligionscharakter dieses Wagnerschen Spätwerks. Für KNA wurde in der Wieland Wagner-Inszenierung eine Taube bereitgestellt, die nur vom Dirigentenpult aus zu sehen war  –  dem Publikum blieb sie verborgen  …

So „Pfingstlich“ der Parsifal mit „Tauben-Worten“ beginnt, so Österlich“ endet das Karfreitags- Bühnenweihefest  …     wenngleich siehe allerletzte RW-Regieanweisung: hellstes Erglühen des „Grales“. Aus der Kuppel schwebt eine weisse Taube herab und verweilt über Parsifals Haupte *

Die eigentlich Pfingstliche Musik bei Wagner ist nicht im Bereich des Musikdramas zu suchen, sondern bei einem in der Dresdener Frauenkirche noch vor den beiden „Grals-Opern“ mit 1200 Sängern und Orchester uraufgeführten geistlichen Werk:

Das Liebesmahl der Apostel 

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Manfred Pilsz

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Berlin – Mai 019

2 2.   M a iWagner Ei.JPGDSCN6110.JPGUrsprünglich hatte man geplant zur BERLINALE an die Spree zu kommen  –  nun war es doch wohl eher eine angenehm frische Brise „Berliner Luft“ im Mai geworden …

DSCN2153.JPG     … zwischen Dietrich & „Clärchens Ballhaus“ mit Tarantinos „Inglourious Basterds“  …DSCN6240.JPGDSCN2161.JPGDSCN6234.JPG

DSCN6139.JPGDiesmal erfolgte die Ankunft per S-Bahn nicht wie beim 1. Mal im Winter 82 über die Friedrichstraße, sondern beim Savignyplatz ein Außendrehort bei  C A B A R E T

Willkommen! And bienvenue! Welcome!
Fremder, étranger, stranger
Glücklich zu sehen 
Je suis enchanté
Happy to see you
Bleibe, reste, stay

Der „Welcome-Service“ in Berlin war sensationell: Vom englischen Königshaus bis zur Fadinger Prominenz war  wirklich ALLES aufgeboten worden  …DSCN6168F.jpgDSCN6096DSCN6132

DSCN6209.JPG                                         Bayreuther Straße  –  Adresse beim 1. Besuch 1982

Inmitten der Wagner-Woche am 8. Mai – passend zum Datum (auf den Tag ganz genau 74 Jahre nach Kriegsende) gab es in der Deutschen Oper Berlin Mahlers VI.  –  von der Interpretation her leider eher wenig „Mahler-isch(- manchmal zu gerade und direkt, das Verhaltene, Zaghafte, der stille Moment, das Schräge kommt zu kurz) Großartig aber umgesetzt der stampfende Beginn und das immer alles überstrahlende Alma-Thema und ein „Hammer“: Das sich aufbäumende, zerschlagene Finale bis zum letzten Aufschrei  …  Dabei immer wieder vorm geistigen Auge: Adrian Marthalers feine Visualisierung  …

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R I E N Z I

Die „abgespeckte“ Rienzi-Fassung mit den musikalischen Highlights in der Regie von Philipp Stölzl präsentiert sich in deutscher Wochenschau-Aufmachung mit Anleihen von Charlie Chaplins „Großem Diktator“ bereits während der Ouvertüre, Metropolis und Co.  …               (bei Chaplin ist es im Original:  Lohengrin)

Es riecht intensiv nach Klischee, hat aber andererseits auch seine Berechtigung, wenn man als Regisseur den römischen Volkstribun Rienzi mit dessen total unreflektiert agierenden Adoranten in enge Verbindung bringt: Den italienischen Duce und den Mann aus Braunau, der direkt nach einer Linzer Rienzi-Aufführung im hiesigen „Landschaftlichen Theater“ beschloss auch ein „Volkstribun“ zu werden und dies seinem Freund am nächtlichen Freinberg entrückt erläuterte. Als Freund Kubizek 1939 in Bayreuth als Gast eingeladen war, schilderte Hitler Winifred Wagner das Erlebnis und schloss die Erzählung mit den Worten: „In jener Stunde begann es.“                                    –  Kein Nürnberger Parteitag ohne Rienzi-Ouvertüre  …

