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BAYREUTH025 – wie es singt und lacht
Dass Linzer Meistersinger-Kompetenz aufweisen, wurde 023 im Neuen Musiktheater dokumentiert. (https://cba.media/616331) – Bayreuth hat daraufhin den Musical-Chef des Hauses an der Donau Davids nach Oberfranken an den Mail geholt, um ihn ebenda mit Hans Sachs & Co an einer Neuproduktion arbeiten zu lassen:
Davids Meistersinger
Pilsz’sche Betrachtungen:
Nach einer sehr kompakt musizierten Ouvertüre, öffnet sich der Vorhang: Künstler Stolzing inmitten eines Herzens, geformt aus Notenpapierfliegern (?) wartet am Absatz einer gefährlichen Freitreppe, die zum Kirchlein auf einen “Grünen Hügel” hochführt – Ein Warnschild für da heruntersausende Kirchenpilger dürfte Freizeit-Ritter Walther wohl nicht zur Fliegerform inspiriert haben, aber sollte gar mehr als Erregung von Aufmerksamkeit dahinter stecken? – Spätestens zum 3. Akt werden wir’s wissen …
Nach Evas Erscheinen hat die Bühne den richtigen Dreh heraußen und entführt uns in die „Singschul“: David als Probelehrer in einer Singvolksschule – Regeln anhand von Täfelchen, die von LehrlausbübInnen hochgehalten werden … Der Schulraum (später Prüfungsraum für Walther) unter der Drehtreppe gleicht nicht von ungefähr einer Miniausgabe des Auditoriums des Festspielhauses, welches im Zuge einer Freiung alsdann von Meistern mit diversen Karnevalsmützen bevölkert wird. Vater Pogner integriert Schwieger-Walther ins Geschehen …
Der Sänger sitzt
Beckmessers Gemerk befindet sich am oberen Treppenabsatz – dort erscheint er hoch über der Szene, wie einem Adventkalender entstiegen, oder einer Kuckucksuhr als ebensolch Bewohner … Beim Schlusschaos kippt beim letzten Orchesterschlag obige Hügel-Kirche in Schieflage … Institutionen im Wanken?
Bereits im Mai gelang uns ein Hinterhof-Blick in die Zuckerstangenbaumschule der Festspielwerkstatt
Johannisnacht – mit den ersten Tönen erscheinen die Hände von LehrbübInnen unter dem Vorhang, der sich auftut und ein entzückendes quasi Lebkuchen-Nürnberg mit Zuckerstangenbäumchen, welche wir bei unserer Festspielhausvisitation zum 22. Mai bereits im Freien hinter dem Bühnenhaus ausspionieren konnten … (siehe Bild) Vorne steht eine postgelbe Büchertauschzelle – nächtliches Versteck für Eva & Walther, Zielpunkt für Sixtus B, der dort mit seiner Herz-Gitarre & Falco-Sonnenbrille unter dem Fenster Evas Aufstellung nimmt und dort bei seinem Ständchen von Sachs solange reglementiert wird, bis das Lebkuchen-, in ein kürbissig, flackerndes Halloween-Nürnberg mutiert – bevölkert von “Gassenhauern”. Der Schusterstuben-Vorplatz wird kurzfristig zu einem Wrestling-Ring, wie er in Bayreuth noch nicht zu sehen war. Der Nachtwächter beendet den Spuk – ein arg zerstörter Beckmesser entwindet sich der Telefonzellenbücherei und entschwindet in der nun wieder Lebkuchengasse im Tempo, des sich langsam schließenden Vorhangs.
Sehr berührend das Vorspiel zum 3. Aufzug: Sachs in seiner Schusterstube vorm Bild der verlorenen Lieben inmitten des Handwerkzeugs, bis David erscheint und den Meister nach dem Tauflied alleine lässt. Zeppenfeld liefert bravourös seinen Wahnmonolog, betreut Walther mit Sorgfalt bei dessen Traumliedfindung, bevor Beckmesser in der nun leeren Werkstatt erscheint und dabei durch Komik glänzt. Hier, wie auch bei vielen anderen Einzel- und Massenszenen zeigt sich die erstklassige Personenführung durch die Regie. Beim anschließend zudem musikalisch optimal vorgetragenen Quintett vertraut der Inszenator erfreulicherweise total der Wirkung der Musik und taucht das Umfeld ohne geringste Ablenkung in wohltuende Schwärze …
Narrhalla am Main (- statt Rhein)
Ganz anders kommt die Festwiese daher: Als karnevalistische Schlagershow – eine Quoten/Cash-Melkkuh des samstäglichen Schlager-TV-Businessprogramms (- siehe Bühnenbild samt aufblasbarer, tierischer Milchlieferantin): Die “Festwiese” als “Musikantenstadl”, als wöchentliches Medien-Oktoberfest – diesmal mit Bayreuther Promigästen: Merkel & Gottschalk in Zwillingsausgabe … Auf der Bühne mitten drin: “Singing Star” Ritter Walther, Narzissenkönigin Eva (als Gartenbau-Testimonial od. Blumentopf mit Kopf) und Sachs als Kaiser Roland? Während Looser Sixtus weder beim Publikum, noch bei der Jury punkten kann, hebt der von Sachs vorprogrammierte Siegläufer Walther im ritterlich bürgerlichen Outfit und “rosigem Schein” als Superstar auf der unverzichtbaren Strohballendekobühne (einer solchen Veranstaltung) voll ab. Alles biologisch abgesichert mit dem Meistergütesiegel … Für Walther ist klar: “Freilaufend” ist unabdingbar, aber keinesfalls als Meistersinger – ab in die freie Szene – Er möchte da nicht “angekettet” werden – kein “Sach-Walther”… Sachsens mahnende Ansprache erweist sich zu dessem Entsetzen als kontraproduktiv und mündet trotz “völkischer Begeisterung” im Chaos: Das Ordnungselement Nachtwächter hält sich die Ohren zu und flüchtet, Beckmesser zieht der Kuh-Deko den Starkstromstecker – eine ausgelöste “Kettenreaktion” kann Sachs auch durch das Schließen des Stromkreises nicht wieder beenden: Eva drückt ihrem Vater die Kette (Symbol der allerhöchsten Auszeichnung im Ehrenamt tradierter Kultur) in die Hand, bevor sie mit ihrem Walther zu neuen Abenteuern aufbricht, um Neues ganz im Sinne des “Meisters aller Meister” zu schaffen … Vielleicht ja ein Meister-Grusical …
Grünes Licht nur für den Grünen Hügel?
Ampelmännchen Richard geleitet seit den Festspielen025 das Publikum kurz vor der Meistersingerstraße sicher in Richtung Festspielhügel – Bruckner könnte den Verkehr an der Unteren Donaulände vor seinem Haus dirigieren ,,, In Sachen Brucknerhaus sei da kurz auf mein Sommer–Radio-Gespräch mit dem neuen LIVA-Chef Norbert Trawöger hingewiesen: https://cba.media/719003 (- inkl. M. Poschner)
„36 Grad in OÖ, 38 in Wien – Wann knacken wir endlich die 40er-Marke?“ – flötet die braungebrannte Wetterfee im klimatisierten Studio. Print: „Klimaschock: Gletscher schmelzen schneller, als wir denken“ (- Letzteres stimmt sicher). „Traumhaftes Badewetter ohne Ende als Entschädigung für schlaflose Tropennächte im Zentralraum“ – zwei Seiten weiter: Klimawandel schlägt zu: Hitzetote nun auch bei uns. In weiteren „Qualimedien“ und im Netz: „Alle wollen ans Mittelmeer – Stauwochenende verspricht dort bis zu 45 im (und ohne) Schatten“ – Ab zu den Waldbränden nach Griechenland. Für all jene, denen es in der Bratpfanne Südspanien zu kalt ist: Rüber nach Nordafrika, da hat’s fast 50 Grad – aber nicht als „Kreuzfahrer“, die dürfen ohnehin bald nirgends mehr anlanden … Regional-News: „Nach einem Rekord-Juni nun leere Freibäder!“ Den Wolken sei Dank: Ab 7. Juli hatten wir trotz Hitze vorm 15. 8. einen erträglichen Sommer mit Sonne, Regen, Badetagen an Seen, Bädern & Thermen, ideal für Wanderer & Gastgartenfreunde – Badeschluss ist erst im September und der nächste Schwitzesommer kommt leider sicher früh genug … Es lebe die gute, alte „Sommerfrische“ <<<
Manfred Pilsz (Schneelöwe – nun in Vorfreude auf den Goldenen Herbst)
(- despektierlich & fragwürdig auch als „Hundstage“ bezeichnet)
Vor etwa 45 Sommern war Captain Manfred Blackbeard als junger Odysseus in der Ägäis
„Chicken or Rabbit„? – lautete die tägliche Frage des „Strandwirts“ in seinem 3-Tische-Restaurant am Spitz der kleinen Bucht in 300 Meter Entfernung von unserer „Bleibe“ (Hotel Alexander) auf Syros. Im Vergleich zum heutigen Klima war es damals ein windiger, milder Sommer rund um den Geburtstag des Löwen MP inmitten des Reichs der Hellenen …
A p r o p o s:
1954 fiel der Sommer im Juli in Linz zum Teil überhaupt ins Wasser:
Die Donau hatte von der Innenstadt Besitz ergriffen – ein wahrliches Katastrophenjahr:
Es ist schon einige Tage aus, dass der praktizierende Wagnerianer Manfred das Erdenrund dereinst betrat – doch wie geschah dies? Wer hat ihn geliefert? Ein gemeiner Storch wird’s wohl nicht gewesen sein – das scheint sicher. Ob es aber ein anderer Vogel war, der ihn gebracht hat? Uns schwan-t da nur was …
Eigentlich ist es ja ausschließlich Gralsrittern vorbehalten im blühenden Erwachsenenalter mit einem Nachen angeliefert zu werden, allerdings auf der Schelde und nicht auf der Donau, die damals im 54er Jahr Hochwasser führte. Für ein >knapp über 3 Kilo Kind> hätte sich da sicher kein Schwan in Bewegung gesetzt. Ja und auch bei Amazon konnte man sowas damals (wie heute) eher nicht ordern. 1954 wurde noch >ab Hof< bestellt und so waren es die „Barmherzigen Brüder“ die am 6. August so gegen 15 Uhr Mutter Rosa verkündeten: „Es ist ein Bub !“ Ob diese das da in Gummistiefel taten, darf bezweifelt werden, da die nämliche Geburtenstation nicht im Parterre untergebracht war und selbst solch sensationelle Jahrhundertpegelstände maximal den Pfarr- und Hauptplatz tangierten. Prinzipiell bedeutet dies für Schwimmvögel ideale Bedingungen, aber wir wissen nix genaues. Auch Gondeln wurden in der Innenstadt nicht gesehen, sehrwohl aber Zillen. Bei einer Sichtung von Schwänen in der Rudigierstraße vor dem Neuen Dom, dürfte es sich allerdings um eine Ente handeln – eine edle Vorläuferin heutiger Fakes.
Der Tag als solcher war jedenfalls bereits als Katastrophendatum negativ besetzt. Schon in den frühen Vormittagsstunden hatte die Gedenkglocke in Hiroshima genau neun Jahre nach dem Abwurf der Bombe diesen wahrlich schwarzen Tag in der Menschheitsgeschichte eingeläutet. Ein Datum, das man sich (egal wie) nicht wirklich schön reden kann.
*Jenseits des eigenen 70ersbeschleunigt sich ganz klar & deutlich die Mutation vom Zeitgenossen zum Zeitzeugen*
Diese Erkenntnis kam mir, als ich mich wenige Tage vor meinem heurigen Purzeltag per Mail als Zeitzeuge für ein Drittel Fadinger Schulgeschichte betreffend Maturaarbeit eines Jung-Fadis zur Verfügung stellte, ihm Interviewmöglichkeit mit mir anbot und ihn mit ersten LINKs, Audio- & Bildmaterial versorgte …
Leo-Loge auf Bühnenturmhöhe westlich der Promenade:
Literatur vom FEINSTEN, um den Sommer besser im Schatten meiner japanischen Fächerahornesche Yggdrasil auf der abendlichen Terrasse überstehen zu können – DANK an den edlen Spender „Reischi“ <<<
Unschlagbarer Optimist mit Schirm
(- aus den Schattenseiten eines Hochsommer-Daseins)
Unbedarfte Sommer-ianer schütteln innerlich ihre Köpfchen, wenn der Pilsz rund um die 30 Grad mit seinem Schirm erscheint. Dreiste welche stellen sogar unwissend in den Raum einen Pessimisten vor sich zu haben. Jenen wird da dann allerdings verkündet, dass der Vorteil eines Stockschirms darin besteht (je nach Situation) seine Verwendung als Schirm, oder (wie meistens) als Stock zu finden. Die Schirmfunktion wiederum drückt den unverschwitzten Optimismus aus, dass es den grinsenden Wetterfeen zum Trotz, ja vielleicht doch endlich wieder zu regnen beginnen könnte und damit das Hitzesauwetter wenigstens wieder kurz unterbrochen würde. Der Schlechtwetterfront mit „Werten“ nahe der eigenen Körpertemperatur, bedingt durch mehrere stabile „Hochs“, Wolkenmangel und diesen schrecklich strahlenden Fixstern unseres Planetensystems, wünscht unser Optimist ein drehfreudiges Island-Tief, das bis Mitte September sein möglichstes leisten möge … bis zu diesem erlösenden Moment könnte es sich bei dem Allzweckgerät auch um einen „Sonnenschirm“ handeln – in seiner Stockfunktion auch gegen provokant agierende Wetterhäuschen einsetzbar … … … … … … (- Text – Stand der meteorologischen Dinge: Anfang Juli) … … … … … …
Alles weitere zu dieser Un-Jahreszeit war bereits in der Mai-Ausgabe <<< des BLOGs nachzulesen … Trost für alles Fans des geschrumpften Winter“halb“jahrs: Vom öden Sonnwendtag am 21. Juni (verbunden mit der üblichem ersten Hitzewelle) ist allein bis zum „SommerSilvester“ am letzten Juni-Tag die Nacht schon wieder um fast 2 Minuten länger geworden … Mittlerweile sind wir am guten Weg …
der *S c h n e e l ö w e*
(- im Winterhalbjahr entspräche dessen Birthday dem 6. Februar …)
– On the Way in jeglicher Hinsicht, denn nach dem schrecklichen 36 Grad Sahara-„Hoch“Pluto Ende Juni ist nun (nach Pilsz’schen Interventionen an Wettergott Donners Tag) endlich seit der 2. Juli-Woche ALLES nach meinen Sommer-Vorstellungen … Unschlagbar: Das schönste Geschenk, das ich bekommen konnte <<<
Take a risk visit Linz
– tja, am Donaustrand des Mühl4tels geht es allerdings immer heiß her …
„In Ischl ist der Wurm drin„
Der Juli-Geburtstag der Hirschgässlerin am französischen Nationalfeiertag ging diesmal (ob vernünftiger Temperaturen) in der Kaiserstadt Bad Ischl über die Bühne. Die Benzinkutsche wurde nächst den imperialen Stallungen abgestellt. Um die Bergwertung des Parkgeländes motivierter angehen zu können, zog man einen Kurzaufenthalt im Schatten der Kaiservilla inmitten rundum fein drapierter Ausstellungsstücke Erwin Wurm’scher Prägung unvorsichtigerweise in Betracht. Allein die Reduzierung auf Selbstbedienung hätte den gelernten Cafe-Besucher abschrecken müssen. Die nicht vorhandene Speisekarte kombiniert mit abschreckenden Angeboten am erbärmlichen Tresen hätte ausreichen sollen: „Toast mit und Toast ohne oder Wirschtln kinnans ham“ – Die Frage nach süßem Senf wurde quittiert mit: „Mir ham eh nur den an !“ Die erbärmliche Süßwarenecke machte den Eindruck überwuzlter Obstkuchen nach einem wüsten Wespenangriff … Blieb ein unscheinbarer, aber eher nicht kontaminierter Zwergkuchen, der auf Nachfrage mit folgender Aussage präsentiert wurde: Den hat mei Mutter g’macht – keine Ahnung“. Meine unerwartete Akzeptanz „I nimm eam trotzdem“, mündete resignativ so in die Bestellung dieses Mutter-Kuchens, samt des Begehrs nach einem koffeinfreien Kaffee. „Des kann dauern, i bin alla i der Kuchl“ – eine überaus kundenfreundliche Ansage, die sich nach einer Toastbestellung durch das weibliche Geburtstagskind wiederholte … In der Warteschleife waren nach geraumer Zeit heftige Geräusche fallender Teller in Kombi mit Flüchen zu vernehmen, die wenig später bei Tisch so kommentiert wurden: „Es war nur’s Teller, da Toast is net am Bod’n gfoin“ – Nachsatz: „Des kummt davon, weils schnö geh hat miss’n !“ – Damit landete der, mit Ketchup überschwemmte Teller nebst Kaffeetasse am „Gast“gartentisch. Nach einer kurzen Blickinspektion, die den Küchenbodenkontakt des Luxusmenüs Gewissheit werden ließ, erhob sich das ungesättigte Paar mit nicht gerade blumig lobenden Worten, begleitet von Beteuerungen, der Androhung eines Zweitversuchs und der Kostenrückerstattung. Nach 60 Minuten fetter Autos, ebensolcher Häuser Wurm’scher Fasson, versöhnte man sich kulinarisch mit der Kurstadt im Zauner und schwor dem Kaiserlichen „Dienstboten-Cafe“ (?) für immer ab …
D A C H G L E I C H E
Hoch über (& ebenso in) Linz gab’s eine innerfamiliäre >Dachgleiche< zu feiern – ein perfekt geplantes, sowie umgesetztes Wohntürmchen hatte das dort hohe Straßenniveau erreicht: Die Festgemeinde konnte somit die Besichtigungstour einzelner Stockwerke bereits per Feststiege absolvieren und den Tag dann mit Blick auf dem künftigen Garten bei Speis und Trank im schattigen Erdgeschoß ausklingen lassen …
Auch für Papst Leo den 14. dürfte es mittlerweile logo sein, dass der Vatikan kein Iglu ist: Er hat sein Sommerfrischedomizil Castel Gandolfo angesteuert …
Obiges ist in der Vollkasko des Herrn (- wie wir seit Weihnachten023 wissen): „Hummel500“ – ein enger Verwandter des Papamobils
Falls die Außengrenzen-„Schützer“ der EU unbedingt tätig werden wollen, so gäb’s da in Sommern eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit: Falls Afrika-„Hochs“ a‘ la Pluto wieder versuchen sollte, weit länger als eine Woche mit an die 40 Grad in unsere Klimazone eindringen möchten, dann möge man den Zugang schließen … das wär mal was <<< Mit 7. Juli übernahmen dies feine Westwetter-Tiefs, die für COOLe Erholung sorgten – ein zarter Ausgleich für den zuletzt wieder gestohlenen Winter … Ein „Fliegendes Tief“ übrigens auch am Sektor Kultur:
Ein Holländer am Rand der pannonischen Regie-Tiefebene
Die Ouvertüre beginnt fast unbemerkt bei Taghelle – weit und breit keine stürmische See, sondern ein schroffer Steinbruch, der „Bühnen-seitig“ von mit Abstand mikrobisch klein wirkenden DarstellerInnen geflutet wird. Ihr Herumirren erfolgt dabei völlig losgelöst von den musikalischen Motiven. Senta (Tochter von Kapitän Daland) macht da keine Ausnahme, sucht scheinbar nach später günstigen Absprungpositionen, verfolgt von Jäger Erik – bewaffnet mit einem Blumenstrauß (- nun ja, ist ja auch Strauss-Jahr heuer) – sprich: Weiterhin kaum Sichtbares und ohne Konnex zur Musik … Überdimensionale starre Wellenberge (- gefroren bei 30 Grad plus) werden mit Beginn der Handlung von kleinen Booten durchpflügt – ein Bild, welches fatal an ein Urfahranermarkt-Fahrgeschäft mit kleinen Segelschiffen aus Kindertagen erinnerte. Der Holländer fliegt nicht herein, sondern nimmt erst Fahrt in die Burgenländischen Karibik mit leichter Verzögerung auf, nachdem in der Musik bereits der Anker fiel, auf dem er dann später an Land reiten wird. Der Monolog, des sich aus einem verkehrt aufgehängten Polypen schälenden Gespensts, ist durchgehend garniert mit jeder Menge sinnlos ablenkender Pseudo-Action, die jede ohnehin kaum aufkeimende „Stimmung“ zerstört. Der nächste Regie-R“einfall“ man(n)ifestiert sich in einem billigen Kantinen-„Witz“ (?) unterster Schublade, den ein renommierter Inszenator wie Philipp M. Krenn nicht notwendig hätte: Kapitän Daland weckt den Steuermann und siehe da:
Was sagt man/frau zu obiger Regie-Textänderung? – Affront gegen Frauen & Wagner
(Original: Ach, lieber Südwind, blas‘ noch mehr, mein Mädel …)
Vor versammelter Mannschaft wird der Pakt beschlossen Tochter Senta gegen den vollen Schiffsbauch zu versemmeln … Diese erscheint wenig später in ihrer Zwergtextilfabrik in fernster Bühnenferne am steinigen Hügel. Nun dämmerts der Regie und fortschreitende Verdunkelung ermöglicht endlich den Einsatz von Video fürs Bühnenbild und bringt den, für üppige Outdoor-Inszenierungen fast schon unvermeidlichen Kameramann störend ins Bühnengeschehen, der das Gewusel der AkteurInnen „in the backerest Behind“ auf eine freie Steinwand knallt, sodass auch die allerletzte Sitzreihe das Geschehen besser erahnen kann. Das Puppentheater setzt sich nach Sentas Ballade, während der, mit wenig Vertrauen in die Wirkung der Musik, am Wrack gezerrt und getanzt wird mit dem Auftritt von Erik (samt Blumenstrauß) fort. Der wildgewordene Florist zerstört Sentas Lieblingsbild (Landschaft mit Meer), was diese in ungeahnte Höhen (nicht einer Palme, sondern) des Dachgiebels ihres Etablissements treibt. Erik, der keine Vase findet, sucht mit den nicht welk zu kriegenden Blüten das Weite, findet es aber nicht. Vater Daland gelingt es seine schwindelfreie Senta vom Dach zu singen, hat er doch der Tochter einen Holländer, nebst Kameramann angeschleppt, der die folgenden Intimitäten am Gipfel des Steinbruchs festhält. Der flugtüchtige Niederländer hat seiner Senta ein edles Ersatzgemälde (mit Schiff drauf) mitgebracht und kann bei ihr so voll punkten … Seit Einbruch der Nacht haben sich die Eiswelten, dank Licht- & Videotechnik verflüssigt. Steuermann & Co werfen sich in Schale und dann ins kühle Nass, um den ramponierten Gespensterkahn hereinzuziehen, zu plündern und damit die Geisterschar aufzuwecken – einziges optisch rundum gelungenes Highlight einer Geisterbahn-Disko … Erik erscheint (diesmal ohne transportabler Botanik) mit einer Feuerwaffe, singt mit glänzendem Stimmeinsatz seine „Versicherungsarie“, was den dunklen Seemann auf den Plan ruft. Senta eilt (wie) mit Brandbeschleuniger aufs höchste Leuchtturmniveau, um dort gedoublet als ewige Flamme des Holländers dessen Schiff erlösend zu versengen …
Unfreiwilliges (teils schlechtes) „Kindertheater“ (herablassend) für touristische Erwachsene, allerdings mit ausgezeichneten Stimmen und „Wagner sei Dank“ unzerstörbarer Musik. <<< Nebst den Tönen aus Lautsprechern ist das Bühnenbild (Momme Hinrichs) in Kombi mit Lichttechnik & Video nach dem 1. Drittel der Vorstellung (- sprich: Ab Dämmerung) ein erwähnenswerter Pluspunkt <<< Ungeachtet all dessen & da es nicht nur Wagner-Kenner & -Fans gibt: Ein touristisches Erlebnis ist es in jedem Fall zu 150% …
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Wolfgang Winkler – der Musik- & Medienmensch hat soeben den 80er geknackt –Herzlichste Gratulationdem Jubilar, den ich bis dato maximal bei den mittleren 70ern eingereiht hätte … Dynamisch, oft verbucht, immer unterwegs (nicht nur) in Sachen Kultur, ein profunder, umgänglicher, angenehmer Gesprächspartner – mit Witz und Geschmack (Küche) – auch meine jungen FRECHen Fadinger Radioteams waren bei Interviews & Projekten bei ihm gut aufgehoben & gern im Einsatz ...
