September 4-ever: „Happy Birthday“

September 4-ever ein absolutes Top-Datum & „Happy Birthday

Anfang September: Mit Ende der trägen Augusthitze kehrt endlich das Leben zurück ! Die Scheinwelten der Reiseveranstalter versinken, in den Innenstädten übernehmen wieder Bewohner statistisch die Oberhoheit, auch in den Gastgärten und drängen in die sich herbstlich öffnenden Kulturstätten. Linz ist eine glückliche Stadt: Wenn von Bayreuth über Bregenz bis Salzburg mit Ende der Sommer-Festspiele die Gehsteige hochgeklappt werden, bricht zu Linzen der Kulturherbst aus. Bisweilen auch ohne Rücksicht auf die geschätzten Abonnenten: Wenn nun schon „traditionell“ Musical-Premieren, ohne Rücksicht auf Verluste zeitgleich mit Klangwolken programmiert werden, nur weil unnotwendigerweise, ungesunde Konkurrenz (Stadt/Land) eine „verträgliche“, publikumsfreundliche, vernünftige Lösung scheint’s verunmöglicht?! Prinzipiell aber ist das überbordende Angebot natürlich ein Segen und bedeutet so mit Ausbruch des Monats eine wahre Neugeburt eben auch am Sektor Kunst/Kultur !!! Und direkt am Beginn des Freudentaumels steht am 4. September der Geburtstag von unser aller Meister Anton Bruckner <<<

Mit September öffnen sich auch die Schultore wieder – ein neues Schuljahr hebt ab – (für manchen Enkel ist es das ERSTE – das hat natürlich etwas BESONDERES) – „Altgediente“ SchülerInnen & LehrerInnen sehen das meist gelassener und sehr differenziert: Ferienende hat im zweiten Wortteil die Spaßbremse bereits eingebaut und bedeutet natürlich auch immer einen partiellen Neuanfang. Da werden die Karten nicht immer zu Gunsten aller Beteiligten neu gemischt – Neue Klassen, Lehrer, Umbau, Stundenpläne, neue Verordnungen, Zusammenlegungen usw. sorgen dafür dass dem „Neuanfang kein Zauber innewohnt„!

Zurück also von Hesse zu Genius Loci Anton Bruckner, dem wir heute, heuer zum nun schon 198. (!) Geburtstag gratulieren dürfen – das ganz große Jubiläum im dann „Salzkammergütlichen“ Kulturhauptstadtjahr 2024 lässt bereits heftig grüßen …

In alten Schulzeiten des Blogautors stand Bruckner speziell in der 1. Septemberhälfte im Zentrum des pädagogischen Wirkens: Ausgehend von ARS & Brucknerfest war Radio FRECH allerspätestens ab U19 und der Klangwolke im Einsatz. Das Blog-Projekt „Bruckner on Air“ begleitete jahrelang bis 11. Oktober das dicht bunte Festivalgeschehen. In den 1. Klassen war der Hauskomponist das Eröffnungsthema und im Verlauf des SchülerInnendaseins tauchte er im Jahreslauf bis zur Achten zwischen Moldau-, Zauberlehrling-, Vivaldi-Projekten, Glass, Mahler, Wagner … immer wieder auf – und sei es in Form von diversen Visualisierungen. Im Zuge von Musikvideoprojekten kam es vor heuer genau 35 Jahren zu einem 1. regen Austausch auch mit Übersee:

Das erfreuliche Feedback ließ nicht lange auf sich warten:

Es bedurfte über Jahre hin mehrerer Anläufe im Rahmen eines Schulprojekts der Umsetzung der Bruckner-Thematik in Musik & Bildern gerecht zu werden: „Reiner Tor / Roter Igel“ wurde im 100. Todesjahr final abgelöst durchAgnus Benedictus“ … <<< (Video)

Beide Bruckner-Filme der Fadingerschule waren große Schritte am Weg zur „Augenmusik

Bei den Österreichischen Filmtagen in Wels starteten erste Schulwerke als Vorfilme im Hauptprogramm und dienten so als Vorboten späterer eigenständige Jugendfestivals …

Bruckner bei einer Befragung durch das Linz09-Jugendradio FRECH

Bruckner-Symposium (ABIL) >>> Sendung

Manfred Pilsz

Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte dieser Farbgebung (türkis ?) verstecken Infos, Bilder …, die durch einen linken „Maus-Klick“  im BLOG-Text aktiviert werden können !

Kurzer Nachtrag zum Begriff: „Klassische Klangwolke“

Vom sinnlichen Experiment für ALLE, über kontemplative Frischluftklassik für WENIGE zum niedrigpreisigen Status quo

Bei ihrem Start ’79 und in den 80er Jahren definierte sich die Linzer Klangwolke durch die Visualisierung „Klassischer Musik“ im frei zugänglichen offenen Raum – sprich: Bruckner, Mahler, Beethoven & Co. wurden im Donaupark in Bilder umgesetzt, bei freiem Eintritt für ein möglichst großes Auditorium. In der Folge wurde dann das ursprüngliche Experiment zu einer Institution, welche nunmehr als „Visualisierten Klangwolke“ firmierte – basierend auf Auftragskompositionen (meist verwoben mit Elementen der Klassik). Die ursprüngliche, sogenannte „Klassische Klangwolke“ wurde nur noch auf Leinwänden in Form der Übertragung eines Orchesterkonzerts für einen kleineren Kreis begeisterter ZuHÖRER in frischer Luft bebildert. Seit geraumer Zeit wird die „Klassische (nicht mehr) Klangwolke“ nur noch INDOOR (???) als 0815-Konzertangebot zum sozialen Einheitspreis von 5 Euro verkauft – ein zweifellos niederschwelliges Konzertangebot, das auch gerne angenommen wird, allerdings >Klangwolke< (per Definition) ist es garantiert keine mehr ! Es hat sich ausgewölkt – LEIDER !!!

Seht da den Herzog von Brabant“

„September-Jubiläumskind“ Werner Herzog feiert dieser Tage den 80er – Seine Regietätigkeit umfasst nicht nur das Filmwerk, sondern auch sein Wirken am Sektor Bühne – Insider erinnern sich sehr gern an dessen Bayreuther Lohengrin (’87 – also auch vor 35 Jahren)

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