»Merkwie’s endetAcht auf mich  (- sterbender Fafner)

Hätten die beiden Diktatoren dem prophetisch letalen Ende Rienzis mehr Beachtung geschenkt, dann wäre möglicherweise Wagner die Vereinnahmung des Werks, das er in der „vorrevolutionärenZeit (deutlich Vor 1848/49) geschrieben hatte und auch fast allen anderen vielleicht VIELES erspart geblieben:

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„Entartet Volk“

Rienzi beschimpfte in obiger Art seine Römer, bevor diese den dann Flüchtenden enttarnten, erstachen, aufhängten und verbrannten – dem „Duce“ wurde ein fast identes Schicksal zuteil und auch im 2. Fall sind die Parallelen im Bunker-Finale in Berlin (Nerobefehl) deutlich sichtbar  …

DSCN6205.JPG                                 …  zu Rienzi abschließend noch eine kurze Anekdote aus Linz:

Die gnadenlosen Register der Alten Dom-Orgel

Allmächt’ger Vater, blick herab!
Hör mich im Staube zu dir flehn!

 – obiges dachte auch der Autor dieses Beitrags, als er Anfang der 80er Jahre vor der Bruckner-Orgel im Alten Dom zu Linz stehend KO, hilflos der Wucht dieses edlen Instruments ausgesetzt war, da der Begleiter zuvor im wahrsten Sinne des Wortes „Alle Register gezogen hatte“, um die umfassende Herrlichkeit erstrahlen zu lassen. Nachdem schon an der Brüstung der Orgel-Empore obige Textzeilen verglüht waren und der unerhört ungehört gebliebene Sänger am Orgel-Tisch erschien wurden die größeren Pfeifen vom Windwerk getrennt und ein zweiter etwas erfolgreicherer Versuch Rienzis Gebet über die Rampe zu bringen gestartet  …   

Nur wenige Wochen zuvor hatte der Autor bei einem Bewerb der Firma seines damaligen Lieblingsgetränks gewonnen: Es sollten dabei möglichst schräge Bezüge zu unterschiedlichsten Kunstarten und -Werken hergestellt werden. Man entschied sich „überraschend“ für den Bereich Oper und gab den Titel „Cola di Rienzi“ ein  –  & siehe da: Volltreffer  –  Ein Lieferwagen fuhr vor und versorgte den siegreichen Kandidaten und dessen Familie mit „Coca Cola“ für mindestens zwei Monate …DSCN6256.JPG                Kein „Sonderzug nach Pankow“ aber immer „Einen Koffer in BerlinDSCN6211.JPGDSCN6255.JPG

Manfred Pilsz

PS.: Nicht nur R. Wagner beschäftigte Edward Bulwer-Lyttons „Rienzi“-Stoff. sondern               auch Friedrich Engels wagte einen diesbezüglich eigen Dramen-Versuch  …

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MÉDÉE / MEDEA – Goldenes Vlies 4.0 x 2

…  anlässlich der Premiere von „Médée“ im Musiktheater Linz  …

M E D E A  –  zwischen den Zeiten

Medea KS3.JPG           Fadinger Musiktheater von E. Bernauer in den Linzer Kammerspielen 2003

M e d e a – ein beliebtes Thema in Literatur, Theater, Musik, Tanz, bildender Kunst von der Antike bis in die Jetztzeit  …

M u s i k t h e a t e r   L i n z

Ende der Spielzeit 2018/19: Die musikalische Cherubini-Ausgabe der antiken Tragödie passiert auf der prächtigen Linzer Bühne im digital ausgestatteten „Großraumbüro“. Musikalisch top besetzt mit hervorragenden Solisten, ebensolchem Chor und dem Bruckner-Orchester unter dem Stardirigenten Bruno Weil  …

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Luigi Cherubini mag in seiner 1797 uraufgeführten Oper „Médée“ eine Personifizierung der Revolution gesehen haben, die ja schließlich auch blutig mit der Werteordnung brach und viele ihrer Kinder tötete, und damit Kritik an den Wirren der Zeit geübt haben. Regisseur Guy Montavon verlegte sein Drama um die Bruder- und Kindermörderin in den Trump-Tower, in die nicht minder unbarmherzige Welt der Finanzhaie und Geschäftsimperien.