Phil * G L A S S – Project
Der 1. Glasse Direktkontakt passierte im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung am Mozarteum in Salzburg – Endergebnis: Segen des Meisters für das Fadinger Filmprojekt in Form der Visualisierung seiner Musik – Alles nachhaltig eingefädelt durch Liva-Dir. WoWi:
Nach der Veranstaltung gings mit Wolfgang Winklers Auto dann in gefühlt knapper „Lichtgeschwindigkeit“ nach Linz … eine quasi „Nahtoderfahrung“, die sich allerdings als sehr wertvoll für die inhaltliche Umsetzung des Glass-Projekts der „Fünften Dimension“ erwies … u. a. ausgezeichnet mit dem „Goldenen Filmband“ (Euro-Filmer)
Dear Manfred. I was very happy to hear that our video/film project received an important award. Congratulations!
And best wishes to everyone who worked on the project! Would it be possible for me to have a DV-copy for my archives? Also, best wishes for the holiday season. Philip Glass
Sent: Friday, January 02, 2004 3:22 AM
Für uns/mich war/ist WoWi ein ganz wesentlicher Ermöglicher und Wegbegleiter, der meine/unsere Medienambitionen & Musik/Medienprojekte unterstützte, was vielen aus den Fadinger-Teams des Medien-Gyms zu Gute kam – Übergroßen DANK <<<
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Nicht nur die 2. Republik ist 80 – auch der 45er-Jahrgang WoWi hat die 8 Dezennien rundum miterlebt
Alljährlich wünscht er mit sonorer Stimme dem Publikum im Linzer Donaupark einen „schönen Abend“ bei der Klangwolke: Wolfgang Winkler, seit 1998 künstlerischer Leiter im Linzer Brucknerhaus. Die diesjährige Klangwolke, die 30. Visualisierte, gehört zu den bestbesuchten – den Rekord hält noch immer jene aus dem Jahr 1984 zur Musik von Pink Floyd. In welche Richtung es nächstes Jahr, bei seiner letzten Klangwolke vor der Pensionierung im März 2013, gehen wird? „Wir denken mit dem Ars Electronica Future Lab intensiv darüber nach.“ Das wird dann die insgesamt 70. Klangwolke, die er mitbetreut – die klassische und die Kinderklangwolke mit eingerechnet.
Die Klangwolke sei „ein absoluter Fixpunkt für Linz“. Weniger aber das Brucknerfest: Dabei müsse es Synergien zwischen dem Musiktheater und dem Brucknerhaus geben, ist Winker überzeugt. Wolfgang Winkler, am 12. Juni 1945 in Graz geboren, hat Musikwissenschaften in Graz studiert, begann 1973 als freier Mitarbeiter im ORF-Landesstudio Steiermark, 1978 wechselte er nach Linz, „auch wenn viele Freunde meinten, ich sei verrückt“, weil der Ruf von Linz, außer als Stahlstadt, kein sehr guter war. Am damaligen Brucknerkonservatorium hat er das Musikwissenschaftsreferat und die Bibliothek geleitet, schon bald wechselte er in das ORF-Landesstudio Oberösterreich, war dort Mit-Erfinder der beliebten Sendung „Pasticcio“ und hat sieben Jahre lang die national ausgestrahlte Sendung „Von Melodie zu Melodie“ gestaltet.
Vom Begriff Hochkultur, wie er meist verstanden wird, hält er nicht viel: „Denn unsere Gesellschaft hat viele Hochkulturen, da zähle ich auch Rockmusik von den Rolling Stones dazu.“ Und er hält es für aberwitzig, „einen Welser-Möst anzuhimmeln und dabei zu vergessen, dass wir auch einen Thomas Mandel, einen Andi Neubauer, einen Johannes Berauer“ haben.
Auch die Vermittlung ist Winkler wichtig, weshalb er immer wieder vor Veranstaltungen Künstler-Gespräche im Brucknerhaus veranstaltet, „damit die Leute wissen, was sie im Konzertsaal erwartet“.
In seiner Freizeit segelt er gerne auf dem Meer, das Tennisspielen wird jetzt „sanfter“ ausgeübt, „weil ich 40 Jahre auf den Ball draufgedroschen und damit meine Schulter beleidigt habe“. Und er kocht „gerne und ich behaupte, auch gut“. Was nicht nur seine Frau und Tochter (26), sondern auch viele Freunde genießen dürfen. (- Mittlerweile auch Enkel)
Aktuelle Anmerkung: Johannes Berauer ist nun Jahre später Klangwolken-Komponist025
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Gepriesen sei Jubilar Wolfgang Winkler aus dankbarer Sicht derer, die durch die Ermöglichung vieler schulischer Projekte am Sektor Musik&Medien wertvollste praktische Erfahrungen machen durften. Einige SchülerInnen des Hauses hatten später sogar die Möglichkeit mit demEhren-Fadinger Direktor WoWi direkt im Brucknerhaus zusammenzuarbeiten: Claudia Werner– unter Winkler langjährige Pressechefin und Claudia Langer – die Schmuckdesignerin schuf den Ehrenring fürs das Konzerthaus …
Nach unbedeutenden Erstkontakten mit dem Konsi-Bibliothekar W. Winkler kam es zu spontanen ORF-Interviewsituationen im Zusammenhang mit eigenen Auftritten bei Wagner-Veranstaltungen (als Sänger, Gast, engagierter Kämpfer für ein Linzer „Opernhaus“) oder als Filmer, sowie über die Fadinger „Cabaret“-Schiene. Im Zuge dessen ergab sich in Kombi mit der Abteilung Pittertschatscher die Möglichkeit der Mitarbeit als sehr >Freier Mitarbeiter< im ORF Landesstudio. Ausgehend von der Lehrtätigkeit im Fadingergym kam der damals junge Blog-Autor noch vor seinem 30er so zur Betreuung der „Kinderredaktion“ (Unterstufen-Nachrichten mit SchülerInnen aller möglichen Linzer Schulen – in späterer Folge unter dem Aufmacher „Soundcheck“ auch zu Oberstufen-Sendungen). WoWi eröffnete ihm die Möglichkeit, im Zuge erster und dann alljährlicher Bayreuth-Resümees zum 30er eine einstündige Sendung in der fränkischen Festspielstadt zu basteln, für die abendlichen Kultursendungen des Landesstudios Beiträge zu liefern und sich bei Winklers „Pasticcios“ beteiligen zu dürfen.
Winkler in Salzburg & ein bisschen Pilsz in Bayreuth
Bis ’97 gab es viele RW(V)-bezogene Winkler/Pilsz-Medienmomente:
So kam man 1995 mit Dr. Gottfried Wagner (Enkel von Winifred) nach dessen Vortrag beim ABIL (Brucknerfest) schnell ins Gespräch. Bei einer Stadtrundfahrt unterwegs zwischen Pöstlingberg und Theater endete diese „Spritztour“ mit dem Pilsz’schen Auto nach einem Anruf (!) schließlich im ORF OÖ, wo im Studio spontan mit Fremd-Moderation ein Direkt-Sendungsbeitrag entstand …
Schon vor der Ur-Klangwolke 1979 haben sich die Fadinger als ARS-ianer der ersten Stunde & Fans des neuen elektronischen Festivals mit großem Interesse voll & ganz eingebracht: Die Brucknerklänge der Missa Universalis waren eben verhallt und der Auftrittsnebel hatte im vollbesetzten Festsaal des Fadingergyms eben den Klangwolken-Vordenker und –Auslöser Hubert Bognermayr auf der Bühne sichtbar werden lassen, als der Kopf von Eela Craigauch schon loslegte: „Nach meiner Vorstellung soll von den Bergen rund um Linz die Musik in den Donaupark geblasen werden und so eine Wolke aus Klang entstehen …“ – letztendlich fiel die 1. „KW“ dann bescheidener aber real machbar aus:
Kurz nach der eingangs beschriebenen Infoveranstaltung wurde im September der Unterricht in den Donaupark verlegt, wo vergleichsweise zu heute ein kleines Häufchen von Technikern damit beschäftigt war, auf vier Stationen unter Planen Lautsprecherboxen aufzutürmen. Zwei davon standen in Urfahr und zwei weitere Türme links und rechts des Brucknerhauses. Ein zerlegtes Orchester sollte so simuliert werden, mit den hohen und tiefen Streichern auf der Linzer Seite und den restlichen Instrumenten von Urfahr kommend. Die Linzer Boxen wurden mit Zeitverzögerung so abgespielt, dass man im Klangzentrum direkt vorm Brucknerhaus das Gefühl haben sollte, zentral wie ein Dirigent die Wolke zu erleben. Im Gras ist dieser Punkt noch heute markiert durch das Forum Metall-Exponat Ellipse, doch bereits wenige Meter daneben begann sich das Klangbild je nach Boxennähe zu den einzelnen Stationen zu verschieben. Unweit davon stand der ORF-Container, in welchem WoWi mit einem Techniker Blut schwitzend letztlich erfolgreich versuchte, die “Achte Bruckner” unter die Leute zu bringen <<< Als Visualisierung diente ein einziger Laser, mit dem auf kleine Herzballons gezielt wurde, die wiederum an der Unterseite eines großen, blauen Ballons festgemacht waren, der über dem Klangzentrum schwebte. Beim Transport der Propangasflaschen waren die Fadinger Walter Haupt & seinem Team ebenso dienlich, wie beim Aufblasen der Ballons und der Film, der bei diesen Vorbereitungen entstand, brachte uns in der Folge einen der ersten Preise auf diesem Sektor ein.
Im obigen Bild links: Walter Haupt und Elisabeth Winkler(- Beide sind leider nicht mehr unter uns)
Bei seinem letzten Aufenthalt in Linz kam ein Interview mit KW-Vater Walter Haupt (1935 – 2023) u. a. zum Thema der klingenden Linzer Wolke zustande – ergänzt durch viele Erinnerungen von LIVA-Direktor Wolfgang Winkler
Dabei wurde u. a. die erfolgreiche Fadinger Visualisierung „Im Auge des Zyklopen“ gezeigt, die im Rahmen eines Fadinger Projekts verwirklicht worden war, das bei einem legendären Frühstück im Linzer Arcotel nach der Klangwolke und einer damit verbundenen Dauerlesung der „Odyssee“ mit dem völlig erschöpften Meister vereinbart werden konnte. Zykan, der sonst immer bei den Realisierungen seiner Werke eingebunden sein wollte (wie Komponisten früherer Zeiten) ließ den „Fadis“ jede Menge Freiraum und ermöglichte so ein völlig unbeschwertes Jahresprojekt zu ausgewählten Teilen seiner Klangwolkenmusik. Gerade bei diesem literarischen Thema konnte sich der Virtuose der Sprachkaskaden wie so oft grandios verwirklichen und bot aber auch mit seinen anrührenden Instrumentalstellen ein Eldorado für opulente darauf abgestimmte Bilderfluten.
2001 ermöglichte Winkler die Präsentation des Rogl-Videos „Mit Pauken und Trompeten“ (Musik und Politik / Musik und Krieg ) anlässlich einer CD- Vorstellung im ORF Landesstudio OÖ. (- Eine Würdigung dieser Arbeit erfolgte u. a. auch durch LIVA Musikdirektor Dr. Thomas Daniel Schlee)
* * *
Wim van Zutphen
1986 produzierte er für das Linzer Brucknerhaus die äußerst erfolgreiche „Lange Nacht des Erik Satie„, 1995 „Sound.so“ als Memoriam für John Cage:
Ein blütenweißes, langes Tuch wird von schwarz gekleideten jungen Leuten in einer Prozession getragen, ins Hafenbecken getaucht und nach dieser Taufe wieder zurück zu Stromkilometer 2131,8 beim Hafeneingang verbracht, wo es über einem Lagerfeuer angeröstet wird, um schließlich mit roter Farbe aus an dünnen Seilen hängenden Kübeln überschüttet zu werden. Alles nach einem „Rezept“ des amerikanischen Experimentalkomponisten John Cage und begleitet vom wachsamen Auge des Dirigenten Wim van Zutphen und dem einer Polizeistreife, der dieses angemeldete, aber doch mehr als auffällige Projekt des Brucknerfests verdächtig vorkam. Dieser mythische Ort hätte Cage, dem „Meister des Zufalls“, sicher auch gefallen. Welch ein wunderbarer, kreativer Akt, der in Bildern und einem Video festgehalten wurde, in dem auf der zweiten Bildebene tänzerisch die Personifizierung dieses Tuchs in Erscheinung trat. Dabei schien unsere Darstellerin triefnass dem Hafenbecken zu entsteigen, um schließlich vom Feuer bedroht von einem roten Tuch umgarnt zu werden. Ein kleiner, schnuckeliger, Mühl4tler Badesee musste für den ersten Teil dieser Aufnahmen die Untiefen & die Skepsis betreffend Wassergüte und -getier egalisieren.
Die Feuer und Farbsequenz der Szene wurde hingegen am Originalschauplatz hier gedreht, um nicht der Weihe dieses besonderen Orts verlustig zu gehen. So, wie dem grünen Hügel des Gründbergs in Urfahr, wohnt diesem Ort ein unsagbarer Zauber inne – und das Wasser tut ein übriges. Landsend, Limes – ein Grenzgang oder Endpunkt wie dieser jene, wird zum Rand der Scheibe – hier ist die Welt kleiner und noch, oder wieder keine Kugel – ein besonderes Faszinosum.
Das Cage-Projekt wurde hier am Hafenspitz mit einer Prozession des fertigen Tuchs zum Brucknerhaus und am nächsten Tag (quer durch die Innenstadt begleitet von ORF-Kameras für die ZIB2) abgeschlossen. Am Abend diente es dann im Rahmen des Brucknerfests als Bühnenbild bei der John Cage-Aktion im Brucknerhaus und es gab dabei auch noch das von uns gestaltete Video als Draufgabe. „Bilder hören – Töne sehen“
Van Zutphen war für die Saison 2002-2004 als Artist in Residence an das Brucknerhaus in Linz/Österreich verpflichtet worden. 2003 entstand nach seinen Plänen die „Lange Nacht der Blauen Rose„, die als alternative Faschingsveranstaltung in den kommenden Jahren im Linzer Kulturleben fest verankert werden sollte.
Wim schaffte es, bei seinem Blue Rose-Projekt auch mehrere „Mitstreiter“ des Fadinger Dunstkreises im Abend-Team zu versammeln: Indirekt Gerolf, der sowohl am neuen Film wie auch an der vorausgegangenen genialen „TWOSOME“-Produktion der Schmuckdesignerin Claudia Langer beteiligt war, die wiederum nicht nur einen „Blue Rose-Ring“ für den Abend kreierte, sondern seit ihrer Ausstellung im Brucknerhaus auch für die Ehrenringe, die der Musentempel vergibt, verantwortlich zeichnet. Die große Überraschung des Abends war aber zweifellos der tolle Auftritt eines Ur-Fadingers, der bei den ersten Kabarettversuchen und –vorstellungen im BRG beteiligt war: Klaus Melem – Kontrabassist an der Oper Graz und Musikkabarettist aus Leidenschaft & mit großer Professionalität – mit Patrik Süsskinds einschlägigem Stück lange erfolgreich auf Tour! So wie unser Blue Rose-Video, das von einem Event & Erfolg zum nächsten eilte …
Herrin & Herr der Ringe: Cl. Langer & WoWi
– „Kitsch as Kitsch can“ für einen wundervollen Blue Rose-Abend, der im vollen Brucknerhaus unter der Leitung des begnadeten Wim van Zutphenund unter der Patronanz vonDir. Wolfgang Winkleram Ende des Faschings 2003 über die Bühne ging. Wim hatte es als Hochschullehrer und Dirigent immer schon verstanden, Kunst und Bildung genial miteinander zu verbinden und auch andere daran teilhaben zu lassen. Projekte wie „Blue Rose“ waren kein Einzelfall. Die Fadinger durften sich über edle Einsätze beim Brucknerfest mit ihrem schon erwähnten John Cage-Projekt, einem Marionetten-Musikfilm und Musik fürs Video „Alice09“ (Blog-Beitrag) freuen. Für Projektleiter Pilsz hatte Wim die Mitarbeit im UNI Graz-Team bei der Erstellung des neuen Musik-Unterstufenlehrplans und die Einladung als Praktiker zur Abhaltung eines mehrtägigen Seminars im Schlepptau von Dir. Winkler zum Thema „Musik und Medien“ in der UNI-Außenstelle in Oberschützen anzubieten – Alles „Erste Sahne“ mit Golfhotel, aufmerksamen Studenten und auch sonst angenehmem Klima. Dieser Ausflug in die „Erwachsenenbildung“ machte so großen Appetit, dass wenig später weitere Einsätze bei Akademiekursen an der PÄDAK und im Rahmen der Musikschullehrerausbildung im Schloss Weinberg folgten …
Der Fadinger Hauskomponist Prof. Dr. Helmut Rogl (BRG-Absolvent) und Wim van Zutphen (mit dem wir schon das John Cage-Projekt gemacht hatten) steuerten die Musik(en) bei und in Wechselwirkung entstand eine Bilderwelt, die nicht nur jede Menge Preise einbrachte, sondern auch ein „Aufhänger“ unserer späteren Videoinstallation im Rahmen der Ausstellung „Augenmusik“ während des Linz09-Brucknerfests war und in den Pausen im Foyer der Konzerthalle an der Donau jede Menge Publikum hatte (wie schon 6 Jahre davor bei unserem Phil Glass-Video „Die 5. Dimension“) …
In alten Schulzeiten des Blogautors stand Bruckner speziell in der 1. Septemberhälfte im Zentrum des pädagogischen Wirkens: Ausgehend vonARS & Brucknerfestwar Radio FRECH alljährlich allerspätestens ab U19 und der Klangwolke im Einsatz. Das daraus entstandene Blog-Projekt „Bruckner On Air“ begleitete jahrelang bis 11. Oktober das dicht bunte Festivalgeschehen. MedienschülerInnen arbeiteten jeweils einen Monat an Beiträgen zum Brucknerfest mit. Das junge Team des Mediengyms Fadingerstraße betrieb diesen BLOG (Radiobeiträge inkl.) während der Brucknerfeste – beginnend mit dem Vorlaufjahr zu Linz09 (- Radio FRECH war damals Jugendmedium der Kulturhauptstadt)
Schon der 3. Mai war ein wunderbarer Auftakt mit einem entspannten Holländer in der Mittelloge des Linzer Musiktheaters – direkt gefolgt vom „Floriani-Empfang“ des LHs in der Linzer Bruckner-UNI und der sehr beeindruckenden Verabschiedung des präsidial 12 Jahre so erfolgreich tätigen Ehepaars Rieder im Rahmen der Hauptversammlung der Freunde des Linzer Musiktheaters …
Frau Holda kam aus dem Berg hervor, zu ziehen durch Flur und Auen; gar süssen Klang vernahm da mein Ohr, mein Auge begehrte zu schauen: – da träumt‘ ich manchen holden Traum, und als mein Aug‘ erschlossen kaum, da strahlte warm die Sonnen, der Mai, der Mai war kommen. Nun spiel‘ ich lustig die Schalmei: – der Mai ist da, der liebe Mai!
Nach dem Halloween des Frühjahrs
Das keltische Fest Beltane (1. Mai) begann wie immer mit der (deutschen) Walpurgisnacht, die am 30. April über die Bühne geht. Es ist der irische Sommerbeginn – quasi die Entsprechung zum Winter-Auftakt Halloween, das am 31. Oktober begangen wird und auf das irische Fest „All Hallows‘ Eve“ (Allerheiligen – Abend vor) zurückgeht. Beltane ist zusammen mit Samhain (1. November) und den Winter/Sommer-Äquivalenten Imbolc (1. Februar) und Lughnasadh (1. August)eines der vier großen irischen Feste. Bealtaine benennt in der heutigen irischen Sprache den Monat Mai. Klimatisch entspricht der Mai seit ein paar Jahren erfreulicher Weise seinem herbstlichen Gegenüber November (der im Verlauf leider eine Spur wärmer geworden ist) – Grund genug diesen letztmöglichen guten Moment im Lenzesmond (vor den Sommer-Qualen) für eine Kurzreise zu nutzen:
Im Lenzesmond leuchtest du hell; hehr umwebt dich das Wellenhaar: was mich berückt, errat‘ ich nun leicht, denn wonnig weidet mein Blick
>>> Sommerfestspiele sind aus klimatischen Gründen (spez. f. Senioren) out* * * Wagner alliteriert nicht von ungefähr auf Winter (–Erl lässt grüßen ...)
