Im „Nebelmond“

Übergang Oktober/November

HERBSTTAG

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los
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Nach dem schrecklich “großen” Hitze-Sommer 026, ist dieses (für mein Empfinden poetisch gestaltete) „Gebet“ verständlich wie noch nie davor: Endlich Schatten, Winde … Die beiden letzten südlicheren Tage eines Spätsommers sollen einen schockartigen Übergang vermeiden. – Projekte können, ja müssen nun abgeschlossen werden …

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.


Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Die letzte Strophe ist aus meiner Sicht den ewig Reisenden gewidmet, die nicht zur Ruhe kommen und versuchen dem immer näherkommenden Ende zu entfliehen, in innerer Einsamkeit, getrieben von dem permanenten Gefühl etwas versäumt zu haben

…

NEBELMOND – der Sommer war zu „groß“ …

Als ich heuer im Juli/August kurz vor Mitternacht bei 27 Grad auf der, noch immer Hitze abstrahlenden Terrasse saß, sich auch für die darauf folgende Woche keine Linderung abzeichnete und ich hoffnungslos auf die volle Kugel unseres Trabanten blickte, versuchte ich mich schlaflos verzweifelt in den Nebelmond hineinzuträumen. Eine poetische Bezeichnung für den November? – Nun, der “Mai” des Winterhalbjahrs wird traditionell als Nebelmonat und in alter Diktion als Nebelmond oder Nebelung bezeichnet. Im Kunstlied „Allerseelen“ heißt es: „Wie einst im Mai …“ (- die Verbindung der beiden Monate ist leicht zu merken: November und Mai beginnen jeweils mit einem Feiertag …) Hier mehr >>> zu alten Monatsnamen.

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Passend dazu habe ich damals unseren Film025/26 „Nebel der Erinnerung“ in die internationale, herbstliche Festivallandschaft geschickt – und war daher nicht unbedingt „vaduzt“, als die Mail der Vorjury vom Bodensee eintraf, dass unsere Visualisierung der Schumann’schen Mondnacht berücksichtigt wurde:

Wir im Film-Programm des Festivaljubiläums >30. VideoGrandPrix Liechtenstein<

Mit unserer Musikvisualisierung „Nebel der Erinnerung“ hatten wir es erstmals ins Programm des feinen >Internationalen Videograndprix026 Lichtenstein< geschafft. In den beiden letzten Oktobertagen wurden die auserwählten Filme dort in acht Blöcken präsentiert und von einer internationalen Jury bewertet, die insgesamt 7 Preise vergab (- zwei davon posthum) – sowie die Jury-Awards. Österreich musste sich im Rahmen dieses Festivals mit nur einem Preis (und zwar in der großen Doku-Film-Abteilung) bescheiden. In unserer >Freien Kategorie< (Experimentalfilm/Artifizieller Film) ging der Preis an die Schweiz.

KI-generiertes Doppelplakat

>>> Nebel der Erinnerung

Die Musikvisualisierung von Schumanns “Mondnacht” bebildert die letzten Minuten eines Filmemachers: Ticken der Zeit, Glas splittert, letztes Morgengrauen? Kunstliedtöne im Nebel evozieren Filmbilder früherer Tage (Eigenzitate) – bis die Seele ihre Flügel ausbreitet, durch winterliche Lande aufsteigt und über einen Nebel-Tunnel in eine Anderswelt entschwebt – Bilder & Töne lösen sich auf …

Musik: Robert Schumann “Mondnacht”Tenor Manfred Pilsz / Klavier Helmut Rogl, Drohnen-Sequenzen – Andreas Kolb, Technik & Schnitt – Uwe Buhrke, Idee, Bildmaterial & Bild-Regie – Manfred Pilsz

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100 Jahre Urnenhain

KI-generiertes Bild (- von meinem Projekt dazu)

Was haben die Ex-Fadinger Dobretsberger, Gutternigg, Krispel, Mühlbachler & Schön gemeinsam? Sie waren medial oder direkt im obigen Jubiläum präsent …

M. Dobretsberger: „Gespräch um letzte Dinge„ <<< RADIO.

Applaus für den Tod – Ex-Fadis verantwortlich für das gelungene Mysterienspiel „Totentanz“

Ich wurde da von Gott (E. Mühlbachler) und dem Tod (Regie H. Schön), der sich im Bild verbeugt in der Verabschiedungshalle begrüßt …

Unser 100cm-Empfangschef Richard // & bei Hannes am Tag des offenen Ateliers

Wie immer um diese Zeit Film & Gedanken zu:

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>>> Nordico: Death Positive. Gestorben wird immer (vom 23. Oktober 2026 bis 4. April 2027) – Bei der Eröffnung dabei: Der Blonde Engel. Das Umfeld der Kuratorin meinte: „Zu der Ausstellung kommt niemand“ – Sie meinte zurecht, die Zielgruppe liege bei 100 % <<<..

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte -> dieser Farbgebung verstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“  aktiviert werden können

HerbstGedankenRadio: https://de.cba.media/521317 (Trakl, Allerseelen)

In diesen Tagen auch immer wieder im Hinterkopf: Adrian Marthalers Mahler-Visualisierung der VI.

Hier sei auch der beiden >>> verstorbenen Fadinger gedacht: https://cba.media/768109