Am Samstag hatte die Koproduktion mit der Opéra de Nice und dem Theater Erfurt im Musiktheater Premiere. Entscheidender als der heute ohnehin übliche Griff der Regie zur logischen Aktualisierung war die Fassung, die annähernd Cherubinis französisches Original wiederherstellte. Eine Fassung mit gesprochenen Dialogen (im Linzer Musiktheater auf Deutsch) und den Arien und Ensembles in französischer Sprache.

Mit Bruno Weil stand auch ein Dirigent am Pult, der die Musik auf den Punkt brachte und sie in ihrer Dramatik dort beließ, wo sie hingehört, und nicht fälschlich wie die später gespielte und nicht vom Komponisten stammende italienische Fassung zur großen romantischen Oper hochstilisierte. Das bedeutet eine kleine Besetzung, in der die Bläser fein hervortreten können, und Tempi, die eher dem Stil als falsch verstandenem Pathos zugeordnet werden können.

So gelesen schaffte Bruno Weil mit dem höchst engagierten Bruckner Orchester eine ideale Basis für ein dramatisches und dennoch zeitlos aktuelles Musiktheater. Annemarie Woods stellt die Chefetage mit massentauglichem Großraumbüro eines Weltkonzerns auf die Bühne, den Jason, der nach gesellschaftlichem Aufstieg schielt, leitet.

In der Abwärtsspirale

Da reicht Medea, die ihm durch Verrat der eigenen Familie und des Vaterlands zum Sieg verholfen hat, nicht mehr, und er lässt sie zugunsten des blonden Naivchens Dircé fallen. Allerdings ist diese die Tochter des Königs, hier vielleicht des gewichtigen Finanzimperators. Medea sieht keine andere Wahl, als ihre gekränkte Seele zu rächen und aus purem Hass zum Äußersten – der Ermordung der Kinder – zu greifen. Diese Abwärtsspirale psychischer Bedrängnis, die unweigerlich zur Katastrophe führen muss, gelingt der Regie Montavons hervorragend. Das hängt auch damit zusammen, dass sich die Protagonisten – allen voran Brigitte Geller als grandiose Médée – in diese Konzeption ideal einfügen. Faszinierend dabei das Schwanken zwischen Mutterliebe und Gattenhass, der Medea zu einem zwiespältigen, gar nicht so unsympathischen Charakter macht. Geller versteht es, diese Musik höchst dramatisch zu gestalten: keine Callas-Kopie, sondern eine höchst eigenständige Interpretation. Matjaz Stopinsek mimt als Jason jenen Charakter, der zur Befriedigung aller Lüste kalt und berechnend über Leichen geht. Er hat für diese Partie die ideale Stimme, die noch über eine leichtgängige Höhe verfügt und doch dramatisch genug ist, Cherubinis musikalischen Ausbrüchen standzuhalten.

Martin Achrainer ist ein berechnender Despot mit menschlichen Zügen, auch er versteht es, diese Partie nicht nur darstellerisch, sondern auch stimmlich perfekt zu inszenieren.

Von Angst zerfressen spielt Theresa Grabner die Neuerwählte Jasons, die als naive Blonde in High Heels nach dem sexuellen Abenteuer Ausschau hält und doch panisch allein schon vor dem Namen Medeas zusammenzuckt. Sie gestaltet ihre große Arie im ersten Akt höchst überzeugend. Das tat auch Jessica Eccleston mit ihrer großen Arie der Néris im zweiten Akt gemeinsam mit Nadia Perathoner als virtuoser Fagottsolistin. Beeindruckend auch die vielseitigen Leistungen des Chors.                                                             Michael Wruss  06. Mai 2019 – 00:04 Uhr