Anlässlich des 22. 5. 025 begab man sich auf Pilgerreise ins diesmal >Frühlingskühle< gelobte Land zu Oberfranken, um ebendort noch fern der sommerlichen Hitze-Pein im schier unbändigen Verlangen nach unsres Himmels klarem Blau, nach unsrem frischen(!) GründerHügel-Au, Winterstürme dem Wonnemond weichen zu lassen und dem Meister aller Meister geburtstäglich entsprechend zu huldigen – sprich: Logie im Bayreuther Luxushotel zum „Goldenen Hirschen“, weiters Karten für >Die Walküre<, welche man fast exklusiv (überschaubare Publikumsmassen) in den Kinotempel der Wagner-Metropole direkt aus London (zubereitet von Barrie Kosky) serviert bekam … Und alles ohne Störungen durch die gemeine „Deutsche Wespe“ in der August-Glut eines Festspielsommers mit schlaflosen „Tropennächten“ und Hitzewellen auch im Land ob der Enns, das seit Jahrzehnten „Dank“ des Donautals den rund um Linz gleichermaßen pannonischen Klimaauswüchsen wie Wien ausgesetzt ist. Nebst weiteren Summer-Highlights wie: Starkregen, Hagel & Orkanböen … Das dachte sich wahrscheinlich auch der RWI, der zeitlich parallel einen Kongress vor Ort abhielt …
Die sonst, betreffend touristischer Wagner-Ideen eher dröge Kommune am Roten Main übertraf sich diesmal nach dem Ende der politischen „Deutschen Ampel“ mit dem „Geniestreich“ der Installation eines Wagner’schen Ampelmännchens vor der Auffahrt zum Festspielhaus. Ein kompliziertes politisches Unterfangen bei dem man im Innenministerium und letztendlich bei der Regierung von Oberfranken vorstellig werden musste, wie im Rathaus zu erfahren war. Die regionalen Printmedien hatten berichtet, was den Linzer Radioten MP bewog Radio Mailwelle in der Richard Wagner am Weg zur Villa Wahnfried aufzusuchen, um auch dort sein Interesse am scheint’s touristischen relevantesten Projekt zu deponieren … Trier hat eine geregelte Kreuzung dank eines Marx-Männchens in ROT, Beethoven blinkt in Bonn grün und in München ist es nicht Richard Strauss, sondern gar der Pumuckl, der für Verkehrsordnung sorgt. In Linz könnte dies vorm Brucknerhaus Meister Anton übernehmen und sein Konzertpublkum sicher über die Straße lotsen …
Ab 25. Juli 025 lautet es jedenfalls dann:
„Nürnberg sucht den Superstar“ und findet ihn im Rahmen der Festspiele 025 mit Hilfe von Matthias Davids Premieren-Regie bei den heurigen Bayreuther „Meistersingern“ …
Selten, dass ein Staatsoperndirektor einem Eurovision-Song-Contest-Sieger gratuliert – Es sei denn es handelt sich um einen Countertenor aus dem eigenen Haus … Diese spezielle Ausprägung der Männerstimme erreichte man in früheren Jahren durch meist gefährliche operative Eingriffe im Knabenalter, um so die Mutation zu vermeiden – es war die Zeit der Kastraten. Nur die Wenigsten allerdings erreichten so sensationelle, künstlerische Erfolge wie ein Farinelli. Alessandro Moreschi, der letzte Kastrat der päpstlichen Kapelle, starb 1922. Erst wenige Jahre davor hatte die Kirche endlich die Kastration verboten. In späterer Folge erreichten Countertenöre durch eine spezielle Stimmtechnik die ungeahnten Höhen ihres Repertoires. Selbst der tenorale Blog-Autor hatte eine paar Partien dieses Fachs (Schwan – „Carmina„) in seinem Konzertangebot …
Klaus Nomi – „Cold-Song“ (- wie David Bowie oder Freddie Mercury in hoher Lage)
Für die berühmte Fadinger Linz09 Aufführung des Stationentheaters „Koma“ haben wir damals fürs Finale im Festsaal den Cold-Song in den Räumlichkeiten des Schulhauses verfilmt …
Habemus Papam
In jenem bedeutenden Mai ging sich zum Drüberstreuen sogar noch ein neuer Papst aus und dann auch noch ein waschechter LEO– das freut natürlich einen LEOLogeüber ALLES <<<
Apropos Walhall: Bei der Rückfahrt von Bayreuth bogen wir vor Regensburg bei der Walhalla ab – im Gedenken an mein letztjähriges Bruckner-Projekt im Rahmen der EXPO(- samt Sendung) besuchte ich dort Meister Bruckner, der 1937 dort hin verfrachtet wurde …
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N a c h t r a g
Radio-JINGLE NEU:
Das (seit dem Jahreswechsel für das SeniorenRadio) hauptverantwortliche Duo Anna Laimer und Blog-Autor MP haben (nach bereits letztjährigen Gesprächen mit Ewald Hafner = Seniorchef) an einem neuen Jingle für das SeniorenRadiogebastelt und dabei Veras Einwurf beherzig, dass ein kurzes Aufflammen des alten Jingles zu Beginn, für die Zuhörerschaft nicht unwesentlich wäre – textlich haben wir uns an der alten Version orientiert, aber auch hier geringe Änderungen vorgenommen. Die Bezeichnung „Senioren“ steht für „Ältere Menschen“ (und ist daher nicht unbedingt zu gendern) Auch der neue Markenname „SeniorenRadio“ sollte die ursprünglich einschränkende>Benamsung< „Radiofür Senioren“bei offiziellen Aussendungen usw. nun ablösen … Beim „Bruckner-Projekt024“ wurde dies bereits so ausprobiert …
Der neue Jingle wird in der KeplerSalonSendung präsentiert (ab Min 53): https://cba.media/705922
Sendung zum 10. Todestag von Käthe Recheis mit Anna Laimer & Marius Huszar
Ich möchte mit einem Zitat von Richard Wagner einleiten, da das Gesamtkunstwerk des Bayreuther Meisters im 20. Jhd. seine Fortsetzung im Film gefunden hat & im Speziellen in der Filmmusik eines Max Steiner, der die Leitmotivtechnik Wagners direkt übernommen hat … Zitat aus den „Meistersingern“ – Merker Beckmesser:
Ein saures Amt, und heut’ zumal! (Wohl gibt’s mit der Kreide manche Qual)
100 Kurzfilme unterschiedlichster Genres, Macharten, Qualitäten, Alter der Filmemacher … mit banalem Schulnotensystem zu beurteilen – eine faktische Unmöglichkeit hier allen gerecht zu werden ! Zumal bei Kurzfilmen ja bloß einmal ein Konzentrationsaussetzer, eine etwas längere Notiz ausreicht, um die Hälfte des Films, mindestens aber eine Pointe zu versäumen – ganz zu schweigen von Feinstrukturen oder ebensolchen Zwischentönen.
Als ich vor einigen Jahren zu Beginn meines Unruhestands von der VÖFAals Film-Juror gekürt wurde, war für mich (als oftmalig jurierter Autor) klar, dass damit die Verantwortung gegenüber meinem Filmemacherkollegium und all den Werken, die zu besprechen sind, im vollen Umfang wahrzunehmen ist und es Kriterien gibt, die dieses Amt rechtfertigen <<< >>> Meine Prämissen sind:
JurorInnen haben als Profi-Publikum zu reüssieren. Egal in welchem Genre ist die Mindestanforderung das Niveau eines Fachpublikums – sprich im Fall einer Filmjury: Analyse- & Dramaturgie-Kenntnisse, Interpretationsfähigkeit, Allgemeinwissen, Offenheit für Experimente & das Artifizielle, sowie Empathie betreffend Verletzlichkeit von Autoren, die ihre Werke als Kinder betrachten, welche sie unnotwendig, aus purer „Gier“ nach erhofftem Lob einer Fremdbeurteilung auszuliefern bereit sind …
„Die andere Seite der Medaille“ kennengelernt zu haben ist dabei kein Fehler. Filmemacher, die einst selbst ab&an unter Unzulänglichkeiten, krassen Fehlurteilen unbefugter JurorInnen zu leiden hatten, werden sich auf der Jurybank hoffentlich ganz anders verhalten, als jene einstigen, negativen „Vorbilder“ und versuchen in Augenhöhe, ausgestattet mit Erfahrung, sowie dem notwendigen Wissen, der Erwartungshaltung des kreativen Gegenübers gerecht zu werden.
Autoren haben es verdient wertschätzend behandelt zu werden, was jedoch nicht dazu führen sollte, dass sie erst hochgejubelt, aber dann in der finalen, entbehrlichen >Taferlbewertung< gegenteilig schlecht bewertet werden. Die Schulnotenverteilung ist ohnehin abzulehnen, da sie in ihrer geringen Bandbreite den Erwartungen nicht gerecht werden kann: Je nach Art & Genre sind eigene Kriterien anzuwenden – ebenso nach Länge (- Minutenfilme, verfilmte Witze … – eine Idee oder Pointe macht noch keinen Film aus). Abgefilmte Pointenschleudern & billige Schenkelklopfer sind auf den Einsatz filmischer Mittel abzuklopfen – Positive Ausnahme: Wenn die Pointe rein übers Bild & Assoziationen rüber kommt (- wie beim legendären Nusserlfilm …) Bei „Veranstaltungsdokus“ ist zu beurteilen, ob es sich um rein abgelichtetes Theater (also ausschließlich kreative Fremdleistungen) oder spezielle „Seitenblicke“, Kameraarbeit und/oder geniale Montage-Highlights im Rahmen der Postbearbeitung handelt.
Kritik & Bewertung soll und muss subjektiv sein, aber nach objektiven Kriterien. Nur diesbezüglich abargumentierte Aussagen sind ernst zu nehmen und sollten in eine Gesamtbeurteilung einfließen. Geschmäcklerische Wortmeldungen haben an einem Jurytisch nichts verloren und disqualifizieren den Delinquenten. Belehrungen und eigene Ideen zur Umgestaltung des zu beurteilenden Werks sind tunlichst zu vermeiden – es steht aber jedem Jurymitglied frei im Kopfkino unausgesprochen eine eigene Variante des Rezipierten zu drehen und/oder zu gestalten …
Neben dem „Narrativen“ existiert das „Formale“ (die Form / die Bauart /die Dramaturgie) eines Films. Die bloße Wiedergabe des vermeintlichen (oder gar in einem Programmheft abgedruckten) Inhalts eines cineastischen Werks ist noch keine „Interpretation“ und diese ist noch keine umfassend gültige Analyse …
Die Bedeutung eines filmischen Themas führt oftmals zu einer ungerechtfertigten Aufwertung der Arbeit jenseits mangelnder Fertigkeiten bei der Umsetzung und ist daher unbedingt zu vermeiden …
Filme nur nach dem Inhalt zu beurteilen & diesen bloß wiederzugeben, anstatt ihn zu interpretieren, die technische Umsetzung höher zu bewerten als die Idee, ohne profunde Argumente zu agieren (und dann gegenteilig zu „bewerten“) … Peinlichste, selbsttätige Demaskierung eines Jurymitglieds sind Sätze wie: „Da kennt sich keiner aus“ … und ähnliche Disqualifikationsgründe … sind absolute >No Gos<
Assoziative Schnitte, artifizielle sowie historische Querverbindungen, Biographien und Parallelen zu Kunstwerken verlangen von Juroren eine solide Allgemeinbildung … Vordergründig vorerst nicht Passendes kann kontrapunktisch Sinn machen – also abwarten bis zum Sequenz-, Akt-, oder Filmende >>> In jedem Fall: Mitdenken – Freude schenken …
In der Jury mit den VÖFA-Präsidenten Stoiber & Wagner:
Dass dies alles gut funktionieren kann, zeigte als aktueller Anlass die gelungene Landesmeisterschaft Ostösterreich025 beim Wiener Filmklub AFC (P. Pipal) in der Barichgasse, wofür ich all meinen Jurykollegen danke, sowie dem Präsidenten des Verbands Österr. Film-Autoren Richard Wagner (- im spez. Fall aus Kärnten und nicht aus Bayreuth …) – Eine solide agierende Jury bewies wieder, dass analysierende, wertschätzende Filmgespräche auf Augenhöhe mit den Autoren, dem hohen Niveau des Gebotenen so (und nur so) gerecht werden können. „Benefit“ für die Jury: Beifall des Publikums nach einzelnen Plädoyers …
Was wäre noch zu tun?
Wünschenswert wäre: Mehr offener Diskurs, keine öffentliche Taferlbewertung, sondern breite, interne Jury-Vorschläge für Nominierungen & viele „Sonderpreise“ // allg. Wertschätzung für Autoren <<< Unterstützung aller Art für Veranstalter (öffentliche Hand, Firmen usw.) – Öffnung in Richtungen wie Found Footage_Filme und andere bisher eher quasi „verdächtige“ Varianten am Sektor Film (Experiment, Filmmusik/Musikfilm/Clip und andere artifizielle Ausprägungen), praktische Medienbildung (Dunstkreis Pädagogik) usw. – Partizipation für Jugendliche aller Art (- so wie ehemals in Ebensee)
Der ERSTE im Dorf ist nicht immer besser als der ZWEITE in der Stadt
Orientierung an Filmfestivals aller Art – Unter den Autoren sollte sich der Benefit durch „bloße“ Teilnahme rumsprechen (- zB.: Lenzing usw.) – Mitzumachen ohne unbedingt „gewinnen“ zu müssen – im (semi)professionellen Bereich mit Größen der Branche an den Start gehen zu dürfen … Dort ist auch ein entsprechender Fachdiskurs möglich (jenseits einer verordneten Schulung) – Weiters können sich spannende neue Connections ergeben …
„Vitrinen der Wertschätzung“:
Auswahl am Sektor Film: 8x LM-Titel, 099 STM, „Leidenschaft Film“ (Vöfa), 2000 UNICA-Medaille, Siegerfilm „Festival der Nationen“, 2x „Goldenes Filmband“ (Eurofilmer), „Goldene Diana“, Danubiale Medaille, 3x Youki-Sieger, „Teaching-Award“ & 3 Hauptpreise beim MLA des Unterrichtsministeriums, Landeskulturpreis & Wenzl-Preis des Landes OÖ, JVC-Preis (Animation, Japan) usw …
* * * * *
E H R E N A M T
Ehrenamtliches Engagement in Kulturvereinigungen ist keine Selbstverständlichkeit: Egal, ob Filme produziert werden, Komponisten gehuldigt, oder ein zahlreiches Musiktheaterpublikum mit Werkeinführungen beglückt wird, so sei diesen Kulturvermittlungsbemühungen oder kreativen Arbeiten von öffentlichen Stellen mit Wertschätzung zu begegnen. – Dies kann geschehen durch Vermeidung von bürokratischer Überfrachtung zuständiger Behörden, durch mediales Feedback im kommunalen, regionalen Bereich, durch kleine, den Umständen angepasste Förderungen, Zuschüsse & Entschädigungen (Fahrtkosten usw.), zur Verfügung Stellung von Lokalitäten und diversen Ehrungen verdienter Funktionäre, Pioniere usw. … Mitgliedsbeiträge in der durchschnittlichen Höhe von 25 bis 30 Euro sind angemessen. Derzeit sehen sich Vereinigungen allerdings gezwungen den Mitgliederschwund durch Erhöhungen auszugleichen, was dazu führen könnte, dass diese Maßnahme die Zahlen wohl eher weiter sinken lassen.
Im Falle der Filmklubs der VÖFA kam es in den letzten Jahren zu Zusammenlegungen bei den regionalen Bewerben der Bundesländer: Niederösterreich wurde mit OÖ & Salzburg zusammengeschlossen, Kärnten mit Tirol, Vorarlberg & Südtirol, Wien tritt, mit dem Burgenland auf, nur die Steiermark schafft es mit ihrer Klubstärke solitär aufzutreten. In OÖ. tauchen bei Internetabfrage noch einige Klubs auf, es reduziert sich bei der Beschickung von Veranstaltungen aber meist auf den Linzer Klub AFL und das „Bunte Fernsehen Engerwitzdorf“ … in Salzburg ist es der Walser Klub – da wird der beste Klubbeitrag faktisch zum „Landesmeister“ … Extra anfallende Nenngebühren bei Festivals und Fortbildungskosten aus eigener Tasche tun ein Übriges, um ehrenamtlichen Einsatz nicht gerade zu attraktivieren.
Jugend und Kulturvereine geht zumeist gar nicht – bis vor der Pandemie war der „Nachwuchs“ zwischen den Jahresringen 55 bis 60 angesiedelt, mittlerweile ist er faktisch ganz versiegt und die früher gefragte Funktionärsebne (wenn sie ab 70 zurücktritt) ist faktisch nicht mehr nachzubesetzen . niemand möchte da vortreten … Zweite Reihe fußfrei ist wesentlich bequemer, sowie ohne Verpflichtung und inhaltliche Verantwortung. Außerdem ist bei hohen Beitragskosten ein Aufenthalt in jener Komfortzone das mindeste, was man sich erwarten darf, zumal jedwede Funktionärstätigkeit im Ehrenamt tatsächlich keine wie immer geartete Entlohnung erfährt – Ehrenamt & Geld bedeutet hier ein Ausschließungsprinzip <<<
Den ehrenamtlichen Radiomachern bei alternativen Radios geht es da nicht anders, aber doch deutlich besser als anderen Freiwilligen in Sachen Kultur: Ein Radio-FRO-Sendungsmacher hat den Vorteil. Dass im Zuge seiner Tätigkeit keine Zahlungen anfallen: Das Studio ist angemeldet frei nutzbar, Gerätschaften sind jederzeit ausleihbar, Fortbildungsveranstaltungen sind für Aktivisten frei zugänglich, die Nutzung von Musik ist durch Pauschalen der Radiostation rechtlich & finanziell rundum abgedeckt und muss auch nicht nach Sekunden dokumentiert werden. Es gibt keine Sendeuhr und keine Themenvorgaben. Nur Unflat, Werbung und politische Äußerungen haben zu unterbleiben … Schlimmeres sollte einem da passieren … FRO wäre ein gutes Beispiel, um zu zeigen wie es ginge <<<
>Herzlichen Dank an alle Funktionäre der einzelner Kulturvereinigungen, welche die Sache am Laufen halten – so auch an das Leadingteams der VÖFA … <
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N A C H T R A G – A N H A N G
Unverzichtbar für Juroren ist u. a. Grundwissen betreffend FILM-ANALYSE
(- Anhang-Skript auch zur Erinnerung für meine Ex-Mediengym-Filmteams)
Die russischen Regisseure Lew Kuleshow, Dsiga Wertow, Sergej Eisenstein führten 1920 den Begriff der ‚Filmsprache‚ ein, indem sie die, mittels der Montage bewirkte dialektische Sprache des Films, als eine dem (bis dato gewohnten) Theater völlig inadäquate bezeichneten.
Um einen Film analysieren zu können, muss man prinzipiell zwischen dem DOKUMENTAR- und dem SPIELfilm unterscheiden – (Mittelding: Semi-Doku). Bei einem Dokumentarfilm wird der Anspruch erhoben, authentisch zu sein … „In einem guten Film geht es um die Wahrheit, nicht um Wirklichkeit.“
Sergej Eisenstein – Film ist immer Lüge – echtes Problem beim Dokumentafilm !!! – So, speziell bei Natur und Umwelt, sowie Wochenschau und Propaganda. Am „ehrlichsten“ erscheint da so gesehen ein Mockumentary (Fake) – Ein Mockumentary ist eine vorgetäuschte Dokumentation …
Kompilationsfilm Kompilationsfilm bezeichnet einen Film, der aus neu montiertem Archivfilmmaterial, Interviews, Spielszenen besteht…
Found-Footage-Filme sind eng verwandt mit Kompilationsfilmen und Collage-Filmen, und wie diese vor allem durch ihren Schnitt geprägt. Im Unterschied zum klassischen Kompilationsfilm stellen Found-Footage-Filme mehr den formal-ästhetischen Zustand des gefundenen Materials in den Mittelpunkt und weniger dessen inhaltliche Aspekte. Meistens lösen sie das Material völlig aus seinem ursprünglichen Kontext und deuten es durch die Montage neu.
Filmanalyse
Um den Gesamteindruck eines Filmes zu erfassen, müssen der Inhalt und das filmische Darstellungsverfahren, als die beiden Hauptelemente des Filmes, untersucht werden.
Vor der eigentlichen Analyse sollte man zuerst wichtige Begriffe zum Thema klären: Einstellungsgrößen, Kameraperspektiven und -bewegungen usw. … Danach können dann Sequenzen oder Szenen des Filmes analysiert werden. Um sich mit der Filmhandlung intensiver auseinander zusetzen, sollten die Funktionen wichtiger Figuren des Filmes ergründet werden. Inhaltlich bedeutende Szenen des Filmes können durch eine Dialoganalyse bearbeitet werden. Parallel dazu sollten dann auch die filmischen Mittel (Kameraperspektive- und -bewegung, Einstellungen, Montage und Ton) auf ihre Funktion und Wirkung hin überprüft werden. Zu den filmischen Mitteln gehören Farbgestaltung, Musik und Ton, die auf ihre Bedeutung im Film untersucht werden müssen …
Fachbegriffe der Filmanalyse
Mise en scène
Bildgestaltung bzw. Aufbau eines Bildes
Montage
Zusammenfügen von Einstellungen um eine „Geschichte“ herzustellen „Schnitt“
Einstellungsgröße
Bestimmung des Bildausschnittes (von einem gedachten Ganzen)
Schnitt
Verbindungsstelle zweier Einstellungen
Einstellung
Kleinste Einheit im Film
Filmisches Tempo
Bestimmt sich durch die Zahl der Einstellungen pro Zeiteinheit und pro Schnitt
Sequenz
Gruppe von inhaltlich zusammengehörigen und aufeinander folgenden Einstellungen
Szene
Spielt zur selben Zeit am selben Ort
Kameraperspektive
Aufsicht
Sicht von oben auf das Objekt
Normalsicht
Sicht auf das Objekt in seiner Höhe
Untersicht
Sicht von unten auf das Objekt
Kamerabewegungen
Horizontalschwenk
Kamera dreht sich horizontal um einen festen Punkt
Vertikalschwenk
Kamera wird gekippt
Kamerafahrt
die Kamera bewegt sich parallel zu einem Objekt, auf ein Objekt zu oder von einem Objekt weg (andere Kamerabewegungen können hiermit kombiniert werden)
Entfesselte Kamera
Die Kamera ist nicht mechanisch gebunden (Stativ oder Schlitten), sondern wird frei bewegt
Subjektive Kamera
Aus dem Blickwinkel bzw. der Sicht einer Person
Zoom
Durch Brennweitenverstellung und damit Veränderung des Bildwinkels wird der Bildausschnitt verändert; nicht verwechseln mit der Kamerafahrt, bei der der Bildwinkel gleich bleibt!
Elemente der Filmanalyse Der Plot enthält die Elemente der erzählten Geschichte, wie sie im Film tatsächlich vorkommen (Handlungsstrang). Die Story ist die Geschichte des Films
Die Szene ist das Handlungssegment eines Spielfilms – in Einheit von Zeit und Ort
Bildtopoi und Filmzitate sind der Einbau von Bildmustern und Bildsequenzen, die den Zuschauern von anderen Filmen aus der Filmgeschichte bekannt sind mit unmittelbar Assoziationen auf die aktuelle Handlung Der Cliff Hanger ist das Erzählmuster einer Filmserie, bei dem die Handlung auf einem dramatischen Höhepunkt abbricht und erst in der nächsten Episode aufgelöst wird. Die Ellipse ist die Auslassung von Handlungselementen, die für das Verständnis nicht wesentlich sind zB. um Bewegungsabläufe abzukürzen (Geht über einen Platz – Mittelteil wird ausgelassen)
Ein Exposé ist die kürzeste erzählerische Fassung der Filmidee. Treatment ist der knapp erzählte Filmablauf und das Drehbuch ist der Filmverlauf mit allen Teilen der akustischen und optischen Inszenierung. Das Storyboard besteht aus Bildskizzen zu den Einstellungen (Kamera) des Films. Ein 90 Min-Drehbuch hat etwa 30 Seiten pro Akt
Verfahren der Filmanalyse
Inhaltsanalyse (Handlungsanalyse: WAS?)
Bei der Inhaltsanalyse sollen die Situation, die Probleme und Personen, die Handlungen, Konflikte und auch Emotionen beschrieben werden.
Strukturanalyse (Personen/Figurenanalyse: WER?)
Die Strukturanalyse besteht aus der Figurenkonstellation, den Formen der Typisierung der Figuren, dem Plot, den Szenarien, der Erzählperspektive, dem Raum- und der Zeitstruktur, dem Spannungsbogen, den Wende- und Höhepunkten.
Sie besteht aus der Analyse der Bedeutung der Bild- und Tongestaltung – anhand ausgewählter Sequenzen – beispielsweise der Bildkomposition. Diese betrifft vor allem Einstellungen, Schnitt-Technik, Farben, Tricks und Montage, Blenden, Musik sowie die Beleuchtung.
Aussagen- und Wirkungsanalyse (Botschaft: WOZU?
Hier wird der Informations- und Unterhaltungswert untersucht:
Handlungsanalyse: (anhand einer Hollywood-Dramaturgie)
klare Struktur: nach Aristoteles >>> DRAMATURGIE
entweder 3 Akt Modell oder 5 Akt Modell
1. Akt Die alltägliche, gewohnte Welt (Der Ruf zum Abenteuer … Verweigerung des Rufs … Treffen und Ermutigung eines Mentors … Überschreiten einer ersten Schwelle)
2. Akt Tests, Verbündete, Feinde, Bewährungsprobe (Der Held dringt zur tiefen Höhle vor, wobei er die zweite Schwelle überschreitet Die Prüfung … Die Belohnung)
3. Akt Der Weg zurück, Verfolgungen ausgesetzt, Auferstehung, wird von den Erfahrungen grundlegend verändert, Finale (Kehrt mit dem gewonnen Schatz in die gewohnte Welt zurück … Schlechter Ausgang auch möglich – Tragödie)
Jeder einzelne Akt hat eine Zielrichtung beim Schreiben, eine Entwicklungslinie, die vom Anfang eines Akts zum Plot Point führt. Die Plot Points stellen Zielpunkte dar.
Figurenanalyse:
Wie geht der Autor mit der Entwicklung einer Figur um?