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Eineinhalb Jahrzehnte davor im Rahmen des Festivals „Zündstoff“:

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2003 hatten die Fadinger gerade einmal 6 Stunden Zeit für ihre technischen und Bühnen-Proben, um beim Festival „Zündstoff“ in den Linzer Kammerspielen zu reüssieren. Die professionelle Haustechnik ermöglichte für die 70 Minuten Medea die perfekte Umsetzung von mehr Lichteinstellungen am Computer als bei der Mozart-Oper am Vortag im Großen Haus. Notwendige Voraussetzung für den Erfolg der Fadinger Medea: Intensive Proben im Festsaal der Schule nach einem detailliertes Regiekonzept inkl. Perssonenregie und Technikplan. Selbstverfertigte Videozuspielungen, unzählige Requisiten und Kostüme komplettierten die nun jederzeit abrufbaren Vorbereitungsergebnisse der Produktion.

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                    COMENIUS-PROJEKT: VERGANGENHEIT-GEGENWART-ZUKUNFT

                                   „MEDEA – Zwischen den Zeiten“ – Eine Nachlese:

10 Minuten Applaus, mehrere „Vorhänge“ in den restlos ausverkauften Linzer Kammerspielen, durchwegs positives Feedback von begeisterten Theaterleuten der Landesbühne, sowie ebensolche Kritiken:

>  Medea hat sehr gemundet!
War ein sehr feiner Abend, mit tollen Einzelleistungen, besonders Band, Ehrlichkeit zu großen Gefühlen und Gesamteindruck formidabel!

Schöne Ostern!
Joachim  <                                                (Mail von Joachim Rathke)

MUSICAL: „Medea“ in den Kammerspielen

                                                                               OÖNachrichten vom 9.04.2003

Rache oder Verzeihen

Verzeihen ist menschlich.

So lautete der Appell des BRG Fadingerstraße an die zahlreichen Zuschauer des Musicals „Medea“ in den Linzer Kammerspielen.

Angesiedelt wurde das bekannte Drama über Jason, seinen Verrat an Medea und ihrer unerbittlichen Rache, in der Oberflächlichkeit der Gegenwart. Dabei waren gerade die gesanglichen Leistungen der Darsteller, begleitet von einer Liveband (musikalische Leitung: Egbert Bernauer), von herausragender Professionalität. Zusätzlich zu den mitreißenden Gesängen vom Untergang Jasons und Medea wurde die Handlung durch interessante Videoprojektionen unterstützt. Auch bei den Kostümen haben sich die Schüler und Schülerinnen (Projektleitung: Bernauer/ Pilsz) einiges ausgedacht. Neben einer imposanten Krone gab es Masken und komplizierte Kleider zu sehen.

Das Herz blieb nicht unberührt beim Anblick der verzweifelten Medea, und doch wurde einem die Möglichkeit gegeben, das Ende bloß als eine schreckliche Vision zu sehen.

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Die euphorische Aufnahme unseres Musicals Medea durch Publikum & Medien, die im Vorfeld bereits ausgiebig Bericht erstatteten (Volksblatt – Titelblatt & Kultur, OÖN, Rundschau, ORF-TV …)  sind Lohn für intensivste Probenarbeit vom Herbst bis zur Endrunde nach den Semesterferien. – In diesen letzten sechs Wochen wurde manchmal bis in die Nachtstunden und auch zum Wochenende an der Umsetzung des Stücks gearbeitet ( zwanzig zusätzliche –natürlich unbezahlte- Wochenstunden waren dabei keine Seltenheit ) – eine Mehrbelastung für Schüler und Lehrer

Dank jedenfalls –wie immer- an das gesamte Schüler/Absolventen/Lehrerteam und unseren Betreuern am Landestheater, mit deren Hilfe wir es am Aufführungstag in nur 6 Stunden schafften alle Ton- und Lichteinstellungen in kürzester Zeit so in den Griff zu bekommen, dass eine reibungslose Premiere über die Bühne gehen konnte – Allen voran der Technik, der Inspizienz, Fredi Rauch und DANKE : ANKE !

MRG  ( –  2003 derzeit: „Medea-Realgymnasium“ )

               Anke Held über „Medea“

„Hier in dieser Zeit nur Stress und Oberflächlichkeit …“ – keinesfalls war das der Fall bei der äußerst gelungenen  Musicalproduktion Medea des BRG Fadingerstraße. Mit großer Bühnenpräsenz und sehr guten gesanglichen Leistungen überzeugten die jungen DarstellerInnen. Ein ebenbürtiges Lob gebührt der großen Band, die zwar nicht sichtbar, aber um so deutlicher hörbar ihren coolen und fetzigen Sound herüberbrachte. In der nur 65-minütigen kurzweiligen Medea-Fassung gelang es den AkteurInnen, die Aktualität des antiken Stoffes präzise und sehr klar herauszuheben. Spannend wie ein guter Krimi mit vielen guten Choreografien für den Chor und tollen Kostümen wie Frisuren bewies die Fadingerschule, dass uralte Theaterstoffe keinesfalls langweilig sein müssen, ganz im Gegenteil! Ihre Neu-Interpretation des Medea-Stoffes zeigte neue Sichtweisen, etwa die Position Jasons. Auch die Annäherung Kreusas an Jason war recht gewagt und hinterließ vielleicht bei so manchem/r älteren Zuschauer/in sogar ein bisserl Empörung.  Am Ende steht keine Lösung, sondern eine Vision im Raum. Das Publikum wird mit Fragen heimgeschickt, die nicht nur das Zusammenleben zwischen Jason und Medea betreffen, sondern grundsätzlicher Art sind. Und das ist gut so, weiter so!

1 Medea KS10.jpg1 Medea KS1.JPG1 Medea Sonnengesang.jpg1 Medea KS18.JPG

Die damals geladenen Fadinger „Comenius-Gäste“ aus Leek (GB) zur Aufführung:

“  Medea. – The city of Linz has a fine set of theatres and cultural venues.
Part of this is the Schultheaterwochen or School Theatre Week, in which the
Linz schools put on their own production in one of the professional theatre
venues.  Our partner school, BRG Fadingerstrasse, put on an exceptionally
fine performance of Medea.  This was in the Landestheater a fully equiped
professional stage setting.  Staff and students collaborated to perform
Medea – the Classical Greek story of Jason (of the Argonauts) and the
beautiful Medea.  Love and Lust, Death and Despair, all the elements of a
typical Greek story were soon to enfold.  The stage was dark, excitement
mounted and the scene burst alive to a torrent of light, movement and sound.

The singing was in German of course, so as an English man with very
little spoken German this was a potential difficulty – but not at all!  The
atmospheric music, the emotive dancing, the clear singing voices told the
story incredibly clearly.  All the actors were BRG students, the music was
performed by BRG students, and most of the technical work was BRG students.

Westwood High School productions are always done by Westwood students,
with assistance by staff ( and of course the boundless energy and direction
of Sally Hansell (Drama) and Stephanie Burns (Music)).  It was great to see
another school production with so much life and energy, so much enthusiasm,
and performed to the exceptional standards that Westwood has come to expect
from itself.  A major visual experience were the abstract graphics with
intertwined shapes and colours projected just above the actors heads onto a
screen.  These added a dimension of mystery and atmosphere which
complemented the mixture of modern and Greek costume expertly and
effectively.

Throughout the performance the audience were fully engaged in the story,
awaiting with rapt attention the misplaced love, the high emotion and the
inevitable death.  The whole performance was brilliant.  If you can visit
Linz later this year in the Autumn, check if the second performance due then
is scheduled.  The Westwood students and I were thoroughly impressed by a
fine performance which would be difficult to beat by any fully professional
company.  Well done to all concerned – the final applause and curtain calls
were well deserved.  „

 Leek  UK


Wiederaufnahme von  MEDEA  im Tanztheater Maestro 2004

2 IMG_7468.JPGMedea neu 1.JPG 2 Medea danach 2Medea Maestro 4                                                                     Ingo machts möglich

                An dieser Stelle sei auf das MEDEA-DOKU-VIDEO (hier unten) verwiesen:

            Schüler on stage: „Medea – Zwischen den Zeiten“ (Wiederaufnahme)

Antiker Stoff in neuem Gewand: Medea als Musical in moderner Sprache. Am 27. und 28. Februar 2004 fand die erfolgreiche Wiederaufnahme der Produktion des BRG Fadingerstraße im Tanztheater Maestro statt. Letztes Jahr füllte das Musical die Kammerspiele des Linzer Landestheaters.