Auch die Lichtsetzung / Stimmung / Bedingung ist wesentlich. Das Key light ist das Haupt-/Führungslicht, welches die Beleuchtung einer Szene bestimmt. Das Fülllicht & Dekorationslicht dämpft Schatten des Führungslichts. Das Kantenlicht ist das Gegenlicht bzw. die räumliche Hervorhebung durch Licht. Weiters: In- und Outdoor / Abend, Mittag / Mischlicht usw.
Einstellungsgrößen der Kamera (- die ersten 2 nur für Kino – Rest auch für TV) Bei der Weiten/Panorama-Einstellung sieht man das Panorama, eine weite Landschaft und winzige Menschen. Bei der Totalen hat man die Übersicht über den gesamten Ort des Geschehens. Die Zuschauer können sich orientieren. Bei der Halbtotalen existiert eine Szenerie mit ganz erfasster Figur. Figurengruppen füllen das Bild aus und man ist näher am Geschehen. Die Amerikanische zeigt eine Person bis unterhalb der Hüfte (Westernheld mit Colt im Gurt). Die Halbnahe zeigt Menschen von der Hüfte aufwärts und welche oft im Gespräch sind. Die Nahe zeigt Menschen vom Kopf bis zur Mitte des Oberkörpers. Beispiel: Nachrichtensprecher – Die Zuschauer sind dicht am Geschehen, Mimik, Reaktionen kommen besser und deutlicher zur Geltung.
Bei der Großen/Close up ist der Blick auf das Hauptmotiv gerichtet. Der Kopf des Menschen ist bildfüllend. Im Detail kommt es zum engsten Herangehen; zB.: Menschliche Gesicht nur in einem sehr kleinen Ausschnitt (Italienisch = nur Augen). Bei der Montage im Verlauf bleiben: Totale in Richtung Detail / nie mehr als eine Größe springen … Die Kameraperspektive teilt sich in die Normal-, Ober/Auf- und Untersicht, in die Vogel-, Froschperspektive und in den Schuss-Gegenschuss. – Vorsicht vor „Achssprung“ (- immer auf einer Seite der Achse mit der Kamera bleiben) Die Fahrt ist eine echte Fahrbewegung der Kamera. Die sogenannte subjektive Kamera ist eine ohne Stativ geführt Handkamera, wie aus der Perspektive einer beteiligten Figur.
Die Filmakustik Der Filmton setzt sich zusammen aus dem Bildton (stimmt mit bildlicher Darstellung überein), dem Fremdton (ist nachträglich unterlegt), den Toneffekten (original oder durch Geräuschemacher), dem On-Ton (Tonquelle im Bild) und dem Off-Ton (Tonquelle ist nicht im Bild zu sehen). Mehr als 2 Tonquellen gleichzeitig überfordern den Rezipienten.
Im Off befindet sich neben der Musik („Soundtrack“) u.U. die Stimme. Beim On-Ton unterscheidet man zwischen Geräuschen und Atmosphäre LÖSCHEN: Letztere ist das die gesamte Szene verbindende Hintergrundgeräusch (z.B. Wind, Vögel oder auch Stille). Diegetischer Ton / Musik – die „Tonquelle“ befindet sich im Bild bzw. neben der Kamera … Akusmatik– zB.: Wenn man in der Truman-Show beim Vorspann in die Handlung durch eine Stimme aus dem Off in die Handlung eingeführt wird – Im Film wurde das Voiceover in den 1940er Jahren populär. Hier bezeichnet Voiceover den Kommentar, Monolog oder Dialog einer oder mehrerer Figuren oder eines Erzählers, der nicht in der Szene gesprochen, sondern sozusagen über die Szene gelegt wird. – Das fälschlicherweise oft gleichwertig benutzte Wort „Off-Stimme“ bezeichnet hingegen den Monolog oder Dialog einer oder mehrerer Figuren, die in einer Szene als Sprecher handeln, aber in der aktuellen Einstellung nur hörbar, nicht jedoch im Bild sichtbar ist/sind.
Die Filmmusik ist illustrativ zu Ort und Zeit der Handlung, intensiviert die Bildwahrnehmung, erzeugt Emotionen, kommentiert den Film und verbindet Szenen oder Themen miteinander. Sie soll sich nie in den Vordergrund spielen – es sei denn bei Titelmusik, Nachspann oder im Genre Musikfilm. Bei Visualisierungen steht die Musik im Vordergrund – das Bild hat sich anzupassen (auch bei Clips) … Weitere Ausführungen zum Thema Filmmusik/Musikfilm siehe unter dem Blogbeitrag >Musik & Bild<
Die Montage ist die Verbindungen zwischen Einstellungen, Szenen und Sequenzen zu einem geschlossenen Film. Sie schafft die inhaltliche und/oder zeitliche Kontinuität des Films. – Parallelmontage, zwei oder mehrere Handlungen werden so aneinander geschnitten, dass sie Gleichzeitigkeit suggerieren. – Assoziationsmontage: zwei disparate Bilder erzeugen eine Aussage = metaphorische Montage; (in Anlehnung an Eisenstein: Kollisionsmontage) – Artclip/Visualisierung
In zahlreichen Experimenten erkundeten die russischen Filmemacher die Macht der Montage – die Kräfte, die zur Bildung neuer Gedanken freigesetzt werden, die nicht dem Einzelbild zukommen, sondern erst dann auftreten, wenn Einzelbilder in Beziehung zueinander gesetzt werden. Kuleschow hat das vielleicht berühmteste Experiment durchgeführt: Er nahm eine Großaufnahme des Schauspielers Iwan Mosschuchin, eine Aufnahme mit bewusst ausdruckslosem Blick, und schnitt sie mit der Aufnahme eines Tellers Suppe, der Aufnahme eines toten Mannes und der Aufnahme einer lasziven Frau zusammen. Die Zuschauer, denen Kuleschow diese kleine (wohl aus drei Einstellungen bestehende) Sequenz vorführte, glaubten angeblich, auf dem Gesicht des Schauspielers im einen Fall Hunger, im anderen Trauer, im dritten Begierde feststellen zu können. Es kommt auf den Kontext an, welche besondere Bedeutung mit einem Bild assoziiert wird, und Montage organisiert derartige Kontexte („Kontexttheorem“). Ähnlich kann sehr heterogenes, an verschiedenen Orten aufgenommenes Material dennoch den Eindruck einer einheitlichen Raumvorstellung erzeugen (Kuleschow: „künstliche Landschaften“) Der “Kuleschow-Effekt funktioniert wunderbar auch mit Musik (Tonmontage) …
– Kausalmontage: eine Handlung löst die andere (logisch!) aus – Handlungsmontage: Handlungen werden gekreuzt oder gebündelt – Cliptechnik, schneller, krasser Zusammenschnitt von Bildsequenzen und Einzelbildern, z.T. willkürlich, z.T. rhythmisiert zu Musik, zum Bewusstseinsstrom o. ä. – Split screen: zwei oder mehrere Handlungen werden gleichzeitig auf der Leinwand gezeigt (im Unterschied zur Parallelmontage) – Continuity System, auch: Hollywood-Stil, unsichtbare Schnitte und konventionalisierte Einstellungsfolge, die dem Zuschauer ein ungestörtes kontinuierliches Filmerlebnis verschaffen sollen – „Narrative Montage“ – Jump cut, sprunghafter Schnitteffekt, der entsteht, wenn aus einer kontinuierlich aufgenommenen Einstellung Teile herausgeschnitten werden – Match cut, Einstellungsfolge, die zwei Bilder miteinander verbindet, in denen gleiche oder ähnliche Elemente vorhanden sind (Bewegungen, Formen)
RÄUME: > SETTING < FARBEN: Bestimmten Personen werden bestimmte Farben zugeteilt usw. … Besonders bei Kurzfilmen wichtig
Botschaft: Normen, Werte, Interpretation: Was will der Film uns sagen, welche Normen und Werte vermitteln, wie ist die Weltsicht des Filmes?
1 7 5 er * J U B I L Ä U M * d e r * F A D I N G E R
(025 – ein Jahr davor …)
Wenn 2026 der 0sterhase in der Woche vorm Palmsonntag nach Linz hoppelt, dann wird er schon vor dem Fest das Fadi-Nest beglücken, denn die Traditionsschule mit Zukunft in der Fadingerstraße wird ihr 175er Jubiläum begehen. Mittels eines elektronischen Schaukastens (beim Eingang direkt unter der Wittgenstein-Tafel ) wird sich nicht nur Langohr dazu in Schrift & Bild schlau machen können …
Wir erinnern uns hier 1 Jahr davor zuerst im Rückblick an die glänzende Feier 2001:
MEDIALE EINDRÜCKE VOM 150-JAHRJUBILÄUM
In meinem analogen & digitalen Archiv bin ich im Zuge intensiverer Recherchen fündig geworden und kann so meine Festkomitee-KollegInnen mit jeder Menge an Text- & Bildmaterial (wie hier nun folgt) beglücken:
Artikel im NEUEN VOLKSBLATT 2001
Wenn eine Schule 150 Jahre alt wird, dann darf sie sich schon beruhigt als Traditionseinrichtung bezeichnen. Ihr Jubiläum will das Fadinger-Gymnasium in Linz in der Woche vor Ostern mit den Menschen feiern.
Während am Vorabend beim Festakt im Festsaal nur geladene Gäste erwartet werden, soll der „Tag des Erlebens“ am 4. April ein Schulfest für alle werden. Ganztägige Aktionen sollen auf breites Interesse stoßen, von 10 bis 22 Uhr soll die Schule für alle erlebbar gemacht werden. Viele „Ex- und Aktiv-Fadinger“ wollen zum Gelingen der Projekte und Aktionen ihre Beiträge leisten. Darunter auch einer der Filmstars des Gymnasiums, die Tänzerin Claudia Kreiner. Sie wird mit dem L 16-HOF-Ballett „Kaleidoskop“ – gedresst als Sara Soft, dem Digital-Video „Tomb F@dinger 150“ entsprungen – beim Festakt am 3. April den Schlusspunkt setzen und beim Schulfest die Tanzeinlagen choreografieren. Ebenfalls mit dabei sind zwei weitere „Alt-Fadinger“: Der international erfolgreiche Liedermacher Peter Furtner und Prof. E.P.M. Bernauer, der vor wenigen Monaten erst sein Musical „Medea“ herausgebracht und seit Herbst wieder als Lehrer ans Haus zurückgefunden hat. Beide werden mit musikalischen Überraschungen aufwarten, an denen auch „Jung-Fadinger“ beteiligt sind. Die Absolventen Dr. Helmut Rogl, der die Klangflächen komponierte, in die die Besucher eher beim Betreten des Schulhauses eintauchen, und Lichtdesigner Ingo Kelp, der die technische Abwicklung des Festes betreut, ergänzen eine nicht enden wollende Liste von „Ehemaligen“, die mit vielen „Heutigen“ ein Team bilden. Gestern – heute – morgen So wird Prof. Hannes Ebner nicht nur eine Ausstellung präsentieren, sondern in Form einer Aktion auch versuchen, dem COMENIUS Motto der Fadinger „Gestern – heute – morgen„ gerecht zu werden. Im Sinne dieser Idee von Ebner und Prof. Pilsz werden die Schicksalsfäden der Nomen „ISO Jahre Fadinger“ und den Schulhof in die Logo-Farben des Hauses „einweben“ – ein zeitloses Web-Design. Weiter sind Ausstellungen, Themenräume, Projekte, Spiel und Sport sowie ein „Schülerfilmprogrammkino“ im Festsaal und kulinarische Highiights geplant. So wird es ein Literatur-Cafe geben und Prof. Sepp Friedhuber wird im „Regenwald der Aula“ eine „Dschungelbar“ anbieten. Auch nach Ostern werden die Fadinger weiter feiern: Mit einer Theaterproduktion des 6C-Teams rund um Prof. Aigelsreiter mit „Einen Jux will er sich machen“ und im Herbst mit dem traditionellen Fadingerball.
Die Dokumentation des Jubiläums übernehmen die Redakteure der Festschrift Prof. Prorok und Ensthaler. Wie immer direkt am Geschehen: Radio FRECH (MRG)
Aktuelle Schulgeschichte 2000
Das Fadinger-Gym heißt eigentlich „BRG/MRG/NRG Linz Fadingerstraße 4″. Als Realschule vor 150 Jahren gegründet, präsentiert sich das Bundesrealgymnasium seit zwei Jahren mit den florierenden Zweigen NRG und MRG. Dabei schwingt in bei den Ausrichtungen die naturwissenschaftliche Tradition des Hauses ebenso mit wie der neue Slogan „Schule für morgen„. Der „Naturwissenschaftliche Laborzweig“ NRG spricht die Experimentierfreudigkeit junger Forscher an und kann auf viele Erfolge und Preise der seit Jahren bestehenden und an Projekten arbeitenden physikalischen Übungen zurückblicken. Das Medienrealgymnasium MRG – das erste und einzige Österreichs – hat sich als Zweig aus der seit 25 Jahren bestehenden Film/Cabaretgruppe des Hauses entwickelt. Kabarett-Größen wie Josef Hader und Alfred Dorfer sind ebenso Ehrenmitglieder der Fadinger wie der Filmemacher Said Manafi oder der Komponist Otto M. Zykan. Die begeisterten jungen Medienfreaks haben die Möglichkeit, bei Langzeitprojekten wie dem Schülerradio FRECH in Kooperation mit dem Kulturzentrum Hof (bei FRO auf 105,0 jeden Dienstag ab 14.30 Uhr und Freitag ab 6.30 Uhr, alle 14 Tage neu) und dem „Schülerfilmprogrammkino“ mitzumachen. Gerade am Sektor Video waren die Fadinger speziell mit ihren. Musikfilmen in den vergangenen Jahren äußerst erfolgreich: vier Mal Landesmeister, Gesamtsieger beim internationalen Festival der Nationen, EM-Titel Bonn ’96 und Staatsmeister ’99, Landeskulturpreisträger 1997 und 2000. Ausstellungen, Malaktionen, Präsentationen der Textil- und Werkabteilung, Kunstfahrten, Musical- und Theaterproduktionen passen genauso zum Erscheinungsbild des Hauses wie sportliche Topergebnisse und starke soziale Ambitionen. Seit 1999 sind alle wesentlichen Aktivitäten in ein dreijähriges Comenius-Projekt eingebunden, in dem gemeinsam mit fünf Partnerschulen Filme und eine Internetzeitung produziert werden.
Artikel im WAS IST LOS 2001
Eine Schule zwischen Tradition und Fortschritt
Als Realschule vor 150 Jahren gegründet, präsentiert sich das Bundesrealgymnasium in der Fadingerstraße seit zwei Jahren mit den florierenden Zweigen NRG und MRG. Dabei schwingt in beiden Ausrichtungen die naturwissenschaftliche Tradition des Hauses ebenso mit wie der neue Slogan „SCHULE FÜR MORGEN“:
Der „Naturwissenschaftliche Laborzweig“ NRG spricht die Experimentier- freudigkeit junger Forscher an und kann auf viele Erfolge und Preise zurückblicken. Das MedienRealGymnasium – das 1. & einzige Österreichs – hat sich als Zweig aus der seit 25 Jahren bestehenden Film/Cabaret-Gruppe des Hauses entwickelt (Kabarett-Größen wie Josef Hader und Fredi Dorfer sind ebenso Ehrenmitglieder der Fadinger, wie der Filmemacher Said Manafi oder der Komponist Otto M. Zykan). Die begeisterten jungen Medienfreaks haben die Möglichkeit bei Langzeitprojekten wie dem Schülerradio FRECH in Kooperation mit dem Kulturzentrum Hof (bei F.R.O. auf 105,0 /jeden Dienstag ab 14.30 Uhr und Freitag ab 6.30 Uhr / alle 14 Tage neu) und dem „Schülerfilmprogrammkino“ mitzumachen. Gerade am Sektor Video waren die Fadinger speziell mit ihren Musikfilmen in den letzten Jahren äußerst erfolgreich: 4-mal Landesmeister, Gesamtsieger beim internationalen „Festival der Nationen“, EM-Titel Bonn 96 und Staatsmeister 99 – Auftragsarbeiten für die Haydn-Festspiele Eisenstadt und für das Internationale Brucknerfest Linz (ein ME/BE-Projekt) – seit 84 eng ver- bunden mit den Filmtagen in Wels, zuletzt zweimalige Preisträger der neuen Youki-Wettbewerbe, Landeskulturpreisträger 97 und 2000… Ausstellungen, Malaktionen, Präsentationen der Textil- und Werkabteilung, Kunstfahrten, Musical- und Theaterproduktionen passen genauso zum Erscheinungsbild des Hauses wie sportliche Topergebnisse (Sieger der österreichischen Fußball-Schülerliga) und starke soziale Ambitionen:
Partnerschule von Hartheim und einer Mädchenschule im Hunzatal (Pakistan). Seit 99 sind alle wesentlichen Aktivitäten (inkl. Jubiläum) eingebunden in ein dreijähriges Comeniusprojekt, in dessen Rahmen gemeinsam mit 5 europäischen Partnerschulen Filme und eine Internetzeitung produziert werden. Englisch-, Französisch- sowie Spanisch- und Italienisch-Kenntnisse, die im Haus vermittelt werden, können u. a. in diesem Zusammenhang praktisch angewendet und in Zusammenarbeit mit der Webmastercrew der Fadi-Homepage: http://www.fadi.at und unserer Youth-Online- Magazine-Redaktion umgesetzt werden. Im Trägerfach Deutsch, aber auch in Englisch werden u. a. printmediale Fähigkeiten vermittelt und in Zusammenarbeit mit „Bildnerischer Erziehung“ Texte, Zeitungen und Bücher hergestellt sowie „Kinder-Nachrichten“ verfasst – und das u. a. mit dem „Computer-Know-how“, der unverbindlichen Übung „Medienpraxis“. Medienkompetenz und Kreativität sind keine bloßen Schlagworte am MRG und doch nur ein – wenn gleich – wesentlicher Teil einer gediegenen ganzheitlichen Allgemeinbildung im Sinne der AHS! – Fixe Parameter, die natürlich für das NRG genauso Gültigkeit haben wie eben auch fürs BRG. Die Zweige, deren Pilotklassen sich derzeit noch in der Unterstufe befinden, werden auch in der Oberstufe weiter geführt und machen so das Modell FADINGER NEU noch attraktiver! Die Treue der Absolventen, die bei vielen Projekten auch nach der Matura mitarbeiten, im „Verein ehemaliger Realschüler“ (VERS) weiter für das Haus tätig, sowie in Studium und Beruf erfolgreich sind, bestätigt den alten Spruch: „Einmal Fadinger- immer Fadinger„!
„Sara Soft Tomb F@dinger“ (- hier oben das MRG-Video)
150 Jahre Feier, 3.-5.April 2001 – ein Resümee (Jahresbericht)
Das medial viel beachtete „Fadinger Familienfest„!
Der „FADINGER FRÜHLING 2001“ schenkte der 150 Jahre alten Schule ein Fest für ALLE, das eine Masse von begeisterten Besuchern anlockte, ausgiebig von den Medien angekündigt und bespiegelt wurde und so Konzept und Werbelinie dieser Veranstaltung voll bestätigte.
Als ich vor einem Jahr meine Konzeptideen nach einer der ersten Festsitzungen präsentierte war mir zwar klar, dass bei einer konsequenten Umsetzung ein erfolgversprechendes Endergebnis herauskommen müsste, zu diesem Zweck aber ein anständiges Startkapital und viel Überzeugungsarbeit für die, nicht immer ganz transparenten Zwischenschritte notwendig werden könnte. Bei der einheitlichen Verpackung in Form von Sponsormappen konnte ich mich auf den „Alt-Fadinger Werbeprofi“ Mag. G. Wahl und im Falle der Koordination auf „Fadi-Consulting-Manager“ Dr. G. Stürmer verlassen, der mit 100.000.- ÖS auch die notwendige finanzielle Basis beisteuerte. Ausgehend von den beiden zentralen Projekten COMENIUS – mit der Themenvorgabe GESTERN HEUTE MORGEN und der TOMB F@DINGER 150 – Video & CD-ROM-Produktion – wurde ein inhaltlich vernetztes und vom Design her einheitliches Erscheinungsbild der geplanten Großveranstaltung entworfen. Sehr hilfreich und unterstützend war dabei die darauf abgestimmte Arbeit an der Festschrift durch die Professoren Ensthaler und „Singing“ Prorok sowie die Gestaltung der Festhomepage durch Mag. Wolfgang Winkler, der auch bei der Postproduktion von Video und CD-ROM (neben Gerolf Nikolay) die tragendste Rolle spielte. – Ihm verdanken wir auch die tollen Touch-Screens, die Jung und Alt erfolgreich zum Spielen animierten. Seit einigen Tagen gibt’s übrigens auch eine neue Fadi-Homepage (Gestaltung: Slezak, Lasinger & Team) – reinschauen – es zahlt sich aus! Bereits in den Sommerferien 2000 wurden die Realaufnahmen für das Digitalvideo Tomb F@dinger im Festsaal gedreht – gleichzeitig komponierte Ex-Fadinger Dr. Helmut Rogl die Musik dazu und für die Klanginstallationen, die man während des Fests in den Gangecken und Stiegenbereichen des Hauses durchflutet von Ingo Kelps Logofarben – Lichtkreationen hören konnte. Damit nicht genug entstand in dieser Zeit auch noch das neue Fadinger Musikvideo zu Werken von Gluck und Rogl: „Der Blick des Orpheus“ – mittlerweile mit Landesmeisterschafts-Gold ausgezeichnet!
Die Idee alle Klassen in Themenräume zu verwandeln wurde zwar nicht flächendeckend umgesetzt und in manchen Fällen erst sehr spät in Angriff genommen, dafür aber mit einigen herausragenden Beispielen gekrönt: Darunter Sepp Friedhubers Regenwald/Affen/ Dschungelbar-Projekt oder das begehbare Hirn eines Schülers im Raum der 3C … Phänomenal wie immer und ein Publikumsmagnet erster Sahne: Prof. Turnwalds „Happy Physik“ ! – Mit ähnlicher Wirkung gesegnet: Die Fitness-Straße im Turnsaal und die „textilen Spiele“ in der Werkabteilung …
Aufsehenerregend gestaltete sich die Aktion „Seile der Nornen“ (Idee Ebner / Pilsz) als begleitet von österlichen Ratschen – ausgehend von der alten großen Kastanie im Hof die Schicksalsfäden in den Logo-Farben in drei Himmelsrichtungen zum Dach unseres Hauses hochgezogen wurden (- VERGANGENHEIT GEGENWART ZUKUNFT)
Egal ob Prof. Reisingers 4D-Szenen am „Hauptplatz der Nationen„, Sprachenprojekte, Mag. Juraneks 2D-Videos, Prof. Steiners BE-CD-ROM, Cafe 1C, Wittgenstein-, Stifter-, Brosch-, Physik-, BU- oder BE-Ausstellung – Es war letztendlich die Leistung eines hervorragenden Teams bestehend aus Projektleitern, Schülern, Absolventen / VERS und Eltern – Kurz: der Fadinger Familie. – Ihnen ALLEN sei herzlich gedankt ! Allen voran Event-Ausstatter Ingo Kelp, der mit seinen Leuten und dem „billigen“, aber guten Video/Radio-Team der 6B die einwandfreie technische Abwicklung dieser Mega-Veranstaltung garantierte.