Mit „Medea – Zwischen den Zeiten“ setzt das BRG Fadingerstraße seine langjährige Musical-Tradition fort. Medea raubt in der antiken Fassung von Euripides für Jason, in den sie sich unsterblich verliebt hat, das Goldene Vlies und zieht mit ihm in seine Heimat. Nachdem sie zwei Söhne auf die Welt gebracht hat, verlässt Jason sie wegen der schönen Tochter des Königs Kreon. Medea ersinnt furchtbare Rache:sie schickt der neuen Geliebten vergiftete Brautgeschenke und tötet ihre eigenen Kinder, um Jason zutiefst zu verletzen. Das „Musical“ transformiert den antiken Stoff in die heutige Zeit und thematisiert die oberflächliche Schickimickigesellschaft und das Verlassensein in einer fremden Welt. Das Ende bietet eine Neuversion an: Medeas Rache wird aufgehoben im Appell: „Verzeihen ist menschlich“. Der Beitrag umfasst Interviews mit dem Regisseur Manfred Pilsz und dem Komponisten Egbert Bernauer. Dazwischen sind Kommentare der hauptbeteiligten Schüler eingefügt und Auszüge aus der bereits aufgenommenen CD zu hören.

https://cba.fro.at/2075  <—- Hier der MEDEARadio-Beitrag von Michi Baumgartner

Medea sb 2.JPG2 Medea Maestro 1.JPG

Manfred Pilsz

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0stern im Zeit(en)-Lauf …

Stell Dir vor, es ist Palmsonntag – und keiner geht hin (weder v. Brecht noch v. Precht) Eigentlich völlig unverständlich, denn ganz Linz bereitet sich auf den Feiertag vor:      Am Hauptplatz wurden sogar Tribünen aufgebaut, Sponsoren-Transparente grüßen freudig alle Einziehenden – man ist in freudiger Erwartung, kanns aber sichtlich de facto nicht erwarten: Alles muss wohl eher sehr schnell gehen und schon rein begrifflich scheint eine wahre „Prozession“ auch vom Prozedere her doch nicht wirklich mit der soeben installierten „Zeitnehmung“ (?) kompatibel  …  Heutzutage „läuft“ es eben anders  …hasenlauf.JPGAuch an der heurigen „Palmprozession“ (hier dazu abrufbar: 0sterbeitrag 018) werden in Linz geschätzt wieder etwa 20.000 aktiv teilnehmen und weitere 100.000 (?) Fans begeistert zuschauen. Für Jesus und seinen Einzug in Jerusalem läufts dabei allerdings schlecht: Er wird auch diesmal wieder nicht dabei sein können – Reittiere in Form von Eseln sind nicht vorgesehen und so steht er im Schatten auch von einigen wenigen Palmwedlern mit der Stoppuhr im Abseits. Stoppen wird sich dieser Sport-Zirkus allerdings nicht lassen, da die Laufgemeinschaft sichtlich den Palmsonntag nun zu ihrem neuen „Privaten Feiertag“ (- das ist seit heuer ja möglich) auserkoren hat …              Die Linzer Stadtpfarrkirche ist bedingt durch den sonntägl. „Fest“-Tag geschlossen ! Anstatt österlicher Beichte im dafür vorgesehenen Stuhl, ist direkt an den alten Kirchenmauern in kleinen, mobilen, chemisch funktionierenden (?) Hüttchen eine körperliche Erleichterung möglich  …      Der Ansfeldner Beute-Linzer Bruckner (garantiert kein Mara-ThONI) wäre heute in seinen Alten Dom gelaufen und hätte       alle verfügbaren Register gezogen und damit die überlauten Beifallskundgebungen draußen gehalten – „Lass mich Deine Leiden singen  …“   (und damit wäre ganz sicher nicht der anonyme Kollaps-gefährdete Teilnehmer mit der Startnummer 10.815 gemeint gewesen)