Dank auch an OStR. Helga Aigelreiter und ihre Truppe für 2 köstliche Szenen aus „Einen Jux will er sich machen“ (Premiere: 15 Mai – in diesem Theater), weiters an die Koordinatoren Prof. Edhoffer und unsere Drehscheiben Fr. Angerer & Administrator Prof. Stögmüller, nochmals an alle Sponsoren (siehe Festschrift), den Elternverein, an die hilfreichen „Schnitthände“ von BSG-Sprecher Norbert Hillinger und Armin Greinstetter, die so erst manche „Last-Minute-Produktion“ möglich machten. Ein Dank besonderer Note aber an die Tanz-Abteilung Haderer / Gierlinger und das S@r@ Soft-Team von Claudia Kreiner sowie an „Plugged“ Deisinger, „The Voices“ (Jubiläums-Ballmutter / Okt. 2001) Bäck & Prorok und GMD Bernauer – dem „Dreamteam“ des „Get Togethers“ ! Ein abschließender Dank an die Medien ! – Schulkultur wird nicht immer ernst genommen – Umsomehr freut es mich, dass es mir gelungen ist im Sinne unseres Medienrealgymnasiums für „150 Jahre Fadinger“ einen Großteil der regionalen Medien-Landschaft – vom Internet-Service der Stadt-Kultur bis hin zu unseren VERS-Nachrichten – einzubinden. Das VOLKSBLATT und die OÖN widmeten uns je 2 Seiten in ihren Hochglanz-Farbmagazinteilen, in 4 Ausgaben der HOF-Zeitung erlaubte uns RADIO FRECH – Partner Kulturzentrum HOF über unser Jubiläum zu schreiben, KRONE und RUNDSCHAU berichteten mehrmals, Stadtfernsehen LT 1 kam zum Festakt, ORF-TV zum „Tag des Erlebens„, Ö-Regional widmete uns einen Fadinger Schwerpunktstag … Radio FRECH mindestens 5 Min pro Sendung seit Sept. 2000 …
Rückblickend kann man sagen: Es hat sich „ausgezahlt“ ! – Gediegene Medienarbeit und Investitionen in professionelle Werbung haben für das Haus allein Sachspenden in der Höhe von etwa 180.000.- ÖS „erwirtschaftet“ – darunter einen Beamer im Wert von 135.000.- ÖS – ein Geschenk der Firma SONY Berlin
Mandi Riegler und Pezi Furtner haben für uns gesungen, viele Mousepads, Festbau-steine und Jubiläumsschriften wurden gekauft …
Zentraler Punkt auch dabei: Unser Radio FRECH als Jugendmedium der Kulturhauptstadt Linz09
Als 1998 im ehemaligen „Rundfunk-Albanien“ Österreich die Radio- & TV_Lizenzen verteilt wurden, zeigten wir sofort auf, als in Linz FRO installiert wurde und das Kulturzentrum Hof ein Team suchte, das die vom Land OÖ. erworbenen Sendeanteile bespielen sollte. Kein Medium dieser Art hatte eine so optimale Möglichkeiten für ein einschlägiges Schulmedienprojekt zu bieten, wie diese Station: Null thematische Vorgaben, keine einschränkende Sendeuhr … Nach einem kleinen Rechtskurs, Casting und Studioeinschulung gings los und das mit großem Erfolg, sodass die FRECHen Radiomacher bereits zur Jahrtausendwende von der Jury den kleinen Landespreis für initiative Kulturarbeit zugesprochen bekamen (- den ersten hatten sie kurz davor zum MRG-Zweigstart für ihre langjährige Videoarbeit erhalten) Den großen Landespreis erhielt übrigens im selbigen Jahr das „Festival der Nationen“ an dem die Fadinger-SchülerInnen ja auch nicht unwesentlich über Jahrzehnte beteiligt waren …
2026 feiert das Linzer Traditions-Gym sein 175 Jahr-Jubiläum
> F. F. – Viel Vergnügen <
– ausgehend von dieser launigen, speziell in Fadinger Kabarettzeiten des BRGs oftmalig geäußerten Wunschformel unseres ehemaligen Fadinger Direktors Hofrat Dr. H. Burger leiten sich die folgenden Formulierungen für Monatsschwerpunkte und andere Wortkombis im Rahmen des 175er Jubiläums wie„aus demEffeff”ab: Fadi Followers (Alumni-Idee-Neu) – Fadis Forever – ebenso mögliche Feranstaltungstitel: Fadi Felix, Fadi FRECH,Fadi Fiction, Fadi Fasching Fadi Filosoph, Fadi Females, fusw. …. all byFadiFreaks <<<
Weithin sichtbare Monatsaufmacher (im metaphorischen Sinn eines Adventkalenders) könnten als Graffitis auf der Turnsaalaußenwand zum jeweiligen Monatsthema (September bis März / 6 Fenster) erglänzen – sprich: Im März026 wäre das Gesamtbild dann komplett … oder man sprayt ein 175er-Festgemälde …
Vor genau 25 Jahren: Landespreis für intitiative Kulturarbeit:
Das wär auch was fürs 175er: Mousepad mit FRECH- & 150er-Festlogo
Im Rahmen der Vorbereitungen wird sich der Historiker, Florianer Stiftsbibliothekar, Fadinger Absolvent & Ex-Lehrer Dr. Egbert Bernauer umfassend mit 175 Jahren Schulgeschichte beschäftigen. Betreffend früherer Zeiten und diverser handelnder Personen sind dringend einige Richtig- und Klarstellungen von Nöten, die zum Teil auf Wikipedia schon getätigt wurden. Ebenso ist speziell die Schulhistorie ab den 50er/60er-Jahren bis heute dringend aufzuarbeiten … Ergebnisse dieses wesentlichen Projekts: Ein umfassendes, wissenschaftliches Buch sowie Ergänzungen in der Fadi-hp. Apropos Fadinger: Da das Land OÖ im 26er Jahr der Bauernkriege gedenkt ist dieses Projekt der Fadinger gern gesehen – Bemerkung am Rande: Dr. Bernauer hat mit mir bei Linz09 sein Musiktheater „Fadinger reloaded“ (- bei dem es inhaltlich um den legendären Bauernführer geht) in der Linzer Hafenhalle erfolgreich zur Aufführung gebracht. Finale Anmerkung: Der Name des Autors und die Buchform sind Garant für Qualität und Nachhaltigkeit. Eine dem entsprechende Präsentation ist geplant. (- Ein Maturant hat sich entschlossen eine VWA zu schreiben)
175jähriges TRADITIONSREALGYM, erfolgreich im HEUTE: Die SCHULE für MORGEN
Das heutige Bundesrealgymnasium in der Linzer Fadingerstraße (früher Realschule) ist mit seiner idealen Zweigausrichtungen – sprich: Mint-Gym (von M bis BU), Medien-Gym (Radio … Film), Robo-Gym (Digi-Gym) eine Art modernes, schulisches „Triptychon“, das alles bietet, was Gegenwart und Zukunft bedeutet, dabei aber auch auf Tradition zurückblicken kann: Die mathematisch naturwissenschaftliche Ausrichtung der Realschule sorgt bis heute für einen exzellenten Ruf in einschlägigen Kreisen. Nicht nur „Techniker“ schickten ihre Kinder in die Fadingerschule … In den letzten 50 Jahren hat sich das Angebot im Sprachenbereich und auch am Kreativsektor deutlich ausgeweitet: In den 70er Jahren bis Mitte 090 reüssierte man u. a. über 20 Jahre mit dem ersten & einzigen OÖ. Schulkabarett auf Bühnen und in den Medien (Ö1 Contra) – inklusive Auftritten & Workshops mit J. Hader & Co. … Im Zuge von Bild- und Tonaufzeichnungen dieser Aktivitäten gründete man im Sog erfolgreicher Musikvideos die Plattform „Schülerfilmprogrammkino“, die nicht unwesentlich im Rahmen der „Österreichischen Filmtage“ in Wels (- heute: „Diagonale Graz“) an der Einrichtung eines Jugendfilmfestivals (Youki) beteiligt war. Als 1998 Schulen angehalten wurden Schwerpunkte zu installieren, mündeten all diese effektiven Bemühungen und Projekte (Kinder-Radio im Landesstudio OÖ, Festivalbeteiligung in Ebensee, Johannisnächte beim Musiksommer Wildberg, usw. …) im kreativen Medienzweig MRG und die naturwissenschaftliche Seite schuf das breit aufgestellte NRG (Physik- und Chemieolympiade, „Meeresbiologische Woche“, usw. …) Unser aller Haus bietet nun seit drei Jahren im Zuge der Digitalisierung einen Robotik-Schwerpunkt als dritten Ausrichtung des Hauses an und glänzt, gemessen an Erfolgen in allen drei Zweigen in OÖ. als Linzer Leuchtturmschule <<<
FRECHes Gespräch mit Ex-Fadi Peter Schöber (Intendant ORF III)
Letztendlich sind es die erfolgreichen Zweigausrichtungen, die bleibendes Interesse an der Institution FADINGERSCHULE durch permanente Außenwirkung befeuern – das garantieren u. a. die nunmehr längst tradierten Langzeitprojekte Radio FRECH & MRG-Video <<< Seit über 25 Jahren werden die Fadis bei Youki, MLA, Schäxpir, U19 usw. aktiv repräsentiert – in Kooperation mit dem treuen Kulturzentrum Hof, dem 1A-Medienkulturhaus Wels, dem AEC, der Landes- & Stadtkultur bis hin zum Unterrichtsministerium zu Wien … Die Wichtigkeit jener kontinuierlicher Langzeit-Projektarbeit (mit Blick über den Tellerrand), die im Haus ja heute genauso mustergültig so gepflegt und gelebt wird (wie einstens) garantiert Wahrnehmung durch eine breite Öffentlichkeit. Es gab sogar Unterrichtsministerinnen, die im Brucknerhaus anfragten, ob sie eh die FRECHen auch heuer bei der Eröffnung wieder vors Mikro holen …
„Projekte in Vielfalt kontinuierlich durchzuführen und dies im Rahmen des Schulbetriebs zu ermöglichen“ (- frei nach Dr. Christoph Leitl)– das ist die Zauberformel gedeihlicher „Schularbeit“ – idealerweise sollte dies nach Möglichkeit intern als Teamarbeit in Kombi/Kooperation mit außerschulischen Institutionenpassieren, sodass man auch medial auffällig wird, die Luft der Öffentlichkeit atmet und Wertschätzung auch jenseits von Schulnoten wahrgenommen werden kann. Dies äußerte sich auch erfreulich in Gagen für junge Leute, die besonders engagiert den Projektpartnern auffielen und auch das Projekt selbst wurde so von außen finanziert, sodass man nicht immer auf das Schulkulturbudget des Bundes zurückgreifen musste, geschweige denn dem eigenen Haus oder dem Elternverein zur Last fiel – Positive Zahlen waren (wie beim Schulball) ein erfreulicher Nebeneffekt für alle. Das bedeutet aber nicht, dass sich die Schule nicht als >Möglichmacher< (spez. auch bei „Hardwear“) einbringen sollte, wenn es notwendig ist. Um als SchülerInnen/LehrerInnen-Team erfolgreich agieren zu können ist es unabdingbar zweckmäßig auf eine engere, längerfristige Zusammenarbeit bauen zu können: In der Kabarett-Crew gab es einst Mitglieder, die von der ersten bis zur achten Klasse dabei waren – manche sogar noch als Gäste in ihrer Studienzeit. So gesehen war ich froh später in Zeiten der Wahlpflichtfächer meine Teamplayer bis zu 6 Semester um mich zu haben – kürzer als 1 Jahr war für mich nicht vorstellbar – das wären ja dann bloß Streiflichter, wie Kurzprojekte die nur einmalig meist von außen in einem Schulbetrieb aufblitzen und im selben Moment schon wieder vergessen sind … Eigene MRG-Workshops und traditionelle Fadi-Projektklausuren (wie direkt vor Weihnachten im MKH Wels) fördern den Teamgeist ebenso wie die sensationelle FADI Talents-Show und sind ganz im Sinne unser aller Fadinger Familie <<<
Die FADIS haben auch heute klare Antworten darauf <<<
Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte -> dieser Farbgebungverstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“ aktiviert werden können
Fackelzug bei der 125er Feier zur Fadinger-Säule (Landhaus):
Hier oben noch Bilder von der 125er Feier – Pilsz Archiv
A N H A N G
Nachhaltigkeit – Was bleibt vom Fest: Ertrag des Jubiläums – Überlegungen dazu in Form einer nachhaltige Wunschliste: … Kontinuierliche Langzeit-Projektarbeit soll rundum möglich gemacht werden – sprich: Ein günstiges, FRECHes, mobiles MRG-Radioproduktionsstudio … vordringlich, da man den Festakt direkt übertragen möchte … ebenso dringlich im Vorfeld: Licht von Lightdesigner Ingo Kelp, sowie der elektronische Schaukasten! Nicht zu vergessen: Die Schulgeschichte als Buch – finanzielle Vorgaben erfolgen da durch Dr. Bernauer. Weitere Schulschwerpunktswünsche sollten für danach angedacht werden <<< …………………………………………………………………………………………………
Detailprogramm zum damaligen 150er Jubiläum 2001:
Tag des Erlebens
Programm für Eltern und Besucher
Tiefparterre
Turnsäle: Fitness-Strasse u.a. Messungen von Blutdruck- und Blutzuckerwerten Prof.Mag.Norbert Reiter
Erdgeschoss:
Aula und Stiegenaufgang: Palmen und Klänge zum Projekt Regenwald Die Fadingerschule unterstützt Aktionen zur Erhaltung der Schimpansen) Die Palmenreihe mündet direkt in die Dschungelbar im 1.Stock. Prof.Mag.Josef Friedhuber + 3A-Klasse
7A-Klasse: Textile Spiele Prof.Mag.Christiane Büsser + Mädchen der 4A+4B-Kl.
Im Erdgeschoss und 1.+2.Stock: Projekt Film Prof.Mag.Astrid Juranek, Prof.Mag.Sabine Pötscher+2D+5A-(BE-Teil Pötscher)
Gänge: Ausstellungen: Zeichnungen unseres Hauses von Prof. Johannes Ebner (Direktionsgang) Alte und neue Zeichnungen der Realschule in allen Gängen und im Stiegenaufgang
1A-Klasse: Kulturenvielfalt in der Fadingerschule Akustisches, Optisches Kulinarisches Prof.Mag.Josef Auer+Prof.Mag.Sylvia Bäck 1A-2C-Klasse
3C-Klasse: „Wie es im Kopf eines Schülers ausschaut“ Prof.Mag.Christine Edhoffer+3C-Klasse MRG
Festsaal: Kulinarische, literarische und musikalische Leckerbissen aus dem EU-Raum 15.30 – 17.45: Theater-Aufführungen Prof.Mag.Sylvia Bäck, Prof.Mag.Rafaela Dolsky, Prof.Mag.Judith Prorok-Raffetseder, Prof.Mag.Birgitta Reisinger+ 4D, 6C-Klasse und Schüler der ITA-SPA-WPF-Gruppen Schülerfilmprogrammkino + Radio FRECH Prof.Manfred Pilsz + 6B-Klasse
ab 18.00 Uhr: „Get Together“: Eröffnung: Tanzeinlage (Schülerinnen 2ab,4cd, und die Balltruppe) Gemütliche Zusammenkunft der Fadinger-Familie mit Musik, Videos, guter Laune und dem Liedermacher Peter Furtner. Gestaltung: Prof. Mag. Egbert Bernauer
2C-Klasse+Bibliothek: Ausstellung Ludwig Wittgenstein 10.00 Uhr: Vortrag Prof.Irschik – „Wittgenstein und die Mechanik“ L.W. ist ein ehemal.Schüler der Fadingerschule Prof.Rainer Kampenhuber+8B-Klasse 16.00 Uhr: Prof.Mag.Wall liest aus eigenen Werken, Bibliothek, 1.Stock
Physik-Saal: Raster Tunnel Mikroskop! Vorführung: Prof.Dr.Steinbauer, Universität Linz
Gang (Ph-Trakt): Ausstellung von alten physikalischen Geräten aus dem Physik-Kabinett Prof.Mag.Lothar Brehm, Prof.Mag.Ernst Deisinger, Prof.Mag.Klaus Mair + 7B-WPF,8C-Schüler
BE-Saal (205): Ausstellung zum Thema Solarenergie Prof.Mag.Eidljörg, Oliver Frisch und Roland Froschauer, ehemalige Schüler der Fadingerschule, Maturajahrgang 1990/91 und SchülerInnen der 2A-Klasse
5A-Klasse: Latein lebt, Laienspiel zur Mythologie Film: Latein im täglichen Leben Prof.Mag.Ingid Wöss, Prof.Mag.Gabriele Scherfler-Socher+ 5AB-LAT-Gruppe
5B-Klasse: Institutionen rund um die Schule Filme, Texte, Fotos: Krankenhaus Elisabethinen, Gericht, Nordico, theolog.Hochschule, OK Prof.Mag.Helmut Sturm + 5B-Klasse
2D-Klasse: Buch-Präsentation: ABC-Stories der 2D-Klasse OStR.Dr.Elke Schaden + 2D-Klasse
3. Stock:
Gang (BU-Trakt): Ausstellung von Biologie-Exponaten Vorführung von Videos, BU-Programmen auf CD Prof.Mag.Dagmar Mader, Prof.Dr.Erwin Rafetseder
Dieser BLOG-Beitrag würd‘ sich Lektüre & Betrachtung auf einem großen Screen verdienen
Ausgelöst durch ein Interview mit der derzeitigen Brucknerhaus-Chefin * nach der PK zum Brucknerfest 025 entstand der folgende, thematisch passende BLOG-Beitrag:
Bilder hören – Töne sehen– welch eine Ansage bei der PK des BF 025 – ein begeisterter BLOG-Autor: Ist dies doch auch sein Motto, das er für Musik/Medienprojekte im Fadinger Mediengym einst ausgegeben hatte – übernommen vom österreichischen >Musikfilmpapst< Titus Leber, der ausgehend von seiner Schichttheorie mit dem Experiment „Anima“ (Visualisierung der Symphonie Fantastique von Berlioz) in Cannes 081 Furore machte … Dieses wunderbare Motto ist auch ganz im Sinne von Peter Weibl, der ja eng verbunden ist mit AEC & ARS …
Bei obiger PK wurde Bruckner der Absoluten Musik zugeordnet – Nun bei Meister Anton gibt zwar kein unterlegtes Programm und keine Satzüberschriften wie bei Mahler, sehrwohl aber Brief-Texte, bildhafte Sequenzen – siehe Romantische: Jäger verlassen eine mittelalterliche Stadt und begeben sich morgendlich zur Jagd – sprich: Stadtturmbläser zu Beginn (Linz Schmiedtor?), Meisenruf Zizibe, Tänze usw., VII. Symphonie – Assoziationen zu Wagner – Trauermusik zum 13. Feb 1883, oder VIII. Satz 4 – Rosse stürmen heran …
Grundsätzliche Frage: Gibt es über die Begrifflichkeit hinaus rein Absolute Musik, oder ist nicht eigentlich fast oder faktisch jede Musik mehr als nur Form und Gesetzlichkeit. Sicher nicht für Hanslick, Brahms & Co, für die die sogenannten “Neudeutschen” ein rotes Tuch waren: Liszts Programmmusik, Wagners Gesamtkunstwerk, allein schon die Kombi von Musik & Wort waren nicht kompatibel mit ihren Vorstellungen von emotionsfreien, nur der Form verpflichteten, instrumentalen Werken … In der Hörertypologie Adornos tritt der „Emotionale Hörer“ in großer Bandbreite auf – Sogenannte Experten und „Gute Zuhörer“ sind da weitaus dünner gesät – sprich: Es gibt wesentlich mehr Opernliebhaber, als Kammermusik-Rezipienten … Das Wort kanalisiert emotionale Empfindungen, die die Musik auslöst, verstärkt oder konterkariert – Selbiges passiert mit Bildern und es gibt auch Menschen im großen Auditorium, welche Farben sehen, wenn sie Musik hören, oder Komponisten, die damit gezielt operieren …
Nicht alle Menschen sind Synestetiker wie Kandinsky, Liszt oder Wagner, aber bei den meisten von uns evoziert Musik Emotionen und Bilder im Kopf: Ich hab’ meine Klassen immer erst ohne Vorerklärungen mit Programmmusiken konfrontiert und sie dazu zeichnen lassen, oder im Anschluss sie gebeten beim 2. Durchlauf Geschichten dazu zu entwickeln. Am Endes des Prozesses wurden die jungen Leute dann über die Intentionen der Komponisten & die tatsächlichen Werk-Inhalte informiert. In diversen Visualisierungsprojekten mit Albert Landertinger & dem BOL in Form der Gestaltung von Musikvideos (wie Zauberlehrlingod. Baba Jaga) war die gleiche Herangehensweise angesagt …
Die Musik/Bild-Thematik bietet sich an nicht nur junges Publikum „abzuholen“ – Speziell bei sogenannter “sperriger” Musik kann Bild/Laufbild ein valides Hilfsmittel für ein Publikum sein: Musik erschließt sich dem Augentier Mensch leichter durch Bilder (– spez. Laufende Bilder, denn Musik ist jenseits einzelner Noten /Akkorde ja ebenso ein zeitlicher Ablauf …) Schon bei Linz09 war die Wechselwirkung Bild/Ton unter dem Titel Augenmusik Programmschwerpunkt – damals war das Schülerteam des Fadinger Mediengyms (BRG Linz) mit einer Musikvideoinstallation eigener Arbeiten dabei im Brucknerhaus vertreten …
Anmerkung zur Thematik Film & Musik
Stummfilm war eines sicher nicht: Stumm – nur technisch – Musik war das tragende Element: Schon bei der ersten Filmvorführung der Brüder Lumiére am 28. Dezember 1895 im Pariser „Grand Café“ wurden die kurzen Filme durch einen Pianisten musikalisch untermalt. Auch die späteren Vorführungen wurden von Pianisten, Organisten oder Orchestern begleitet. In Linz gab’s vor einigen Jahren wunderbar nostalgische Aufführungen: Metropolis v. F. Lang im Brucknerhaus, Bernhard Fleischmann bei Linz 09 am OK-Platz …
Filmmusik, Musikfilm, Clip
Die Filmmusik ist illustrativ zu Ort und Zeit der Handlung, intensiviert die Bildwahrnehmung, erzeugt Emotionen, kommentiert den Film und verbindet Szenen oder Themen miteinander. Sie soll sich nie in den Vordergrund spielen – es sei denn bei Titelmusik, Nachspann oder im Genre Musikfilm. Bei Visualisierungen steht die Musik im Vordergrund – das Bild hat sich anzupassen (- auch bei Clips)
Richard Wagners Einfluss auf die Gestaltung von Filmmusik wird insbesondere im Bereich des Orchesterklangs und in Bezug auf die Arbeit mit Leitmotiven verortet. Dieser Einfluss wird zumeist darauf zurückgeführt, dass viele der Komponisten, die später in Hollywood einflussreich wurden, in Europa ausgebildet worden waren, bevor sie als Migranten in die USA kamen. Zu nennen sind hier unter anderem der Leitmotiviker Max Steiner oder Erich Wolfgang Korngold …
Die Beziehungen, die Filmmusik mit Filmbildern eingehen kann, lassen sich in drei Kategorien einteilen: in Paraphrasierung, Polarisierung und Kontrapunktierung.
Unter Paraphrasierung versteht Hansjörg Pauli die Musik, deren Charakter zum Bild passt und die bildliche Ebene verdoppelt. Eine typische Paraphrasierung ist das Mickey – Mousing. (Musik – Ersatz für Geräusche od. akustisch illustrativ Bewegungen begleitet – Zeichentrick)
Paraphrasierende und polarisierende Musik wurde schon in der Stummfilmzeit verwendet, da sie der Illusion diente und dem Publikum half, sich in die Filmfabel einzufühlen.
Polarisierende Musik bestimmt durch ihren eindeutigen Charakter den Bildausdruck. So soll Titelmusik das Publikum auf das emotionelle Klima des Filmes einstimmen. (Beginn Shining)
Kontrapunktierende Musik stellt einen Kontrast zum Bild her, um die Identifikation des Publikums mit dem Filmgeschehen aufzubrechen. Ein typisches Beispiel dafür ist die Szene aus dem Film „Good Morning Vietnam“, in der das Lied „What a wonderful world“ grausame Kriegsszenen untermalt.
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Anders funktioniert die Umkehrfunktion zur Filmmusik: MUSIKFILM / CLIP:
Versuch einer Begriffsbestimmung
Beim Musikfilm ist die Musik der wesentliche Bestandteil und Ausgangspunkt des Filmes. Oftmals wurden die Werke lange vor ihrer Visualisierung komponiert. Die Bilder sollen die Aussage der Musik unterstützen oder interpretieren und nicht umgekehrt. Dabei können auch sie synchron, leitmotivisch, verstärkend oder kontrastierend eingesetzt werden. Das gesprochene Wort tritt dabei in den Hintergrund, oder entfällt zur Gänze.
Der Tonfilm hat leider allzu bald die Entwicklung einer Bildsprache im Wesentlichen verhindert und so ist der nonverbale Musikfilm eine neue Chance für eine Eigenständigkeit der Kommunikation auf der Bildebene – die vielleicht letzte Chance im „Kampf der Codes“ (Gute Ansätze: Clips und Cliptechnik im modernen Film) – Film muss nicht immer ein „Hörspiel sein – es könnte sich auch um eine Bilderpartitur handeln, bei der die Gleichzeitigkeit des Hörens eben auch für unser Sehen gilt – kein bloß theoretisches Modell im Ansatz wie bei Eisenstein oder Stanislawski, sondern in praktischer Umsetzung wie in der Musik bei Richard Wagner und im Film bei Titus Leber.“
„Im speziellen Fall müssten sich Bildkompositionen ergeben, bestehend aus vertikal montierten „visuellen Akkorden“ – eine Verdichtung, wie sie in der Musik eben üblich ist. Dem Auge muss zugemutet werden, was für das Ohr selbstverständlich ist: Die Gleichzeitigkeit mehrerer Impulse für ein Sinnesorgan: „Musik zum Sehen“! (Bildschichten, -ebenen, -überblendungen …)
Die Verwendung ungewohnter Bildsprache ruft oftmals Unverständnis im Publikum hervor. Ein Musikfilm sollte daher mehrmals gesehen werden, um immer wieder Neues zu entdecken und zu verstehen. Zumal es auch vielfache Ausdrucksweisen und „Dialekte“ der Bildsprache gibt, um Musik zu visualisieren
Mahler – Ken Russell
Ein signifikantes Beispiel für das Genre Musikfilm ist zweifellos Ken Russells „The Planets“, der in diesem Film dokumentarisches Filmmaterial zur gleichnamigen Suite von Gustav Holst montierte. Im Satz „Mars, the bringer of war“ waren es Ausschnitte aus dem Propagandafilm „Triumph des Willens“ von Leni Riefenstahl in Kombi mit Aufnahmen aus einem Stahlwerk. Die Riefenstahl – Soldaten marschieren zum durchgehenden 5/4-Takt. Die einmontierten Portraits des Manns aus Braunau sind exakt auf die eintaktigen Trompetensignale „call to the arms“ geschnitten.“ Dieser Musikfilm gilt als Zivilisationskritik – wie auch „Koyaanisqatsi“.
Die formale Gliederung eines Musikstücks nach Motiven, Themen, Themengruppen … Einteilungen in ein-, zwei-, drei- und mehrteilige Liedformen, Melodiewiederholungen, Variationen, in AAB, ABA, ABACA sowie AA´ usw. – Alles für musikalisch einschlägig „Vorbestrafte“ kein wirkliches Problem. Und auch das Erkennen von programmmusikalischen Inhalten stellt für den wissenden Hörer keine unüberwindbare Hürde dar, da die Inhalte in diesen Fällen ebenso klar wie verbindlich vom Komponisten mit der Musik verknüpft sind. – Wohlgemerkt keine Texte im Sinne von Vokalmusik (Lieder , Musikdrama) sondern Instrumentalmusik mit narrativen Inhalten – wie zB. im Fall der Moldau (B. Smetana), des Zauberlehrlings (P. Dukas), „Bilder einer Ausstellung“ (Mussorgsky/Ravel) …
Die Wechsel-Beziehungen von Bild und Musikkönnen von narrativer Natur sein, sofern die Bildvorlagen selbst einen erzählenden Charakter besitzen, es kann aber auch die Grundstimmung eines Bildes übernommen werden. Der Komponist hat so auch die Möglichkeit, entsprechende Klangbilder zur Struktur und der Farbanordnung des Bildes zu schaffen oder Bildsymbole in Form musikalischer Themen zu übernehmen.
So gesehen kann man Filmmusik auch als Weiterentwicklung von Programmmusik auffassen. Die Kompositionen beziehen sich bei Filmmusik allerdings nicht mehr auf Gemälde oder lyrische Texte, sondern auf bewegte Bilder und gesprochene Dialoge.
Schon zu Beginn der Neuzeit wies Leonardo da Vinci auf die Beziehungen zwischen Musik und bildender Kunst hin: „Musik kann nicht anders genannt werden als die Schwester der Malerei. Malerei ist nicht nur stumme Poesie, sondern auch stumme Musik.“
Peter Weibl: CLIP KLAPP BUM – geniales Video zur Aufarbeitung auch der Historik der Thematik:
In der Folge Textzitate aus dem obigen Weibl-Werk, die auch Verwendung in einer FBA-Maturarbeit (zur Thematik) von E. Völlenkle fanden …
Den Traum von Farbmusik, das heißt, gleichzeitiges Erleben von Tönen und Bildern, gibt es schon seit Jahrhunderten. „Insbesondere um 1900 wollten Musiker der Synästhesie, wie Schönberg, Musik für die Augen schaffen und Maler der Synästhesie, wie Kandinsky, Malerei für das Ohr.“ Diese synästhetischen Empfindungen, also Sehen von Tönen und Hören von Farben, prägten von Beginn an die Entwicklung des Musikfilms.
Ein erster Schritt in Richtung Musikvisualisierung war die Benützung von Farbenklavieren, die dem flüchtigen Ton eine substanzielle Erscheinung gaben. Die stummen Avantgarde – Filme der zwanziger Jahre, der abstrakte, graphische Film Deutschlands und der dadaistische und surreale Film Frankreichs mit seinen imaginären alogischen Bildsequenzen, schufen die erste Musik zum Sehen.
Künstler wie Viking Eggeling, Walter Ruttmann und Hans Richter übertrugen musikalische Formen auf bewegte Bilder und schufen somit „Augenmusik“.Es begann die Entwicklung einer neuen visuellen Sprache ! – Die Erfindung des Tonfilms störte diesen Entwicklungsprozess der erzählenden Bildsprache nachhaltig – Das gesprochen Wort wurde mit dieser Aufgabe betraut – ein gewaltiger Rückschritt !
Oskar Fischinger war der berühmteste Vertreter dieser Ton – Bild – Pioniere der dreißiger Jahre, der Musik, wie zum Beispiel „Komposition in Blau“, in sichtbare Ereignisse übersetzte. Er visualisierte Musik mit Hilfe von animierten Formen und Objekten in verschiedenen Farben.
Obwohl Fischingers Biographie bekannt ist, gibt es Unklarheiten, über den Ursprung seiner Gedanken. Diese Tatsache beschäftigt viele Fachleute, unter anderem auch Helga de la Motte – Haber: „Welche Einflüsse, so fragt man sich, hatte beispielsweise die anthroposophische Lehre, die auch bei vielen anderen die Vorstellung anregte, durch farbiges, bewegtes Licht auf der Leinwand den Astralleib der Musik visuell zu veranschaulichen?“ Fischinger hat tiefe Wirkungen auf die amerikanischen Experimentalfilmer und auf die Komponisten Edgard Varèse und John Cage. Seine Gedanken wurden in Disneys „Fantasia“ kommerzialisiert.
Das Videowurde zum Medium des elektronischen Bildes, als man 1956 das Magnetband entwickelte. Musiknummern von Rock´n´Roll – Filmen, Musicalfilme und TV-shows wurden Prototypen für Rock- und Popvideos. Auch in der Avantgarde kamen neue Filmtechniken auf: der Collage- und der Einzelkaderfilm. In den sechziger Jahren verschmolz der Avantgarde – Film mit der Popkultur und erhielt den neuen Namen Underground – Film. Dieser erreichte breite Bevölkerungsschichten. Im kommerziellen Bereich entwickelte sich der unabhängige Autorenfilm. Es entstanden erste Künstlervideos und Computerfilme in den 70gern …
Der österreichische Regisseur Titus Leberperfektionierte zu Beginn der achtziger Jahre die visuelle Vertikalmontage. Für seine „Schichtungsmethode“ werden die Filmbilder überbelichtet, damit man sie zu überlagernden Bildsequenzen montieren kann. Diese Technik verdichtet Handlungsabläufe, dient zur Illustration von Visionen, Träumen oder Wahnsinnsszenen und kann mit großer Leichtigkeit das Unvorstellbare und das Unsagbare darstellen. Durch die Schichtung entsteht ein visueller Akkord.
Univ. Prof. Dr. Erwin Ringel erkannte zwischen der „Schichtungsmethode“ von Titus Leber und der Tiefenpsychologie einige Parallelen: „Ein wesentliches Prinzip der Leber’schen Schichtungsmethode besteht darin mehrere zu getrennter Zeit und an getrenntem Ort aufgenommene Bildeindrücke durch Überkopierung zu einer Synthese zu verschmelzen. Dies entspricht im bildlichen Bereich genau dem Versuch der Tiefenpsychologie, die Gesamtheit der Person durch Zusammenführung der bewussten Oberfläche mit der unbewussten Tiefendimension zu berücksichtigen.“
In seinem Meisterwerk „Anima“ interpretiert Titus Leber Hector Berlioz’ „Symphonie fantastique“. Berlioz’ Programm zu seiner Musik beinhaltet die Geschichte eines Musikers, der zu Beginn seine Geliebte idealisiert, dann ihre Fehler erkennt und daran zerbricht. Der Regisseur bedient sich für seinen Film an den Visionen von Marcel Duchamp, der wie Berlioz den Mythos von der „Junggesellenmaschine“ umsetzte, und zwar in Form des Bildes „Großes Glas“. Der Film drückt das ewig unerreichbare Weibliche ihm Inneren des Mannes aus. Dort entstehen seine Vorstellungsbilder von der idealen Frau, die ihm abwechselnd als Heilige aber auch als Hexe erscheint. Der Mann versucht die Vereinigung der Gegensätze nachzuvollziehen, indem er sich als Braut verkleidet, entfremdet sich damit dem anderen Geschlecht …
Titus Lebers „Schichtungsmethode“ lässt sich ideal mit Videotechnik umsetzen. Und so produzierten wir am Linzer Fadinger Gym im Geiste des Vorbilds Dr. Titus Leber Musikvideos mit Langzeitdoppelbelichtungen auf unterschiedlichen Bildebenen, die synchron auf die Tonebenen der Musik abgestimmt sind. Unsere Film/Video -Gruppe BSG erarbeitet das jeweilige Konzept zur Visualisierung im Musikunterricht – die Umsetzung selbst passiert dann in einer unverbindlichen Übung.
Beim Brucknerfest 2009 wurden Fadinger Visualisierungen im Rahmen der Ausstellung „Augenmusik“ im Brucknerhaus als Installation im Foyer präsentiert:
Um die Technik der Schichtungsmethode näher zu erläutern, sei exemplarisch das Fadinger Musikvideo „Im Auge des Zyklopen“ angeführt:
Grundlage des Videos ist Otto M. Zykans „Odyssee“. Dr. Irene Suchy beschreibt die Musik zu „Der Tod der Freier“ folgendermaßen: „Hier verschmilzt Abstraktion und Bildhaftigkeit zu einer spezifischen, authentischen Einheit. Hier wird Sprache zur Musik ohne Verzicht auf die konkrete Aussage. Der „Tod der Freier“ vermittelt neben der Musikalisierung der Sprache unschwer die Aufregung eines Sportreporters, dem es angesichts der dramatischen Vorgänge den Atem verschlägt…“
Zykans „Der Tod der Freier“ wird im Video mit einem sich drehendem Blutwirbel in der ersten Bildebene umgesetzt. Während Blutstropfen abgestimmt auf die Wortmusik, die vom Tod der Freier berichtet, fallen, erscheinen auf der zweiten Bildebene zwei Gestalten, die um das Schicksal der Helden kämpfen. Während man die Kämpfer noch immer auf der einen Bildebene sieht, blickt man in das blutgetränkte Auge des Zyklopen, in dem man die todgeweihten Freier sowie die gefangenen Mägde erkennen kann.
Natürlich beschränkt sich die Gestaltung von Musikfilmen nicht nur auf die „Schichtungsmethode“. Häufig wird zum Beispiel Animationstechnik angewendet – denken wir nur an „Fantasia“, Beatles – Filme oder an den Kultstreifen „The Wall“.
Alan Parker visualisierte in dem Film „The Wall“ das gleichnamige Musikwerk der britischen Rockgruppe Pink Floyd unter anderem mit Mitteln moderner Videocliptechnik:
Videoclips lassen sich im Wesentlichen in 3 Kategorien einteilen, die allerdings selten in Reinkultur vorkommen: in Formal – & Narrativ – Videos sowie Visualisierungen
Formal – Videos gehen von der musikalischen Form aus und setzen sie ins Bild. Musikalische und visuelle Formteile sind deckungsgleich (zB.: ABA-Form usw. …) Die Bildmontage entspricht der Komposition. Inhalte sind Nebensache oder gar nicht vorhanden: Bildsymbole, geometrische oder räumliche Formen werden mit Personen und Gegenständlichem kombiniert oder treten allein in Erscheinung. Typische Formal-Videos sind Fischingers frühe Animationen oder die ersten Computerclips. In der Kategorie Formal – Video ist auch das Experiment beheimatet.
Narrativ – Videos gehen vom Text aus, versuchen die Stimmung wiederzugeben, entwickeln Handlungen und nehmen meist wenig Rücksicht auf formale Zusammenhänge. Alltägliche Inhalte, Live Style, Werbeclipästhetik, surreale Traumwelten – alle Facetten sind hier anzutreffen. Häufig wird dem Erprobten und dem Klischee der Vorzug gegeben (- häufig bei MTV – Massenware).
Bei der Visualisierung ergänzen sich formale und narrative Elemente zu einem synchronen Ganzen. Dadurch entsteht „Musik zum Sehen“ (beziehungsweise „Bilder zum Hören“). Dieser Kategorie gehören viele Art-Clips an, wie zum Beispiel „Yello“ oder im Bereich Musikfilm Alan Parkers „The Wall“, ein Werk das sich aus vielen Clipsequenzen zusammensetzt, wie auch der Episodenfilm „Aria“ oder wie sie in den Musikerbiographien von Ken Russell(Mahler, Lisztomania usw.) auftauchen – interessante Mischungen von Spielfilm und Musikfilmelementen.
Nicht unerwähnt sollte hier beim Thema Musik & Bild der Name Phil Glass bleiben – Mit jenem berühmten amerikanischen Komponisten durfte unser Linzer Mediengym im Vorlauf zu 09 in Linz ein Visualisierungsprojekt machen … Der Reiz mit lebenden Komponisten zusammen zu arbeiten ist durch nichts zu übertreffen: So entstanden auch Arbeiten mit Otto M Zykan und mehrmals im Kooperation mit Helmut Rogl (- Werke zur Thematik) <<<
Musikvideos/Videoclips – Beispiele:
1. Enrique Iglesias: Hero
Rein narratives Video, eher wie ein Spielfilm aufgebaut (Action), kann kaum als Musikvideo bezeichnet werden. Typisch für damalige Musiksender. Beispiel für Überblendungsphasen im Musikvideo.
2. Britney Spears: Overprotected
Wenig formal, typisches Dancingvideo, Schwerpunkt auf kurzen Bewegungssequenzen, 2 Ebenen: Virtuelle und reale: Reale: „Modenschau“. Sehr schnelle Schnittfolge -> teure Produktion …
3. Ben feat. Gim: Engel
Nicht aufwendig in der Produktion, nur eine Location, guter Übergang von Bluebox ins Reale. Video passt perfekt zur Musik. … 2 Bildebenen.
4. Kate Winslet: What If
Typisch für Musikvideos: Zeichentrickszenen, Animationen im realen Raum. Storyline wie bei Spielfilm.
5. Enya: May It Be
Trailermusikvideo, keine Geschichte, sondern zusammengewürfelte Szenen aus dem Film. Message: Film anschauen, oder: Filmmusik in Bildern …
6. Jeniffer Lopez feat. Ja Rule: I’m Real
Nach dem Motto: “Seht her, ich bin’s”: Eine weitere Modeschau im Musikvideo. Szenen aus dem Alltag – Lifestyle-Video -> Retrolifestyle
7. Robbie Williams feat. Nicole Kidman: Something Stupid
60er-Jahre -Retrolifestyle – Frank Sinatra von heute – narratives Video
8. Luminare
3D-Animation, Minimalmusik – Wiederholungen in Abwandlung: Musik + Videobilder.
9. Malaria: Geld – Money
Avantgarde, Lowbudgetproduktion, sozialkritisch, gescratchte Bildebene – sehr aufwendig, Berliner Underground Produktion
10. OH YEAH – Yello
Experimentelles, artifizielles narratives Musikvideo mit Semidokuanteilen
Natürlich gäbe es im Rahmen und weiten Umfeld dieses Themas noch viele Beispiele der Filmmusik und des Musikfilms, die eine Behandlung oder mindestens eine Erwähnung verdienen würden; selbstverständlich könnten auch noch weitere bedeutende Filmkomponisten wie Mancini, Musikfilm-Verneiner wie Kubelka, Musikfilmemacher wie Adrian Marthaler oder Computermusikvideopioniere wie Ron Hays aufgelistet werden. Da dies jedoch den Rahmen dieser kurzen Überlegungen sprengen würde, sollten wir nun zum Ende der Ausführungen kommen und das Schlusswort einem Komponisten überlassen.
In einem Brief schrieb Otto M. Zykan über unser Musikvideo „Im Auge des Zyklopen“ an das junge Team: „Bilder hören und Töne sehen“ ist meines Erachtens eine sehr treffende Formulierung für das, was „Im Auge des Zyklopen“ vermittelt. Es wird wohl immer der Wunsch von Komponisten gewesen sein, mit ihrer Musik auch Bilder zu evozieren. Für einen „zeitgenössischen“ Komponisten ist es aber geradezu ein Wunschtraum, zumal der sogenannten „modernen“ Musik ja sehr gerne jede sinnliche Komponente abgesprochen wird.“
Manfred Pilsz
Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte -> dieser Farbgebungverstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“ aktiviert werden können
Als wir am Fadinger Gym Linz damals 1993 das Musikvideo „Senta D“ zu einer Holländer-Paraphrase des in Südafrika lebenden Komponisten Norbert Nowotnykonzipierten und drehten, war es tatsächlich ein „Leuchtturm-Projekt“, denn es war u. a. die Inszenierung auf der Seebühne ´89 in Bregenz, die uns dazu animierte. Zentrales Bühnenbildobjekt dort: Der große Leuchtturm, von dem Senta in den Bodensee sprang (- eine Stuntfrau erlöste so den „Vorarlberger Holländer“) Weitere Motivationsschübe: Der Bayreuther „Kupfer-Holländer“ (- eine wunderbare Psycho-Inszenierung 078 mit DRD am Dirigentenpult) und John Carpenter’s Horrorfilm „The Fog“ …
Die Memoiren des Herren von Schnabelewopski und die Erlebnisse einer Überfahrt der Wagners (samt Hund Robber) mit der Thetis von Pillau nach London rundeten die Recherche zur Filmarbeit damals ab …
BlutRot die Segel & Schwarz der Mast – das waren auch die dominanten Farben in unserer Visualisierung:
Zentrale Figur bei Wagner, Kupfer und so auch bei „Senta D“: Die Tochter des Kapitäns Daland, die dem Mythos des „Fremden“ verfällt … in unserem Film war diese Figur aus einer „Anderswelt“ ein junger Chinese, bei Kupfer der hervorragende, schwarze Simon Estes (- in Sentas Ballade im Text tituliert als „Bleicher Mann“ …)
Die Frist ist um,… und abermals verstrichen sind sieben Jahr…voll Überdruss wirft mich das Meer ans Land …
Der fliegende Holländer kommt alle 7 Jahran Land um erlöst zu werden– in Linz hatte er dies schon ein Vierteljahrhundert nicht mehr in Erwägung gezogen … Mit frischem Holländer-Tee vom Hügel konnten wir ihn über die Donau nach OÖ. locken …
Eine Doppelpackung Holländer-Tee als köstlich dampfende Erinnerung:
Zur Jänner-Premiere des Holländers im Linzer Musiktheater: „Erinnerung„ – ein Kla4stück Bruckners, bei dem in den Schlusstakten vordergründig das Erlösungsmotiv kurz angedeutet durchschimmert ...
Bruckner hatte ihn durch seine Linzer Studien bei Otto Kitzler in guter Erinnerung …
Linzer Erstaufführung: 1865/66 (26. Okt. 1865)– insgesamt 10 Inszenierungen (Neun davon im 20. Jhd) Heuer 2025 steht nun die 11. Linzer Ausgabe des Geisterschiffs an
Früher durfte man sich im Schnitt so alle 7 Jahrüber Festspielkarten in Bayreuth freuen – dazwischen bestand die Möglichkeit das Glück am ehrlichen Schwarzmarkt zu finden. Ja, der existierte tatsächlich. Wir hatten wenig Geld und wollten rein in die „Festspielhütte“! Egal, ob Japaner 1000 DM für eine 28 DM-Ringkarte boten – Wir gaben unsere Walküre mit Peter Hofmann um kein noch so lukratives „Preisgeld“ her. Statt dessen wurde 5 Stunden lang im „Kropf“ (Gasthof an der Hügelkante) diskutiert und günstiges Pichelsteinernes gegessen. Nach der Vorstellung wartete man an der Portiersloge des Festspielhauses auf FespielkünstlerInnen, mit denen man Gespräche führte, nachdem man Autogramme abgeholt hatte, welche im Kartentausch am nächsten Tag motivierend zum Einsatz gebracht wurden. Bei spontanen Besuchen im Pressebüro (- heute ist dies Teil des hermetisch abgeschotteten Hochsicherheits-Festspielbezirks) schnappte man Infos auf, die zweckdienlich sein konnten: So wurde u. a. sehr schnell klar, dass die Wertigkeit eines pausenlosen Rheingolds in der damals aktuellen Chereau-Ausgabe, oder eines ebenfalls kurzen 18 Uhr-Holländers in der Regie von Harry Kupfer (Dirigat: DRD) all die anderen überlangen Dreiakter jenes Festspieljahres am Tauschmarkt ausstechen würde.
Die Eröffnung der Kulturhauptstadt Chemnitz (Karl-Marx-Stadt) 025 erinnerte mich an obige alte Hügelzeiten als sich meinereiner noch wegen einer „Rattengrin“-Karte am freien Markt engagierte und von der >>> Chemnitzer Presseverewigt wurde …
Wagners „Freischütz“
Viel zu oft wird der „Fliegende Holländer“ in seiner Bedeutung unterschätzt. Das früheste der 10 anerkannten >Hügel-Werke<, bei dem Webers Freischütz noch ums Eck schaut, weist fast alles auf, was ein Wagner’sches Werk auszeichnet.
Mein Herz, voll Treue bis zum Sterben, mein dürftig Gut, mein Jägerglück; darf so um deine Hand ich werben? Stösst mich dein Vater nicht zurück? Wenn dann mein Herz im Jammer bricht, sag, Senta, wer dann für mich spricht?