My temple should be a house of prayer ! (JC)

[CAIAPHAS]
Tell the rabble to be quiet; we anticipate a riot
This common crowd is much too loud

osterlauftest.jpgApropos „Bruck´n“

Während beim obigen Linzer E a s t e r-R u n mit über 42 Kilometern ganz Linz zum Lauf-Häuser-Haufen wird, kommen dem traditionell feinen & wesentlich Termin-freundlicheren 3-Brückenlauf  (für den jeder durchschnittlich untrainierte „Athlet“ für satte 6 Km auch Eier braucht) besagte Brücken abhanden (- allerdings wird an der Einbringung einer Eisenbahnbrücke Neu derzeit wirklich heftig gewerkt … )

Ein echtes Kreuz mit dem 0sterfest

Rund um die Kirche (und deren österlichen Auftakt-Feiertag) verbreitet sich das neue, städtische Marathon-Fieber wie „Lauffeuer“ …  Jedoch darüber zu „Ratschen“ geht laut Brauchtum (wenn überhaupt) eigentlich erst ab Gründonnerstag  –  also zum Spinat dann  …  oder so  …

So ratscht man den „Englischen“ Gruß (Engel) vom „Good Friday“ (<—-  mehr hier) bis zur Auferstehung, weil sich da ja die Glocken auf „Kurzurlaub“ in Rom befinden  …      Vom vormals „greinenden“ Donnerstag bis zum KarFREItag 019 ist es ein langer Weg
Religion ist das EINE  –  Brauchtum, Tradition & Riten das ANDERE
Namensherkunft (Variante „Emil“)
Wo leitet sich der Name her? – Von der Göttin „Ostara“ (- ein Synonym für „Freia“ mit ihren Goldenen Äpfeln der ewigen Jugend  … ) – Erntedank im Herbst oder eben doch Neubeginn eines Frühlings?
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Vielleicht kann sich der eine oder die andere Fadingerin noch die gewagten Vivaldi-Choreographien für den Festsaal erinnern – wenn bei „Frühling marschiert ein“ vier Reihe zeitlich gestaffelt die Reise bis vor zur Bühne antraten, bevor zum „Vogel-Konzert“ die „Herrenreihen“ im Slalom zwischen den Damen mäanderten, um dann nach sanftem Wind und Bachläufen beim Gewitter mit ruckartigen Stopps und Minischritten (Blitz & Donner) den Saal zu durchmessen  …        (hier nun unten im Video die Musik dazu)
Handelt es sich bei 0stern also eigentlich um ein „Frühlingsfest“ und was hat es dabei mit dem Hasen & den bunten Eiern auf sich  … ? – Ein durchwegs „Fruchtbares“ Thema 

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Die  s t e r – „L ä u f e“  des Hasen

Der Oster-Hase war bei Laufbewerben schon immer Zweiter- man denke nur an sein berühmt berüchtigtes Igel-Desaster (- ganz zu schweigen von einen „Eagle“)

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Hosanna
Hey Sanna Sanna Sanna Hosanna
Hey Sanna Hosanna
Hey JC, JC, you’re alright by me
Sanna Hosanna hey Superstar
Ein Osterspaziergang sieht wahrlich anders aus
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Manfred Pilsz
2019 sei der Marathon-Termin unglücklich auf den Palmsonntag gefallen betonte man von Seiten der Stadt (- wie 2 Jahre davor & vorsorglich auch zu den nächsten ! 0stern)
2020 wird es in Linz im Haus am Volksgarten zum Ende der Karwoche die Premiere des Bühnenweihespiels Parsifal geben (an der Wiener Staatsoper schon gute, alte Gründonnerstag-Tradition  …)
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…  und damit nun ab in die analog österliche Enkel-„Wimmelwelt“:
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