Immer, wenn der Jäger Erik die Spinnstube betritt, umfängt den Blogautor musikalisch eine unbestimmte „Wälder-Auen-Stimmung“, die in maximale Verzweiflung auf der Bühne ausartet …
Genialer Höhenflug des Linzer Holländers
Bei der neuen Linzer Inszenierung öffnet sich während der Ouvertüre der Vorhang mit einem Senta-Motiv: Ein junges Mädel im gelben Trenchcoat erscheint in einer Art Hafenspelunke, um dann am Ufer den Sturm zu erleben, der Todesopfer fordert. Angeschwemmte Leichen werden im Saal der Kneipe in Säcken aufgebahrt. Ein vermeintlich Toter regt sich noch und die kleine Senta (Schneider Junior) muss traumatisierend erleben, wie der Matrose im Todeskampf vor ihr stirbt. Als Senta Jahre später dann im Spinnstubenakt bei einem quasi Workshop auf Amme Mary und ihre Kolleginnen trifft, erscheint sie erst ohne und mit den ersten Tönen ihrer Ballade konsequent wieder in ihrem gelben Trenchcoat.
Das Linzer Holländer-Schiff trägt den Namen des legendären, niederländischen Seefahrers Bernard Fokke (- hat nix mit dem Fock-Segel zu tun) – vor jenem Namen an der Bootswand tritt der Kapitän des Schiffs (souverän Holländer Aris Argiris) dann auch auf, nachdem der akut verkühlte Steuermann (nicht der Sänger, sondern dessen Rolle) plangemäß eingepennt war … Mit dem bereits erwähnten Auftritt Eriks endete die OrchesterBühnenProbe (14 Tage vor der Premiere) – Die Spinnstube weist übrigens im oberen Bereich ein Relief auf, das Marinesoldaten sowjetischer Prägung zeigt und den Betrachter wohl eher weg von Norwegen, vielleicht ja zurück zum Ausgangspunkt der Wagnerschen Flucht nach Riga beamt – in einen U-Bootbunker? Ungewöhnliche Örtlichkeit? Nun, eine etwas frühere Holländer-Fassung war in Schottland angesiedelt … ein Kapitän Donald im Kilt – in Zeiten, wie diesen: welch schreckliches Bild …
Bilder, Mannsbilder, Traumbilder – die Frauenhauptrollen jener Musikdramen aus Wagners erster Schaffensperiode die sich im Bayreuther Werkekanon befinden sind alle dazu ausersehen auf total abgehobene, schräge männliche Figuren warten zu müssen, die sie dann auch noch erlösen dürfen – wovon auch immer: Elsa muss ihn sogar rufen lassen – ihren Ritter vom Gral (- was immer das ist / Fragen sind nicht erlaubt), der von einem Schwan herangekahnt wird … Elisabeth wiederum wartet auf ihren im Venusberg oder zu Rom logierenden Heinrich und Senta auf (wie Intendant Schneider es formulierte) einen Zombie. Die ersten beiden Damen sinken erlösend entseelt dahin – die opferbereite Senta springt von der Klippe in den Tod …
Ohne jetzt im Detail zu spoilern darf gesagt werden, dass die „Erlösung“ in der Inszenierung zu Linz nicht durch einen tödlichen „Acapulco-Sprung“ über die Bühne geht. Niemand ist bereit die wunderbare Erica Eloff (- zuletzt Elisabeth in Graz) über die Klippe springen zu lassen … Wie man das „ErlösungsThema“ letztendlich dann umgesetzt hat, muss ab der Premiere kein Cliffhanger bleiben: Schau’n sie sich das an! Sitzt Senta einem „Doppelgänger“ auf, sind ihre Worte im Finale des Librettos ein Selbstgespräch, sollte es im Sinne der „Selbsterlösung“ gar lauten: Hier steh‘ ich, treu mir bis zum Tod!?
Hier nun die Antworten auf diese Fragen nach der einmaligen Premiere:
Noch vor Beginn der Vorstellung musste der Intendant vor den Vorhang, um die phänomenale “Haus-Senta” Erica Eloff krank zu vermelden und die Retterin des Abends anzukündigen: Dorothea Herbert, die an allen möglichen großen Bühnen erfolgreich unterwegs ist (von Prag, Wiesbaden, wo sie ebenfalls soeben die Senta gibt, bis Bayreuth) und nun (launiges Schneider-Zitat) in Linz bei der Premiere den Zenit erleben darf, was das Premierenpublikum erfreut bestätigen kann <<<
Geniestreich von Poschner, Schneider & Team
Schon beim musikalischen “Sturmbild” der visualisierten Ouvertüre erlebt das Publikum eine sensationelle Umsetzung – hier wird Ton zum Bild – da passt kein Notenblatt dazwischen – wie die ganze Inszenierung: Aus einem Guss <<< (Optimal das Bühnenbild/Licht/Video-Team: Richter/Sigl/Guttenbrunner – Es lebe der >Nesselvorhang<)
Ebenso großartig gelungen wie der Opener: Die Ankunft des Holländers, der als (die Bühne in Höhe & Breite ausfüllende) rotschwarze Wand eines Schiffrumpfs aus dem Nichts kommend ankert … Weiteres zum 1. Akt siehe im ROT gehaltenen Text davor oben …
Ein wahres Se(e)h– & Hörerlebnis der absoluten Topklasse
Von wegen letzter “Nummernoper” Wagners: Bayreuth-Dirigent Markus Poschner gelingt es mit seinem super BOLein durchkomponiertes Musikdrama zu flechten. Die >Filmmusik< Wagners wird so in wunderbarer Weise in Parallele mit der kongenialen Regie von Hermann Schneider zu einem überwältigenden Gesamtkunstwerk für Aug’, Ohr, Herz und Hirn …
Das “Chorwerk” des Meisters aller Meister dringt schon im 1. Akt wohl dosiert und präzise aus allen Poren des Musiktheaters (Seiten/Hinterbühne)
Akt II
Die Spinnstube in der sich die Mädels zu ihren Handarbeits-/od. Chor–Workshop treffen (– rundum betreut von Amme Mary- Manuela Leonhartsberger), präsentiert sich als Ort des Gedenkens an die Sturmtoten, deren Bilder die Rückwand des Saals einnehmen. Da ist D. Herbert mit ihrem eigenen Bild, das sie als Kind von >ihrem Matrosen< machte, unterwegs und zeigt gleich bei der Ballade, was sie drauf hat. Erica Eloffwar bei der Probe in Intensität und Impulsivität noch präsenter und macht Appetit auf weitere Vorstellungsbesuche (- für die es viele gute Gründe gibt). Dessen ungeachtet war die “Einspringerin” als solche nicht zu erkennen – absolute Sonderklasse. Bewundernswert auch die Leistung von Matjaž Stopinšek, der als Erik (trotz stundenlanger, kurzfristig angesetzter Proben mit Senta II) seine hohe, kräfteraubende Partie ins Trockene brachte. – Auch schauspielerisch 1A, wenn er als Erik bettelnd vor Senta am Rücken liegend (gleich dem sterbenden Matrosen) diese rühren möchte, was dem jungen Polizisten aber nicht gelingt – der Mythos des Fremden überlagert alles. Dies ändert sich erst als der geldgierige Vater (glänzend Michael Wagner) einen Freier ins Haus bringt, der sich nach dem berühmten ersten Moment als 0815-Typ demaskiert (auch in der “Ent-Kleidung” als kurzärmeliges >Etwas<). Jahrelange Erwartungshaltung und aufgedrängte Realität klaffen 180 Grad auseinander und so findet das Duett Holländer/Senta verteilt auf diese Parallel-Universen an den Bühnenrändern statt <<< (- hier wechseln die Kostümfarben: Der schwarze Holländer ins bleiche Weiß und die sonst gelb erscheinende Senta ins aufgezwungene kleine Schwarze / Kostüme: Meentje Nielsen)
Der permanent sturzbetrunkene Steuermann (Jonathan Hartzendorf) und seine hochpromillige, aber exakt singende Crew, samt Mädels (zuvor die traumhafte Spinnstubenbesetzung) erobern im 3. Akt die Bühne (- Senta im Abseits des Hintergrunds bei den Bildern der Toten, die der Blogautor als Geisterchor erwartete). Überzeugend illusionistisch, wie schon zu Beginn verwandelt sich die Bühne da bei ruhiger See vom Leuchtturm-Lichtkegel, der bis ins Publikum wandert, zum wilden Meer, das im Blutrot der Holländer-Bordwand erglüht – eine Optik, die gepeitscht durch Windmaschine & Klangwogen aus dem Orchestergraben zum Wagner ->Tsunami< anschwillt und in dieser Dichte übergeht in die Dramaturgie des Finales: Weder der beamtete, schussbereite Hafenpolizist Erik, der mittels Heirat mit der Tochter sich seines Ziels (eines quasi “Kapitänspatents”) versichern möchte, noch der holländische >Klabautermann< sollen Senta haben. Sie selbst entscheidet sich nur ihrem inneren Kind treu zu bleiben und wirft das Bild des Matrosen von sich, so wie die Holländer-Figur es beim ersten Aufeinandertreffen mit Sentas Stofftier tat. Ein emotionales Schlussbild einer durch und durch logischen Umsetzung: Senta umarmt Senta >>> Schau`n Sie selbst – ERLEBEN SIE DAS MIT ALL IHREN SINNEN <<< Für den BLOG-Autor: Ein Holländer zum NIEDERKNIEN und im ewigen Ranking seiner doch einigen, besuchten Inszenierungen wackelte sogar die Kupfer-Variante …
Weibliche Suizide jeglicher Art werden derzeit auf den Linzer Brettern, die die Welt bedeuten zurecht (siehe oben) oder …. jedenfalls: nicht akzeptiert. Tausche Tiber gegen Donau – >geradezu ideale Zeiten gäb’s da für Puccinis „Tosca“<, denn auch seine derzeit hier auftretende berühmte Geisha in der „Seemannsoper Nr. 2“ überlebt:
Beachtenswerte Butterfly
Ende 024 hatten wir den100. Todestag Puccinis – Im Musiktheater Linz huldigt man ihm mit einer >>> musikalisch sensationellen Butterfly – Bei der Inszenierung versuchte man teilweise >>> gegen den erfreulich unberührt vorhandenen Text im „Sinne von Feminismus“ wachsam zu sein … im Zuge dessen kam es u. a. (nebst emotionaler Ausdünnung des Finales) zwischen den Akten zu augenscheinlich peinlichen Wachstumsschüben:
Japaner werden im Schnitt sehr alt, aber doch nicht weil sie so sehr schnell altern – ein Dreijähriger sieht da dann (auf der Linzer Bühne) aus wie ein 13jähriger Teenager – dessen dann 18jährige Mutter hinwiederum war und bleibt eine Frau jüngeren, mittleren Alters … Wozu das ALLES?
Woker & feministischer als bei Puccini geht nicht: Dem Verismo verpflichtet schildert das Werk inhaltlich die fatale und letztlich letale Beziehung eines amerikanischen Offiziers zu einer 15jährigen Geisha, die er schwanger zurücklässt, um nach drei Jahren auch noch das Kind zu fordern. Jener Pinkerton wird dabei im Original als verantwortungsloser und letztendlich feiger „Herrenmensch“ präsentiert, der trotz allem von dem jungen Mädchen geliebt wird. Drei Jahre hat Butterfly auf ihn gewartet und ist in letzter Konsequenz bereit, selbst das Liebste – das gemeinsame Kind – dem ungetreuen Seemann zu geben. Der Nährboden Verismo ist dem Komponisten nicht abzusprechen – in der Musik kommt dies deutlich herüber. Die Bandbreite reicht von den Herkunftsländern der ProtagonistInnen bis hin zur fast filmmusikalischen Verklammerung mit dem Bühnengeschehen:
Man hört das Messer fallen. Butterfly stürzt zu Boden. Halb streckt ihr Körper sich vor die spanische Wand. Sie schleppt sich bis zu dem Kind, umarmt es. Dann fällt sie neben es. In diesem Augenblick ist von draußen die Stimme Pinkertons zu hören.
Auf den Ruf wankt Butterfly hinter dem Wandschirm hervor und versucht, sich zur rechten Tür hinzuschleppen, wie um sie zu öffnen. Sie schleppt sich wirklich noch bis zur Türe, aber dann ist ihre letzte Kraft zu Ende: sie fällt zu Boden und stirbt.
Im zweiten Akt „Butterfly“ haben wir, wie zuvor bei Wagner erwähnt, ebenfalls eine wartende Frau. Im dritten Aufzug von Wagners „Tristan“ ist es der Hauptheld, der im Fiebertraum wartend aufs Meer hinaus blickt. Parallelen der beide Werke sind nicht zufällig und waren (- so denke ich) Puccini bewusst – Butterfly & Tristan mit ihren vertrauten DienerInnen-Figuren …
… beim Blog-Autor kommen in der Butterfly auch immer wieder zart Boheme-Stimmungen auf …
Wagner-Swifties> Ihren Vorschlag mit > „Hänsel und Gretel“ hat C. Roth zwar wieder zurückgenommen, aber nach dem Besuch eines Taylor-Swift-Konzerts in München mit Blick auf Bayreuth gesagt: „Das Publikum von morgen wird in unserem Land, das nach Europa und in die Welt ausgerichtet ist, noch vielfältiger sein, als es heute schon ist. Darum sollten wir uns alle im Kulturbereich stärker kümmern.“ Bayreuth ist viel stärker in die Welt ausgerichtet, als die Grüne Roth es behauptete. So existieren längst Wagner-Swifties – sogar zu Linzen …
RW-Swiftie-Bänder wurden 024 am Grünen Hügel angeboten & erworben
Ein 1APausenfilm zum Neujahrskonzert 025 am Beginn des Strauss-Jahres … Was kommt bei der Themenkombi Film & Strauss dem Cineasten sofort in den Sinn: Richards Zarathustra in S. Kubricks genialem Werk “Odyssee 2001”<<< bei der eröffnenden Menschenaffenszene, an deren Schluss sich ein empor geworfener Knochen in ein Raumschiff verwandelt, wo in der dort dann folgenden Szene Johanns “Donauwalzer” erklingt. Und so bewegte sich in Barbara Weissenbecks Pausenfilm am Neujahrstag 025 in seinem Raumgleiter Major Tom der Ururgroßneffe von Johann S. Junior anlässlich des 200. Geburtstags des berühmten Verwandten auf den Musikverein in Wien zu … Die Kritik negierte diese wunderbaren Überlegungen der Regie und echauffierte sich über den Mangel an Ideen, die nicht “geliefert” wurden. Na, hallo: War das Werk etwa zu artifiziell hintergründig und zu wenig touristisch angelegt?! So werden am Neujahrstag aus filmischen Zitaten angeblich >26 langweilige Minuten< in den unendlichen “Weiten” verkaterter Kritiker … aber Vorsicht: Denn Bordcomputer HAL checkt wirklich ALLES …
Nachfahre Eduard S. besteht aufs Doppel–S
Uneinigkeit besteht bei der namentlichen Schreibweise des 200ers: Da werden vermutlich noch viele Sträuße ausgefochten. Während die Wiener Philharmoniker beim Jubilar traditionell das scharfe S pflegen, wird wie beim Münchner Richard nun das Doppel-S verwendet. Oscar Straus bleibt bei seinem runden S.
Radio-Sendung zum Holländer-Thema unter: https://cba.media/694990 bei FRO am 13. Februar(- Todestag* von Richard Wagner und Weltradiotag)
Mitten im coolen: W.INTER.nett
Von wegen “Hahnenkamm”-Weekend: Das “Holländer”-Wochenende ist angesagt
Premiere des Holländers am 25. 1. 025
Keine >Streiflichter< aus dem Jahre Schnee, als ihr/euer Blogautor Anfang der 80er-Jahre einst die ultimative Abfahrtsstrecke in seiner einmaligen Bestzeit mit “Super G”-Technik (kombiniert mit dezenten Streckenbesichtigungsrutschmomenten) in nicht einmal einem halben Tag bezwang … Das ist ein für alle Mal erledigt ! Wesentlich spannender: Wird bereits die Ouvertüre zur Mausefalle, wie geht’s dem Chor im pausenlos permanenten Steilhang sowie dem Orchester unten an der Hausbergkante und was tun, wenn der Zielsprung dismal entfällt? Wird unser aller Maestro Poschner die Trainingszeiten von etwa 2 Stunden 15 unterbieten und wie schneiden die hervorragenden Solisten nach mehrwöchigem Coaching durch unseren bewährten Cheftrainer Schneider diesmal ab? Wenn der Geisterchor mit der Windmaschine im Wettstreit ist: Da ist Kitz bloß ein Witz …
Dieser BLOG-Beitrag hätte sich Lektüre & Betrachtung auf einem großen Screen verdient
Hektisches Vorspiel zum 24erJahr am 24. 023
Der Jahreswechsel von 023 auf 024 verlief nicht ganz friktions-, aber faktisch Auto-frei, denn zum „Heiligen Abend“ gabs eine vorverlegte >Bescherung<: Dabei wurde die Integrität meines treuen Cinquecentos von einer Straßenbahn in Frage gestellt – bzw. „verletzt“ … Meinereiner kreiste am 24. bei frühem Einbruch der Dunkelheit um den Blumenladen des Urfahraner Friedhofs in der Hoffnung auf ein Parkplätzchen für meine „Hummel“. Als ein Hoffnungsschimmer zum Freudenfeuer mutierte, positionierte der Unruheständler seinen PKW so, dass die Friedrichstraße (trotz eines protzig geparkten SUViehs) rechts einsehbar wurde. Ein Kontrollblick nach links löschte die Flamme der Parkhoffnung schnell, da sich ein Schienenfahrzeug in hoher Geschwindigkeit näherte und dem Lenker des gelbschwarzen Fiats ein beängstigendes Gefühl mangelnder Distanz zum Gleiskörper vermittelte, welches dieser in beachtlicher Reaktionszeit mit einem Griff zum Rückwärtsgang parieren wollte. Die folgenden Sekunden ließen Bilder zwischen UKH und Partezettel mit dem Weihnachtsdatum hochkommen, als die Tram mit unverminderter Geschwindigkeit an der schmalen Vorderfront des 500ers vorbeidonnerte, welcher erst vom letzten Radkastenvorsprung am rechten Eck durchs eigene heruntergefetzten Kennzeichen aufgeschlitzt wurde. Vom zarten Berührungsknall alarmiert rollte die Bahn im großem Abstand unversehrt sanft aus. Eine Passantin verkündete dem stumm verharrenden Autofahrer durchs offene Wagenfenster das eben gesehene Weihnachtswunder. Der heraneilende Bahnkutscher erkundigte sich nach dessen Wohlbefinden, tauschte mit ihm Daten aus, überreichte ihm das nun wellige Kennzeichen und wünschte ein „Frohes Fest“, um anschließend im Sinne der Linz-AG wieder Fahrt aufzunehmen. Ein „Gelber Engel“ des ÖAMTCs flickte das kleine, klaffende Löchlein an der Frontschürze , sodass der wieder voll fahrtüchtige Schlitten in anbrechender stiller Nacht seine 3-minütige Heimfahrt antreten konnte … die kostengünstige Behebung des Mini-Schadens erstreckte sich zeitlich allerdings bis ins neue Jahr …
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Nach Silvester-, Neujahrs- (Brucknerhaus) & Bürgermeisterempfang im alten Rathaus, brach das 24er Jahr aus – verbunden mit dem 12monatigen Musik/Medien-Projekt des SeniorenRadios bei FRO, das als eines von 18 davor von einer Jury ausgewählt worden war <<<
Waren es bei Linz09 noch 25 Projekte gewesen, die mit Fadinger SchülerInnen und Absolventinnen umgesetzt wurden (- darunter auch aufwendige Jahres-, sowie Langzeitprojekte, wie das schon oben erwähnte BLOG-Projekt bei den OÖN, oder das Linz09-JugendmediumRadio FRECH), so war es diesmal zum eigenen 70er („nur“) das eine, aber fordernde, große Musik/Medienprojekt mit den Senioren.
>>> Ein herzliches Danke an alle MitstreiterInnen <<<
Dank auch an Ex-Fadi Dr. Bernauer, der mich als Historiker mit Wortspenden unterstützte. Er wird ab 025 neuer Stiftsbibliothekar in St. Florian – Herzliche Gratulation <<<
… und damit nun aber fast schon wieder genug geBRUCKNERt
Obiges Bild entstand bei einem Fotoshooting mit Andreas Kern im Rahmen des Bruckner-Projekts – Locations dabei In- & Outdoor: das Radio FRO Studio und die Bruckner-UNI – Letztere lud im Herbst zum Jubiläum in ihre heiligen Hallen:
Auf Landes-, Bundes- und Eurohymne folgte da beim Festakt das „Gaudeamus„. Ein dadurch irritiert wirkender Student erfuhr durch (s)einem Professor diesbezüglich Aufklärung. Bei den Fadis war das Musikstück bekanntes Allgemeingut, welches bei der Maturafeier obligat intoniert wurde ….
Eine der zentralen Figuren des Festlichen UNI-Geschehens: Symphoniker Helmut Rogl, der sich mit Lichtgeschwindigkeit zu seiner IX. vorarbeitet … kürzlich legte er allerdings auf herbstlichem „Staatsbesuch“ im neuen Pilsz’schen Domizil eine „kurze“ Generalpause ein …
Bei Crossing gab’s wieder jede Menge guter „Nachtsicht-Filme“ und wie auch sonst: Viele Dialoge mit Leologe …
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Sparta-Run-Winner & Libero Nr. 16 als Erstkommunikant– Pate: Opi
Lieber „Brautjungferich“ Joni !
Es war ein angenehm kalter Frühwintertag als Opi Deine Omi am 3. Dezember zu Linzen im Jahre 1982 zum Standesamt geleitete. Am darauffolgenden „Barbara-Tag“ trug sich dann die kirchliche Trauung zu. Deine Mama war da noch im Bauch von Omi gut aufgehoben, voll dabei und schon damals > Termin-bestimmend < !Deine Mama Barbara hatte sich als strahlender „Sommertyp“ ihrerseits als Braut hochGRADig für Anfang Juli & südliche Gefilde entschieden … Schneelöwe Opi zog da allerdings den Standesamtstag im wahrlich etwas kühleren Linz vor – sprich aus seiner Sicht: „Wedding light“ oder “- on the rocks” … Am 2. Juli 024, dem „Welt-UFO“-Tag ging jenes prosaische, offizielle Prozedere an der Donau über die Bühne. Der flockig lockere Teil des Stücks folgte dann vier Tage später zum Welt-Kuss-Tag am istrischen Strand der guten, altösterreichischen Riviera … da war unser aller Reini schon Teil der Familie.
Die >Hochzeit des Jahres< mit den 3 ProtagonistInnen: Braut, Gatte Reini & Joni
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Geburtstage des Jahres (- jenseits des großen 200ters)
Konzertempfang im AEC mit Maki zum 80er von Maestro DRD – unter den Gratulanten: MP (70)
Ein herzliches DANKESCHÖÖÖN für die Gratulation (oben) im Landeskulturbericht September 024 zum persönlichen, runden Jubiläum – Erinnerungen an den 50er stellten sich ein, als damals 2004 Linz Tourismus bei der kleinen Familienfeier im Gastgarten an der Donau neben der Nibelungenbrücke mit einer Projektion auf dem Wasservorhang eines extra langsam vorbeifahrenden Schiffs überraschte …
50 Jahre Unterschied – Seine Urgroßmutter kam von Pils(z)en …
Schon am Vortag (dem 5. 8.) hatte sich zur frühen, erträglichen Morgenstunde Traxl-Stammpublikum (Beate & Walter) eingefunden … Überraschungsgäste (Gerhard L.) kamen mit Buchgeschenken usw. … Größere Festlichkeiten, wie einst zum 40er 094 im Cinematographen oder zum 60er in der Grottenbahn wurden diesmal nicht angedacht.
Vor exakt 10 Jahren im Herbst 2014:
… aus dem damaligen Schwachherz wurde mittlerweile wieder Löwenherz
Wie immer schon, so wurde auch heuer beim 70er der sommerliche Geburtstag „feierlich vertagt“: Diesmal auf kleine „mEATings“ im Herbst, Winter & Frühjahr. In wenigen, milden Sommernächten (unter 18 Grad) waren ausnahmsweise Treffs an Abendtterminen ausschließlich für die Familie und Gäste aus dem befreundeten Ausland vorgesehen …
Terrassenempfang als Berliner Sommernachtstraum zu Linz
Zum 70er des „Bloggers“ hat sich Small Richie (so etwa100 cm) bei ihm einquartiert – Big Richard zog 1874 vor exakt 150 Jahren in sein Wahnfried
Auch das Original-Plakat unseres Films >>> „Agentin 009„, das vor 15 Jahren in der „Weltrettungshaltestelle“ auf der Nibelungenbrücke ausgestellt war, hielt Einzug in unserer neuen Bleibe …
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Die „schönen (?) Seiten“ des Sommers:
Schlaflose „Tropennächte“ und Hitzewellen auch im Land ob der Enns, das seit Jahrzehnten „Dank“ Donautal den rund um Linz gleichermaßen pannonischen Klimaauswüchsen wie Wien ausgesetzt ist. Weitere Summer-Highlights: Die gemeine (!) deutsche Wespe, Starkregen, Hagel & Orkanböen, die nicht nur die vorgelagerten Linzer Kammerspiele vom Dach befreiten, sondern Bäume spalteten und die eigene Terrasse flachlegten …
>>> Bayreuth024 fiel >bedingt durch die Erderwärmung< nur kurz aus
Hitzebedingt fielen leider rund um die KW & ARS einige Treffs flach …
MLA NEU – a little bit of
Im wahrsten Sinne des Wortes: Am Schluss der ARS-Gala erschien nach Überreichung der U19-NICA auf der Leinwand unvermittelt der Schriftzug Media Literacy Award – verbunden mit G. Stockers Text, dass der MLA ins Programm der ARS aufgenommen werden soll <<<
Über 20 Jahre war der MLAdie Plattform und geniale Präsentationsmöglichkeit für Ergebnisse von Medienprojekten, die im Rahmen der Medienbildung an österr. Schulen erarbeitet wurden. Zum letzten Jahreswechsel wurde diese wunderbare, unverzichtbare Einrichtung (wegen großen Erfolgs?!) eingestellt, scheint aber nun als Teil der Ars Electronica wiederbelebt zu werden – inkl. Wertschätzung in Form von Preisverleihungen (nebst U19), Diskussionen, Fortbildung usw. (?) – man wird sehen …
Robert Hinterleitner sowie andere Aktivisten & Institutionen (Wiener Filmakademie), die bereits seit Jahresbeginn an der Geschichte protestierend & innovativ dran sind, haben im Oktober Gespräche aufgenommen – der Blogautor ist guter Dinge … im 10. Jahr „Linz –UNESCO – City of Media Arts“<<<
Unsere Fadingerin Marlene P beendete erfolgreich ihre Studienzeit in Schweden, wo sie Ende Sommer aktiv bei einem Filmfestival agierte, bevor sie Zwischenstation in Linz machte, um nun in Wien durchzustarten …
H & M – Zwei feine, runde MRG-Geburtstage – der Löwenanteil der Jahresringe ist da dem Blogautor zuzurechnen
Aus der FILMWELT
Zuerst maildete sich Villach, dann NÖ (jeweils mit einer Anfrage betreffend Juryteilnahme bei der Landesveranstaltung) und letztendlich auch noch die VÖFA-Vizepräsidentin mit einer Einladung als Juror für die Staatsmeisterschaft in Tirol. Leider war dies dem Blog-Autor nicht vergönnt, da sich die Termine haarscharf mit dem Bruckner024 Projekt und der KHS Salzkammergut (Mahler/Steinbach) überschnitten. Möge der Verband der österreichischen Film-Autoren (- eine Vereinigung in der führende Funktionäre Richard Wagner heißen) nachsichtig sein – im Folgejahr 025 ist nun dann wieder alles möglich …
gab’s u. a. einen Filmlicht-Workshop. Nachdem der Blogautor vor geraumer Zeit schon ebenda eine Einführung zur Thematik gegeben hatte, stellte er sich beim praktischen Vortrag von Sigrid Nagele (Dorf TV) als Test-Person zur Verfügung und holte die Kamerafrau / Vermittlerinvors Radio Mikro:
Lieber Manfred Pilsz,
im Anhang findest Du unsere Einladung zur YOUKI Festival-Eröffnung am 19. November um 19 Uhr im Medien Kultur Haus und zur Preisverleihung am 23. November um 20 Uhr im Alten Schlachthof. Wir würden uns sehr über dein Kommen freuen, bitte melde Dich direkt hier bei mir an, wenn Du dabei sein kannst! 🙂
Liebe Grüße, Lisa Kainz und Sophia Hochedlinger (YOUKIFestivalleitung)
Und so wurde auch heuer wieder das MKHzu Wels beglückt:
In der Youki Jury024: Ex-Fadi, Ex-Youki- & -Diagonale-Intendant Sebastian Höglinger / Im Bild oben: Das MRG-Youki-Team024
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Fadis im www. – von Barbara (Sinner) in Australien bis Alaska …
Nach x Jahren war Michi aus Alaska im Rahmen eines Maturatreffs wieder zu Besuch – das coole Schnee-Bild unten hatte sie davor geschickt, um meine Hitze-bedingte „Sommerdepression“ etwas zu dämpfen …
Neben Fadinger Matura- & Kollegentreffs (- gepflegt wie immer: Bei & mit Lothar), sowie Penthausgästen gab’s auch erste 70er-Herbst-mEATingsusw. (hier eine kl. Collage v. Bildern letzter Zeit):
Wenn im Herbst Enkel Joni sein Kürbisshirt überzieht:
Die schönste Zeit des Jahres: Wenn das Rauschen der Blätter nicht von oben zu hören ist, sondern durch die eigenen Schuhe verursacht wird … wenn Du (wie oben kreativ Enkel Joni) aus Makronen kleine Horror-Kekse fertigst und im kühlen Dunkel der frühen Dämmerung jederzeit Stephen King Monstern oder zu Halloween einer Halloqueen begegnen könntest …
>>>Sara Trawöger (Mat. Jg. 011) wurde im Rahmen der Verleihung der OÖ. Landeskulturpreise 024 soeben mit der Talenteförderungsprämie in der Kategorie Musik ausgezeichnet – Herzliche Gratulation <<<
Lukas Johannes Aigner (hier vor seinem „Blüten-Bruckner„) lud zur Vernissage in sein zauberhaftes Atelier (hinter dem Neuen Rathaus) Die enge Verbindung zwischen Bild & Musik zeigte sich zu Herbstbeginn bei der COSI FAN TUTTE-Produktion, für die Aigner Bühnenbilder kreierte …
Nebst dem Kunstgenuss gab’s auch noch Aigners „Bruckner-Wein“ / Im Bild rechts: Florian Graupa, der während des Abends den Blog-Autor zur Premiere (1. März 025) seines neuen Films „Captain Puchenau“ einlud.
2025 wird es einen neuen Radio-Beitrag zu Aigners neuem Schaffen geben …
Im traumhaften Ambiente kamen die > Bruckner’scher Musik nachempfundenen < Schmuckstücke im vollsetzten Saal des Ennser Schlosses glitzernd zur Geltung. Goldschmiedin Claudia Langer führte nach der Begrüßung durch den Ennser Bürgermeister, selbst durch die Ausstellung – musikalisch kongenial begleitet von Streicherklängen … (Randbemerkung: Der „Brucknerhaus-Ehrenring“ wurde wurde schon zu LIVA-Dir. Winklers Zeiten von Cl. Langer kreiert / &:Twosome-Video <<<)
Großes Finale des oö. 024er Kulturjahres in Laakirchen & Gmunden (- hier die verfilmte Draufgabe mit dem sensationellen Alois Mühlbachler und dem Spring String Quartett: https://www.dorftv.at/video/35497 )
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Speziell zu den Weihnachtstagen gedenken wirUroma Elfriede, die im Herbst des 24er Jahres von uns gegangen ist …
M P
Hinweis nur für „Digital Naives“: Worte -> dieser Farbgebungverstecken Infos, Bilder … , die durch einen linken „Maus-Klick“ aktiviert werden können
Eine Doppelpackung Holländer-Tee als köstlich dampfende Erinnerung:
Zur bevorstehenden Jänner-Premiere des Holländers im Linzer Musiktheater: „Erinnerung“ – ein Kla4stück Bruckners, bei dem in den Schlusstakten vordergründig das Erlösungsmotiv kurz durchschimmert …
Ende 024 sah ich mich leider veranlasst an Hofrat Dir. Herwig Arnold (VERS-Chef) folgende Mailzeilen zu senden:
Lieber Herwig !
Hab‘ Dein finales VERS-Schreiben erhalten und war mehr als „betroffen“, dass ein so wichtiges Segment der Fadinger Familie zum Jahreswechsel Geschichte sein soll … Fragen zur Thematik Ehrenamt an den LH in der Oktobersendung meines Bruckner-Projekts024 passen leider sehr gut zur Situation: https://cba.media/675459 – CBA-Radio (ab Min 4.30)
In allen Bereichen der Kunst/Kultur/Bildung ist das „Ehrenamt“ auf wackligen Beinen unterwegs … Es bräuchte das vitale Segment der 55 bis 69-Jährigen ! (- im Fall der „Goldenen Matura“ wird der LH ab 025 da dann wohl hautnah damit konfrontiert sein …) Ewig schad um den > M. Gnad< – war guter Hoffnung, dass es weitergeht <<< Der alte Wahlspruch unserer Alumni-Abteilung: „Einmal Fadinger – immer Fadinger“ (Präs. Dr. Chr. Leitl) kann sichtlich bedauerlicherweise ihrem Inbegriff VERS nicht das Leben verlängern. Großen DANK an alle VERSianer – Ihr seid wesentlicher Teil der Schulgeschichte <<<
Manfred (- stolzer Träger der VERS-Ehrennadel)
Möge eine gute Lösung im Sinne der Fadinger Alumni-Gemeinschaft gefunden werden …
Eine***R ü c k s c h a u*** – Bild von Andreas Krenn
Bereits im Dezember023 hatte eine Vorlaufsendung den medialen Auftritt des FRO-Projekts eingeläutet. Zu Silvester wurde erst gefeiert, als der Jänner024-Blog im Netz war. Mit dem 1. 1. ging’s dann los: Eröffnungsfeier im Brucknerhaus und am 11. 1. war man mit dem SeniorenRadio pünktlich ON AIR<<< Im vollen Terminkalender von Bruckner024als erstes und im Dezember nun als absolut letztes der 18, von der Jury ausgewählten Expo-Projekte
Ewald Hafner, Anna Laimer, der Blogautor u. a. gingen das Projekt erfolgreich an, wenn auch nicht immer alle anvisierten Interviews zustande kamen (- N. Habjan zB. sagte seinen Linzer Auftritt samt Bruckner-Puppe leider (!) ab)
Geben wir uns E R I N N E R U N G e n hin:
Bei Bruckners „Erinnerung“ kipp‘ ich gegen Ende immer in Holländer-Stimmung …
Man lauscht an Thema, an Motiv … An_Ton – kurz gesagt: BRUCKNER
Das Projekt im Jubiläumsjahr: >Radio FRO(h)sinn 024 lässt AnTon „Brucknern“!< – FROsinnig, weil das SeniorenRadio froh und in alter Frische auf 105,0 sendet, Anton Bruckners Linzer Liedertafel den Namen „Frohsinn“ führte und er mit ihr große Erfolge feiern durfte. So wurde dem Genius Loci A. Bruckner von uns auf FRO in jedem Monat des heurigen Jubiläumsjahres mindestens eine 60 Min-Sendung am jeweils zweiten Donnerstag des Monats um 9 Uhr gewidmet – spontan auch an diversen anderen Donners- & Dienstagen … Jederzeit abrufbar auf CBA im Netz:
Radio FRO’s 65+ department has chosen the 200th anniversary of the Genius Loci as its annual project. And they have set themselves the task of illuminating the native of Ansfelden from all perspectives: From the musical as well as the literary, satirical, anecdotal as well as artistic.
Broadcasting period: January to December 2024 | at least once a month on a Thursday | broadcasting language: German /// Radio ᐅ FRO Seniorenradio
>EinRadio Wien -Interview mit Anton Bruckner ging sich damals um knapp 28 Jahre noch nicht aus<
Wir jedenfalls schafften es mit unserem 2024er Bruckner-EXPO-Medienprojekt ganze >15 Stunden< zum Thema auf Sendung zu sein (- nachzuhören auf CBA: Gesammelte Links am Ende des Blogbeitrags)
Bei uns begann die Bruckner-Geschichte nicht in Ansfelden, sondern im JÄNNER in Kronstorf (Bild – Pilsz)
Dabei „Googelte“ es u. a. im Gespräch mit Bürgermeister Dr. Kolarik … Eine wesentliche Rolle spielte Anton beim Projekt der Quanten & Quinten unter dem Titel „BruQner“ (JKU-Gespräch mit Dr. Kofler & Dr. Küng). Wenn der große Ansfeldener gar selbst von einer Atom-Sezierung der Musik sprach, dann „Brucknerte“ es 024 ganz gewaltig FRO(h)sinnig beim SeniorenRadio& dem Projektverantwortlichen Manfred Pilsz. Neben dem großen Quantum Bruckner gab’s 024 ob der Enns auch jede Menge Kulturhauptstadtregion Salzkammergut (Gespräch im Startmonat Jänner mit Intendantin Elisabeth Schweeger & Isa Stein – ihre „Lichtmenschen“ auch in Bodø )
Bereits im Jänner kam es zu einem 1. fiktiven Treffen von Bruckner (Pilsz) & Stifter (Taller) in der halbstündige „Literarische Matinée“ Anton meets Adalbert – gestaltet von Claudia Taller: https://cba.media/648508
Taller & Pilsz im Studio – Foto v. Radio FRO (Vera E.)
Die Monate Februar und März waren Wagner-durchtränkt:
Es begann mit Bruckners schrecklichen 13. Februar 1883, dem Adagio seiner VII., mit Peter Androsch, der ab 13. 2. 2024 den Kürnbergerwald mittels Bruckner zum Klingen brachte, gefolgt von Antons Pilgerfahrten nach Bayreuth und einem Gespräch dazu im Linzer Wagnerverband mit Dr. Harrandt. Im Februar des Schaltjahrs 024 „Brucknerte“ es so mit dem SeniorenRadio gar einen ganzen Tag länger …
Nach den Iden des Monats März gab es zum Frühlingsanfang eine >Literarische Plauderei< von Anna Laimer im SeniorenRadio mit Erland Maria Freudenthaler – Autor des Bruckner-Krimis „Vertonter Verdacht“:https://cba.media/656208
Foto im FRO-Studio (Freudenthaler, Hafner & Laimer) – von Pilsz
April, April – sendet was er will: „Amadeus vs. Bruckner“
Als der Osterhase viel bunten Bruckner gebracht hatte und süße „Brucknernoten“ die „Mozärtlichen Kugeln“ ablösten, Zoe Goldstein beim Projekt „Für Theresia“ Frauen vor den Vorhang holte, Dr. Landertinger „Bruckner goes Wirtshaus“ vorstellte, Siegi Fruhauf alles „Phantastisch“ fand und Kulturdirektor Dr. Stieber sich beim 2. Auftritt Gedanken zu Merchandising machte, war damit die April-Sendung unter Dach & Fach:https://cba.media/655163 – Blogbeitrag dazu: https://leologeslogbuch.blog/2024/03/16/amadeus-vs-bruckner/ Zuvor gabs noch ein 2. Fiktionales Meeting von Anton & Adalbert (Pilsz & Taller): https://cba.media/657745
Als wir beim Fundament (einer UNI) verweilten, weil hohe Türme gebaut wurden, sich Schwerpunkte änderten, man in Erinnerungen schwelgte, Gärtner Augustinus & Literat Marius Huszar ihre Rollen im Literaturgarten-Feature übernahmen und der künstlerische Allrounder David Wagner mit seiner Tour de Anton das Motto: „Alles radelt, oder was“ ausgab, da „Brucknerte“ es FRO(h)sinnig im SeniorenRadio des Wonnemonds: https://cba.media/658978Hier noch der Blogbeitrag dazu:https://leologeslogbuch.blog/2024/04/12/anton-statt-beton-springtime-mit-buckner/
Literaturgärtner Fotos & Bearbeitung – Pilsz
Folder – Bruckner024
Juni-Sendung: Bruckner – A Salzstreuer?! – Ischl024: „Kultur ist das neue Salz“ – Bruckner und das Kulturkammergut
Als Markus Poschner über „Eingepökelten Bruckner“ in Ebensee sprach, „Senioren-Jung-Moderator“ Pilsz über An_Toni-Award, sowie den nachhaltigen Salzwassergehalt von Atter- & Traunsee philosophierte (?), den Puder-gerne als Salz-Tanz gesehen hätte, Gmunden als Europäische Musicalhauptstadt apostrophierte, mit Norbert Trawöger über dessen Bruckner-Buch im Keplersalon plaudert, der heuer ebenso wie Linz09 den 15er feierte und es „Kontrabunt“ im visionären St. Florian zuging, da war die Juni-SendungOn Air:https://cba.media/662071– nachzulesen im Blogbeitrag zumSommerausbruch 024:https://leologeslogbuch.blog/2024/05/09/bruckner-a-salzstreuer/
Fotos – Eva Pilsz
Auch Ingo Kelp war wieder immer & überall: Musical Gmunden, „Findling“ (Alter Dom)
Juli-Sendung: Bruckner – A erstklassiger Lehrer – Gutes Zeugnis für Anton
Als mitten im 2. Trimester von Bruckner024 bei der heurigen 1. EXPO zum Schulschluss Zeugnisse des lehrenden Komponisten besprochen wurden, der „Senioren-Jung-Moderator“ über die „Neue Matura“, Bruckner, Kreativität, Musik & Medien in der Schule philosophierte (?) und mit Zeremonienmeister CEONorbert Trawöger im Keplersalon über A.B.-Aggregatszustände der Musikvermittlung plauderte, da „Brucknerte“ es viel zu heiß:https://cba.media/666021 (CBA-Juli-Radio AB024)–dazugehöriger hochsommerlicher Blogbeitrag: https://leologeslogbuch.blog/2024/06/12/bruckner-a-erstklassiger-lehrer/
Fotos mit Salonchefin C. Lehner – Trawöger / Pilsz
Foto – Eva Pilsz
August-Sendung: Bruckner – A(nton)auf „Sommerfrische“? – Organist Anton auf Achse. Als „Jung-Moderator“ Manfred Pilsz zu seinem 70er (Anfang August) gegen den uncoolen Sommer ohne Frischewetterte, kurz über das Ehrenamt sprach, sich mit denOrgelbauernKögler in St. Florian unterhielt, dem Starorganisten aus Ansfelden nach London folgte, Klangwolken-Regisseur C. Padrissa vors Mikro holte und Gustav Mahler in Steinbach am Attersee besuchte, da „Brucknert“ es FRO(h)sinnig beim SeniorenRadio im August 024:https://cba.media/669698(CBA-Radio), sowie im Blogbeitrag: https://leologeslogbuch.blog/2024/07/11/bruckner-a-auf-sommerfrische/
KW-Gestalter C. Padrissa (Selfie – Pilsz)
Eine sehr feine Geburtstagsaufmerksamkeit wurde dem Blog-Autor in der prominenten Septemberausgabe des OÖ. Landeskulturberichts zuteil – herzlichen Dank an die Verantwortlichen <<<
September-Sendung: Antons Birthday – Best of Wolke – September Four. Als sich Sendungsgestalter M P verklärt vom Datum 4. September in Erinnerungen an Hubert Bognermayrs Präsentation von dessen Klangwolkenidee im Schulfestsaal vertiefte, er mit dem 2. Klangwolkenvater Walter Haupt & Ex-LIVA-Chef Wolfgang Winkler über den tollen Start 1979 und die Folgejahre der KW sprach, sich über die originelle Nordico-Ausstellung „It’s me, Toni“ bei Mag. Kreslehner im Detail informierte, den Veranstaltungskanon durchging und über den Festspielsommer024 reflektierte, da war die September-Ausgabe fertig: https://cba.media/671745 (CBA-Radio) – Hier der Blogbeitrag dazu: https://leologeslogbuch.blog/2024/08/01/antons-birthday-best-of-wolke/
Team-Foto – Land OÖ
Das absolute Toppppppp-Ereignis – noch Stunden vor Welser-Mösts IV.
Oktober.Sendung: Antons Belvedere – Finale ohne Ende – bei Kaiser & Gott. Als sich Sendungsgestalter Pilsz am güldenen Herbst & an der reichen Ernte gemeinsam mit Landeshauptmann Stelzer und Ischl-Intendantin Schweeger erfreute, sich mit Kardiologen Dr. Laczika Sorgen um Bruckner machte, dessen letzte Wohnstatt am Schlossareal von Prinz Eugen aufsuchte und sich mit Schacherreiters Buch zu beruhigen versuchte, da war es Brucktober 024 im Land ob der Enns:https://cba.media/675459(CBA-Radio) und dazu der Blogbeitrag des Monats:https://leologeslogbuch.blog/2024/09/13/antons-belvedere-finale-bei-kaiser-gott/
Erntedank im Oktober: „Bruckner-Kürbis“ (Foto – Pilsz)
Originelles Schluss-Steatment eines Symposion-Vortrags im Rahmen des Brucknerfests: Lieber 15 Seidel Bier mit Bruckner, als 3 Viertel Wein mit Beethoven …
Vor 40 Jahren:Prof. Erwin Ringl (Musik/Stimme/Kreativität)https://cba.media/496033<<< Eröffnung Brucknerfest 1984 (- ab Min 1.50)
An(gs)ton Bruckner in Bad Kreuzen, in den „Wolfsschluchten“ der Psychoanalyse und der Wiener Kritiker, die durch nichts und niemanden „einzuBRAHMSen“ waren. Der Kleiderschrank des Meisters wurde in Blog & Sendung durchwühlt. Claudia Langers Schmuckausstellung in Enns besucht & die Kulturdirektorindes LandesMag.a. Nazzal final vors Mikro geholt.
Fotos: „Einladungsaufmacher“ & Bild-Eindrücke – C. Langer
Im traumhaften Ambiente kamen die > Bruckner’scher Musik nachempfundenen < Schmuckstücke im vollsetzten Saal des Ennser Schlosses glitzernd zur Geltung. Goldschmiedin Claudia Langer führte nach der Begrüßung durch den Ennser Bürgermeister, selbst durch die Ausstellung – musikalisch kongenial begleitet von Streicherklängen … (Randbemerkung: Der „Brucknerhaus-Ehrenring“ wurde wurde schon zu LIVA-Dir. Winklers Zeiten von Cl. Langer kreiert / &:Twosome-Video <<<)
Für die nunmehrige Dezember-Sendung fanden ausschließlich Einspielungen von Bruckner-Werken durch das BOL unter der Leitung von Maestro Poschner Verwendung (Ausnahme: Das Kla4stück „Erinnerung“ – Einspielung durch Margit Haider für die Visualisierung „Agnus Benedictus„)
Und so entstanden im Rahmen unseres EXPO-Projekts ganze volle 15 Stunden Bruckner-Radio <<< Waren es bei Linz09 noch 25 Projekte gewesen, die mit SchülerInnen & Absolventinnen umgesetzt wurden (- darunter auch aufwendige Jahres- & Langzeitprojekte, wie das schon oben erwähnte BLOG-Projekt bei den OÖN, oder das Linz09-JugendmediumRadio FRECH), so war es diesmal zum eigenen 70er („nur“) das eine, aber fordernde, große Musik/Medienprojekt mit den Senioren.
DANK nochmals an alle Beteiligten des Bruckner024-EXPO-Medienprojekts: Beim FRO–SeniorenRadio wird ehrenamtlich gearbeitet – >Wertschätzung< für alle Beteiligten <<<
Zum Finale machen wir jetzt ein fettesPünktchen und Antonübergibt 025 den200er an Johann Strauß